DD211071A1 - Verfahren und vorrichtung zum abtrennen von ueberschuessigem material an gussstuecken - Google Patents

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DD211071A1
DD211071A1 DD24442982A DD24442982A DD211071A1 DD 211071 A1 DD211071 A1 DD 211071A1 DD 24442982 A DD24442982 A DD 24442982A DD 24442982 A DD24442982 A DD 24442982A DD 211071 A1 DD211071 A1 DD 211071A1
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castings
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DD24442982A
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Hans-Michael Beier
Eberhard Ambos
Gert Boerner
Juergen Harms
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Schwermasch Liebknecht Veb K
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abtrennen von ueberschuessigem Material, an Gusstuecken, insbesondere aus sproeden Werkstoffen. Die Aufgabe besteht darin, das an allen Aussenflaechen vorhandene Material in einer Prozesstufe zu entfernen. Die Aufgabe wird derart geloest, dass das Gusstueck horizontal an einem Quertraeger vorbeibewegt, ein mit der horizontalen Aussenkontur des Gusstuecks korresponierten Jackett ueber das Gusstueck geschoben und in dieser Stellung verharrt und dass ein Trennwerkzeug an der unteren Flaeche des Gusstuecks entlanggefuehrt wird. Die Erfindung dient der Realisierung einer Fliessfertigung im Giessereibetrieb.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren and Vorrichtung zum Abtrennen von überschüssigem Material an Gußstücken
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abtrennen von überschüssigem Material an Gußstücken, insbesondere aus spröden Werkstoffen· Außer dem Einguß und Speiser sind Grat und Restsand zu beseitigen, wobei das Anwendungsgebiet hauptsächlich Serienerzeugnisse der Gießereiindustrie, wie Zylinderblöcke und Zylinderköpfe oder ähnlich kompliziert gestaltete Gußstücke umfaßt·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Beseitigung von überschüssigem Material an Gußstücken ist durch die DE-OS 28 29 729 eine Masohine zum Abbreohen toe verlorenen Köpfen bekannt· Diese Vorrichtung besteht aus einer den Gußstücken angepaßten Spannvorrichtung· Sin Druckwerkzeug dient gleichzeitig dem Festspannen der Gußstücke in der Spannvorrichtung· Im Zentrum des Druckwerkzeuges befindet sich ein druckbe-
•1.NQH 1982*04451.
aufschlagter Kolben, der über ein Hebelsystem auf die seitlich aus der Spannvorrichtung herausragenden Speiser einwirkt9 bis der Bruch erfolgt·
Nachteilig ist, daß für jedes Gußstück eine andere der jeweiligen Geometrie angepaßte Vorrichtung zur Aufnahm® erforderlich ist und die am Gußstück vorhandenen Sandanhaftungen dadurch nicht beseitigt werden·
Bei größeren Gußstücken werden diese Vorrichtungen so groß und aufwendig, daß sie technisch kaum realisierbar sind, da insbesondere Schwierigkeiten bei der genauen Zentrierung der Gußstücke bestehen· . EUr das Entfernen der Speiser an relativ· kleinen Werkstücken ist eine Vorrichtung bekannt, die aus einem drehbaren Werkstückträger besteht, auf dem Aufnahmeelemente angebracht sind, die der Form der Gußstücke entsprechen· Durch die Rotationsbewegung gelangen die Speiser in Eontakt mit einer drehbaren Abdruokscheibe· Dabei werden einseitige Biegekräfte auf die Speiser wirksam, die zum Bruch derselben führen· Der lachteil dieser Vorrichtung besteht wiederum darin, daß für jedes Gußstück entsprechend der Geometrie genau angepaßte Aufnahmen vorhanden sein müssen und nur relativ saubere Gußstücke in die Vorrichtung einzulegen sind· Ebenso muß die Lage der Speiser genau •fixiert sein, weil es sonst zu Funktionsstörungen kommen kann· (DB-AS 29 03 645)
Weiterhin sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen von Überschußmaterial an Gußstücken bekannt, wodurch sich auf einfache Weise Speiser relativ großen Querschnittes mit geringem Kraftaufwand vom Gußstück trennen lassen, indem die schwache Wechselbeanspruchung spröder Werkstoffe für große Quer-
schnitte genutzt wird· Solche Speiser lassen sich unter Ausnutzung dieses Prinzips nur dann vom Gußstück trennen, wenn mindestens in einer Ebene eine Zentriermögllohkeit vorhanden ist. (WP B 22 D 236 554 3) Kompliziert gestaltete Gußstücke, beispielsweise Zylinderblöcke und Zylinderköpfe, sind fertigungsbedingt mit Kerngrat und Restsand an allen flächen des Gußstückes sowie mit dem Speiser» und Anschnittsystem versehen. Zur Beseitigung dieses Materials an Gußstück sind derzeitig mehrere Prozeßstufen notwendig· Bekannte Verfahren und Vorrichtungen ermöglichen keine effektive Materialbeseititung für derartige in Serien gefertigte Gußstücke·
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den Aufwand für die Mate rial beseitigung an kompliziert gestalteten Gußstücken durch die Realisierung einer auf die überschüssigen Materialien einwirkenden Vorrichtung zu senken·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abtrennen von überschüssigem Material an Gußstücken, insbesondere aus sprödem Material, zu realisieren· Hierbei soll das an allen Außenflächen vorhandene Material, und zwar das Speiser- und Anschnittsystem, sowie der Grat und Restsand, in einer Prozeßstufe entfernt werden» Der Verfahrensablauf soll in seiner Gestaltung den Anforderungen,
die an eine Serienfertigung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Gußstückgrößen gestellt werden, gerecht werden·
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß innerhalb einer Atmosphäre aus Wasserdampf oder einem Luft-Flussigkeits-Gemisch das Gußstück mit dem Speiser und Einguß nach unten auf eine Gußstückkantenführung gelegt, danach unter einem in Höhe der Oberkante des Gußstückes befindlichen, höhenverstellbaren Querträger horizontal vorbeibewegt, daß danach ein mit der horizontalen Außenkontur des Gußstückes korrespondierendes Jackett über das Gußstück geschoben wird und in dieser Stellung verharrt, und daß danach ein Trennwerkzeug an der unteren Fläche des Gußstücke entlanggeführt wird·
Vorteilhaft ist, daß das Abtrennen von überschüssigem Material an Gußstücken bei einer Gußstücktemperatur zwischen 0° und 8000C erfolgt·
Die zur Durchführung des Verfahrens vorgesehene Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß innerhalb eines Haurnea an einem Grundgestell auf einer Abstützung ein horizontal verschiebbares Trennwerkzeug angeordnet ist, daß sich auf dem Grundgestell ein höhenverstellbarer Querträger befindet, über dem eine Jackettbefestigung mit einem vertikal beweglichen Jackett lagert und daß die Abstützung mit dem Trennwerkzeug sowie das Gußstück und das Jackett eine gemeinsame Vertikalaohse aufweisen« Eine Ausgestaltung sieht vor, daß die Schneiden des Jacketts gegenüber der Bewegungsrichtung einen vom rechten Winkel abweichenden Verlauf aufweisen·
Auaführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungebeispiel erläutert werden·
In der Zeichnung ist die Vorrichtung in ihrem Grundaufbau im Querschnitt dargestellt·
In einem Baum 8 ist ein Grundgestell 6 als Hauptträger der gesamten Vorrichtung errichtet· Auf dem Grundgestell 6 befindet sich ein über die gesamte Arbeitsbreite erstreckender, höhenverstellbarer Querträger 2· Oberhalb des Grundgestells 6 ist eine Jackettbefestigung 7 aufgesetzt, deren Stützen 13 aus Vertikalführung für das absenkbare Jackett 3 dienen· An einer Säule 14 des Grundgestells 6 ist eine Abstützung 5 angebracht, die sich unterhalb des Gußstücke 1 erstreckt· Auf der Abstützung lagert ein Trennwerkzeug 4, welches horizontal beweglich ist, wobei der Antrieb von einem Hubaggregat 15 ausgeführt wird· Zwischen den Säulen 14 des Grundgestells 6 befindet sich in mittiger Anordnung eine über den gesamten Transportweg des Gußstückes 1 erstreckende Gußstückkantenführung 9» Der Durchlauf des Gußstückes 1 im Arbeitsprozeß erfolgt auf nachstehend® Weise: Das allseitig mit überschüssigem Material, in Form von Speiser und Einguß 10, Grat 11 und Resteand 12, behaftete Gußstück 1 wird mit dem Speiser und Einguß 10 nach unten auf die Guß« stückkantenführung 9 aufgesetzt· Durch ein nicht dargestelltes Transportsystem wird das Gußstück 1 auf der GußstÜckkantenführung 9 entlanggeführt, wobei durch den auf die Höhe des Gußstücks 1 eingestellten Querträger 2 eine Beseitigung des auf der Oberseite des Gußstücks 1 befindlichen überschüssigen Mate« rials erfolgt· Hat das Gußstück 1 den Querträger 2 passiert, gelangt es in den Bereich des Jacketts 3, welches über das Guß-
stück 1.herabgesenkt wird· Das Jackett 3 «eist eine Innenkontur auf, die der seitlichen Außenform des Gußstücks 1 entspricht· Hierdurch wird eine Abtrennung aller auf den seitlichen Flächen befindlichen überschüssigen Materialien erzielt« Das über das Gußstück 1 herabgesenkte Jackett 3 bildet eine seitliche Fixierung für die abschließende Materialabtrennung an der Unterseite des Gußstücks 1· Für die Beseitigung von Speiser und Einguß 10, wie auch des vorhandenen Grates 11 und Restsand 12 wird das horizontal bewegliche Trennwerkzeug 4 eingesetzt· Nach Durchführung der allseitigen Beseitigung des überschüssigen Materials wird das Gußstück 1 von der Gußstüokkantenführung 9 entnommen·
Durch die Angleichung spezifischer Einzelelemente der Vorrichtung an die Außenmaße und -kontur unterschiedlicher Gußstücke, kann das Verfahren und der Grundaufbau der Vorrichtung in zweckmäßiger Weise für die Serienfertigung Anwendung finden· Für die Durchführung des Verfahrens hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Prozeß bei einer Gußstücktemperatur zwischen 0° und 800° C sowie in einer Atmosphäre aus Wasserdampf oder einem Luft-Flüssigkeits-Gemisch durchzuführen· Zur Verringerung des Kraftaufwandes bei der Materialbeseitigung weisen die Schneiden 16 des Jacketts 3 einen schrägen Verlauf auf·

Claims (4)

Erfindungsansprüche
1. Verfahren zum Abtrennen von überschüssigem material an Gußstücken, insbesondere aus spröden Werkstoffen, durch Druckausübung auf die zu beseitigenden Materialien, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb einer Atmosphäre aus Wasserdampf oder einem Luft-Flüssigkeits-Gemisch das Gußstück (1) mit dem Speiser und Einguß (10) nach unten auf eine Gußstückkantenführung (9) gelegt, danach unter einem in Höhe der Oberkante des Gußstücks (1) befindlichen, höhenverstellbaren Querträger (2) horizontal vorbeibewegt, daß danach ein mit der horizontalen Außenkontur des Gußstücks (1) korrespondierendes Jakkett (3) über das Gußstück (1) geschoben wird und in dieser Stellung verharrt, und daß danach ein Trennwerkzeug (4) an der unteren fläche des Gußstücks (1) entlanggeführt wird·
2· Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtrennen von überschüssigem Material an Gußstücken (1) bei einer Gußstücktemperatür zwischen 0° und 800° C erfolgt·
3· Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines Raumes (8) an einem Grundgestell (6) auf einer Abstützung (5) ein horizontal verschiebbares Trennwerkzeug (4) angeordnet ist, daß sich auf dem Grundgestell (6) ein höhenverstellbarer Querträger (2) befindet, über dem eine Jackettbefestigung (7) mit einem vertikal beweglichen Jackett (3) lagert und daß die Abstützung (5) mit dem Trennwerkzeug (4) sowie das Gußstück (1) und das Jackett (3) eine gemeinsame Vertikalachse aufweisen»
4· Vorrichtung nach Funkt 3» daduroh gekennzeichnet, daß die Schneiden (16) des Jacketts (3) gegenüber der Bewegungsrichtung einen vom rechten Winkel abweichenden Verlauf aufweisen«
Hierzu 1 Blatt Zeichnung
DD24442982A 1982-11-01 1982-11-01 Vorrichtung zum abtrennen von ueberschuessigem material an gussstuecken DD211071B1 (de)

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