DD271025A3 - Faltkinder- und faltkindersportwagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf Faltkinder- und Faltkindersportwagen, Kindersportwagen und Puppenwagen. Das Fahrzeug besteht aus Vorderachsstreben, Hinterachsstreben, einem Sitz mit angelenktem Fusskasten und angelenkter Rueckenlehne, einem Schieber und Armlehnen, wobei der Schieber fusskastenseitig ueber ein an sich bekanntes Gelenkteil an der Hinterachsstrebe angeordnet ist und ein Rueckenlehnenseitenteil mit dem Sitz und ein Fusskastenstellbuegel mit der Armlehne gelenkig verbunden sind. Durch die Anordnung des Schiebers fusskastenseitig kann aus dieser Position heraus der Kinderwagen benutzt und gefaltet werden. Eine Schwenkung des Schiebers auf die Seite der Rueckenlehne, um den Faltvorgang einleiten zu koennen, ist aufgrund der erfindungsgemaessen anordnung der Baugruppen nicht mehr erforderlich. Die Anlenkung des Fusskastenstellbuegels an der Armlehne und des Rueckenlehnenseitenteils am Sitz bewirken die zwangsweise Lageveraenderung bzw. Faltstellung des Fusskastens bzw. der Rueckenlehne. Fig. 1
Description
d. h. in Faltstellung gebracht. Gleichzeitig erfolgt bei der Parallelstellung des Sitzes zum Schieber aufgrund der am Sitz angelenkten Rückenlehne und Rückenlehnenseitenteile zwangsweise die Parallelstellung der Baugruppe Rückenlehne zum Schieber, womit die Faltstellung erreicht ist.
Die Ausführungen gemäß Fig. 1 und 2 zeigen einen in einen Sportkinderwagen wandelbaren Faltkinderwagen. Eine Vorderachsstrebe 1 weist an ihrem oberen Ende eine gelenkig verbundene Armlehne 9 auf. In Sitz- bzw. Liegehöhe ist .tin Sitz gelenkig mit der Vorderachsstrebe 1 verbunden. An ihrem oberen Ende vor der Lagerstelle ist eine Verdeckhalteschelle 14 zur Befestigung des Verdeckes angeordnet. Eine Hinterachsstrebe 2 ist ebenfalls on der Armlehne 9 gelenkig angeordnet. Die Hinterachsstrebe 2 ist über ein Gelenkteil 8 an einem Schieber 4, der im Anlenkpunkt 15 mit der Armlehne 9 verbunden ist, angelenkt. Die Stabilisierung der Baugruppen Sitz 3, Hinterachsstrebe 2 und Schieber 4 zueinander wird durch einen hier nicht näher dargestellten an sich bekannten Rastmechanismus erreicht. Im Bereich der Vorderachsstrebe 1 weist der Sitz 3 ein Gelenk 12 auf, das den Sitz 3 mit der Rückenlehne 6 verbindet. Die Rückenlehne weist ein weiteres Gelenk auf, das ein Rückenlehnenkopfteil 6' mit ihr verbindet. Durch ein Rückenlehnenseitenteil 10, das das Rückenlehnenkopfteil 6' über oin Gelenk 11 mit dem Sitz 3 verbindet, wird eine starre Verbindung zwischen Sitz 3 und Rückenlehne 6 bzw. Rückenlehnenkopfteil 6' geschaffen, so daß sich die Lageveränderung des Sitzes 3 während des Faltvorganges zwangsweise auf eine Lageveränderung der Rückenlehne 6 in die Faltebene auswirkt. Im Bereich der Hinterachsstrebe 2 weist der Sitz 3 ein Gelenk 16 auf, das den Sitz mit einem Fußkasten 5 vorbindet. Der Fußkasten 5 ist durch einen hier nicht näher dargestellten Mechanismus in der Höhe verstellbar. Die Verstellbarkeit wird durch einen Fußkastensteilbügel 7 erreicht, dessen Funktion auch darin besteht, den Fußkasten 5 während des Faltvorganges zwangsweise durch Anhebung der Armlehne 9 über ein Gelenk 13 in Faltstellung zu bringen.
Claims (1)
- Faltkinder- und Faltkindersportwagen, bestehend aus Vorderachs- und Hinterachsstreben, einem Sitz mit angelenktem Fußkasten und Rückenlehne und einem Schieber mit einer angelenkten Armlehne, gekennzeichnet dadurch, daß der Schieber (4) fußkastenseitig über ein an sich bekanntes Gelenkteil (8) an einer Hinterachsstrebe (2) angeordnet ist und ein Rückenlehnenseitenteil (10) mit dem Sitz (3) und ein Fußkastenstellbügel (7) mit der Armlehne (9) gelenkig verbunden sind.Hierzu 1 Seite ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung ist bei Kinderwagen, Kindersportwagen und Puppenwagen anwendbar, die zu handlichen Gepäckstücken gefaltet werden sollen.Ch irakterlstlk des bekannten Standes der TechnikKinderwagen und Kindersportwagen mit einem Faltmechanismus zwecks handlicher Handhabung beim Transport sind bereits bekannt. Alle diese Art betreffenden Fahrzeuge sind durch die Aggregation mehrerer zugehöriger Baugruppen gekennzeichnet. Derartige Baugruppen sind beispielsweise die Vorderachsstreben, die Hinterachsstreben und die Baugruppe Schieber, welcher schwenkbar an dor Armlehne angelenkt ist. Die Baugruppen Vorderachsstreben und Schieber sind am Sitz drehbar befestigt, wobei der Schieber und der Sitz über ein Gelenk mit den Hinterachsstreben verbunden sind. Bei bekannten Kinderwagen und Kinderspoitwagen ist im Bereich der Baugruppe Schieber die Rückenlehne angeordnet. Diese Zuordnung hat nachteilige Auswirkungen die darin bestehen, daß bei Anbringung eines Verdecks eine Beobachtung des Kleinkindes sehr eingeschränkt ist. Die Benutzung des Fahrzeuges als Kinderwagen ist bei der genannten Zuordnung ausgeschlossen, da die Beobachtung eines Säuglings stets gewährleistet sein muß. Um das Fahrzeug als Faltkinderwagen benutzen zu können, muß die Baugruppe Schieber schwenkbar ausgebildet sein, d.h. der Schieber muß der Fußkastenseite zuordenbnr sein. Eine solche Lösung ist beispielsweise durch die DE-OS 3237214 bekannt. Ein Faltvorgang muß also stets erst durch eine Verschwenkung des Schiebers in der Benutzungsart Kinderwagen von der Fußkastenseite auf die Rückenlehnenseite eingeleitet werden. Dies macht die Handhabung des FaItVorganges aufwendig. Nachteilig wirkt sich die Anordnung eines Schwenkmechanismus auf den konstruktiven Aufbau des Faltkinderwagens insofern aus, daß durch einen komplizierten Aufbau die Anfälligkeit gegenüber Funktionsstörungen steigt, die Geräuschentwir'.<lung beim Fahren zunimmt und die Handhabung durch zusätzliche Handgriffe verkompliziert wird.Ein weiterer Nachteil bei den bekannten Kinderwagen und Kindersportwagen mii Faltmechanismus besteht darin, daß nur die Vorderachsstreben, Hinterachsstreben, Armlehne, Sitz und Schieber in eine annähernd parallele Stellung gebracht werden. Die Baugruppen Rückenlehne und Fußkasten verbleiben in ihrer sperrigen Stellung, weil diese nicht zwangsläufig in die Faltstellung gebracht werden. Um beide Baugruppen in eine verstauvolumengünstige Stellung zu bringen, sind zusätzliche Handgriffe notwendig, welche die Bedienungsfreundlichkeit ungünstig beeinflussen bzw. die Handhabung erschweren.Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist es, einen Faltkinder- und Faltkindersportwagen so auszubilden, daß die Handhabung beim Falten durch Vereinfachung bedienungsfreundlicher ist, die Herstellung produktiver erfolgt und durch einfachen konstruktiven Aufbau die Geräuschentwicklung und die Anfälligkeit für Funktionsstörungen minimiert wird.Darlegung des Wesens der ErfindungDer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Faltkinder- und Faltkindersportwagen zu schaffen, der es gestattet, daß Fußkasten und Rückenlehne zwangsläufig in Faltstellung gebracht werden und bei Verwendung des Fahrzeuges als Faltkinderwagen der Schwenkmechanismus des Schiebers als Bedingung für den Faltvorgang entfallen kann. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Fußkasten und eine Rückenlehne jeweils am Sitz angelenkt sind und der Schieber fußkastenseitig über ein Gelenkteil an der Hinterachsstrebe angeordnet ist. Durch die Zuordnung des Schiebers an der Seite des Fußkastens bzw. gegenüber der Rückenlehne und die mögliche Faltung des Fahrzeuges unter Beibehaltung dieser Zuordnung kann der Schwenkmechanismus für den Schieber entfallen. Es ist nicht mehr, wie bei den bekannten Fahrzeugen dieser Gattung, notwend^, den Schieber beim Gebrauch des Fahrzeuges der Seite des Fußkastens und beim Falten des Fahrzeuges der Seite der Rückenlehne zuzuordnen. Durch die fußkastenseitige Anordnung des Schiebers und die gelenkige Verbindung des Schiebers mit der Armlehne ist es möglich, den Fußkasten über einen Fußkastenstellbügel mit der Armlehne •jeienkig zu verbinden. Erfindungsgemäß wird das Rückenlehnenkopfteil, welches mit der Rückenlehne gelenkig verbunden ist, mittels einem Rückenlehnenseitenteil mit dem Sitz gelenkig verbunden.Der Faltvorgang wird ausgeführt, indem der Schieber in die senkrechte Stellung bewegt wird. Durch die gelenkige Verbindung des Schiebers mit der Armlehne und des gelenkig an der Armlehne befestigten Fußkastensteilbügels wird zwangsweise bei Parallelstellung der Hinterachsstrebe zum Schieber der Fußkasten über den Fußkastenstellbügel an den Schieber herangeführt.
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