DD259635A1 - Verfahren zur herstellung monoklonaler antikoerper gegen humanes interleukin-2 - Google Patents

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DD259635A1
DD259635A1 DD30181087A DD30181087A DD259635A1 DD 259635 A1 DD259635 A1 DD 259635A1 DD 30181087 A DD30181087 A DD 30181087A DD 30181087 A DD30181087 A DD 30181087A DD 259635 A1 DD259635 A1 DD 259635A1
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DD
German Democratic Republic
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hybridomas
human
antibodies
production
mabs
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DD30181087A
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Joachim Kopp
Ida Koerner
Claudia Lange
Rudolf Dettmer
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Akad Wissenschaften Ddr
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  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Abstract

Durch das erfindungsgemaesse Verfahren werden monoklonale Antikoerper gegen humanes Interleukin-2 mit hoher Affinitaetskonstante und hoher Spezifitaet hergestellt. Milzzellen von Maeusen, die mit humanem Interleukin-2 immunisiert wurden, werden mit Maus-Myelomzellen fusioniert. Die Hybridomzellen werden mit Hilfe immunchemischer Screeningverfahren selektioniert und kloniert. Hinsichtlich ihrer Reaktivitaet mit dem Interleukin-2 werden die Eigenschaften der erhaltenen monoklonalen Antikoerper bestimmt. Die Produktion der Antikoerper durch die Hybridomklone wird entweder in vitro mit biotechnologischen Verfahren der Zellkultur oder in vivo in Ascitesform in Maeusen durchgefuehrt. Die spezifischen Hybridome wurden im ZI fuer Molekularbiologie (Liste 1987) unter den Nummern 0173 bis 0192 hinterlegt. Anwendungsgebiete sind die Medizin und Immunologie.

Description

Ausführungsbeispiel
1. Herstellung der Hybridome aus den Milzzellen von Balb/c-Mäusen, die mit rekombinantem und natürlichem IL-2 auf verschiedenen Wegen unter Nutzung des Patentes DD 235027A1 immunisiert wurden und X 63-Ag 8.653 bzw. P3O1-Myelomzellen. y Fusion, Kultivierung, Klonierung usw. modifiziert nach der Originalarbeit KÖHLER, G. u. CMILSTEIN, Nature 1975,256, 435-437.
2. Die Selektion antikörperproduzierender Hybridome wurde nach DD 221884 A1 durchgeführt.
3. Die Eigenschaften der erhaltenen monoklonalen Antikörper werden durch Beispiele näher belegt.
Tabelle
Hinterle- Bezeich
gungsnr. nung
173 Zl-Hl A4C8
174 Zl-Hl A4G8
175 Zl-Hl
176 Zl-Hl A6
177 Zl-Hl A7
178 ZI-HI11
179 Z1-K13H8
180 ZI-K13E4
181 ZI-12.1.
182 ZI-10.2.
183 Zl- 9.2.
184 ZI-K15F7
185 ZI-K14H9
186 Z1-K14A1
187 ZI-K15B10
188 ZI-K15F12+
189 ZI-HIA3A5
190 Zl-Hl A3B7
191 Zl-Hl A3B1
192 Zl-Hl A4H7
Reaktivität mit humanem IL-2 recomb. natürlich
mit natürlichem Maus-IL-2
Antikörperklasse
n.b.
n.b.
n.b.
n.b.
n.b.
n.b.
IgGi
IgGi
n.b.
n.b.
n.b.
Ig2b
IgGi
IgGi
Ig2b
Ig2b
n.b.
n.b.
n.b.
n.b.
Affinitätskonstante 9 · 109 l/Mol

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von monoklonalen Antikörpern gegen humanes IL-2 durch Immunisierung von Balb/c-Mäusen mit humanen lnterleukin-2, Fusion ihrer Milzzellen mit IVlyelomzellen, Selektion der erhaltenen Hybridome, Auswahl der spezifischen Hybridome und ihre Kultivierung bzw. Transplantation auf Mäuse in der Ascitesform, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kultivierung bzw. Transplantation die Hybridome (ZIM-Liste 87) 0173 bis 0192 eingesetzt werden.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung monoklonaler Antikörper gegen humanes lnterleukin-2. Anwendungsgebiete sind die medizinische Diagnostik und die Immunologie.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Humanes lnterleukin-2 ist von essentieller Bedeutung für die Aktivierung, den Verlauf und Effekt einer immunologischen Reaktion. Es gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Aufklärung immunregulatorischer Zusammenhänge und als immunotherapeutischesAgenz. Diese Entwicklung geht einher mit der Notwendigkeit der Bestimmung von lnterleukin-2 (IL-2) in einer zunehmenden Zahl von Proben sowohl bei der IL-2-Produktion als auch in Diagnostik und Therapie. Das fordert die Ablösung des z. Z. überwiegend praktizierten, sehr zeitaufwendigen und komplizierten biologischen Nachweissystems durch ein einfaches und schnelles Testsystem. Die Anwenduang monoklonaler IL-2-Antikörper in einem quanitativen IL-2-Test, z. B. in einem Sandwich-ELISA-System, ist dabei die Methode der Wahl.
    Bisher gibt es international 4 Gruppen, die monoklonale Antikörper (mAK) gegen humanes IL-2 produziert haben (K.A.Smith et al., J. Immunol. 131,1808-1815 [1983], M.A.Cousin et al., Lymphokine Res. 4, 319-329 [1985], E.Brandt et. al., Immunbiol. 172, 33-53 [1986] und A. Altmann et al., PNAS 81, [1984]). Fast alle Gruppen haben jeweils nur einen oder sehr wenig mAK erhalten und die Qualität der erhaltenen Antikörper sowie ihre Anwendbarkeit für verschiedene immunologische Methoden sind sehr unterschiedlich.
    Ziel der Erfindung
    Die Erfindung hat das Ziel, eine möglichst große Gruppe von mAK gegen humanes IL-2 mit geeigneten Affinitätskonstanten und hoher Spezifität herzustellen.
    Zum Beispiel sollen die Antikörper sowohl zur Entwicklung rationeller, quantitativer IL-2-Testsysteme genutzt werden, die in der IL-2-Produktion, der medizinischen Diagnostik und immunologischen Forschung eingesetzt werden können, als auch zur Herstellung von effektiven Immunosorbentien für die immunaffinitätschromatografische Reinigung von IL-2. Die jeweils günstigste Kombination ergibt sich aus der spezifischen Aufgabenstellung.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von monoklonalen Antikörpern mit unterschiedlichen Eigenschaften] gegen humanes IL-2 ist dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst in an sich bekannter Weise Milzzellen von Balb/c-Mäusen, die — wegen der Aufgabe, möglichst viele verschiedene mAK zu erhalten — in verschiedenen Kombinationen mit gereinigtem humanen rekombinantem oder natürlichem IL-2, sowohl in löslicher Form als auch RP-18-Gebunden (Patent KÖRNER, I., DETTMER, R., KOPP, J., DD 235027 A1) und auf verschiedener Route appliziert (sowohl subkutan als auch intraperitoneal, direkt in die Milz oder als in vitro-lmmunisierung), immunisiert wurden, mit entweder X 63-Ag 8.653 oder P3Oi Myelomzellen in der Zellkultur unter Zusatz von PEG 4000 fusioniert und die erhaltenen Hybridome in Mikrotestplatten aussät. Die antikörperproduzierenden Hybridome werden mit einem Festphasen-ELISA-Testsytem nachgewiesen, der folgendermaßen durchgeführt wird: Hochgereinigtes Antigen (entweder rekombinantes bzw. natürlich humanes IL-2 oder natürliches Maus-IL-2) wird an Nitrozellulose- oder Mikrotestplatten adsorbiert, danach erfolgt eine Inkubation mit dem Kulturüberstand der Hybridome und anschließend mit Peroxydase-markierten affinitätschromatographisch gereinigten Anti-Maus-Immunglobulin-Antikörpem. Die im ELISA reaktiven Hybridome werden kloniert, weiter vermehrt und ggf. nach Lagerung in flüssigem Stickstoff erfindungsgemäß zur Produktion der mAK durch Kultivierung oder Transplantation eingesetzt. Aus dem gewonnenen Ascites werden die mAK über Hydroxylapatit gereinigt und ihre Eigenschaften in verschiedenen Testsystemen bestimmt. Die für die erfindungsgemäße Antikörperproduktion eingesetzten Hybridome wurden im Zentralinstitut für Molekularbiologie (Liste 1987) unter folgenden Nummern hinterlegt:
    0173 bis 0192 (siehe Tabelle)
    Durch die Erfindung wird die Herstellung von,vielen mAK mit unterschiedlichen Eigenschaften gegen humanes IL-2 ermöglicht. Eine solche Palette von Antikörpern hat bisher noch nicht zur Verfügung gestanden. Alle mAK erkennen spezifisch humanes IL-2 und reagieren nicht mit Maus-IL-2. Die meisten reagieren sowohl mit rekombinantem als auch mit natürlichem IL-2, einige jedoch nur mit natürlichem IL-2. Die mAK gehören den Immunglobulinklassen IgM, IgG 1 und lgG2b an, haben teilweise neutralisierende Aktivität und unterschiedliche Affinität (höchste Affinität 9 χ 109l/Mol), die meisten reagieren mit IL-2 nach SDS-Gel-Elektrophorese und anschließendem Blotting auf Nitrozellulose sowie in verschiedenen immunologischen Tests.
DD30181087A 1987-04-14 1987-04-14 Verfahren zur herstellung monoklonaler antikoerper gegen humanes interleukin-2 DD259635A1 (de)

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