DD247980A1 - Zweikomponentendiazotypiematerial - Google Patents

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DD247980A1
DD247980A1 DD25644983A DD25644983A DD247980A1 DD 247980 A1 DD247980 A1 DD 247980A1 DD 25644983 A DD25644983 A DD 25644983A DD 25644983 A DD25644983 A DD 25644983A DD 247980 A1 DD247980 A1 DD 247980A1
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DD
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diazonium
alkyl
carbon atoms
compounds
diazonium salt
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DD25644983A
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English (en)
Inventor
Heinz Mustroph
Helga Funk
Rainer Haessner
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
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  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Abstract

Die Aufgabe, ein Diazotypiematerial mit Diazoniumverbindungen zu schaffen, die ueber 500 nm absorbieren, thermisch stabil sind, bei der Photolyse farblos zerfallen, nicht vorkuppeln und mit bekannten Kupplern Farbstoffe ergeben, deren Absorptionsmaxima identisch mit dem Empfindlichkeitsmaximum der Diazoniumverbindung sind, wird geloest, indem das Zweikomponentendiazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Diazoniumsalz, Kuppler, Bindemittel als lichtempfindliches und kupplungsfaehiges Diazoniumsalz Benzendiazoniumverbindungen der allgemeinen Formel, in der R1 Alkyl; R2, R3 Alkyl, Aralkyl, Hydroxyalkyl, Chloralkyl gemeinsam die zur Vervollstaendigung eines 5- oder 6gliedrigen heterocyclischen Ringes notwendigen Alkylgruppen; x Anion bedeuten, enthaelt. Formel

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Diazotypiematerial mit neuartigen lichtempfindlichen Verbindungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekanntlich werden für die Herstellung von Diazotypiematerialien lichtempfindliche Benzendiazoniumverbindungen verwendet, die in 4-Stellung zur Diazoniumgruppe eine sekundäre Aminogruppe und gegebenenfalls weitere Substituenten im Benzenring enthalten. Die Eigenempfindlichkeit dieser Benzendiazoniumverbindungen beschränkt sich, entsprechend der Lage der längstwelligen Absorptionsmaxima, auf den UV- und kurzwelligen sichtbaren Spektralbereich. Es war deshalb das Ziel vieler Arbeiten, die Empfindlichkeit der Diazoniumverbindungen weiter in den sichtbaren Spektralbereich zu verschieben, so z. B. durch Pyrendiazoniumverbindungen (US-PS 3486900) und Fluorendiazoniumverbindungen (DE-AS 1 269480). Diese Diazoniumverbindungen besitzen jedoch eine Reihe von Nachteilen. Neben der komplizierten Synthese und geringen thermischen Stabilität schränken vor allemdie bei der Photolyse entstehenden farbigen Zerfallsprodukte ihren Einsatz stark ein.
Eine weitere Möglichkeit wird im DD-WP 148910 mit4-Dialkylaminostilben-4'-diazoniumverbindungen beschrieben. Bei diesen Diazoniumverbindungen tritt bei der Entwicklung (Azokupplung) eine hypsochrome Verschiebung des Absorptionsmaximums der Bildfarbstoffe gegenüber dem Absorptionsmaximum der Diazoniumverbindungen auf. Dieser Effekt ist bei allen in der Diazotypie verwendeten Azokupplern zu finden. Außerdemneigen diese Diazoniumverbindungen in der Schicht zur Vorkupplung.
In der DE-OS 2202251 werden 4-Dialkylaminobenzendiazoniumverbindungen beschrieben, die in 2-Stellung zur Diazoniumgruppe einen elektronenziehenden Substituenten tragen. Die längstwellige Verschiebung des Absorptionsmaximums wurde dabei mit dem 2-Nitro-4-morpholino-5-methoxybenzendiazoniumtetrafluoroborat erreicht (^m3X = 471 nm). Für grünlichtempfindliche Diazotypiematerialien sind diese Diazoniumsalze somit auch nicht geeignet, da man hierfür Komponenten mitAmax > 500nm benötigt. Hinzu kommt noch, daß die Photolyseprodukte des oben angeführten Diazoniumsalzes bereits farbig sind.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Diazotypiematerial mit verbesserten Gebrauchseigenschaften zu schaffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Diazotypiematerial mit Diazoniumverbindungen zu schaffen, die über 500 nm absorbieren, thermisch stabil sind, bei der Photolyse farblos zerfallen, nicht vorkuppeln und mit bekannten Kupplern Farbstoffe ergeben, deren Absorptionsmaxima identisch mit dem Empfindlichkeitsmäximum der Diazoniumverbindungen sind. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Zweikomponentendiazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Diazoniumsalz, Kuppler, Bindemittel und gegebenenfalls weiteren Zusätzen als lichtempfindliche und kupplungsfähige Komponente Benzendiazoniumverbindungen der allgemeinen Formel
"in der
R1 Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen;
R2, R3 Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Aralkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkyl rest. Hydroxyalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Chloralkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; gemeinsam die Vervollständigung eines 5- oder 6gliedrigen gesättigten heterocyclischen Ring notwendigen Alkylgruppen derein weiteres Heteroatom wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff enthalten kann;
X® das Anion derDiazoniumverbindung bedeuten,
enthält.
Als Anion können alle in der Diazotypie üblichen, wie z. B. Tetrafluoroborat-, Tetrachlorozinkat-, Hydrogensulfat- oder Tosylatanionen verwendet werden.
Aus der DE-OS 2202251 ist bekannt, daß Alkoxygruppen in 3-Stellungzur Diazoniumgruppe das Absorptionsmaximum von Benzendiazoniumsalzen bathochrom verschieben. Darüber hinaus ist bekannt, daß elektronenziehende Substituenten (wie z. B. COCH3, CN, NO2) in 2-Stellung zur Diazoniumgruppe ebenfalls das Absorptionsmaximum bathochrom verschieben. Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß stark elektronenschiebende Substituenten (wie z. B. Alkoxy und Dialkylamino) in 2,6-StelIung zur Diazoniumgruppe eine bathochrome Verschiebung der Absorptionsmaxima zur Folge haben, die über die der elektronenziehenden Substituenten hinausgeht. Die erfindungsgemäß vorgeschlagenen Diazoniumsalze lassen sich leicht herstellen, sind gegenüber Licht über500nm lichtempfindlich, thermisch so stabil wie die besten bisher in der Diazotypie eingesetzten Diazoniumsalze, zerfallen bei der Photolyse farblos, kuppeln nicht vor und ergeben mit Derivaten des 2-Naphthol brillante Purpurfarbstoffe, so daß man ein Diazotypiematerial mit verbesserten Gebrauchseigenschaften erhält. Neben den in der Diazotypie bekannten Stabilisatorsäuren wie z.B. pToluensulfonsäure, Sulfosalicylsäure, Oxalsäure u.a. können alle bekannten Kuppler wie z.B. Acetessigsäurederivate, Cyanessigsäurederivate, Phenole, Naphthole u.a. eingesetzt werden. Vorzugsweise werden Derivate des 2-Naphthol als Nullkuppler eingesetzt. Als filmbildendes Polymer können alle bekannten Bindemittel wie z. B. Celluloseester, Polyvinylalkohol u.a. eingesetzt werden. Als Trägermaterial ist jeder übliche Schichtträger wiez.B. Papier, Glas, Kunststoffolie u.a. geeignet.
Das Diazotypiematerial wird in üblicher Weise hergestellt, wobei die Komponenten in den üblichen Mengenverhältnissen eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiele
a) Herstellung Beispiel 1
25,6g (0,1 Mol) 2,3-Dinitro-hydrochinondiethylether werden mit 43,5g (0,5 Mol) Morpholin 6 Stunden am Rückfluß gekocht.
Danach wird die Lösung unter Rühren in 200 ml Wasser gegossen. Der Niederschlag wird abgetrennt und mit Wasser gewaschen.
Rohausbeute: 100% d. Th.
Am Alkohol umkristallisiert erhält man gelbe Kristalle von 2,5-Diethoxy-6-morpholinonitrobenzen mit dem Fp = 93-95°C. Das 2,5-Diethoxy-6-morpholinoanilin wird durch Reduzierung mit Zinkstaub und Salzsäure auf die übliche Art erhalten. Wahlweise wird das Amin auch durch katalytische Hydrierung erhalten.
Das Amin wird in Salzsäure mit wäßriger Natrium nitritlösu ng bei 0°Cdiazotiert und wahl weise das Diazoniumsalz durch Zugabe von Zinkchlorid und Natriumchlorid als Zinkchloriddoppelsalz, von Cadmiumchlorid und Natriumchlorid als Cadmiumchloriddoppelsalz oder von Natriumtetrafluoroborat als Tetrafluoroborat isoliert.
Beispiel 2-5
Wie oben ergeben andere 2,3-Dinitrohydrochinondialkyiether mit anderen Aminen andere Zwischenprodukte. So erhält man z. B. aus 2,3-Dinitrohydrochinondimethylether und Dimethylamin 2,5-Dimethoxy-6-dimethylaminonitrobenzen (2) aus 2,3-Dinitrohydrochinondibutylether und Piperidin 2,5-Dibutoxy-6-piperidinonitrobenzen (3) aus 2,3-Dinitrohydrochinondiethylether und Pyrrolidin 2,5-Diethoxy-6-pyrrolidinonitrobenzen (4) und aus 2,3-Dinitrohydrochinondiethyletherund Diethanolamin 2,5-Diethoxy-6-dihydroxyethylaminonitrobenzen (5)
Die Nitroverbindungen (2)-(5) werden auf die übliche Weise reduziert und diazotiert und geben mit Zinkchlorid, Cadmiumchlorid oder Natriumtetrafluoroborat die entsprechenden isolierbaren Diazoniumsalze.
b) Anwendung
Beispiel 6
Zunächst wird eine 10%ige Celluloseacetatlösung in CH2CI2/CH3OH (7:1) hergestellt und auf 100g Lösung 0,5g Diethylphthalat zugesetzt. Unter Verwendung von 100 g der beschriebenen Lösung werden Beschichtungsmassen zur Herstellung von Diazotypieaufzeichnungsmaterialien dadurch hergestellt, daß folgende Verbindungen zugesetzt werden:
0,3g p-Toluensulfonsäure 0,6g 2-Hydroxy-2'-methyl-3-naphthanilid
0,75 g 2,5-Diethoxy-6-morpholinobenzendiazoniumtetrafluoroborat
Die Beschichtungsmasse wird dann auf einen mit einer Haftschicht versehenen Polyethylenterephthalatfilmschichtträger aufgetragen und getrocknet. Man erhält ein grünlichtempfindliches Diazotypiematerial.
Nach dem Aufbelichten einer roten Vorlage und Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein purpurrotes Bild mit
\nax ~ 531 nm.
In derfolgenden Tabelle sind weitere Beispiele angegeben, in denen nur ein anderer Kuppler eingesetzt wurde im Vergleich zu
Beispiel 6.
Tabelle: Farbton und Absorptionsmaxima entwickelter Diazotypiemateriaiien, in denen analog Beispiel 6 nur der Kuppler
geändert wurde.
Nr. Kuppler .. Farbton
7 2-Naphthoi
8 2,3-Dihydroxynaphthalen
9 2-Hydroxy-2'-methoxy-3-naphthaniiid
10 2-Hydroxy-2'-methoxy-4'-chlor-3-naphthanilid
Beispiel 11
Die Polymerlösung von Beispiel 6 wird mit folgenden Substanzen versetzt und das TrägermateriaI des Beispiels 6 beschichtet:
0,3g Sulfosalicylsäure 0,6g 2-Hydroxy-2'-methoxy-3-naphthanilid
0,8g 2,5-Dibutoxy-6-piperidinobenzendiazoniumtetrafluoroborat
Die Beschichtungsmasse ergibt grünlichtempfindliches Diazotypiematerial. Nach dem Aufbelichten einer purpurnen Vorlage, Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein Purpurbild mitAmax = 537nm.
Beispiel 12
Die Polymerlösung des Beispiel 6 wird mit folgenden Substanzen versetzt und das Trägermaterial des Beispiels 6 beschichtet:
0,3g p-Toluensulfonsäure 0,6g 2-Hydroxy-2'-methyl-3-naphthanilid
0,7 g 2,5-Diethoxy-6-pyrrolidinobenzendiazoniumzinkchloriddoppelsalz
Man erhält ein grünlichtempfindliches Diazotypiematerial. Nach dem Aufbelichten einer purpurnen Vorlage und Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein Purpurbild mit Amax = 541 nm.
hellrot 516
we in rot 522
purpurrot 530
purpurrot 532

Claims (1)

  1. Zweikomponentendiazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Diazoniumsalz, Kuppler, Bindemittel und gegebenenfalls weiteren Zusätzen, gekennzeichnet dadurch, daß es als lichtempfindliches und kupplungsfähiges Diazoniumsalz Benzendiazoniumverbindungen der allgemeinen Formel
    in der
    R1 Alkyl mit1 bis6 Kohlenstoffatomen;
    R2, R3 gleich oder verschieden, Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Aralkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, Hydroxyalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Chloralkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, gemeinsam die zur Vervollständigung eines 5-oder 6gliedrigen gesättigten heterocyclischen Ringes notwendigen Alkylgruppen, der ein weiteres Heteroatom wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff enthalten kann;
    X AnionderDiazoniumverbindung;
    bedeuten, enthält.
DD25644983A 1983-11-08 1983-11-08 Zweikomponentendiazotypiematerial DD247980A1 (de)

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