DD268819A3 - Mittel zur bekaempfung von unkraeutern - Google Patents

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DD268819A3
DD268819A3 DD28730686A DD28730686A DD268819A3 DD 268819 A3 DD268819 A3 DD 268819A3 DD 28730686 A DD28730686 A DD 28730686A DD 28730686 A DD28730686 A DD 28730686A DD 268819 A3 DD268819 A3 DD 268819A3
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DD
German Democratic Republic
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herbicides
herbicidal
chain
dimethyl
substituted
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DD28730686A
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English (en)
Inventor
Christian Stoeckel
Juergen Jentzsch
Ingeborg Engel
Burkhard Beyme
Hermann Gruenzel
Klaus Zahn
Bernhard Pallut
Erich Leischer
Original Assignee
Fahlberg List Veb
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Bekaempfung von Unkraeutern. Langkettige Alkyldimethylmorpholine besitzen Carrier-Eigenschaften und steigern dadurch die Wirkung von Herbiziden. Durch ihren Zusatz gelingt es, die Aufwandmengen der Herbizide zu verringern, ohne dass dabei die herbizide Wirkung abfaellt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft herbizide Mittel und deren wirkungssteigernde Mischung mit langkettigen N-Alkylmorpholinen.
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Unkrautbekämpfungsmittel dienen bekanntlich der Unterdrückung und Ausrottung von Unkräutern, wobei in der Regel die Kulturpflanze geschont werden soll. Sie sind in einer sehr großen Anzahl von Patentschriften beschrieben worden. Jedoch machen die zur praktischen Anwendung in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau eingesetzten Herbizida nur einen oruchteii dar geschützten Mittel aus.
Ursachen können die begrenzte Selektivität, ein nicht ausreichendes herbizides Wirkungsspektrum besonders zur Bekämpfung von Problemunkräutern, toxikologische und Umweltprobleme sowie ökonomische Aspekte sein. (H. Kurth „Chemische Unkrautbekämpfung", vierte Auflage 1975)
Um den genannten Mängeln abzuhelfen, wird in den Patentschriften die Anwendung mit anderen Herbiziden beschrieben, die additiv bzw. synergistisch die Wirkung steigern. Nicht phytotoxische Ölzusätze sowie Netzmittel, Emulgatoren, Lösungsmittel u.a. dienen ebenfalls diesem Zweck (94733 DD, 218728 DD). Die Nachteile der Herbizide können auch durch die genannten Maßnahmen nur begrenzt verbessert wtrden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, einen Carrier aufzufinden, durch deren Zusatz die geschilderten Nachteile herbizider Mittel wßitgehendst beseitigt werden. Die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Herbizide soll wesentlich erhöht werden.
Wesen der Merkmale der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch den kombinierten Einsatz von einfachen, verfügbaren und preisgünstigen chemischen Verbindungen mit Herbiziden deren nachteilige Eigenschaften zu beseitigen, ohne dabei selbst negative Eigbnsihaften zu entwickeln.
Bei der Erprobung von chemischen Verbindungen als Wirkungsvermittler wurde überraschend gefunden, daß die im Patent 140412 DD als Mittel mit fungiziden Eigenschaften beschriebenen langkettigen N-Alkyldimethyl-morpholine, einschließlich Gemische der stellungsisomeren Verbinrlungstypen I und Il
CH CH0 CH OIL
0 N-RO N-R
CH CH2 CH2 CH
OH-
X3 II
R = langkettiges Alkyl (C12H25-C18H37, gerade oder verzweigt) und ihrer entsprechenden cis/trans-Formen die Eigenschaften besitzen, die Aufnahme der Herbizide in die Pflanze und/oder ihre Wirkungsintensität durch den Transport zum Wirkungsort zu fördern, ohne jedoch selbst herbizide Eigenschaften zu besitzen. Langkettige N-Alkyldimethyl-morpholine einschließlich ihrer Gcni'chA, diäten dabei überraschenderweise Carrier-Eigenschaften. Sie sind nicht nur fungizide Mittel, sondern Trägersubstanz bzw. Trägermaterial unu/uuci Kütciyr?»'"· Wir die biochemischen Reaktionen, die von herbiziden Wirkstoffen in der Pflanze hervorgerufen werden. Diese Funktionen sind dabei so ausgeprägt, dab uio Auf.ynndmonoa der Herbizide je Flächeneinheit besonders substituierter Carbamate, Harnstoffe, Phenoxycartonsäuren und Triazine wesentlich gesenkt werden kann. Somit wird ihre Wirtschaftlichkeit verbessert, oder sie ist erst in Verbindung mit einem erfindungsgemäßen Carrier gegoben. Die Verringerung der Aufwandmenge der Herbizide bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern begünstigt auch ihre Verträglichkeit gegenüber Kulturpflanzen.
Die Anwendung von N-Alkyl-dimethyl-morpholinen mit Herbiziden kann dabei in einer gemeinsamen Formulierung oder in der jeweiligen Formulierung als Tankmischung erfolgen.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird durch nachstehende Beispiele erläutert, ohne daß diese jedoch auf die beispielhaft genannten herbiziden Mittel beschränkt sein soll.
Ergebnisse zur herbiziden Wirkung
Das Beispiel 1 belegt den wirkungssteigernden Effekt eines Gemisches von 2,6-üimethyl-N-alkylmorpholin und 2,5-Dimethyl-N-alkylmorpholin (Aldimorph) in handelsüblicher Formulierung sowie N-Tridecyl-2,6-dimethylmorpholin (Tridemorph) jeweils in Tankmischung mit einer handelsüblichen Formulierung eines Carbamat-Wirkstoffes unter Praxisbedingungen. Trotz Senkung der Aufwandmenge der handelsüblichen Herbizid-Formulierungen wird in Tankmischung mit dar Aldimorph- oder Tridemorph· Formulierung die gleiche herbizide Wirkung wie bei der alleinigen Anwendung des Herbizid-Präparates in voller Aufwandmenge erreicht.
Beispiel 1
Prüfgheder Präparat ASVo Wirkstoff Unkrautbesatz Vers. Il
kg/ha kg/ha (% Deckungsgrad) 22
Vers.: 3
Kontrolle 34 3
Betanal* 6 16 0,960 4 3
Betanal 3 16 0,480 6 20
Betanal 2,2 16 0,350 9 20
Falimorph·· 0,75 66,2 0,496 , 33
Eibamorph··* 0,75 76,3 0,572 32 1
TM Betanal 3 16 0,480
+ Falimorph 0,75 66,2 0,496 4 1
TM Betanal 2,2 16 0,350
+ Falimorph 0,75 66,2 0,496 4 1
TM Betan?l 3 16 0,480
+ Eibamorph 0,75 76,3 0,572 3
* Betanal = handelsübliche Formulierung des S-IMethoxycarbonyl-aminophenyD-N-O'-methyl-phenyD-carbamats
' * Falimorph - handelsübliche Formulierung des 2,6-Dimethyl-N-alkylmorpholin und 2,5-Dimethyl-N-alkylmorpholin-Gemisches (Aldimorph)
•" * Eibamorph = handelsübliche Formulierung des N-Tridecyi-2,6-dimethylmorpholin (Tridemorph)
TM = Tankmischung
Das Beispiel 2 belegt den wirkungssteigernden Effekt von Aldimorph in handelsüblicher Formulierung in Tankmischung mit verschiedenen Herbizidpräparaten und zwar A) mit einem weiteren Carbsmat B) mit einem Harnstoff C) mit einer Phenoxycarbonsäure D) mit einer Kombination von 2 Triazin-Wirkstoffer. und E) mit einem Triazin-Wirkstoff. Die umfassenden Versuche belegen, daß bei allen herbiziden Wirkstof fen ηϊίί unterschiedlicher Effektivität eine Steigerung der Wirkung vorhcndan ist. Durch die TM wird die herbizide Wirkung sowohl der vollen als auch der halben Aufwandmenge der handelsüblichen Herbizide übertroffen.
Unkrautbesatz 1 = keine Wirkung 9 = Pflanzen total vernichtet
Prüfglieder Präparat AS% Wirkstoff Unkrautbesatz
(kg/ha) (kgAS/ha)
Kontrolle 1
Falimorph 0,5 66,2 0,331 1
A Elbanil1 10,0 25 2,5 8
Elbanil 5,0 1,25 5
Ifvinihanil 5,0 1,25 9
+ Falimorph 0,5 0,331
BFL1732 ro 50 1,0 3
FL173 1,0 0,5 2
TM FL173 1,0 0,5 8
+ Falimorph 0,5 0,331
C Sys fi7 MF3 1.0 80 0.8 R
Sys 67 ME 0,5 0,4 O
TM Sys 67 ME 0,5 0,4 7
+ Falimorph 0,5 0,331
DUvon-Kombi334 1,5 56 0,84 Λ
Uvon-Kombi33 0,75 0,42 2
TM Uvon-Kombi 33 0,75 0,42 9
+ Falimorph 0,5 0,331
EWonukkonz.6 1,5 67 1,005 3
Wonuk konz. 0,75 0,5025 2
TMWonukkonz. 0,75 0,5025 9
+ Falimorph 0,5 0,331
handelsübliche Formulierung von
1 = Chlorpropham
2 = Brumfenuron
3 = MCPA
4 = Prometryn + Simazin
5 = Atrazin

Claims (4)

1. Mittel zur Bekämpfung von Unkräutern, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mindestens einem herbiziden Wirkstoff und einem oder einem Gemisch langkettiger N-Alkyl-dimethylmorpholtne als Carrier bestehen.
2. Mittel nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, daß der herbizide Wirkstoff vorzugsweise ein substituiertes Carbamat, Biscarbamat, ein substituierter Harnstoff, eine substituierte Phenoxycarbonsäure oder ein substituiertes Triazin ist.
3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch langkectiger N-Alkyi· dimethylmorpholine das 2,6-Dimethyl-N-alkylmorpholin und 2,5-Dimethyl-N-alkylmorpholin ist.
4. Mittel nach Anspruch 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß Gemische der herbiziden Wirkstoffe mit langkettigen N-Alkylmorpholinen enthalten sind.
DD28730686A 1986-02-25 1986-02-25 Mittel zur bekaempfung von unkraeutern DD268819A3 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1999026477A1 (de) * 1997-11-26 1999-06-03 Sanogreen S.A.R.L. Verfahren zur bekämpfung von poa annua in rasenflächen und verwendung von fenpropimorph als herbizid

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WO1999026477A1 (de) * 1997-11-26 1999-06-03 Sanogreen S.A.R.L. Verfahren zur bekämpfung von poa annua in rasenflächen und verwendung von fenpropimorph als herbizid

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