DD250206A1 - Verfahren zur herstellung von 5-vinylpyrimidinen - Google Patents

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DD250206A1
DD250206A1 DD21729279A DD21729279A DD250206A1 DD 250206 A1 DD250206 A1 DD 250206A1 DD 21729279 A DD21729279 A DD 21729279A DD 21729279 A DD21729279 A DD 21729279A DD 250206 A1 DD250206 A1 DD 250206A1
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alkyl
vinylpyrimidines
vinyl
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DD21729279A
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Dieter Baerwolff
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Zentralinst Molekularbiologie
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Abstract

Die Erfindung hat das Ziel, 5-Vinylpyrimidine auf einem einfachen und oekonomisch guenstigen Weg herzustellen. Erfindungsgemaess werden substituierte 5-Alkylpyrimidine mit N-Bromsuccinimid in Tetrachlorkohlenstoff in Siedehitze unter Lichteinwirkung umgesetzt, die entstehende 5-(1-Brom-)verbindung gegebenenfalls isoliert und mittels Baseneinwirkung in die Vinylverbindung ueberfuehrt. Formel I a, I b

Description

II a
II b
wobei R, R1, R2 und Z die o.g. Bedeutung besitzen, mit N-Bromsuccinimid in CCI4 in Siedehitze unter Lichteinwirkung umsetzt, die entstehende 5-(1-Brom-)verbindung gegebenenfalls isoliert und durch Baseneinwirkung, insbesondere durch Triäthylamin, in die Vinylverbindung überführt.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifftein Verfahren zur Herstellung von 5-Vinylpyrimidinen der allgemeinen Formel la und Ib,
OR ο
I a
I b
wobei R = niederes Alkyl, SiIyI
R1, R2 = H, Halogen, Alkyl, Aryl und
Z = 2'-Desoxyribose, Ribose, Arabinose und seine Halogen- und Aminoderivate, Alkyl, Alkyläther und Alkylätheralkohole bedeuten.
Diese Verbindungen sind wertvolle Zwischenprodukte für die Synthese von Arzneimitteln. Anwendungsgebiet der Erfindung ist die pharmazeutische Industrie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Verbindungen der Formel la und I b sind zum Teil bereits bekannt. So wurde 5-Vinyl-2'-desoxyuridin ausgehend von Uracil und Desoxyribose in einer 9stufigen Synthese hergestellt. [R. A.Sharma und M. Bobek, J. Org. Chem. 40,2377 (1975)].Die Gesamtausbeute in Vinylverbindung liegt unter 10%.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, 5-Vinylpyrimidine auf einem einfachen und ökonomisch günstigen Weg herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Erfindungsgemäß werden 5-Vinylpyrimidine der Formel la und Ib hergestellt, indem man Verbindungen der allgemeinen Formel Ha und Hb,
CH1-CH-R2^
II a Hb
wobei R, Ri, R2 und Z die o. g. Bedeutung besitzen, mit N-Bromsuccinimid in CCI4 in Siedehitze unter Lichteinwirkung umsetzt, die entstehende 5-(1-Brom-)verbindung gegebenenfalls isoliert und durch Baseneinwirkung, insbesondere durch Triäthylamin, in die Vinylverbindung überführt.
Am Zuckerrest vorhandene OH-Gruppen müssen vor der Umsetzung geschützt werden, was vorzugsweise durch eine Umsetzung mit Acetanhydrid erfolgt. Die Acetylgruppen werden nach der Reaktion unter Alkoholatbedingungen wieder abgespalten. Die erfindungsgemäße Reaktion verläuft in kurzer Zeit, sie ist normalerweise innerhalb einer Stunde beendet. Die Ausbeute liegt zwischen 50 und 60%.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren steht erstmals ein einfacher, schneller und ökonomisch günstiger Weg zur Herstellung von 5-Vinylpyrimidinen zur Verfügung.
Ausführungsbeispiel
5-Vinyl-2'-desoxyuridin
340 mg 5-Äthyl-(3',5'-diacetyl)-2'-desoxyuridin werden in 50ml absolutem Tetrachlorkohlenstoff gelöst und unter Einwirkung von Licht mit 200mg N-Bromsuccinimid unter Rückfluß gekocht. Nach 10min ist die Umsetzung beendet. Danach wird 0,5ml Triäthylamin zugegeben, kurz erhitzt und das Lösungsmittel im Vakuum bis zur Trockene entfernt. Der Rückstand wird in 50 ml halbgesättigtem ammonikalischem Methanol entacetyliert (20 Stunden) und an Kieselgel mit Chloroform/Methanol (9/1) Chromatographien. Die Hauptfraktion wird eingeengt und aus Alkohol umkristallisiert.
Ausbeute: 130 mg, Schmelzpunkt 230-260°C (Polymerisation)
Uvmax292(nm)Methanoi
Uvmin239(nm)
2. 1-(2,3,5-Tri-0-acetyl-j3-D-arabinofuranosyl)-5-vinyl-uracil
3,98g (1OmMoI) 1-(2,3,5-Tri-O-acetyl-/3-D-arabinofuranosyl)-5-ethyl-uracil werden in einem 3-Halskolben (500ml) in 200ml abs.
(wasserfrei) 1,2-Dichlorethan unter Rühren gelöst. Der Kolben wird in ein Wasserbad aus Glas (mit Kühlwasserzu- und -ablauf) über einen JR-Strahler gesetzt, so daß die Temperatur des Wasserbades auch bei Inbetriebnahme des Strahlers bei 15-200C
Zur Lösung gibt man 0,6 ml (ca. 12mMol) Brom und bestrahlt unter Rühren bei der angegebenen Temperatur. Mitzunehmender Reaktionsdauer entfärbt sich die Lösung bis zu schwach gelblich. Es wird eine kleine Probe entnommen, mit ein paar Tropfen Triethylamin versetzt und kurz aufgekocht. Das Dünnschichtchromatogramm (Laufmittel Essigsäureethylester — Hexan 6/4) zeigte keine Ausgangssubstanz mehr und neben Vinyl als Hauptprodukt nur geringe Mengen Bromvinyl. Zur Reaktionslösung werden 4ml Triethylamin gegeben und die Lösung 5 Min. am Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird die Lösung am Rotationsverdampfer eingeengt, mit Ethanol und dann mit Chloroform codestilliert. Der bräunliche Rückstand wird in 200ml Chloroform gelöst und die Lösung zur Entfernung derTriethylammoniumsalze mit 3 χ 100ml Wasser ausgeschüttelt. Die Chloroformphase wird über Na2SO4 getrocknet, das Trockenmittel abfiltriert, mit Chloroform gewaschen und das Filtrat eingeengt. Beim Codestillieren mit Ethanol kristallisiert die Verbindung aus.
Die Kristalle werden abgesaugt und mit Ether gewaschen.
Ausbeute: 2,55g = 64,4%
Zur weiteren Reinigung kann aus Ethanol umkristallisiert werden.
1,94g = 48,9%
F.: 147-90C (EtOH)
UV: Amax(Me0H): 240 und 292nm
Xmin(Me0H): 262nm '
3. "!-(jS-D-ArabinofuranosyO-B-vinyl-uracil 396mg (1 mMol) i-fTri-O-acetyl-ß-D-arabinofuranosyD-B-vinyl-uracil werden mit 30ml 0,1 M Natriummethylatlösung versetzt undbei3Std. bei Raumtemperatur stehengelassen. Das Dünnschichtchromatogramm (Laufmittel Chloroform — Methanol 9/1) zeigte die vollständige Abspaltung der Acetylgruppen).
Die Lösung wird mit DOWEX 50 WX 8(H+-Form) neutralisiert, filtriert, mit Methanol gewaschen und eingeengt. Der verbleibende kristalline Rückstand wird aus Ethanol umkristallisiert. Ausbeute: 241 mg = 89,2% F.: 196-2000C UV: An13x(MeOH): 240 und 292nm ^n(MeOH): 262nm

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 5-Vinyl-pyrimidinen der allgemeinen Formel I a und I b
    on
    HN
    I a
    CH=C-1R7,
    I b
    wobei R = niederes Alkyl, SiIyI
    R1, R2 = H, Halogen, Alkyl, Aryl und
    Z = 2'-Desoxyribose, Ribose, Arabinose und seine Halogen- und Aminoderivate, Alkyl,
    Alkyläther und Alkylätheralkohole
    bedeuten,
    dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formeln Il a und Il b
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