DD214917A1 - Druckluftschusswaffe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft Waffen und Vorrichtungen mit handhebelgestaengebetaetigter Kolbenpumpe zur Erzeugung eines hohen Kompressionsdruckes von Luft als Voraussetzung fuer deren Funktionsfaehigkeit. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Spannhebelgetriebe zu schaffen, das bei ausreichender Stabilitaet des Gehaeuses die auf den Kolben kompressionsseitig wirkende, stark progressiv ansteigende Kraft so weit herabsetzt, dass bei gleichmaessigem ergonomisch guenstigem Kraftverlauf die Handkraft einen geringen Maximalwert nicht ueberschreitet. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass eine mit einem Ansatz versehene Kurbel eines an sich bekannten Schubkurbelgetriebes, das an einem Gehaeuse angebracht ist, ueber mindestens ein Kopplungselement mit einem mindestens zwei Fuehrungsbahnen mit stetigem Bahnverlauf aufweisenden, seitlich gelagerten Hebel in Eingriff steht. Der Hebel seinerseits ist kraftschluessig mit dem Gehaeuse ueber mindestens ein Gehaeuselager verbunden, das bei gestreckter Stellung des Schubkurbelgetriebes am Gehaeuse innerhalb eines durch 50 % der Laenge der Kurbel und einem Gelenk gebildeten Bereiches sowie, ausgehend von einer durch die Kurbelachse und eine Rotationsachse gelegten Verbindungslinie in einem Winkel von 1 Grad bis 45 Grad in der Oeffnungsrichtung der Kurbel angeordnet ist.
Description
Erfinder: G-erlach Bieter
E e νο11mäc ht i gt e r: Jüngling Siegfried
P 41· B 11/00
Titel der Erfindung Drucklufts chußwaffe
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist anwendbar bei allen Waffen Geräten und Vorrichtungen bei denen die manuelle Erzeugung eines hohen' Kompressionsdruckes von Luft vor und während des Gebrauchs z.B. vor dem Schuß Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit
st Schußwaffen —Gewehre und Pistolen- mit ein— oder mehrfacher SüannhebelOuniiDenbe.tätisruns
ist. insbesondere bei Freizeit-. Sport- und Wettkämpfdruckluft-
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Druckluftschußwaffen mit spannhebelbetätigter Pumpe zur Erzeugung eines ausreichend hohen Drucks, von Luft vor dem Schuß sind im allgemeinen gekennzeichnet durch einen hohen Handkraftaufwand beim Spannvorgang. Die hohe Handkraft ergibt sich aus der Nichtübereinstimmung des funktionellen Kräftver— laufs des Spannhebelgetriebes mit der infolge des steigenden Drucks der komprimierten Luft in der Pumpe auf die Kolbenfläche wirkenden Kraft. Dazu wurden verschiedene Lcsungsvorschlage unterbreitet.
Ein weiteres' Problem stellt die beim Xompressi onsVorgang und •/jährend der Speicherung der komprimierten Luft auf den Kolben und damit in verschiedener Form auf das Gehäuse wirkende hohe Kraft.des Luftdrucks dar woraus eine hohe Stabilität der Hülse oder des Gehäuses gefordert werden muß '//eil mit diesem
Visiereinrichtung
usv/. verbunden sind die im Interesse der Treffsicherheit nicht beeinflußt werden sollten.
Nach DS-PS 1164279 ist eine Druckluftschußwaffe bekannt: bei der der mit dem Spannhebelgestänge gelenkig verbundene Kolben aus seiner unteren Totpunktlage unter Kompression von Luft wieder in seine obere Totpunktlage bewegt-wird wobei das Spannhebelgestänge durch- Ras tklinken'steuerung umschaltbare Hebellängen zur stufenweisen Veränderung des Übersetzungsverhältnisses aufweist. .
Es ist weiter nach DB-¥P 98752 eine Vorrichtung zum Verdichten von Luft bekannt, bei der.der Kolben bis max. 40 % der I. Spannhebelbewegung entriegelt wird und durch die Kraft einer Feder zurückgleitet und ab mindestens 60 % der I. Spannhebelbev/egung mit einer großen Lange des Lasthebels (also kleines Hebelverhältnis) des Spanngetriebes und während der II. Spannhebelbewe— gung die der ersten.entgegengesetzt ist mit einer kleinen . Länge des. Lasthebels (also großes Hebelverhältnis) unter Kompression von Luft in der Hülse verschoben wird: . Nachteilig an- diesen beiden bekannten Lösungen ist ;die Tat- sache- daß der Verlauf der ' Handkraft durch die stufenweise Änderung der Kebellängen noch unangenehm hohe Spitzenwerte aufweist .wobei für die' letztgenannte Lösung noch große Teilezahl und komplizierter funktionell er Ablauf am Spannsystem sowie mangelnde Stabilität der Hülse infolge mehrerer Durch— brüche in Längsrichtung hinzukommt.
Ss ist noch eine Druckluftschußwaffe bekannt' (DD-WP 100537)-bei der an eines kraftschlüssig mit dem Kompressionskolben verbundenen Schubkurbelsetriebe ebenfalls, kraftschlüssig ein oder weitere Getriebesysteme in, einem vfinkelbereich von 30 bis 150°. bezog angelenkt sind.
bis 150 - bezogen auf die.gestreckte Endstellung des Getriebes
Hierbei sind ausgedehnte Baugrö'Se verminderte Stabilität der Hülse, verursacht durch mehrere konstruktiv notwendige Durchbrüche in Längsrichtung und ungenügende Anpassung der Handkraft insbesondere im mittleren Bereich, nachteilig. '
Es ist ferner ein Luftgewehr mit einer Vorrichtung· zum Spannen der Feder'(DE-PS 1069504) bekannt- bei der bei bekanntem Anschluß der Zugstange an den Spannhebel über ein Koppelglied der Spannhebel einen Längsschlitz zur Führung des Bolzens hat- mittels dessen der Spannhebel an das Koppelglied angelenkt ist. wobei das andere Ende des Koppelgliedes am Luftgewehrgebäuse mittels eines Lagers- das sich zwischen dem Bolzen des Spannhebellagers und.dem die Zugstange an den Zylinder anschließenden Gelenk befindet, angelenkt ist.
Nachteilig an dieser Vorrichtung ist. daß die Vorrichtung bei hohem Verschleiß und geringer Haltbarkeit nicht zur kraftsparenden Überwindung der kolbenseitigen Gegenkräfte geeignet ist - .
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, vorstehend genannte Nach- 'teile weitgehend auszuschließen, indem in einfacher Weise eine Bruckluftschußwaffe'geschaffen wird: die leicht. auch von körperlich schwächeren Benutzern zu spannen und zu handhaben ist. ·
Darlegung des Wesens der Erfindung :
Aufgabe der Erfindung ist es ein Spannhebelgetriebe für Druckluftscbußwaffen zu schaffen, das bei ausreichender Gehäusestabilität die auf den Kolben kompressionsseitig v/irkende, stark progressiv bis zu hohen Werten ansteigende Kraft so weit'· herab- : setzt, daß bei gleichmäßigem, ergonomisch günstigem Kraftverlauf und geringem Verschleiß die Handkraft einen' vertretbar geringen Maximalwert nicht überschreitet. .
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Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht- daß die mit einem Ansatz versehene Kurbel eines an sich bekannten Schubkurbelgetriebes, das an einem mit einem Kompressionszylinder versehenen Gehäuse angebracht ist. über mindestens ein Kopplungselement mit einem mindestens zwei 'Führungsbahnen mit stetigem Bahnverlauf.aufweisend en. zeitlich gelagerten Hebel in Eingriff steht. Der Hebel seinerseits ist kraftschlüssig mit dem Gehäuse über mindestens ein Gehäuselager verbunden, das.. ausgehend von der gestreckten Stellung des Schubkurbelgetriebes, am Gehäuse innerhalb eines durch 50 % der Länge der Kurbel und einem Gelenk gebildeten Bereiches sowie- ausgehend von einer durch die Kurbelachse und eine Rotationsachse gelegten Verbindungslinie in einem Winkel von 1 bis 45 in der Öffnungsrichtung der Kurbel angeordnet ist. Dabei ist der Hebel selbst als Handhebel ausgebildet oder steht mit weiteren Getrieben oder Getriebeelementen in Eingriff.
Durch diese Anordnung wird die Wirkung erzielt daß bei der Kompression, der durch den zunehmenden Druck bedingte- stark progressive Kraftanstieg infolge des sich bei der Betätigung des Spanngetriebes von kleinen zu großen Werten kontinuierlich ändernden Hebelverbältnisses sο kompensiert wird.. daß am Griffteil des Handhebels eine geringe Handkraft bei gleichmäßigem, ergonomisch gunstig verteiltem Verlauf erzielt wird, Dabei ist im Gehäuse in Längsrichtung nur ein schmaler Durchbruch erforderlich, der gerade' nur so breit gewählt werden muß wie es die mechanische Stabilität der hindurchtretenden Getriebeteile erfordert . was besonders günstig .für die Stabilität des Gehäuses .ist,. . ...-.-
Durch die versetzte Anordnung des Gehäuselagers gegenüber der durch die Kurbelachse und die Rotationsachse-gelegten Verbindungslinie wird eine bessere Anpassung im Zusammenhang mit dem Kraft- und Wegverlauf des Schubkurbelgetriebes erreicht·. Erfindungsgemäß besitzt das Kopplungselement mindestens ein Rollelement, das mit der Führungsbahn des Hebels in Eingriff steht', wodurch die Gleitreibung herabgesetzt wird.
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Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an dem nachstehenden Ausfübrungsbeispiel näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig, 1 Scbnittdarstellung der Waffe mit Spanngetriebe und Kolben in hinterster Totpunktlage. Spannhebel abgeklappt
Fig. 2 Schnittdarstellung der Waffe. Kolben in vorderer Totpunktlage. Spannhebel anliegend,
Bei der Druckluftscbußwaffe nach Fig. 1 ist der Lauf 16 im Griffstück 17 eingesetzt, in dem ebenfalls das Ventil 18. die mit der Scblageinrichtung gekoppelte Abzugseinrichtung 19 und das Gehäuse 1 mit Kompressionszylinder 14 des Kompressionssystems angeordnet und befestigt sind. Der Kolben 7 mit'der Manschette 8 befindet sich in hinterer Totpunktlage innerhalb des Kompressionszylinders 14 des Gehäuses 1. In den-Kompres-• sionszylinder 14 wurde Luft angesaugt. Die um die Kurbelachse drehbare Kurbel 3 ist mit einem seitlichen Ansatz 20 .versehen: der die Kopplung zum Hebel 11 außerhalb des Gehäuses 1 ermöglicht, wodurch der Durchbruch 21 schmal gehalten werden .kann. Sie ist mit dem 'Kolben 7 über das Gelenk 4. die Koppel 5 und das Kolbengelenk 6 verbunden. Die Kurbel 3 ist: aus dem Gehäuse herausgeschwenkt. Der Hebel 11. der an seinem hinteren, gegabelten Teil je zwei Führungsbahnen 10 trägt und in. der gezeigten Form gleichzeitig den Handhebel darstellt, ist vom Gehäuse 1 .. mit dem er über Gebauselager 9 verbunden ist. abgeklappt und über. Kopplungselemente 15- die zur Verminderung des Gleitwiderstandes auf den Führungsbahnen 10 mit Rollelementen 13 ausgestattet und am Ansatz 20 der Kurbel 3 gelagert sind . mit der Kurbel 3 gekoppelt. Zur weiteren Handhabung ist es erforderlich das Ventil 18 gegenüber dem Kompressionszylinder 14 zu schließen
was in der Regel durch eine mechanische Ankopplung an andere 'Punktionsabläufe selbsttätig erfolgt. Beim Zurückführen des Hebels 11 zum Gehäuse 1 wird infolge' der erwähnten Kopplung auch die Kurbel 3 in Richtung Gehäuse 1 verscbwenkt.. Durch die räumlich versetzte Anordnung der Kurbelachse 2 der Kurbel 3 und der Gehäuselager 9 des Hebels 11 wird sich die Lage des Kopplungspunktes der mit der Kurbel 3 verbundenen Kopplungselemente 15 auf den Führungsbahnen 10 bei jeder Winkeländerung1 des Hebels 11 ändern. Beim Heranführen des Hebels 11 an das \ Gehäuse 1 wird also der Kopplungspunkt auf den Führungsbahnen
in Richtung Gehäuselager 9 gedrängt, und zwar um so mehr, je weiter der. Hebel 11 dem Gehäuse -1 genähert wird. Der am Hebel wirksame Las!thebel A verkleinert sich also kontinuierlich bis ein Minimum seiner Länge erreicht ist,- Infolge der in der : gestreckten Stellung des Schubkurbelgetriebes 2.3:^,5.6.7 versetzten Anordnung-der Gehäuselager 9 um χ in Offnungsrichtung B der Kurbel 3. ausgehend von einer durch die Kurbelachse 2 und
die : Rotationsachse 12 gelegten Verbindungslinie' (Fig. 2). tritt
das Minimum der Länge' A des Lasthebels kurz vor d-e-r- vorderen Totpunktlage des mit dem Spanngetriebe gekoppelten Kolbens 7' ein. Drückt man den Hebel 11 nun weiter, in der genannten Richtung, vergrößert sich die Länge A des Lasthebels wieder.
Das Verhältnis der Länge des Hebels 11 zu der des Lasthebels A unterliegt während der erwähnten Schwenkbewegung des Hebels . einer kontinuierlichen Veränderung von.kleineren zu größeren Werten, bis nach der Stelle des schon erwähnten Minimums der Lasthebellänge A wieder eine gegenläufige Änderung eintritt.
Wenn der Kolben 7 in der vorderen Totpunktlage zur Ruhe kommt.
der Hebel 11 seine Ruhelage am Gehäuse 1 und das Schubkurbelgetriebe 2,3-^ 5-6.7 unter Verdichten der vor dem Kolben 7 befindlichen Luft seine gestreckte Stellung erreicht hat (Fig.2)-
ist die Waffe schußfertig.
Das bier gezeigte Ausführungsbeispiel stellt nur einen der möglichen Realisierungsfälle dar. Veränderungen der Zahl und Ausführung der Pührungsbahnen 10 der Anzahl der Gebäuselager 9. der Kopplung zwischen Kurbel 3 und Führungsbahn 10 sind unter Beibehaltung, der Vorteile der vorgeschlagenen Lösung möglich ,. Dabei kann das vorgeschlagene Getriebe auch Teil einer anderen Getriebeanordnung sein-.
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Claims (2)
- Erfindungsan Spruch1. Druckluftschußwaffe mit bandbebel-gestängebetätigter Kolbenpumpe zur Kompression von Luft., bestehend aus einem Scbubkurbelgetriebe mit Kolben, sowie einem Kompressionszylinder, wobei die komprimierte Luft in einem Speieberraum bis zur Schußabgabe gespeichert wird; gekennzeichnet dadurch, daß eine mit einem Ansatz (20) versehene Kurbel- (3) eines an sich bekannten Schubkurbelgetriebes, bestehend aus der Kurbel (3) einer zugehörigen Kurbelachse (2). einer Koppel (5) mit einem : Gelenk (4) und einem Kolbengelenk (6).. sowie einem Kolben (7) das an einem einen Kompressionszylinder (14)- aufnehmenden Gehäuse (1) angebracht ist. über, mindestens ein' Xopplun-gselement (15) mit einem seitlich gelagerten. mindestens zwei ?übrungsbahnen (10) mit stetigem Bahnverlauf aufweisenden Hebel (11) in Eingriff steht, der seinerseits kraftschlüssig'mit dem Gehäuse (1 ) über mindestens ein Gehäuselager (9) verbunden ist das. ausgehend von der gestreckten Stellung des Schubkurbeige— triebes (2.3 4.5.6 7) aai Gehäuse (1 ) innerhalb eines durch 50 % der Länge der Kurbel (3). und deirr Gelenk (4) gebildeten Bereiches ." sowie, ausgehend von einer durch die Kurbelachse (2) und einer Rotationsachse (12) gelegten Verbindungslinie, in einem Winkel (X) von 1° bis 45° in der öffnungsrichtung (B) der Kurbel (3) angeordnet ist- wobei der Hebel (11) selbst als Handhebel ausgebildet ist oder mit .weiteren Getrieben oder Getriebelementen in Eingriff steht-. ' .
- 2. Druckluftschußwaffe nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet daß das Kopplungselement (15) mindestens ein Rollelement (13) aufweist, das mit einer; Führungsbahn (10) des' Hebels (11) in Eingriff steht- ' ' .Hierzu 2 Seiten Zeichnung
Priority Applications (1)
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| DD214917A1 true DD214917A1 (de) | 1984-10-24 |
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ID=5546418
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD214917A1 (de) |
-
1983
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