DD226236A1 - Freiprogrammierbares steuerungssystem fuer werkzeugmaschinenkomplexe, beispielsweise fuer pressenkomplexe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Steuerungssystem fuer das Ausloesen von technologisch miteinander in geschlossener Reihenverkettung verbundenen Fertigungseinrichtungen, d. h. eine mit einzeln angetriebenen Zufuehr- und Entnahmeeinrichtungen o. dgl. verbundene Werkzeugmaschine. Waehrend das Ziel in einer kostenguenstigen, hochzuverlaessigen und schnell umruestbaren zeitminimierten Arbeitsweise zu sehen ist, besteht die Aufgabe darin, ein entsprechendes freiprogrammierbares Steuerungssystem bei weitgehender Vermeidung mechanischer und elektromechanischer Steuerelemente zu schaffen. Die Loesung besteht in einer Anordnung, bei der die Antriebswelle (115; 215; 315) jeder Einrichtung (1; 2; 3) mit je einem inkrementalen Winkelgeber (118; 218; 318) gekoppelt ist, dessen Ausgangsimpulse zum Takteingang (T) eines Zaehlwerkes (13; 23; 33) mit unverlierbarem Zaehlerinhalt fuehren, von dem der Stelleingang (R) mit einem die Ausgangsstellung der Einrichtung (1; 2; 3) signalisierenden Stellschalter (119; 219; 319), der Dateneingang mit einem Sollwertgeber (120; 220; 320) und der Ausgang wiederum mit der Ausloesebaugruppe (221; 321; 121) der nachgeschalteten Einrichtung (2; 3; 1) verbunden ist. Die Antriebsmotoren (111; 211; 311) sind mit einer Drehzahlueberwachungseinheit (4) verbunden. Die Erfindung ist fuer einzeln oder in Fertigungslinien betriebene Werkzeugmaschinenkomplexe anwendbar. Fig. 1
Description
. -3- öbü TU
Es ist daher Ziel der Erfindung, innerhalb von Werkzeugmaschinenkomplexen unter geringem Kostenaufwand eine bei technologischen Änderungen schnell umrüstbare, hochproduktive, d. h. zeitminimierte Arbeitsweise bei hoher Zuverlässigkeit zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Daraus folgt als technische Aufgabe der Erfindung, ein freiprogrammierbares Steuerungssystem für Werkzeugmaschinenkomplexe, beispielsweise für Pressenkomplexe, mit geschlossener Reihenverkettung der einzeln angetriebenen Einrichtungen des Komplexes bei weitgehender Vermeidung mechanischer und elektromechanischer Steuerelemente zu schaffen.
Diese Aufgabe wird für ein freiprogrammierbares Steuerungssystem gelöst, bei dem das Auslösen der Werkzeugmaschine durch die Zuführeinrichtung oder dergleichen, das Auslösen der Entnahmeeinrichtung oder dergleichen durch die Werkzeugmaschine und das Auslösen der Zuführeinrichtung oder dergleichen durch die Entnahmeeinrichtung oder dergleichen über je eine der betreffenden Einrichtung des Komplexes zugeordnete Auslösebaugruppe, die erforderlichenfalls die Auslösefunktion mit zusätzlichen Steuer- bzw. Sicherheitssignalen verknüpft, erfolgt und jede Einrichtung nach Rückkehr in ihre Ausgangsstellung darin bis zum nächsten Auslösen verharrt und der Antriebswelle jeder Einrichtung je ein deren Ausgangsstellung signalisierender Stellschalter zugeordnet ist. Dazu ist erfindungsgemäß mit der Antriebswelle jeder Einrichtung direkt oder indirekt je ein inkrementaler Winkelgeber verbunden, dessen Ausgang mit dem Takteingang je eines Zählwerkes mit unverlierbarem Zählerinhalt verbunden ist, dessen Stelleingang wiederum mit dem Stellschalter der zugehörigen Einrichtung verbunden ist. Je ein digitaler Sollwertgeber ist mit einem Dateneingang je eines Zählwerkes verbunden, dessen Ausgang mit der Auslösebaugruppe der nachgeschalteten Einrichtung verbunden ist. Die Antriebsmotoren der Einrichtungen sind mit einer elektronischen Drehzahlüberwachungseinheit gekoppelt.
Für das Programmieren des Steuerungssystems ist es vorteilhaft, daß die Sollwertgeber in einem zentralen Sollwertgeber angeordnet sind.
Dafür ist es weiterhin vorteilhaft, daß der zentrale Sollwertgeber als mechanischer oder elektronischer Speicher, z. B. Lochkarte, EPROM oder dergleichen, in Verbindung mit einer Auswerteeinheit und einer Logikeinheit aufgebaut ist. Andererseits ist es für das Programmieren des Steuerungssystems vorteilhaft, daß die Sollwertgeber Vorwahlschalter sind. Das erfinderische freiprogrammierbare Steuerungssystem gestattet in vorteilhafter Weise ein hochproduktives Zusammenarbeiten der Einrichtungen, d. h. der Zuführ- und Entnahmeeinrichtungen oder dergleichen und der Werkzeugmaschine innerhalb eines Werkzeugmaschinenkomplexes dadurch, daß die jeweils nachgeschaltete Einrichtung schon zum frühestmöglichen Zeitpunkt ausgelöst wird. Dieser frühestmögliche Zeitpunkt wird durch den Vergleich der Winkelstellung des Winkelgebers der jeweils vorgeschalteten Einrichtung mit einem freiprogrammierbaren, im zugehörigen Sollwertgeber gespeicherten Sollwert ermittelt. Dieser Sollwert ist abhängig von den mechanischen Abmessungen und den Arbeitsgeschwindigkeiten der miteinander wechselwirkenden Einrichtungen und von der Konfiguration der Werkstücke. Die von dem inkrementalen Winkelgeber erzeugten Impulse werden in dem zugehörigen Zählwerk summiert. Diese Summe ist ein genaues Abbild des Verfahrweges der betreffenden Einrichtung und bewirkt bei Übereinstimmung mit dem Sollwert ein Ausgangssignal des Zählwerkes zum Auslösen der nachgeschalteten Einrichtung. Bei der Wahl der Sollwerte ist also zu gewährleisten, daß die Einrichtungen sich nicht gegenseitig beschädigen können und die Werkstücke sicher der Werkzeugmaschine zuführ- und entnehmbar sind. Bei technologischen Änderungen, beispielsweise bei Werkstück- und Werkzeugumstellungen, ist der Werkzeugmaschinenkompiex schnell und problemlos auf eine neue, den veränderten Bedingungen angepaßte zeitminimierte Arbeitsweise durch Eingabe neuer, i. a. bereits ermittelter Sollwerte umrüstbar. Bei unzulässigen Drehzahlabweichungen mindestens einer Einrichtung bewirkt die Drehzahlüberwachungseinheit den sofortigen Halt dieses Komplexes und, falls vorhanden, das normale Anhalten weiterer, in einer Fertigungslinie angeordneter Werkzeugmaschinenkomplexe, wodurch bei eventuellen Betriebsstörungen Havarien vermieden werden. Die Auslösebaugruppen nehmen eine funktionell Verknüpfung der Vergleicherausgangssignale mit zusätzlichen Steuerbzw. Sicherheitssignalen vor. Die Zählwerke behalten bei Stromabschaltung oder -ausfall ihre jeweils aktuellen, den tatsächlichen Stellungen der Antriebswellen der Einrichtungen entsprechenden Zählerinhalte, was zur Vermeidung von Maschinen-, Werkstück- und Personenschäden von großer Bedeutung ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß jedes Zählwerk aus einem Impulszähler mit unverlierbarem Zählerinhalt und einem digitalen Vergleicher besteht, dessen erster Eingang mit dem Datenausgang des Impulszählers verbunden ist. Der Rückstelleingang des Impulszählers dient als Stelleingang, der andere Eingang des Vergleichers als Dateneingang und der Ausgang des Vergleichers als Ausgang des Zählwerkes.
Hierfür ist einerseits zweckmäßig, daß die Impulszähler Vorwärtszähler sind und der andere Eingang der Vergleicher mit einem Ausgang der Sollwertgeber für den direkten Sollwert verbunden ist.
Andererseits ist es zweckmäßig, daß die Impulszähler Rückwärtszähler sind und der andere Eingang der Vergleicher mit einem Ausgang der Sollwertgeber für den gegenüber dem maximalen Zählerinhalt komplementären Sollwert verbunden ist. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Zählwerke Impulszähler mit unverlierbarem Zählerinhalt sind, deren Ladesteuereingang als Stelleingang, deren Dateneingang als Dateneingang und deren Überlaufausgang als Ausgang der Zählwerke dient.
Hierfür ist es einerseits zweckmäßig, daß die Impulszähler Vorwärtszähler sind, deren Dateneingang mit einem Ausgang der Sollwertgeber für den gegenüber dem um Eins vergrößerten, maximalen Zählerinhalt komplementären Sollwert verbunden ist. Andererseits ist es zweckmäßig, daß die Impulszähler Rückwärtszähler sind, deren Dateneingang mit einem Ausgang der Sollwertgeber für den um Eins verminderten Sollwert verbunden ist.
Weitere Vorteile des vorgeschlagenen Steuerungssystems sind der material- und kostengünstige Aufbau, die hohe Zuverlässigkeit infolge des weitestgehenden Wegfalls mechanischer und elektromechanischer Steuerelemente sowie die genaue Reproduzierbarkeit der Auslösemomente der einzelnen Einrichtungen.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen: Fig. 1: das Schema einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen freiprogrammierbaren Steuerungssystems für
einen Pressenkomplex, Fig. 2: das Schema einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform für einen Pressenkomplex.
- 4 - DOD 1U
Der geschlossen reihenverkettete Pressenkomplex nach Fig. 1 besteht aus' den drei Einrichtungen Zuführeinrichtung 1, Kurbelpresse 2 und Entnahmeeinrichtung 3. Die Zuführeinrichtung 1 enthält einen geregelten Gleichstrommotor 111, der über ein elektromagnetisches Kupplungs-Bremssystem 113, ein Getriebe 114 und eine Antriebswelle 115 mit Greiferschienen 116 verbunden ist. Die von der Zuführeinrichtung 1 beschickte Kurbelpresse 2 enthält einen geregelten Gleichstromhauptmotor 211, der über ein Schwungrad 212, ein Kupplungs-Bremssystem 213, ein Getriebe 214 und eine Antriebswelle 215 mit dem Kurbeltrieb des Stößels 216 verbunden ist. Die Presse 2 wird durch die Entnahmeeinrichtung 3 ausgeräumt, welche einen geregelten Gleichstrommotor 311 enthält, der über ein magnetisches Kupplungs-Bremssystem 313, ein Getriebe 314 und eine Antriebswelle 315 mit Greiferschienen 316 verbunden ist.
Von der Antriebswelle 215 der Presse 2 wird direkt ein inkrementaler Winkelgeber 218 betrieben, der einen vollen Pressenhub in eine Volldrehung von 360 grd durch 360 Einzelimpulse mit einer Auflösung von 1 grd umsetzt, wobei der obere Totpunkt - im Beispiel auch die Ausgangsstellung - 0° und der untere Totpunkt 180° entspricht. Mit der Antriebswelle 115 bzw. 315 der Zufuhr- bzw. Entnahmeeinrichtung 1 bzw. 3 ist indirekt über das Getriebe 114 bzw. 314 ein auf einer Hilfswelle 117 bzw. 317 befestigter inkrementaler Winkelgeber 118 bzw. 318 derart gekoppelt, daß eine vollständige hin- und hergehende Verfahrbewegung der Greiferschienen 116 bzw. 316 in eine Volldrehung von 360 grd durch 360 Einzelimpulse mit einer Auflösung von 1 grd abgebildet wird. Die Ausgangsstellung der Greiferschienen 116 bzw. 316 wird dabei mit 0° und deren am weitesten in den Arbeitsraum der Presse 2 reichende Verfahrweg mit 180° festgelegt. Jeder Einrichtung 1, 2 bzw. 3 ist ein Zählwerk 13, 23 bzw. 33 zugeordnet, das aus einem Impulszähler 131, 231 bzw. 331 mit unverlierbarem Zählerinhalt (z. B. drei Zähldekaden mit Batteriestromversorgung für Netzstromausfälle) und einem digitalen Vergleicher 132, 232 und 332 besteht. Die Ausgangsimpulse der Winkelgeber 118, 218, 318 gelangen an den Takteingang T der zugehörigen Impulszähler 131, 231 bzw. 331, deren Datenausgang DA mit dem ersten Eingang der Vergleicher 132, 232 bzw. 332 verbunden ist, deren anderer Eingang mit dem Ausgang zugehöriger, als dreistellige Vorwahlschalter ausgebildeter Sollwertgeber 120, 220 bzw. 320 verbunden ist. Mit der Hilfswelle 117 der Zuführeinrichtung 1, der Antriebswelle 215 der Presse 2 bzw. der Hilfswelle 317 der Entnahmeeinrichtung 3 ist ein als Kurvenschalter ausgebildeter Stellschalter 119, 219 bzw. 319 gekoppelt, der auf mechanischem, magnetischem, optischem oder elektronischem Prinzip beruht und der in der Ausgangsstellung der betreffenden Einrichtung 1, 2 bzw. 3 ein Stellsignal an den Rückstelleingang R des zugeordneten Impulszählers 131, 231 bzw. 331 liefert.
Kommt die den Verfahrweg der Zuführeinrichtung 1, der Presse 2 oder der Entnahmeeinrichtung 3 repräsentierende Summe der Ausgangsimpulse des zugehörigen Winkelgebers 118, 218 bzw. 318, die in dem zugehörigen Impulszähler 131, 231 bzw. 331 gebildet wird, in Übereinstimmung mit dem am zugehörigen Sollwertgeber 120, 220 bzw. 320 eingestellten Sollwinkelwert, dann gibt der Ausgang des zugehörigen Vergleichers 132, 232 bzw. 332 ein Auslösesignal an eine Aüslösebaugruppe 221, 321 bzw. 121 der nachgeschaiteten Einrichtung 2, 3 bzw. 1. Die Auslösebaugruppen 121, 221, 321 verknüpfen die Auslösesignale mit zusätzlichen Steuer- und Sicherheitssignalen der Einrichtungen 1, 2, 3 und bewirken deren Einschalten durch Einrücken der Kupplung des zugehörigen Kupplungs-Bremssystem 113, 213 bzw. 313 bis zur Rückkehr in die Ausgangsstellung. So wird beispielsweise das durch den Vergleicher 332 erzeugte Auslösesignal für die Zuführeinrichtung 1 in deren Auslösebaugruppe 121 mit einem eventuellen Netzwiedereinschaltsignal und mit einem Sicherheitssignal verknüpft, das eine Aussage darüber gibt, ob das zuletzt bearbeitete Werkstück tatsächlich von der Entnahmeeinrichtung 3 aus dem Arbeitsraum der Presse 2 geräumt worden ist. Die minimalen, für die Auslösung der Einrichtungen 2, 3 bzw. 1 zuständigen Winkelwerte werden als an den Sollwertgebern 120, 220 bzw. 320 einzustellende Sollwerte in der Weise bestimmt, daß die Greiferschienen 116 und 316 untereinander und diese nicht mit dem Stößel 216 in Berührung kommen können. Beim erstmaligen Einrichten des Pressenkomplexes für bestimmte Werkzeug-Werkstück-Kombinationen lassen sich die für eine zeitminimale Arbeitsweise des Komplexes zuständigen Sollwerte sehr einfach, nämlich schrittweise bestimmen. Bei Umstellungen des Pressenkomplexes auf bereits untersuchte Werkzeug-Werkstück-Kombinationen können dann sofort die entsprechenden optimalen Sollwerte an den Sollwertgebern 120, 220, 320 eingestellt werden, wobei sich deren zentrale Anordnung in der Nähe der Presse 2 als vorteilhaft erweist. Werden als Impulszähler 131, 231, 331 Vorwärtszähler verwendet, dann werden diese durch die Stellsignale auf 000 zurückgestellt und deren Datenausgänge DA mit den direkten Sollwerten der Sollwertgeber 120, 220, 320 verglichen. Werden andererseits Rückwärtszähler verwendet, dann werden diese durch die Stellsignale auf 999 zurückgestellt und deren Datenausgänge DA mit den gegenüber dem maximalen Zählerinhalt komplementären Sollwerten (999 minus Sollwert) verglichen.
Die Drehzahlen der geregelten Gleichstrommotoren 111, 211, 311 werden durch zugehörige Tachogeneratoren 122, 222 bzw. 322 gemessen. Diese Meßwerte werden einer gebräuchlichen elektronischen Drehzahlüberwachungseinheit 4 zugeführt. Weichen die Drehzahlen aus irgendwelchen Gründen untereinander in unzulässigem Maße ab, was im weiteren Verlaufe zu schwerwiegenden Betriebsstörungen und Havarien führen kann, dann gibt die Drehzahlüberwachungseinheit 4 ein Signal an die Kupplungs-Bremssysteme 113, 213, 313 aller drei Einrichtungen 1, 2, 3. Dieses Signal bewirkt durch sofortiges Ausrücken der Kupplungen und Anziehen der Bremsen den sofortigen Halt des gesamten Pressenkomplexes. Damit können Zerstörungen der Einrichtungen 1, 2, 3 verhindert werden. Nach dem Beseitigen der Störursache und nachdem in der Betriebsart „Einrichten" die Normal-Haltepunkte der Maschinen und Einrichtungen wieder eingestellt worden sind, wird der Komplex wieder in Betrieb genommen. Ist der Komplex in einer Fertigungslinie mit weiteren Komplexen verbunden, dann wird der sofortige Halt des gestörten Komplexes durch die Drehzahlüberwachungseinheit 4 bewirkt, während die ungestörten Komplexe normal anhalten, d. h. deren Einrichtungen in ihre Ausgangsstellungen zurückkehren.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform des freiprogrammierbaren Steuerungssystems - ebenfalls für einen aus Zuführeinrichtung 1, Presse 2 und Entnahmeeinrichtung 3 bestehenden Pressenkomplex - dargestellt. Die Zählwerke 13, 23, 33 bestehen in diesem Falle allein aus dreistelligen dekadischen Impulszählern 131., 231, 331 mit unverlierbarem Zählerinhalt, und die Sollwertgeber bestehen aus einem zentralen Sollwertgeber 5 mit einer Lochkarte 501 als Eingabemittel für die Sollwerte. Die Ausgangsimpulse des inkrementalen Winkelgebers 118, 218 bzw. 318 der Einrichtung 1, 2 bzw. 3 laufen in den Takteingang T des zugehörigen Impulszählers 131, 231 bzw. 331 ein und werden in diesem summiert. In der Ausgangsstellung der Einrichtung 1, 2 bzw. 3 gibt der Stellschalter 119, 219 bzw. 319 ein Stellsignal an den Ladesteuereingang L des impulszählers 131, 231 bzw. 331 ab, wasüber dessen Dateneingang DE das Laden mit einem Digitalwert bewirkt, der vom zentralen Sollwertgeber 5 ausgegeben wird und dem Sollwert entspricht. Kommt die Winkelstellung des Winkelgebers 118, 218 bzw. 318 bzw. die Summe seiner Ausgangsimpulse in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Sollwert, dann wird über den Überlaufausgang Ü des Impulszählers 131, 231 bzw. 331 ein Ausiösesignal an die Auslösebaugruppe 221, 321 bzw. 121 der nachgeschalteten Einrichtung 2, 3 bzw. 1 ausgegeben. Der zentrale Sollwertgeber 5 enthält eine Auswerteeinheit zur Erfassung der auf der Lochkarte 501 gespeicherten Sollwerte, eine Logikeinheit zur Umwandlung der Sollwerte in die erforderliche Form, eine erste Anzeigeeinheit 502 (LED-Anzeige) für die Sollwerte und eine zweite
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Anzeigeeinheit 503 für die Istwerte, die von den Datenausgängen DA der Impulszähler 131, 231 und 331 und nach entsprechender Umwandlung durch die Logikeinheit des zentralen Sollwertgebers 5 gewonnen werden. Der Aufbau und die Funktion der Drehzahlüberwachungseinheit 4 ist gleich derjenigen der ersten Ausführungsform.
Werden als Impulszähler 131, 231, 331 Vorwärtszähler verwendet, dann werden diese durch die Stellsignale mit den gegenüber dem um Eins vergrößerten, maximalen Zählerinhalt komplementären Sollwerten (1 000 minus Sollwert) geladen und als Auslösesignale deren Überlauf signale (Übergang von 999 auf 000) benutzt. Werden andererseits Rückwärtszähler verwendet, dann werden diese durch die Stellsignale mit dem um Eins verminderten Sollwert geladen und als Auslösesignale deren Überlaufsignale (Übergang von 000 auf 999) benutzt.
Claims (10)
- — Δ — \J%J\J I \JErfindungsansprüche:1. Freiprogrammierbares Steuerungssystem für Werkzeugmaschinenkomplexe, beispielsweise für Pressenkomplexe, mit geschlossener Reihenverkettung der einzeln angetriebenen Einrichtungen des Komplexes, wobei das Auslösen der Werkzeugmaschine durch die Zuführeinrichtung oder dergleichen, das Auslösen der Entnahmeeinrichtung oder dergleichen durch die Werkzeugmaschine und das Auslösen der Zuführeinrichtung oder dergleichen durch die Entnahmeeinrichtung oder dergleichen über je eine der betreffenden Einrichtung des Komplexes zugeordnete Auslösebaugruppe, die erforderlichenfalls die Auslösefunktion mit zusätzlichen Steuer- bzw. Sicherheitssignalen verknüpft, erfolgt, jede Einrichtung nach Rückkehr in ihre Ausgangsstellung darin bis zum nächsten Auslösen verharrt und der Antriebswelle jeder Einrichtung je ein deren Ausgangsstellung signalisierender Stellschalter zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Antriebswelle (115; 215; 315) jeder Einrichtung (1; 2; 3) direkt oder indirekt ein inkrementaler Winkelgeber (118; 218; 318) verbunden ist, dessen Ausgang mit dem Takteingang (T) je eines Zählwerkes (13; 23; 33) mit unverlierbarem Zählerinhalt verbunden ist, dessen Stelleingang wiederum mit dem Stellschalter (119; 219; 319) der zugehörigen Einrichtung (1; 2; 3) verbunden ist, daß je ein digitaler Sollwertgeber (120; 220; 320) mit einem Dateneingang je eines Zählwerkes (13; 23; 33) verbunden ist, dessen Ausgang mit der Auslösebaugruppe (221; 321; 121) der nachgeschalteten Einrichtung (2; 3; 1) verbunden ist und daß die Antriebsmotoren (111; 211; 311) der Einrichtungen (1; 2; 3) mit einer elektronischen Drehzahlüberwachungseinheit (4) gekoppelt sind.
- 2. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollwertgeber in einem zentralen Sollwertgeber (5) angeordnet sind.
- 3. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zentrale Sollwertgeber (5) als mechanischer oder elektronischer Speicher, beispielsweise Lochkarte (501), EPROM oder dergleichen, in Verbindung mit einer Auswerteeinheit und einer Logikeinheit aufgebaut ist.
- 4. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollwertgeber (120; 220; 320) Vorwahlschalter sind.
- 5. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach einem der Ansprüche! bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Zählwerk (13; 23; 33) aus einem Impulszähler (131; 231; 331) mit unverlierbarem Zählerinhalt und einem digitalen Vergleicher (132; 232; 332) besteht, dessen erster Eingang mit dem Datenausgang (DA) des Impulszählers (131; 231; 331) verbunden ist, und daß der Rückstelleingang (R) des Impuiszählers (131; 231; 331) als Stelleingang, der andere Eingang des Vergleichers (132; 232; 332) als Dateneingang und der Ausgang des Vergleichers (132; 232; 332) als Aufgang des Zählwerkes (13; 23; 33) dient.
- 6. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulszähler (131; 231; 331) Vorwärtszähler sind und der andere Eingang der Vergleicher (132; 232; 332) mit einem Ausgang der Sollwertgeber (120; 220; 320) für den direkten Sollwert verbunden ist.
- 7. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulszähler (131; 231; 331) Rückwärtszähler sind und der andere Eingang der Vergleicher (132; 232; 332) mit einem Ausgang der Sollwertgeber (120; 220; 320) für den gegenüber dem maximalen Zählerinhalt komplementären Sollwert verbunden ist.
- 8. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählwerke (13; 23; 33) Impulszähler (131; 231; 331) mit unverlierbarem Zählerinhalt sind, deren Ladesteuereingang (L) als Stelleingang, deren Dateneingang (DE) als Dateneingang und deren Überlaufausgang (Ll) als Ausgang der Zählwerke (13; 23; 33) dient.
- 9. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulszähler (131; 231; 331) Vorwärtszähler sind, deren Dateneingang (DE) mit einem Ausgang der Sollwertgeber (5) für den gegenüber dem um Eins vergrößerten, maximalen Zählerinhalt komplementären Sollwert verbunden ist.
- 10. Freiprogrammierbares Steuerungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulszähler (131; 231; 331) Rückwärtszähler sind, deren Dateneingang (DE) mit einem Ausgang der Sollwertgeber (5) für den um Eins verminderten Sollwert verbunden ist.Hierzu 2 Seiten ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft ein Steuerungssystem für das Auslösen von technologisch miteinander verbundenen Fertigungseinrichtungen. Sie findet Anwendung für eine geschlossene Reihenverkettung von Werkzeugmaschinen mit zugehörigen, einzeln angetriebenen Automatisierungseinrichtungen, beispielsweise von Pressen mit Zufuhr- und Entnahmeeinrichtungen. Diese Werkzeugmaschinenkomplexe können einzeln oder in Fertigungsiinien zusammen mit weiteren Werkzeugmaschinenkomplexen betrieben werden.Charakteristik der bekannten technischen LösungenNach DE-OS 220 923 3 ist ein Verfahren zur Steuerung eines Pressenkomplexes bekannt, bei dem zunächst mittels einer Zuführeinrichtung einer Presse ein Werkstück zugeführt wird, bei der Rückkehr der Zuführeinrichtung in ihre Ausgangsstellung ein Signal erzeugt wird, welches einen Hub dieser Presse auslöst, nach Beenden dieses Pressenhubes ein Signal ausgelöst wird, welches die Entnahmeeinrichtung dieser Presse betätigt und bei der Rückkehr der Entnahmeeinrichtung in ihre Ausgangsstellung ein Signal erzeugt wird, welches die Zuführeinrichtung dieser Presse wieder in Bewegung setzt. Für eine derartige geschlossene Reihenverkettung ist eine bereits beschriebene Anordnung einer Presse mit Zuführeinrichtung (American Machinist; April 1971; S. 57, 58) anwendbar, bei der das Auslösen der einzeln angetriebenen Zuführeinrichtung durch einen von der Welle der Presse betätigten Nockenschalter erfolgt. Ein solches Steuerungssystem ist dadurch nachteilbehaftet, daß es kein zeitminimiertes Zusammenarbeiten der Einrichtungen innerhalb des Werkzeugmaschinenkomplexes ermöglicht, und daß es infolge der Verwendung von mechanischen Steuerkurven, elektromechanischen Drehnockenschaltern, Endschaltern oder dergleichen ein aufwendiges Umrüsten bei technologischen Veränderungen erfordert und eine unbefriedigende Zuverlässigkeit aufweist. Es ist weiterhin bekannt (Balluff-Katalog; Ausgabe 799), mehrere digitale Vergleicher mit je einem Schaltausgang innerhalb individueller freiprogrammierbärer Sollwinkelbereiche zu aktivieren, wobei der Vergleich mit dem Istwert eines einzigen absoluten digitalen Winkelgebers erfolgt. Mit dieser Einrichtung können Steuerfunktionen in Abhängigkeit der Wellenbewegung einer Werkzeugmaschine durchgeführt werden. Von Nachteil ist, daß sie nur mit hohem materiellem Aufwand für einen geschlossenen verketteten Werkzeugmaschinenkomplex anwendbar ist.
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