DD270076A1 - Verfahren zur herstellung von phosphorig- und phosphonigsaeuresilylestern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von phosphorig- und phosphonigsaeuresilylestern Download PDF

Info

Publication number
DD270076A1
DD270076A1 DD31371088A DD31371088A DD270076A1 DD 270076 A1 DD270076 A1 DD 270076A1 DD 31371088 A DD31371088 A DD 31371088A DD 31371088 A DD31371088 A DD 31371088A DD 270076 A1 DD270076 A1 DD 270076A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
radicals
aryl
mol
atoms
general formula
Prior art date
Application number
DD31371088A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Kellner
Lutz Rodewald
Alfred Tzschach
Ulf Thust
Peter Kemter
Original Assignee
Univ Halle Wittenberg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Univ Halle Wittenberg filed Critical Univ Halle Wittenberg
Priority to DD31371088A priority Critical patent/DD270076A1/de
Publication of DD270076A1 publication Critical patent/DD270076A1/de

Links

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Phosphorig- und Phosphonigsaeuresilylestern der allgemeinen Formel R14nSi(OO R14nSi(OPXR2)n,Hdie als Zwischenprodukte in Synthesen oder als Verbindungen selbst eingesetzt werden koennen. Das Verfahren besteht darin, dass Chlorsilane mit mindestens 2 Chloratomen am Silizium mit Diorganophosphiten oder Organophosphoniten in Substanz oder in geeigneten Loesungsmitteln bei Temperaturen zwischen 20 und 150C fuer 0,5 bis 8 Stunden zur Reaktion gebracht werden.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Phosphorig- und Phosphonigsäuresilylestern
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Phosphorig- und Phosphinigsäuresilylestern, die als Zwischenprodukte in Synthesen eingesetzt werden können.
Charakteristik der bekannten Lösungen
Chlortrimethylsilan hat sich durch einfache Zugänglichkeit und Handhabbarkeit eine breite Anwendung als Silylierungsreagenz erobert. Bei der schonenden und selektiven Dealkylierung von Estern der Phosphor-, Phosphon- und Phosphonigsäuren muQ es infolge mangelnder Reaktivität durch die wesentlich aufwendigeren Brom- und Iodsilane ersetzt werden (A.H. Schmidt, Chem. Ztg. l_04 (1980) 253. Deren hohe Reaktivität führt zu einer vollständigen Überführung aller Estergruppierungen am Phosphor in die entsprechenden Triorganosilylester. Zur Erleichterung der Anwendung der Triorganobrom- und iodsilane wird zunehmend die in situ-Erzeugung durch die Kombination Chlortrimethylsilan/Nal bzw. LiI oder NaBr genutzt (T. Mosita u.a. Tetrahedron Lett. 1973, 2523; A.H. Schmidtu.a. Chem. Ztg. JJ)2 (1978), 26, 65). Dies macht jedoch in der Aufarbeitung eine mitunter problematische Abtrennung der Salze nötig. Die Darstellung gemischter Alkylsilylester der phosphörigen Säure ist auf diesem Wege nicht möglich. Hierzu wird die Umsetzung von Salzen der Phosphorigsäuremonoester mit Trialkylsilylhalogeniden genutzt (Houben-Weyl XII/1). Die Salze sind durch Einwirkung geeignetar Basen auf Dialkylphosphite zugänglich, wobei ihre Isolierung und Reindarstellung aufwendig ist. Die Umsetzung dieser Monoestersalze der phosphorigen Säure zu Silylalkylestern schließt die Abtrennung größerer Salzmengen aus dem Reaktionsgeschehen ein. Dies trifft auch auf die Darstellung von Silylphosphoniten nach gleichem Reaktionsweg zu.
lass
Für gemischte Alkyl-trialkylsilylphosphite besteht mit der Umsetzung von Bis-trialkylsilylphosphiten mit Dialkylphosphiten bei 150 0C ein weiterer Zugang, wobei im Gleichgewicht alle drei Verbindungen vorliegen (Houben-Weyl El, S. 340, 1982).
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, einer, einfachen Zugang zu verschiedenartig substituierten Silylphosphiten und -phosphoniten zu ermöglichen, um diese als Zwischenprodukte in weiteren Synthesen oder als Verbindungen selbst einsetzen zu können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf der Basis einfach zugänglicher Ausgangsverbindungen einen günstigen umweltschonenden und möglichst abproduktarmen Syntheseweg zu Phosphorig- und Phosphonigsäuresilylestern der allgemeinen Formel I, worin
R für n- oder iso-Alkyl- oder Cycloalkylreste mit 1-8 C-Atomen, Aryl-, substituierte Alkyl- oder Arylreste, Alkoxy- oder Phenoxyreste oder Wasserstoff,
2 R für n- oder iso-Alkyl- oder Cycloalkylreste mit 1-8 C-Aiomen, Aryl-, substituierte Alkyl- oder Arylreste oder Wasserstoff
X für Sauerstoff oder direkte Bindung P-R2 und η für 2, 3 oder 4 stehen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Chlorsilane mit mindestens 2 Chloratomen am Silizium, wobei die weiteren Substituenten Reste R gemäß der allgemeinen Formel darstellen, mit Diorganophosphiten bzw. Organophosphoniten entsprechend Gleichung in Substanz oder in geeigneten Lösungsmitteln umgesetzt werden. Als Lösungsmittel eignen sich aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzen, Toluen, Chlorbenzen u.a., halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Methylenchlorid, Ethylenchlorid u.a., Ether, Ketone, Nitrile, einfache Kohlenwasserstoffe sowie Gemische aus solchen Solventien. Die Reaktion wird zweckmäßig bei -20 bis 150 0C durch-
2*5.88· 51672/
geführt, wobei die Reaktionszeit 0,5 bis 8 Stunden beträgt. Das während der Reaktion gebildete Alkylchlorid kann getrennt aufgefangen und kondensiert werden..Nach Entfernung des Lösungsmittels fallen die Substanzen als Öle oder Feststoffe nahezu analysenrein an, wodurch nachfolgende Reinigungsoperationen entfallen. Unter den angewandten Reaktionsprodukten können auch vollständig silylierte Produkte gebildet werden. Bei Anwendung geeigneter Molverhältnisse der Reaktionskomponenten sind auch vollständig silylierte Phosphite gezielt zugänglich.
Die Erfindung soll nachstehend an 7 Beispielen näher erläutert werden:
Beispiel 1: Dimethylsilyl-bis(methylphosphit)
11 g (0,1 Mol) Dimethylphosphit und 6,4 g (0,05 Mol) Dimethyldichlorsilan werden in 30 ml Methylenchlorid 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels wird das verbleibende öl im Vakuum destilliert. Ausbeute: 10,6 g (86 % d.Th.), Kp.: 152-156 0C (0,06 Pa) 31P-NMR: /θ.03 ppm (JpH 704 Hz); Analyse: C gef. 19,03 h (ber. 19,35), H gef. 5,38 h (ber. 5,64)
Beispiel 2: Dimethylsilyl-bis(ethylphosphit)
12.9 g (0,1 Mol) Dimethy.ldichlorsilan und 27,6 g (0,2 Mol) Diethylphosphit werden 4 Stunden auf 70 0C erhitzt. Anschließende Vakuumdestillation des Reaktionsansatzes ergibt Dimethylsilylbis(ethylphosphit),
Ausbeute: 19,8 g (72 % d.Th.), Kp.: 115-120 0C (0,01 Pa) Analyse: C gef. 25,71 %(ber. 26.08), H gef, 6,34 % (ber. 6,52)
Beispiel 3: Methylphenylsilyl-bis(isopropylphosphit)
?y6 g (0,05 Mol) Methylphenyldichlorsilan und 16,6 g (0,1 Mol) Diisopropylphosphit werden in 20 ml Acetonitril 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Anschließend werden aus dem Reaktionsgemisch flüchtige Substanzen unter Vakuum abdestilljert. Es resultieren 14.2 g (78 h d.Th.) eines nicht destillierbaren Öls, welches laut NMR-Analyse 6 % des Bissilylphosphits enthält. Analyse: Π 40,92 % (42,62) , H 6,29 % (6,56) 31P-NMR: /-5,6 ppm (JpH710 Hz)
Beispiel 4: Dimethoxysilyl-bis(methylphosphit)
11 g (0,1 Mol) Dimethylphosphit werden in 30 ml Methylenchlorid gelöst und langsam mit 8,1 g (0,05 Mol) Dimethoxydichlorsilan versetzt. Nach Beendigung der exothermen Reaktion wird weitere 2 Stunden gerührt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels resultiert ein Feststoff: Ausbeute: 10,9 g (79 h d.Th.) Analyse: C 16,82 H (17,14), H 4,67 % (5,0) 1H-NMR:<f3,38 (d) POMe5A,48 (s) Si0Me;(JpH 697 Hz)
Beispiel 5: Methyl-tris(methylphosphit)
Zu 22 g (0,2 Mol) Dimethylphosphit in 50 ml Methylenchlorid werden unter Kühlung 10 g (0,06 Mol) Methyltrichlorsilan gegeben. Nachfolgend wird das Reaktionsgemisch 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, anschließen.1 werden im Vakuum alle flüchtigen Substanzen abdestilliert. Es verbleibt ein zähes öl, welches geringe Mengen vollständig silylierter Phosphonigsäure enthält. Ausbeute: 16,2 g (76 % d.Th.) Analyse: C 13,71 % (14,63), H 4,28 H (4,57) 31P-NMR: /-1,2 ppm (JpH 691 Hz)
Beispiel 6: Methylphenylsilyl-bis(methylphosphonit)
Zu 17,3 g (0,16 Mol) Methylphosphonigsäureethylester in 30 ml . Acetonitril werden 15,3 g (0,08 Mol) Methylphenyldichlorsilan getropft. Die Mischung wird anschließend 2 Stunden iunter Rückfluß erhitzt. Nachfolgend werden unter Vakuum Lösungsmittel und leicht flüchtige.· Anteile entfernt. Es verbleiben 19,7 g (89 % d.Th.) eines zähen Öls.
Analyse: C 38,10 % (38,85), H 5,28 H (5,75) 31P-NMR: /+19,6 ppm
Beispiel 7: Bis(methylphenylsilylphosphit)
11,0 g (0,1 Mol) Dimethylphosphit und 19,1 g (0,1 Mol) Methylphenyldichlorsilan werden gemischt und 2 Stunden auf 100 0C erhitzt. Durch Vakuumbehandlung werden flüchtige Substanzen aus dem Reaktionsansatz entfernt. Es verbleibt ein zähes öl, Ausbeute: 18,7 g (94 % d.Th.) Analyse: C 42,73 % (42,0), H 4,58 % (4,50) 31P-NMR: ^-12,58 ppm (JPH 732 Hz) .4
Allgemeine Formel I
R1 4.nSi(OPXR2)n
270
Gleichung 1
RVnSiC1n + n r2°-p-xr2 RVnSi(0PXR2)n + n
H H

Claims (1)

  1. 27 00?
    Patentansprüche
    Verfahren zur Herstellung von Phosphorig- und Phosphonigsäuresilylestern der allgemeinen Formel I,
    worin R für n- oder iso-Alkyl- oder Cycloalkylreste mit 1-8 C-Atomen, Aryl-, substituierte Alkyl- oder Arylreste, Alkoxy- oder Phenoxyreste oder Wasser stoff,
    2
    R für n- oder iso-Alkyl- oder Cycloalkylreste mit
    1-8 C-Atomen, Aryl-, substituierte Alkyl- oder
    Arylreste oder Wasserstoff,
    X für Sauerstoff oder direkte Bindung P-R2 und
    η für 2, 3 oder 4 stehen,
    gekennzeichnet dadurch, daß Chlorsilane mit mindestens 2 ' Chloratomen am Silizium, wobei die weiteren Substituenten Reste R gemäß der allgemeinen Formel darstellen, mit Diorganophosphiten oder Organophosphoniten in Substanz oder in geeigneten Lösungsmitteln bei -20 bis 150 0C über 0,5 bis 8 Stunden zur Reaktion gebracht werden. '
    Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, daP als Lösungsmittel aromatische Kohlenwasserstoffe, halogenierte Kohlenwasserstoffe, Ether, Ketone, Nitrile, einfache Kohlenwasserstoffe oder Gemische aus solchen Solventien angewendet werden.
    Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, daß boi Einsatz von 0,2 bis 0,5 Mol Phosphit pro Chloratom des verwendeten Chlorsilans vollständig silylierte Phosphite erhalten werden. . .
    J/ierzu 4 Zeil·C forme Cn
    24 ya·
DD31371088A 1988-03-16 1988-03-16 Verfahren zur herstellung von phosphorig- und phosphonigsaeuresilylestern DD270076A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD31371088A DD270076A1 (de) 1988-03-16 1988-03-16 Verfahren zur herstellung von phosphorig- und phosphonigsaeuresilylestern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD31371088A DD270076A1 (de) 1988-03-16 1988-03-16 Verfahren zur herstellung von phosphorig- und phosphonigsaeuresilylestern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD270076A1 true DD270076A1 (de) 1989-07-19

Family

ID=5597663

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD31371088A DD270076A1 (de) 1988-03-16 1988-03-16 Verfahren zur herstellung von phosphorig- und phosphonigsaeuresilylestern

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD270076A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3821483C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Diorganodialkoxysilanen
DE2642833B2 (de) Oxysilan-Verbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE2642811C3 (de) Oxysilanol-Verbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE2365272C2 (de)
EP0391329B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylphosphonigsäurdiestern und/oder Dialkylphosphinigsäureestern
EP0075697B1 (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls polymeren Organosilanestern mit Polyolen
DE69710316T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer mehrzahnigen Phosphit-Verbindung
DE2636270C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorigsäureesterchloriden und Phosphonigsäureesterchloriden
DD270076A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorig- und phosphonigsaeuresilylestern
EP0049342A1 (de) Verfahren zur Oxidation von organischen Phosphorverbindungen
EP0267406B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkoxysilanen
DD270915A5 (de) Verfahren zur herstellung von bis-silyl-substituierten cyclepentadienen
DD220605A5 (de) Verfahren zur herstellung von derivaten der vinylphosphon-, oder vinylpyrophosphonsaeure
DE3527437C2 (de)
DE19737460A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1-Dialkoxyalkyl-phosphorverbindungen
DE1206425B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeureestern
EP0537197B1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphonigsäure-arylester- halogeniden
DE4416018A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylphophonsäuren
DD243500A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphonoformiaten
DE2254062C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrachloralkyl-phosphorsäureester-dichloriden undTetrachloralkyl-thiophosphorsäureesterdichloriden
EP0061106A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Oligophosphonsäuren bzw. Oligophosphinsäuren, ihren Salzen und/oder Estern sowie neue Phosphonsäurederivate
EP0122587A2 (de) Verfahren zur Herstellung organischer Chlorphosphane
DD251134A1 (de) Verfahren zur herstellung von organosilylmethylphosphinsaeureestern
DD215085B1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphonoformiaten
DD219776A1 (de) Verfahren zur herstellung von arylphosphon-bzw. arylphosphinsaeure-trimethylsilyestern

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee