DD251136A1 - Verfahren zur herstellung von organosilylmethanphophonsaeureestern - Google Patents

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DD251136A1
DD251136A1 DD29230086A DD29230086A DD251136A1 DD 251136 A1 DD251136 A1 DD 251136A1 DD 29230086 A DD29230086 A DD 29230086A DD 29230086 A DD29230086 A DD 29230086A DD 251136 A1 DD251136 A1 DD 251136A1
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alkyl
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methanephosphonic
esters
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DD29230086A
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Alfred Tzschach
Wolfram Uhlig
Horst Weichmann
Heike Wagner
Ulf Thust
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Univ Halle Wittenberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Organosilylmethanphosphonsaeureestern, die als Zwischenprodukte zur Synthese biocid wirksamer Verbindungen von Interesse sind. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung dieser Substanzen zu entwickeln, das keine aufwendigen Technologien enthaelt und durch hohe Ausbeuten charakterisiert ist. Das Verfahren zur Herstellung von Organosilylmethanphosphonsaeureestern der allgemeinen Formel R1 4nSi(CR2 2P(O)(OR3)2)n, in der R1Alkyl, R2Alkyl, Halogen, H und R3Alkyl, Aryl sein kann und n1,2 bedeutet, ist gekennzeichnet dadurch, dass Methanphosphonsaeureester mit Trifluormethansulfonsaeuresilylestern unter Zusatz eines tertiaeren Amins in einem inerten Loesungsmittel umgesetzt werden.

Description

R1 = Alkyl
R2 = Alkyl, Halogen, H
R3 = Alky I, Aryl
Alle Reaktionen werden in einem inerten Lösungsmittel, vorzugsweise Ether, bei O0C durchgeführt. Die Reaktionszeiten betragen zwischen 30 Minuten und drei Stunden. Die Ausbeuten liegen zwischen 50 und 80%. Die kürzesten Reaktionszeiten und besten Ausbeuten werden beobachtet, wenn der Substituent R2 einen -I-Effekt besitzt. Die Organosilylmethanphosphonsäureester werden als destillierbare hellgelbe Öle erhalten.
Ausführungsbeispiele
Im folgenden soll die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert werden:
Beispiel 1
Trimethylsiiylmethanphosphonsäurediethylester:
9,9 g (0,065 mol)Methanphosphonsäurediethylester werden in 150 ml Ether vorgelegt. Bei O0C tropft man ein Gemisch aus 15,5 g (0,07 mol) Me3SiOSO2CF3,7,1 g (0,07 mol) NEt3 und 50 ml Ether zu. Man erwärmtauf Raumtemperatur und rührt zwei Stunden.
Das als braunes Öl anfallende Ammoniumsalz der Trifluormethansulfonsäure wird abgetrennt. Man engt die etherische Lösung ein und destilliert den Rückstand im Vakuum.
Kp:78°C/4Torr Ausbeute: 67%
Beispiel 2
Trimethylsilylmethanphosphonsäurediphenylester:
10g(0,04mol) MeP(O)(OPh)2 werden in 100ml Ether gelöst. Bei 00C tropft man ein Gemisch aus 10g (0,045mol) Me3SiOSO2CF3, 4,6g (0,045 mol) NEt3 und 50 ml Ether zu. Man rührt eine Stunde bei Raumtemperatur, trennt das Ammoniumsalz ab, entfernt das Lösungsmittel und fraktioniert im Vakuum.
Kp: 164°C/0,01 Torr Ausbeute: 51 %
Beispiel 3
Trimethylsilylchlormethanphosphonsäurediethylester:
8g (0,042 mol) CICH2P(O)(OEt)2 werden in 150ml Ether gelöst. Bei 00C tropft man ein Gemisch aus 10,2g (0,046mol) Me3SiOSO2CF3,4,7 g (0,046 mol) NEt3 und 50 ml Ether zu. Man erwärmtauf Raumtemperatur und läßt 30 Minuten nachrühren.
Das Ammoniumsalz wird abgetrennt, das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand im Vakuum fraktioniert.
Kp: 115°C/1 Torr Ausbeute: 74%
Beispiel 4
Dimethylsilylbis(methanphosphonsäurediethylester):
9,9g (0,065 mol) MeP(O)(OEt)2 und 7,1 g (0,07 mol) NEt3 werden in 200 ml Ether vorgelegt. Bei O0C tropft man 12,4g (0,035 mol) Me2Si(OSO2CF3)2 in 50 ml Ether zu. Man erwärmtauf Raumtemperatur und läßt 3 Stunden nachrühren. Man trennt das Ammoniumsalz ab, entfernt das Lösungsmittel und fraktioniert im Vakuum.
Kp:168°C/0,005Torr Ausbeute: 48%

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Organosilylmethanphosphonsäureestern der allgemeinen Formel Ri.nSi(-CRi-P(O)(OR3)2)n, in der R1 = Alkyl, R2 = Alkyl, Halogen, H und R3 = Alkyl, Aryl sein kann und η = 1,2 bedeutet, gekennzeichnet dadurch, daß Methanphosphonsäureester mit Trifluormethansulfonsäuresilylestern unter Zusatz eines tertiären Amins in einem inerten Lösungsmittel, vorzugsweise Ether, bei niedrigen Temperaturen umgesetzt werden.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Organosilylmethanphosphqnsäureestern, die als Zwischenprodukte zur Synthese biocid wirksamer Verbindungen von Interesse sind.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Silylmethanphosphonsäureester sind seit längerer Zeit bekannt. Sie wurden durch Reaktion von Chlormethyltriorganosilanen mit Trialkylphosphiten erhalten (A.R.Gilbert — US-Patent 2,768,193 [1956]). Als weitere Zugangsmöglichkeit wurde die Umsetzung von Chlormethyltriorganosilanen mit den Natriumsalzen der Dialkylphosphite beschrieben (W. H. Keeber und H. W. Post, J. Org. Chem. 21, 509 [1956]; A. E.Canavan und C. Eaborn, J. Chem. Soc. 1959,3751). Alle beschriebenen Reaktionen beinhalten lange Reaktionszeiten, hohe Reaktionstemperaturen und maximale Ausbeuten von 30-40%. Diorganosilylbis(methanphosphonsäureester) wurden bisher nicht beschrieben.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Triorganosilylmethanphosphonsäureestem und Diorganosilylbis(methanphosphonsäureestern) zu entwickeln, das keine aufwendigen Technologien und umständliche Reaktionsführungen voraussetzt und sich durch kürzere Reaktionszeiten, niedrige Reaktionstemperaturen sowie durch höhere Ausbeuten auszeichnet.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das es erlaubt, ausgehend von einfach zugänglichen Verbindungen die Organosilylmethanphosphonsäureester in glatter Reaktion zu gewinnen. Erfindungsgemäß wurden Methanphosphonsäureester mit Trifluormethansulfonsäuretriorganosilylestern beziehungsweise mit Bis(trifluormethansulfonsäure)diorganosilylestern unter Zusatz eines tertiären Amins gemäß Gl. (1) zu den entsprechenden Organosilylmethanphosphonsäureestem umgesetzt.
    1 2 , O°C Rj_nSi(OSO2CF3Jn + η R2XH-P(O)(OR^)2 + η NEt3 >
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