DD218830A5 - Herbizides mittel - Google Patents

Herbizides mittel Download PDF

Info

Publication number
DD218830A5
DD218830A5 DD84262517A DD26251784A DD218830A5 DD 218830 A5 DD218830 A5 DD 218830A5 DD 84262517 A DD84262517 A DD 84262517A DD 26251784 A DD26251784 A DD 26251784A DD 218830 A5 DD218830 A5 DD 218830A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
phosphonomethylglycine
chain alkyl
salts
carbon atoms
effective
Prior art date
Application number
DD84262517A
Other languages
English (en)
Inventor
Michael P Prisbylla
Original Assignee
Stauffer Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stauffer Chemical Co filed Critical Stauffer Chemical Co
Publication of DD218830A5 publication Critical patent/DD218830A5/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N57/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds
    • A01N57/18Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-carbon bonds
    • A01N57/20Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-carbon bonds containing acyclic or cycloaliphatic radicals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/38Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
    • C07F9/44Amides thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/38Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
    • C07F9/3804Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)] not used, see subgroups
    • C07F9/3808Acyclic saturated acids which can have further substituents on alkyl
    • C07F9/3813N-Phosphonomethylglycine; Salts or complexes thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein herbizides Mittel fuer die Unkrautbekaempfung insbesondere in der Landwirtschaft mit einem Gehalt an langkettigen Alkylammoniumsalzen von N-Phosphonomethylglycin. Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer N-Phosphonomethylglycin-Salze, die gegenueber den bereits bekannten preisguenstiger, landwirtschaftlich wirksamer, kosteneffektiver sind oder leichter hergestellt werden koennen. Erfindungsgemaess werden in den neuen herbiziden Mitteln als Wirkstoff langkettige Alkylammoniumsalze von N-Phosphonomethylglycin mit der Formel OOCH2NH2CH2O-O R4-R1 OCCH2NH2CH2P-O R4-N -R2 OCCH2 OHR3angewandt, in welcher R1, R2, R3 und R4 einander gleich oder ungleich sind und unter Wasserstoff oder gesaettigten oder ungesaettigten gerad- oder verzweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ausgewaehlt werden und in welcher mindestens zwei der Radikale R1, R2, R3 oder R4 gesaettigte kurzkettige Alkylgruppen mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen sind und in welcher mindestens eines der Radikale R1, R2, R3 oder R4 eine gesaettigte oder ungesaettigte gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen ist.

Description

^ OH R3
in welcher R1, R2, R3 und R4 einander gleich oder ungleich sind und unter Wasserstoff oder gesättigten oder ungesättigten gerad- oder verzweigtkettigen Alkyl-Gruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ausgewählt werden und in welcher mindestens zwei der Radikale R1, R2, R3 oder R4 gesättigte kurzkettige Alkylgruppen mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen sind und in welcher mindestens sines der Radikale R1, R2, R3 oder R4 eine gesättigte oder ungesättigte gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen ist, neben inerten Trägerstoffen.
2. Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R4 für Octadecyl steht und daß R1, R2 und R3 jeweils Methyl sind.
3. Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R4 Octadecyl ist, daß R3 Octadecyl ist und daß R1 und R2 jeweils Methyl sind. - , . ·
4. Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R1, R2 und R3 jeweils Methyl sind uhddaßR4 fürein Gemisch aus Hexadecyl und Octadecyl steht.
5. Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschtem Unkrautwuchs, gekennzeichnet dadurch, daß es darin besteht, daß an die Stelle der gewünschten Bekämpfungswirkung eine herbizid wirksame Menge einer Verbindung de Formel
0 0 ~~~" Θ OCCH2KH2CH2P-O Θ R4® OH
ausgebracht wird, in welcher R1, R2, R3 und R4 einander gleich oder ungleich sind und unter Wasserstoff oder gesättigten oder ungesättigten gerad- oder verzweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ausgewählt werden und in welcher mindestens zwei der Radikale R1ZR2, R3 oder R4 gesättigte kurzkettige Alkylgruppen mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen sind und in welcher mindestens eines der Radikale R1, R2, R3 oder R4 eine gesättigte oder ungesättigte gerad-oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen ist.
6. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß R4 für Octadecyl steht und daß R1, R2 und R3 jeweils Methyl sind.
7. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß R4 Octadecyl ist, daß R3 Octadecyl ist und daß R1 und R2 jeweils Methyl sind. . . > · . .
8. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß R1, R2 und R3 jeweils Methyl sind und daß R4 für ein Gemisch aus Hexadecyl und Octadecyl steht.
Herbizides Mittel . . :. :- ... : : '
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein herbizides Mittel mit einem Gehalt an langkettigen Alkylammoniumsalzen von N-Phosphonomethylglycin mit herbizider und pflanzenwuchsregulatorischer Wirkung.
Die erfindungsgemäßen Mittel werden angewandt für die Bekämpfung unerwünschten Pflanzenwuchs, beispielsweise zur Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Herbizide werden in breitem Umfang von Landwirten, agrarindustriellen Unternehmen und anderweitigen Industrien eingesetzt, um die Erträge solcher Hauptkulturen wie etwa Mais, Sojabohnen, Reis und dergleichen zu steigern und das Wachstum von Unkraut an Autobahnen, Bahngleisanlagen und anderen Zonen zu eliminieren. Herbizide erweisen sich als wirksam bei der Abtötung oder Unterdrückung von unerwünschten Unkräutern, die mit den Kulturpflanzen um Bodennährstoffe konkurrieren, und darüber hinaus nützen sie auf Grund der Tatsache, daß sie durch ihre unkrautabtötende Wirkung das Erscheinungsbild von Autobahn- und Bahnanlagen verschönern. Gegenwärtig befindet sich eine Reihe unterschiedlicher Herbizidarten im Handel, wobei diese zwei allgemeinen Kategorien zuzuordnen sind. Hierbei handelt es sich um die Vorauflauf- und Nachauflaufherbizide. Die Vorauflaufherbizide werden normalerweise vor dem Auflaufeh der Unkrautpflanzen in den Soden eingearbeitet, und die Nachauflaufherbizide werden normalerweise nach dem Auflaufen der Unkräuter oder anderweitigen unerwünschten Pflanzen auf die Pflanzenoberflächen ausgebracht.
Eines der ersten kommerziell genutzten Nachauflaufherbizide war 2,4-D (2,4-Dichlorphenoxyessigsäure). Nach einer Reihe von Jahren der Anwendung dieser und ähnlicher Verbindung wie etwa 2,4,5-T (2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure) zeigte sich, daß bestimmte Zersetzungsprodukte dieser Herbizide lange nachweisbar blieben und biologisch nicht abbaubar waren. Wenn auch gewisse Meinungsverschiedenheiten zwischen staatlichen Stellen und Interessenvertretern der Industrie hinsichtlich der Wirkungen von Restprodukten von 2,4-D, 2,4,5-T und ähnlichen Verbindungen bestanden, so schränkten nichtsdestoweniger die Behörden den Einsatz dieser Herbizide in den Vereinigten Staaten von Amerika vor einigen Jahren ein. Seit jener Zeit sind Anstrengungen unternommen worden, um Herbizidezu entwickeln, die sich innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne nach ihrer Anwendung in harmlose Rückstandsstoffe biologisch abbauen lassen.
Eine derartige Verbindung, die sich als biologisch abbaubar erwies und dennoch bei Einsatz in geringeren Aufwandmengen als Herbizid und Pflanzenwachstumsregulator wirksam ist, ist N-Phosphonomethylglycin und verschiedene seiner Salze. N-Phosphonomethylglycin und bestimmte landwirtschaftlich wirksame Salze sind von der US-Regierung zugelassen worden, worauf dieses Herbizid erfolgreich behandelt wurde.
Das N-Phosphonomethylglycin und gewisse Salze bilden in der Praxis die alleinigen wirksamen und zugelassenen Nachauf lauf herbizide. Bei der derzeitigen handelsüblichen Verbindung handelt es sich um das Isopropylamin-Salz von N-Phosphonomethylglycin sowie dessen Derivate.
Irn Praxiseinsatz wird es normalerweise in Mengen von 0,011 bis etwa 22,4kg/ha, vorzugsweise von 2,24 bis 6,72 kg/ha aufgewendet.
N-Phosphonomethylglycine sowie bestimmte seiner löslichen Salze können in einer Reihe unterschiedlicherweisen hergestellt werden. Eines dieser Verfahren, wie es im US-PS 3160632 (Toy et al., 8. Dezember 1964) beschrieben ist, besteht im Reagieren von N-Phosphinomethylglycin (Glycinmethylenphosphinsäure) mit Quecksilberchlorid in einem Wasserlösungsmittel bei Rückflußtemperatur sowie im darauffolgenden Separieren der Reaktionsprodukte. Weitere Verfahren beinhalten die Reaktion von Ethylglycinat mit Formaldehyd und Diethylphosphit. Das letztgenannte Verfahren ist im US-PS 3799758 (Franz, 26. März
1974) beschrieben. Darüber hinaus existiert eine ganze Reihe von Patenten, die sich auf N-Phosphonomethylglycine, deren Salze und Derivate beziehen, in denen diese Verbindungen als brauchbare Herbizide und Pflanzenwachstumsregulatoren beschrieben werden. Zu diesen zusätzlichen Patenten, die sich auf die N-Phosphonomethylglycine, deren Anwendungsverfahren, Herstellungsverfahren, Salze und Derivate beziehen, gehören unter anderem das US-PS 3868407, das US-PS 4197254 und das US-PS 4199354.
Spezifische, als herbizid wirksam offengelegte Salze von N-Phosphonomethylglycin sind die Sulfonium- und Sulfoxoniumsalze.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer Salze von N-Phosphonomethylglycin, die gegenüber den bereits bekannten preisgünstiger, landwirtschaftlich wirksamer oder kosteneffektiver sind oder die leichter und wirtschaftlicher hergestellt werden können. ;
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Verbindungen mit den gewünschten Eigenschaften aufzufinden. Erfindungsgemäß werden bestimmte neue und neuartig gemischte langkettige Alkylammoniumsalze von N-Phosphonomethylglycin als Herbizid und Pflanzenwachstumsregulator angewandt.
Die gemischten langkettigen gesättigten oder ungesättigten Alkylammonium-Salze von N-Phosphonomethylglycin, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung darstellen, haben die Formel
O O
COHNHCHP
OH
in welcher R1, R2, R3 und R4 einander gleich oder ungleich sind und unter Wasserstoff oder gesättigten oder ungesättigten gerad- oder verzweigtkettigen Alkyl-Gruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ausgewählt werden und in welcher mindestens zwei der Radikale R1, R2, R3 oder R4 gesättigte kurzkettige Alkylgruppen mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen sind und in welcher mindestens eines der Radikale R1, R2, R3 oder R4 eine gesättigte oder ungesättigte gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen ist.
Repräsentative Salze, die in den Geltungsbereich der oben angegebenen* generischen Formel fallen, sind das Trimethyloctadecyl-Ammoniumsalz von N-Phosphonomethylglycin, das Trimethylhexadecyl-Ammoniumsalz von N-Phosphonomethylglycin sowie das Dimethyldioctadecyl-Ammoniumsalz von N-Phosphonomethylglycin. Ein am meisten bevorzugtes Salz ist eine Kombination von Trimethyloctadecyl- und Trimethylhexadecyl-Ammoniumsalzen von N-Phosphonomethylglycin, wobei das Salzion von Arguard S-50 bezogen wird, ein oberflächenaktiver Stoff. Arquad S-50 beinhaltet 10% C-16,25% C-18,50% C-18' mit einer Doppelbindung sowie 15% C-18" mit zwei Doppelbindungen. Sämtliche oben beschriebenen Salze können durch Reagieren von N-Phosphonomethylglycin mit einem geeigneten Alkylammoniumhalogenid in Anwesenheit von Silberoxid sowie durch Abfiltern des als Folge der Reaktion ausgefällten unlöslichen Silberhalogenids hergestellt werden, wobei das Alkylammoniumsalz von N-Phosphonomethylglycin in Lösung zurückbleibt.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen werden das langkettige Alkylammoniumhalogenid sowie das N-Phosphonomethylglycin zuerst in einen Reaktionsbehälter eingebracht, worauf das Silberoxid anschließend in Teilmengen beigemischt wird.
Das Verhältnis von langkettigem Alkylammoniumhalogenid zu N-Phosphonomethylglycin ist vorzugsweise ein 1:1-Mol-Verhältnis. Silberoxid sollte in einer Menge eingesetzt werden, welche ausreicht, um eine Ausfällung des Silberhalogenids hervorzurufen.
Bevorzugte langkettige Alkylammoniumhalogenide, die dazu verwendet werden, die erfindungsgemäßen Verbindungen herzustellen, beinhalten das vorerwähnte Arquad S-50.
N-Phosphonomethylglycin ist eine bekannte Verbindung und kann gemäß der Beschreibung im US-PS 3160632 nach Toy hergestellt oder kommerziell bezogen werden.
Die Funktion des Silberoxids besteht darin, das N-Phosphonomethylglycin in eine Anionenform umzuwandeln; dies erfolgt bei gleichzeitiger Ausfällung des Silberhalogenids aus der Lösung, worauf in der Lösung das anionische N-Phosphonomethylglycin und das kationische Alkylammoniumion verbleiben.
Ausführungsbeispiel
Dis vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele verständlicher.
Ausführungsbeispiel 1
Herstellung des Trimethyloctadecylammonium-Salzes von N-Phosphonomethylglycin ;
In einen Rundbodenkolben wurden 8,8g (0,02 Mol) Trimethyloctadecylammoniumiodid sowie 3,4g (0,02 Mol) N-Phnsnhnnnmethvlnlv/rin in 17SmI wasserfreiem Methanol einaebracht. Sodann wurden nortionsweise über eine Zeitsnanna
Nach dem Vollenden des Zusetzens von Silberoxid wurde die Lösung 2h 20min lang bei 25°C rasch verrührt. Sodann wurde die Lösung gefiltert; und der Filterkuchen wurde mit Methanol gewaschen. Das Filtrat wurde dann unter Vakuum abgestreift, wobei 8,8g eines weißen Feststoffes mit einem Schmelzpunkt von 165°C gewonnen wurden; dieses Produkt wurde unter I. Anwendung von Techniken der kernmagnetischen Resonanz (NMR) sowie von Infrarot-Techniken (IR) als das Trimetbyioctadecylammonium-Salz von N-Phosphonomethylglycin identifiziert. ,
Ausführungsbeispiel 2 ,
Herstellung von Arquad S-50 Salz von N-Phosphonomethyiglycin
In einen geeigneten Rundbodenkolben wurden 13,7g (0,02 Mol) Arquard S-50 (50%ig aktiv) plus 3,4g (0,02 Mol) N-Phosphonomethylglycin in 30ml deionisierten Wassers eingebracht. Hierzu wurden 0,8g (0,02 Mol) Natriumhydroxid-Pellets mit einem Analysenwert von 98% nach Auflösung in 10ml Wasser zugesetzt. Die Lösung wurde sodann 1/2h lang verrührt. Der pH-Wert wurde mit 4,5 gemessen und dann auf 6,5 bis 7 eingestellt, indem 0,5g Natriumhydroxid in ein-Zehntel-Gramm-Teilmengen zugesetzt wurden. Die flüchtigen Bestandteile wurden bei 30"C und einem Druck von mehr als 1 mm Hg über nine Zeitspanne von 3h hinweg abgestreift. Als Ausbeute gewonnen wurden 12,2g einer Substanz mit einem Schmelzpunkt von 1420C, welche anhand geeigneter analytischer Techniken als die Zielverbindung identifiziert wurde.
Ausführungsbeispiel 3
Herstellung des Dimethyldioctadecylammonium-Salzes von N-Phosphonomethylglycin In einen geeigneten Rundbodenkolben wurden 9,5g (0,015 Mol) Dimethyldioctadecylammoniumbromid, 2,55g (0,015 Mol) N-phosphonomethylglycin sowie 0,6g (0,033 Mol) Wasser in 150ml wasserfreiem Methanol eingebracht. Dieser Lösung wurden in Teilmengen 2,1 g (0,009 MoJ) Silberoxid-Pulver zugesetzt, worauf die Lösung 1,5h lang bei 25°C verrührt wurde. Die Lösung wurde sodann gefiltert, und das Filtrat wurde bei 350C abgestreift, wobei sich eine Ausbeute von 10,1 <; Produkt ergab, die durch Anwendung von NMR-Techniken als das Dimethyldioctadecylammonium-Salz von N-Phosphonomethylglycin identifiziert wurde.
Die anderen Verbindungen der Erfindung können in einer im wesentlichen ähnlichen Weise durch Reagieren eines geeigneten Alkylarnmoniumhalogenids mit N-Phosphonomethylglycin in Anwesenheit eines Silberoxid-Katalysators hergestellt
werden. ' ' ' "
Die herbizide Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen wird anhand von Tests nächgewiesen, die in der nachstehend beschriebenen Weise vorgenommen wurden.
Äusfühnmgsbeispiel 4
Prüfungen der herbiziden Wirksamkeit ,
Dieses"Ausführungsbeispiel liefert Daten hinsichtlich der Prüfung der herbiziden Wirksamkeit, welche die Effektivität dos Aikyimethylamrnoniumsalzes zeigen. Die Wirkung wird durch Vergleichen des Ausmaßes der Unkrautbekämpfungswirkuiui in Prüfschalen beobachtet, welche mit dem Salz behandelt wurden bzw. welche als unbehandelte Kontrollen dienten. Bei (ium in diesen Prüfungen verwendeten Boden handelte es sich um einen sandigen Lehm aus Keeton, Kalifornien.
Dem Boden ebenfalls zugesetzt wurde ein 17-17-17-Dünger (N-P2O6-K2OaUf Massebasis) in einem Anteil von 50 ppm.
Derbehandelte Boden wurde sodann in Schalen von 3 Zoll Tiefe, 6 Zoll Breite und 10 Zoll Länge eingebracht. Der Boden wurde verfestigt und mit einem Merkeur eingeebnet, um sechs Reihen quer zur Breite der Schale anzulegen. Als Prüfunkräuter wurden herangezogen:
Trivialname > Wissenschaftlicher Name
Breitfeiätfcrige Unkräuter: ' '
A. Purpurwinde Ipomoeapurpurea
B. Spitzklette Xanthiumsp. ; '
C. Gewöhnlicher Stechapfel Datura stramonium
D. Indianische Malve Abutilontheophrasti
E. Senf Brassicasp.'
F. Nachtschatten Solanumsp. ;
G. Fuchsschwanz Amaranthussp.
H. Zypergras Cyperusesculenfus
Ϊ. Raumtrespe Bromustectorum
J. Fuchsschwanzgras Setariasp. ·
K. Einjähriges Weidelgras Lolium multiflorum
L. Hühnerhirse Echinochloa crusgalli
M. Unkrauthirse Sorghum bicolor
N. Flughafer Avenafatua
Es wurden genügend Samen ausgelegt, um mehrere Keimpflanzen pro Zoll in jeder Reihe zu produzieren. Die Schalen wurden sodann in ein bei 21 bis 3O0C gehaltenes Gewächshaus überführt und täglich gegossen.
, Die Herbizidausbringung erfolgte 12 Tage nach der Aussaat durch Spritzen. Die Spritzlösung wird durch Auflösen von 60 mg Herbizidverbindung in 20 ml 1 % Tween® 20 (Pqlyoxysorbitanmonolaurat) enthaltendes Aceton sowie anschließendes Zusetzen von 20 ml Wasser zur resultierenden Lösung zubereitet. Die Lösung wird in einer Aufwandmenge von 80 Gallonen/Morgen und damit in einer Präparat-Aufwandmenge von 4,48kg/ha ausgebracht. Andere Aufwandmengen wurden durch Variieren der Lösungskonzentration und/oder durch Variieren der Spritzbrühenmenge erzielt.
Ungefähr 12 bis 14 Tage nach der Behandlung wurde der Grad der Unkrautbekämpfungswirkung abgeschätzt und als prozentuale Bekämpfungswirkung im Vergleich zum Wachstum der gleichen Pflanzenart in einer unbehandelten Kontrollschale gleichen Alters erfaßt. Die Bonitursicala reicht von 0 bis 100%, wobei 0 keiner Behandlungswirkung und damit dem Wachstum der unbehandelten Kontrolle entspricht, während 100 die vollständige Abtötung anzeigt.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle I weiter unten dargestellt. Es geht eindeutig daraus hervor, daß es sich bei den erfindungsgemäßen Verbindungen um wirksame Herbizide handelt.
TABELLE"! . . Aufwand Breitblättrige Unkräuter B C O E F Prozentuale Bekämpfung X U ng raser 0 I J 75 K L 0 M N "x
menge A H 70 100 90
Ergebnisse der Herbizidprüfungen (kg/ha) G 40 95 90
0,285 35 35 40 35 40 34 0 20 75 20 0 40 20 20
0,560 20 55 65 60 55 55 60 0 55 80 60 0 85 70 77
Prüfverbindung 1,121 45 65 75 35 53 45 90 55 80 85
N-Phosphonometbylgly- 2,241 70 10 20 20 0 20 85 16 60 10 100 0 95 35 0 18
cin.Trirnethylocta- 4,483 20 . 20 35 40 20 30 19 100 25 100 20 95 30 20 29
decylammonium-Salz 0,285 30 30 45 45 30 40 20 39 50 40 80 40 59
0,560 40 45 66 65 55 75 30 39 60 65 95 65 80
1,121 60 75 75 80 40 76 0 80 35 90 95
N-Pbosphonomethylgly- 2,241 60 55 35 90 80
cin, ein Arquad-S-50- 4,483 65 100 90
SaIz . . 0,285 20 35 45 30 40 34 0 35 65 20 0 20 0 32
0,560 30 40 70 55 45 55 52 30 50 75 45 70 50 35 58
1,121 45 20 40 35 39 45 100 85 70 87
N-Phosphonomethylgly- 2,241 30 0 30 35 20 20 55 18 75 0 100 20 100 0 14
ci^Dimethyldiocta- 4,483 0 20 45 45 30 40 33 65 40 100 35 95 70 40 55
'decylammöniüm-Salz 0,285 20 40 55 70 40 60 20 50 60 60 100 60 78
0,560 45 60 100 100 65 70 30 73 65 75 100 90 88
1,121 60 90 95 40 86 90 95
M-Phosphonomethylgly- 2,241 70 55
cin^Dimethyldodecyl- 4,483
ammonium-Salz
Die Herbiziden Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eignen sich zur Bekämpfung des Wachstums von unerwünschter Vegetation durch Vorauflauf- oder Nachauflaufausbringung auf die Stelle der erwünschten Bekämpfung einschließlich der Einarbeitung in den Boden vor und nach der Aussaat wie auch im Rahmen einer Oberflächenausbringung. Die Zusammensetzungen sind generell in Formulierungen eingebettet, die für eine bequeme Ausbringung geeignet sind. Typische Formulierungen enthalten zusätzliche Bestandteile oder Verdünnungs-Trägerstoffe, die entweder inert oder aktiv sind. Beispiele für derartige Bestandteile oder Trägerstoffe sind Wasser, organische Lösungsmittel, staubförmige Trägerstoffe, granuläre Trägerstoffe, oberflächenaktive Substanzen, Öl und Wasser, Wasser-Öl-Emulsionen, Netzmittel, Dispergierungshilfsmittel und Emulgatoren. Die herbJziden Formulierungen nehmen im allgemeinen die Form von Stäuben, emulgierbaren Konzentraten, Granulaten und Pellets oder Mikrokapseln an. !
A. Stäube ' . . . ; '
Stäube sind dichte Pulverzusammensetzungen, die für eine Ausbringung in trockener Form vorgesehen sind. Stäube sind • durch ihre freifließenden Eigenschaften sowie durch ihr rasches Absetzen charakterisiert, so daß sie nicht so leicht mit dem Wind auf Flächen abgetrieben werden, auf denen ihre Anwesenheit nicht erwünscht ist. Sie enthalten primär ein aktives Material sowie einen dichten, freifließenden festen Trägerstoff.
Ihre Leistung wird mitunter durch die Einbeziehung eines Netzmittels unterstützt, und die verfahrensgerechte Fertigung erfordert häufig die Einbeziehung eines inerten, absorptiven Vermahlungshilfsstoffes. Bei den Staubzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung kann es sich bei dem inerten Trägermaterial um einen Stoff entweder pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs handeln, das Netzmittel ist vorzugsweise anionisch oder nichtionisch, und geeignete absorptive Vermahlungshilfsmittel sind mineralischen Ursprungs.
Geeignete Klassen von inerten festen Trägerstoffen zur Verwendung in den Staubzusammensetzungen sind jene organischen oder anorganischen Pulver, die eine hohe Schüttdichte besitzen und die in starkem Maße freifließend sind. Sie sind desweiteren durch eine niedrige spezifische Oberfläche sowie eine geringe Flüssig-Absorptivität gekennzeichnet. Geeignete Vermahlungshilfsmittel sind natürliche Tone, Diatomeenerden sowie von Kieselgur oder Silikat abgeleitete synthetische mineralische Füllstoffe. Unter den ionischen und nichtionischen Netzmitteln am meisten geeignet sind die Mitglieder jener Gruppe, die im Fachgebiet als Netzmittel und Emulgatoren bekannt sind. Wenn auch feste Stoffe auf Grund der leichteren Einarbeitung bevorzugt werden, so eignen sich nichtsdestoweniger auch einige flüssige nichtionische Agenzien für die Verwendung in den Stäubemittelformulierungen.
Bevorzugte Stäubemittel-Trägerstoffe sind Glimmertalkums, Pyrophyllit, dichte Kaolintone, Tabakstaub sowie vermahlenes Calciumphosphatgestein.
Bevorzugte Vermahlungshilfsmittel sind Attapulgitton, Diatomeenerde, synthetisches Feinsilikamaterial sowie synthetische Calcium-und Magnesiumsilikate. . · >
Die am meisten bevorzugten Netzmittel sind Alkylbenzen- und Alkylnaphthalensulfonate, sulfatierte Fettalkohole, Amine oder Säureamide, langkettige Säureester von Natriumisothionat, Ester von Natriumsulfosukzjnat, sulfatierte oder sulfonierte Fettsäureester, Petroleumsulfonate, sulfonierte Pflanzenöle sowie ditertiäre acetylenische Glycole. Bevorzugte Dispergierungshilfsmittel sind Methylzellulose, Polyvinylalkohol, Ligninsulfonate, polymere Alkylnaphthalensulfonate, Natriumnaphthalensulfonat, Polymethylenbisnaphthalensulfonat und Natrium-N-methyl-N-(langkettige Säure)taurate. Die inerten festen Trägerstoffe in den Stäuben der vorliegenden Erfindung liegen gewöhnlich in Konzentrationen von etwa 30 bis 90 Masse-% der Gesamtzusammensetzung vor. Das Vermahlungshilfsmittel wird gewöhnlich 5 bis 50 Masse-% der . Zusammensetzungen ausmachen und das Netzmittel wird etwa 0 bis 1,0 Masse-% der Zusammensetzung ausmachen. Die Stäubezusammensetzungen können darüber hinaus auch andere oberflächenaktive Stoffe wie etwa Dispergierungshilfsmittel in Konzentrationen von bis zu etwa 0,5 Masse-% wie auch qerinaere Menaen an Antibackmitteln und antistatischen Siihstanyßn
B. emulgierbare Konzentrate Emulgierbare Konzentrate sind gewöhnlich Lösungen der aktiven Bestandteile in nicht mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln
gemeinsam mit einem Emulgierungshilfsmittel. Vor der Anwendung wird das Konzentrat mit Wasser verdünnt, um einesuspendierte Emulsion von Lösungsmitteltröpfchen zu bilden.
Typische Lösungsmittel für die Verwendung in emulgierbaren Konzentraten sind Unkrautöle, chlorierte Kohlenwasserstoffe
und nicht mit Wasser mischbare Ether, Ester und Ketone. ,
Typische Emulgierungshilfsmittel sind anionische oder nichtionische oberflächenaktive Stoffe oder deren Gemische. Beispiele
beinhalten langkettige Alkyl- oder Merkaptan-Polyethoxyalkohole, Alkylaryl-Polyethoxyalkohole, Sorbitan-Fettsäureester,
Polyoxyethylenether mit Sorbitan-Fettsäureestern, Polyoxyethylenglycolester mit Fett- oder Harzsäuren, Fettalkoholamid- Kondensate, Calcium- und Aminsalze von Fettalkoholsulfaten, öllösliche Petroleumsulfonate oder vorzugsweise Gemische
dieser Emulgierungshilfsmittel. Derartige Emulgierungshilfsmittel werden etwa 1 bis 10 Masse-% der
Gesamtzusammensetzung ausmachen. Mithin werden die emulgierbaren Konzentrate der vorliegenden Erfindung aus etwa 15 bis etwa 50 Masse-% Wirkstoff, etwa
bis 82 Masse-% Lösungsmittel und etwa 1 bis 10 Masse-% Emulgator bestehen. Anderweitige Additive wie etwa
Verteilungshilfsmittel und Haftmittel können zusätzlich einbezogen werden. C. Granulate und Pellets
Granulate und Pellets sind physikalisch stabile teilchenförmige Zusammensetzungen, welche die Wirkstoffe in Adhäsion an oder Verteilung in einer Grundmatrix eines kohärenten inerten Trägerstoffes mit makroskopischen Dimensionen enthalten. Ein typisches Teilchen weist einen Durchmesser von etwa 1 bis 2 Millimeter auf: Häufig sind oberflächenaktive Stoffe einbezogen, um das Auswaschen der Wirkstoffe aus der Granalie oder dem Pellet zu unterstützen.
Der Trägerstoff ist vorzugsweise mineralischen Ursprungs und gehört im allgemeinen einer von zwei Arten an. Bei der einen Art handelt es sich um poröse, absorptive, vorgeformte Granalien wie etwa vorgeformte und abgesiebt? · granulärer Attapulgit oder hitzeexpandierter, granulärer gesiebter Vermikulit. Auf beide dieser Trägerformen kann eine Wirkstofflösung aufgesprüht werden und wird dann in Konzentrationen von bis zu 25 Masse-% der Gesamtmasse absorbiert. Die zweite Art, die sich auch für Pellets eignet, beinhaltet zuvor pulverisierte Kaolintone, hydratisieren Attapulgit oder Bentonittone in der Form von Natrium-, Calcium- oder Magnesiumbetoniten. Wasserlösliche Salze wie etwa Natriumsalze können ebenfalls vorhanden sein, um die Zerfallsvorgänge der Granalien oder Pellets bei Anwesenheit von Feuchtigkeit zu unterstützen. Diese Bestandteile werden mit den Wirkstoffen vermischt, um Mischungen zu ergeben, die granuliert oder pelletiert werden; anschließend erfolgt eine Trocknung, um Formulierungen zu erbringen, die den Wirkstoff gleichmäßig auf die Masse verteilt aufweisen. Derartige Granulate und Pellets können auch mit 25 bis 30 Masse-% Wirkstoffanteil hergestellt werden, wo wohl für eine optimale Verteilung häufiger eine Konzentration von etwa 10 Masse-% erwünscht ist. Die granulären Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind im 15er bis 30er Siebbereich am wirksamsten.
Bei dem oberflächenaktiven Stoff handelt es sich im allgemeinen um ein übliches Netzmittel von anionischem oder nichtionischem Charakter. Die jeweils geeignetsten Netzmittel richten sich nach dem verwendeten Granulattyp. Werden vorgeformte Granulate mit Wirkstoffen flüssiger Form besprüht, dann handelt es sich bei den am meisten geeigneten Netzmitteln um nichtionische, mit dem Lösungsmittel mischbare Flüssignetzmittel. Dies sind Verbindungen, die im Fachgebiet als Emulgatoren besnders bekannt sind; dabei handelt es sich um Alkylaryl-Polyetheralkohole, Alkyl-Polyetheralkohole, Polyoxyethylen-Sorbitanfettsäureester, Polyethylenglycolester mit Fett- oder Harzsäuren, Fettalkoholamid-Kondensate, Öllösungspetroleum oder Pfianzenölsulfonate oder Gemische dieser Substanzen. Derartige Agenzien werden gewöhnlich bis zu etwa 5 Masse-% der Gesamtzusammensetzung ausmachen.
Wird der Wirkstoff zuerst mit einem pulverförmigen Trägerstoff vermischt und daraufhin granuliert oder pelletiert, dann können immer noch flüssige nichtionische Netzmittel verwendet werden, wobei es im allgemeinen vorzuziehen ist, jene pulverisierten festen anionischen Netzmittel während der Mischphase des Feststoffes einzuarbeiten, welche weiter oben für die Suspensionsspritzmittei genannt worden sind. Derartige Substanzen werden etwa 0 bis 2 Masse-% der Gesamtzusammensetzung einnehmen.
Mithin enthalten die bevorzugten granulierten oder pelletierten Formulierungen der vorliegenden Erfindung etwa 5 bis 30 Masse-% Wirkstoff, etwa 0 bis 5 Masse-% Netzmittel und etwa 65 bis 95 Masse-% inertes Trägermaterial in dem Sinne, in dem diese Begriffe hier verwendet worden sind.
D. Mikrokapseln Mikrokapseln bestehen aus vollständig umhüllten wirkstoffhaltigen Tröpfchen oder Granalien, wobei es sich bei dem Hüllmaterial um eine inerte poröse Membran handelt, welche derart angeordnet ist, daß die eingeschlossenen Subtanzen in
gesteuerten Mengen über eine vorgeschriebene Periode hinweg in das umgebende Medium austreten können. Umhüllte
Tröpfchen weisen typischerweise Durchmesser von etwa 1 bis 50 Mikron auf. Die umhüllte Flüssigkeit macht typischerweise etwa 50 bis 95% der Masse der gesamten Kapsel aus und kann zusätzlich zu
den Wirkstoffen noch eine kleine Menge Lösungsmittel enthalten.
Eingebettete Granulate sind durch poröse Membranen gekennzeichnet, welche die Öffnungen der Trägergranulatoren
verschließen und die im Innern enthaltenden Wirkstoffe für eine gesteuerte Freisetzung festhalten. Eine typische Granaliengrößereicht von 1 mm bis 1 cm Durchmesser. Im landwirtschaftlichen Einsäte beträgt der Granaliendurchmesser im allgemeinenetwa 1 bis 2 mm. Durch Extrusion, Agglomeration oder Prillen gebildete Granulate eignen sich im Rahmen der vorliegenden
Erfindung in gleichem Maße wie Materialien in ihrer natürlich vorkommenden Form. Beispiele für derartige Trägerstoffe sind Vermikulit, gesinterte Tongranalien, Kaolin, Attapulgitton, Sägespäne und granulärer Kohlenstoff. Brauchbare Umhüllungsmaterialien sind natürliche und synthetische Kautschuke, Zellulosestoffe, Styren-Butadien- Kopolymere, Polyakrylnitrile, Polyakrylate, Polyester, Polyamide, Polyurethane sowie Stärkexanthate. E. Allemeines
Jede der obigen Formulierungen kann als Aufmachungseinheit hergestellt werden, welche das Herbizid gemeinsam mit den anderen Bestandteilen der Formulierung (Verdünnungsstoffe, Emulgatoren, oberflächenaktive Stoffe usw.) enthält. Die Formulierungen können aber auch vermittels eines Tankmischverfahrens zubereitet werden, bei dem die Bestandteile separat bezogen und an der Einsatzstelle kombiniert werden.
-6- 262 517 8
Generell kann jedwede konventionelle Ausbrihgungsmethode Anwendung finden. Bei der Ausbringungsstelle kann es sich um Boden, Saatgut, Keimpflanzen oder die eigentlichen Pflanzen wie auch um überflutete Felder handeln. Die Nachauflaufausbringung wird bevorzugt. Stäube und Flüssigzusammensetzungen können durch den Einsatz von Pulverstäubegeräten, Spritzbalken, Handspritzgeräten und Sprühneblern ausgebracht werden. Di&Zusammensetzungen können darüber hinaus auch aviptechnisch als Stäube- und Spritzmittel ausgebracht werden, da sie auch in sehr geringen Aufwandmengen wirksam sind. Um, einem typischen Beispiel entsprechend, das Wachstum keimender Samen oder auflaufender Keimpflanzen zu bekämpfen oder zu modifizieren, werden die Stäubemittel- und Flüssigzusammensetzungen dem Boden vermittels konventioneller Verfahren appliziert und bis auf eine Bodentiefe von mindestens einem halben Zoll in den Boden eingearbeitet. Es ist nicht erforderlich, die phytotoxischen Zusammensetzungen den Bodenteilchen beizumischen. Stattdessen können diese Zusammensetzungen lediglich durch Besprühen oder Bespritzen der Bodenoberfläche ausgebracht worden. Die erfindungsgemäßen phytotoxischen Zusammensetzungen können desweiteren durch Zusetzen zum Bewässerungswasser für das zu behandelnde Feld ausgebracht werden. Diese Ausbrihgungsmethode ermöglicht das Eindringen der Zusammensetzungen in den Boden in dem Maße, in dem das Bewässerungswasser darin absorbiert wird. Stäubemittelzusammensetzungen, Granulate oder Flüssigformulierungen, die auf die Bodenoberfläche ausgebracht werden, können unter Anwendung herkömmlicher Vorgehensweisen wie etwa durch Einschreiben, Eineggen oder Mischgänge in diesen eingearbeitet werden.
Die Herbizidzusammensetzungen können dem Boden auch über Bewässerungssysteme zugeführt werden. Dieser Technik zufolge werden die Zusammensetzungen unmittelbar vor der Bewässerung des Feldes dem Bewässerungswasser direkt zugesetzt. Diese Technik ist unabhängig vom natürlichen Niederschlag in sämtlichen geografischen Regionen anwendbar, indem sie die Ergänzung des natürlichen Niederschlagsangebotes in kritischen Phasen des Pflanzenwachstums ermöglicht. In einer typischen Ausbringungsvariante wird die Konzentration der Herbizidzusammensetzungen im Bewässerungswasser von etwa 10 bis 150 ppm Masseanteilen reichen. Das Zusatzwasser kann über Regnersysteme, Furchenbewässerungssysteme oder Überstaubewässerungssysteme ausgebracht werden. Derartige Ausbringungen sind am wirksamsten vor dem Keimen der Unkräuter entweder im Frühjahr vor der Keimung oder innerhalb von zwei Tagen nach der Feldbestellung vorzunehmen. Die Menge der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, welche eine herbizid wirksame Menge darstellt, richtet sich nach der Natur der zu bekämpfenden Samen oder Pflanzen. Die Aufwandmenge an Wirkstoff variiert von etwa 0,0112 bis etwa 56 kg/ha, vorzugsweise zwischen etwa 0,112 und etwa 28kg/ha, wobei sich die tatsächliche Menge nach den Gesamtkosten und den erwünschten Resultaten richten wird. Dem Fachmann wird klar sein, daß Zusammensetzungen mit geringerer herbizider Wirksamkeit für den gleichen Grad der Bekämpfungswirkung eine höhere Aufwandmenge erfordern als Zusammensetzungenn mit stärkerer Wirksamkeit.

Claims (1)

  1. -ir- 262 §17
    Erfindungsansprüche
    1. Herbizides Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an gemischten langkettigen gesättigten oder ungesättigten Alkylmethylammoniumsalzen von N-Phosphonomethylglycin mit der Formel
    0 0 R.
    aV I a Ia 2
DD84262517A 1983-05-02 1984-04-30 Herbizides mittel DD218830A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US49028183A 1983-05-02 1983-05-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD218830A5 true DD218830A5 (de) 1985-02-20

Family

ID=23947385

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD84262517A DD218830A5 (de) 1983-05-02 1984-04-30 Herbizides mittel

Country Status (20)

Country Link
EP (1) EP0124351A1 (de)
JP (1) JPS59206394A (de)
KR (1) KR840009119A (de)
AU (1) AU2754584A (de)
BR (1) BR8402058A (de)
CS (1) CS241083B2 (de)
DD (1) DD218830A5 (de)
DK (1) DK218384A (de)
ES (1) ES532112A0 (de)
FI (1) FI841670L (de)
GR (1) GR81600B (de)
HU (1) HUT34676A (de)
IL (1) IL71713A0 (de)
MA (1) MA20107A1 (de)
NO (1) NO841722L (de)
NZ (1) NZ208012A (de)
PH (1) PH19483A (de)
PL (1) PL137521B1 (de)
PT (1) PT78525B (de)
ZA (1) ZA843223B (de)

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2589328A1 (fr) * 1985-10-31 1987-05-07 Stauffer Chemical Co Methode et composition d'amelioration de l'activite herbicide de sels de n-phosphomethylglycine
IL101539A (en) * 1991-04-16 1998-09-24 Monsanto Europe Sa Non-hygroscopic mono-ammonium salts of n-phosphonomethyl glycine derivatives their preparation and pesticidal compositons containing them
CZ299552B6 (cs) * 1996-10-25 2008-09-03 Monsanto Technology Llc Kompozice a zpusob pro ošetrení rostlin exogenními chemikáliemi
US6130186A (en) * 1996-10-25 2000-10-10 Monsanto Company Composition and method for treating plants with exogenous chemicals
AU733912B2 (en) * 1997-05-30 2001-05-31 Monsanto Company Process and compositions promoting biological effectiveness of exogenous chemical substances in plants
CN1267189A (zh) * 1997-06-27 2000-09-20 孟山都公司 促进外源化学物质在植物中生物有效性的方法和组合物
AU746589B2 (en) * 1997-07-30 2002-05-02 Monsanto Company Process and compositions promoting biological effectiveness of exogenous chemical substances in plants
DE69922996T2 (de) 1998-11-30 2005-12-22 Flamel Technologies Förderung der biologischen effektivität exogener chemischer substanzen in pflanzen
AUPR682201A0 (en) 2001-08-03 2001-08-30 Nufarm Limited Glyphosate composition
MX2009008934A (es) * 2007-02-26 2009-08-28 Dow Agrosciences Llc Proceso para la preparacion de algunas sulfiliminas sustituidas.
PL2341778T3 (pl) 2008-11-06 2014-06-30 Sn Biotech Tech Sp Z O O Sp K Ciekła, homogeniczna kompozycja herbicydowa, sposób zwalczania chwastów, sposób wytwarzania ciekłej, homogenicznej kompozycji herbicydu i zastosowanie ciekłej, homogenicznej kompozycji herbicydowej do zwalczania chwastów
WO2013068302A1 (de) * 2011-11-07 2013-05-16 Bayer Intellectual Property Gmbh Ionische verbindungen mit verbesserter herbizider wirksamkeit
CN107987104A (zh) * 2017-12-13 2018-05-04 浙江省农业科学院 草甘膦除草离子液体及其制备和应用
CN110003270B (zh) * 2019-03-29 2021-09-28 浙江省农业科学院 一种草甘膦双阳离子型离子液体化合物及其制备方法和应用

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0066946A1 (de) * 1981-05-19 1982-12-15 Imperial Chemical Industries Plc Herbizide Formulierungen und deren Verwendung zur Unkrautbekämpfung
EP0105262A1 (de) * 1982-04-06 1984-04-18 Stauffer Chemical Company Tetrasubstituiertes ammoniumsalz aus n-phosphonomethylglycin und dessen verwendung als herbizide und pflanzenwachstumsregler

Also Published As

Publication number Publication date
NZ208012A (en) 1987-04-30
ZA843223B (en) 1985-05-29
PT78525B (en) 1986-07-14
DK218384D0 (da) 1984-05-02
GR81600B (de) 1984-12-11
DK218384A (da) 1984-11-03
EP0124351A1 (de) 1984-11-07
FI841670A7 (fi) 1984-11-03
KR840009119A (ko) 1984-12-24
NO841722L (no) 1984-11-05
HUT34676A (en) 1985-04-28
ES8506979A1 (es) 1985-08-16
CS241083B2 (en) 1986-03-13
MA20107A1 (fr) 1984-12-31
ES532112A0 (es) 1985-08-16
BR8402058A (pt) 1984-12-11
PL247505A1 (en) 1985-02-13
FI841670A0 (fi) 1984-04-27
IL71713A0 (en) 1984-09-30
AU2754584A (en) 1984-11-08
CS325384A2 (en) 1985-06-13
JPS59206394A (ja) 1984-11-22
PL137521B1 (en) 1986-06-30
PH19483A (en) 1986-05-14
FI841670L (fi) 1984-11-03
PT78525A (en) 1984-06-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DD218830A5 (de) Herbizides mittel
DE3636994A1 (de) Verfahren und zusammensetzung zur verstaerkung der herbiziden aktivitaet von n-phosphonmethylglycinsalzen
DD157754A5 (de) Herbizide zusammensetzungen
DE69606044T2 (de) Synergistische herbizide zusammensetzung und verfahren zu ihre verwendung
DE69700789T2 (de) Herbizide und pflanzenwachstumsregulierende zusammensetzungen und deren verwendung
DD202495A5 (de) Herbizide zusammensetzung
DD220220A5 (de) Herbizide zusammensetzung
DE2118317A1 (de)
EP0107107B1 (de) Granuliertes Pflanzenschutzmittel und Verfahren zur Herstellung
DD251067A5 (de) Herbizide zusammensetzung
DD232423A5 (de) Herbizide zusammensetzung und bekaempfungsverfahren
DE69700784T2 (de) Herbizide und pflanzenwachstumsregulierende zusammensetzungen und deren verwendung
DD223905A5 (de) Herbizide mittel
DE3110525C2 (de) 2-Chloracetanilide und sie enthaltende Herbizide
DD232638A5 (de) Synergistische herbizide zusammensetzungen
US2683660A (en) Herbicidal compositions
DE3110451C2 (de) 2-Chloracetanilide und sie enthaltende Herbizide
DE3014922C2 (de) N-Alkoxymethyl-chloracetanilide und diese enthaltende herbizide Mittel
DD208535A5 (de) Herbizide zusammensetzung
DE3110452C2 (de) 2-Chloracetanilide und sie enthaltende Herbizide
DE954017C (de) In Landwirtschaft und Industrie anwendbare Mittel zur Bekaempfung lebender Organismen des Pflanzenreichs
AT267958B (de) Herbizide Zubereitung
DE1542942B2 (de) Herbicides mittel
DD210194A5 (de) Herbizide zusammensetzung
DD209723A5 (de) Synergystische herbizid-zusammensetzung