DD232735A5 - Meisselanordnung, insbesondere fuer kohlenhobel - Google Patents
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Abstract
Meisselanordnung, insbesondere fuer Kohlenhobel, aus einem Meisselhalter mit einer Meisseltasche sowie einem Meissel, zwischen denen ein bogenfoermiger Keilspalt zur Aufnahme eines Bogenkeiles gebildet ist. Die Aufgabe besteht darin, bei dieser Meisselanordnung eine Sicherungsvorrichtung zu schaffen, die den Bogenkeil nicht nur gegen ein Herausfallen aus der Meisseltasche zuverlaessig sichert, sondern mit der auch die Keilverspannung des Meissels in der Tasche des Meisselhalters unter den ausserordentlich hohen Betriebskraeften zuverlaessig gewahrt bleibt. Dies wird erfindungsgemaess dadurch geloest, dass in dem bogenfoermigen Keilspalt eine Keilsperre vorgesehen ist, die mit einem unter der Keilwirkung des Bogenkeils verformbaren Sperrglied versehen ist, das den Keil durch Reib- und/oder Formschluss festlegt. Das Sperrglied besteht vorzugsweise aus einem zaeh-elastischen Kunststoffkoerper, der mit einer Rastverzahnung zusammenwirkt. Fig. 1
Description
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Verwendung finden, das die Reibung des Bogenkeils erhöht, In bevorzugter Ausführung ist aber die sich an dem Sperrglied abstützende Keilfläche oder Keilgegenfläche mit einer Rasterverzahnung versehen, deren Zähne derart ausgebildet sind, daß sie dem Eintreiben des Bogenkeils keinen übermäßigen Widerstand entgegensetzen, dagegen aber eine Bewegung des Bogenkeils in Löserichtung durch Reib- und Formschluß wirksam verhindern. Durch das Eintreiben des Bogenkeils wird das Sperrglied gestaucht und aufgrund seiner Federelastizität in die Zahnlücken zwischen den Zähnen der Rastverzahnung eingepreßt, wodurch der Bogenkeil gegen Lockerung zuverlässig gesichert wird. Um beim Meißelwechsel die Keilverspannung aufzuheben, wird der Bogenkeil mit Hilfe eines Domes ausgetrieben. Da die Zähne der Rastverzahnung in der Austreibrichtung relativ scharfkantig ausgebildet sind, wird beim Austreiben des Bogenkeils das zwischen den Zähnen befindliche Material des Kunststoff-Sperrgliedes mehr oder weniger abgeschert, ohne daß hierbei aber das Austreiben des Bogenkeils übermäßig erschwert wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Rastverzahnung am Bogenkeil angeordnet, während sich das Sperrglied am Meißel befindet. Die Anordnung wird hier zweckmäßig so getroffen, daß das Sperrglied in einer Ausnehmung an der bogenförmigen Stirnfläche des Meißels gehalten ist und endseitig aus dieser Ausnehmung in den Keilspalt ragt, so daß es mit der an der äußeren Bogenf lache des Bogenkeils angeordneten Rastverzahnung zusammenwirken kann. Das Sperrglied, das vorzugsweise aus einem im wesentlichen zylindrischen stopfenförmigen Körper besteht, wird zweckmäßig mit Preßsitz in der Ausnehmung gehalten, die, falls sie am Meißel angeordnet ist, vorteilhafterweise aus einer Sackbohrung an der Stirnfläche des Meißelschaftes besteht.
Das stopfenförmige Sperrglied weist zumindest an seinem einen Ende, vorzugsweise jedoch an beiden Enden, eine umlaufende Kantenabschrägung auf.
Das Sperrglied weist am Umfang mindestens eine axial durchgehende Nut oder Abflachung und/oder eine axial durchgehende Bohrung auf.
Die Ausnehmung ist der durch die rückwärtige Abstützfläche hindurchgehenden Mittelachse versetzt in Nähe des Überganges zu dem aus der Meißeltasche herausgreifenden Meißelteil angeordnet und die Rastverzahnung erstreckt sich nur über einen Bogenabschnitt des Bogenkeils, wobei dieser verzahnte Abschnitt angenähert in der Mitte des Bogenkeils beginnt und mit einem Abstand von dem dünnen Ende des Bogenkeils endet.
Die Ausnehmung ist aus einer Sackbohrung mit einem konischen Grund gebildet.
Der Überstand, mit dem das Sperrglied aus der Ausnehmung herausragt, ist etwa gleich der axialen Länge der umlaufenden Kantenabschrägung, beträgt vorzugsweise etwa 0,5 bis 1,5 mm.
In weiterer Ausbildung sind die Zähne der Rastverzahnung in Eintreibrichtung des Bogenkeils geneigt, wobei ihre in Eintreibrichtung vom liegende, steiler stehende Zahnflanke mit der Zahnkopffläche eine scharfe Kante, vorzugsweise mit einem Kantenwinke! von etwa 90°, bildet während ihre in Eintreibrichtung hinten liegende geneigte Zahnflanke mit einer Rundung in die Zahnkopffläche ausläuft.
Die Zahnflanken stehen unter einem Winkel von etwa 45° zueinander.
Es ist aber auch möglich, das Sperrglied am Bogenkeil selbst anzuordnen, wobei zweckmäßig die bogenförmige Stirnfläche des Meißels mit der Rastverzahnung versehen wird. Hier läßt sich die Anordnung in vorteilhafter Weise so treffen, daß das Sperrglied sowohl über die auf der Bogenaußenseite liegende Keilfläche als auch über die an der Bogeninnenseite liegende Keilfläche des Bogenkeils vorspringt und somit auf beiden Seiten des Bogenkeils in reibungs- und/oder formschlüssiger Verbindung mit dem Sperrglied bzw. der betreffenden Keilgegenfläche steht. Falls das Sperrglied in einer seitlichen Taschenausnehmung des Bogenkeils gehalten ist, wird die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß es auch seitlich über die Seitenfläche des Bogenkeils um ein solches Maß vorspringt, daß es mit seiner vorspringenden Seitenfläche sich elastisch gegen die Innenwand der Meißeltasche legen kann. Bei dieser dreiseitigen Reibanlage des Sperrgliedes kann ggf. auch auf die Anordnung der Rastverzahnung verzichtet werden.
Das Sperrglied ist in einer durchgehenden Bohrung des Bogenkeils angeordnet.
Die Ausnehmung bzw. die Bohrung ist angenähert auf halber Länge des Bogenkeils angeordnet. Das Sperrglied weist eine Bodenausnehmung auf. Das Sperrglied ist mit Preßsitz in der Ausnehmung gehalten. Das Sperrglied ist an seiner Außenfläche mit gerade oder winkel- bzw. V-förmig oder bogenförmig verlaufenden Rippen versehen.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist am Bogenkeil ein sich über seinen Außenbogen erstreckendes Rastsegment lösbar befestigt, das mit der Rastverzahnung oder aber mit in eine Rastverzahnung an der Stirnfläche des Meißels einfassenden Rastfingern oder dergleichen versehen ist. Bei dieser Ausführung kann ggf. auf die Verwendung eines Sperrgliedes verzichtet werden.
Das Rastsegment stützt sich in einem Abstand vom dicken Ende des Bogenkeils an einer Schulter ab und ist an oder in Nähe des dünnen Endes des Bogenkeils an diesem lösbar befestigt.
Das Rastsegment ist mittels einer quer verlaufenden Spannhülse oder mittels eines Zapfens oder dergleichen am dünnen Ende des Bogenkeils befestigt. Das Rastsegment besteht aus Stahl.
Die Rastfinger sind auf einem Teilumfang aus dem Rastsegment herausgetrennt und aus der Ebene des bogenförmigen Rastsegmentes herausgebogen.
Das bogenförmige Rastsegment ist zwischen seinem vor dem dicken Ende des Bogenkeils liegenden Ende und der etwa auf halber Länge des Bogenkeils liegenden Stelle außenseitig glattwandig ausgebildet. Die korrespondierende Keilgegenfläche am Meißel kann hierbei eine Rastverzahnung erhalten, die mit der Rastverzahnung bzw. mit den elastischen Rastfingern des Rastsegments zusammenwirkt. Zum Lösen der. Keilverbindung braucht lediglich das Ende_de_s Rastsegmentes am dünnen Keilende gelöst zu werden. Der Bogenkeil läßt sich dann ohne Mitnahme des Rastsegmentes aus dem Keilspalt heraustreiben. Weiterhin empfiehlt es sich, das Sperrglied mit einem es durchsetzenden Metallelement, insbesondere einem Metallstift oder dergleichen, zu versehen, das sich mit seinem einen Ende am Boden der es aufnehmenden Ausnehmung abstützt und dessen anderes Ende bei eingetriebenem Bogenkeil in eine Zahnlückn der Rastverzahnung einfaßt. Vorzugsweise besteht das in dem Sperrglied eingebettete Metallelement aus einem dünnen Stahlstift. Mit Hilfe des in dem Sperrglied eingebetteten und mit der Rastverzahnung zusammenwirkenden Metallelementes gelingt es, mit geringem Aufwand eine Keilsicherung zu bewirken, bei der auch unter schwierigsten Betriebsverhältnissen ein Lösen der Keilverspannung und ein Lockern des Meißelsitzes oder sogar ein Herauswandern des Bogenkeils aus dem Meißelhalter mii der Gefahr des Meißelverlustes zuverlässig vermieden werden, ohne daß aber das Lösen des Bogenkeils zum Zwecke des Meißelwechsels unzumutbar erschwert wird. Bei einer bevorzugten Ausgestaltungsform sitzt der Metallstift in einer axialen Bohrung des stopfenförmigen Sperrgliedes, wobei er eine Länge hat, die größer ist als die Tiefe der als Sackbohrung ausgeführten Ausnehmung. Der Metallstift stützt sich hierbei mit seinem
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innenliegenden Ende am Bohrlochgrund der Sackbohrung ab, während sein außenliegendes, der Rastverzahnung des Bogenkeils zugewandtes Ende aus der Sackbohrung herausragt und bei unverformtem Sperrglied etwa bündig mit dessen äußerer Stirnfläche abschließt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen Fig. 1: eine Meißelanordnung mit einem Längsschnitt durch den Meißelhalter, Fig. 2: die Vorderansicht des in Fig. 1 verwendeten Meißels mit dem eingesetzten Sperrglied, Fig. 3: das bei der Meißelanordnung nach Fig. 1 und 2 verwendete Sperrglied, Fig. 4: den bei der Meißelanordnung nach Fig. 1 bis 3 verwendeten Bogenkeil mit Rastverzahnung in einer Seitenansicht, Fig. 5: den Bogenkeil nach Fig. 4 in einer Ansicht auf seine Bogeninnenseite, Fig. 6: in größerem Maßstab den die Rastverzahnung aufweisenden Teil des Bogenkeils nach Fig.4 und 5, Fig. 7: ein zweites Ausführungsbeispiel mit einem Längsschnitt durch den Meißelhalter, Fig. 8: den bei der Meißelanordnung nach Fig.7 verwendeten Bogenkeil mit dem Sperrglied in einer Vorderansicht, Fig. 9: den Bogenkeil nach Fig. 8 in einer Ansicht auf die Bogeninnenseite,
Fig. 10: als drittes Ausführungsbeispiel eine Vorderansicht des von dem Meißelhalter gelösten Meißels, Fig.11: den in Verbindung mit dem Meißel nach Fig. 10 verwendeten Bogenkeil in einer Vorderansicht, Fig. 12 und 13: das bei dem Bogenkeil nach Fig. 11 verwendete Sperrglied im Schnitt und in einer Stirnansicht, Fig. 14: das Sperrglied nach Fig. 12 und 13 in einer geänderten Ausführung, ebenfalls in einer Stirnansicht, Fig. 15: als viertes Ausführungsbeispiel die Vorderansicht eines Bogenkeiles mit daran angebrachtem Rastsegment, Fig. 16: den Bogenkeil nach Fig. 15 in einer Seitenansicht und mit einer geänderten Ausführungsform des Rastsegmentes, Fig. 17: eine bevorzugte Ausführungsform der bei der Meißelanordnung gemäß Fig. 1 verwendeten Sicherungsvorrichtung, Fig. 18: in einem Teilschnitt die Sicherungsvorrichtung gemäß Fig. 17 im unbelasteten Zustand.
Die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen der Meißelanordnungen bestehen in allen Fällen aus einem Meißelhalter 1 und einem Meißel 2, dessen Meißelschneide 3 von einer Hartmetalleinlage gebildet ist. Der Meißelhalter 1 wird in bekannter Weise an dem Meißelträger eines Hobels oder dergleichen, z. B. durch Schweißen befestigt. Zur Aufnahme des plattenförmigen Meißels 2 ist der Meißelhalter 1 mit einer Meißeltasche 4 versehen, in die der Meißel 2 mit seinem plattenförmigen Meißelschaft 5 von der Seite her einsteckbar ist. Die Meißeltasche 4 wird an der Rückseite von einer durchbrochenen Taschenwand 6 begrenzt.
An der gegenüberliegenden, in Schneidrichtung vorn liegenden Stirnseite ist die Meißeltasche 4 mit einer Stirnöffnung 7 versehen, die hinter die Stegwand 8, d. h. zwischen der Stegwand 8 und dem Taschenboden 9 liegt, der mit einer Bodenöffnung 10 versehen ist. Die Taschenwand 6, die Stegwand 8 und der Taschenboden 9 verbinden die beiden parallelen Taschenseitenwände 11, in denen ein die Meißeltasche 4 in Querrichtung durchsetzender, zylindrischer Bolzen 12 gehalten ist, der in Nähe der rückwärtigen Taschenwand 6 liegt und eine zylindrische Meißelanlagefläche bildet. Der Meißel 2 besteht aus einer Meißelplatte, die an ihrem rückwärtigen Ende ihres Meißelschaftes 5 eine angenäherte halbkreisförmig gemuldete Abstützfläche 13 aufweist, mit der sich der Meißel 2 im Einbauzustand gegen die zylindrische Meißelanlagefläche des Bolzens 12 abstützt. Die gemuldete Abstützfläche 13 am Meißelrücken bildet hier eine Nase 14, die den Bolzen 12 hakenartig hinterfaßt.
Der Meißel 2 weist am vorderen Ende seines in die Meißeltasche 4 einfassenden Meißelschaftes 5 eine Einziehung mit einer bogenförmigen Stirnfläche 15 auf, die eine Keilgegenfläche für einen Bogenkeil 16 bildet. Die rückseitige Stegwandfläche 17 als weitere Keilgegenfläche ist zur Meißeltasche 4 hin konvex gerundet; sie bildet zusammen mit der konkaven Stirnfläche 15 des Meißels 2 einen bogenförmig verlaufenden Keilspalt, der sich von seinem in der Stirnöffnung 7 des Meißelhalters 1 auslaufenden Ende zu dem auf der anderen Seite der Stegwand 8 liegenden Ende hin keilförmig verengt. Der Bogenkeil 16 hat eine Bogenlänge von angenähert etwa 180 bis 200 Grad.
Zur Herstellung der Meißelverbindung wird der Meißel 2 mit seinem Meißelschaft 5 von der Seite her in die Meißeltasche 4 unter Verschwenken so eingeführt, daß sich seine gemuldete Abstützfläche 13 gegen den zylindrischen Bolzen 12 legt. In der in Fig. 1 gezeigten Lage des Meißels wird dann der Bogenkeil 16 durch die Stirnöffnung 7 des Meißelhalters 1 eingetrieben, wodurch der Meißel 2 unter Keilwirkung fest in der Meißeltasche 4 verspannt wird. Der Bogenkeil 16 stützt sich hierbei gegen die den Keilspalt begrenzende Stirnfläche 15 und Stegwandfläche 17 ab. Um den Bogenkeil 16 gegen Lösen zu sichern, ist eine Sicherungsvorrichtung in Gestalt einer im Keilspalt liegenden Keilsperre vorgesehen.
Bei dem Ausführungsbeispie! nach Fig. 1 bis 6 besteht diese Keilsperre aus einem verformbaren Sperrglied 18 an der Stirnfläche 15 des Meißelschaftes 5 und aus einer Rastverzahnung 19 am Bogenkeil 16.
Das Sperrglied 18 ist aus Kunststoff gefertigt, vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoffmaterial mit einer Shore-A-Härte von etwa 80 bis 100, insbesondere um 90. Besonders geeignet ist ein Kunstharzmaterial (Vulkollan) der vorgenannten Härte. Wie insbesondere Fig.3 zeigt, besteht das Sperrglied 18 aus einem im wesentlichen zylindrischen und stopfenförmigen Körper, der an seinen beiden Enden jeweils eine umlaufende Kantenabschrägung 20 mit einem Neigungswinkel von z. B. 30° aufweist. Am Umfang weist das zylindrische Sperrglied 18 eine axial über seine gesamte Länge durchgehende Abflachung 21 auf. Stattdessen kann es auch mit einer axial durchgehenden Umfangsnut oder einer axial durchgehenden Bohrung oder dergleichen versehen sein. An der bogenförmigen Stirnfläche 15 des IVeißelschaftes 5 ist sine Ausnehmung 22 in Gestalt einer Sackbohrung mit kegelförmigem Grund 23 vorgesehen, in der das Sperrglied 18 mit Preßsitz gehalten ist. Da das Sperrglied 18 symmetrisch ausgebildet ist, läßt es sich wahlweise von der einen oder anderen Seite her in die Sackbohrung einführen. Die endseitigen Kantenlbschrägungen 20 erleichtern das Einpressen in die Sackbohrung.DieAbflachung 21 am Sperrglied 18 ermöglicht das Entweichen der Luft aus der Sackbohrung beim Einpressen des Sperrgliedes. Denselben Zweck würde eine Längsnut oder Längsbohrung am Sperrglied 18 erfüllen. Im eingesetzten Zustand ragt das Sperrglied 18 um eine Länge, die etwa der Länge der Kantenabschrägung 20 entspricht und im allgemeinen 0,5mm bis 1,5mm, vorzugsweise etwa 1 mm, beträgt, aus der Sackbohrung über die Stirnfläche 15 vor, wie dies Fig. 2 zeigt.
Der Bogenkeil 16 besteht aus einem Gesenkschmiedestück, in das nachträglich die Rastverzahnung 19 eingearbeitet ist. Diese erstreckt sich nur über eine Teillänge des Bogenkeils, hier etwa über einen Bogenwinkel von 60 bis 70°. Die Ausbildung der Rastverzahnung 19 ist in Fig. 6 in größerem Maßstab dargestellt. Es ist erkennbar, daß die Zähne 24 der Rastverzahnung 19 in Eintreibrichtung P des Bogenkeils 16 geneigt sind, wobei ihre in Eintreibrichtung P vorn liegende Zahnflanke 25 stärker geneigt ist als ihre in Eintreibrichtung P hintere Zahnflanke 26. Die Zahnflanken 25 bilden mit der Zahnkopffläche 27 angenähert einen rechten Winkel und somit eine scharfe Kante 28. Die schwächer geneigten Zahnflanken 26 laufen mit einer Rundung 29 in die
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Zahnkopfflächen 27 aus. Die Zahnflanken 25 und 26 stehen unter einem Winkel von etwa 45° zueinander, wobei dieser Winkel an dem in der Zahnreihe ersten Zahn, der dem dünnen Keilende des Bogenkeils 16 am nächsten liegt, auch größer sein kann. Aus Fig. 1 ist zu erkennen, daß die Rastverzahnung 19 beim Entreiben des Bogenkeils 16 gegen das Sperrglied 18 läuft, das dabei gestaucht wird und sich aufgrund seiner Federelastizität in die Zahnlücken zwischen den Zähnen 24 eindrückt. Auf diese Weise wird der Bogenkeil 16 gegen Lockerung zuverlässig gesichert. Der Bogenkeil 16 weist an seinem dicken und dünnen Keilende jeweils eine Mulde 30 bzw. 31 auf, in die ein Dorn zum Eintreiben oder zum Heraustreiben des Bogenkeils 16 einführbar ist. Um die Keilverspannung zu lösen und den Meißel 2 aus der Meißeltasche 4 des Meißelhalters 1 herausnehmen zu können, wird der Bogenkeil 16 mit einem Dorn zurückgetrieben. Da die Zähne 24 der Rastverzahnung 19 in der Austreibrichtung scharfkantig (an der Kante 28) ausgebildet sind, wird beim Austreiben des Bogenkeils 16 das zwischen den Zähnen 24 befindliche Material des Sperrgliedes 18 abgeschert. Falls der verschlissene Meißel 2 wieder aufgearbeitet wird, kann das mit Preßsitz in der Ausnehmung 22 sitzende Sperrglied 18 ohne Schwierigkeiten gegen ein neues Sperrglied 18 ausgetauscht werden. Der Bogenkeil 16 läßt sich wiederholt verwenden.
Fig. 1 zeigt, daß die Ausnehmung 22 sich in Nähe des Übergangsbereiches zwischen dem Meißelschaft 5 und dem außenliegenden Teil des Meißels 2 befindet. Die Ausnehmung 22 ist also zu der durch die rückwärtige Abstützfläche 13 hindurchgehenden Mittelachse M in Richtung auf die Einstecköffnungen der Meißeltasche 4 versetzt angeordnet, da die Hauptklemmkräfte im Bereich dieser Mittelachse M wirken. Der die Rastverzahnung 19 tragende Abschnitt des Bogenkeils 16 erstreckt sich etwa von der Mitte des Bogenkeils 16 bis zu einer Stelle, die im Abstand vordem dünnen Ende des Bogenkeils 16 liegt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 bis 9 ist das Sperrglied 18 am Bogenkeil 16 angeordnet, und zwar etwa in dessen Mitte. Der Bogenkeil 16 weist eine seitliche Ausnehmung 32 auf, die gemäß Fig.9 eine Tiefe hat, die etwa gleich der halben Dicke des Bogenkeils 16 ist. Die Ausnehmung 32 erstreckt sich über die gesamte Breite des Bogenkeils 16. Das mit Preßsitz in der seitlichen Ausnehmung 32 gehaltene Sperrglied 18 ist so ausgebildet, daß es sowohl über die auf der Bogenaußenseite liegende Keilfläche 33 als auch über die an der Bogeninnenseite liegende Keilfläche 34 des Bogenkeils 16 mit Teilen 35; 36 vorspringt. Außerdem weist das Sperrglied 18 auch eine seitlich über die Seitenfläche 37 des Bogenkeils 16 vorspringende Seitenfläche 38 auf, wie dies in Fig. 9 gezeigt ist. Beim Eintreiben des Bogenkeils 16 kommt daher des vorspringende Teil 35 des Sperrgliedes 18 in Reibanlage mit der bogenförmigen Stirnfläche 15, das vorspringende Teil 36 in Reibanlage mit der bogenförmigen Stegwandfläche 17 und die vorspringende Seitenfläche 38 des Sperrgliedes 16 ggf. in Reibanlage an einer der beiden Taschenseitenwände des Meißelhalters 1. Auf diese Weise wird ein Reibschluß erzielt, der den eingetriebenen Bogenkeil 16 zuverlässig in der Keilverspannung hält.
Es wäre auch möglich, das Sperrglied 18 in einer durchgehenden Querbohrung des Bogenkeils 16 anzuordnen. Außerdem wäre es möglich, zumindest an einer der beiden Keilgegenflächen, vorzugsweise der Stirnfläche 15, des Meißeis 2 eine Rastverzahnung der beschriebenen Art vorzusehen, die mit dem am Bogenkeil 16 angeordneten Sperrglied 18 zusammenwirkt.
Eine Ausführungsform der letztgenannten Art ist in Fig. 10 bis 13 dargestellt. Wie Fig. 10 zeigt, weist der Meißel 2 an seiner Stirnfläche 15 einen Abschnitt mit Rastverzahnung 19 auf, die derjenigen nach Fig. 1 bis 6 entsprechen kann. Der die Rastverzahnung 19 tragende Abschnitt der Stirnfläche 15 befindet sich zwischen der Mittelachse Mund dem Übergang zwischen dem Meißelschaft 5 und dem außenliegendem Meißelteil. Fig. 11 zeigt den dazugehörigen Bogenkeil 16, der etwa auf halber Länge an seiner Bogenaußenseite, der Keilfläche 33, eine Ausnehmung 22 oder Sackbohrung aufweist, in der das Sperrglied 39 mit Preßsitz gehalten ist. Das runde Sperrglied 39 weist eine konische Bodenausnehmung 40 auf. An seiner Außenseite trägt es angeformte parallele Rippen 41, die beim Eintreiben des Bogenkeils 16 mit der Rastverzahnung 19 an der Stirnfläche 15 des Meißels 2 zusammenwirken. Anstelle der geradlinigen Rippen 41 können gemäß Fig. 14 aber auch bogenförmige oder V-förmige Rippen 41 vorgesehen werden. Auch könnte auf die Anordnung der Rippen 41 ganz verzichtet werden. Fig. 15 zeigt einen Bogenkeil 16, mit dem ein Rastsegment 42, vorzugsweise aus Metall, verbunden ist. Das Rastsegment 42 erstreckt sich über den Außenbogen des Bogenkeils 16 und ist an diesem lösbar befestigt. Dabei stützt sich das Rastsegment 42 in Nähe des dicken Endes des Bogenkeiles 16 an einer muldenförmigen Schulter 43 ab, während es in Nähe des dünnen Endes des Bogenkeils 16 an diesem lösbarfestgelegt ist. Dies geschieht bei dem Ausführungsbeispiel mit Hilfe einer Spannhülse 44, die in fluchtende Querbohrungen des Rastsegmentes 42 und des Bogenkeils 16 eingeführt wird. Damit ist das Rastsegment 42
zuverlässig am Bogenkeil 16 gesichert.
Der in Fig. 15 gezeigte Bogenkeil 16 mit dem Rastsegment 42 kann bei der in Fig. 1 gezeigten Meißelanordnung Verwendung finden, bei der an der Stirnfläche 15 des Meißels 2 das Sperrglied 18 angeordnet ist. Bevor der Bogenkeil 16 beim Meißelwechsel aus der Verbindung herausgetrieben wird, wird zunächst die Spannhülse 44 gelöst und damit die Verbindung zwischen dem Bogenkeil 16 und dem Rastsegment 42 aufgehoben. Anschließend kann dann der Bogenkeil 16 mit Hilfe eines am dünnen Keilende angesetzten Domes ohne Mitnahme des Rastsegmentes 42 herausgetrieben werden.
Fig. 16 zeigt eine veränderte Ausführungsform, bei der das am Bogenkeil 16 lösbar festgelegte Rastsegment 15 mit elastischen Rastfingern 46 versehen ist, die auf einem Teilumfang aus dem metallenen Segmentstück herausgetrennt und dann aus der Ebene des bogenförmigen Rastsegmentes 45 herausgebogen sind. An der korrespondierenden Stirnfläche 15 des Meißels 2 befindet sich eine Rastverzahnung 19. Beim Eintreiben des Bogenkeils 16 in den bogenförmigen Keilspaic zwischen der Stegwand 8 und der Stirnfläche 15 des Meißels 2 können dieelatischen Rastfinger 46 die Zähne der Rastverzahnung 19 frei überlaufen, wobei sie hinter den Zahnköpfen jeweils elastisch in die Zahnlücken der Rastverzahnung 19«inrästen. Hierdurch ··'" wird der eingetriebene Bogenkeil 16 in seiner Keilverspannung gehalten. Um den Bogenkeil 16 zu lösen, wird zunächst die Verbindung des Rastsegmentes 45 mit dem Bogenkeil 16 gelöst, so daß der Bogenkeil 16 ohne Mitnahme des Rastsegmentes 45 herausgetrieben werden kann. Zur lösbaren Verbindung des Rastsegmentes 45 mit dem dünnen Ende des Bogenkeils 16 können anstelle einet Spannhülse 44 auch andere Verbindungsmittel, z. B. Zapfen oder Zapfenbohrungen, verwendet werden. Das Rastsegment 42 bzw. 45 kann eine kleinere Breite aufweisen als der Bogenkeil 16. Es wird in eine entsprechende bogenförmige Ausnehmung an der Bogenaußenseite des Bogenkeils 16 eingesteckt und, wie beschrieben, nur am dünnen Keilende festgelegt, während es sich in Nähe des dickeren Keilendes gegen eine gemuldete Schulter abstützt oder mittels einer sonstigen Einsteckverbiiidung gehalten wird. Über seine nichtverzahnte Länge ist das Rastsegment 42 glattwandig ausgebildet. Fig. 17 und 18 zeigen die im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 6 beschriebene Meißelanordnung mit einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung der Sicherungsvorrichtung. Dabei ist in einer durchgehenden mittigen axialen Bohrung 47 des aus zäh-hartem Kunststoff bestehenden stopfenförmigen Sperrgliedes 18 ein Metallstift 48 mit Preßsitz gehalten, der das Sperrglied 18 auf
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ganzer Länge durchgreift. Der Metallstift 48 besteht vorzugsweise aus einem Stahlstift. Er hat, wie insbesondere Fig. 18 erkennen läßt, eine Länge, die etwas größer ist als die Tiefe der als Sackbohrung ausgeführten Ausnehmung 22. Mit seinem innenliegenden Ende stützt sich der Metallstift 48 am Bohrlochgrund 49 der Sackbohrung ab. In dem in Fig. 18 gezeigten unverformten Zustand ragt das Sperrglied 18 aus der Sackbohrung heraus. Das außenliegende Ende des Metallstiftes 48 schließt etwa bündig mit der äußeren Stirnfläche 50 des Sperrgliedes 18 ab.
Wird der Bogenkeil 16 in Eintreibrichtung P in den Keilspalt eingetrieben, so wird das Sperrglied 18 durch die Rastverzahnung 19 des Bogenkeils 16 in die Ausnehmung 22 bzw. Sackbohrung zurückgedrückt. Zugleich wird das zäh-elastische Kunststoffmaterial des stopfenförmigen Sperrgliedes 18 durch die Rastverzahnung 19 des Bogenkeils 16 etwas in die Eintreibrichtung P verdrängt, wobei sich der Metallstift 48 unter Abstützung am Bohrlochgrund 49 leicht schrägstellt, so daß er von der Rastverzahnung 19 des Bogenkeils 16 überlaufen werden kann. Die sägezahnartige Ausbildung der Rastverzahnung 19, wie in Zusammenhang mit Fig. 6 beschrieben, begünstigt das Überlaufen des Metallstiftes 48 durch die Rastverzahnung 19 beim Eintreiben des Bogenkeils 16. Bei fest eingetriebenem Bogenkeil 16 faßt der Metallstift 48 mit seinem außenliegenden Ende in eine Zahnlücke zwischen zwei Zähnen der Rastverzahnung 19. Zugleich quetscht sich das Kunststoffmaterial des Sperrgliedes 18 in die Zahnlücken der Rastverzahnung 19, wie dies Fig. 17 zeigt. Der Bogenkeil 16 wird gegen Lösen und Lockern einerseits durch den Reib-und Formschluß mit dem Kunststoffmaterial des Sperrgliedes 18, andererseits aber auch durch den Formschluß mit dem Metallstift 48 gehalten. Es ist erkennbar, daß selbst dann, wenn das sich in den Zahnlücken der Rastverzahnung 19 einquetschende Kunststoffmaterial abgeschert ist, der Bogenkeil 16 noch durch den Metallstift 48 in seiner Verspannung gehalten wird. Beim Zurücktreiben des Bogenkeils 16 durch Hammerschläge auf das künne Keilende wird das Kunststoffmaterial des Sperrgliedes 18 zunächst etwa entgegen der Eintreibrichtung P verdrängt und dann an den sich in die Zahnlücken der Rastverzahnung 19 einquetschenden Partien abgeschert. Hierbei stellt sich der Metallstift 48 geringfügig schräg zur Achse der Sackbohrung, ohne aber seinen Eingriff mit der Zahnlücke der Rastverzahnung 19 zu verlieren. Durch einen weiteren kräftigen Hammerschlag auf das dünne Ende des Bogenkeils 16 kann dann unter Verformen oder Abscheren des in die Zahnlücke einfassenden äußeren Endes des Metallstiftes 48 die Verriegelung gelöst werden.
Anstelle des Metall- bzw. Stahlstiftes 48 können mit gleicher oder ähnlicher Wirkung auch andere Metallelemente in dem Sperrglied 18 eingebettet werden, z.B. Metallelemente in Form von Lamellen. Dabei lassen sich auch mehrere Metallelemente im Sperrglied 18 einbetten, die sich beim Eintreiben des Bogenkeils 16 in benachbarte Zahnlücken der Rastverzahnung 19 hineinlegen.
Claims (33)
- -1- 730 89Erfindungsanspruch:1. Meißelanordnung, insbesondere für Kohlenhobel und dergleichen, bestehend aus einem Meißelhalterund einem Meißel, der in eine Tasche des Meißelhalters einsteckbar ist, wobei der Meißelhalter rückseitig mit einer den Meißel abstützenden Meißelanlagefläche und an seiner in Sfihneidrichtung vorn liegenden Stirnseite mit einer Stegwand und einer Stirnöffnung für einen Bogenkeil versehen ist, der durch die Stirnöffnung hindurch in einen zwischen der Stegwand und der Stirnfläche des Meißels gebildeten bogenförmigen Keilspalt eintreibbar ist, wobei zur Sicherung des eingetriebenen Bogenkeils eine Sicherungsvorrichtung vorgesehen ist, gekennzeichnet dadurch, daß die Sicherungsvorrichtung aus einer in dem bogenförmigen Keilspalt angeordneten, zwischen mindestens einer der beiden Keilflächen (33; 34) des Bogenkeiles (16) und der zugeordneten Keilgegenfläche in Form einer Stirnfläche (15) und einer Stegwandfläche (17) durch Reib-und/oder Formschluß wirkenden Keilsperre gebildet ist, die mit einem durch den Bogenkeil (16) verformbaren Sperrglied (18; 39; 45) versehen ist.
- 2. Meißelanordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18; 39) aus Kunststoff gebildet ist.
- 3. Meißelanordnung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18; 39) aus einem elastischen Kunststoffmaterial mit einer Shore-A-Härte von etwa 80 bis 100, vorzugsweise um 90, gebildet ist.
- 4. Meißelanordnung nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die sich an dem Sperrglied (18; 39; 45) abstützende Keilfläche (33) oder Stirnfläche (15) mit einer Rasterverzahnung (19) versehen ist.
- 5. Meißelanordnung nach einem der Punkte 2 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18; 39) aus einem im wesentlichen zylindrischen stopfenförmigen Körper gebildet ist.
- 6. Meißelanordnung nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß das stopfenförmige Sperrglied (18; 39) zumindest an seinem einen Ende, vorzugsweise an beiden Enden, eine umlaufende Kantenabschrägung (20) aufweist
- 7. Meißelanordnung nach einem der Punkte 2 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18; 39) am Umfang mindestens eine axial durchgehende Nut oder Abflachung (21) und/oder eine axial durchgehende Bohrung (47) aufweist.
- 8. Meißelanordnung nach einem der Punkte 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18; 39) in einer Ausnehmung (22) an der bogenförmigen Stirnfläche (15) des Meißels (2) angeordnet ist und endseitig aus dieser Ausnehmung (22) in den Keilspalt ragt, und der Bogenkeil (16) an seiner von der äußeren Bogenfläche gebildeten Keilfläche (33) eine Rastverzahnung (19) aufweist.
- 9. Meißelanordnung nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Ausnehmung (22) zu der durch die rückwärtige Abstützfläche (13) hindurchgehenden Mittelachse (M) versetzt in Nähe des Überganges zu dem aus der Meißeltasche (4) herausgreifenden Meißelteil angeordnet ist und sich die Rastverzahnung (19) nur über einen Bogenabschnitt des Bogenkeils (16) erstreckt, wobei dieser verzahnte Abschnitt angenähert in der Mitte des Bogenkeils (16) beginnt und mit einem Abstand von dem dünnen Ende des Bogenkeils (16) endet.
- 10. Meißelanordnung nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Ausnehmung (22) aus einer Sackbohrung mit einem konischem Grund (23) gebildet ist.
- 11. Meißelanordnung nach einem der Punkte 8 bis 10, gekennzeichnet dadurch, daß der Überstand, mit dem das Sperrglied (18; 39) aus der Ausnehmung (22) herausragt, etwa gleich der axialen Länge der umlaufenden Kantenabschrägung (20) ist, vorzugsweise etwa 0,5 bis 1,5 mm beträgt.
- 12. Meißelanordnung nach einem der Punkte 4 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß die Zähne (24) der Rastverzahnung (19) in Eintreibrichtung (P) des Bogenkeils (16) geneigt sind, wobei ihre in Eintreibrichtung (P) vorn liegende, steilerstehende Zahnflanke (25) mit der Zahnkopffläche (27) eine scharfe Kante (28), vorzugsweise mit einem Kantenwinkel von etwa 90°, bildet, während ihre in Eintreibrichtung (P) hintenliegende geneigte Zahnflanke (26) mit einer Rundung (29) in die Zahnkopffläche (27) ausläuft.
- 13. Meißelanordnung nach Punkt 12, gekennzeichnet dadurch, daß die Zahnflanken (25; 26) unter einem Winkel von etwa 45° zueinanderstehen.
- 14. Meißelanordnung nach einem der Punkte 1 bis 7 und 11 bis 13, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18; 39) am Bogenkeil (16) angeordnet ist.
- 15. Meißelanordnung nach Punkt 14, gekennzeichnet dadurch, daß die bogenförmige Stirnfläche (15) des Meißels (2) mit einer Rastverzahnung (19) versehen ist.
- 16. Meißelanordnung nach Punkt Moder 15, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18) sowohl über die auf der Bogenaußenseite liegende Keilfäche (33) als auch über die an der Bogeninnenseite liegende Keilfläche (34) des Bogenkeils (16) vorspringt.
- 17. Meißelanordnung nach einem der Punkte 14 bis 16, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18) in einer seitlichen Ausnehmung (32) des Bogenkeils (16) gehalten ist.
- 18. Meißelanordnung nach Punkt 17, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18) auch seitlich über die Seitenfläche (37) des Bogenkeils (16) vorspringt.
- 19. Meißelanordnung nach einem der Punkte 14 bis 16, gekennzeichnet dadurch daß das Sperrglied (18) in einer durchgehenden Bohrung des Bogenkeils (16) angeordnet ist.
- 20. Meißelanordnung nach einem der Punkte 14 bis 19, gekennzeichnet dadutdi, daß die Ausnehmung (22) bzw. die Bohrung angenähertauf halber Länge des Bogenkeils (16) angeordnet ist.
- 21. Meißelanordnung nach einem der Punkte 2 bis 20, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (39) eine ..Bodenausnehmung (40) aufweist. -
- 22. Meißelanordnung nach einem der Punkte 2 bis 21, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18; 39) mit Preßsitz in der Ausnehmung (22) gehalten ist.
- 23. Meißelanordnung nach einem der Punkte 2 bis 22, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (39) an seiner Außenfläche mit gerade oder winkel- bzw. V-förmig oder bogenförmig verlaufenden Rippen (41) versehen ist.
- 24. Meißelanordnung nach einem der Punkte 1 bis 23, gekennzeichnet dadurch, daß am Bogenkeil (16) ein sich über seinen Außenbogen erstreckendes Rastsegment (42; 45) lösbar befestigt ist, das mit der Rastverzahnung (19) oder mit in eine Rastverzahnung an der Stirnfläche (15) des Meißels (2) einrastenden elastischen Rastfingern (46) versehen ist.
- 25. Meißelanordnung nach Punkt 24, gekennzeichnet dadurch, daß sich das Rastsegment (42; 45) in einem Abstand vom dicken Ende des Bogenkeils (16) an einer Schulter (43) abstützt und an oder in Nähe des dünnen Endes des Bogenkeils (16) an diesem lösbar befestigt ist.-2- 730 89
- 26. Meißelanordnung nach Punkt 25, gekennzeichnet dadurch, daß das Rastsegment (42; 45) mittels einer quer verlaufenden Spannhülse (44) oder mittels eines Zapfens oder dergleichen am dünnen Ende des Bogenkeils (16) befestigt ist.
- 27. Meißelanordnung nach einem der Punkte 24 bis 26, gekennzeichnet dadurch, daß das Rastsegment (42; 45) aus Metall besteht.
- 28. Meißelanordnung nach einem der Punkte 24 bis 26, gekennzeichnet dadurch, daß die Rastfinger (46) auf einem Teilumfang aus dem Rastsegment (42; 45) herausgetrennt und aus der Ebene des bogenförmigen Rastsegments (42; 45) herausgebogen sind.
- 29. Meißelanordnung nach einem der Punkte 24 bis 28, gekennzeichnet dadurch, daß das bogenförmige Rastsegment (42; 45) zwischem seinem vordem dicken Ende des Bogenkeils (16) liegenden Ende und der etwa auf halber Länge des Bogankeils (16) liegenden Stelle außenseitig glattwandig ausgebildet ist.
- 30. Meißelanordnung nach einem der Punkte 24 bis 29, gekennzeichnet dadurch, daß an dergemuldeten Stirnfläche (15) des Meißels (2) eine mit der Rastverzahnung bzw. den Rastfingern (46) des Rastsegmentes (42; 45) zusammenwirkende Rastverzahnung (19) vorgesehen ist.
- 31. Meißelanordnung nach einem der Punkte 1 bis 30, gekennzeichnet dadurch, daß das Sperrglied (18) mit einem es durchsetzenden Metallelement, insbesondere einem Metallstift (48), versehen ist.
- 32. Meißelanordnung nach Punkt 31, gekennzeichnet dadurch, daß der Metallstift (48) aus einem Stahlstift besteht.
- 33. Meißelanordnung nach Punkt 31 oder 32,gekennzeichnet dadurch, daß der Metallstift (48) in einer axialen Bohrung (47) des stopfenförmigen Sperrgliedes (18) sitzt und eine Länge aufweist, die größer ist als die Tiefe der als Sackbohrung ausgeführten Ausnehmung (22), wobei der Metallstift (48) mit seinem innenliegenden Ende am Bohrlochgrund (49) der Sackbohrung abgestützt ist, während sein außenliegendes, der Rastverzahnung (19) zugewandtes Ende aus der Sackbohrung herausragt und bei unverformten Kunststoff-Sperrglied (18) etwa bündig mit dessen Stirnfläche (15) abschließt.Hierzu 6 Seiten ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Meißelanordnung, insbesondere für Kohlenhobel und dergleichen, bestehend aus einem Meißelhalter und einem Meißel, der in eine Tasche des Meißelhalters einsteckbar ist, wobei der Meißelhalter rückseitig mit einer den Meißel abstützenden Meißelanlagefläche und an seiner in Schneidrichtung vorn liegenden Stirnseite mit einer Stegwand und einer Stirnöffnung für einen Bogenkeil versehen ist, der durch die Stirnöffnung hindurch in einen zwischen der Stegwand und der Stirnfläche des Meißels gebildeten bogenförmigen eintreibbar ist, wobei zur Sicherung des eingetriebenen Bogenkeils eine Sicherungsvorrichtung vorgesehen ist.Charakteristik der bekannten technischen LösungenMeißelanordnungen dieser Art, die bei Hobeln für die untertägige Gewinnung von Kohle öder sonstigen hobelbaren Mineralien zur Verwendung kommen, gehören zum Stand der Technik (DE-OS 3209410, DE-OS 3209411). Bei den bekannten Meißelanordnungen erfolgt die Sicherung des Bogenkeils in der Keiltasche mittels eines Bördellappens, der am dünnen Keilende einstückig angebracht oder auf einen Nocken des Bogenkeils aufgesteckt und nach dem Eintreiben des Bogenkeils um die vordere Stegwand des Meißeihalters herumgebördelt wird.Die bekannten Keilsicherungen vermögen zwar den Bogenkeil während des Hobelbetriebs im allgemeinen in der Meißeltasche zu sichern. Sie sind jedoch nicht in der Lage, die feste Keil verspannung des Meißels in der Tasche des Meißel halters zuverlässig aufrechtzuerhalten. Es hat sich gezeigt, daß die Standzeit der Meißel überraschend stark erhöht wird, wenn es gelingt, den Festsitz des Meißels in der Meißeltasche über die gesamte Meißelstandzeit zu wahren. Bei einem Lockersitz des Meißels stellen sich im Hobelbetrieb unter den hohen stoßartigen Meißelbeanspruchungen Verformungen und Abnutzungen an den den Meißelsitz in dem Meißelhalter bewirkenden Flächen ein, die zu einem Ausschlagen der betreffenden Flächen und als Folge davon zu einer Verstärkung der Lockerung und des Schiagens des Meißels in der Meißeltasche führen und damit die Standzeit des Meißels beträchtlich herabsetzen.Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist es, die Standzeit des Meißels beträchtlich zu erhöhen.Darlegung des Wesens der ErfindungDer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Meißelanordnung aus einem Meißelhalter mit einer Meißeltasche sowie einem Meißel, zwischen denen ein bogenförmiger Keilspalt zur Aufnahme eines Bogenkeiles gebildet ist, eine Sicherungsvorrichtung zu schaffen, die den Bogenkeil nicht nur gegen ein Herausfallen aus der Meißeltasche zuverlässig sichert, sondern mit der auch die Keilverspannung des Meißels in der Tasche des Meißelhalters unter den außerordentlich hohen Betriebskräften, insbesondere den stoßartigen Beanspruchungen, zuverlässig gewahrt bleibt und die sich beim Antreiben eines Bogenkeils unter der Keilanzugskraft selbsttätig herstellen läßt und auch ein rasches und einfaches Lösen des Bogenkeils erlaubt, ohne daß umständliche Manipulationen, wie ein Umbördeln eines Bördellappens, erforderlich sind.Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Sicherungsvorrichtung aus einer in dem bogenförmigen Keilspalt angeordneten, zwischen mindestens-ßiner det beiden.KeiJflächen des Bogenkeils und der zugeordneten Keilgegenfläche durch Reib- und/oder Formschluß wirkenden Keiisperre gebildet ist, die mit einem unter der Keilwirkung des Bogenkeils verformbaren Sperrglied versehen ist.Bei dieser Ausgestaltung der Sicherungsvorrichtung findet also eine Keilsperre mit einem Sperrglied Verwendung, das den eingetriebenen Bogenkeil durch Reibungserhöhung und/oder durch Formschluß zuverlässig in der Keilverspannung hält. Die Keilsperre mit dem Sperrglied liegt im Innenraum des bogenförmigen Keilspaltes und ist damit äußeren Einwirkungen entzogen.Zugleich ist aber die Keilsperre so ausgebildet, daß sich der Bogenkeil zum Auswechseln des Meißels ohne besondere Schwierigkeiten lösen läßt, was durch einfaches Zurücktreiben des Bogenkeils in dem Keilspalt bewirkt werden kann.in bevorzugter Ausführung besteht das Sperrglied aus einem einfachen und billigen Kunststoffteil, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial mit einer Shore-A-Härte von etwa 80 bis 100, vorzugsweise um 90. Besonders geeignet ist ein zähelastisches Kunstharzmaterial (Vulkollan) des genannten Härtegrades. Das Kunststoff-Sperrglied könnte als einfaches Reibungsglied
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