DD268972A1 - Verfahren zur herstellung aktiver trockenhefe - Google Patents

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DD268972A1
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emulsifier
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Eva-Maria Koehler
Gisela Traeger
Gabriela Werner
Horst Franke
Otto Pulz
Siegfried Roessner
Ulrich Walter
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Inst Getreideverarbeitung
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer aktiven Trockenhefe mit hoher Lagerbestaendigkeit und Gaeraktivitaet, insbesondere als Zusatz zu backfertigen Mehlen. Das Ziel sowie die Aufgabe der Erfindung liegen in der Schaffung eines Verfahrens, das mit einfachen Mitteln durchfuehrbar ist, bei dem die Hefe nur im geringen Masse beansprucht wird und so die Gaeraktivitaet der Hefe erhalten bleibt. Erfindungsgemaess wird Hefe mit oder ohne Antioxydantien getrocknet und in eine feinkoernige Struktur ueberfuehrt, getrennt hiervon wird eine Oel/Fett-Emulgator-Staerkehydrolyseprodukt-Suspension bereitet, die aufgeschlagen werden kann, mit der die Hefe in Kontakt gebracht und getrocknet wird. Das erhaltene Trockenprodukt ist durch eine aus der Suspension entstandene Schutzschicht gegen aeussere Einfluesse weitestgehend geschuetzt. Die Anwendung der Erfindung ist in Betrieben zur Herstellung von Trockenhefen moeglich.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer aktiven Trockenhefe, die eine hohe Lagerbeständigkeit aufweist. Die Trockenhefe eignet sich insbesondere zur Herstellung von backfertigen Mehlen, wobei die Hefe direkt dem Mehl zugemischt werden kann.
Darlegung der bekannter! technischen Lösungen
Es ist bekannt, Hefe, dio entweder als Preßhefe oder als Hefesuspension vorliegt, entsprechend zu behandeln, um eine lagerfähige, gäraktive Trockenhefe zu erhalten. Durch den Einfluß von Feuchte, Sauerstoff oder Säuren komm', es aber schnell zu einer Schädigung der Kefezellen, was die Aktivität von Trockenhefe ganz erheblich vermindert. Es sind verschiedene Verfahren bekanntgeworden, nach denen die Hefe z.B. zusammen mit Antioxydantien, filmbildanden Mitteln, wie Fetten oder Ölen, evtl. Emulgatoren, sowie unter Zusatz von Sacchf riden getrocknet wird, um dia Aktivität weitestgehend zu erhalten. Nach der DE-AS 1261101 ist ein Verfahren zur Herstellung von Trockenhefe bekanntgeworden, bei dem man einer wäßrigen Suspension von Hefezellen eine Emulsion, bestehend aus butyliertem Hydroxyanisol, butyliertem Hydrojtytoluol oder Propylgallat, eßbarem Fett, eßbarem Öl und Propylenglykol, zusetzt, wobei man noch ein nicht giftiges, nicht ionisches oberflächenaktives Mittel beigibt. Die Menge der zugesetzten Substanzen liegt dabei etwa zwischen 0,07:5 und 0,5Gew.-%, bezogen auf den Trockenfeststoffgehalt der Hefe. Eine nach diesem Verfahren hergestellte Trockenheit erfüllt aber nicht die in sie gesetzten Erwartungen, sie büßt bereits nach kurzer Lagerdauer einen großen Teil ihrer Aktivität ein. Es macht sich deshalb erforderlich, derartige Hefen unter Schutzgas verpackt in den Handel zu bringen.
Außerdem hat es sich gezeigt, daß die angegebenen Komponenten zur Bereitung einer Emulsion sich nur unvollständig zu einer solchen verarbeiten lassen, so daß die Durchführung dieses Verfahrens schwierig erscheint.
Nach der DE-OS 3225970 ist ein Verfahren zur Herstellung von Preßhefe und Trockenhefe bekanntgeworden, bei dem zur Herstellung von aktiver Trockenhefe frische Preßhefe zermahlen wird und die erhaltenen Hefeparti'xel bei einer Temperatur von 40...60'C im Luftstrom unter Zugabe einer Emulsion aus Fett, Emulgator und Wasser getrocknet v/erden. Die Trocknung erfolgt in einer Wirbelschicht für etwa 120min bis zu einem Trockensubstanzgehalt der Hefe von mindestens 85%.
Nach diesem Verfahren soll ebenfalls eine hohe GärsktivitSt der Trockenhefe, die nahe der der frischen Preßhefe liegen soll,
beibehalten werden. Es hat sich aber gezeigt, daß das mit diesem Verfahren angestrebte Ziel, den Schutz der Zeliwand wahrend des Trocknungsvoi ganges zu gewährleisten, nur i" vollständig erreicht wird. Untersuchungen haben ergeben, daß ein großer
Teil der Zellwände der Hefezellen rissig werden, was zu einem Absterben der Hefozeilen führt. Die Gäraktivität ist
dementsprechend gering. Außerdem ist diese Trockenhefe ebenfalls gegen alle äußeren Einflüsse während der Lagerung empfindlich, wie beispielsweise Feuchte, Sauerstoff oder Säuren. Es ist erforderlich, daß die Produktfeuchte während der
Lagerung geringer als 8% gehalten wird. Ein Trockenhefeprodukt, hergestellt gemäß DE-OS 3225970, ist ebenfalls unter Schutzgas zu verpacken. Hierdurch aber ergibt sich zusätzlich eine Verteuerung des Produkts. In der US-PS 2919194 ist ein Verfahren zur Herstellung eines aktiven Trockenhefeprodukts beschrieben, bei dem die nasse Hefe
in irgendeiner für die Hefe nicht giftigen Flüssigkeit suspendiert wird. Am günstigsten sind eßbare Öle, pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs; die besten Ergebnisse sind mit Mais-Öl erhältlich. Weiterhin wird ein Zucker hinzugefügt, der vergärbar ist, ebenso ist eine Mischung aus vergärbarem und nicht vergärbarem Zucker möglich. Dabei kann der Zucker auch ein hydrolysierter Stärkesiru sein. Die in dar Suspension enthaltende Feuchte wird durch Behandlung derselben in einem Gasstrom,
der freien Sauerstoff enthält, verdampft und anschließend wird das Öl vom Endpunkt separiert. Die nach diesem Verfahren hergestellte Trockenhefe zeigt deutliche Aktivitätsverluste und zeichnet sich durch eine geringe Lagerboständigkeit aus. Auch bei dieser Trockanhefe ist ein Vertrieb nur in unter Schutzgas verpacktem Zustand denkbar.
Ferner ist die DE-OS 2515029 bekanntgeworden, in der ein Verfahren zur Herstellung aktiver Trockenhefe beschrieben ist, bei der
frische Feuchthefe mit einem Trockensubstanzgehalt von mindestens 25% im Vakuum bei einem Druck von unter 6,665 kPa (50 Torr), vorzugsweise 133,3 (1 Tcrr) bis 1999,5Pa (15 Torr) in mehreren Heizzonen bei fallenden Temperaturen von 80...3O0C behandelt wird. Dabei wird die Feuchthefe durch einen Extruder direkt in den Vakuumtrockner gegeben. Bei der Durchführung dieses Verfahrers wird der Feuchthefe ein osmotisch wirkendes Mittel zugesetzt. Hierzu können beispielsweise Malzextrakt,
Saccharose, Maltose, Maltodextrine sowie weitere Stärkehydrolysepro dukte wie Pentosen oder Hoxosen zum Einsatz
kommen.
In der US-PS 3278312 ist ein Verfahren zur Herstellung einer Hefe-Stärke-Kompositicn unter Schulz gestellt, nach dem einer Suspension von 301 Wasser und 100 kg Hefe eine bestimmte Menge Stärke zugemischt wird, bis eine homogene Masse entsteht. Dieselbe wird bei einer 37°C nicht überschreitenden Temperatur getrocknet und granuliert. Diese Komposition soll 60...80%
lebende Hefezellen enthalten.
Was die Gärfähigkeit und die Haltbarkeit solcher nach diesen beiden Verfahren hergestellten Troclcenhnfen anbetrifft, so
unterscheiden sie sich nur wenig von dem vorgenannter..
Die DE-PS 3320654 hat ein Verfahren zur Herstellung aktiver Trockenhefe .ium Inhnlt, bei dem man β ine wäßrige Suspension von Hefezellen mit einer wäßrigen Emulsion eines schützenden Zusatzmittels vermischt und anschließend trocknet, wobei das Zusatzmittel folgendermaßen zusammengesetzt ist:
2O...8OGew.-Teile Speisefett mit einer Jodzahl von höchstens 10,8... 55Gew.-Teil>3 Zitronensäureester von eßbaren
Fettsäuremono- und/oder -diglyceriden, 2...50Gew.-Teile Diacetylweinsäureester eßbarer Fettsäuremonoglyceride,
12...72G9W.-Teile Sorbitanmonostearat und/oder 1... 15 Gew.-Teile butylmrtos Hydrosytoluol.
Hierbei ist der Einsatz von Zusatzstoffen verhältnismäßig hoch. Zwar wird, verglichen mit den anderen Produkten, ein etwas
besseres Ergebnis erzielt, was Gäraktivität und Haltbarkeit anbelangt, doch erscheint der Aufwand in bezug aul'die eingesetzten
Zusatzstoffe zu hoch. Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat sich das Ziel gestellt, ein Verfahren zur Herstellung von Trockenhefe zu schaffen, das es ermöglicht, mit einfachen Mitteln ein sowohl haltbares als auch hoch gäraktives Endprodukt zu erzeugen.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren so auszugestalten, daß die Hefe.iellen während der Verfahrensdurchführung geringstmöglich bansprucht werden, d. h., daß vor allem die Trocknung derart durchgeführt wird, daß
es nicht zur Zerstörung der Zell wände kommt und weiterhin die Hefezellen nach dem Trockenvorgang so geschützt sind, daß sie imstande sind, lange Zeit äußeren Einflüssen zu widerstehen und so lebensfähig zu bleiben.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Hefe bei einer Temperatur von 20... 5O0C mit oder ohne Zusatz von Antioxydantien bis zu einer Feuchte von 3... 20% getrocknet und in eine feinkörnige Struktur überführt wird, und getrennt
hiervon 55...85Gew.-% eßbares Öl oder Fett, bezogen auf die Gesamtmenge der Suspension, vorzugsweise Hartfett, mit 0,3...5Gew.-% eines Emulgators vermischt bzw. aufgeschmolzen wird, und 15...40Gew.-%StMehydrolyseprodukt, im
folgenden SHP genannt, in der V2- bis 21MaChCn Menge Wasser suspendiert und allmählich dem Öl/Fett-Emulgatorgemisch zugegeben wird, und anschließend die getrocknete Hefe mit der Öl/Fett-Emulgator-SHP-Suspension, die vorzugsweise vorher aufgeschlagen worden ist, bei Raumtemperatur, höchstens bei 350C in Kontakt gebracht, vorzugsweise besprüht wird, und die benetzte Hefe schonend bei Temperaturen zwischen 20...5O0C auf eine Endfeuchte von 5...30% getrocknet wird.
Um eine intensive Benetzung bzw. Ummantelung der zu behandelnden Hefe zu erreichen, wird die ÖI/Fett-Emulgator-SHP- Suspension vor ihrer Verwendung bei einer Temperatur von etwa 4O0C aufgeschlagen. Während des Trockenvorganges der Hefe aus einer Hefesuspension kann ein Antioxydans wie Buiylhy droxyanisol zugesetzt
werden, um die Hefe vor Schäden durch den Luftsauerstoff zu schützen. Die Hefe kann auch gefriergetrocknet worden.
Zur Bereitung des öl- brw. Fett-Emulgator-SHP-Susponsion können grundsätzlich alle eßbaren Öle und Fette verwendet werden,
wie z. B. Rapsöl, Sonnenblumenöl, Kokosfett, Talg oder auch Schmalz.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch sog. Instanthefe beha.idei» werden, indem sie mit dinem Schutzüberzug
versehen wird, der aus der ÖI/Fett-Emulgator-SHP-Suspension besteht. E? wird dann anstatt einer getrockneten Hefe Instanthefe zum Einsatz gebracht und anschließend erfindungsgemäß verfahren.
Der Verfahronsschritt der Hefebehandlung mit der fH/Fett-Emulgator-SHP-Suspenjiior; läßt sich zweckmäßig in einem Pflugscharmischer durchführen; dazu wird die Hefe mittels Sprühlanzan benetzt und anschließend untensiv durchgemischt. Zweckmäßig ist es, wenn der Mischer gekühlt werden kann, um die Temperatur bei dienern Vorgang, die 350C nicht übersteigen
soll, weitestgehend konstant zu halten. Ebenso ist für die Durchführung des Verfahrens ein Dragierkessel mit Sprühdüsen zur
Benetzung der Hefe denkbar. Besonders geeignet hierfür sind Wirbelschichtgranulatoren, in denen die getrocknet» Hefe besprüht, granuliert und getr jcknet
werden kann.
Die Trocknung von in anderer Weise benprühter Hefe konr < weckmäßig in einem Flioillwtt erfolgen. Als Emulgatoren bei der Bereitung der ÖI/Fett-Emulgator-SHP-Suspension kSnnen selche auf Lecithinhacis eingesetzt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil., daß eine Trockenhefe erzeugt we rden kann, deren Gäraktivität auch nach
längerer Lagerung bei etwa 85% liegt.
Die zum Einsatz kommenden Zusatzstoff e sind leicht zugänglich und kostengünstig zu erwerben. Dazu ist eine Vielfalt an Möglichkeiten gegeben, das Verfahren mit Hilfe bekannter, vorhandener Einrichtungen erfolgreich durchzuführen. Weiter ist von Vorteil, daß die erhaltene Trockenhefe fast unempfindlich gegen Mutiere Einflüsse, wie Luftsauerstoff, Feuchte
oder Säuren ist. Hierdurch wird es ermöglicht Jie Trockenhefe backfertigen Mehlen zuuimischen, ohne daß eine Schädigung der Hefe eintritt. Für den Vertrieb der Hefe ist die Verpackung beliebig, da eine Verpackung unter Schutzgas sich erübrigt.
Es hat sich gezeigt, daß die Ummantelung der Hefe mit der angegebenen Öl/Fett Ernulastor-SHP-Suspension einen optimalen Schutz für dieselbe darstellt. Es ist unrichtig, wie in der Literatur angegeben wird, daß eine Trockenhefo mit besondere hoher Gäraktivität erhalten wird, wenn die Hefe während der Trocknung ein Kohlehydrav vergären kann. Dazi1 werden bei dem Trocknungsprozeß vargärbare Zucker, wie beispielsweise Sucrose, Glucose oder Fructose zugest -zt. Au< h S(IP sind vorgesehen. Es konnte aber festgestellt werden, daß, sobald es zur Gärung während der Behandlung kommt, es zu Autolyseerscheinungen
innerhalb der Granulate kommt, die die Zerstörung einer großen Anzahl lebender Hefezellen zur Folge heben. Das Ergebnis ist eine dementsprechend in ihrer Gäraktivität geschädigten Trockenhefe.
Es konnte festgestellt werden, ddß die Wirkung des SKP auf eine Hefe mit einer Feuchte von 3...20% eine gänzlich andere is\\ Während das Fett den Zutritt des Luftsauerstoffs verhindert, wirkt das SHP schützend auf die Zellwand dtr Hefezelle, indem esein Rissigwerden und damit ein Absterben der Hefezelle während der Behandlung verhindert. Durch den Feuchtegehalt des die Zelle
umgebenden SHP wird der Feuchtegehalt der Zelle in der Weise gesteuert, daß ein völliges und zu schnelles Austrocknen der
Zelle vermieden wird; dadurch bleibt die Zeil» unbeschädigt u/id eine hohe Gäralciivitlt der Hefe ist gewährleistet. Elektronenmikroskopische Untersuchungen haben ergeben, daß die Ummantelung dor getrockneten Hefezellen durch die Suspension nach der Erfindung ohne Zwischenräume und Risse ist, so daß der Schutz der Hefezelle optimal gewährleistet ist. Dadurch erklärt es sich, daß die Hefe gegen jedwede äußeren Einflüsse geschützt ist. Die Mantelschicht kann 5-40%, bezogen auf
die Trockensubstanz der Hefe betragen. Die Heiezelle befindet sich in diesem Zustand in völliger Ruhe.
AueführungsbeUpiel Die Erfindung ist an Hand mehrerer Beispiele nähtir erläutert. Beispiel 1
6kg Kokosfott werden zusammen mit 60g Emulgator auf Leoithinbasis bei 45...50"C aufgeschmolzen, 1,8kg SHP werden in 5I Wasser suspendiert und allmählich dem Fett-Emulgatorgemisch zugesetzt. Die Fett-Emulgaior-SHP-Suspension wird mittels Homogenisator bei einer Temperatur von 40X zu einer steifen Creme aufgeschlagen, die mittels Pumpe in ein Wirbelschichtgerät gedrückt wird. 20 kg Hefe, die untor Zugabe von 1 g Butylhydroxyanisol bei einer Temperatur ν an 350C auf einen Feuchtegehalt von 10% getrocknet wurde und in eine feinkörnige Struktur überführt worden ist, wird in das Wirbelschichtgerät eingebracht und mit der Creme benprüht, granuliert und auf eine Endfeuchte von 12% getrocknet. Dabei beträgt die Temperatur dar Abluft 28 bis 340C, die der Creme 35 ...4O0C. Erhalten wird eine ummantelte, granulierteTrockenhefe, die eine hohe Gäraktivität und Lagerfähigkeit aufweist.
Beispiel 2
3 kg eines Speisefettes (Schmelzpunkt 3O0C, Jodzahl 15) werden mit 120g Emulgator auf Lecithinbasis bei 45...50°C aufgeschmolzen, 0,75kg SHP werden in 2,Ol Wasser suspendiert und dem Fett-Emulgator-Gemisch zugegeben. Anschließend wird die Fett-Emulgator-SHP-Suspansion mittels Homoge/iisator bei einer Temperatur von 4Q0C zu einer steifen Creme aufgeschlagen. Die Besprühung der, wie in Beispiel 1 behandelten. Hefe (Feuchte 12%), die in feinkörniger Struk:ur vorliegt, erfolgt mittels Sprühlanzen in einem sog. Pflugscharmischir bei einer Temperatur von 350C und anschließend wird in einem Fließbett getrocknet.
Beispiel 3
0,75 kg Sonnenblumenöl werden mit 20 g Emulgator auf Lecithinbasis bei etwa 45"C gemischt, 0,3 kg SHP werden η 0,51 Wassor
suspendiert und das Öl-Emulgatorgem'sch der SHP-Suspension zugegeben. Die ÖI-Emulgator-SHP-Suspension wird mit einer getrockneten, wie in Beispiel 1 behandelte... Hefe mit 15% Feuchte, die in feinkörniger Struktur vorliegt, in Konttkt gebracht.
Weiterverarbeitung wie Beispiel Ί oder 2. Ebenso ist es möglich, statt einer getrockneten, in bir.i feinkörnige Struktur überführten Hefe eine instantisierte Hefe einzusetzen.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung aktiver Trockenhefe unter Einsatz eßbarer Öle oder Fett sowie Emulgatoren und Stärkehydrolyseprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß Hefe bei einer Temperatur von 20... 5O0C mit oder ohne Zusatz von Antioxydantien bis zu einer Feuchte von
• 3...20% getrocknet und in eine feinkörnige Struktur überführt wird, und getrennt hiervon 55 bis 85Gew.-% eßbares Öl oder Fett, bezogen auf die Gesanotmenge der Suspension, vorzugsweise Hartfett, mit 0,3...5Gew.-% eines Emulgators vermischt bzw. aufgeschmolzen wird, und 15... 40 Gew.-% Stärkehydrolyseprodukt (SHP) in der V2- bis 2V2fachen Menge Wasser suspendiert und allmählich dem Öl/Fett-Emulgator-Gemisch zugegeben wird, und anschließend die getrocknete Hefe mit der ÖI/Fett-Emulgator-SHP-Suspension, die vorzugsweise vorher aufgeschlagen worden ist, bei Raumtemperatur, höchstens bei 35°C, in Kontakt gebracht, vorzugsweise besprüht wird, und die benetzte Hefe schonend bei Temperaturen zwischen 20 und 500C auf eine Endfeuchte von 5...30% getrocknet wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ÖI/Fett-Emulgator-SHP-Suspension vor ihrer Verwendung bei einer Temperatur von etwa 4O0C aufgeschlagen wird.
3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Antioxydans Butylhydroxyanisol eingesetzt wird.
4. Verfahren nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hefe gefriergetrocknet wird.
5. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bereitung der Öl- bzw. Fett-Emulgator-SHP-Suspension eßbare Öle wie Rapsöl, Sonnenblumenöl oder eßbare Fette wie Kokosfett, Talg, Schmalz eingesetzt werden.
6. Verfahren nach Punkt 1,2,4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß instantisierte Hefe mit der Öl/Fett-Emulgator-SHP-Suspension in Kontakt gebracht wird.
7. Verfahren nach Punkt 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Benetzung der Hefe bei einer Temperatur von nicht höher als 350C entweder mittels Sprühlanzen in einem sog. Pflugscharmischer oder mittels Sprühdüsen in einem Dragierkessel erfolgen kann.
8. Verfahren nach Punkt 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Besprühung, Granulierung und Trocknung der Hefe in einem Wirbelschichtgrrät durchgeführt werden können.
9. Verfahren nach Punkt 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung der besprühten Hefe in einem Fließbett vorgenommen wird.
10. Verfahren nach Punkt 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Emulgator auf Lecithinbasis eingesetzt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19900446A1 (de) * 1999-01-08 2000-07-13 Willibald Seibold Trockenbackhefe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19900446A1 (de) * 1999-01-08 2000-07-13 Willibald Seibold Trockenbackhefe
DE19900446B4 (de) * 1999-01-08 2006-08-24 Willibald Seibold Trockenbackhefe

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