DD209984B1 - Vorrichtung zur granulatentstaubung - Google Patents

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DD209984B1
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Manfred Iltzsche
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Manfred Iltzsche
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B7/00Selective separation of solid materials carried by, or dispersed in, gas currents
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    • B07B7/02Selective separation of solid materials carried by, or dispersed in, gas currents by reversal of direction of flow

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Description

Je nach Ausführung der Vorrichtung ist der Spülgasstrom ein entweder dem Granulatstrom direkt entgegengerichteter Sekundärgasstrom oder ein durch entsprechende Strömungsführung umgelenkter Trägergasstrom. Im letzten Fall bildet eine Trennwand mit beispielsweise angesetztem Strömungsleitblech zusammen mit dem Reflexionsschild einen trichterförmigen Durchlaß (Spalt) für das Granulat, das hinter der Trennwand in den Haupttrennkanal geleitet wird.
Der Trägergasstrom, vom gekrümmten Wandblech abgelenkt, umströmt, durch bekannte Strömungsleiteinrichtungen unterstützt, die Trennwand des Sichters in der Weise, daß der Trägergasstrom dpm Granulatstrom entgegengerichtet die Funktion des Spülgases erfüllt. Das Reflexionsschild kann beispielsweise eben oder so konkav gekrümmt sein, daß die reflektierten Granulatteilchen einen möglichst geringen Streuwinkel erreichen.
Einer der Haupteffekte der Vorrichtung besteht darin, daß das Granulat ohne den energiereichen Trägergasstrom und ohne die beim Zusammentreffen mit dem Spülgasstrom entstehenden energiereichen Wirbel in den Haupttrennkanal eintritt.
Damit die in der Beschleunigungsdüse von Wand zu Wand pendelnden Granulatteilchen nicht von dem Düsenmundwandstück in Nähe der Abreißkante durch die Vortrennzone hindurch in den Abgaskanal gelenkt werden, wird die Abreißkante gegenüber dem Krümmungsbeginn der Gegenwand soweit zurückversetzt, daß die genannten Teilchen auf ihrem Flug entweder die Gegenwand oder das Reflexionsschild treffen müssen bzw. bei Verzicht auf das Reflexionsblech direkt in den Haupttrennkanal wandern.
Ausführungsbeispiel
An Hand der Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: Gegenstromsichter mit Vorsichtkanal,
Fig. 2: Gegenstromsichter mit Reflexionsschild und Leiteinrichtungen zur Umlenkung des Trägergases, Fig. 3: Vorsichtkanal mit Düsenmund.
Fig. 1 zeigt eine Ausführung des Gegenstromsichters ohne Reflexionsschild. Das Gehäuse weist drei Öffnungen unterschiedlicher Größe auf. Die Trägergaseintrittsöffnung befindet sich am Ende der Beschleunigungsstrecke 1. Sie ist als Düsenmund 2 mit einer einseitig hervorstehenden Abreißkante 3 ausgebildet. Der sich am Düsenmund 2 anschließende Vorsichtkanal 4 besteht aus einer unmittelbar in Fortsetzung des Düsenmundes 2 nach außen gekrümmten Wandfläche 5 und mehreren gegenüber der Abreißkante stufenförmig versetzten ebenen Wandflächen 6. Die Eintrittsöffnung 7 ist in bekannter Weise oberhalb des Trennschachtaustritts angeordnet.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführung eines Gegenstromsichters. Im Gehäuse sind zusätzlich zur in Fig. 1 beschriebenen Trägergasumlenkung weitere Strömungsleiteinrichtungen zur zweimaligen Umlenkung des Trägergases vorgesehen. Mit dem erforderlichen Abstand zum Gehäuse ist unterhalb des Reflexionsschildes 9 eine Trennwand 10 angeordnet. An der Trennwand 10 befindet sich ein Strömungsleitblech 11, das zusammen mit dem Reflexionsschild 9 einen trichterförmigen Durchlaß (Spalt) bildet. -Zur besseren Umströmung der Trennwand 10 sind im Trägergasumlenkkanal 13 bekannte Strömungsleiteinrichtungen vorgesehen. Der Vorsichtkanal entspricht prinzipiell der Ausführung gemäß Fig. 1.
Der Düsenmund 2 nach Fig. 3 besteht vorzugsweise aus einem flachen Strömungskanal, dessen eine Breitseite stetig in die nach außen gekrümmte Wandfläche 5 übergeht. Der gegenüberliegende Teil des Düsenmundes 2 ist gegenüber dem Krümmungsbeginn der Wandfläche 5 zurückversetzt und bildet durch die in einer schroffen Stufe nach außen versetzten ebenen Wandfläche 6 eine Abreißkante 3.
Am nachfolgenden Beispiel soll die Funktion des Gegenstromsichters näher erläutert werden. Die Vorrichtung nach Fig. 1 zeichnet sich dadurch aus, daß der Trägergasstrom zusammen mit dem Granulat einschließlich der staubförmigen Verunreinigungen durch eine besonders ausgebildete Düse stark beschleunigt und flach gebündelt in einen aerodynamischen Vorsichtkanal einströmt und durch einseitige Ablenkung des Trägergases, die durch einseitige Haftung des Trägergases an der gekrümmten Wandfläche 5 und Ablösung der Strömung von der Gegenwand durch eine Abreißkante 3 bewirkt wird, die nicht mehr am Granulat haftenden staubförmigen Teilchen vom Trägergas zur Abgasaustrittsöffnung 8 fast vollständig mitgerissen werden. Infolge größerer Massenträgheit fliegen die Granulate nahezu geradlinig und ohne das energiereiche Trägergas in den Haupttrennkanal 12. Die Granulate werden beim Durchfliegen des Sekundärgasstromes bekannterweise auf Grund der hohen Relativgeschwindigkeiten von den noch anhaftenden Staubteilchen und den Granulatbruchstücken gereinigt und danach in einem Sichtbehälter abgeschieden.
Die Vorrichtung nach Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführung eines Gegenstromsichters, in der der Entmischungsvorgang wie folgt abläuft:
Nachdem im Vorsichtkanal entlang der gekrümmten Wandfläche 5 der Trägergasstrom mit den freien staubförmigen Teilchen aus dem Granulatstrom abgelenkt ist, werden die Granulate vom Reflexionsschild in einem bestimmten Winkelbereich stoßverlustarm reflektiert, so daß sie jenseits der Trennwand 10 vom umgelenkten Trägergasstrom durch die hohe Relativgeschwindigkeit zwischen Granulatteilchen und dem entgegenströmenden Trägergas von den anhaftenden Staubteilchen und von Granulatbruchstücken befreit werden.
Im Vorsichtkanal 4 erfolgt im wesentlichen die Trennung des Trägergasstromes und des in ihm mitgeführten freien Staubes vom Granulatstrom. Entsprechend Fig. 3 wird dies dadurch erreicht, daß der aus dem Düsenmund 2 austretende Trägergasstrahl durch die Wandhaftung an der gekrümmten Wandfläche 5 und die durch die Abreißkante 3 erzwungene Ablösung von der nach außen versetzten Gegenwand einseitig in Richtung der gekrümmten Wandfläche abgelenkt wird.
Zur Vermeidung von in der Nähe der Abreißkante 3 in Richtung Abgaskanal abspringenden Granulatteilchen wird die Abreißkante soweit zurückversetzt, daß diese Teilchen entweder die gekrümmte Wandfläche 5 oder das Reflexionsschild 9 treffen müssen bzw. gemäß Fig. 1 direkt in den Haupttrennkanal 12 fliegen.

Claims (2)

Erfindungsanspruch:
1 Vorrichtung zur Granulatentstaubung mit einer Beschleunigungsstrecke fur das Fordergut und den Tragergasstrom, welche über einen Dusenmund in einen Vorsichtkanal übergeht, an den sich ein Sichterraum anschließt, in dem das Granulat gegebenenfalls mittels eines Reflexionsschildes einem Sekundargasstrom zugeführt wird, gekennzeichnet dadurch, daß der Dusenmund (2) eine an sich bekannte Abreißkante (3) aufweist, der Vorsichtkanal (4) mit einer an sich bekannten nach außen gekrümmten Wand (5) ausgebildet und die der gekrümmten Wand (5) gegenüberliegende Wand (6) des Vorsichtkanals (4), bezogen auf den Dusenmund (2) und die Abreißkante (3), zurückgesetzt ist
2 Vorrichtung zur Granulatentstaubung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß im Sichterraum (12), der in bekannter Weise durch eine Trennwand (10) geteilt ist und dessen Teile mittels eines Tragergasumlenkkanals (13) verbunden sind, in Hohe des Granulatstrahls oberhalb der Trennwand (10) ein an sich bekanntes Reflexionsschild (9) angeordnet ist, das sich mit seiner Reflexionsflache vor und hinter der Trennwand (10) befindet und mit der Oberkante der Trennwand (10) einen schmalen Spalt sowie mit einem an der Oberkante der Trennwand (10) angeordneten Stromungsleitblech (11) eine auf den Spalt weisende Trichterform bildet
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Trennung des Granulates von staubformigen Teilchen Die Vorrichtung befindet sich vorzugsweise am Ende einer pneumatischen Forderanlage, sie arbeitet auf dem Prinzip eines Gegenstromsichters
Charakteristik der bekannten technischen Losungen:
Entsprechend WP 68 130 ist ein pneumatischer Sichter bekannt, der speziell fur ein breites Korngroßen bzw Korndichtenspektrum vorgesehen ist Im Sichterraum soll das einströmende Korn vorzugsweise durch Kornreflexion, Turbulenz, Wandreflexion einen Ungleichformigkeitsgrad erreichen Weiter geht man davon aus, daß die Reflexionseinbauten im Sichter im wesentlichen nur mit dem abzuscheidenden Grobkorn beaufschlagt werden, wobei der Wandanteil der Entmischung fur kleine Teilchen gegen Null geht Zwischen dem Fein und Grobkorn entsteht unmittelbar nach Verlassen der Austnttsoffnung infolge unterschiedlicher Massenträgheit der Teilchen ein Reflexionseffekt Nachteilig wirkt sich aus, daß das Feinkorn vom Grobkorn nicht gezielt reflektiert wird Damit gelangt Feinkorn direkt oder zusammen mit dem Grobkorn vom Reflexionsschild in den Sichterbereich bzw Auffangschacht und verschlechtert den Reinheitsgrad
Weiterhin sind aus DE PS 1 482 446 Luftleiteinrichtungen bekannt, die jedoch nicht in der Sichtzone angeordnet sind, wodurch der Sichtprozeß nur indirekt unterstutzt wird Es ist von der Firma Waeschle ein Umlenksichter bekannt Dabei werden sehr feine Teilchen mit dem Gasstrom sofort und gröbere Teilchen durch den Gegenstrom je nach Gasgeschwindigkeit in der Bremsstrecke nach oben umgelenkt Die Vorrichtung hat den funktioneilen Nachteil, daß der aus der Beschleunigerstrecke austretende Gasstrahl durch die Gegenströmung im äußeren Ringraum einen Ringwirbel bildet, wodurch feine Teilchen in den Granulatabschetder gelangen und den Reinheitsgrad verschlechtern
Nach DE-PS 1 507 736 ist ein Verfahren zum Sichten von kornigem Gut im Querstrom bekannt Die Vorrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens weist neben der Hauptsichtgasduse, die auf der Guteintrittsstelle des Sichtkanals angeordnet ist, parallel dazu eine schmale Zusatzgasduse auf Das eingeführte Sichtgut muß dabei in jedem Fall den mit hoher Geschwindigkeit austretenden Vorsichtgasstrom passieren Im Anschluß an die Vorsichtgasbehandlung wird das hindurchtretende Grobgut einer maßigen Prallbeanspruchung und einer Reinigung mit Spulgas unterworfen Die Vorrichtung und die Durchfuhrung des Verfahrens sind teuer, insbesondere durch hohe Investitionskosten und großen Energieverbrauch
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Vorrichtung zur Trennung von Granulat und staubformigen Teilchen aus einem Tragergasstrom zu entwickeln, die bei Verbesserung des Wirkungsgrades der Gesamtanlage einen höheren Reinheitsgrad und geringere Anlagenkosten aufweist ,
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Zweck der Erfindung besteht dann, die infolge elektrostatischer Aufladung am Granulat haftenden bzw die im Tragergas frei mitgefuhrten Staubteilchen und Granulatbruchstucke möglichst vollständig vom Granulat zu trennen Erfindungsgemaß wird die Aufgabe dadurch gelost, daß der Tragergasstrom unmittelbar nach Verlassen der Beschleunigungsstrecke durch einen besonders ausgebildeten Dusenmund in den Gegenstromsichter einströmt und daß jeweils eine der am Dusenmund sich anschließende Gehausewand nach außen gekrümmt, wahrend die gegenüberliegende Wand nach außen versetzt ist und somit eine Abreißkante bildet Durch diese einseitig unterbrochene Wandhaftung und die Krümmung der anderen Wand wird der austretende Strahl aus der ursprünglichen Bewegungsrichtung abgelenkt und folgt der Wandkrummung Das Tragergas trennt sich in dieser Vortrennzone fast vollständig und wirbelarm vom Granulatstrom und fuhrt bereits vom Granulat getrennte Staubteilchen und kleinste Granulatbruchstucke in Richtung des Abgasaustritts Die Granulatteilchen durchfliegen die Vortrennzone infolge ihrer größeren Massenträgheit und treten danach direkt oder nach Umlenkung an einem Reflexionsschild in die Trennzone ein Der Sichteffekt wird erhöht, wenn dem Granulatstrom in bekannter Weise in der Sichtzone ein Spulgasstrom entgegengerichtet wird
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