DE3631993C2 - Feuerabweisende Abdeckung - Google Patents

Feuerabweisende Abdeckung

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    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/92Protection against other undesired influences or dangers
    • E04B1/94Protection against other undesired influences or dangers against fire
    • E04B1/948Fire-proof sealings or joints

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Description

Die Erfindung betrifft eine feuerabweisende Abdeckung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind Feuer- oder Rauchsperren bekannt, die sich über Dehnfugen erstrecken.
Eine feuerabweisende Abdeckung der eingangs genannten Art ist aus der DE-OS 23 51 723 bekannt. Dort kommt ein die Dehnfuge überspannender Streifen aus einer Metallfolie zum Einsatz, bei der es sich um eine Folie aus gehärtetem Stahl handelt. Ein solcher gehärteter Stahl ist mit rostfreiem Stahl nicht zu vergleichen. Die Metallfolie aus gehärtetem Stahl kann auf ihrer dem Feuer ausgesetzten Außenseite mit einem Asbestgewebe bedeckt sein. Das Asbestgewebe selbst ist durch einen mit Aluminium bedeckten Filz geschützt. Ein derartiges Brandschutz-System ist beim jetzigen Kenntnisstand infolge der Verwendung eines Asbestgewebes überhaupt nicht mehr einsetzbar. Außerdem sind dort im Inneren des umgebogenen, d. h. zusammengefalteten Metallfolien-Streifens mehrere komprimierte Asbestwülste angeordnet, die unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Für die Verwendung von Asbestmaterial für die besagten Wülste gelten die oben gemachten Ausführungen entsprechend. Außerdem ist die Ausbildung dieser bekannten Erfindung aus allen diesen Einzelteilen sehr aufwendig. Die Befestigung des Metallfolienstreifens zwischen zwei Gebäudestrukturen erfolgt dort durch Verklebung bspw. mittels eines Epoxy-Harzes. Eine solche Verklebung ergibt jedoch keine zuverlässige Befestigung der feuerabweisenden Abdeckung, was einen weiteren Mangel dieser bekannten Abdeckung darstellt. Infolge seines Aufbaus weist diese bekannte Abdeckung auch noch den Mangel auf, daß die Wärmeisolations- bzw. die Brandschutzeigenschaften Wünsche offen lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine feuerabweisende Abdeckung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine ausgezeichnete Isolation gegen Feuer, Hitze und/oder Rauch darstellt, und die auch nach einer langen Einsatz- bzw. Verwendungsdauer zuverlässig funktioniert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Abdeckung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Durch die Verwendung einer Folie aus rostfreiem Stahl und insbes. dadurch, daß durch diese Folie in der Dehnfuge zwischen den Gebäudestrukturen ein definierter Hohlraum festgelegt ist, ergibt sich eine einfache und zuverlässige Sperre, d. h. Isolation gegen Feuer, Hitze und/oder Rauch, die auch bei extremen Temperaturen zuverlässig wirksam ist. Desweiteren ist die erfindungsgemäße Abdeckung zwischen benachbarten Gebäudestrukturen einfach und zeitsparend zuverlässig befestigbar.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Abdeckung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Seitenansicht einer Ausführungsform der feuerabweisenden Abdeckung zwischen zwei Gebäudestrukturen,
Fig. 2 einen Abschnitt der Abdeckung in einer Schnittdarstellung zur Verdeutlichung einer Befestigungsstange,
Fig. 3 eine Schnittansicht einer Halteplatte zur Verwendung bei der Abdeckung gemäß Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt durch ein Sperrlaminat,
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch eine andere Ausführungsform der Abdeckung,
Fig. 6 eine räumliche Darstellung eines Abschnittes einer weiteren Form der Abdeckung,
Fig. 7 einen Schnitt durch einen Schichtenaufbau für eine Abdeckung gemäß Fig. 5, und
Fig. 8 einen Abschnitt einer anderen Schichtenausbildung für eine feuerfeste Abdeckung.
Fig. 1 zeigt eine feuerfeste Abdeckung 10 zum Verschließen einer Dehnfuge 12 zwischen Tragstrukturen 18 und 20 benachbarter Gebäudestrukturen 14 und 16, d. h. Gebäudeaußenwänden, -innenwänden, -flurabschnitten o dgl., zwischen welchen Ausdehnungen möglich sein müssen. Die Abdeckung 10 kann im Inneren oder auf der Außenseite angewandt werden, um Bewegungen z. B. durch Windeinwirkung, seismische Störungen, Vibrationen oder andere Bewegungskräfte auszugleichen und gleichzeitig eine Feuersperre 24 zu bilden.
Die Abdeckung weist Tragstrukturen 18 und 20 auf, die an beiden Seiten einer Dehnfuge 12 befestigt sind. Ein Verbindungsdeckel 22 ist über der Dehnfuge gleitbeweglich angeordnet. Der Deckel 22 stellt eine anpassungsfähige Fläche 26 dar, die z. B. für eine architektonische Verblendung oder für eine funktionelle Mitwirkung geeignet ist wie sie bspw. im Fall einer Fluroberfläche gegeben ist. Der Deckel 22 ist relativ zu den Tragstrukturen 18 und 20 ununterbrochen zentrisch vorgesehen. Die Tragstrukturen 18 und 20 sind an den Gebäudestrukturen 14 und 18 durch Befestigungselemente gehalten, von welchen nur die Achsen 28 und 30 angedeutet sind.
Ein Paar Konsolen 36 und 38 sind an den Innenflächen 40 und 42 der Gebäudestrukturen 14 und 16 einander gegenüberliegend befestigt. Die Konsole 36 hält ein Flächenteil der Sperre 24 fest, das an der Struktur 14 anliegt. Es weist eine rechtwinkelige angeschweißte Konsole 44 auf, die einen Bolzensitz für ein Befestigungselement bildet, das entlang der Achse 46 ausgerichtet und befestigt ist. Eine zusätzliche Bolzenbefestigung mit der Tragstruktur 18 ist durch die Achse 32 angedeutet. An der gegenüberliegenden Seite ist eine Befestigungskonsole 38 vorgesehen, die mit Eckwinkeln 38a und 38b ausgebildet und entlang den Achsen 48 und/oder 50 an der Innenfläche 42 der Struktur 16 befestigt ist, wobei eine (der Konsole 44 ähnliche) Winkelkonsole für 45°-Befestigungen vorgesehen sein kann. Das untere Teil der Befestigungskonsole 38 weist eine angeschweißte Winkelkonsole 52 aus Federstahl auf, die einen Halteflansch 54 bildet, der vom Konsolenrand 38b einen Abstand aufweist und in Längsrichtung der Konsole 38 einen Raum 56 festlegt. Der Raum 56 ist mit einem anschwellenden, expandierenden, feuerfesten Abdicht-Verbund zur nachfolgenden Aufnahme eines Keders 60 gefüllt, wobei sich der Abdicht-Verbund an den Keder 60 durch die Federöffnung 54 hindurch dicht anlegt.
Am oberen Rand der Konsole 38 ist an den Eckwinkel bzw. Konsolenrand 38a ein abgewinkelter Streifen 62 aus Federstahl durch Punktschweißen angeschweißt. Der Streifen 62 erstreckt sich unter einem Winkel von ca. 30° zur Konsole 38 hin. Er liegt an einer rechtwinkligen Konsole 64 an und bildet eine Schlitzöffnung 66, die zur Aufnahme eines Keders 68 der Feuersperre 24 dient. Die Winkelkonsole 64 ist ebenfalls an die Konsole 38 angeschweißt. Der längliche Raum 70, der durch den abgewinkelten Streifen 62 und die winkelige Konsole 64 gebildet ist, ist mit einem Abdicht-Verbund 58 gefüllt, wobei nach der Füllung mit dem Abdicht-Verbund der Keder 68 durch den Federspalt 66 eingesteckt wird. Ein bevorzugtes feuerfestes Abdicht-Verbund-Material zur Verwendung in den Längsräumen 56 und 70 wird von der Fa. Metalines Inc., Oklahoma City, Oklahoma, USA unter dem Warenzeichen METACAULK vertrieben.
Die Feuersperre 24 ist flexibel und erstreckt sich zwischen den Kedern 68 und 60. Sie weist senkrecht zur Ebene der Fig. 1 eine Länge auf, die durch die Länge der Dehnfuge 12 bestimmt ist. Die Breite der Sperre 24 ist durch die Ausdehnung entlang der Fuge 12 bestimmt. Die Sperre 24 besteht aus dem Keder 68, der sich in einen oberen Sperrabschnitt 72 aus geschichteten rostfreien Stahlstreifen und Aluminiumoxid- Kieselerde-Fasermaterial fortsetzt, der sich zu einem Halteteil 74 erstreckt, das aus einer Vielzahl Lagen aus rostfreien Stahlstreifen besteht. Das Halteteil 74 erstreckt sich dann weiter zu einem unteren Sperrabschnitt 76 aus einer Vielzahl Lagen aus rostfreien Stahlstreifen und Aluminiumoxid- Kieselerde-Material, der schließlich im Keder 60 endet. Durch den einstückigen Aufbau ist die vielsegmentige Feuersperre 24 durch das Installationspersonal in beengten oder erhöhten Räumen einfach handhabbar, wodurch in einfacher Weise eine schnelle dauerhafte Befestigung möglich ist.
Der obere Sperrabschnitt 72 besteht aus drei Schichten aus rostfreier Stahlfolie 78, 80 und 82 mit dazwischen eingefügten Aluminiumoxid-Kieselerde-Papierschichten 84 und 86. Die rostfreie Stahlfolie kann z. B. vom Typ 321 getempert bestehen, und eine bestimmte Dicke von z. B. 0,05 mm aufweisen. Es können jedoch auch andere Foliendicken zur Anwendung gelangen. Zur Verwendung als Zwischenschicht 84 und 86 sind eine Vielzahl von Aluminiumoxid-Papieren oder -Materialien verfügbar, empfohlen wird eine Zwischenschicht, die unter dem Warenzeichen FIBERFRAX 970 von der Fa. Carborundum Company, Niagara Falls, New York/USA, vertrieben wird, wobei das Papier im wesentlichen aus einem anorganischen Gemisch aus Al2O3 und SiO2 mit Bindemitteln besteht.
Der untere Sperrabschnitt 76 ist dreilagig dargestellt. Die rostfreie Stahlstreifenlage 78 ist bspw. durch ein geeignetes Hochtemperatur-Verbindungsmittel an der Oberfläche unter der Haltekonsole 36 befestigt. Zwischen den rostfreien Stahlstreifen 80 und 82 ist ein Aluminiumoxid-Kieselerde- Material 88 eingefügt, das sich über die Dehnfuge erstreckt. Das Aluminiumoxid-Kieselerde-Material 88 ist vergleichsweise dick und bildet eine Keramikabschirmung niedriger Wärmeleitfähigkeit und ausgezeichneter Hitzebeständigkeit. Als Material 88 empfiehlt sich ein Material, das unter dem Warenzeichen FIBERFRAX, DURA-BLANKET verfügbar ist, hierbei handelt es sich um eine Aluminiumoxid- Kieselerde-Faserwatte, die ebenfalls von der Fa. The Carborundum Company hergestellt und vertrieben wird. Das Gebilde aus den Lagen 80 und 82 und dem dazwischen eingefügten Material 88 kann einteilig verbunden sein. In manchen Fällen kann sich eine voneinander beabstandete Anordnung als vorteilhaft erweisen. Es kann auch vorteilhaft sein, nur einen einfachen oberen oder unteren Sperrabschnitt 72 oder 76 vorzusehen.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Keder 60 (s. Fig. 1) durch Umbördeln einer rostfreien Stahlfolie um die Stange 90 herum gebildet ist. Die Stange 90 weist einen bestimmten Durchmesser auf, der zum passenden Zusammenwirken mit der Federöffnung 54 (s. Fig. 1) dimensioniert ist. Die Aluminiumoxid-Kieselerde-Schicht 88 endet in einem Abstand von der Stange 90 und die die besagte Schicht 88 einhüllenden rostfreien Stahlstreifen 80 sind derart miteinander verbunden, daß nur der rostfreie Stahlstreifen 80 als ein Randabschnitt 92 über den Streifen 82 übersteht. Der Randabschnitt 92 ist eng­ anliegend um die Keder 90 herumgebogen und an der Keder 90 befestigt. Die Keder 90 kann aus jedem beliebigen Material bestehen und einen bestimmten Durchmesser aufweisen. Ein bevorzugtes Stangenmaterial ist ein geflammtes galvanisiertes Drahtmaterial.
Fig. 3 zeigt eine alternative Ausbildung der Befestigungskonsole 38, die am oberen Ende eine andere rückfedernde Vorrichtung aufweist. Das untere Ende der Befestigungskonsole 38 ist gleich ausgebildet wie das in Fig. 1 dargestellte untere Ende. Es weist eine Winkelkonsole 52 auf, die zur Festlegung eines länglichen Raumes 56, der durch eine Öffnung 54 zugänglich ist, an der die Konsole 38 festgeschweißt ist. Das obere Ende der Befestigungskonsole 38 ist mit einer spitzwinkligen Konsole 92 ausgebildet, die festgeschweißt ist und die sich in einem Winkelteil 94 fortsetzt, das mit einer Winkelkonsole 62 (ähnlich der in Fig. 1 gezeichneten) fluchtet und eine Öffnung 96 festlegt. Ein zugehöriger Keder kann durch die Öffnung 96 eingezwängt werden, so daß er innerhalb der Masse der feuerfesten Abdichtung 58 rückfedernd vorgesehen ist. Der davon abgewandte zweite Keder wird auf ähnliche Art und Weise durch die untere Federöffnung 54 festgehalten. Die Ausbildung der Konsolenstrukturen ist abhängig vom Typ und der Größe der Installationen und der Leichtigkeit, mit welcher Installateure die zusammenwirkenden Komponenten handhaben können.
Die Feuersperre 24 gemäß Fig. 1 zeigt eine relativ einfache Ausbildung, bei welcher die obere Sperre 72 aus drei rostfreien Stahlfolienstreifen besteht, zwischen welche zwei Aluminiumoxid-Kieselerde-Sperren eingefügt sind. Der untere Abschnitt 76 der Sperrkombination weist demgegenüber zwei rostfreie Stahlschichten und eine Aluminiumoxid-Kieselerde- Schicht auf. Der Abstand zwischen den Sperrabschnitten 72 und 76 hängt im allgemeinen von dem zwischen diesen Abschnitten enthaltenen Luftvolumen ab. Das bedeutet, daß die Tiefe des Luftraumes zwischen den Sperrabschnitten 72 und 76 proportional zur Breite der Dehnfuge zwischen den Innenwänden 40 und 42 ist.
Zur besseren Gewährleistung spezieller Hitze- und/oder Expansionseigenschaften können andere Kombinationen und Anzahlen von Schichten aus rostfreier Stahlfolie und Aluminiumoxid-Kieselerde-Schichten verwendet werden. Bei Temperaturen um 1100°C bestehen über 80% der Hitze aus Strahlungswärme, wobei die mindestens eine Falte aus rostfreier Stahlfolie durch Reflexion sehr viel zur Wirksamkeit der Sperre beiträgt. Bei niedrigen Temperaturen um 150°C und darüber werden um 90% der Wärmeenergie durch Wärmeströmung oder Wärmeleitung weitergegeben, wobei das Aluminiumoxid-Kieselerde- Papier und/oder -Gewebe sehr viel zur Bekämpfung von Hitzewirkungen beiträgt. Der größte Teil der Wärmestrahlung, der im Bereich infraroter Wellenlängen liegt, wird durch die rostfreie Stahlabschirmung reflektiert.
Dehnfugen-Verbindungsstrukturen wie die in Fig. 1 dargestellte sind für alle möglichen Anwendungen geeignet und weisen solche Feuersperreigenschaften auf, daß in der Dehnfuge sowohl eine Feuersperre als auch eine Rauchabdichtung gewährleistet wird. Die Abdeckung kann mit optimaler Wirksamkeit in jedem Flur, an jeder Decke, an jeder Vorhangwand, an jeder Durchfahrt oder bei anderen Innenanwendungen sowie bei Gebäudeaußenanwendungen zum Einsatz gelangen. Bei Vorhangwandanwendungen kann es jedoch erforderlich sein, zur Thermokopplung, wie sie bei Standardprüfverfahren verwendet wird, eine Extraschicht aus rostfreier Stahlfolie einzufügen. Das kann insbes. während der Zeit erforderlich sein, während welcher durch die International Conference of Building Officials der Hitzetest gemäß ASTM No. E119 durchgeführt wird.
Fig. 4 zeigt eine alternative Ausbildung eines Sperrlaminates 100, das wahlweise als eine Flammen- und Rauchsperre verwendet werden kann, und das in eine ausgewählte Anzahl von Schichten eingefügt sein kann in Kombination mit jenen, wie sie in der Dehnfugen-Verbindungsstruktur gemäß Fig. 1 gezeigt sind. Das Sperrlaminat 100 ist aus einem Kieselerdegewebe 102 gebildet, das mit Silikongummi 104 bedeckt ist, über welchem eine weitere Schicht aus einer rostfreien Stahlfolie 106 vorgesehen ist. Das feuerfeste Gewebe 102 ist unter dem Warenzeichen REFRASIL bekannt, das mit dem Silikongummi 104 bedeckt ist und auf den anschließend die rostfreie Stahlfolie 106 aufgerollt wird, um sie mit dem Silikongummi 104 zu verbinden. Für die Unterlage können verschiedene feuerfeste Gewebe 102 verwendet werden, da der Silikongummi 104 zur Befestigung der rostfreien Stahlfolie auf der Unterlage dient. Im Betrieb ist die Sperre 100 mit der rostfreien Stahlfolie 106 zur möglichen Hitze- oder Flammenquelle hin ausgerichtet, so daß ihr Reflexionsvermögen der Strahlungsenergie entgegenwirkt. Die Kombinationen von Sperren 100 können auch in mehreren Schichten oder beabstandeten Reihen verwendet werden, welche leere Lufträume festlegen, und die einen wirksamen Schutz gegen Flammen und Hitze bilden.
Fig. 5 zeigt eine weitere Form einer Dehnfugen- Verbindungsstruktur 110 in Kombination mit einer Feuersperre 112, die über einer Dehnfuge 114 angeordnet ist. Die Dehnfugen-Verbindungsstruktur 110 ist zwischen benachbarten Deckstrukturen 116 und 188 befestigt, wobei die einander gegenüberliegenden Randabschnitte ausgenommen sind, um einander entgegengesetzt angeordnete Befestigungsplatten 120 und 122 aufzunehmen, die durch jeweilige Anker 124 und 126 an den Rändern befestigt sind. Es versteht sich, daß derartige Verbindungsstrukturen notwendigerweise eine längliche Gestalt aufweisen und daß die Befestigungsplatten 120 und 122 länglich ausgebildet sind, wobei entlang der Länge der Struktur zusätzlich eine Vielzahl Anker 124 und 126 erforderlich sind.
Anschließend werden zum Halten einer zentrierten Deckelplatte 132 auf entgegengesetzten Seiten Halte-Unterstrukturen 128 und 130 angeordnet. Die Unterstruktur 128 weist eine Winkelkonsole 134 auf, die zum Halten einer Nockenführung 136, welche daran durch eine Vielzahl von Bolzen 138 befestigt ist, entlang der Befestigungsplatte 120 festgeschweißt ist. Auf ähnliche Weise enthält die an der entgegengesetzten Seite vorgesehene Unterstruktur 130 eine Winkelkonsole 148 zum Halten einer Nockenführung 150, die daran mittels einer Vielzahl von Bolzen 152 befestigt ist. Die Verdeckstruktur ist in der Nachbarschaft der jeweiligen Unterstruktur 128 und 130 mit einem dünnen Mörtel 154 und 156 ausgefüllt. Die Deckelplatte 132 wird dann darüber mittels Befestigungsbolzen 158 befestigt, wobei der Deckel 132 mittels einer drehbaren Zentrierstange 160 und entgegengesetzt angeordneten Nockenrollen 162 und 164 zentriert wird, die in den jeweiligen Nockenführungen 136 und 150 ruhen.
Die Feuersperre 112 kann wieder aus einer oberen Sperre 166 und einer unteren Sperre 168 bestehen, die voneinander einen vorbestimmten Abstand aufweisen, wodurch zwischen ihnen ein erforderlicher leerer Luftraum gegeben ist. Die obere Sperre 166 besteht aus einer Vielzahl rostfreier Stahlstreifen mit dazwischen eingefügten Schichten aus feuerfestem Papier, z. B. Aluminiumoxid-Kieselerde-Papier, wie es weiter oben beschrieben wurde. Jede beliebige Anzahl von Streifen aus rostfreier Stahlfolie und feuerfestem Material kann ausgewählt werden. Wie in dieser Figur dargestellt wurde, weist die Sperre 112 drei Schichten aus rostfreien Stahlstreifen 170, 172 und 174, 176 und 178 auf. Die obere Sperre 166 weist zur flexiblen Bewegung eine Faltenform auf, wobei das feuerfeste Material an Faltkanten 180 und 182 endet und wobei die rostfreien Stahlstreifenabschnitte sich zur Ausbildung von Befestigungsstreifenabschnitten weitererstrecken. Auf ähnliche Weise besteht die untere Sperre 168 aus einem Paar von rostfreien Stahlstreifen 184 und 186 mit einer dazwischen eingefügten Schicht 188 aus feuerfestem Material, wobei nur die rostfreien Stahlenden sich nach oben erstrecken und Befestigungslaschen bilden.
Eine Vielzahl von Befestigungsplatten, die bspw. aus einem Streifenmaterial mit einer Dicke von 1,6 mm gebildet sind, werden zum Verankern und Halten der Sperren 166 und 168 in passender Position verwendet. Eine rechtwinklige Befestigungsplatte 190 ist durch einen Bolzen 192 befestigt zum Festklemmen der Folienlaschenenden 184 und 186 über einer Biegekante 194. Auf ähnliche Weise ist eine Klemmplatte 196 durch Bolzen 152 befestigt zum Halten der entgegengesetzten Seiten von rostfreien Stahlstreifen 184 und 186 in der Nachbarschaft der Oberfläche des Verdeckabschnittes 118. Die oberen rostfreien äußeren Stahllaschenabschnitte der oberen Sperre 166 werden auf ähnliche Weise festgehalten. Eine Klemmplatte 200 und Bolzen 192 befestigen eine Seite der rostfreien Stahlstreifen 170, 172 und 174, während eine Klemmplatte 202 in Verbindung mit Befestigungsbolzen 152 auf der entgegengesetzten Seite dieselbe Wirkung ergibt.
Auch die Ausführungsform gemäß Fig. 5 zeigt wieder eine obere Sperre aus drei Schichten aus rostfreien Stahlstreifen mit zwei dazwischen eingefügten Streifen aus feuerfestem Papier. Die untere Schicht 168 besteht wieder aus zwei Schichten aus rostfreien Stahlstreifen, zwischen welchen eine Lage aus feuerfestem Dämpfungsmaterial vorgesehen ist. Das Papier- und/oder Dämpfungsmaterial kann aus FIBERFRAX bestehen, wie es weiter oben beschrieben wurde; es kann jedoch auch aus anderen vergleichbaren feuerfesten Materialien bestehen. Die rostfreie Stahlabschirmung ist vorzugsweise eine relativ dünne rostfreie Stahlfolie, wobei das Gewicht der Sperre in den meisten Anwendungen und insbes. dort eine sehr wichtige Rolle spielt, wo die Handhabung und Installation in großer Höhe oder an anderen gefährlichen Stellen erforderlich ist. Die Sperren 166 und/oder 168 können derart ausgebildet sein, daß die einzelnen Schichten miteinander verbunden sind; die einzelnen Schichten können jedoch auch lose vorgesehen sein, so daß zwischen ihnen eine relative Bewegung möglich ist. In einigen Fällen kann es für die einzelnen Schichtkomponenten wünschenswert sein, daß sie ihre relative Positionierung selbst durchführen, um einen bestimmten inneren Luftraum zu bilden.
Fig. 6 zeigt in einer vergrößerten Darstellung einen Abschnitt des Sperrmaterials ähnlich dem in Fig. 4 dargestellten. Es weist ein inneres feuerfestes Material 210 auf, bei dem es sich um ein feuerfestes Gewebe handeln kann, das unter dem Warenzeichen REFRASIL bekannt ist, oder das aus einem anderen Gewebe oder Dämpfungsmaterial sein kann. Das Material 210 kann auf den beiden gegenüberliegenden Seiten mit einer Silikongummi-Umhüllung 212 und 214 heißversiegelt sein, auf der jeweils ein rostfreier Stahlfolienstreifen 216 und 218 befestigt ist.
Fig. 7 zeigt eine untere Sperre 168 gemäß Fig. 5, die äußere rostfreie Stahlstreifen 184 und 186 aufweist, welche einen Innenstreifen aus feuerfest ein Dämpfungsmaterial 188 einschließen, der sich nur zwischen den Faltkanten 220 und 222 erstreckt. Die Ränder oder Laschenabschnitte 224 und 226 der rostfreien Stahlstreifen erstrecken sich zum Zwecke der Klemmung oder einer anderen Befestigung über die Dehnungsfuge. Die Ränder können mit Überlappungen ausgebildet und zur Verbindung eines Folienstreifens mit dem anderen vorgesehen sein. Bspw. können die Ränder des Folienstreifens 186 über den oberen Streifen 184 herumgefaltet sein. Die einzelnen Lagen der Sperre gemäß Fig. 7 können durch die Silikongummi-Umhüllung (s.Fig. 6) oder durch ein anderes im Handel erhältliches Verbindungsmittel miteinander verbunden sein. Die Lagen können jedoch auch lose aneinander anliegen, um eine größere Flexibilität der Sperre zu ermöglichen.
Fig. 8 zeigt noch eine andere Kombination, welche die einfachste Form einer zweilagigen Sperre darstellt, wobei ein Streifen aus einer rostfreien Stahlfolie oder Abschirmung 230 mit einer Schicht aus feuerfestem oder Dämpfungs-Material 232 verwendet wird. Der Streifen 230 und die Schicht 232 können miteinander verbunden oder nebeneinander lose angeordnet sein, und die Orientierung der Folienseite der Sperre kann entsprechend der jeweiligen Anwendung variieren. Die zweilagige Sperre 228 kann zur Bildung einer hochwirksamen, leichtgewichtigen, preisgünstigen Hitze- und Flammensperre dienen, die für viele Konstruktionsanwendungen geeignet ist.
Die oben beschriebenen Feuer- und Rauchsperren ermöglichen unterschiedliche Kombinationen von rostfreier Stahlfolie mit Schichten aus feuerfestem Material, z. B. Papier, Geweben und Dämmungsmaterialien, um eine vielseitig anwendbare Flammen-, Hitze- und Rauchsperre zu liefern, die ein geringes Gewicht aufweist, leicht zu installieren und die kostengünstig ist.

Claims (16)

1. Feuerabweisende Abdeckung für eine eine definierte Breite aufweisende Dehnfuge (12) zwischen einer ersten und einer zweiten Gebäudestruktur (14, 16) mit einer ersten und einer zweiten Tragstruktur (18, 20), die an der ersten und an der zweiten Gebäudestruktur (14, 16) an den entsprechenden Seiten der Dehnfuge (12) befestigbar sind, und mit mindestens einem Streifen (78, 80, 82; 106; 170, 172, 174, 180, 184, 186; 234) aus einer Metallfolie, die mit ihrem ersten Rand (60, 64) an der ersten Tragstruktur und mit ihrem zweiten Rand (190, 194) an der zweiten Tragstruktur befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallfolie aus rostfreiem Stahl besteht,
daß die erste und die zweite Tragstruktur (18, 20) Metallkonsolen aufweist,
daß die Folie mindestens zweimal so breit ist wie die Dehnfuge (12), und
daß die erste und die zweite Konsole einen ersten und einen zweiten Abschnitt der Folie in einem Abstand voneinander halten, daß zwischen dem ersten und dem zweiten Folienabschnitt ein Hohlraum (12) festgelegt ist.
2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum gleitfähigen Aufliegen auf der ersten und auf der zweiten Tragstruktur ein Deckel (22, 132) vorgesehen ist.
3. Abdeckung nach Anspruch 1 der 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie mindestens einen Streifen (82, 84, 86; 102, 176, 188, 210, 232) aus feuerfestem Material aufweist, der an die Metallfolie angrenzt.
4. Abdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von rostfreien Stahlfolien übereinander angeordnet sind, wobei zwischen benachbarten Folien mindestens ein Streifen aus feuerfestem Material eingefügt ist.
5. Abdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste, eine zweite und eine dritte rostfreie Stahlfolie vorgesehen sind, und daß der Streifen aus feuerfestem Material zwischen der ersten und der zweiten Folie dicker ist als der Streifen zwischen der zweiten und der dritten Folie.
6. Abdeckung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das feuerfeste Material eine Aluminiumoxid- Kieselerde-Mischung ist.
7. Abdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das feuerfeste Material ein Aluminiumoxid-Kieselerde- Papier aufweist.
8. Abdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das feuerfeste Material ein keramisches Aluminiumoxid-Kieselerde-Dämpfungsmaterial aufweist.
9. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Konsole mit einem Kanal mit einer Befestigungsplatte (42) und abgewinkelten Randpaneelen (38a, 38b) versehen ist, und daß eine erste Federkonsole (52) zur entfernbaren Aufnahme und zur Halterung des zweiten Folienrandes an der Konsole befestigt ist.
10. Abdeckung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite Federkonsole (62) am Kanal (38) zur entfernbaren Aufnahme und zur Halterung des ersten Folienrandes befestigt ist,
daß die erste Konsole (36) zur Befestigung eines zentralen Teiles der Folie an der ersten Tragstruktur vorgesehen ist, und
daß der erste und zweite Abschnitt der Folie, die von einem zentralen Abschnitt der Folie wegstehen, die Dehnfuge zweimal überspannt.
11. Abdeckung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung des Haltevermögens in der zweiten Federkonsole (38) eine Kederstange (90) vorgesehen ist.
12. Abdeckung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung des Haltevermögens in der zweiten Federkonsole eine weitere Kederstange (77) vorgesehen ist.
13. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Folie (168) mittels der Konsolen an der ersten und an der zweiten Gebäudestruktur befestigbar ist, wobei ein zentraler Abschnitt der ersten Folie die Lücke überspannt, und daß an der ersten und zweiten Gebäudestruktur außerdem eine zweite Folie (166) befestigbar ist, welche von der ersten Folie einen Abstand hat, um den Hohlraum festzulegen.
14. Abdeckung nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Abschnitt drei Folienstreifen mit dazwischen eingefügtem feuerfestem Gewebe aufweist, und daß der zweite Abschnitt zwei Folienstreifen mit dazwischen eingefügtem feuerfestem Gewebe aufweist.
15. Abdeckung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten und zweiten Konsole ein feuerfestes Abdichtungsverbundmaterial (58, 70) vorgesehen ist, das um den ersten und zweiten Rand herumvulkanisiert ist.
16. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Laminat aus Kieselerdegewebe an mindestens einer Seite des mindestens einen Streifens aus rostfreier Stahlfolie mit Silikongummi (104) verbunden ist.
DE3631993A 1985-09-23 1986-09-20 Feuerabweisende Abdeckung Expired - Fee Related DE3631993C2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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