DD222004B1 - Verfahren zur herstellung von 1-o-alkyl-2-o-(2,2,2-trifluorethyl)-glycerolen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 1-o-alkyl-2-o-(2,2,2-trifluorethyl)-glycerolen

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DD222004B1
DD222004B1 DD25917084A DD25917084A DD222004B1 DD 222004 B1 DD222004 B1 DD 222004B1 DD 25917084 A DD25917084 A DD 25917084A DD 25917084 A DD25917084 A DD 25917084A DD 222004 B1 DD222004 B1 DD 222004B1
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DD
German Democratic Republic
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trifluoroethyl
preparation
glycerol
formula
alkyl
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Application number
DD25917084A
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DD222004A1 (de
Inventor
Hans Brachwitz
Peter Langen
Juergen Schildt
Original Assignee
Adw Ddr
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Abstract

Anwendungsgebiet der Erfindung ist die chemische bzw. pharmazeutische Industrie. Erfindungsgemäß werden entsprechende Ausgangsverbindungen mit 2,2,2-Trifluorethanol bzw. dem entsprechenden Alkoholat umgesetzt und anschließend die OH-Schutzgruppe nach an sich üblichen Methoden abgespalten.

Description

Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Verbindung der Formel I wird hergestellt, indem man in an sich bekannter Weise die Verbindung der Formel Il
CH2-O-C5H9O mit 2,2,2-Trifluorethanol bzw. dem entsprechenden Alkoholat zu der Verbindung der Formel I
216
CH-OCH0-CF 2
CH2O-C5H9-O
umsetzt und anschließend die OH-Schutzgruppe nach üblichen Methoden abspaltet.
Die Umsetzung der Verbindung Il zu dem 1-0-Hexadecyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyl)glycerol-Derivat III wird im allgemeinen durch Erhitzen der Verbindung der Formel Il mit 2,2,2-Trifluorethanol in Gegenwart von Alkalien durchgeführt, wobei man in einem inerten organischen Lösungsmittel bei Reaktionstemperaturen, die vorzugsweise zwischen 50 und 1000C liegen, arbeitet. Eine Variante des Verfahrens besteht darin, daß man die Umsetzung unter Bedingungen der Phasen-Transfer-Katalyse durchführt, wobei man als Base z. B. hochkonzentrierte wäßrige Natronlauge und als Katalysator z. B. ein Tetrabutylammoniumsalz verwendet. Die Reaktion wird entweder in einem inerten, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, z. B. Benzol, oder auch in Abwesenheit eines zusätzlichen Lösungsmittels vorgenommen. Das nach der Aufarbeitung erhaltene Rohprodukt vom Typ III wird säulenchromatographisch gereinigt.
Erfindungsgemäß wird die Verbindung III in das 1-0-Hexadecyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyl)glycerol überführt, indem man die Schutzgruppe in an sich bekannter Weise abspaltet. Die Umwandlung erfolgt durch Hydrolyse mit verdünnten Säuren oder durch Behandlung mit Kationenaustauschern.
Die erfindungsgemäß hergestellte Verbindung ist bereits ihrerseits biologisch sehr aktiv. Zum Beispiel hemmt sie das Wachstum von Ehrlich-Ascites-Tumorzellen in vitro. Besondere Bedeutung besitzen sie jedoch als Zwischenverbindungen für die Synthese biologisch aktiver Glycerophospholipid-Analoga. Die Erfindung wird an nachfolgendem Beispiel erläutert.
Ausführungsbeispiel
1-0-Hexadecyl-3-0-tetrahydropyranyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyl)glycerol(lll)
Ein Gemisch von 2,8g (5mMol) i-O-Hexadecyl-S-O-tetrahydropyranyl^-O-tosylglycerol (III), 1,56g (15,6mMol) 2,2,2-Trifluorethanol, 5,5g (137,5mMol) Natriumhydroxid (gelöst in 9,5ml Wasser) und 0,344g (1,01 mMol) Tetrabutylammoniumhydrogensulfat werden 48 Stunden unter starkem Rühren auf 1000C erhitzt. Nach dem Abkühlen wird mit Wasser verdünnt, die wäßrige Phase mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wird säulenchromatographisch gereinigt (200g Kieselgel 60, Merck, 0,05-0,2mm). Elutionsmittel: n-Hexan/Essigester49:1, Fraktionsgröße: 15 ml. Aus den Fraktionen 261 bis 350 wurden 0,664g (27,7% der Theorie) i-O-Hexadecyl-3-O-tetrahydropyranyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyl)glycerol als farblose, wachsartige Substanz isoliert, die unter 200C schmilzt. AnalyseberechnetfürC2eH49F3O4(482,7): C64,69,H 10,30;
gefunden: C64,67,H 10,12
Massenspektrum: m/z 482,3568 (ber. 482,3582) M+;
m/z 367,2816 (ber. 367,2823), (M-CH2OC5H9J+;
m/z 227,0895 (ber. 227,0894), (M-CH2OC16H3S)+
1 -0-Hexadecyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyOglycerol (I)
0,6g (1,2mMol) 1-0-Hexadecyl-3-0-tetrahydropyranyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyl)glycerol (III) werden in 15ml Ethanol gelöst. Es werden 0,6ml 0,1 m Salzsäure und 0,03g (0,16 mMol) p-Toluolsulfonsäure (Monohydrat) zugesetzt. Nach 3stündigem Erwärmen auf 500C und anschließendem Abkühlen auf Raumtemperatur wird das Ethanol abdestilliert, der Rückstand in Ether aufgenommen, die etherische Phase mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen weisen eine deutlich höhere Antitumorwirksamkeit besonders bei niedrigeren Wirkstoffkonzentrationen gegenüber Ehrlich-Ascites-Tumorzellen in vitro als die Vergleichssubstanz
Substanz
1-10"
Wirkstoffkonzentration (Molar) 2-10"5 1-10"5
5-10"
Vergleichssubstanz 100
ET-I8-OCH3
erfindungsgemäße Substanz
der Formel I 96
23
30
10

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von 1-0-Hexadecyl-2-0-(2,2,2,-trifluorethyl)glycerol der Formel I,
    CH-OCH^-CF, I
    i *
    CH2-OH
    dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise die Verbindung der Formel II, CH2-O-C16H33
    CH-O-SO0-(^)-CH, „
    CH2-O-C5H9O
    mit 2,2,2,-Trifluorethanol bzw. dem entsprechenden Alkoholat zu der Verbindung der Formel IM CH2-O-C16H33
    CH-OCH0-CF., Ill
    CH2O-C5H9-O
    umsetzt, und anschließend die OH-Schutzgruppe nach an sich bekannten Methoden abspaltet.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1-0-Hexadecyl-2-0-(2,2,2,-trifluorethyl)glycerol der Formel I. CH2-O-C16H33
    CH-O-CH0-CF, I
    CH2-OH
    Die Verbindung ist ein Fluoranaloges von Glycerylalkylethern, die im biologischen Geschehen zahlreicher Organismen Bedeutung haben. Anwendungszweck der Erfindung ist die chemische bzw. pharmazeutische Industrie.
    Charakteristik des bekannten Standes der Technik
    Die Darstellung von Strukturisomeren der Verbindungen vom Typ I, z.B. des 2-0-Alkyl-1-0-(2,2,2,-trifluorethyl)glycerols sowie des 1 -0-Alkyl-3-0-(2,2,2,-trifluorethyl)glycerols ist bekannt (DDR-Patent 152 535). Die Herstellungsmethode basiert auf der Einführung einer Trifluorethylgruppe in ein Alkylglycerol, dessen eine OH-Gruppierung in geeigneter Weise geschützt ist, dessen andere OH-Funktion für eine Substitution ausreichend aktiviert wurde. Bei der Herstellung der beiden Isomeren erfolgt die Austausch reaktion jeweils an einer primären OH-Funktion, wobei sterische Behinderungen durch eine benachbarte Gruppierung nicht auftreten.
    Methoden zur Synthese der 1-0-Alkyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyl)glycerole vom Typ I sind bisher nicht bekannt. Bei analoger Herstellung besteht die Problematik, den Trifluorethylrest in eine sekundäre, im allgemeinen weit weniger reaktive OH-Funktion einzuführen und eine sterische Behinderung durch benachbarte Schutzgruppen weitgehend auszuschließen.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, ein geeignetes, technisch anwendbares Verfahren zur Herstellung des 1-0-Hexadecyl-2-0-(2,2,2-trifluorethyl)glycerols der Formel I zu entwickeln.
DD25917084A 1984-01-03 1984-01-03 Verfahren zur herstellung von 1-o-alkyl-2-o-(2,2,2-trifluorethyl)-glycerolen DD222004B1 (de)

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