DD272852A1 - Verfahren zur herstellung von 3,2'-verbrueckten flavyliumsalzen - Google Patents

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DD272852A1
DD272852A1 DD31670688A DD31670688A DD272852A1 DD 272852 A1 DD272852 A1 DD 272852A1 DD 31670688 A DD31670688 A DD 31670688A DD 31670688 A DD31670688 A DD 31670688A DD 272852 A1 DD272852 A1 DD 272852A1
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iii
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acetic acid
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DD31670688A
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Peter Czerney
Torsten Steinfuehrer
Manfred Weissenfels
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Univ Leipzig
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der organischen Synthesechemie und betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 3,2-verbrueckten Flavyliumsalze III, in denen R1-R7 gleich oder verschieden Wasserstoff, ein Alkyl-, Aryl-, Hetaryl- oder Heterocycloalkyl-Rest, eine Hydroxy- oder Alkoxygruppe, eine Halogen-, Nitro- oder Aminofunktion oder zwei der Substituenten R1-R3 bzw. R4-R7 zusammen einen aromatischen Ring, X ein Rest der allg. Formel 0 oder N(CH3)2, Y eine Methylenkette der allg. Formel (CH2)n- mit n1-3 oder eine CH2O- bzw. COO-Gruppierung und Z ein Saeurerestanion, z. B. ClO 4, Cl , Br , I , FeCl 4, BF 4 oder CF3COO , sind, durch den Umsatz substituierter Phenole I mit entsprechend substituierten, ein b-Chlorvinylaldehyd-Strukturelement enthaltenden Verbindungen des Typs II. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass man ueberwiegend gut zugaengliche Phenole der Formel I, in denen R1-R3 die gleiche Bedeutung haben wie oben, mit Verbindungen der Formel II, in denen R4-R7, X und Y die gleiche Bedeutung haben wie oben, in einem Kondensationsschritt in Eisessig mit einer entsprechenden Saeure HZ, in der Z die gleiche Bedeutung wie oben hat, in der Siedehitze umsetzt und die nach Abkuehlen des Reaktionsgemisches ausgeschiedenen Produkte der Formel III abtrennt und in an sich bekannter Art und Weise reinigt. Formeln I bis III

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 3,2'-verbrückten Flavyliumsalzen der allgemeinen Formel III, in denen R' bis R3, R4 bis R7, Y und Z~ dia bereits beschriebene Bedeutung besitzen.
Aufgrund verschiedener Abwandlungsmöglichkeiten sind Verbindungen des Typs III organische Zwischenverbindungen für soezielle Farbstoffsynthesen. Außerdem sind sie von Interesse für den Einsatz als Fluoreszenz- und Laserfarbstoh'e.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Substituierte 3,2'-verbrückte Flavyliumsalze der allgemeinen Formel III, in denen R1 bis R3, R4 bis R7, Y und Z" die bereits beschriebene Bedeutung haben, sind bisher in der Litei atur zu einem nur geringen Teil beschrieben worden. Soweit sie bekannt sind, wurden sie aus verschiedenen substituierten Salicylaldehyden und Arylmethyiketonen, darunter auch cyclisch verbrückte Verbindungen wie Indanone, Tetralone und Benzo- bzw. Naptho-pyranone, synthetisiert (J. Andrieux, J.-P. Battioni, M.Giraud und D. Molko: Bull. Soc. Chem. France 1973,2093; P. Czerney und H. Hartmann: J. prakt. Chem. 325 [1983] 161; T. G. Deligeorgiev, P.Nikolov and N.Tyutyulkov: Z. Naturforsch. 42a [1987] 43).
Nachteile der bekannten Verfahren sind einerseits die sehr schwierige synthetische Zugänglichkeit der erforderlichen substituierten Salicylaldehyde und damit eine wesentliche Einschränkung des erforderlichen Substituentenmusters, andererseits der „nichtselektive" Verlauf der Kondensationsreaktionen bei Verwendung cyclisch verbrückter Ketone, verbunden mit Einschränkungen für die erforderliche hohe Reinheit der Farbstoffe.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, aus leicht zugänglichen Ausgangsstoffen 3,2'-verbrückte Flavyliumsalze mit einem breitenSubstituentenmuster in hoher Ausbeute und in hoher Reinheit herzustellen und somit vielseitig verwendbare Fluoreszenzfarbstoffe und potentielle Laserfarbstoffe verfügbar zu machen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren zur Herstellung von 3,2'-verbrückten Flavyliumsalzen III, in denen R'-R7 gleich oder verschieden Wasserstoff, ein Alkyl-, Aryl-, Hetaryl- oder Heterocycloalkyl-Rest, eine Hydroxy- oder Alkoxygruppe, eine Halogen-, Nitro- oder Aminofunktion oder zwei der Substituenten R'-R3 bzv/. R4-R7 zusammen einen aromatischen Ring, X ein Rest der allg. Formel 0 oder +N(CH3>2, Yeine Methylenkette der allg. Formel-(CH2),,- mit η = 1 - 3 oder eine -CH2-O- bzw. -CO-0-Gruppierung und Z" ein Säurerestanion, z. B. Cl4", Cl", Br", I", FeCI4", BF4" oder CF3COO", sind, aus leicht zugänglichen Ausgangsstoffen zu entwickeln, bei dem unerwünschte Nebenreaktionen ausgeschlossen werden. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Endprodukte III in einem einzigen Kondensationsschritt aus sehr gut bis gut zugänglichen Phenolen der Formel I und Verbindungen der Formel II, letztere hergestellt durch Vilsmeier-Atnold-Reaktion aus substituierten 4-Hydroxycumarinen, Indanonen, Tetraionen, Benzo- bzw. Naphthopyranonen, durch Erhitzen in einem organischen Lösungsmittel, bevorzugt Eisessig, und in Gegenwart einer Säure HZ hergestellt werden. An Stelle der Chlor-formyl-Verbindungen Il (X = O) werden auch die im Verlaufe der Vilsmeier-Arnold-Reakion auftretenen Zwischenprodukte Il (X = +N[CH3)2), sogenannte ß-Chlorvinylimrnoniumsalze, mit den wie oben beschriebenen Substituenten R4 bis R7 eingesetzt. Die nach dem Abkühlen des Reaktionsgemisches ausgefallenen Produkte III werden abgetrennt und in an sich bekannter Weise durch Umkristallisieren gereinigt und getrocknet.
Il
JiI
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
Darstellung von 11-Dimethylamino-cumarino[4,3-bl [1)-benzopyryliumperchlorat 5 · 10~3mol 4-Chlor-3-formyl-cumarin und 5 · 10"3mol 3-Dimethylaminophenol werden in 10ml Eisessig und 3ml 70%iger Perchlorsäure gelöst und die Mischung wird eine Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen, gegebenenfalls nach Zugabe von Ether, fällt das Produkt aus. Nach dem Abtrennen und Waschen mit Alkohol und Ether wird aus Acetonitril umkristallisiert.
Ausbeute: 60%, rotbrauner Feststoff
Fp.: Zers. bei 2600C (Acetonitril); Xmax: 552nm (quäl.)
IR: Einern"': 1710,1610,1115,630
Beispiel 2
Darstellung von 8H-Naphtho[1',2':5,6]pyrano[4,3-b) [1]-benzopyryliumperchlorat 5 •10"3mol4-Chlor-2H-naphtho[T,2':5,6]pyran-3-carbaldehyd und 5-10"3mol Phenol werden in 10ml Eisessig und 3ml 70%iger Perchlorsäure gelöst und die Mischung wird eine Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen, gegebenenfalls nach Zugabe von Ether, fällt das Produkt aus. Man trennt ab, wäscht mit Alkohol und Ether und kristallisiert aus Eisessig um.
Ausbeute: 90%, roter Feststoff
Fp.: 256°C (Eisessig); Am„: 504 (Ige: 4,44)
IR: Einern"': 1595,1565,1100,610
Beispiel 3
Darstellung von 4-Methoxy-6,7-dihydro-naphtho[4,3-b] [1 Jbenzo-pyryliumperchlorat 5· 10~3mol1-Chlor-2-formyl-6-methoxy-3,4-dihydronaphthalen und 5 -10"3mol3-Methoxy-phenol werden in 10ml Eisessig und 3 ml 70%iger Perchlorsäure gelöst und die Mischung wird eine Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen, gegebenenfalls nach Zugabe von Ether, fällt das Produkt aus. Man trennt ab, wäscht mit Alkohol und Ehter und kristallisiert aus Eisessig um.
Ausbeute: 70%, rot-oranger Feststoff
Fp.: 258-26O0C (Eisessig); λ"1": 483nm (Ige: 4,6)
IR: V in cm"': 1630,1608,1580,1090, 625
i ,2-verbrückte Flavyliumsaize der Formel III R2 R3 R4 R5 H H R6 R7 Y Ausb. -3- 272 852
Tabelle 2: H H /%/
Ausf. R1 H H H H H H H H -CO-O- 60
Beisp. H H -(CH = CH)2- H H H H -CH2-O- 90 Fp./0C/
Nr. NMe2 H H H H H OCH3 H -(CH2I2- 70
1 H H H H H H NMe2 H -CO-O- 85 Zers. bei 260
2 OCH3 -(CH2 = CH)2- H (CH)2- -NMe2 H -CO-O- 80 256
3 H H H H -(CH = CH)2- Pip H -CO-O- 80 258-260
4 H H H H H NMe2 H -CO-O- 82 300 ·
cn NMe2 H H H H NMe2 H -CO-O- 87 300
6 NMe2 -(CH = ^H)2- -CH = H H H -CH2-O- 85 zers.
7 OCH3 H H H H H -CH2-O- 80 zers.
8 H H H H H H -(CH2)I- 80 zers.
9 NEt2 H H H OCH3 H -(CH2J2- 76 289
10 OCH3 H Il OCH3 H -(CH2J2- 80 360
11 NMe2 H H OCH3 H -(CH2J2- 85 283-288
12 NEt2 H H OCH3 H -(CH2I2- 80 zers.
13 H -(CH = = CH)2- OCH3 H -(CH2J2- 80 250-252
14 OH 249
H 271
16 272

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 3,2'-verbrückten Flavyliumsalzen der Formel III, in der F^-R7 gleich oder verschieden Wasserstoff, ein Alkyl-, Aryl-, Hetaryl- oder Heterocycloalkyl-Rest, eine Hydroxy- oder Alkoxygruppe, eine Halogen-, Nitro- oder Aminofunktion oder zwei der Substituenten R1-R3 bzw. R4-R7 zusammen einen aromatischen Ring, X ein Rest der allg. Formel 0 oder+N(CH3)2, Y eine Methylenkette der allg. Formel -(CH2Jn- mit η = 1 - 3 oder eine -CH2-O- bzw. -CO-0-Gruppierung und Z" ein Säurerestanionen, z. B. CIO4", Cr, Br, Γ, FeCI4", BF4" oder CF3COO", sind, gekennzeichnet dadurch, daß in einer einzigen Verfahrensstufe Phenole der Formel I, in denen R1 bis R3 die gleiche Bedeutung haben wie oben, mit Verbindungen des Typs II, in denen R4 bis R7, X und Y die gleiche Bedeutung haben wie oben, in einem organischen Lösungsmittel, bevorzugt Eisessig, in Gegenwart einer Säure HZ, in der Z die gleiche Bedeutung hat wie oben, in der Siedehitze umgesetzt und nach Abkühlen des Reaktionsgemisches die ausgefallenen Produkte III abgetronnt und aus Eisessig oder Acetonitril umkristallisiert werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN103468018A (zh) * 2012-06-07 2013-12-25 中国科学院理化技术研究所 一类基于罗丹明的近红外荧光染料及其制备方法与应用

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