DD232269A1 - Verfahren zur herstellung von 1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-2,4-dion-1,3-diessigsaeureestern - Google Patents

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DD232269A1
DD232269A1 DD24337582A DD24337582A DD232269A1 DD 232269 A1 DD232269 A1 DD 232269A1 DD 24337582 A DD24337582 A DD 24337582A DD 24337582 A DD24337582 A DD 24337582A DD 232269 A1 DD232269 A1 DD 232269A1
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coor
tetrahydro
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DD24337582A
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Manfred Suesse
Siegfried Johne
Birgit Hillmann
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Adw
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Abstract

Ziel der Erfindung ist es, biologisch aktive 1,2,3,4-Tetrahydro-chinazolin-2,4-dion-1,3-diessigsaeureester der Praxis zur Verfuegung zu stellen. Erfindungsgemaess werden 1,2,3,4-Tetrahydro-chinazolin-2,4-dione der allgemeinen Formel I in ihre Alkalimetallsalze der allgemeinen Formel II ueberfuehrt und diese anschliessend mit einem Halogenessigsaeureester zu den 1,2,3,4-Tetrahydro-chinazolin-2,4-dion-1,3-diessigsaeureestern der allgemeinen Formel IV umgesetzt. Diese Verbindungen sind fuer die Medizin sowie die Land-, Garten- und Forstwirtschaft von Interesse.

Description

Ausführungsbeispiele Beispiel 1
1,6g i^^-Tetrahydro-chinazolin^^-dion (I, η = 0, R2 = R3 = H) und 550mg Natriumhydrid werden in 30ml abs. Dimethylacetamid bis zur Beendigung derWasserstoffentwicklung gerührt (ca. 30 Min.). Man tropft langsam 1,7g Bromessigsäureethylester zu und rührt noch 1 Stunde. Anschließend wird auf Eis gegossen, abgesaugt und umkristallisiert. Schmp. 117°C, Ausbeute: 1,9g (57% d. Th.) I^ATetrahydro-chinazolin^-dion-i^-diessigsäureethylester (IV, η = O, R = C2H5).
Beispiel 2
Zu 2,5g I^.SATetrahydro-chinazolin^-dion-S-essigsäureethylesterd, η = 0, R2 = CH2COOC2H5, R3 = H) in 40ml abs. DMSO werden 250 mg Natriumhydrid zugegeben und bis zur Beendigung derWasserstoffentwicklung gerührt. 1,7 g Bromessigsäureethylester werden langsam zugetropft. Nach 2 Stunden wird auf Eis gegossen, abgesaugt und umkristallisiert. Schmp. 115-118°C. Ausbeute: 2,1 g (63% d. Th.) I^A-i-Tetrahydro-chinazolin^Adion-i^- diessigsäureethylester (IV, η = 0, R = C2H5).
Beispiel 3
1,0gl,2,3,4-TetrahYdro-chinazolin-2,4-dion-1-essigsäureethvlester(l,n = O, R2 = H, R3 = CH2COOC2H5) und 120mg Natriumhydrid werden in 20 ml DMSO bis zur Beendigung derWasserstoffentwicklung gerührt. Man tropft 670 mg Bromessigsäureethylester in 5 ml DMSO zu und rührt noch 1 Stunde. Es wird in wenig Wasser gegossen, abgesaugt und umkristalüsiert, Schmp. 114-117°C, Ausbeute: 800mg (60%d. Th.) I diessigsäureethylester (IV, η = 0, R = C2H6).

Claims (6)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung von 1,2,3,4-Tetrahydro-chinazolin-2,4-dion-1,3-diessigsäureestern der allgemeinen Formel IV, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 1 ^,S^-Tetrahydro-chinazolin^^-dion der allgemeinen Formel I in Lösung oder Suspension in einem absoluten dipolar aprotischen Lösungsmittel mit einem Alkaiimetallhydrid oder einem Aikalimetallalkyl in sein Alkalimetallsalz der allgemeinen Formel Il überführt und dieses anschließend mit einem Halogenessigsäureester der allgemeinen Formel III zur entsprechenden Verbindung der allgemeinen Formel IV umsetzt, wobei in den Formeln R1 für Halogen, NO2, CN, Alkyl, Alkoxy; R2 und R3 für H, CH2COOR; R2' und R3' für Alkalimetall, CH2COOR; R für Alkyl (C1-C4), wobei die R in der allgemeinen Formel IV gleich oder verschieden sein können; X für Halogen und η für 0—4 stehen.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausgangsverbindung der allgemeinen Formel I R2 für H und R3 für H steht.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausgangsverbindung der allgemeinen Formel I R2 für H und R3 für CH2COOR steht.
  4. 4. Verfahrennach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausgangsverbindung der allgemeinen Formel I R2 für CH2COOR und R3 für H steht.
  5. 5. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man das Natriumsalz der allgemeinen Formel Il herstellt und mit einem Halogenessigsäureester der allgemeinen Formel III umsetzt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Halogenessigsäureester die Bromessigsäureester eingesetzt werden.
    Hierzu 1 Seite Formeln
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1 ^,S^-Tetrahydro-chinazolin^^-dion-i^-diessigsäureestern der allgemeinen Formel IV.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung ist für die Medizin, die pharmazeutische Industrie und die Land-, Garten- und Forstwirtschaft von Interesse. Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Eine große Anzahl von Chinazolinen werden bereits in der pharmazeutischen Praxis eingesetzt (S. JOHNE, Pharmazie 36,585 [1981]; S.JOHNE, Fortschr. Arzneimittelforschung 26 [1982]). Chinazoline mit potentieller Wirkung als Phytoeffektoren, Fungizide, Akarizide, Insektizide oder Herbizide sind ebenfalls bekannt (M. SÜSSE und S.JOHNE Z. Chem. 21,431 [1981]). I^S^-Tetrahydro-chinazolin^^-dion-I.S-diessigsäureestersind bisher noch nicht bekannt.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, biologisch aktive 1,2,3,4-Tetrahydro-chinazolin-2,4-dion-1,3-diessigsäureester der Praxis als Wirkstoffe zur Verfügung zu stellen.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von !^,S^-Tetrahydro-chinazolin^^-dion-i^- diessigsäureestern der allgemeinen Formel IV zu entwickeln.
    Erfindungsgemäß werden 1,2,3,4-Tetrahydro-chinazolin-2,4-dione der allgemeinen Formel I in Lösung oder Suspension in einem absoluten dipolar aprotischen Lösungsmittel mit einem Alkaiimetallhydrid oder einem Aikalimetallalkyl in ihre Alkalimetallsalze der allgemeinen Formel II, vorzugsweise ihre Natriumsalze, überführt und diese anschließend mit einem Halogenessigsäureester der allgemeinen Formel IM zu den I^SATetrahydro-chinazolin^Adion-i^-diessigsäureestern der allgemeinen Formel IV umgesetzt.
    Geeignete dipolar aprotische Lösungsmittel sind Dimethylformamid, Dimethylacetamid, bevorzugt wird jedoch mit Dimethylsulfoxid gearbeitet. Zur Herstellung der Salze der allgemeinen Formel Il wird vorzugsweise Natriumhydrid verwendet. Es ist für die Umsetzung günstig, wenn man als Halogenessigsäureester der allgemeinen Formel III die Bromverbindungen einsetzt.
    In den Formeln stehen R1 für Halogen, NO2, CN, Alkyl, Alkoxy; R2 und R3 für H, CH2COOR, R2' und R3'für Alkalimetall, CH2COOR, wobei R Alkyl (C1-C4) bedeutet und gleich oder verschieden sein kann; X für Halogen und η für 0-4. Dabei kommen für die Umsetzung der Verbindungen der allgemeinen Formel I drei Kombinationen von R2 und R3 in Frage:
    a) R2 = R3 = H
    b) R2 = H, R3 = CH2COOR
    c) R2 = CH2COOR, R3 = H.
    Die entsprechenden Umsetzungsprodukte der allgemeinen Formel Il enthalten dann R2' und R3' in folgenden Kombinationen:
    a) R2' = R3' = Alkalimetall
    b) R2' = Alkalimetall, R3' = CH2COOR
    c) R2' = CH2COOR, R3' = Alkalimetall
    Daraus folgt, daß im Falle a) R gleiche Alkylreste in den Alkoxycarbonylmethylgruppen am N-1 und am N-3 symbolisiert. In den Fällen b) und c) sind die R in den beiden Alkoxycarbonylmethylgruppen nur gleich, wenn die Ausgangsprodukte der allgemeinen Formel I und die zur Umsetzung eingesetzten Halogenessigsäureester der allgemeinen Formel III gleiche R aufweisen.
    Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel la und Ic können nach bekannten Verfahren hergestellt werden (GRIESS, J.
    prakt. Chem. 5 (2), 369 (1872); M. SÜSSE und S. JOHNE, DDR-Patentschrift 151 308. Die Verbindungen der allgemeinen Formel Ib erhält man durch Umsetzung der entsprechenden 1-Alkoxycarbonylmethyl-isatosäureanhydride mit Harnstoff.
    Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel IV in guten Ausbeuten.
    Die Verbindungen der allgemeinen Formel IV sind biologisch aktiv. Unter ihnen befinden sich solche, die antiallergische, fungizide und/oder das Pflanzenwachstum beeinflussende Wirkung zeigen. Gegebenenfalls kommen die Verbindungen der allgemeinen Formel IV in Form ihrer Säuren (R = H), die durch alkalische Hydrolyse und anschließende Behandlung mit Mineralsäure erhalten werden, oder deren Salze zum Einsatz.
DD24337582A 1982-09-20 1982-09-20 Verfahren zur herstellung von 1,2,3,4-tetrahydro-chinazolin-2,4-dion-1,3-diessigsaeureestern DD232269A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5994542A (en) * 1995-11-14 1999-11-30 Sumitomo Chemical Company, Limited Process for producing 1-substituted tetrahydroquinazolines

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