DD220626A1 - Verfahren zur herstellung formstabiler acrylfasern mit hohem schrumpfeffekt - Google Patents

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DD220626A1
DD220626A1 DD25940284A DD25940284A DD220626A1 DD 220626 A1 DD220626 A1 DD 220626A1 DD 25940284 A DD25940284 A DD 25940284A DD 25940284 A DD25940284 A DD 25940284A DD 220626 A1 DD220626 A1 DD 220626A1
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acrylic fibers
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spinning
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DD25940284A
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Klaus-Juergen Schoening
Monika Burghardt
Walter Tretner
Siegfried Hartig
Eberhard Peter
Gerhard Siegemund
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Engels Chemiefaserwerk Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von formstabilen Acrylfasern mit hohem Schrumpfeffekt in einer textilen Konstruktionsform mit Elementarfadenfeinheiten von 1,1 dtex bis 20 dtex, die als Effektfasern geeignet sind. Ziel der Erfindung ist es, eine Acrylfaser mit Mindestschrumpfwerten von 60 % Daempf-, 30 % Koch- und 15 % Heissluftschrumpfung auf einfache Weise herzustellen. Die Aufgabe besteht darin, Verfahrensparameter aufzuzeigen, die unter Einhaltung der ueblichen technologischen Schritte der Nassspinntechnologie den Kapillarfaeden einen derartigen inneren Spannungszustand verleihen, der die anwendungsspezifischen Forderungen hinsichtlich Schrumpfung in der jeweiligen textilen Konstruktionsform garantiert. Erfindungsgemaess wird das dadurch geloest, dass einige Herstellungsparameter der Nassspinntechnologie in unuebliche Groessen geaendert werden. Nach dem Nassspinnen unter Einhaltung des mathematischen ZusammenhangsV2 V1 FS RG 1erfolgt eine 2,0 bis 3,65fache Reckung bei Temperaturen von 30 C bis 90 C, vorzugsweise 40 C bis 70 C, Auswaschen und Praeparieren im Bad und Trocknen bei erniedrigten Trocknertemperaturen.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung formstabiler Acrylfasern mit hohem Schrumpfeffekt
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von naßersponnenen Acrylfasern mit hohem Schrumpfeffekt, die für die Verwendung in der Textilindustrie als Effektfaser, besonders für Florerzeugnisse und Bauschgarne geeignet sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus der Literatur sind zur Herstellung von formstabilen Acrylfasern mit hohem Schrumpfeffekt keine Aussagen zu finden. Zur Herstellung von hochschrumpfenden Acrylfasern, die für ähnliche Einsatzgebiete Verwendung finden, sind zahlreiche Verfahren bekannt.
So wird z. B. die Verwendung von Copolymer!säten mit gegenüber normalen Faserrezepturen erheblich veränderten Comonomeranteilen beschrieben (DD - PS 91 309)· Weiterhin ist die Anwendung spezieller Paserbehandlungen, die als zusätzliche Operationen zu einer erhöhten Anzahl technologischer Verfahrensstufen führen und teilweise eine Diskontinuität des Herstellungsablaufes bedingen, bekannt. In GB - PS 1 054 927 wird zur Erhöhung des Faserschrumpfes vorgeschlagen, ein ungetrocknetes Polyacrylnltrilkabel mit einer wäßrigen Lösung eines N-Cyanoalkylamids zu behandeln, um 44 bis 75 % bei 90 0C zu verstrecken, danach zu trocknen und anschließend im entspannten Zustand unter Druck mit Dampf zu behandeln und nachzurecken. Hach DE - OS 1 494 543 erhält man eine stark schrumpfende Acrylfaser durch Naßverepinnen eines Acrylnitril-/ Hethacrylatoopolymeren, Waschen, Verstrecken, erste
11 w λ η π /. . Λ f.
Trocknung, Entspannung und Wärmebehandlung in Gegenwart von feuchtigkeit bei mindestens 110 0C, anschließende 2. Verstrickung in heißem Wasser «=100 0C und unmittelbare Abkühlung unter Zugspannung bei < 90 0O. Bs resultieren Kochschrumpfwerte von 26 %,
Gemäß DE - OS 2 532 120 wird eine Acrylfaser mit einem Kochschrumpf um 35 % so hergestellt, daß sich an den Reckprozeß von 1 : 3,5 bis 1 : 4,5 eine Dampffixierung von 2 bis 8 min bei 110 0C bis 180 0C anschließt und danach die Pasern bei 50 0O getrocknet werden.
In DE - OS 2 922 809 wird die Herstellung von Acrylfasern mit hoher Schrumpfung in der Weise beschrieben, daß Acrylnitrilpolymerlösungen versponnen werden, die Fäden in Luft bei Baumtemperaturen um das 2 bis 2,5fache gereckt, im Gegenstrom gewaschen, in siedendem Wasser um das 1,05 bis 1,8fache gereckt, präpariert, in entspanntem Zustand bei 140 0G getrocknet, bei 105 0C bis 150 0O mit Wasserdampf behandelt und bei 90 0C bis 100 0C um das 1,6 bis 1,9fache nachgereckt werden. Nach DD -PS 152 588 wurde vorgeschlagen, schrumpffähige Pasern dadurch herzustellen, daß die Fäden höchstens 1 : 5*0 verstreckt, unter Spannung getrocknet und anschließend zwischen beheizten Platten bis 1 : 1,5 nachverstreckt werden. Infolge der schlechten Wärmeleitung liegt der Streubereich " der erhaltenen Heißluftschrumpfwerte sehr hoch. Weiterhin ist aus DD - PS 159 090 bekannt, daß hochschrumpfende Pasern erhalten werden, wenn die Päden vor dem Trocknen im Verhältnis 1 : 3»5 bis 1 : 8 gereckt, die gereckten Päden unter Spannnung getrocknet und anschließend über polierte bewegte Heizflächen geführt werden. Über ein nachgeschaltetes Walzenwerk wird das Kabel nochmals bis zum 2fachen nachgereckt·
XTach DS - OS 2 655 172 werden hochgradig schrumpffähige Acrylfasern nach dem Trockenspinnverfahren erhalten, wenn die Paser auf das 1,5 bis 3>5faehe bei Temperaturen von 63 bis 75 0C verstreckt, anschließend auf Temperaturen unter 50 0C abgekühlt und bei 60 0O getrocknet wird.
In DE - OS 3 010 045 wird ein Verfahren zur Herstellung hochschrumpffähiger Reißzüge aus Acrylnitrilpolymerisäten vorgeschlagen, bei dem nach der Verstreckung und vor dem Reißen eine Sattdampf fixierung von maximal 140 0C erfolgt· Aus der Auswertung der Literatur ist erkennbar, daß zur Herstellung hochschrumpfender Acrylfasern zusätzliche ModifizierungBsubstanzen verwendet werden, bzw· veränderte Rezepturen und/oder zusätzliche Verfahrensschritte gegenüber üblichen Nachspinntechnologien erforderlich und die Verfahren kompliziert und unwirtschaftlich sind. Bei allen beschriebenen Verfahren tritt keine Krauselungsschrumpfung auf, d. h. die Kapillaren schrumpfen ohne weitestgehende Erhaltung der Kräuselung.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Acrylfaser mit Dämpfschrumpfwerten > 60 %, Kochschrumpfwerten > 30, % und einem Heißluft schrumpf > 15 % auf einfache und ökonomisch vorteilhafte Art und Weise derart herzustellen, daß ohne zusätzliche Prozeßstufe im Vergleich zu normaler Faser die aufgeprägte äußere Form der Faser weitestgehend erhalten bleibt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verfahrensparameter für den Herstellungsprozeß von naßersponnenen Acrylfasern aufzufinden, die es gestatten, ohne Modifizierungen und/oder zusätzliche Verfahrensschritte bei vermindertem Energieaufwand den Kapillarfäden einen derartigen inneren Spannungszustand zu verleihen, der bei der jeweils anwendungsspezifischen Behandlung den erforderlichen Schrumpfbetrag bei weitestgehender Erhaltung der aufgeprägten äußeren Form garantiert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Acrylfasern unter Einhaltung nachfolgender mathematischer Zusammenhänge zwischen Spinnparametern und Polymerkonzentration
j-
EO + 1
V- « Spritzgeschwindigkeit (m/min)
Tg s Düsenabzugsgeschwindigkeit (m/min) PS β Pe st st off gehalt der Spinnlösung £~%J RG « Reckgrad £~%J
bedeuten, nach den üblichen Verfahrensschritten der Naßspinntechnologie hergestellt werden. Die Kapillarfäden werden danach in ein oder mehreren Stufen um das 2 bis 3,65fache bei Temperaturen von 30 0C bis 90 °0, vorzugsweise 40 0C bis 70 0C, gereckt, gewaschen, im Bad präpariert und anschließend bei Temperaturen von 80 bis 120 0C während einer Zeitdauer von 2,5 bis 20 min unter Zulassung eines Gelschrumpfes bis 10 % derart getrocknet, daß der Restfeuchtigkeitsgehalt im Bereich von 1,5 % bis 10 % liegt.
Anschließend werden die Kapillarfäden finishpräpariert, gekräuselt und zu Stapelfasern geschnitten.
überraschenderweise wurde gefunden,, daß lediglich durch eine Änderung der Herstellungsparameter der Haßspinntechnologie in bisher unübliche Bereiche unter Einhaltung der mathematischen Zusammenhänge zwischen Spinnparametern und Polymerkonzentration und der gebräuchlichen technologischen Schritte, das anwendungsspezifische, d. h. für den j en eile zu erzielenden Effekt in der textlien Konstruktionsform notwendige Schrumpfniveau erreicht wird. Durch Anwendung der Erfindung lassen sich ohne zusätzliche komplizierte technologische Prozeßstufen formstabile Acrylfasern mit hohem Schrumpfeffekt herstellen. Darüber
hinaue wird durch Absenkung der Verstreckbadtemperatüren und der Trocknertemperatur Energie eingespart·
Ausftthrungsbeispiel
Eine 24 %ige Lösung eines Copolymerisates aus 85,85 Massel Acrynitril, 13,1 Massel Acrylsäuremethylester und 1,05 Massel Eatriumallyleulfonat, gelöst in Dimethylformamid, wurde durch eine 600 Lochdüse mit einer Spritzgesch»indigkeit von 16 m/min, einer Düsenabzugsgeschnindigkeit von 8 m/min in ein aus 50 Masse% Dimethylformamid und 50 Massel Wasser bestehendes Koagulationsbad zu Elementarfäden von 4 dtex ausgesponnen. Die erhaltenen Kapillarfäden wurden in einem Bad aus 46 Masse% Dimethylformamid und 54 Hassel Wasser bei einer Temperatur von 45 0C um das 2,5fache der Ausgangslänge gereckt, im Gegenstrom gewaschen, im Bad mit handelsüblichen Präparationsmitteln präpariert und danach im Siebtrommeltrockner bei einer Temperatur von 90 0C 4,5 min bei einer Schrumpfeinstellung von 0,5 % getrocknet· Die Restfeuchtigkeit wurde mit 4,8 % bestimmt· Nach der Trocknung erfolgte die Finjäbpräparation, das Kräuseln und Schneiden.
Folgende Kennwerte wurden in einem nach der Großrundstricktechnologie hergestellten Edelpelzimitat ermittelt:
Dämpfschrumpfung: 71,7 %
V-Wert 8,0 % l
Kochwasserschrumpfung: 39,8 %
V-Wert 5,0 %
Heißluftschrumpfung: 29,8 %
V-Wert 13,0 %
Kräuselungsbeständigkeit: 62 %

Claims (1)

  1. - 6 Erfindung aansprach
    1. Verfahren zur Herstellung formstabiler Acrylfasern mit hohem Schrumpfeffekt in einer textilen Konstruktionsform, besonders als Effektfaser für PlorerZeugnisse und Bauschgarne mit Elementarfadenfeinheiten von 1,1 dt ex bis 20 dt ex durch laß spinnen von sulfone tgruppenhalt igen Gopolymeren des Acrylnitrils in ein aus Dimethylformamid und Wasser bestehendes Koagulationsbad und anschließende Verstreckung der Kapillarfäden in einer oder mehreren Stufen, dadurch gekennzeichnet, daß nachfolgender mathematischer Zusammenhang zwischen Spinnparametern und Polymerkonzentration eingehalten wird:
    pS RG +1» wobei
    V«. β Spritzgeschwindigkeit (m/min) V« · Düsenabzugsgesehwindigkeit (m/min) PS β Pe st stoff der Spinnlösung '(%) RG * Reckgrad (%)
    bedeuten und die Verstreckung um das 2,0 bis 3,65fache »bei Temperaturen von 30 0G bis 90 0C, vorzugsweise 40 0C bis 70 0C, erfolgt, das Kapillarkabel anschließend gewaschen, präpariert und bei Trocknertemperaturen von 80 0C bis 115 0G 2,5 min bis 20 min unter Zulassung eines Schrumpfes bis 10 % bis zu einem Restfeuchtigkeitsgehalt von 1,5 % bis 10 % getrocknet wird.
DD25940284A 1984-01-16 1984-01-16 Verfahren zur herstellung formstabiler acrylfasern mit hohem schrumpfeffekt DD220626A1 (de)

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