DD228458A1 - Verfahren zur kontinuierlichen bestaeubung von waschmittelgranulatprodukten - Google Patents

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DD228458A1
DD228458A1 DD25834283A DD25834283A DD228458A1 DD 228458 A1 DD228458 A1 DD 228458A1 DD 25834283 A DD25834283 A DD 25834283A DD 25834283 A DD25834283 A DD 25834283A DD 228458 A1 DD228458 A1 DD 228458A1
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granules
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DD25834283A
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Inventor
Lothar Moerl
Hans-Joachim Kuenne
Lothar Krell
Joerg Kliefoth
Eberhard Schmidt
Ruediger Meinhard
Frank Geitner
Norbert Sieg
Norbert Uhlig
Cornelia Voelker
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Genthin Waschmittelwerk
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestaeubung von Waschmittelgranulatprodukten in einer Wirbelschicht, welches in Betrieben der chemischen Industrie anwendbar ist. Das Ziel der Erfindung, ein homogenes Granulatprodukt zu garantieren, das in solchen Eigenschaften wie Schuettdichte, Teilchengroesse, chemischer Umsetzungsgrad, Farbe nicht von vorgegebenen Toleranzbereichen abweicht und nicht zur Verklumpung neigt sowie die daraus abgeleitete technische Aufgabe, dass die die Wirbelschicht verlassenden fertigen Granulatprodukte keine oberflaechliche Feuchtigkeit aufweisen, wird erfindungsgemaess erreicht, dass die fertigen Granulatprodukte, innerhalb der Wirbelschicht, unmittelbar vor dem Verlassen derselben mit den durch Schwerkraft oder zwangsweise nach unten gefuehrten pulverfoermigen Feststoffkomponenten, die beim Eintritt in die Wirbelschicht in der Eintrittszone, die von fluessigen Stoffen nicht beaufschlagt wird, kurzzeitig konzentriert auftreten, oberflaechlich bestaeubt werden.

Description

<\usführungsbeispiel
Das erfindungsgemäße Verfahren soll am Beispiel der kontinuierlichen Herstellung eines granulierten Waschmittels in einem jnter stationären Bedingungen betriebenen Wirbelschichtapparat mit klassierend wirkenden Granulatproduktabzug, wie in der Figur 1 schematisch dargestellt, beschrieben werden
In der dazugehörigen Zeichnung und Tabelle werden dargestellt: Fig. 1: Längsschnitt des Wirbelschichtapparates
Tab. 1: Zusammenstellung der zugeführten pulverförmigen Feststoffkomponenten und flüssigen Stoffe Die Wirbelschicht wird aus Teilchen gebildet, die einerseits hinsichtlich ihrer Größe das gesamte Kornbandspektrum zwischen den pulverförmigen Feststoffkomponenten und dem fertigen Granulatprodukt überstreichen, andererseits bezüglich ihrer ^/erweilzeit die gesamte Verteilung zwischen dem Zeitpunkt des Komponenteneintrittes und dem des Granulatproduktaustrittes sinnehmen. Zur Bildung der Wirbelschicht wird der Gasstrom I mit einer Geschwindigkeit von 0,8 m/s in den Apparat geleitet. Der Gasstrom II, der den klassierend wirkenden Granulatproduktabzug mit einer Geschwindigkeit von 3,5m/s durchströmt, bewirkt, daß ein Teilchenstrom, dessen Kornbandspektrum zu 90% zwischen 0,7 und 0,8mm liegt, und dessen Schüttdichte BOO kg/m3 beträgt, den Apparat verläßt. Unmittelbar bevor die fertigen Granulatproduktteilchen in den klassierend wirkenden Granulatproduktabzug gelangen, passieren sie einen Bereich, in dem die durch Schwerkraft nach unten geführten pulverförmigen Feststoffkomponenten kurzzeitig nach ihren Eintritt in die Wirbelschicht konzentriert sind und der nicht von Flüssigen Stoffen beaufschlagt wird. Je nach oberflächlicher Feuchtigkeit bleiben mehr oder weniger von den pulverförmigen Feststoffkomponententeilchen an den fertigen Granulatprodukten haften. Aufgrund dieses erfindungsmäßigen ^/erfahrensschrittes wird ein oberflächlich trockenes Granulatprodukt hoher Rezepturgenauigkeit, hohen und gleichmäßigen chemischen Umsetzungsgrades, gleichmäßiger Teilchengröße sowie ausgeschlossener Verklumpungsneigung und weißer Farbe erzeugt.
Tabelle 1 Massenstrom mittlere Dichte
Feststoff ko mponenten Teilchengröße
kg/h mm kg/m3
600 0,13 1000
Pentanatriumphosphat 150 0,14 ±0,03 550
calcinierte Soda 390 0,17 1250
Natriumsulfat 210 0,31 790
Natriumperborat 60 0,09 850
Natriumdisilikat 45 0,23 481
Magnesiumsilikat 15 0,30 340
Carboxylmethylzelluiose
Folgende flüssigen Stoffe werden in die Wirbelschicht mittels Düsen eingebracht:
flüssige Stoffe Massenstrom dyn.60°C Dichte
Zähigkeit kg/h kg/m.s kg/m3
Dodecylbenzolsulfonsäure Fettsäure
Nonionics
130.10-3 12.10"3 20.10"3
1 100 900 980

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur kontinuierlichen Bestäubung von Waschmittelgranulatprodukten in einer Wirbelschicht, bei dem die pulverförmigen Feststoffkomponenten und die flüssigen Stoffe entsprechend einer bestimmten Rezeptur voneinander getrennt in die Wirbelschicht gelangen und infoige chemischer Umsetzung und gleichzeitiger Agglomeration Granulatprodukte entstehen, gekennzeichnet dadurch, daß die fertigen Granulatprodukte innerhalb der Wirbelschicht, unmittelbar vor dem Verlassen derselben mit den durch Schwerkraft oder zwangsweise nach unten geführten Feststoffkomponenten, die beim Eintritt in die Wirbelschicht in der Eintrittszone, die von flüssigen Stoffen nicht beaufschlagt wird, kurzzeitig konzentriert auftreten, oberflächlich bestäubt werden.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Bestäubung von Waschmittelgranulatprodukten in einer Wirbelschicht, bei dem die pulverförmigen Feststoffkomponenten und die flüssigen Stoffe entsprechend einer bestimmten Rezeptur voneinander getrennt in die Wirbelschicht gelangen und infolge chemischer Umsetzung und gleichzeitiger Agglomeration Granulatprodukte entstehen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist in Betrieben der chemischen Industrie, insbesondere bei der Herstellung granulierter Waschmittel in der Wirbelschicht, anwendbar.
    Charakterisierung der bekannten technischen Lösungen
    Bekannt ist die Herstellung granulierter Wasch- und Reinigungsmittel in der Wirbelschicht (DD-WP 140987 und 151 598). Alle Verfahren haben gemeinsam, daß die pulverförmigen Feststoffkomponenten eine Wirbelschicht bilden, in die die flüssigen Stoffe in verteilter Form eingebracht werden, wobei eine bestimmte Rezeptur einzuhalten ist. Die Granulatprodukte bilden sich im Ergebnis chemischer Umsetzungen zwischen pulverförmigen Feststoffkomponenten und Flüssigkeiten bei gleichzeitiger Agglomeration. Dabei werden bestimmte Anforderungen an die Rezepturgenauigkeit, an die Verklumpungsneigung und an den Grad der chemischen Umsetzung gestellt. Um diesen Anforderungen zu genügen, ist eine bestimmte Aufenthaltszeit der Granulate in der Wirbelschicht zu gewährleisten. Auch wenn die mittlere Aufenthaltszeit der Granulate in der Wirbelschicht durch gewisse Gestaltungsmöglichkeiten der Wirbelschichtvorrichtungen realisiert werden kann (DD-WP 139526; 124008 und 139527), ist es bei den bekannten Verfahren nicht auszuschließen, daß bereits bis zur Zielgröße angewachsene Granulate noch unmittelbar vor Verlassen der Wirbelschicht mit flüssigen Stoffen beaufschlagt werden. In den oberflächlich feuchten Granulaten erfolgt dann außerhalb der Wirbelschicht eine Nachreaktion und gleichzeitig kann es zu einem Agglomerieren mit benachbarten Granulaten kommen. Insgesamt ist dadurch die Gefahr gegeben, daß ein Teil des Granulatproduktes in solchen Eigenschaften wie Schüttdichte, Farbe, Teilchengröße, chemischer Umsetzungsgrad sowie Rezepturgenauigkeit von vorgegebenen Toleranzbereichen abweicht, eine erhebliche Verklumpungsneigung gegeben ist und auf diese Weise die Qualität des Wasch- oder Reinigungsmittels gemindert wird. Weiterhin weisen dann die abgefüllten Wasch- oder Reinigungsmittelpäckchen wegen fehlender Homogenität des derart erzeugten Granulatproduktes Unter- oder Übergewicht auf, wenn wie es die Regel ist, Verpackungstechnologien angewendet werden, die auf der Erfassung des Schüttvolumens basieren.
    Bei dem DD-WP 139527 müssen die fertigen Granulatprodukte innerhalb der Wirbelschicht eine Zweiphasenströmung aus pulverförmigen Feststoff komponenten und Gas, die sich mit sehr viel größerer als der Wirbelgeschwindigkeit nach oben bewegt, durchdringen, um durch den klassierend wirkenden Abzug den Apparat zu verlassen. In der Praxis hat sich diese Verfahrensweise nicht in der Hinsicht bewährt, homogene Granulatprodukte oben geforderter Qualität an Wasch- und Reinigungsmittel zu erhalten, da die Relativgeschwindigkeit bei Kreuzstrom zwischen aufwärts gerichteten pulverförmigen Feststoffkomponenten und horizontal gerichteten fertigen Granulatprodukten zu groß ist.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, bei der Herstellung von Waschmittelgranulatprodukten in einer Wirbelschicht ein von der Qualität her homogenes Produkt zu garantieren, das in solchen Eigenschaften wie Schüttdichte, Farbe, Teilchengröße, chemischer Umsetzungsgrad und Rezepturgenauigkeit nicht von vorgegebenen Toleranzbereichen abweicht. Gleichzeitig ist es Ziel der Erfindung, eine Verklumpungsneigung des Granulatproduktes nach Verlassen der Wirbelschicht auszuschließen.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das bei der Herstellung von Waschmittelgranulatprodukten in einer Wirbelschicht zu einem solchen homogenen Produkt führt, das keine oberflächliche Feuchtigkeit beim Verlassen des Wirbelschichtapparates aufweist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die fertigen Granulatprodukte, ohne noch einmal mit Flüssigkeit beaufschlagt zu werden, noch in der Wirbelschicht, unmittelbar vor dem Verlassen derselben mit den durch die Schwerkraft oder zwangsweise nach unten geführten Feststoffkomponenten/die beim Eintritt in die Wirbelschicht in der Eintrittszone, die von flüssigen Stoffen nicht beaufschlagt wird, kurzzeitig konzentriert auftreten, oberflächlich bestäubt werden. Je nach oberflächlicher Feuchtigkeit bleiben mehr oder weniger von den eingeführten Feststoffkomponententeilchen an den fertigen Granulatprodukten haften.
    Bei diesem ökonomisch vorteilhaften Verfahren, welches unter stationären Bedingungen abläuft, werden in die Wirbelschicht kontinuierlich und gleichzeitig die pulverförmigen Feststoffkomponenten sowie die flüssigen Stoffe zugeführt und, ebenfalls kontinuierlich, wird das fertige und oberflächlich trockene Granulatprodukt, nachdem es die gewünschte Teilchengröße erreicht hat, aus ihr herausgeschleust. Das ausgeschleuste Granulatprodukt zeichnet sich durch hohe Rezepturgenauigkeit, einen hohen und gleichmäßigen chemischen Umsetzungsgrad und eine gleichmäßige Teilchengröße und Schüttdichte aus.
DD25834283A 1983-12-21 1983-12-21 Verfahren zur kontinuierlichen bestaeubung von waschmittelgranulatprodukten DD228458A1 (de)

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