DD237251A1 - Fungizides mittel - Google Patents

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DD237251A1
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DD
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fungicidal agent
phytophthora infestans
fungicidal
maneb
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DD27647785A
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English (en)
Inventor
Horst Luthardt
Christine Fieseler
Monika Wind
Holger Biering
Horst Hoelzel
Wilfried Kramer
Heiko Mammen
Tilo Roethling
Original Assignee
Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein fungizides Mittel, insbesondere zur Bekaempfung von Phytophthora infestans. Als Wirkstoff enthaelt es neben ueblichen Hilfs- und Traegerstoffen Benzalacetophenon.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Kulturpflanzen werden u. a. anorganische Kupfersalze und metallorganische Kupfersalze und metallorganische Verbindungen der Ethylen- bis-dithiocarbamidsäure, z. B. Maneb (US-PS 2457674) sowie Morpholinderivate und Dithiocarbonate, z.B. Calixin (DT-PS 1198125) und Morestan (DT-PS 1100372) verwendet. Diese Wirkstoffe haben den Nachteil, daß sie gegen bestimmte Pilze, wie z. B. Phytophthora infestans, eine unzureichende Wirkung aufweisen.
Zur Bekämpfung des Pilzes Phytophthora infestans wurden in den letzten Jahren verstärkt 2.6-disubstituierte Anilinderivate eingesetzt (DE-OS 2212268, US-PS 4141989, BP-PS 1445387).
Ridomil, der bedeutendste Vertreter dieser Stoffklasse, weist eine gute Wirkung gegen Phytophthora auf. Die Synthese dieser Verbindung ist jedoch sehr aufwendig.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ökonomisch vorteilhaft herstellbare Fungizide zu entwickeln, die auch bei niedrigen Konzentrationen eine gute Wirkung gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäuie Phytophthora infestans aufweisen und ein breites fungizides Wirkungsspektrum besitzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das neue fungizide Mittel neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff Benzalacetophenon enthält.
Das erfindungsgemäße Mittel weist im Vergleich zu Ridomii und Maneb eine stärkere fungizide Wirkung gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel (Phytophthora infestans) und des Getreidemehltaus (Erysiphe graminis) auf.
Der erfindungsgemäße Wirkstoff hat weiterhin den Vorteil, daß er wesentlich einfacher als die angeführten Handelspräparate auf bekannte Weise durch Aldolreaktion aus Benzaldehyd und Acetophenon synthetisiert werden kann.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Wirkstoffes als fungizides Mittel erfolgt zweckmäßigerweise in den üblichen Zubereitungs- bzw. Ausbringungsformen, wie Lösungen, Emulsionen und Suspensionen, die unter Zusatz von flüssigen und/ oder festen Trägerstoffen bzw. Verdünnungsmitteln, zumeist unter Beigabe oberflächenaktiver Stoffe und anderer Formulierungshilfsmittel, bereitet und zur Anwendung mit Wasser verdünnt werden können.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
In vivo Test gegen Phytophthora infestans ,
Intakte Blätter von Tomatenpflanzen wurden mit einer Spritzbrühe, die 0,1 und 0,01 % Wirkstoff der erfindungsgemäßen Verbindung enthielt, behandelt und nach Antrocknen des Spritzbelages mit dem Testpilz infiziert. Die Inkubation erfolgte bei 200C und 96-100% relativer Luftfeuchte. Der Blattbefall durch den Schadpilz wurde am 5.Tag nach der Behandlung beurteilt und in Boniturnoten erfaßt.
Boniturschema
1 kein Bekämpfungserfolg . '
2 geringer Bekämpfungserfolg
3 mittlerer Bekämpfungserfolg
4 guter Bekämpfungserfolg
Als Vergleichssubstanzen dienten Ridomil [N-(1-carbmethoxy)-N-(methoxyacetyl)-2.6-dimenthylanilin] und Maneb 80 (Mangan ethylen-1.2-bis dithiocarbamat).
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.'."
Tabelle 1:
Hemmung des Wachstums von Phytophthora infestans durch das erfindungsgemäße Mittel. Verbindung Konzentration Boniturnote
ünbehandelte Kontrolle Maneb
Ridomil
erfindungsgemäßer Wirkstoff
1,3
3,0
Beispiel 2
In vitro-Test gegen Botrytis cinerea, Alternaria tenuis und Fusarium culmorum Die Testpilze Botrytis cinerea, Alternaria tenuis und Fusarium culmorum werden auf Agarplatten aufgeimpft, die Wirkstoffkonzentrationen von 0,1 und 0,01 % der erfindungsgemäßen Verbindung enthielten.
Die Auswertung des Pilzwachstums erfolgte am 10. Tag nach dem Boniturschema von Beispiel 1. Die Ergebnisse sind in Tabelle
zusammengefaßt.
In vivo-Test gegen Erysiphe graminis
Haferpflanzen wurden mit einer Spritzbrühe behandelt, die 0,1 % Wirkstoff der genannten erfindungsgemäßen Verbindung
enthielt.
Nach Antrocknen des Spfitzbelages wurde mit dem Testpilz infiziert. Der Befall der Haferpflanzen durch den Schadpilz wurde nach 7 Tagen analog dem Boniturschema unter Beispiel 1 ermittelt. Als Vergleichswirkstoffe wurden Ridomil, Maneb, Calixin und Morestan in die Untersuchungen einbezogen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Tabelle 2
Hemmung des Wachstums phytopathogener Pilze durch den erfindungsgemäßen Wirkstoff
Verbindung
Botrytis cinerea
Bohiturnoten
Alternaria Fusarium
tenuis culmorum
Erysiphe graminis
0,1 0,01
0,1, 0,01
0,1 0,01
0,1 %
Maneb 4 4
Ridomil 4 3
Morestan - -
Calixin -
erfindungsgemäßer Wirkstoff 4 2
4 4
4 4
4 4
3,7

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Fungizides Mittel, vorzugsweise gegen Phytophthora infestans, gekennzeichnet dadurch, daß es neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff Benzalacetophenon enthält.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein neues fungizides Mittel zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Kulturpflanzen, vorzugsweise zur Bekämpfung des Erregers der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel.
DD27647785A 1985-05-20 1985-05-20 Fungizides mittel DD237251A1 (de)

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