DD250197A1 - Verfahren zur ermittlung der stoerungsdauer in mikrorechnersystemen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung der Stoerungsdauer in Mikrorechnersystemen. Ziel der Erfindung ist es, Daten in Mikrorechnern nach Beseitigung der Stoerung auf ihre Verwendbarkeit hin zu bewerten. Das Problem besteht darin, z. B. bei Ausfall der Netzversorgungsspannung oder bei Ueberschreiten der zulaessigen Toleranz der Busspannung oder dergleichen die Zeit der Stoerung zu messen. Zu diesem Zweck werden die aktuellen Arbeitsdaten in einem RAM mit gestuetzter Versorgungsspannung gesichert und nach Beseitigung der Stoerung noch aktuelle Daten von der veralteten geschieden. Die Stoerungsdauer wird ermittelt, indem ein freilaufender Zaehler mit bekannter Taktfrequenz durch den Mikrorechner im stoerungsfreien Betrieb zurueckgesetzt wird. Im Fall der Stoerung bleibt die Ruecksetzung aus. Beim Verschwinden der Stoerung kann der Mikrorechner den Stand des Zaehlers auslesen und Rueckschluesse ueber die vergangene Zeit ziehen. Das Verfahren kann fuer alle Rechner und Prozessrechner angewandt werden.
Description
Erfindungsgemäß besteht das Verfahren darin, daß die aktuellen Arbeitsdaten eines Mikrorechners, die bei Eintritt einer Störung in einen RAM mit gestützter Versorgungsspannung gesichert und nach Verschwinden dieser Störung mit Hilfe der ermittelten Störungsdauer bewertet und somit aktuelle von veralteten Daten unterschieden werden.
Die Ermittlung der Störungsdauer wird dadurch realisiert, daß ein freilaufender Zähler mit bekannter Taktfrequenz durch den Mikrorechner im störungsfreien Betrieb über einen Rücksetzeingang in regelmäßigen Abständen auf 0 gesetzt wird. Im Fall einer Störung bleibt die Rücksetzung des Zählers aus. Beim Verschwinden der Störung kann der Mikrorechner über Verbindungsleitungen den Stand des Zählers auslesen und Rückschlüsse über die vergangene Zeit ziehen. Für den Fall des Spannungsausfalls ist eine Stützung der Betriebsspannung vorgesehen.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel näher erläutert werden* Die zugehörige Zeichnung zeigt in Abb. 1 die Verbindung zwischen Zähler und Mikrorechner
Bei Betriebsleitsystemen im Verkehrswesen werden zur Überwachung des Zuglaufes Mikrorechner 4 für die Informationserfassung und -aufbereitung benutzt. Die erfaßten Daten stehen in einer Zentrale als auch auf den Betriebsstellen zur Verfügung. Auf Grund der sich ständig verändernden Betriebslage veralten die Arbeitsdaten nach einer bestimmten Zeit.
Um nach Störungen (Spannungsausfällen, Rechnerstörungen) eine Entscheidung über die weitere Verwendbarkeit der vorhandenen Arbeitsdaten fällen zu können, muß die Dauer der Störung bekannt sein.
Zu diesem Zweck wird die Störungsdauer dadurch ermittelt, daß ein freilaufender Zähler 1 mit bekannter Taktfrequenz durch den Mikrorechner 4 in störungsfreien Betrieb über den Rücksetzeingang 5 in regelmäßigen Abständen auf 0 gesetzt wird. Im Fall einer Störung bleibt die Rücksetzung des Zählers aus. Beim Verschwinden der Störung kann der Mikrorechner 4 über die Verbindungsleitungen den Stand des Zählers 1 auslesen und Rückschlüsse über die vergangene Zeit ziehen. Für den Fall des Spannungsausfalls ist für die weitere Stromversorgung des Zählers ein Energiespeicher 2 insbesondere in Form von Stützkondensatoren oder Pufferbatterien vorgesehen.
Ein weiterer Einsatzfall für das erfundene Verfahren sind mikrorechnergesteuerte Regler. Hier kann mit Hilfe der durch das erfundene Verfahren ermittelten Störungsdauer eine Entscheidung über das weitere Regelverhalten des mikrorechnergesteuerten Reglers getroffen werden.
Ein Vorteil des Verfahrens besteht vor allem darin, daß nach Störungen eines-Mikrorechners zeitabhängig bewertet gesicherte Arbeitsdaten vollständig oder teilweise weiter verwendet werden können, so daß große Zeiteinsparungen auf Grund nicht notwendiger oder nur teilweiser Neuerstellung der Arbeitsdaten vorliegen. Des weiteren wird dadurch die Ausfallzeit des Mikrorechners und damit der störende Einfluß auf den Betriebsablauf verringert.
Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die Bewertung der Arbeitsdaten nach Störungen durch den Mikrorechner selbständig und unabhängig von weiteren Informationseingaben erfolgen kann.
Claims (1)
- Verfahren zur Ermittlung der Störungsdauer in Mikrorechnersystemen, dadurch gekennzeichnet, daß die aktuellen Daten eines Mikrorechners (4), die bei Eintritt einer Störung in einen RAM mit gestützter Versorgungsspannung gesichert werden, nach Verschwinden dieser Störung mit Hilfe der ermittelten Störungsdauer bewertet und die aktuellen Daten von den veralteten getrennt werden, wobei die Ermittlung der Ausfallzeit dadurch realisiert wird, daß ein freilaufender Zähler (1) mit bekannter Taktfrequenz durch den Mikrorechner (4) im störungsfreien Betrieb über einen Rücksetzeingang (5) in regelmäßigen Abständen auf 0 gesetzt wird und im Fall einer Störung die Rücksetzung ausbleibt, wobei bei Spannungsausfall die Stützung der Betriebsspannung durch einen Energiespeicher (2) z. B. Stützkondensator oder Pufferbatterien vorgesehen ist und'nach Verschwinden der Störung des Mikrorechners (4) über die Verbindungsleitungen (3) den Stand des Zählers (1) ausgelesen und Rückschlüsse über die vergangene Zeit gezogen werden.Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der ErfindungDas Verfahren betrifft die Ermittlung der Störungsdauer von Mikroprozessorsystemen zur Bewertung von Daten auf ihre weitere Verwendbarkeit nach Störungen.Charakteristik der bekannten technischen LösungenBekannt ist die Sicherung von Daten bei Netzausfall durch eine Schaltung (DE G 06 F11 /30, Nr. 3337280). Mit ihr wird der Netzausfall oder das Absinken der Netzspannung unter einem eingestellten Pegel, durch das Abfragen einer Regelstrecke im Schaltnetzteil, erfaßt und das Signal zur Datensicherung an die Elektronikschaltung von einem Flipflop gegeben, das zu einer Komparatorschaltung in Reihe liegt und von deren Ausgang angesteuert wird. Zur Ansteuerung der Komperatorschaltung ist die Regelstrecke vom Schaltnetzteil über den Ausgang A und einem Spannungsteiler an den nicht invertierenden Eingang der Komperatorschaltung geführt, während der invertierende Eingang an einem Referenzpunkt liegt, der von einem Widerstand und einer Zenerdiode auf den entsprechenden Spannungspegel eingestellt ist. Am Ausgang des Schaltnetzteiles dient eine Unterspannungsüberwachung zur sicheren Erkennung des Arbeitsbereiches während des Hochlaufs der Versorgungsspannung. Nach Erreichen des eingestellten Pegels wird hierdurch das Flipflop in den Ausgangszustand gekippt. Bei der angegebenen Verfahrensweise wird zwar durch ein rechtzeitiges Erkennen des Netzausfalleseine Datensicherung vorgenommen, da aber nach behobener Störung (Netzausfall) keine Information über die Dauer der Störung vorliegt, kann keine Aussage über die weitere technologische Verwendbarkeit der geretteten Daten gemacht werden. Bei einer weiteren Erfindung wird davon ausgegangen, daß ein Informationsverlust nicht unbemerkt bleiben soll (DE G06 F 11/30, Nr, 27 17369). Diese Schaltungsanordnung wird benutzt zur Überwachung der Versorgungsspannung auf Unterbrechung und/oder Absinken auf einen unzulässigen Wert in einem mikroprogrammgesteuerten, datenverarbeitenden Gerät, mit mindestens einer das Anliegen der Versorgungsspannung anzeigenden Anzeige und einem die Einstellung der internen Startbedingungen für einen Programmlauf bewirkenden Eingabemittel, wobei eine in zwei verschiedenen Anzeigearten betreibbare Anzeige zur unterschiedlichen Darstellung der beiden Betriebszustände „Versorgungsspannung liegt an" und „interne Startbedingungen für einen Programmlauf sind eingestellt" vorgesehen ist, daß der durch Ausfall der Versorgungsspannung gestörte Betriebszustand „interne Startbedingungen für einen Programmlauf sind eingestellt" nach der Wiederkehr der Versorgungsspannung nicht automatisch hergestellt wird.
Auch in diesem Fall können die veralteten Daten von den noch brauchbaren nicht unterschieden werden.Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist es, Daten, die in Mikrorechnern bei Eintritt einer Störung gesichert werden, nach Behebung dieser Störung, anhand der ermittelten Störungsdauer, auf ihre Verwendbarkeit hin zu bewerten.Darlegung des Wesens der ErfindungDie Ursachen der angegebenen Mangel liegen darin, daß die Zeitdauer der Störung des Mikrorechners, in den angeführten Beispielen die Dauer des Netzausfalles, nicht festgestellt werden kann.Die technische Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Zeit vom Abschalten des Mikrorechners, infolge z. B. von Ausfall der Netzversorgungsspannung oder wenn die zulässige Toleranz der Busspannung überschritten wird oder dergleichen, bis zur Wiederaufnahme des störungsfreien Betriebs zu messen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29142186A DD250197A1 (de) | 1986-06-19 | 1986-06-19 | Verfahren zur ermittlung der stoerungsdauer in mikrorechnersystemen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD29142186A DD250197A1 (de) | 1986-06-19 | 1986-06-19 | Verfahren zur ermittlung der stoerungsdauer in mikrorechnersystemen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD250197A1 true DD250197A1 (de) | 1987-09-30 |
Family
ID=5580021
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD29142186A DD250197A1 (de) | 1986-06-19 | 1986-06-19 | Verfahren zur ermittlung der stoerungsdauer in mikrorechnersystemen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DD (1) | DD250197A1 (de) |
-
1986
- 1986-06-19 DD DD29142186A patent/DD250197A1/de not_active IP Right Cessation
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