DD220815A1 - Verfahren zur reinigung von mit kunststoffschmelzen verunreinigten geraeten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur schonenden und umfassenden Reinigung von mit Kunststoffschmelzen, vorzugsweise mit Polyamiden, Polyestern, Polyolefinen, behaftete Geraete, insbesondere Spinnpumpen und Duesenpakete. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, ein Reinigungsverfahren zu entwickeln, mit dessen Hilfe man ohne hohen manuellen und materiellen Aufwand mit Kunststoffschmelzen verunreinigte Geraete so bearbeitet, dass sie umfassend von anhaftenden Verunreinigungen befreit werden, so dass bei deren Wiedereinsatz im Produktionsprozess keine Stoerungen auftreten. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, wenn man zur Reinigung von mit Kunststoffschmelzen verunreinigte Geraete nach dem an sich bekannten Abbrennen einer Behandlungskammer zufuehrt, wo sie mittels Kugeln oder anderer bekannter geometrischer Koerper von einem Durchmesser von 0,1-0,5 mm, vorzugsweise aus Glas, als Strahlmittel und Druckluft als Treibmittel im Druckbereich 0,15-0,6 MPa gestrahlt und anschliessend mit entoelter getrockneter Druckluft nachbehandelt werden.
Description
Verfahren zur Reinigung von mit Kunststoffschmelzen verunreinigten Geräten
Anwendungsgebiet der Erfindung <
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur schonenden und umfassenden Reinigung von mit sowohl reinen als auch stark verunreinigten oder stark verkrackten Kunststoffschmelzen behaftete Geräte oder Apparaturen bzw. Geräte- und Apparate,teilen aus Metall oder anderen Werkstoffen, wie z.B. Spinnpumpen, Düsenpakete, Extruderteile, Teile von Reaktionsgeräten und Äufsichmelzrpsten. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders für die Reinigung von Geräten, die mit Kunststoffschmelzen insbesondere aus Polyamid, ,Polyester, Polyolefine oder PoIyoxymethylen behaftet sind.
Bei der Herstellung und Verarbeitung von Polyamiden,·"-" Polyestern, Polyurethanen, Polyolefinen usw. zur Herstellung νση Fäden, Folien, Filmen und anderen Formteilen fallen regelmäßig verunreinigte Geräte und Apparate, wie Spinnpumpen, Spinnpakete, Extruderteile und
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dergleichen an, die nach einer bestimmten Zeit periodisch gereinigt werden müssen. Die Reinigung der mit Schmelze verunreinigten Metallteile wird bekanntlich durch Abbrennen bei dunkler Rotglut (bei 400 - 500 0C), vorgenommen.
Nach dem Abkühlen schließt sich eine mechanische Reinigung an, daß heißt mittels rotierender Drähtbürsten unter Abzug der Abbrandrückstände erfolgt manuell die oberflächliche Reinigung. Danach werden die so behandelten Gegenstände mit Wasser einschließlich entsprechendem Waschmittelzusatz gespült und getrocknet*
Weitere bekannte Verfahren wie DD-PS 59 670, 30 323, 62 727, 43 543 beschreiben Verfahren zur schonenden Behandlung von mit Schmelze behafteten Geräten unter Verwendung von ein- oder mehrwertigen Alkoholen oder anderen bekannten Lösungsmitteln, wie Phenole und Kresole.
Den bekannten mechanischen Nachreinigüngsverfahren haftet der Nachteil an, daß insbesondere die schmelzeführenden Oberflächen in komplizierten Kanälen, wie sie in Düsenpaketen auftreten, nur unzureichend gereinigt werden. Die unvollständige Reinigung der Oberflächen führt beim Wiedereinsatz, insbesondere in Chemiefaseranlägen, zu einer chemischen Schädigung des Polymeren sowie zur Mehrbelastung der Spinnfiltrationssysteme, wodurch eine Qualitätsminderung der hergestellten Chemiefasern sowie eine Laufzeitreduzierung der Spinnanlagen entsteht. Dem thermischen Reinigungsverfahren hingegen haftet der Nachteil an, daß Prozeßstufen zeitaufwendig und die Anlagen apparativ umfangreich sowie das Rückgewinnungsverfahren energieintensiv sind.
'· '.·' ν . " 3 - :' . ' ,' ·' '.: Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung besteht darin, ein Reinigungsverfahren zu entwickeln, welches auf einfache und schonende Weise die mit Kunststoffschmelzen verunreinigte Geräte wirtschaftlich und qualitativ hochwertig von anhaftender Schmelze und anderen Rückständen wie Schmutzteilen und Metallstaub befreit/ so daß bei deren Wiederzusatz im Produktionsprozeß zur Herstellung von Fäden, Fasern, Filmen und Folien sich die Standzeiten der Anlagen erhöhen, wodurch eine gleichbleibende Qualität garantiert und Materialverluste und Produktionsausfälle reduziert werden können.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, ohne hohen manuellen und materiellen Aufwand die mit Kunststoffschmelzen verunreinigte Geräte so zu reinigen, daß sie umfassend von anhaftenden Verunreinigungen befreit werden1 und weitere nebengeordnete Reinigungsarbeiten entfallen.' (
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß man das Verfahren zur Reinigung von mit Kunststoffschmelzen verunreinigten Geräten, Apparaten, Werkstücken, bzw. Teilen davon, so durchführt, daß man die zu reinigenden Teile nach dem an sich bekannten Abbrennen einer Behandlungskammer zuführt, wo sie mittels Kugeln oder anderer geometrischer Körper von einem Durchmesser von 0,1 - 0,5 mm, vorzugsweise aus Glas, als Strahlmittel und Druckluft als Treibmittel im Durckbereich von 0,15 -0,6 MPa gestrahlt und anschließend mit entölter getrockneter Druckluft nachbehandelt werden.
Als Strahlmittel können anorganische Stoffe, wie Flachglas oder Schiefermehl in der entsprechenden Körnung eingesetzt werden. Auch Metalle, Halbmetalle und deren Oxide, Carbide bzw. Carbonate, welche eine im Hinblick auf die Abrassivität vertretbare Härte gegenüber der zur Reinigung der mit Schmelze behafteten Teile besitzen, so z.B. Siliziumoxid oder Glaskugeln eigneri sich besonders für das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Ausführungsbeispiel
^
Die Ausrüstungsteile eines Spinndüsenpaketes, wie man sie zur Erspinnung von Polyamid- oder Polyesterfäden einsetzt, werden nach ihrer Demontage mittels geeigneter Körbe oder Tabletts in einem auf 500 0C vorgewärmten, elektrisch beheiztem Abbrennofen eingebracht. Die Abbrennzeit beträgt ca. 5 Stunden,
Nach der Entnahme aus dem Ofen und der Abkühlung der zu reinigenden Düsenpaketteile werden diese in eine Behandlungskammer eingebracht und mit Glasteilchengemisch von 100 - 300 um Durchmesser als Strahlmittel und Druckluft von 0,3 MPa insgesamt 60 Sekunden bestrahlt. Anschließend werden die Düsenpaketteile mit entölter Druckluft nochmals von anhaftenden Glasteilchen befreit.
Die gereinigten Düsenpaketteile sind nach dem o.g. Reinigungsverfahren in einem solchen Zustand, daß eine sofortige Paketmontage erfolgen kann.
Claims (3)
- ErfIndunqsanspruch1). Verfahren zur Reinigung von mit Kunststoff schmelzen verunreinigten Geräten, Apparaten, Werkstücken bzw. Teilen davon, gekennzeichnet dadurch, daß man dieselben nach dem an sich bekannten Abbrennen einer Behandlungskammer zuführt, wo sie mittels kugeln oder anderer bekannter geometrischer Körper von einem Durchmesser von 0,1 - Q,5 mm, vorzugsweise aus Glas, als Strahlmittel und Druckluft als Treibmittel im Druckbereich 0,15 - 0,6 MPa gestrahlt und anschließend mit entölter getrockneter Druckluft nachbehandelt werden.
- 2. Verfahren zur Reinigung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Strahlmittel anorganische Stoffe, vorzugsweise^Flachglas oder Schiefermehl, verwendet werden.
- 3. Verfahren zur Reinigung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Strahlmittel Kugeln oder andere geometrische Körper aus Metall, Halbmetalle und deren Oxide, Carbide bzw. Carbonate eingesetzt werden.
Priority Applications (1)
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Cited By (2)
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| DE4003324A1 (de) * | 1990-02-05 | 1991-08-08 | Behas Sandstrahlsysteme Gmbh | Strahlverfahren zur behandlung von gesteinsoberflaechen |
| WO1998051901A1 (en) * | 1997-05-14 | 1998-11-19 | Sofitech N.V. | Conduit cleaning material and process |
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1984
- 1984-01-24 DD DD25957284A patent/DD220815A1/de active IP Right Grant
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| US6032741A (en) * | 1997-05-14 | 2000-03-07 | Schlumberger Technology Corporation | Abrasives for well cleaning |
| GB2325260B (en) * | 1997-05-14 | 2000-06-07 | Sofitech Nv | Abrasives for well cleaning |
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