DD247885A1 - Verfahren zur herstellung von zeolithgranulat - Google Patents

Verfahren zur herstellung von zeolithgranulat Download PDF

Info

Publication number
DD247885A1
DD247885A1 DD28896586A DD28896586A DD247885A1 DD 247885 A1 DD247885 A1 DD 247885A1 DD 28896586 A DD28896586 A DD 28896586A DD 28896586 A DD28896586 A DD 28896586A DD 247885 A1 DD247885 A1 DD 247885A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
zeolite
granules
deformation
production
polymer electrolyte
Prior art date
Application number
DD28896586A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Pilchowski
Karl-Heinz Bergk
Wolfram Bettke
Werner Hoese
Helmut Fuertig
Original Assignee
Univ Halle Wittenberg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Univ Halle Wittenberg filed Critical Univ Halle Wittenberg
Priority to DD28896586A priority Critical patent/DD247885A1/de
Publication of DD247885A1 publication Critical patent/DD247885A1/de

Links

Landscapes

  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zeolithgranulat mit erhoehter Festigkeit und gleichzeitig hoher dynamischer Adsorptionskapazitaet. Erfindungsgemaess wird diese Zielstellung durch die Verwendung einer waessrigen Loesung eines aus Phenol, Natriumsulfit, b-Naphthol und Formaldehyd hergestellten anionischen Polymerelektrolyts (Wotamol DF-Loesung) als Verformungsfluessigkeit erreicht. Das Zeolithgranulat ist als Adsorbens fuer selektive Adsorptions- und Trennprozesse, als Katalysator bzw. Katalysatortraeger sowie als Ionenaustauscher einsetzbar.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zeolithgranulat, das in der Technik als Adsorbens für selektive Adsorptions- und Trennprozesse, als Katalysator bzw. Katalysatorträger sowie als Ionenaustauscher eingesetzt werden kann.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zeolithe fallen bei der Synthese in Form eines feinkristallinen Pulvers mit Partikelgrößen <100μχη an. Für technische Anwendungen, z. B. als Adsorbens in Adsorptionssäulen, ist eine Verformung zu Granulaten unerläßlich. Es ist bekannt, zur Herstellung von Zeolithgranulaten als Bindemittel natürlich vorkommende Tone und als Verformungsflüssigkeit Wasser einzusetzen.
Aufgrund der unterschiedlichen chemischen, mineralogischen und physikalischen Eigenschaften der Tone werden dabei die mechanischen und adsorptiven Eigenschaften der Zeolithgranulate differenziert beeinflußt. Bindemitteltone mit einem hohen Anteil an quellfähigen Schichtaluminiumsilikaten, z. B. montmorillonitreiche bzw. montmorillonit-illitreiche Tone, ergeben zwar bei der plastischen Verformung von Zeolithpulver mit Wasser als Verformungsflüssigkeit besonders feste Granulate, jedoch weisen diese Granulate eine für technische Zwecke unzureichende dynamische Adsorptionskapazität auf. Dagegen besitzen Zeolithgranulate, die mit kaolinitischen Tonen verformt worden sind, eine gute dynamische Adsorptionskapazität, aber eine niedrige mechanische Festigkeit.
Durch feste oder flüssige Zusätze während des Granulationsprozesses ist es möglich, Zeolithgranulate herzustellen, die entweder gute mechanische Festigkeiten besitzen oder eine hohe dynamische Adsorptionskapazität aufweisen. Derartige Zusätze, die die Festigkeit der Zeolithgranulate erhöhen sollen, sind nach DE-AS 1203238 SiO2-enthaltende Stoffe, nach SU-UHS 210104 alkalische Lösungen, nach US-PS 3382187 Alkalisilikatlösungen und nach DE-OS 2036821 Aluminiumhydroxidsole. Eine weitere Verbesserung der mechanischen Festigkeit ist durch die an die Verformung anschließende Nachbehandlung, beispielsweise Nachkristallisation zurteilweisen oder vollständigen Umsetzung der Bindemittelkomponente zu Zeolith oder Härtungsverfahren zur Verfestigung der Bindemittelmatrix, möglich. Diese Nachbehandlungsverfahren stellen aber einen erheblichen zusätzlichen Aufwand dar.
Die dynamische Adsorptionskapazität der Zeolithgranulate kann erhöht werden, wenn nach DD-PS 55326 Porenfüilsubstanzen während des Verformungsprozesses zugesetzt werden, die beim Glühen des Granulates herausbrennen und damit das Porenvolumen vergrößern. Es ist weiterhin bekannt, daß nach DD-PS 116207 durch Variation der Teilchengröße des Bindemittels die dynamische Adsorptionskapazität der Zeolithgranulate verbessert werden kann.
Die beschriebenen Verfahren führen zur Herstellung von Zeolithgranulaten mit bevorzugten mechanischen oder adsorptiven Eigenschaften, d. h. die Erhöhung der mechanischen Festigkeit wird mit der Verringerung der dynamischen Adsorptionskapazität und umgekehrt erkauft. Das ist ein Nachteil, der die Anwendung der Zeolithgranulate einschränkt; z. B. wird die Betriebsdauer eines Zeolithgranulates mit guter dynamischer Adsorptionskapazität durch die geringe mechanische Festigkeit begrenzt und die Vorteile der erhöhten dynamischen Adsorptionskapazität können nur teilweise genutzt werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Zeolithgranulaten mit erhöhter mechanischer Festigkeit und gleichzeitig hoher dynamischer Adsorptionskapazität unter Verwendung von tonigen Bindemitteln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine geeignetere Zusammensetzung der Verformungsflüssigkeit Zeolithgranulate mit erhöhter mechanischer Festigkeit bei Erhalt der dynamischen Adsorptionskapazität herzustellen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch Vermischen von Zeolith- und Tonpulver, Plastifizieren des homogenen Pulvergemisches mit Verformungsflüssigkeit, Granulieren der Mischung sowie Trocknen und Glühen des Granulates, wobei als Verformungsflüssigkeit die wäßrige Lösung eines aus Phenol, Natriumsulfit, /3-Naphthol und Formaldehyd hergestellten anionischen Polymerelektrolyts eingesetzt wird. Ein solcher anionischer Polymerelektrolyt ist nach DD-PS 150391 technisch herstellbar und trägt die Handelsbezeichnung WOTAMOL DF®.
Die Konzentration des Wotamol DF in dem wäßrigen Verformungsmittel soll im Bereich von 0,5 bis 2,0 Ma.-% liegen.
Für das erfindungsgemäße Verfahren können alle natürlichen tonigen Bindemittel und alle Zeolithtypen in jeder gewünschten Kationenform eingesetzt werden. Der Bindemittelgehalt der Granulate bewegt sich in den aus der Literatur bekannten Grenzen.
Die Verformung kann in bekannten Verformungsapparaten, z.B. Pelletierteller, Strangpressen u.a. erfolgen.
Ausführungsbeispiel
Ein CaNaA-Zeolith wird mit 22 Ma.-% (bezogen auf wasserfreie Substanzen) tonigem Bindemittel trocken vermischt und homogenisiert. Danach wird das Pulvergemisch mit Wotamol DF-Lösung unterschiedlicher Konzentration als Verformungsflüssigkeit plastifiziert und zu Strängen mit 3mm Durchmesser verpreßt. Nach dem sich anschließenden Trocknungs- und Glühprozeß werden die mechanischen und adsorptiven Kennziffern des Granulates bestimmt. Die typischen Kennziffern des Zeolithgranulates verändern sich in Abhängigkeit von der Wotamol DF-Konzentration der Verformungsflüssigkeit wie in der Tabelle 1 angegeben.
Tabelle 1: Kennwerte des Zeolithgranulates
Konzen Druck Abrieb Wasser Durchbruchskapazität
tration der festig dampfad- für n-Heptan bei der
Wotamol DF- keit sorptions- Trennung von
Lösung kapazität n-Heptan/Toluen-
Gemischen
(Ma.-%) (MPa) (%) (Ma.-%) (Ma.-%)
0 (Wasser) 23,1 18,5 15,8 5,04
0,5 28,5 16,5 15,6 4,98.
1,0 32,8 13,3 15,7 5,06
1,5 31,5 15,2 15,8 5,03
2,0 26,1 16,3 16,0 4,99
Aus der Tabelle 1 geht hervor, daß im Konzentrationsbereich von 0,5 bis 2,0 Ma.-% Wotamol DF die Druckfestigkeiten gegenüber reinem Wasser als Verformungsflüssigkeit angestiegen sind, während die Abriebwerte die umgekehrte Tendenz zeigen. Die statischen und dynamischen Adsorptionskapazitäten bleiben dagegen unbeeinflußt.

Claims (2)

  1. - 1 - /Al ÖÖO
    Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung von Zeolithgranulat durch Vermischen von Zeolith- und Tonpulver, Plastifizieren des homogenen Pulvergemisches mit Verformungsflüssigkeit, Granulieren der Mischung sowie Trocknen und Glühen des Granulates, gekennzeichnet dadurch, daß als Verformungsfiussigkeit die wäßrige Lösung eines aus Phenol, Natriumsulfat, /3-Naphthol und Formaldehyd hergestellten anionischen Polymerelektrolyts eingesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Konzentration des anionischen Polymerelektrolyts in der Verformungsflüssigkeit im Bereich von 0,5 bis 2,0 Ma.-% liegt.
DD28896586A 1986-04-10 1986-04-10 Verfahren zur herstellung von zeolithgranulat DD247885A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28896586A DD247885A1 (de) 1986-04-10 1986-04-10 Verfahren zur herstellung von zeolithgranulat

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28896586A DD247885A1 (de) 1986-04-10 1986-04-10 Verfahren zur herstellung von zeolithgranulat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD247885A1 true DD247885A1 (de) 1987-07-22

Family

ID=5578051

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD28896586A DD247885A1 (de) 1986-04-10 1986-04-10 Verfahren zur herstellung von zeolithgranulat

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD247885A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69917041T2 (de) Molekularsiebadsorbens zur gasreinigung und seine herstellung
DE1667671C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kieselgelgranulaten für Adsorptionsund Katalysatorzwecke
DE1261262B (de) Verfahren zur katalytischen Umwandlung einer Kohlenwasserstoffbeschickung
DE1237992B (de) Verfahren zur Herstellung von in Kieselsaeuregel oder Kieselsaeure-Metalloxyd-Mischgel eingebetteten kristallinen Aluminosilicat-Zeolithen
DE1203238B (de) Verfahren zur Herstellung von Molekularsiebformlingen
DE102012010109A1 (de) Bindemittelfreies zeolithisches Granulat mit Faujasitstruktur und Verfahren zurHerstellung eines derartigen bindemittelfreien zeolithischen Granulats nebst Verwendung
DE2805336A1 (de) Verfahren zur herstellung von bifunktionellen katalysatoren zur umwandlung von kohlenwasserstoffen
DE2025893A1 (de) Glasfaserverstärkte Zeohth Granulate
DE2917313C2 (de)
DE3401485A1 (de) Verfahren zur herstellung von molekularsiebformkoerpern
EP1397205A2 (de) Anorganische, cucurbituril enthaltenden, absorbierende komposite, verfahren zur herstellung und verwendung
DD247885A1 (de) Verfahren zur herstellung von zeolithgranulat
DE2407887A1 (de) Verfahren zum agglomerieren und formen von kohlenstoffhaltigem material
DE2524484A1 (de) Verfahren zur herstellung von harten geformten teilchen aus kristallinem aluminosilikat
EP0170026A2 (de) Verfahren zur Erhöhung der Bruchfestigkeit von Granalien
EP1629887A1 (de) Monolithische Formkörper zur Aufreinigung und Trennung von Biopolymeren
DE4100253C2 (de) Adsorptionsmittel auf Molekularsiebbasis
EP0057416A1 (de) Zeolithisches Molekularsieb und Verfahren zu seiner Herstellung
DD268122A3 (de) Verfahren zur herstellung von molekularsiebgranulaten
DD290361A5 (de) Verfahren zur verformung von tectosilikaten
DE3733903A1 (de) Verfahren zur herstellung eines zeolith-pulvers
DD280310A1 (de) Verfahren zur herstellung von molekularsieb-kompositen
DE3920048A1 (de) Alumosilikat-katalysatorformkoerper und verfahren zu seiner herstellung
DE102006002092B4 (de) Verfahren zur Herstellung von Molekularsiebgranulat und Verwendung des Molekularsiebgranulats
DD228180A1 (de) Schichtporoese granalien

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee