DD211578A1 - Schmiermittel - Google Patents

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DD211578A1
DD211578A1 DD24500682A DD24500682A DD211578A1 DD 211578 A1 DD211578 A1 DD 211578A1 DD 24500682 A DD24500682 A DD 24500682A DD 24500682 A DD24500682 A DD 24500682A DD 211578 A1 DD211578 A1 DD 211578A1
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DD
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friction
lubricant
lubricious
steel
metals
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DD24500682A
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English (en)
Inventor
Herrmann Brauer
Gottlieb Polzer
Original Assignee
Zwickau Ing Hochschule
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schmiermittel mit ep-Eigenschaften fuer den Einsatz in Reibpaarungen von technischen Systemen, die im Bereich der Haftschichten- oder Mischreibung arbeiten. Ziel der Erfindung ist es, ein Schmiermittel mit verbesserten Eigenschaften zu finden, dass eine Selbstregenerierung der Reibflaechen ermoeglicht, um so Reibung und Verschleiss zu verringern. Erfindungsgemaess wird dies erreicht, durch einen Schmierstoff auf der Basis von mineralischen bzw. synthetischen Oelen mit organischen Konsistenzgebern, sowie mit oxydations- und korrosionshemmenden Zusaetzen, vorzugsweise Phenyl-Beta-Naphatylamin, dem gleitfaehige Metalle, wie Zinn, Blei, Kupfer, Nickel und/oder deren Legierungen in Kugelform zugesetzt sind.

Description

Beschreibung der Erfindung Titel der Erfindung Schmiermittel
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Schmiermittel mit verschleißmindernden Eigenschaften für den Einsatz in Stahl-Stahl-Reibpaarungen technischer Systeme, die im Bereich der Haft— schichten—oder MiSchreibung arbeiten«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Neben den bekannten nichtmetallischen Zusätzen in Form von Schwefel-, Phosphor- und/oder Halogenverbindungen kann das Reibungs- und Verschleißverhalten von Stahl-Stahl-Reibpaarungen durch den Zusatz feindisperser Pulver der bekannten Gleitlagerwerkstoffe günstig beeinflußt -werden« Durch eine Plattierung der Pulverteilchen im Prozeß der Reibung erfolgt eine Verbesserung des Tragbildes der Reibkörper· Mit einer Vergrößerung der realen Kontaktfläche verringert sich der reale Kontaktdruck. Nachteilig gegenüber chemisch wirksamen Schmierstoffzusätzen ist bei Verwendung feindisperser Metallpulver die relativ geringe Schichtbildungsgescfawindigkeit. Insbesondere bei der Verwendung schuppen—, plättchen- oder quaderförmiger Teilchen tritt bei der Relativbewegung der Hubkörper eine Richtungsorientierung der Pulverteilchen im Schmierspalt derart ein, daß die Pulverteilcben einen möglichst geringen Störunge—·
widerstand aufweisen. Da als Voraussetzung für ein adfaäsives Haften der Pulverteilctaen eine Kontaktierung zwischen Grundkörper, Pulverteilchen und Gegenkörper notwendig ist, um die Schmierstoffmoleküle auf den Oberflächen zu verdrängen, muß der Schmierspalt gleich oder kleiner der wirksamen Teilchenhöhe sein· Die Schichtbildungsgeschwindigkeit ist damit unter der Voraussetzung gleicher Volumina der Pulverteilchen vorwiegend von deren geometrischer Form abhängig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Geschwindigkeit der Bildung plattierter Schichten aus Metallpulvern in flüssigen oder konsistenten Schmierstoffen durch die optimale Teilchenform zu vergrößern, Reibung und Verschleiß von Stahl-Stahl-Reibpaarungen herabzusetzen sowie eine begrenzte Selbstregenerierung der Reibflächen im Prozeß der Reibung zu ermöglichen*
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, für Schmiermittel mit pulverförmigen Zusätzen gleitfähiger Metalle die optimale Teilchenform zu finden, um eine Vergrößerung der Geschwindigkeit der Deckschichtbildung zu Beginn des Reibungsvorganges zu sichern» Damit wird es möglich, den EinlaufVorgang der Reibpaarungen zu verkürzen, Reibung und Verschleiß während der Einlaufphase herabzusetzen sowie eine begrenzte Selbstregenerierung beschädigter Deckschichtbereiche zu sichern. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß einem konsistenten Schmierstoff, bestehend aus einem mineralischen oder synthetischen Grundöl, einen organischen Konsistenzgeber sowie oxydations- und korrosionshemmenden Zusätzen gleitfähige Metalle in Kugelform mit einem Durchmesser von 2 bis 50/M-ni in einer Konzentration von 1 bis 50 Gewichtsprozent zugesetzt wird.
Ausführungsbeispiel
Beispiel für die Zusammensetzung des erf indungsgeniäßen Schmiermittels.
Es enthält 75 Gewichtsprozent Polyätbylenglykol als synthetisches Grundoel, 20 Gewichtsprozent Polybarnstoff als Konsistenzgeber, 0,5 Gewichtsprozent Phenyl — f3 — Napbtylamin als oxydations- und korrοsionshemmender Zusatz und 4,5 Gewichtsprozent Kupferteilchen in Kugelform mit einem Durchmesser von 2 bis 20,um« Das erfindungsgemäße Schmiermittel weist wesentlich verbesserte Eigenschaften auf· Die kugelförmigen gleitfähigen Metallteilchen bieten die günstigsten Voraussetzungen für eine große Schichtbildungsgeschwindigkeit ,verursacht durch die geringste Oberfläche für die Entstehung von Adsorptionsschichten polarer Schmierstoff moleküle sowie durch*die größte wirksame geometrische Abmessung unter der Voraussetzung eines konstanten Teilchenvolumens. Infolge einer punktförmigen Kontaktfläche bei der ersten Berührung mit dem Grund- und Gegenkörper der Reibpaarung kann durch die leichte Verdrängung der Adsorptionsschichten eine adhäsive Verbindung mit dem Grundkörper entstehen·
Bei der weiteren Reibbeanspruchung werden die platzierten Metallteilchen weiter plastisch deformiert und bilden eine geschlossene Deckschicht mit einem gewissen Ausgleich der Bearbeitungsrauheiten. Durch das veränderte Tragbild ergeben sich eine größere reale Kontaktfläcfae und entsprechend ein kleinerer realer Kontaktdruck. Infolge der geringeren Adhäsionsneigung und Schubfestigkeit im Vergleich zum Stahlgrundkörper sichern die so entstandenen Deckschichten einen geringen Verschleiß der an der Reibung beteiligten Grundkörper und eine kleine Reibungszahl.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Schmiermittel mit ep-¥irkung zum Einsatz in Stahl-Siahl-Reibpaarungen im Bereich der Misch— oder Haftschicbten-Reibung auf der Basis von mineralischen bzw» synthetischen Oelen mit organischen oder anorganischen Konsistenzgebern sowie mit oxydations— und korrosionshemmenden Zusätzen» vorzugsweise Phenyl - -p - Naphtylamin,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    dem Schmierstoff gleitfähige Metalle, wie Zinn, Blei,
    Kupfer, Nickel und/oder deren Legierungen in Kugelform mit einem Durchmesser von 2 bis 20^t*m in einer Konzentration von 1 bis 50 Gewichtsprozent zugesetzt sind.
DD24500682A 1982-11-18 1982-11-18 Schmiermittel DD211578A1 (de)

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