DD250788A1 - Diazotypiematerial - Google Patents

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DD250788A1
DD250788A1 DD29204186A DD29204186A DD250788A1 DD 250788 A1 DD250788 A1 DD 250788A1 DD 29204186 A DD29204186 A DD 29204186A DD 29204186 A DD29204186 A DD 29204186A DD 250788 A1 DD250788 A1 DD 250788A1
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DD
German Democratic Republic
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coupler
blue
couplers
diazotype
hydroxy
Prior art date
Application number
DD29204186A
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English (en)
Inventor
Joerg Marx
Simona Schwarz
Juergen Boeckelmann
Heinz Mustroph
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Diazotypiematerial zur Informationsaufzeichnung. Ziel und Aufgabe bestehen in der Bereitstellung eines Materials mit verbesserten Farbtoenen durch Verwendung von Kupplern, die mit der Diazokomponente neutralblaue Farbstoffe ergeben, ohne dass sie selbst farbig sind. Erfindungsgemaess enthaelt das Material 2-Hydroxy-3-naphthoesaeure-1,2,4-triazoloamide der FormelR2 gleich oder verschieden 4, Alkyl mit 1-18 c-Atomen, Alkyl mit 7-24 c-Atomen, gegebenenfalls substituiert. Formel

Description

R2 gleich oder verschieden Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls
substituiert, Aralkyl mit 7 bis 24 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert bedeuten, enthält.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Diazotypiematerial zur Aufzeichnung von Informationen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Diazotypiematerialien bestehen im allgemeinen aus lichtempfindlichen Diazoniumsalzen, die an den unbelichteten Stellen mit Kupplern unter dem Einfluß von Basen zu Bildfarbstoffen reagieren.
Bei der Entwicklung solcher Materialien kann man in Abhängigkeit von der Kupplerstruktur eine große Anzahl verschiedener Farbtöne erzeugen. So zum Beispiel gelbe mit Acetoacetaminen (DE-OS 1923115), rote bis purpurne mit 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-5 (US-PS 3824101) oder 1,2,4-Triazoliumsalzen (DDWP 205549). Geeignete Kuppler für blaue Farbtöne sind beispielsweise 2,3-Dihydroxynaphthalen (DR-PS 676899) oder Derivate der 2-Hydroxy-3-naphthoesäure, diese neigen zur Rotstichigkeit. Besonders reine Blautöne erhält man mit 2-Hydroxy-3-naphthoesäurederivaten, die aus der Umsetzung der Naphthoesäure mit Nitroanilinen zu synthetisieren sind, wie 4-Nitroanilin (DR-PS 264527), 3-Nitroanilin (DR PS 258654) oder 3-Nitro-6-methoxyanilin (DD-WP 154458).
Materialien mit derartigen Kupplern weisen jedoch an den belichteten Stellen einen leichten Gelbschleier auf, für den die Nitrogruppen verantwortlich sind.
Blaue und blaugrüne Bildfarbstoffe werden ebenfalls erhalten, wenn als Kuppler heterocyclische Hydrazonverbindungen mit einem in α-Stellung zur Hydrazongruppe befindlichen heterocyclischen Stickstoff und gleichzeitig Nickel-, Kupfer- oder Cobaltverbindungen organischer Carbonsäuren (DD WP 206003) oder Nickel-Il-Salze aromatischer Sulfonsäuren (DD WP 251 386, JP 60131 534) eingesetzt werden.
Nachteilig ist hier die Notwendigkeit der zusätzlichen Einbringung der Metallsalze, die zu einer hohen Schichtbelastung führen.
Außerdem sind als Blaukuppler Oxybenztriazoie (DR PS 83869) und 3-(2'-Benzimidazolyl)-2-naphthole (DD WPG 03 C/287 678.1) beschrieben, die Synthesen, z.T. unter Inertgas, sind relativ aufwendig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Diazotypiematerial mit verbesserten Farbtönen herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die in der Diazotypie bekannten Blaukuppler bilden nach der Kupplung mit 4-Aminobenzendiazoniumionen Farbstoffe, die entweder ein rotstichiges Blau ergeben oder sie ergeben ein neutrales Blau, weisen aber an den belichteten Stellen aufgrund ihrer Eigenfarbe einen leichten Gelbschleier auf. Aufgabe der Erfindung ist es nun, Kuppler zu finden, die mit der Diazokomponente neutralblaue Farbstoffe liefern, ohne daß die Kuppler selbst farbig sind. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem das Diazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Bindemittel, Diazoniumsalz, Kuppler und gegebenenfalls weiteren Zusätzen als Kuppler 2-Hydroxy-3-naphthoesäure-1',2',4'-triazoloamide der allgemeinen Formel
in der
CO-M-R,
R2 gleich oder verschieden Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert, Aralkyl mit 7 bis 24
Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert bedeuten, enthält
Erfindungsgemäße Blaukuppler können z.B. die folgenden Verbindungen sein:
OH
— NH—N
CO— NH-
CO— NH
Das erfindungsgemäße Material wird hergestellt, indem man auf eine Unterlage aus z. B. Glas, Papier, Polyethylenterephthalat, Acetylcellulose, ein Diazosystem, bestehend aus bekannten Bindemitteln wie z. B. Celluloseacetat, Polyvinyalkohol, 4-Aminobenzendiazoniumsalze als Diazoverbindungen, den erfindungsgemäßen Kupplern, gegebenenfalls weiteren Kupplern, wie Acetoacetamide, 2-Naphthol oder Resorzin aufbringt
Darüber kann das Material noch Zusätze wie Weichmacher, Ausbleichinhibitoren und Entwicklungsbeschleuniger enthalten.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1: Synthese des Kupplers I
0,05 Mol (9,41 g)2-Hydroxy-3-naphthoesäure werden langsam zu 50ml Dimethylformamid (DMF) gegeben. Man erhitztauf 600C, gibt 4 ml Thionylchlorid zu dieser Lösung und hält die Temperatur 4 Stunden bei 70-800C. Bei dieser Temperatur gibt man dann 0,05 Mol (4,2g)4-Aminotriazol-(1,2,4), gelöst in 40ml DMF dazu. Man hält noch 2 Stunden die 70-800C, läßt dann abkühlen und gießt auf Eis.
Es fällt ein hellgelbes Produkt aus, welches nach dem Absaugen durch Kochen in Wasser oder Waschen in 10%iger Sodalösung vom Rest unumgesetzter Naphthoesäure gereinigt wird. Der Kuppler I schmilzt bei 207-2070C, die Ausbeute beträgt 70%.
Beispiel 2: Synthese des Kupplers III
Die Herstellung verläuft analog Beispiel 1, statt der 0,05 Mol 4-Aminotriazol-(1,2,4) wird die äquimolare Menge 4-Aminodiethyltriazol-(1,2,4) eingesetzt. In 60%iger Ausbeute wird der Kupplerin erhalten, der Schmelzpunkt beträgt 208-210°C. Setzt man statt des 4-Amino-3,5-diethyltriazols-(1,2,4) die Dimethylverbindung ein, erhält man in 52%iger Ausbeute den folgenden Kuppler(Fp = 210-214°C):
(IV)
Beispiel 3:
In 1 000ml einer 7,5%igen Celluloseacetatlösung in Methylenchlorid/Methanol, die auf 10-15m2 Fläche vergossen wird und einen transparenten Film ergibt, wird folgendes Diazosystem eingebracht:
10,2g Kuppler I
8g 2,5-Diethoxy-4-morpholinobenzendiazoniumtetrafluoroborat
2g 4-Toluensulfonsäure
Nach bildmäßiger Belichtung mit dem Licht einer Quecksilberdampflampe und Entwicklung durch Ammoniak erhält man ein brillantes blaues positives Abbild der Vorlage. Das Absorptionsmaximum des blauen Bildfarbstoffes befindet sich bei 590 nm.
Beispiel 4
Die Durchführung entspricht dem Beispiel 1. Anstelle des verwendeten Kupplers wird die äquimolare Menge der Kuppler entsprechend Tabelle 1 eingesetzt. Nach bildmäßiger Belichtung und Entwicklung erhält man brillante blaue positive Abbilder der Vorlage.
Tabelle 1
Kuppler
CO— NH R,
max
/nm
CH
C=N
588
586
^ . *2 R3 λ
H
ΰ—-R2
Il
CH3 H · 590
Beispiel 5:
In 1 000ml einer 0,2%igen Celluloseacetatlösung in Aceton/Methanol, die mit einer Geschwindigkeit von 6m/min an eine Celiuloseacetatunterlage gespült wird und nach dem Trocknen einen transparenten Film ergibt, dergestalt, daß das fotografische System bis 10μηι in die Unterlage eindiffundiert ist, wird folgendes Diazosystem eingebracht:
30g Kupplerll 25g 4-Diethylaminobenzendiazoniumtetrachlorozinkat 5g Sulfosalicylsäure
Nach bildmäßiger Belichtung mit dem Licht einer Quecksilberdampflampe und Entwicklung durch Baden in einer wäßrigen Lösung aus Natriumcarbonat und Ammoniumchlorid bei einem pH-Wert von 9,5 erhält man ein brillantes blaues positives Abbild der Vorlage mit einem Amax = 602 nm.
Beispiel 6:
Die Durchführung entspricht dem Beispiel 5. Anstelle des verwendeten Diazoniumsalzes wird die äquimolare Menge anderer Diazoniumsalze entsprechend Tabelle 2 eingesetzt. Nach bildmäßiger Belichtung und Entwicklung erhält man brillante blaue bis blaugrüne Abbilder der Vorlage.
Tabelle 2
DiazoniumsalzalsTetrafiuoroborat Ama,/nm
4-Dimethylaminobenzendiazoniumsalz 3-Chlor-4-piperidinobenzendiazoniumsalz 2,5-Diethoxy-4-pyrrolidinobenzendiazoniumsalz ·
Beispiel 7:
In 1 000 ml einer 7,5%igen Cellulosepropionatlösung in Methylenchlorid/Methanol, die auf 10 bis 15m2 Transparentpapier vergossen wird und einen transparenten Film ergibt, bringt man folgendes Diazosystem ein:
11g Kupplerin 3,5 g Acetoacetanilid 9,5g 4-Diethylaminobenzendiazoniumtetrachlorozinkat 2,0g 4-Toluensulfonsäure 4,0g Thioharnstoff Nach bildmäßiger Belichtung mit dem Licht einer Quecksilberdampflampe und Entwicklung durch trockenes Ammoniakgas unter einem Ammoniakdruck von 20at erhält man ein annähernd neutralgraues Abbild der Vorlage.
Beispiel 8:
Ersetzt man in einem Diazotypiematerial entsprechend Beispiel 7-das 4-Diethylaminobenzendiazoniumtetrachlorozinkat durch die äquimolare Menge 2,5-Diethoxy-4-pyrrolidinobenzendiazoiumtetrafluoroborat, erhält man nach der Entwicklung ein grünes Abbild der Vorlage.
Beispiel 9:
Einkomponentensystem In 1 000ml einer 7,5%igen Celluloseacetatlösung in Methylenchlorid/Methanol werden 8,2g 2,5-Dibutoxy-4-morpholinobenzendiazoniumtetrachlorozinkat und 0,8g 4-Toluensulfonsäure gelöst und auf 10—15m2 Polyethylenterephthalatunterlage vergossen und getrocknet. Man erhält einen transparenten gelben Film. Nach bildmäßiger Belichtung mit dem Licht einer Quecksilberdampflampe wird der Film in einer Lösung entwickelt, die folgende Zusammensetzung aufweist:
1000 ml Wasser 40g Natriumcarbonat 15g Ammoniumchlorid 28g Kuppler I Man erhält ein blaues positives Abbild der Vorlage.

Claims (2)

  1. Diazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Bindemittel, Diazoniumsalz, Kuppler und gegebenenfalls weiteren Zusätzen, gekennzeichnet dadurch, daß es als Kuppler
  2. 2-Hydroxy-3-naphthoesäure-1',2',4'-triazoloamide der allgemeinen Formel
    -CO KH-
    in der
    2
    1ST
    -R2
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