DD211331A1 - Verfahren zur herstellung von aktivkohlen - Google Patents

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DD211331A1
DD211331A1 DD24467782A DD24467782A DD211331A1 DD 211331 A1 DD211331 A1 DD 211331A1 DD 24467782 A DD24467782 A DD 24467782A DD 24467782 A DD24467782 A DD 24467782A DD 211331 A1 DD211331 A1 DD 211331A1
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DD
German Democratic Republic
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lignite
activated
production
coal
carbon
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Application number
DD24467782A
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English (en)
Inventor
Hans Hoppe
Friedrich Winkler
Rainer Huschenbett
Dietrich Riedel
Karl-Heinz Richter
Eberhard Schnegula
Original Assignee
Tech Hochschule C Schorlemmer
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Aktivkohelenaus Rohbraunkohlen und/oder Zwischen- oder Abprodukten der Braunkohlenbrikettierung. Das Zielund die Aufgabe der Erfindung bestehen darin, ein geeignetes Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle zu entwickeln und dabei die Fluechtigen Bestandteile teilweise in fixen Kohlenstoff umzuwandeln und somit eine Vorverkokung oder Extraktion mit anorganischen Saeuren bzw. organischen Loesungsmitten zu vermeiden. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass Rohbraunkohle und/oder Zwischen- oder Abprodukte der Braunkohlenbrikettierung. Das Ziel und die Aufgabeder Erfindung bestehen darin, ein geeignetes Verfahrenzur Herstellung von Aktivkohle zu entwickeln und dabei die fluechtigen Bestandteile teilweise in fixen Kohlenstoff umzuwandeln und somit eine Vorverkokung oder Extraktion mit anorganischen Saeuren bzw. organischen Loesungsmitteln zu vermeiden. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass Rohbraunkohle und/oder Zwischen- oder Abprodukte der Braunkohlenb

Description

//
Titel der Erfindung :
Verfahren zur Herstellung von Aktivkohlen
Anwendungsgebiet der Erfindung '.;
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Aktivkohlen aus Rohbraunkohlen und/oder Zwischen- oder Abprodukten der Braunkohlenbrikettierung für die Wasser-, Luft- und Gasreinigung» . . · :
Charakerislerunp: der bekannten technischen Lösungen ;
Es ist allgemein bekannt, daß Aktivkohlen aus kohlenstoffreieben organischen Substanzen oder deren Inkohlungsprodukten wie" Torf, Holzmehl, Kolskohle» Braunkohle und Braunkohlenkoksen
hergestellt werden können. . . . .'
In der PD-PS' 133 193 wird ein Verfahren beschrieben» bei dem aßchereiche, salzhaltige Braunkohle mit Aschegehalten >- 10 % und hohem Alkali- und Erdalkaligehalt unter oxydatlven· Bedingungen bei Temperaturen bis 1273° C aktiviert wurde. Vor; der eigentlichen Aktivierung erfolgt eine Carbonisierung bei niedrigeren Temperaturen. Durch diese zweistufige Technologie entstehen erhöhte Aufwendungen, wodurch das Verfahren unökonömisch wird* · ' :
Nach DD-PS 140 241 erfolgt die Herstellung von Aktivkohle, indem Braunkohle nach einer Vorbehandlung mit wäßriger verdünnter
anorganischer Säure in verschiedenen Stufen getrocknet, verkokt, granuliert und aktiviert wird. Wesentliche Nachteile dieses Verfahrens sind die Anforderungen an einen niedrigen Aschegehalt der Braunkohlen und die Behandlung mit anorganischer Säure, wodurch eine Verringerung des Gehaltes an flüchtigen organischen Bestandteilen zugunsten der Erhöhung des gebundenen Kohlenstoffanteils aufgrund der begrenzten Mischbar- , keit beider Phasen ineinander nicht eintritt. Ein ähnlicher Verfahrensweg liegt auch der DD-PS 142 175 zugrunde. Danach wird Braunkohle zu kleinen Körnern geformt, die anschließend mit Phosphorsäure behandelt werden, um den Anteil leichtflüchtiger organischer Komponenten zu vermindern. Das erzeugte Produkt wird getrocknet, mit einem kohlenstoffhaltigen Bindemittel gemischt, pulverisiert, das Pulver zu Formkörpern gepreßt und aktiviert.
Nach DD-PS 126 638 wird schwarzer Lignit mit einer verdünnten anorganischen Säure ausgelaugt. Der getrocknete Peststoff wird zu Pellets verpreßt und in reduzierender Atmosphäre aktiviert.
Nach GP 238 066-0 wird zur Entfernung überschüssiger organischer Bestandteile vor der Aktivierung eine Extraktion der flüchtigen Kohlenwasserstoffe mit Bensen, Toulen oder Xylen bzw· deren Gemische oder im Gemisch mit Methanol, Ethanol oder Aceton durchgeführt, ; ' . ' . . : : , '
. ZjLe 1 r_de;r_
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein geeignetes, kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von ifOrmaktivkohle aus Kohbraunkohle und/oder Zwischen- oder Abprodukten der Braunkohlenbrikettierung zu entwickeln.
Darlegung: des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zügrunde, ein einstufiges Verfahren zui' Herstellung von Pormaktivkohle aus Rohbraunkohle und/ oder Zwischen- oder Abprodukten der Braunkohlenbrikettierung zu entwickeln und dabei die vorhandenen flüchtigen Bestandteile teilweise in fixen Kohlenstoff umzuwandeln und somit eine Vor-
verkokung oder Extraktion mit anorganischen Säuren bzw. organischen Lösungsmitteln zu vermeiden»
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Rohbraün« kohle und/oder Zwischen- oder Abprodukte der Braunkohlenbrikett tierung mit 20 bis 40 % Feuchtigkeitsgehalt auf eine Korngröße <O85 mm vermählen, mit 20 - 40 Ma-% Sägemehl und/oder
20 - 50 Ma-% Torf und einer salzsauren Zinkchloridlösung im Yer-
hältnis zum trocknen Rohstoff von 1:1 bis 2:1;vorzugsweise 1,3s1 bis 1,7:1,vermischt, anschließend granuliert und 3 Ws 7 Stunden bei 650 bis 750° C in reduzierender oder Inertgasatiao-· sphäre aktiviert werden. Bei der Aktivierung wirken die in der Kohle noch vorhandenen flüchtigen Bestandteile zusätzlich, perenbildend. Die an der Oberfläche entstehenden kondensierten Kohlenwasserstoffe setzen sich mit dem im Holz bzw. Torf befindlichen Sauerstoff der Huminsäuren bzw. Zellulose zu Kohlenstoff und Wasser um. Dadurch ist es möglich, das Porensystem zusätzlich zu beeinflussen.
Die erhaltene Formkohle kann gemahlen und als Fulverkohle verwendet werden. . ,
AusführunKsb.eispiele
Die Erfindung wird nachfolgend an 3 Beispielen erläutert:
Vergleichsbeispiel
Rohbraunkohle (Feuchtigkeit 3O %) würde auf eine Korngröße von 0,5 bis 3?15 mm zerkleinert. 40 g dieser Kohle wurden in einen Soxhlet-Apparat gebracht und 90 min mit 15 %iger wäßriger Schwefelsäurelosung bei 120° C extrahiert und anschließend mit Wasser gewaschen» Die auf 20 % Feuchtigkeit getrocknete Kohle wurde auf eine Korngröße < 0,5 1^ vermählen und mit 40 g Sägemehl (Feuchtigkeitsgehalt 2O„3 %) und I35 g salzsaurer Zink-Chloridlösung (Dichte 1?95 g/cnr) angemaischt und verpreßt.
Nach einer Aktivierung von 5 Stunden in einem Schachtofen bei 700° C im Inertgasstrom und anschließender Säure- und Wasserwäsche wurde eine Aktivkohle mit folgenden Eigenschaften erhalten:
Benzenadsorption bei 10 Vo 1..-% Benzen
(g Benzen/100 ml Aktivkohle) 8»3
Methylenblautiter (ml) 7,1
Jodzahl (mg J2/g) 495
Melassewert (mg) 1310
Beispiel 1
40 Braunkohlebrikettabrieb der Korngröße^0,5 mm wurden mit 45 g. Sägemehl (Feuchtigkeitsgehalt 11,2 %) und 185 g salzsaurer Zinkchloridlösung (Dichte 1,95 g/cnr) vermischt und verpreßt«, Die Preßlinge wurden 6 Stunden bei 700° C im Inertgasstrom aktiviert. Nach einer Säure- und Wasserwäsche wurde folgende Aktivkohle erhalten:
Benzenadsorption bei 10 Vol.-% Benzen
XgBenzen/100 ml Aktivkohle) \ . 13iO Methylenblautiter (ml) 16,0
Jodzahl (mg J2Zg) { 749
Melassewert (mg) , ; 590
Beispiel 2 :.; :
30 g Rohbraunkohle mit einer Feuchtigkeit von 30 % wurden auf eine Korngröße0,5 mm vermählen, mit 22 g Torf, 56 g Sägemehl (Feuchtigkeitsgehalt 11,.2 %) in 230 g salzsaurer Zinkchloridlösung (Dichte 1,95 g/cnr) vermischt und verpreßt. Die Pellets wurden 4 Stunden bei 700° C im Inertgasstrom aktiviert. Das Aktivat hatte nach einer Säure- und Wasserwäsche folgende Eigenschaf ten?
Benzenadsorption bei 10 Vol.-% Benzen
(g Benzen/100 ml Aktivkohle) 14,9
Methylenblautiter (ml) 16,1
Jodzahl (mg J2/s) 760
Melassewert (mg) 560
Beispiel 3
33 S luftgetrocknete Rohbraunkohle wurden auf eine Korngröße <0,5 mm vermählen, mit 34 g Sägemehl (Feuchtigkeitsgehalt; 11,2 %) und 135 g salzsaurer Zinkchloridlösung (Dichte 1,95 g/ cmJ) vermischt und verpreßt. Die Granalien wurden 6 Stunden bei 700° C im Inertgasstrom aktiviert. Das Aktivat wurde einer Säure- und Wasserwäsche unterzogen und hatte folgende Eigenschaften:
Benzenadsorption bei 10 Vol.-% Benzen (g Benzen/100 ml Aktivkohle) 15,1
Methylenblautiter (ml) 16,5
Jodzahl (mg Jg/g)
Melassewert (mg)

Claims (1)

  1. . . ..; ;.;: - 6 - j
    Erf indungsar;spru.ch
    Verfahren zur Herstellung von Aktivkohlen, gekennzeichnet; la.
    durch, daß Rohbraunkohle und/oder Zwischen - oder Abprodukte' der Braunkohlenbrikettierung mit 20 - 40 % Feuchtigkeit au,' eine Korngröße^0,5 mm vermählen, mit 40 - 60 Ma-% Sägemehl und/oder 20 - 50 Ma-% Torf und einer salzsauren Zinkchloridlosung im Verhältnis zum trockenen Rohstoff von/?:1 bis 2ϊ1, vorzugsweise 1,3·Ί bis 1,7^1 vermischt, anschließend granulier·· und 3 bis 7 Stunden, vorzugsweise 4 bis 6 Stunden, bei 650 bi..·:.· 750° C in reduzierender oder Inertgasatmosphäre aktiviert werdeηβ
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