DD280538A1 - Verfahren zur erzeugung von klebeverbindungen mittels schmelzklebstoffen - Google Patents

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DD280538A1
DD280538A1 DD32671889A DD32671889A DD280538A1 DD 280538 A1 DD280538 A1 DD 280538A1 DD 32671889 A DD32671889 A DD 32671889A DD 32671889 A DD32671889 A DD 32671889A DD 280538 A1 DD280538 A1 DD 280538A1
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Gunther Eckhardt
Thomas Morgeneyer
Hans-Ulrich Adelt
Karin Cziupka
Volker Franke
Gottfried Meiser
Jutta Stiehl
Heike Winnig
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Leuna Werke Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Klebverbindungen mittels Schmelzklebstoffen aus Polyolefinen, hydroxyl- und oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren bzw. Hochpolymeren, Harzen und ggf. weiteren Zusaetzen, in dem diese Zubereitungen bei der Verklebung mit Haertern oder Haeterloesungen aus Di- und Triisocyaanaten und/oder aus Umsetzungsprodukten von mehrfunktionellen Isocyanaten (0,5 bis 1,5 mol) mit Harzsaeuren und bzw. oder hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren bzw. Hochpolymeren (1 mol) umgesetzt werden. Die dabei ablaufende Vernetzung fuehrt zu einer erhoehten Waermestand- und Zugscherfestigkeit der Verklebung. Bei dem erfindungsgemaessen Verfahren werden Mischungen aus 10 bis 60 Masseteilen EVA-Copolymere, 0,5 bis 45 Masseteilen Carboxyl- und bzw. oder hydroxylfunktionalisierte Polymere und 10 bis 50 Masseteilen klebrigmachende Harze hergestellt und mit den Isocyanaten bzw. seinen Umsetzungsprodukten angesetzt. Dabei koennen schmelzbare Zubereitung und Haerter getrennt voneinander oder gemischt auf die Fuegepartner aufgetragen werden, wobei das Masseverhaeltnis der schmelzbaren Zubereitung zum mehrfunktionellen Isocyanat 0,75:1 bis 100:1 betraegt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Klebeverbindungen mit hoher Wärmestand- und Zugscherfestigkeit mittels schmelzbarer Mischungen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Schmelzklebstoffe auf der Grundlage von Polyolefincopolymeren, insbesondere Ethylen-Vinylacetat-Copolymoren, klebrigmachenden Harzen und unter Zusatz weiterer Modifikatoren wie Wachsen, Pigmenten und Stabilisatoren werden seit Jahren mit großem Erfolg für Verbindungsaufgaben in der Möbelindustrie, der polygrafischen Industrie, der Verpackung und im Montagekleben eingesetzt, (v. Jordan, Monographie Schmelzklebstoffe, Band 4a bis c, Hinterwaldner Verlag, München) Trotz einer Reihe sehr wertvoller Eigenschaften besitzen diese Schmelzklebstoffe den Nachteil, schon bei relativ niedrigen Temperaturen zu erweichen. Das führt bei gleichzeitiger Einwirkung von mechanischen Belastungen und von Wärme zu einem Lösen der Klebverbindung oder infolge Fließens der Klebstoffschicht zu einer unerwünschten Lagewanderung der Fügepartner.
Zur Verbesserung des Erweichungsverhaltens und damit zur Erhöhung der Wärmestandfestigkeit sind zahlreiche Möglichkeiten bekannt. Durch Anwendung anderer Polymerer in Schmelzklebstoffen wie beispielsweise von Polyamiden, Polyaminoamiden oder Polyestern kann der Anwendungsbereich nach höheren Temperaturen verschoben werden, jedoch ist das mit einer erheblichen Kostensteigerung verbunden.
Außerdem sind beim Aufbringen der Schmelzklebstoffe auf die Subst, aie relativ hohe Temperaturen erforderlich.
Deshalb wurden Verfahren entwickelt, nach denen bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen aufschmelzende Zubereitungen, deren Bestandteile zur Vernetzung geeignete funktioneile Gruppen tragen, verwendet werden und in einem zweiten Schritt die Vernetzung zu hochschmelzenden Klebschir.hten erfolgt.
So können gemäß DE-OS 1594118 Polyester mit Hydroxylzahlen von 30 bis 60 in einem sehr aufwendig durchzuführenden zweistufigen Härtungsverfahren mit Di- (I.Stufe) und Tri-Isocyanaten (2.Stufe) -»(.'gesetzt werden.
Polyesterschmelzklebstoffe mit endständigen Hydroxylgruppen werden gemäß DE-OS 2 228 975 mit Diisocyanaten vernetzt und damit die Wärmestandfestigkeit erhöht. Nachteil eines nach dieser Erfindung hergestellten Klebstoffes ist, daß die polyesterhaltige Klebstoffkomponente teilgehärtet ist und damit erhöhte Aufwendungen für Transport, Umschlag und Lagerung erfordert. Außerdem muß diese Klebstoffkomponente aktiven Wasserstoff mit einem Äquivalentgewicht von 27 bis 500 enthalten.
DE-OS 2237674 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Beschichtungs- bzw. Klebemassen, bei denen hochviskose Schmelzk'ebstoffe die Viskosität herabsetzende Peroxyverbindungen und Polyisocyanate zugesetzt werden. Angestrebt wird dabei eine Verarbeitungsviskosität von 1 bis 20Pas bei Auftragstemperaturen von 373 bis 433K. Vorzugsweise wird der Heißschmelzklebstoff in der Polyoxyverbindung, wie in Polyetheralkoholen oder Polyesteralkoholen gelöst oder dispergiert und anschließend granuliert. Die als Vernetzungsmittel wirkenden Polyisocyanate werden dem aufgeschmolzenen Granulat vor dessen Auftrag auf die zu beschichtende Fläche zugesetzt.
Nachteilig bei dieser Vorgehensweise ist die zur Lösung benötigte hohe Menge von niedermolekularen Polyetheralkoholen bzw. Polyesteralkoholen und die damit verbundene hohe Einsatzmenge von Polyisocyanaten sowie die Notwendigkeit, in der Verarbeitungszeit einan möglichst hohen Umsetzungsgrad der niedermolekularen reaktiven Zumischungen zu erhalten.
Da dies unter den üblichen Verarbeitungsbedingungen nur unvollkommen erfolgt, können nur relativ geringe Wärmestandfestigkeiten des ausgehärteten Schmelzklebstoffes erzielt werden.
Die Patentschrift DE-OS 2401320 beschreibt einen Schmelzklebstoff, der aus einem Urethan-Prepolymeren mit Isocyanatgruppon an beiden Enden, einem thermoplastischen Polymeren und einem klebrigmachenden Harz besteht.
Es wird die Zielstellung verfolgt, eine hohe Topfzeit, hohe Anfangshaftung und hohe Wärmestandfestigkeit miteinander zu kombinieren.
Nachteilig bei der Anwendung dieses Schmelzklebstoffes ist seine hohe Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit sowie eine starke Abhängigkeit der erzielbaren Wnrmestandfestigkeit von den Lager· und Verarbeitungsbedingungen.
Da eine Vernetzung nur unter Mitwirkung von Wasser unter Bildung von Polyharnstoffstrukturen und Freisetzung von Kohlensäure erfolgt, ist die Vernetzung im erstarrten Zustand der Klebeverbindung sehr zeitaufwendig und die gewünschte Wärmestandfestigkeit wird erst nach längerer Zeit erreicht.
Gemäß JP 5004318 können Klebstoffe aus Ethylen-Vinylacetat- und Vinylchlorid-Copolyrneren mit 50 bis 80Ma.-% Vinylchlorid und einer oder mehrerer Hydroxyl- oder Carboxylgruppen mit Diisocyanaten eingesetzt werden. Nachteilig bei diesen Klebstoffen ist die Notwendigkeit eines hohen Vinylchloridgehaltes, der bei hohen Temperaturen zu einer Abspaltung von Chlorwasserstoff und damit zu einer Schädigung der Verklebung und der Substrate führen kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Klebeverbindungen mit hohen Zugscher- und Wärmestandfestigkeiten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, durch Einsatz von Schmelzklebstoffen aus Polyolefincopolymeren, anderen Polymeren, Harzen und ggf. weiteren Zusätzen ein Verfahren zur Herstellung von Klebeverbindungen mit erhöhten Zugscher- und Wärmestandfestigkeitnn gegenüber den bisherigen Schmelzklebstoffen zu entwickeln.
Diese Aufgabe wird durch ein Klebstoffsystem bestehend aus einer schmelzbaren Zubereitung aus Polyolefincopolymeren, anderen Polymeren und Harzen in schmelzflüssiger Form oder als Lösung und einem Härter erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 60 Masseteilen von einem oder mehreren EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt im Bereich von 10 bis 45 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 5 bis 5000g/10min (bei463Kund 21,6N)
- 0,5 bis 45 Masseteilen von hydroxyl- und oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und bzw. oder Hochpolymeren
- 10 bis 50 Masseteilen klebrigmachender Harze und der Härter besteht aus
- mehrfunktionellen Isocyanaten und/oder aus ihren Umsetzungsprodukten mit hydroxyl- und/oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und Hochpolymeren sowie Harzsäuren, vorzugsweise Abietinsäure und Dehydroabietinsäure
- ggf. einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch
- ggf. weiteren Zusätzen wie EVA-Copolymeren und bzw. oder klebrigmachenden Harzen,
derart, daß das Molverhältnis des Hydroxyl- und bzw. oder Carboxylpohaltes der schmelzbaren Zubereitung zum freien Isocyanatgehalt des Härtersauf 0,75:2 bis 100:1 eingestellt wird, die schmelzbare Zubereitung in schmelzflüssigem oder gelöstem Zustand und der Härter oder die Härterlösung auf je einen oder nacheinander auf ein und demselben Fügepartner aufgetragen wird oder die schmelzbare Zubereitung in gelöster Form mit dem Härter oder der Härterlösung gemischt, diese Mischung auf einen oder auf beide Fügepartner aufgetragen wird, durch Ablüften eine teilweise oder völlige Entfernung der Lösungsmittel (Gemische aus chlorierten Kohlenwassertoffen, C7- bis Cg-Aromaten und Alkylester) erfolgt, die Fügepartner unter einem Kontaktdruck von 0,01 bis 0,1 N/mm2 gefügt und unter Kontaktdruck in einem Zeitraum von 1 bis 1200s bei Temperaturen von 370 bis 470K belassen werden, derart, daß das Masseverhältnis von mehrfunktionellen Isocyanaten zur schmelzbaren Zubereitung 1:0,75 bis 1:100 beträgt.
Wird mit Lösungen der schmelzbaren Zubereitung gearbeitet, so bleiben die den Isocyanathärter enthaltenden Lösungen der schmelzbaren Zubereitungen bei Raumtemperatur bis. zu 24 h verarbeitbar. Wenn die Fügepartner mit dieser Lösung beschichtet sind, erfolgt das Fügen zweckmäßigerweise innerhalb von 6 h nach dem Auftrag der Lösung auf den oder die Fügepartner. Dabei existieren für den Härter zwei Varianten hinsichtlich seiner Zusammensetzung.
Gemäß der ersten Variante enthält der Härter mehrfunktionelle, vorzugsweise di- und trifunktionelle Isocyanate, ggf. gelöst in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, in dem ggf. weitere Zusätze von EVA-Copolymeren und bzw. oder klebrigmachende Harze als Regulatoren für die Auftragsviskosität enthalten sind. Das Molverhältnis des Hydroxyl- und bzw. oder Carboxylgehaltes der schmelzbaren Zubereitung zum freien Isocyanatgehalt des Härters soll dabei auf 0,75:1 bis 100:1 eingestellt werden.
Als mehrfunktionelle Isocyanate kommen aromatische, aliphatisch^ und cycloaliphatische Isocyanate wie Toluylendiisocyanate; 1,5-Naphthylendiisocyanat;4,4'-Diphenylmethandiisocyanat;4,4',4"-Triphenylmethantriisocyanat; Hexamethylendiisocyanat; Isophorondiisocyanat sowie deren niedermolekulare Umsetzungsprodukte mit mehrwertigen Alkoholen in Betracht.
Bevorzugt wird mit Gemischen von mehrfunktionellen Isocyanaten gearbeitet, wobei Gemische aus Di- und Triisocyanaten besonders bevorzugt sind. Im Sinne des angestrebten Eigenschaftsbildes hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß die Zahl der Isocyanatgruppen pro Molekül die Zahl vier nicht übersteigt.
Nach einer zweiten Variante enthält der Härter Umsetzungsprodukte aus mehrfunktionellen und vorzugsweise trifunktionellen Isocyanaten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxyfunktionalisierten Oligomeren und bzw. oder Hochpolymeren sowie Harzsäuren, vorzugsweise Abietinsäure und Dehydroabietinsäure, ggf. gelöst in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch.
Das Molverhältnis des Hydroxyl- und bzw. oder Carboxylgehaltes der schmelzbaren Zubereitung zum freien Isocyanatgehalt wird dabei auf 1:2 bis 4:1 eingestellt.
Eine isocyanathaltige Komponente wird dabei aus der Umsetzung von 1mol Harzsäure mit 0,5 bis 1,5moleines trifunktionellen Isocyanates hergestellt.
Die erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukte der mehrfunktionollen Isocyanate mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und bzw. oder Hochpolymeren sowie von Harzsäuren werden dadurch gewonnen, daß eine Lösung der Oligomeren, Hochpolymeren oder Harzsäuren in Toluen bei Siedetemperatur 3h unter Rückiluß mit dem Isocyanat umgesetzt werden.
Als hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierte Oligomere bzw. Hochpolymere haben sich folgende Stoffe bewährt:
- niedermolekulare und bzw. oder thermoplastische Polyurethane mit Hydroxylendgruppen
- partiell bis nahezu vollständig homogen oder heterogen hydrolysierte Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit einem Vinylacetatgehalt von 5 bis 65 Masseanteilen in %
- alkalialkoholmodifizierte Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit einem Schmelzindex von 5 bis 100g/10min und einem Ausgangs-Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in %
- partiell bis nahezu vollständig hydrolysierte Polyvinylacetat-Copolymere und dessen Umsetzungsprodukte mit Aldehyc1 wie Formaldehyd, Acetaldehyd und Butyraldehyd
- Mischpolymerisate des Vinylacetat-Copolymeren mit anderen Vinylmonomeren wie Vinylchlorid
- Mischpolymerisate von Derivaten der Acrylsäure und bzw. oder der Methacrylsäure untereinander oder mit anderen Vinylmonomeren
· Mischpolymerisate von partiell hydrolysierten Derivaten der Acrylsäure und bzw. oder der Methacrylsäure untereinander oder mit anderen Vinylmonomeren.
Das erfindungsgemäße Verklebungsverfahren zeichnet sich besonders durch eine wesentlich höhere Wärmestandfestigkeit, gemessen nach der Methode WPS 68 (Zeitschrift Adhäsion 1968, S. 28-31), im Vergleich zu den Wärmestandfestigkeiten üblicher Schmelzklebstoffe aus. Außerdem wird die Zugscherfestigkeit derartiger Verklebungen deutlich verbessert. Überraschenderweise wurde dabei gefunden, daß bereits die erfindungsgemäßen Anteile hydroxylgruppenhaltiger Polymere mit dabei sehr niedrigen Hydroxylzahlen (0,5 bis 15) ausreichen, um mit den Di- und Triisocyanaten zu vernetzen. Dies steht im Gegensatz zum bekannten Stand der Technik, der von höheren Anteilen hydroxylgruppenhaltiger Polymerer (Polyester) mit vorzugsweise Hydroxylzahlen von 30 bis 100 ausgeht, bzw. wo bei niedrigeren Hydroxylzahlen die Verwendung von Prepolymeren mit beschränkter Lagerstabilität bzw. mehrstufige Härtungsver'ahren nötig sind.
-4- 280 538 Ausführungsbeispiele
Vergleichsbeispiel
Eine schmelzbare Masse aus 45 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeror mit einem Vinylacetatgehalt von 23 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 150g/min (bei 463 K und 21,6 N/cm2) und 45 Masseteilen Glyzerinester von disproportioniertem Kolophonium wird auf den ersten Fügepartner (Buchenholz/AIMgPe) aufgetragen. Anschließend wird mit dem zweiten Fügepartner (Buchenholz/AIMgF6) gefügt 450K; 0,1 N/mm2 Kontaktdruck; 60s Fügezeit). Von Verklebungen Buchenholz/Buchenholz; AIMgF6MIMgF6 wird die Zugscherfestigkeit von Verklebungen Buchenholz/Buchenholz die Wärmestandfestigkeit gemessen. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 1
Eine schmelzbare Masse aus 30 Masseteilen hydroxyl- und carboxylfunktionalisierter Hochpolymerer mit einer Hydroxylzahl von 2 und einer Säurezahl von 60; 55 Masseteilen Ethylen-Vinvlacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 12 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 4000g/10min sowie 45 Masseteilen Glyzerinester von hydriertem Kolophonium wird auf den ersten Fügepartner aufgetragen (Schichtdicke 100pm), das Lösungsmittel ganz oder teilweise abgedunstet und beide Fügepartner gemäß Vergleichsbeispiel gefügt.
Beispiel 2
Eine schmelzbare Masse aus 30 Masseteilen carboxylfunktionalisierter Acrylpolymeren mit einer Säurezahl von 60 sowie Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren und klebrigmachenden Harzen gemäß Beispiel 1 wird auf den ersten Fügepartner aufgetragen und analog Beispiel 1 mit einem gemäß Beispiel 1 vomereiteten zweiten Fügepartner gefügt.
Beispiel 3
Eine schmelzbare Masse gemäß Beispiel 1 wird auf den ersten Fügepartner aufgetragen. Auf den zweiten Fügepartner wird eine Lösung aus 20 Masseteilen Triphenylmethandiisocyanat, 3 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 42 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 400 und 3 Masseanteilen in % Glyzerinester von hydriertem Kolophonium in einem Lösungsmittelgemisch aus 30 Masseteilen Methylenchlorid, 30 Masseteilen Xylen und 30 Masseteilen Ethylacetat gelöst aufgetragen. Anschließend werden beide Fügepartner bei 390K unter einem Kontaktdruck von 0,1 N/mm21 000s gefügt.
Beispiel 4
Für das Verfahren gemäß Beispiel 1 werden 30 Masseteile eines Mischpolymerisates aus Vinylacetat und Vinylchlorid (Masseanteil Vinylchlorid 25%) mit einem Rest-Vinylacetatgehalt von 2 Masseanteilen in % und einer Hydroxylzahl von 12 verwendet.
Beispiel 5
Eine Lösung der schmelzbaren Masse gemäß Beispiel 1 (10 Masseanteile in % Feststoff in einer Lösung aus 30 Masseteilen Methylenchlorid, 30 Masseteilen Toluen und 40 Masseteilen Butylacetat) wird mit 0,5 Masseanteilen in Prozent einer Lösung von 20 Masseanteilen in % Triphenylmethandiisocyanat gemischt, die Lösung auf den ersten Fügepartner aufgebracht, das Lösungsmittel abgedur«stet und anschließend mit dem zweiten Fugepartner bei 400K, einem Druck von 0,05N/mm2 und einer Fügezeit von 1200 s verklebt.
Beispiele
Es wird analog Beispiel 5 verfahren; es werden aber 60 Masseanteile in % der gleichen Harzlösung zugegeben; die Fügezeit liegt bei 5s bei 470K und einem Druck von 0,1 N/mm2.
Beispiel 7
Die Lösung gemäß Beispiel 5 wird auf den ersten Fügepartner aufgebracht. Nach dem Abdunsten des Lösungsmittels wird die Härterlösung gemäß Beispiel 5 aufgebracht und anschließend gemäß dieses Beispieles "1 und 2 gefügt. + Fügepartner
Beispiele
Eine schmelzbare Zubereitung au? 60 Masseteilen Ethylen-Vinyl-acetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 42 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 28g/10min; 0,5Masseteilen thermoplastisches Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 3 als hydroxyl-, carboxylfunktionalisiertes Polymer und 50 Masseteilen Pentaerythritester von hydriertem Kolophonium wird mit einer Lösung (10 Masseteile Feststoff; 90 Masseteile Lösungsmittel) aus 30 Masseteilen Methylenchlorid, 30 Masseteilen Xylen und 30 Masseteilen Ethylacetat gelöst. Dazu werden 40 Masseanteile in % Härterlösung, bestellend aus 20 Masseteilen Umsetzungsprodukt von Triphenylmethantriisocyanat und Abietinsäure (Molverhältnis 0,5:1) inToluen zugegeben, intensiv gemischt, auf beide Fügepartner aufgetragen, das Lösungsmittel abgedunstet und anschließend bei 450K 100s bei einem Kontaktdruck von G,05N/mm2 gefügt.
Beispiele
Es wird wie in Beispiel 8 verfahren, für das UmsPtzungsprodukt mit der Abietinsäure wird Triphenylmethandiisocyanat (Molverhältnis zur Säure 1,5:1) verwendet.
Beispiel 10
Es wird analog Beispiel 8 verfahren, als hydroxylfunktionalisiertes Polymer wird nahezu vollständig hydrolysiertes Polyvinylacetat mit einem Rest-Vinylacetatgehalt von 2 Masseanteilen in % und einer Hydroxylzahl von 14 vorwendet.
Beispiel 11
Eine schmelzbare Zubereitung gemäß Beispiel 8 wird auf den ersten Fügepartner aufgetragen, danach wird eine Härterlösung gemäß Beispiel 9 aufgetragen, das Lösungsmittel abgedunstet und 5s bei 470 Kund einem Kontaktdruck von 0,1 N/mm2 gefügt.
Beispiel 12
Es wird analog Beispiel 11 verfahren, die schmelzbare Zubereitung besteht aus 10 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 11 Ma.-% und einem Schmelzindex von 4600g/10min; 45 Masseteilen thermoplastisches Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 3; 10 Masseteilen Glyzerinester von disproportioniertem Kolophonium. Es wird aber bei 370K 1200s bei einem Kontaktdruck von 0,01 N/mm2 gefügt.
Beispiel 13
Es wird analog Beispiel 8 verfahren, die Härterlösung (Lösungsmittel wie Beispiel 8) besteht aus dem Vernetzungsprodukt von 1 Mol Triphenylmethandiisocyanat und 1 Mol Polymethylmethacrylat mit einer Säurezahl von 60.
Beispiel 14
Ein Umsetzungsprodukt von Pblyethylenglykol (Molgewicht 400) mit Natriummethylat wird im. .-eter mit Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 33 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 150g/10 min bei 400 K gemischt (10 Masseanteile in % Umsetzungsprodukt im Eti'ylen-Vinylacetat-Copolymer). Dieses Umsetzungsprodukt wird dann anstelle von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer und thermoplastischem Polyurethan gemäß Beispiel 8 eingesetzt und gemäß Beispiel 8 weiterverarbeitet und gefügt.
Tabelle 1 Wärmestand Zugscherfestigkeit (N/mm2)
Beispiele festigkeit Buchenholz/Buchenholz AIMgF6/AIMgFe
K
328-333 2,6 1,4
Vergleichsbeispiel 380 3,5 2,0
1 360 3,8 2,1
2 400 3,8 2,2
3 370 4,1 2,9
4 400 3,6 2,2
5 410 3,5 2,3
6 410 3,5 2,2
7 370 3,5 2,0
8 400 4,0 2,2
9 380 4,4 2,2
10 365 3,5 2,0
11 380 3,6 2,8
12 380 3,6 2,9
13 370 3,5 3,0
14

Claims (6)

1. Verfahren zur Erzeugung von Klebeverbindungen mittels Schmelzklebstoffen durch Auftragen einer schmelzbaren Zubereitung aus Polyolefincopolymeren, anderen Polymeren und Harzen in schmelzflüssiger Form oder als Lösung und einem Härter, Fügen nach ggf. teilweiser oder völliger Entfernung der Lösungsmittel und thermische Nachbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß die schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 60 Masseteilen von einem oder mehreren EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt im Bereich von 10 bis 45 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 5 bis 5000g/10min(bei463Kund21,6N)
- 0,5 bis 45 Masseteilen von hydroxyl- und oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und bzw. oder Hochpolymeien
- 10 bis 50 Masseteilen klebrigmachender Harze
und der Härter besteht aus
- mehrfunktionellen Isocyanaten und/oder aus ihren Umsetzungsprodukten mit hydroxyl- und/oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und Hochpolymeren sowie Harzsäuren, vorzugsweise Abietinsäure und Dehydroabietinsäure
- ggf. einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch
- ggf. weiteren Zusätzen wie EVA-Copolymeren und bzw. oder klebrigmachenden Harzen, derart, daß das Molverhältnis des Hydroxyl- und bzw. oder Carboxylgehaltes der schmelzbaren Zubereitung zum freien Isocyanatgehalt des Härters auf 0,75:2 bis 100:1 eingestellt wird, die schmeizbare Zubereitung in schmelzflüssigem oder gelöstem Zustand und der Härter oder die Hai terlösung auf ie einem oder nacheinander auf ein und denselben Fügepartner aufgetragen wird oderdieschmelzbareZubereitung in gelöster Form mit dem Härter oderder Härterlösung gemischt, diese Mischung auf einen oder auf beide Fügepartner aufgetragen wird, durch Ablüften eine teilweise oder völlige Entfernung der Lösungsmittel erfolgt, die Fügepartner unter einem Kontaktdruck von 0,01 bis 0,1 N/mm2 gefügt und unter Kontaktdruck in einem Zeitraum von 1 bis 1 200s bei Temperaturen von 370 bis 470K belassen werden, derart, daß das Masseverhältnis von mehrfunktionellen Isocyanaten zur schmelzbaren Zubereitung 1:0,75 bis 1:100 beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Härter besteht aus mehrfunktionellen, vorzugsweise di- und trifunktionellen Isocyanaten ggf. gelöst in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, in dem ggf. weitere Zusätze wie EVA-Copolymere und bzw. oder klebrigmachende Harze enthalten sind und das Molverhältnis des Hydroxyl- und bzw. oder Carboxylgehaltes der schmelzbaren Zubereitung zum freien Isocyanatgehalt des Härters auf 0,75:1 bis 100:1 eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Härter besteht aus
- 10 bis 30 Masseteilen eines mehrfunktionellen, vorzugsweise di- und trifunktionellen Isocyanates
- 70 bis 90 Masseteilen eines Lösungsmittels bzw. Lösungsmittelgemisches.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Härter besteht aus Umsetzungsprodukten von mehrfunktionellen und vorzugsweise trifunktionellen Isocyanaten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligome' ""η und bzw. oder Hochpolymeren sowie Harzsäuren und vorzugsweise Abietinsäure und Dehydroabietinsäure ggf. gelöst in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch und das Molverhältnis des Hydroxyl- und bzw. oder Carboxygehalt der schmelzbaren Zubereitung zum freien Isocyanatgehalt des Härters auf 1:2 bis 4:1 eingestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Härter aus der Umsetzung von 1 mol Harzsäure, vorzugsweise Abietinsäure oder Dehydroabietinsäure, mit 0,5 bis 1,5mol eines trifunktionellen Isocyarates hergestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
- 10 bis 30 Masseteile der schmelzbaren Zubereitung gelöst werden in
- 70 bis 90 Masseteile eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus
• 25 bis 70 Masseteilen C7- bis C9-Aromaten
• 10 bis 50 Masseteilen Essigsäurealkylestern
• ggf. 5 bis 50 Masseteilen chlorierter Kohlenwasserstoffe
und der Härter gelöst wird in einem Lösungsmittel, vorzugsweise Methylenchlorid oder in einem Lcsungsmittelgemisch.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006059462A1 (de) * 2006-12-14 2008-06-19 Henkel Kgaa Hot melt für Mikrowellen-Erwärmung

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