DD234418A1 - Verfahren zur herstellung von n-(chlorcarbonyloxy)-5-norbornen-2,3-dicarboximid - Google Patents

Verfahren zur herstellung von n-(chlorcarbonyloxy)-5-norbornen-2,3-dicarboximid Download PDF

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DD234418A1
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phosgene
dicarboximide
norbornene
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honb
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DD27297985A
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Peter Henklein
Helmut Wehlan
Monika Georgi
Hartmut Niedrich
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Akad Wissenschaften Ddr
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Abstract

N-(Chlorcarbonyloxy)-5-norbornen-2,3-dicarboximid, ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung unsymmetrischer Carbonate und aktivierter polymerer Traeger, wird durch Silylierung von N-Hydroxy-5-norbornen-2,3-dicarboximid (HONB) und Umsetzung des silylierten HONB mit Phosgen gewonnen.

Description

II + COCl2 — Cl-CO-O-IT
Es wurde also gefunden, daß die Silylierung von HONB I und die anschließende Umsetzung mit Phosgen bei geeigneter Gestaltung des Reaktionsverlaufs nicht, wie in der DE-OS 3016831 beschrieben, zu dem N,N'-Bis-(5-norbomen-2,3-dicarboximidyO-carbonat führt, sondern überraschenderweise in guter Ausbeute zum CI-CO-ONB Ml. Es entsteht nur zu einem geringen Anteil das symmetrische Carbonat des HONB.
Das erfinderische Verfahren hat gegenüber älteren Verfahren (DD-WP 217 215 und DD-Anm. C 07 C/254196) den Vorteil, daß auf die Herstellung des Natriumsalzes im Falle der Umsetzung von NaONB mit Phosgen bzw. auf die Verwendung einer Hilfsbase und die notwendige Abtrennung des Aminhydrochlorids im Falle der Umsetzung von HONB mit Phosgen verzichtet werden kann. Das bei dem erfinderischen Verfahren anfallende N-Trimethylsilyl-oxy-B-norbornen^^-dicarboximid Il läßt sich mühelos gewinnen und mit Phosgen in Ausbeuten bis zu 80 %d. Th. zu dem Chlorameisensäureester CI-CO-ON B III umsetzen. Die Erfindung soll anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1: N-Trimethylsilyloxy-S-norbornen^iS-dicarboximid Il
9g HONBI werden mit 5g Hexamethyldisilazan übergössen und unter Feuchtigkeitsausschuß vorsichtig erhitzt. Wenn die Ammoniakentwicklung abgeklungen ist, wird die Lösung filtriert und auf Raumtemperatur abgekühlt. Der Feststoff wird abgesaugt und so weiter verarbeitet.
Beispiel 2: N-iChlorcarbonyloxyi-o-norbomen^S-dicarboximid IN ι
Zu 10OmI einer auf 0°C gekühlten 15%igen Phosgenlösung in Toluen werden innerhalb einer halben Stunde 12,3g N-Trimethylsilyloxy-5-norbomen-2,3-dicarboximid, gelöst in 100ml trockenem THF, zugetropft.
Es wird eine Stunde bei dieser Temperatur nachgerührt und anschließend 3 h bei Raumtemperatur stehengelassen. Danach wird abfiltriert und überschüssiges Phosgen sowie Lösungsmittel entfernt.
Zurück bleibt ein weißer Nd vom Fp. 97 bis 99°C.
Ausbeute: 80% d. Th.

Claims (2)

Erfindungsanspruch:
1. Verfahren zur Herstellung von N-fChlorcarbonyloxy)- ö-norbomen^S-dicarboximid, dadurch gekennzeichnet, daß N-Hydroxy-5-norbornen-2,3-dicarboximid (HONB) silyliert und das silylierte HONB mit Phosgen umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Silylierungsmittel vorzugsweise Hexamethyldisilazon verwendet und das gebildete N-Trimethylsilyloxy-B-norbomen^S-dicarboximid mit Phosgen umgesetzt wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-fChlorcarbonyloxyHü-norbornen^S-dicarboximid III. Diese Verbindung stellt ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung unsymmetrischer Carbonate und aktivierter polymerer Träger dar. Die Erfindung ist zur Anwendung in der pharmazeutischen und in der chemischen Industrie geeignet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Chlorameisensäureester sind als Verbindungen mit großer präparativer Bedeutung bekannt. Für die Herstellung aus Phosgen und den Hydroxylverbindungen werden drei Verfahren verwendet. Im wichtigsten Verfahren wird Phosgen direkt mit den Alkoholen umgesetzt (B. Röge, Liebigs Ann. Chem.205,227 [1880]). Dazu wird entweder flüssiges Phosgen oder eine Phosgenlösung in einem indifferenten organischen Lösungsmittel (Toluen) vorgelegt und der Alkohol zugetropft (W.Hentschel,Chem. Berichte 18,1177 [1885]) oder umgekehrt Phosgen durch den gekühlten Alkohol geleitet (C. Hamilton,
C. Sly, J. Am. ehem. soc. 47,436 [1925]).
Nach anderen Vorschriften arbeitet man mit tertiären Basen, die den bei der Reaktion entstehenden Chlorwasserstoff abfangen sollen.
Als tertiäre Basen werden z.B. Dimethylanilin oder Pyridfn verwendet. Dieses Verfahren eignet sich vor allem zur Herstellung aromatischer Chlorameisensäureester. Nach anderen Vorschriften zur Herstellung von aromatischen Chlorameisensäureestern werden die Alkaliphenolate zur Chlorwasserstoffbindung bei der Umsetzung mit Phosgen eingesetzt. Dabei wird in indifferenten Lösungsmitteln (K. v. Anwers, W. Scheich, Chem.Ber. 54,1969 [1921]) oder auch in wäßrig-organischen Lösungsmittelsystemen gearbeitet (E. Barrat, A. Morel, Comptes Rendus Hebdomadaires des Seances de L'Academie des Sciences 128,1578 [1899]).
Succinimidoxycarbonylchlorid entsteht durch Umsetzung des Kaliumsalzes von N-Hydroxysuccinimid mit Phosgen als unbeständiges Öl. Auf diese Weise konnten noch andere Verbindungen, wie 8-Chlorcarbonyl-oxychinolin und Piperidinoxycarbonylchiorid synthetisiert werden (L. BiIk, Dissertation 1968; H. Groß u. L. BiIk, Liebiges Ann. Chem.725, 212
Bedeutung haben die Chlorameisensäureester des 9-Fluorenylmethanols, des Pentachlorphenol, des Benzotriazols und des N-Hydroxysuccinimids als Vorprodukte für Schutzgruppen in der Peptidsynthese (A. Paquet, Can. J. Chem. 60, 976 [1982]). Die erhaltenen Chlorameisensäureester sind aber, bedingt durch ihre geringe Hydrolysestabilität oder zu geringe Aminolysegeschwindigkeit, nicht vorteilhaft anwendbar.
In der DE-OS 3016831 wird ein Verfahren zur Herstellung von N,N'-Bis-(5-norbornen-2,3-dicaroboximidyl)-carbonat beschrieben. Dabei wird das symmetrische Carbonat durch Silylierung von N-Hydroxy-5-norbornen-2,3-dicarboximid und anschließende Umsetzung mit überschüssigem Phosgen gewonnen.
Der Chlorameisensäureester N-iChlorcarbonyloxyl-ö-norbomen-^S-dicarboximid (CI-CO-ONB) läßt sich mit Alkoholen sowie mit hydroxyl- und aminogruppenhaltigen Polymeren umsetzen. Er findet als Ausgangsprodukt zur Herstellung asymmetrischer Carbonate (DD-WP 217215), urethangeschützter Aminosäuren bzw. Peptide, aktivierter Träger und vonTräger-Ligand-Komplexen Verwendung.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von N-(Chlorcarbonyloxy)-5-norbornen-2,3-dicarboximid zur Verfügung zu stellen, das zur Herstellung unsymmetrischer Carbonate und aktivierter polymerer Träger dient und das sich durch eine hohe Reaktionsfähigkeit auszeichnet. Seine Herstellung soll durch einen geringen technischen Aufwand sowie durch eine gute Zugänglichkeit der Ausgangsprodukte gekennzeichnet sein.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von N-(Ch lorcarbonyloxy)-5-norbornen-2,3-dicarboximid III (CI-CO-ONB) zu entwickeln. Die Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß N-Hydroxy-5-norbornen-2,3-dicarboximid I (HONB) silyliert und das silylierte HONB I mit Phosgen zu CI-CO-ONB III umgesetzt wird. Als Silylierungsmittel lassen sich z. B. Trimethylchlorosilan, Hexamethyldisilazan, N,O-Bis-(trimethylsilyl)-acetamid, N-Trimethylsilyldiethylamin, N-Trimethylsilylimidazol oder Trialkylsilyl-dialkylamine der allgemeinen Formel (R3Si)N — X2 verwenden, in der R und X eine Alkylgruppemit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten. Bei der Verwendung von Hexamethyldisilazan wird HONB I zunächst zur Trimethylsilylverbindung Il umgesetzt, die dann bei O0C zu einer überschüssigen Lösung von Phosgen in Toluen getropft und aus der Reaktionslösung das gesuchte CI-CO-ONB III gewonnen wird: . _
(CH3)3 Si
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DD27297985A 1985-02-01 1985-02-01 Verfahren zur herstellung von n-(chlorcarbonyloxy)-5-norbornen-2,3-dicarboximid DD234418A1 (de)

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