DD236091A5 - Verfahren zur herstellung von n-thienylchloracetamiden - Google Patents

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DD236091A5
DD236091A5 DD85279836A DD27983685A DD236091A5 DD 236091 A5 DD236091 A5 DD 236091A5 DD 85279836 A DD85279836 A DD 85279836A DD 27983685 A DD27983685 A DD 27983685A DD 236091 A5 DD236091 A5 DD 236091A5
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Hermann Dr Schneider
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Sandoz Ltd.,Ch
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft die Herstellung von Verbindungen der Formel II, worin R eine C1-4Alkoxy-C2-4alkyl-Gruppe ist, deren C1-4Alkoxy-Gruppe durch mindestens 2 Kohlenstoffatomen getrennt ist vom N-Atom worin R gebunden ist, R2 und R4 unabhaengig voneinander fuer CH3 oder C2H5 stehen und R5 H oder CH3 bedeutet, aus Verbindungen der Formel I, worin R, R2, R4 und R5 obige Bedeutung besitzen, und die weitere Umsetzung der so hergestellten Verbindungen der Formel II zu bekannten N-(Thien-3-yl)-chloracetamiden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung neuer Tetrahydrothien-3-ylidenimine und die Verwendung solcher Imine zur Produktion von N-Thienylchloracetamiden, von Herbiziden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
N-Thienyichloracetamide sind bekannte Herbizide. Tetrahydröthien-3-ylidenimine sind bekannte Zwischenprodukte für die Herstellung dieser Herbizide.
N-Thienylchloracetamide und Tetrahydrothien-3-ylidenimine sind in der GB-Patentanmeldung 2114566A beschrieben. Genannte Anmeldung beschreibt verschiedene Verfahren zur Herstellung von N-Thienylchloracetamiden, jedoch erlaubt keines der darin oder in sonstiger Literatur beschriebenen Verfahren die Herstellung dieser Verbindungen, ausgehend von leicht zugänglichen Ausgangsverbindungen.
Ziel der Erfindung
Mit der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung neuer Tetrahydrothien-3-ylidenimine bereitgestellt, die zur Produktion von N-Thienylchloracetamiden als Zwischenprodukte verwendet werden können. Die Herstellung der N-Thienylchloracetamide erfolgt damit ausgehend von leicht zugänglichen Ausgangsverbindungen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein elegantes Verfahren zur Produktion von N-Thienylchloracetamiden aufzufinden. Die Erfindung betrifft neue Tetrahydrothiophenimine der Formel I
R. NR
1.Λ
worin R eine Ci-C4-Alkoxy-C2-C4-alkyl-Gruppe ist, deren C1-C4-AIkOXy-GrUpPe durch mindestens zwei Kohlenstoffatome getrennt ist vom Α-Atom, woran R gebunden ist,
R2 und R4 unabhängig voneinander für CH3 oder C2H5 stehen, und R5 H oder CH3 bedeutet.
Es wurde gefunden, daß Verbindungen der Formel I leicht zu Verbindungen der Formel Il
NHR
II»
worin R, R2, R4 und R6 obige Bedeutung besitzen, dehydriert werden können.
Verbindungen der Formel Il sind bekannte Zwischenprodukte für die Herstellung von Verbindungen der Formel III
-a- /»ο oo
^ COCH0Cl
2 III,
worin R, R2, R4 und R5 obige Bedeutung besitzen.
Ein Aspekt der Erfindung ist die Herstellung von Verbindungen der Formel Il durch Dehydrierung von Verbindungen der Formel I.
Die Dehydrierung kann katalytisch oder durch Oxydation mit Sauerstoff oder einem Oxydationsmittel wie Schwefel, Sulfurylchlorid oder Thionylchlorid erfolgen; vorzugsweise erfolgt sie katalytisch oder mittels Thionylchlorid als Oxydationsmittel. Insbesondere erweist sich Thionylchlorid überraschend gut geeignet für die Dehydrierung von Verbindungen der Formel I.
Die katalytische Dehydrierung einer Verbindung der Formel I kann in Gegenwart jedes Dehydrierungskatalysators durchgeführt werden. Beispiele bekannter Dehydrierungskatalysatoren, die bei der erfindungsgemäßen Dehydrierung verwendet werden können, sind z. B. Edelmetalle wie Pt oder Pd oder andere Metalle wie Cr2Oe oder Mischungen davon mit anderen Metallen wie CuO. Die katalytische Dehydrierung kann unter für solche Reaktionen bekannten Bedingungen erfolgen. Bei Verwendung von z.B. Pt als Katalysator wird dieser fein über einen Träger wie Aktivkohle verteilt (z.B. 5% Pt/C). Die Dehydrierung wird dann zweckmäßig unter Erhitzen, vorzugsweise auf eine Temperatur über 180°C, z. B. bei 2200C oder höherer Temperatur, und unter Inertgasatmosphäre, z. B. unter N2, durchgeführt.
Verbindungen der Formel I reagieren—sogar unter Raumtemperatur—mit Sauerstoff unter Bildung eines Zwischenproduktes, welches sich durch Erhitzen, im allgemeinen auf von 100° C oder darüber, zu einer Verbindung der Formel Il umlagert. Diese Umlagerung wird zweckmäßig in einer Stufe durch Oxydation oberhalb der Umlagerungstemperatur in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. einem aromatischen Lösungsmittel wie Toluol, unter Rückfluß durchgeführt.
Bei Verwendung eines Oxydationsmittels wird die Oxydation zweckmäßig in einen unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel durchgeführt. Beispiele geeigneter Lösungsmittel sind chlorierte Kohlenwasserstoffe wie CH2CI2 und Kohlenwasserstoffe wie Toluol oder Cyclohexan. Bei Verwendung von Schwefel als Oxydationsmittel wird die Oxydation zweckmäßig unter Erwärmen durchgeführt, falls Sulfurylchlorid oder Thionylchlorid als Oxydationsmittel verwendet wird, liegt die Reaktionstemperatur zweckmäßig im Bereich von -300C bis +800C, z.B. bei Raumtemperatur (ca. 2O0C bis 300C).
Thionylchlorid ist überraschend gut geeignet für die erfindungsgemäße Oxydation: die Reaktion kann unter milden Bedingungen durchgeführt werden und unerwünschte Nebenreaktionen (wie Kernchlorierung, weitere Oxydation usw.) werden nicht beobachtet.
Die so erhaltenen Verbindungen der Formel Il können durch N-Chloracetylierung zu Verbindungen der Formel III ungesetzf .
werden. Die N-Chloracetylierung kann unter für die Herstellung von Chloracetamiden aus entsprechenden Aminen bekannten Bedingungen erfolgen, beispielsweise unter den in der GB Patentanmeldung 2114566A beschriebenen Bedingungen.
Falls die Verbindungen der Formel I mittels Sulfurylchlorid oder Thionylchlorid oxydiert werden, werden die Verbindungen der Formel Il in Form des Hydrochlorid-Säureadditionssalzes erhalten. Dieses Hydrochlorid kann weiter mit Chloracetylchlorid umgesetzt werden ohne vorherige Isolierung aus dem Reaktionsgemisch und in Abwesenheit einer Base, und ergibt die Verbindung der Formel III in praktisch quantitativen Ausbeuten.
Die Verbindungen der Formel I können leicht aus den entsprechenden Tetrahydrotiophen-3-onen der Formel IV
IV
worin R1, R4 und R5 obige Bedeutung besitzen, durch Umsetzung mit einem Amin der Formel V
H2N-R V
worin R obige Bedeutung besitzt, erhalten werden.
Solche Kondensationsreaktion wird zweckmäßig in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel wie Cyclohexan oderToluol durchgeführt. Die Reaktion wird zweckmäßig unter Erhitzen, z. B. auf Rückflußtemperatur durchgeführt. Das Reaktionsprodukt wird zweckmäßig getrocknet, z. B. mit Hilfe eines Wasserabschneiders oder eines geeigneten Molekularsiebes, z. B. von 5 A. Dies kann kontinuierlich erfolgen, indem man einen Kühler, z.B. einen Wasserkühler verwendet und das Kondensat über einen Turm leiten der einen Molekularsieb enthält, und zweckmäßig mittels N2 vor atmosphärischem Sauerstoff geschützt wird.
Der hierin beschriebene Reaktionsweg zur Herstellung von Verbindungen der Formel III aus Verbindungen der Formel IV über Verbindungen der Formel I und Il kann als Eintopfverfahren durchgeführt werden, d.h. die Verbindungen der Formel I und Il werden mit guten Ausbeuten erhalten und müssen nicht aus dem Reaktionsgefäß isoliert werden für den nächsten Reaktionsschritt
Verbindungen der Formel IV sind neu. Sie werden leicht durch Cyclisierung der Verbindungen der Formel Vl
HO-CO-CH(R2)-S-CH(R5)-CH(R4)-COOH Vl
worin R2, R4 und R5 obige Bedeutung besitzen, erhalten.
Solche Cyclisierung kann unter den Bedingungen einer Ruzicka-Cyclisierung oder Modifikationen davon durchgeführt werden. Die Cyclisierung wird zweckmäßig unter Erwärmen durchgeführt; die Anwesenheit eines Kondensationsmittels wie Ba(OH)2, MnCC>3, Fe-Pulver, Acetaten von Fe, CO(II) oder Ni(II), Essigsäureanhydrid/LiCI oder eines tertiären Amins, z. B. eines Trialkylamine, fördert die Cyclisierung. Die Anwendung von Fe-Pulver oder eines Acetats von Fe, Co(III) oder Ni(II) als Kondensationsmittel ist besonders vorteilhaft.
Der hierin verwendete Begriff Acetat von Fe umfaßt Fe(II) und Fe(lll)-Acetat-Verbindungen wie Fe(ll)acetat und Fe(OH)2acetat. Verbindungen der Formel Vl sind ebenfalls neu. Sie können aus leicht erhältlichen Ausgangsmaterialien, durch Additionsreaktion einer Verbindung der Formel VII
HOCO-CH(R2J-SH VII
worin R2 obige Bedeutung besitzt, an einer Verbindung der Formel VIII
R5-CH=C(R4X-COOH) VIII
worin R4 und R5 obige Bedeutung besitzen, erhalten werden.
Die Addition einer Verbindung der Formel VII an einer Verbindung der Formel VIII wird zweckmäßig unter den Bedingungen einer Michael-Addition oder Modifikationen davon durchgeführt. Die Addition erfolgt zweckmäßig unter Erhitzen. Die Verbindung der Formel VII kann dabei in Salzform (als Carboxylat Salz), z. B. in einer Alkalimetallsalzform, beispielsweise der Na-Carboxylatform eingesetzt werden. Die Verbindung der Formel VII kann aber auch in freier saurer Form verwendet werden; in diesem Falle erfolgt die Addition zweckmäßig in Gegenwart eines tert. Amins, z. B. eines Trialkylamins wie Tri(n-butyl)-amin oder eines Acetates von Fe, Co(II) oderr Ni(II).
Letztere Verfahrensvariante kann auch ohne Lösungsmittel durchgeführt werden, die Umsetzung erfolgt rasch und mit hoher Ausbeute, nicht-reagiertes Ausgangsmaterial kann zurückgewonnen werden und die Verbindungen der Formel IV weiter cyclisiert werden.
R2 ist vorzugsweise CH3. R4 ist vorzugsweise CH3.
R6 ist vorzugsweise H, R bedeutet vorzugsweise CH(CH3)CH2OCH3, CH2CH2-0-n-C3H oder CH2-CH2-O-JC3H7, mehr bevorzugt CH(CH3I-CH2-OCH3.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Temperaturangaben erfolgen in Celsiusgrad.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1: N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyltetrahydrothien-3-ylidenamin Ein Gemisch von 0,2 mol 2,4-Dimethyltetrahydrothiophen-3-on, 0,225 ml 1-Methoxy-2-aminopropan und 50 ml Cyclohexan wird in einem Kolben vorgelegt. Der Kolben wird derart mit einem Thermometer, einem Wasserkühler und einem mit 31 g Molekularsieb 5A gefüllten Turm ausgestattet, daß das Kondensat des siedenden Reaktionsgemisches kontinuierlich über den Turm geleitet wird. Die Apparatur ist mittels N2 geschützt, um Luftsauerstoff auszuschließen. Das Reaktionsgemisch wird während 9 Stunden gekocht. Die Titelverbindung wird dann vakuumdestilliert bei 0,5 Torr im Siedebereich von 65 bis 80°C.
Beispiel 2: N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyl-3-amino-thiophen
Zu einer Lösung von 0,1 mol N-(1-methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyltetrahydrothien-3-ylidenimin in 80ml Toluol werden unter Rühren und Kühlen auf 10bis20cC0,1 ml Thionylchlorid gelöst in 20 ml Toluol zugetropft. Nach einstündigem Rühren wird das Reaktionsgemisch mit konzentrierter Natronlauge alkalisch gestellt. Die wäßrige Phase wird abgetrennt, die organische Phase mit Wasser gewaschen, getrocknet und Toluol im Vakuum abdestilliert. Der Rückstand wird bei 0,2 Torr destilliert und liefert die Titelverbindung im Siedebereich von 70 bis 72°C.
Beispiel 3: N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethylaminothiophen
Zu 0,013 mol Schwefelpulver in 2 ml unter Rückfluß siedendem Toluol werden innerhalb von 5 Minuten N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyltetrahydrothien-3-ylidenimin getropft. Nach weiteren 5 Minuten bei Rückfluß wird das Rohprodukt in einer Kugelrohrapparatur bei 0,5 Torr bei 150 bis 170°C destilliert, wobei die Titelverbindung als klares Destillat erhalten wird.
Beispiel 4: N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethylaminothiophen
0,1 Mol N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyltetrahydrothien-3-ylidenimin werden unter einer N2-Atmosphäre mit 2g 5%ige Platin-auf-Aktivkohle 11 Stunden auf 200CC erhitzt. Der Katalysator wird abfiltriert und das Filtrat bei 0,1 Torr destilliert. Die Titelverbindung wird dabei mit einem Siedebereich von 68 bis 710C erhalten.
Beispiel 5: N-(2,4-Dimethylthien-3-yl)-N-(1-methoxyprop-2-yl)-chloracetamid
a) Unter Verwendung der Verbindung der Formel Il in Salzform.
Durch 40 minütigesZutropfen einer Lösung von 0.02 mol Thionylchlorid in 5 ml Toluol zu 0.02 mol N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyltetrahydrothien-3-ylidenimin, gelöst in 10 ml Toluol, bei 20° und zweistündigem Rühren wird dasHydrochlorid von N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyl-3-aminothiophen hergestellt. Das Reaktionsgemisch wird mit 0.02 molChloracetylchlorid, gelöst in 5ml Toluol, versetzt. Dieses Gemisch wird 1 Stunde auf Rückfluß erhitzt, wobei Chlorwasserstoff entweicht. Das Produkt wird durch Säulenchromatographie auf Kieselgel mit Cyclohexan/Essigsäureäthylester (8:2) erhalten; Sdp. 148-15070.03 Torr.
M Unter Verwenduna der Verbindung der Formel Il in basischer Form.
240g (1.75 Mol) K2COsIn 250ml H2O werden bei Zimmertemperatur unter starkem Rühren 200 g (1.77 Mol) Chloracetylchlorid getropft. Nach halbstündiger Reaktionszeit bei Zimmertemperatur wird die organische Phase abgetrennt, mit Wasser gewaschen (2 x 200ml), getrocknet (Na2SO4) und eingedampft.
Man erhält die Titelverbindung durch Chromatographie an Kieselgel (Eluierung mit Hexan; Diethyläther 85:15). Rf = 148-150°/ 0.03 Torr (Kugelrohr-Destilat)
Beispiel 6: 2,4-Dimethyltetrahydrothiophen-3-on Cyclisierung von 2,5-Dimethyl-3-thiaadipinsäure
a) Mit Eisenpulver
100 Teile 2,5-Dimethyl-3-thiaadipinsäure werden mit 7.5 Gew.-% Eisenpulver auf 180-220° erhitzt. Das dabei gebildete Destillat wird in Methylenchlorid gelöst, mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Na2SO4 getrocknet. Die Titelverbindung wird bei 2 Torr destilliert, im Siedebereich von 39-40°.
b) MiIBa(OH2
Eine Mischung von 0.94 Mol 2,5-Dimethyl-3-thiaadipinsäure und 10g Ba(OH)2 wird während 24 Stunden in einem Destillierkolben unter Rühren auf 230-250° erhitzt. Das Destillat wird mit Diethyläther extrahiert, die Ätherlösung getrocknet (über MgSO4) und im Vakuum destilliert. Die Titelverbindung hat einen Siedepunkt von 39—40° (bei 2 Torr).
c) Mit Essigsäureanhydrid
0.5ml 2,5-Dimethyl-3-thiaadipinsäure werden in 300ml Essigsäureanhydrid mit 4g Lithiumchlorid 6 Stunden bei 120° gerührt. Das Rohgemisch wird auf Eis gegossen und mit 10 cm3 H2SO4 versetzt. Das Gemisch wird über Nacht gerührt, unter Kühlung mit Eisstückchen mit konzentrierter Natronlauge alkalisch gestellt und mehrfach mit Diethyläther extrahiert. Die Ätherphase wird mit Wasser gewaschen, über MgSO4 getrocknet und eingedampft
Der Rückstand wird über eine Vigreux-Kolonne destilliert und liefert das Produkt bei 20 Torr mit einem Siedepunkt von 81-88°.
Beispiel 7: 2,5-Dimethyl-3-thiaadipinsäure
Zu 320g (8 Mol) NaOH in 1300ml H2O werden inert 15Min. 424g (4 Mol) Thiomilchsäure getropft.
Nach dem Abklingen der exothermen-Reaktion (35°) wird mit 344g (4 Mol) Methacrylsäure versetzt und die Reaktionslösung anschließend 18Std. bei 80° gerührt.
Dann wird auf 50° abgekühlt, auf eine Mischung von 3 kg Eis und 750 ml cone. Salzsäure gegossen und mit vier 1 000 ml Portionen CH2CI2 extrahiert. Die CH2CI2 Extrakte werden mit Na2SO4 getrocknet und die organische Phase in Vakuumrotationsverdampfer eingedampft, wobei die Titelverbindung vom Smp. 78-80° in Form farblosen Kristalle erhalten wird.
Beispiel 8: 2,4-Dimethyltetrahydrothiophen-3-on
a) Mit tertiären Aminen
Zu einem Gemisch von je 0.2 mol Thiomilchsäure und Methacrylsäure tropft man 0.2 mol Tributylamin, wobei die Temperatur bis auf 60° ansteigt. Dann wird eine Stunde auf 150-160° erhitzt und anschließend die Temperatur auf 210-220° gesteigert. Unter diesen Bedingungen destilliert bei ca. 150-170° ein Gemisch der Titelverbindung, Wasser und Tributylamin über. Dieses wird in Essigsäureäthylester gelöst, mit Wasser verdünnt und mit 10%iger Salzsäure neutralisiert. Die organische Phase wird mit 2n Natronlauge extrahiert, neutralgewaschen, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird bei 15 Torr destilliert und liefert die Titelverbindung im Siedebereich von 70-73°.
b) Mit Eisenacetat
Ein Gemisch von 85.9g Thiomilchsäure, 70.0g Methacrylsäure und 0.8g Fe-Acetat wird gerührt und während 1 Stunde auf 150-160° erhitzt. Dann werden noch 0.8g Fe-Acetat zugegeben, wobei die Temperatur während 2 Stunden auf 200-210° erhöht wird, wobei 103.9g eines Destillates erhalten werden. Dieses wird in 200 ml Cyclohexan gelöst, mit NaOH alkalisch gestellt und im Wasserabscheider abgetrennt. Die vereinigten organischen Phasen werden gewaschen mit Wasser, getrocknet über MgSO4 und bei 15 Torr eingedampft, wobei die Titelverbindung enthalten wird.
Die wäßrige Phase wird mit HCI sauer gestellt und mit CH2CI2 extrahiert. Das Extrakt wird mit Wasser gewaschen, getrocknet über MgSO4, und eingedampft bei 15 Torr, wobei 10.6g eines Gemisches von Methacrylsäure und Thiomilchsäure im Verhältnis 2:1 erhalten wird.
Beispiel 9: N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethylaminothiophen
Eine Lösung von 2g (0.01 Mol) N-(1-Methoxyprop-2-yl)-2,4-dimethyltetrahydrothien-3-ylidenimin in 3g CCI4 wird während 1 Stunde bei Raumtemperatur unter einer Sauerstoffatmosphäre gerührt. Es werden 200ml O2 verbraucht. Das NMR-Spektrum der Lösung zeigt keine Signale für aromatische Protone. Die Titelverbindung wird im Kugelrohr-Apparatus bei 0.2 Torr und 150-180° Lufttemperatur destilliert.

Claims (14)

Erfindungsanspruch:
1. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel Il
R„ ^NH-R
II,
AsA
r2
worin R eine Ci-C^lkoxy-C^alkyl-Gruppe ist, deren Ci^Alkoxy-Gruppe durch mindestens 2 Kohlenstoffatome getrennt ist vom N-AtOm1Woran R gebunden ist,
R2 und R4 unabhängig voneinander für CH3 oder C2H5 stehen, und
R5 H oder CH3 bedeutet,
gekennzeichnet dadurch, daß man eine Verbindung der Formel I
NR
worin R, R2, R4 und R5 die in diesem Punkt angegebene Bedeutung besitzen, dehydriert. 2. Verfahren nach Punkt 1 zur Herstellung einer Verbindung der Formel III
CO-CH2Ci
worin R, R2, R4 und R5 die im Punkt 1 angegebene Bedeutung besitzen, gekennzeichnet dadurch, daß man eine Verbindung I zu einer Verbindung Il hydriert und die so erhaltene Verbindung N-chloracetyliert.
-2-798
worin R4 und R5 die im Punkt 1 angegebene Bedeutung besitzen, erhalten werden.
3. Verfahren nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindungen der Formel I durch Umsetzung eines Tetrahydrothiophen-3-ons der Formel IV
IV,
worin R, R2, R4 und R5 die im Punkt 1 angegebene Bedeutung besitzen, mit einem Amin der Formel V
H2N-R V,
worin R die im Punkt 1 angegebene Bedeutung besitzt, erhalten werden.
4. Verfahren nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindungen der Formel IV durch Cyclisierung einer Verbindung der Formel Vl
HO-CO-CH(R2)-S-CH(R5)-CH(R4)-COOH Vl,
worin R2, R4 und R5 die im Punkt 1 angegebene Bedeutung besitzen, erhalten werden.
5. Verfahren nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindungen der Formel Vl durch Addition einer Verbindung der Formel VII
HO-CO-CH(R2)SH VII,
worin R2 die im Punkt 1 angegebene Bedeutung besitzt, an einer Verbindung der Formel VIII
R5-CH=C(R4)COOH VIII,
6. Verfahren nach Punkt 4 oder 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Addition einer Verbindung der Formel VII an einer Verbindung der Formel VIII, und die Cyclisierung einer Verbindung der Formel Vl in Gegenwart eines tert. Amines oder eines Acetates von Fe, Ni(II) oder Co(II) erfolgen.
7. Verfahren nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Addition und Cyclisierung in Gegenwart eines Acetates von Fe, Ni(II) oder Co(II) durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Dehydrierung einer Verbindung der Formel I katalytisch mittels O2 oder mittels eines Oxydationsmittels durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Dehydrierung katalytisch erfolgt.
10. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Dehydrierung mit Hilfe eines Oxydationsmittels erfolgt.
11. Verfahren nach Punkt 10, gekennzeichnet dadurch, daß das Oxydationsmittel gewählt ist aus der Reihe Schwefel, Thionylchlorid und Sulfurylchlorid.
12. Verfahren nach Punkt 11, gekennzeichnet dadurch, daß das Oxydationsmittel Thionylchlorid ist.
13. Verfahren nach einem der Punkte 2 bis 12, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindung der Formel Il als Hydrochlorid-N-chloracetyliert wird.
14. Verfahren nach einem der Punkte 2 bis 13 zur Herstellung von N-(2,4-Dimethylthien-3-yl)-N-(1-methoxyprop-2-yl)-chloracetamid.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2002099182A1 (de) * 2001-05-29 2002-12-12 Armstrong Dlw Ag Flexibler bodenbelag mit regenerativer, schmutzabweisender oberfläche

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