DD213609B1 - Vorrichtung zur innenbearbeitung eines behaelters - Google Patents

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DD213609B1
DD213609B1 DD24733383A DD24733383A DD213609B1 DD 213609 B1 DD213609 B1 DD 213609B1 DD 24733383 A DD24733383 A DD 24733383A DD 24733383 A DD24733383 A DD 24733383A DD 213609 B1 DD213609 B1 DD 213609B1
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Inventor
Werner Richter
Egon Petermann
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Kraftwerke Elbe Vockerode Veb
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Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Innenbearbeitung eines Behalters oder eine Rohrleitung, insbesondere zur Durchfuhrung von Bohr-, Fräs- und Reibarbeiten in einer Dampferzeugertrommel
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zur Durchfuhrung von Bohr- und Frasarbeiten sowie von großflächigen Bearbeitungen, insbesondere in einer Dampferzeugertrommel, sind eine Vielzahl von Vorrichtungen bekannt
So ist eine Vorrichtung mit Drehmaschinensupporten bekannt, die von einer preßluftbetriebenen Bohrmaschine angetrieben wird und deren Befestigung am Einsatzort mittels Spannkreuzen erfolgt Arbeiten in Dampferzeugertrommeln mit diesen Vorrichtungen sind mit einem großen Aufwand an Rüstzeiten verbunden, da alle Teile von außen durch verhältnismäßig kleine Offnungen in die Trommel eingebracht und dort zusammengesetzt werden müssen Um den Aufwand an Rüstzeiten zu senken, ist eine Vorrichtung zur Halterung und zum Ausrichten einer Bohrmaschine innerhalb einer Kesseltrommel entwickelt worden (DD-PS 105573), bei derein Tragerkorper mit einer der Wandung der Trommel angepaßten Seitenflache durch Elektromagneten an der Trommel gehalten wird Der Einsatz dieser Vorrichtung ist begrenzt, da der Tragerkorper der Wandung angepaßt sein muß, die Große der Elektromagneten den Etnsatzbereich bestimmt und die Befestigung der Bohrmaschine keinen großen Bewegungsspielraum zulaßt
Es ist auch schon eine Bohrvorrichtung zum Bohren von Lochern in der Wand eines Hohlkörpers von innen nach außen bekannt (DE-PS 1477 263), die aber in ihrem Aufbau sehr kompliziert ist, nur zum Bohren von Lochern eingesetzt werden kann und furdas Verspannen im Behalter ein flussiges oder gasformiges Medium benotigt, wobei die Abstutzung auf einer Seite über das Werkzeug äußerst ungunstig ist
Um nun an beliebigen großflächigen Bereichen Ausarbeitungen zur Vorbereitung von Instandhaltungsmaßnahmen vornehmen zu können, wurde eine Vorrichtung entwickelt (DD 143222), bei der eine einen Quersupport mit Werkzeughalter aufweisende Welle in einem auf einem in der Kesseltrommel angeordneten verstellbaren Tisch befestigten Gleitlagerund einem weiteren mit einer verstellbaren Spannvorrichtung versehenen Gleitlager gelagert ist Mit dieser Vorrichtung ist nur ein sichelförmiges Ausdrehen der Schadstellen möglich Damit ergeben sich fur das anschließende Auftragschweißen zur Instandhaltung des geschadigten Bereiches innerhalb des Behalters bzw der Kesseltrommel ungunstige Verhaltnisse Die Vorrichtung ermöglicht keine Bearbeitung größerer Flachen am Umfang ohne mehrmaliges neues Einrichten der Vorrichtung Ein nach dem Auftragsschweißen notwendiges Beschleifen der Auftragsschweißung ist mit dieser Vorrichtung nicht zu realisieren Die Vorrichtung kann auch nicht zur Schweißnahtvorbereitung beim Auswechseln von Kesselboden eingesetzt werden Ebenso lassen sich kleine und relativ tiefe Rißbildungen nicht beseitigen, wodurch das Anwendungsgebiet der Vorrichtung sehr begrenzt ist
Weiterhin sind Vorrichtungen zum Ausdrehen in geschlossenen Turbinengehausen bekannt, wobei mit einer besonders konstruierten Bohrwerkswelle und deren Lagerung eine Drehmaschinensupportanordnung verbunden ist Diese Vorrichtungen sind aufgrund der Verwendung fur Behalter mit einer Vielzahl von Bohrungen nicht anwendbar Die bekannten transportablen Bohrvorrichtungen zum Bearbeiten von speziellen Bohrungen sind fur die Innenbearbeitung ebenfalls nicht anwendbar
Zur Innenbearbeitung von Behaltern und Rohrleitungen sind Vorrichtungen bekannt geworden, die einen mit einem verstellbaren Spannkreuz versehenen Geratetrager aufweisen, dessen Stirnseiten mit einem Feststellkonus verbunden sind, wobei das Spannkreuz Verstellstutzen mit Rollenpaaren und der Geratetrager einen verstellbaren Werkzeugträger mit Antrieb aufweist (DD-PS 136350, DD-PS 201 264)
Auf einem über die Verstellstutzen angeordneten Kurbelexzenter ist ein Support mit Unter- und Oberschlitten angeordnet (DD-PS 136350) Bei dieser Vorrichtung ist es möglich, mit dem Support aus der Achse auszuschwenken, um Bohr-, Fräs- oder Dreharbeiten außermittig auszufuhren Flachenhafte Bearbeitungen sind mit dieser Vorrichtung jedoch nicht möglich.
Zur Ausfuhrung von großflächigen Schleif- und Frasarbeiten in einer Dampferzeugertrommel, insbesondere zur Ausarbeitung von Schadstellen (Risse), ist der mit den Verstellstutzen versehene Geratetrager mit der Antriebseinheit fur das Werkzeug angeordnet (DD PS 201 264)
Mit dieser Vorrichtung ist es möglich, großflächig vorhandene Schädigungen (z B Risse) wei testgehend automatisiert spanend abzuarbeiten und durch Auswechselung der Fraseinheit gegen die Baugruppe Schleifeinheit in der gleichen Form zu uberschleifen Weiterhin ist beim Bodenwechsel, insbesondere bei Behaltern oder Kesseltrommeln, die Schweißfase mit entsprechendem Anstellwinkel mittels Walzenfräser herzustellen Der hohe Automatisierungsgrad wird dabei durch eine elektrohydraulische Steuerung realisiert
Fur die Bearbeitung von Bohrungen in Behaltern ist diese Vorrichtung nicht geeignet Die fur die Innenbearbeitung von Dampferzeugertrommeln verwendbaren Vorrichtungen weisen insgesamt folgende Nachteile auf
1. Eine radiale Verschiebung aus der Achsmitte zum Zwecke exzentrischer Bearbeitungen ist nur mit erheblichem Aufwand fur Spannen, Ausrichten und Zentrieren möglich
2 Bedingt durch geringe Arbeitsbreiten ist ein hoher Aufwand fur das Spannen, Ausrichten und Zentrieren erforderlich
3 Fur jede neue radial zu bearbeitende Bohrreihe ist ein erneutes Spannen und Ausrichten der gesamten Vorrichtung erforderlich
4 Das Schwenken der Vorrichtung erfolgt mit hohem manuellen Aufwand
5. Bedingt durch den konstruktiven Aufbau sind die Vorrichtungen nur fur große Behalterdurchmesser anwendbar
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, die Vorrichtung zur Innenbearbeitung so zu konstruieren, daß eine einfache Verschiebung aus der Achsmitte, eine große Arbeitsbreite, eine einfache radiale Umsetzung und ein einfaches Schwenken der Vorrichtung realisiert wird, wobei eine Anwendung universell fur einen möglichst großen Durchmesserbereich erreicht werden soll
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung hegt die Aufgabe zugrunde, eine Verstellung der Vorrichtung fur zentrische und exzentrische Bearbeitungen zu entwickeln, wobei ein vereinfachtes Umsetzen und Schwenken erzielt und eine große Arbeitsbreite gewährleistet werden soll Außerdem soll eine Kompaktbauweise erreicht werden
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemaß die Stirnseiten des Geratetragers eine Stirnplatte aufweisen, die über eine mit Kreuznuten versehene Fuhrung mit einer Paßplatte losbar und die Paßplatte mit dem Feststellkonus verbunden ist, daß das Wellenende des Feststellkonus in der Hohlwelle eines Antriebes aufgenommen ist und daß die Arbeitsspindel des Werkzeugträgers kraftschlussig in der Hohlwelle eines weiteren Antriebes gefuhrt und der Werkzeugträger mit einer Spannspmdel versehen ist
Ausfuhrungsbeispiel
An einem Ausfuhrungsbeispiel wird die Erfindung naher erläutert Die Zeichnung zeigt
Fig 1 die Vorrichtung in der Seitenansicht Fig 2 die Stirnseite in der Seitenansicht Fig 3 die Stirnseite in der Draufsicht
Die Vorrichtung weist den Geratetrager 1 auf, an dessen Stirnseiten die Stirnplatten 2 angeordnet sind Die Stirnplatten 2 sind mit den Befestigungselementen 4 und der Fuhrung 3 versehen In der Fuhrung 3 sind durch Kreuznuten (nicht dargestellt) die Paßplatten 5 angeordnet In den Paßplatten 5 sind die Stirnplatten 2 radial gefuhrt Mit den Befestigungselementen 4 sind die Paßplatten 5 mit den Stirn platten 2 formschlüssig verbunden An den Paßplatten 5 sind die Spindeln 6 zur Radialverstellung und das Fahrwerk 7 befestigt Die Paßplatten 5 sind mit den Feststellkonen 8 verbunden, sie sind in dem verstellbaren Spannkreuz 9 zentrisch gelagert und durch die Feststellmutter 10 arretiert Das Wellenende 11 vom Feststellkonus 8 ist von der Hohlwelle des Getriebes 12 kraftschlussig aufgenommen
Der Geratetrager 1 nimmt den Werkzeugträger 13 auf, der die Arbeitsspindel 14 den Vorschub 15 und das Getriebe 16tragt Die Spindel 17 nimmt die Gegenkraft des Werkzeug Vorschubes auf, mitderSpindel 18 wird die Feineinstellung in axialer Richtung realisiert Das jeweilig eingesetzte Werkzeug ist von der Arbeitsspindel 14 mittels Morsekegel aufgenommen Die Getriebe 12,16 sind über Schlauchleitungen 19, derWegeventilkombmation 20 mit dem Druckstromerzeuger 21 verbunden Zum Einstellendes Werkzeuges beim Schwenkvorgang ist am Wellenende 11 des Feststellkonus 8 bis 360° Gradeinteilung (nicht dargestellt) angebracht
Die Wirkungsweise ist folgende
Die Vorrichtung wird in demontiertem Zustand durch das Mannloch in den Behalter, ζ B eine Kesseltrommel, transportiert, im Innern montiert, ausgerichtet und mit den Spannkreuzen 9 verspannt Soll die Vorrichtung innerhalb der Kessel trommel versetzt werden, sind die Raderpaare 7 zu montieren, die Spindeln 9 1 zu losen und die Vorrichtung in axialer Richtung zu verschieben Em erneutes Ausrichten ist nicht erforderlich Entsprechend der durchzuführenden Arbeiten, ζ B zentrisches Bohren oder Reiben oder Ausbohren eines Probebutzens zur Werkstoff untersuchung, ist die zentrische Einstellung der Vorrichtung vorzunehmen
Bei der Herstellung von exzentrischen Bohrungen ist die Vorrichtung zwischen Stirnplatte 3 und Paßplatte 5 um 90° zu verdrehen, mit den Spindeln 6 in die entsprechende Position zu bringen und mit den Befestigungselementen 4 zu arretieren
Der Vorschub 15 wird über Winkeltrieb direkt auf die Arbeitsspinde! 14 manuell übertragen. Die Hydraulikantriebe sind an den Getrieben 12; 16 angeflanscht und werden getrennt über die Wegventilkombination mit manueller Betätigung gesteuert. Damit werden die Arbeitsgänge Schwenken (rechts — links) über Handhebel mit Federrückstellung und mechanischer Bearbeitung über Handhebel mit Einrastung realisiert. Über die am Wellenende 11 des Feststellkonus angeordnete 360°-Gradeinstellung ist ein definiertes Einstellen des Werkzeuges beim Schwenkvorgang möglich
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Der Werkzeugträger ist radial aus der Achsmitte verschiebbar.
2. Die Arbeitsbreite ist durch die Länge des Trägers bestimmt.
3. Es genügt eine einmalige Ausrichtung der Spannkreuze bei allen vorkommenden Arbeitsgängen im Arbeitsbereich.
4. Der Werkzeugträger ist um den Mittelpunkt der Spannkreuze um 360° schwenkbar.
5. Einfache konstruktive Lösung der Antriebe durch die kraftschlüssige Führung der Arbeitsspindel in der Hohlwelle.
6. Kompaktbauweise, einfache De- und Montage und universelle Einsatzmöglichkeiten für Trommelinnendurchmesser ab 760mm.

Claims (6)

Patentansprüche.
1 Vorrichtung zur Innenbearbeitung eines Behalters oder einer Rohrleitung, insbesondere zur Durchfuhrung von Bohr-, Fras- oder Reibarbeiten in einer Dampferzeugertrommel, wobei die Stirnseiten eines über Rollenpaare verfahrbaren Geratetragers mit je einem Feststellkonus verbunden sind, der ein verstellbares Spannkreuz aufnimmt, und auf den Geratetrager ein verstellbarer Werkzeugträger mit einem Antrieb angeordnet ist, gekennzeichnet dadurch, daß die Stirnseiten des Geratetragers (1) eine Stirnplatte (2) aufweisen, die über eine mit Kreuznuten versehene Fuhrung (3) mit einer Paßplatte (5) losbar und die Paßplatte (5) mit dem Feststellkonus (8) verbunden ist, daß das Wellenende (14) des Feststellkonus (8) in der Hohlwelle eines Antriebes (12) aufgenommen ist und daß die Arbeitsspindel (14) des Werkzeugträgers (13) kraftschlussig in der Hohlwelle eines weiteren Antriebes (16) gefuhrt und der Werkzeugträger (13) mit einer Spannspindel (17) versehen ist
2 Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Wellenende des Feststellkonus (8) eine Anzeige mit 360°- Grademteilung aufweist
3 Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Paß platten (5) zentrisch in einem Spa η η kreuz (9) gelagertsind
4. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Paßplatten (5) mit auf den Geratetrager (1) wirkenden Spindeln (6) versehen sind
5 Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß an den Paßplatten (5) Raderpaare (7) angeordnet sind
6 Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Antriebe (12, 16) als von einer zentralen Versorgungsanlage (20, 21) beaufschlagbaren stufenlos verstellbaren mit dem Getriebe eine Einheit bildenden Antrieb ausgebildet sind
DD24733383A 1983-01-19 1983-01-19 Vorrichtung zur innenbearbeitung eines behaelters DD213609B1 (de)

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