DD280543A1 - Verfahren zur erzeugung von klebverbindungen mittels schmelzklebstoffen - Google Patents

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DD280543A1
DD280543A1 DD32672489A DD32672489A DD280543A1 DD 280543 A1 DD280543 A1 DD 280543A1 DD 32672489 A DD32672489 A DD 32672489A DD 32672489 A DD32672489 A DD 32672489A DD 280543 A1 DD280543 A1 DD 280543A1
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Thomas Morgeneyer
Gunther Eckhardt
Heike Winnig
Ullrich Hofmann
Gottfried Meiser
Rainer Starke
Jutta Stiehl
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Leuna Werke Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Klebverbindungen mittels Schmelzklebstoffen durch Auftragen schmelzbarer Zubereitungen oder deren Loesungen aus Etyhlen-Vinylacetat-Copolymeren, thermoplastischen Polyurethanen mit Hydroxylzahlen von 0,5 bis 5, hydroxylfunktionalisierten Ethylen-Vinylacetat-Copolmeren, klebrigmachenden Harzen und ggf. weiteren Zusaetzen, bei denen eine Vernetzung mit Di- und Triisocyanaten erfolgt, was zu einer erhoehten Waermestandfestigkeit und Zugscherfestigkeit fuehrt. Bei dem erfindungsgemaessen Verfahren werden als hydroxylfunktionalisierte Ethylen-Vinylacetat-Copolymere partiell bis nahezu vollstaendig hydrolysierte oder alkalialkoholatmodifizierte Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit einem Masseanteil von 3 bis 45 Masseteilen in Mischungen mit 30 bis 90 Masseteilen der uebrigen Zusaetze und bzw. oder thermoplastische Polyurethane mit Hydroxylzahlen von 0,5 bis 5 mit einem Masseanteil von 10 bis 45 Masseteilen in Mischungen mit 30 bis 85 Masseteilen der uebrigen Zusaetze verwendet. Das Verhaeltnis der schmelzbaren Zubereitung zur Haertermenge kann 100:1 bis 0,75:1 betragen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Klebverbindungen mit hoher Wärmestand- und Zugscherfestigkeit mittels schmelzbarer Mischungen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Schmelzklebstoffe auf der Grundlage von Polyolefincopolymeren, insbesondere Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren, klebrigmachenden Harzen und unter Zusatz weiterer Modifikatoren wie Wachsen, Pigmenten und Stabilisatoren werden seit Jahren mit großem Erfolg für Verbindungsaufgaben in der Möbelindustrie, der polygrafischen Industrie, der Verpackung und im Montagekleben eingesotzt (v. Jordan, Monographie Schmelzklebstoffe, Band 4a bis c), Hinterwaldner Verlag, München) Trotz einer Reihe sehr wertvoller Eigenschaften besitzen diese Schmelzklebstoffe den Nachteil, schon bei relativ niedrigen Temperaturen zu erweichen. Das führt bei gleichzeitiger Einwirkung von mechanischen Belastungen und von Wärme zu einem Lösen der Klebverbindung oder infolge Fließens der Klebstoffschicht zu einer unerwünschten Lagewanderung der Fügepartner.
Zur Verbesserung des Erweichungsverhaltens und damit zur Erhöhung der Wärmestandfestigkeit sind zahlreiche Möglichkeiten bekannt. Durch Anwendung anderer Polymerer in Schmelzklebstoffen wie beispielsweise von Polyamiden, Polyaminoamiden oder Polyestern kann der Anwendungsbereich nach höheren Temperaturen verschoben werden, jedoch ist das mit einer erheblichen Kostensteigerung verbunden.
Außerdem sind beim Aufbringen der Schmelzklebstoffe auf die Substrate relativ hohe Temperaturen erfo, derlich. Deshalb wurden Verfahren entwickelt, nach denen bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen aufschmelzende Zuhereiiungen, deren Bestandteile zur Vernetzung geeignete funktionell Gruppen tragen, verwendet werden und in einem zweiten Schritt die Vernetzung zu hochschmelzenüen Klebschichten erfolgt.
So können gemäß DE-OS 1 594118 Polyester mit Hydroxylzahlen von 30 bis 60 in einem sehr aufwendig durchzuführenden zweistufigen Härtungsverfahren mit Di- (I.Stufe) und Tri-Isocyanaten (2. Stufe) zugesetzt werden. Polyesterschmelzklebstoffe mit endständigen Hydroxylgruppen werden gemäß DE-OS 2228975 mit Diisocyanaten vernetzt und damit die Wärmestandfestigkeit erhöht. Nachteil eines nach dieser Erfindung hergestellten Klebstoffes ist, daß die polyesterhaltigo Klebstoffkomponente teilgehärtet ist und damit erhöhte Aufwendungen für Transport, Umschlag und Lagerung erfordert.. Außerdem muß diese Klebstoffkomponente aktiven Wasserstoff mit einem Äquivalentgewicht von 27 bis 500 enthalten. Die DE-OS 2 237 674 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Beschichtungs- bzw. Klebemassen, bei denen hochviskose Schmelzklebstoffe die Viskosität herabsetzende Peroxyverbindungen und Polyisocyanate zugesetzt werden. Angestrebt wird dabei eine Verarbeitungsviskosität von 1 bis 20Pas bei Auftragstemperaturen von 373 bis 433K. Vorzugsweise wird der Heißschmelzklebstoff in der Polyoxyverbindung, wie in Polyetheralkoholen oder Polyesteralkoholen gelöst oder dispergiert und anschließend granuliert. Die als Vernetzungsmittel wirkenden Polyisocyanate werden dem aufgeschmolzenen Granulat vor dessen Auftrag auf die zu beschichtende Fläche zugesetzt. Nachteilig bei dieser Vorgehensweise ist die zur Lösung benötigte hohe Menge von niedermolekularen Polyetheralkoholen bzw. Polyesteralkoholen und die damit verbundene hohe Einsatzmenge von Polyisocyanaten sowie die Notwendigkeit, in der Verarbeitungszeit einen möglichst hohen Umsetzungsgrad der niedermolekularen reaktiven Zumischungen zu erhalten. Da dies unter den üblichen Verarbeitungsbedingungen nur unvollkommen erfolgt, können nur relativ geringe Wärmestandfestigkeiten des ausgehärteten Schmelzklebstoffes erzielt werden.
Die Patentschrift OE 2401 320 Geschreibt einen Schmelzklebstoff, der aus einem Urethan-Prepolymeren mit Isocyanatgruppen an be'den Enden, einem thermoplastischen Polymeren und einem klebrigmachenden Harz besteht. Es wird die Zielstellung verfolgt, eine hohe Topfzeit, hoho Anfangshaftung und hohe Wärmestandfestigkeit miteinander zu kombinieren. Nachteilig bei der Anwendung dieses Schmelzklebstoffes ist seine hohe Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit sowie eine starke Abhängigkeit der erzielbaren Wärmestandfestigkeit von den Lager- und Verarbeitungsbedingungen. Da eine Vernetzung nur unter Mitwirkung von*Wasser unter Bildung von Polyharnstoffstrukturen und Freisetzung von Kohlensäure erfolgt, ist die Vernetzung im erstarrten Zustand der Klebeverbindung sehr zeitaufwendig und die gewünschte Wärmestandfestigkeit wird erst nach längerer Zeit erreicht.
Gemäß JP ΙΌ04318 können Klebstoffe aus Ethylen-Vinylacetat-und Vinylchlorid-Copolymeren mit 50 bis 80 Ma.-% Vinylchlorid und einer oder mehrerer Hydroxyl- oder Carboxylgruppen mit Diisocyanaten eingesetzt werden. Nachteilig bei diesen Klebstoffen ist die Notwendigkeit eines hohen Vinychloridgehaltes, der bei hohen Temperaturen zu einer Abspaltung von Chlorwasserstoff und damit zu einer Schädigung der Verklebung und der Substrate führen kann.
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Klebverfahrens zur Herstellung von Klebverbindungen mit erhöhten Zugscher- und Wr>mestandfestigkeiten mittels schmelzbarer Zubereitungen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, durch Einsati von Schmelzklebstoffen aus Polyolefincopolymeren, Polyurethanen, Harzen und ggf. weiteren Zusätzen ein Verfahren zur Herstellung von Klebverbindungon mit erhöhten Zugscher- und Wärmestandfestigkeiten gegenüber den bisherigen Schmel2klebstoffen zu entwickeln.
Diese Aufgabe wird durch ein Klebstoffsystem aus einer schmelzbaren Zubereitung aus Polyolefincopolymeren, Polyurethanen, Harzen und ggf. weiteren Zusätzen und einer Härterlösung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 0,5 bis 45 Masseteilen eines EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis 45 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindexvon5bis5000g/10min(bei463Kund21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 10 bis 45 Masseteilen eines thermoplastischen Polyurethans mit einer Hydroxylzahl von 0,5 bis 5 und/oder 3 bis
45 Masseteilen von hydroxylfunktionalisierten EVA-Copolymeren mit einem Restvinylacetatgehalt von 2 bis 45 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 5 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6), die Härterlösung besteht aus
- 5 bis 30Masseteilen eines mehrfunktionellen Isocyanates
- 70 bis 95 Masseteilen eines Lösungsmittels oder eines Lösungsmittelgemisches
- ggf. 5 bis 20 Masscteilen von Zusätzen wie EVA-Copolymeren und bzw. oder klebrigmachenden Harzen,
die schmelzbare Zubereitung in schmelzflüssigem oder gelöstem Zustand und die Härtelösung auf je einen oder nacheinander auf ein und denselben Fügepartner aufgetragen wird oder die schmelzbare Zubereitung in gelöster Form mit der Härterlösung gemischt, diese Mischung auf einen oder auf beide Fügepartner aufgetragen wird, durch Ablüften eine teilweise oder völlige Entfernung der Lösungsmittel erfolgt, die Fügepartner unter einem Kontaktdruck von 0,01 bis 0,1 N/mm2 gefügt und unter Kontaktdruck in einem Zeitraum von 1 bis 1200s bei Temperaturen von 370 bis 470K belassen werden, derart, daß das Masseverhältnis von mehrfunktionellen Isocyanaten zur schmelzbaren Zubereitung 1:0,75 bis 1:100 beträgt. Dabei existieren für die schmelzbare Zubereitung zwei Varianten hinsichtlich der Zusammensetzung. Eine Variante ist so gestaltet, daß die schmelzbare Zubereitung aus
- 0,5 bis 45 Masseteilen eines EVA-Copolymeren mit einem Vinyiacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 25 bis 500g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 3 bis 45 Masseteilen von hydroxylfunktionalisierten EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 2 bis 45 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 5 bis 5000c;./1.0min (bei 463K und 21,6N)
- ggf. weiteren polymeren Zusätzen wie thermoplastischen Polyurethanen besteht.
Nach einer zweiten Variante besteht die schmelzbare Zubereitung aus
- 10 bis 45 Masseteilen eines EVA-Copolymeren mit einem Vinylicetatgehalt von 10 bis 45 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 5 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 40 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 10 bis 45 Massetsilen eines thermoplastischen Polyurethan·; mit einer Hydroxylzahl von 0,5 bis 5. Vorzugsweise werden für die zweite Variante
- 10 bis 30 Masseteile eines EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehat von 18 bis 35 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 25 bis 500g/10min (bei 463 K und 21,6N)
- 20 bis 40 Masseteile ganz oder teilweise stabilisierter Kolophooiumester
- 10 bis 30 Masseteile eines thermoplastischen Polyurethans mit einer Hydroxylzahl von 0,5 bis 5 verwendet.
Als mehrfunktionelle Isocyanate kommen aromatische, aliphatische und cycloaliphate Isocyanate wie Toluylendiisocyanate; 1,5-Naphtnylendiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 4,4',4"-Triphenylmethantriisocyanat, Hexamethylondiisocyanat, Isophorondiisocyanat sowie deren niedermolekulare Umsetzungsprodukte mit mehrwertigen Alkoholen in Betracht. Bevorzugt wird mit Gemischen von mehrfunktionellen Isocyanaten gearbeitet, wobei Gemische aus Di- und Triisocyanaten besonders bevorzugt sind. Im Sinne des angestrebten Eigenschaftsbildes hat es sich als zweckmäßig ervv'esen, daß die Zahl der Isocyanatgruppen pro Molekül die Zahl vier nicht übersteigt. Die eventuellen Zusätze an EVA-Copolymeren und bzw. odc klebrigmachenden Harzen zur Härtelösung dienen der Regulierung der Auftraysviskosität. Durch folgende Verklebungsverfahren kann die erfindungsgemäße Verklebung ebenfalls erzielt werden:
- Die Härterlösung wird auf den ersten Fügepartner aufgetragen, nach dem teilweise oder ggf. vollständigen Abdunsten des Lösungsmittels erfolgt der Auftrag der schmelzbaren Zubereitung auf den gleichen Fügepartner aus der Schmelze oder ggf. der Lösung und das anschließende Abdunsten des ggf. verwendeten Lösungsmittels. Anschließend wird nach den o.g. Bedingungen der zweite Fügepartner gefügt.
- Die Lösung der schmelzbaren Zubereitung, wie o. g. hergestellt, wird mit der Härterlösung intensiv gemischt und diese Lösung auf einon oder auf beide Fügepartner aufgetragen, ggf. das Lösungsmittel ganz oder teilweise entfernt und anschließend gefügt. Dabei bleiben die den Isocyanathärter enthaltenden Lösungen der schmelzbaren Zubereitungen bei Raumtemperatur bis zu 24h verarbeitbar. Wenn die Fügepartner mit dieser Lösung beschichtet worden sind, erfolgt das Fügen zweckmäßigerweise innerhalb von 6h nach dem Auftrag der Lösung auf den oder die Fügepartner.
Das erfindungsgemäße Verklebungsverfahren zeichnet sich besonders durch eine wesentlich höhere Wärmestandfestigkeit, gemessen nach der Methode WPS 68 (Zeitschrift Adhäsion, 1969, S. 28) im Vergleich zu den Wärmestandfestigkeiten üblicher Schmelzklebstoffe aus. Außerdem wird die Zugscherfestigkeit derartiger Verklebungen deutlich verbessert. Überraschenderweise wurde dabei gefunden, daß bereits die erfindungsgemäßen Anteile hydroxylgruppenhaltiger Polymere mit dabei sehr niedrigen Hydroxylzahlcn (0,5 bis 15) ausreichen, um mit den Di- und Triisocyanaten zu vernetzen. Dies steht im Gegensatz zum bekannten Stand der Technik, der /on höheren Anteilen hydroxylgruppenhaltiger Polymerer (Polyester) mit vorzugsweise Hydroxylzahlen von 30 bis 100 ausgeht bzw. wo bei niedrigeren Hydroxylzahlen die Verwendung von Prepolymeren mit beschränkter Lagerstabilität bzw. mehrstufige Härtungsverfahren nötig sind.
Ausführungsbeispiele
Vergleichsbeispiel
Eine schmelzbare Masse aus 45 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 23 Masseanteilen in Prozent; einem Schmelzindex von 150g/10min (463Kund21,6N); 45 Masseteilen Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 3; 40 Masseteilen Pentaerythritester von hydriertem Kolophonium; 9 Masseteilen anoxyd. Polyethylenwachs mit einem Flammpunkt von 920C; 1 Masseteil Stabilisator, wie Trisnonylphenylphosphit wird auf einen Fügepartner (Buchenholz/AIMgFe) aufgetragen.
Von Verklebungen Buchenholz/Buchenholz; AIMgF6/AIMgFe wird die Zugscherfestigkeit; von Verklebungen Buchenholz/ Buchenholz die Wärmestandfestigkeil gemessen (Kennwerte Tabelle 1). Die Vergebungen erfolgen bei 450K, einem Druck von 0,05N/mm' und einer Fügezeit von 60s.
Beispiel 1
Eine schmelzbare Masse aus 45 Masseteilen alkalialkoholat-modifiziertes Ethylen-Vinylaceiat-Copolymer mit einem Vinylccetatgehaltvon 15 Masseanteilen in Prozent und einem Schinelzindex von 20g/10min; 45 Masseteile Pentaerythritester von polymerisiertem Kolophonium; wird auf das 1. Fügepartner aufgebracht und mit dem 2. Fügepartner bei 470K gefügt. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 2
Der 1. Fügepartner wird analog Vergleichsbeispiel mit der schmelzbaren Masse beschichtet (Schichtdicke 100 pm). Auf den 2. Fügepartner wird eine Lösung von 20 Masseanteilen in Prozent Triphenylmethantriisocyanat in Methylenchlorid aufgetragen (Naßschichtdicke 50 pm), das Lösungsmittel abgedunstet und beide Fügepartner werden 30s bei 420K und einem Druck von 0,1 N/mm2 gefügt. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 3
Auf den 1. Fügepartner wird analog Beispiel 1 eine Lösung von 20 Masseanteilen in Prozent Diphenylmethantriisocyanat in Methylenchlorid aufgetragen, das Lösungsmittel abgedunstet; anschließend wird eine schmelzbare Masse gemäß Vergleichsbeispiel aufgetragen. Innerhalb einer Zeit von < 12 h nach der Beschichtung erfolgt die Reaktivierung der Schmelze bei 470K und das Fügen des 2. Fügepartners (10s Preßzeit mit einem Preßdruck analog Beispiel 1). (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 4
Die schmelzbare Masse gemäß Vcrgleichsboispiel wird in einem Lösungsmittelgemisch aus je 33Va Masseanteilen in Prozent Ethylacetat, Methylenchlorid, Xylen gelöst, wobei ein Feststoffgehalt von 10,6 Masseanteilen in Prozent eingestellt wird. Zu dieser Lösung wird eine Lösung von 20 Masseanteilen in Prozent Polymethylen-polyphenyl-polyisocyanat zugegeben, wobei das Verhältnis der Feststoffe der ersten zur zweiten Lösung sich wie 5:1 verhält, und gut gemischt. Innerhalb von 24 h wird diese Lösung auf den 1. Fügepartner aufgetragen und das Lösungsmittel abgedunstet und bei 373K 1 000s unter einem Druck von 0,01 N/mm2 mit dem 2. Fügepartner gefügt. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 5
Die schmelzbare Masse gemäß Beispiel 1 wird in einem Lösungsmittelgemisch gemäß Beispiel 4 gelöst, wobei ein Feststoffgehalt von 8 bis 14% eingestellt wird. Diese Lösung wird gemäß Reispiel 4 weiterverarbeitet. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiele
Die Lösung der schmelzbaren Masse gemäß Beispiel 4 wird auf den 1. Fügepartner aufgetragen. Die Isocyanatlösung gemäß Beispiel 4 wird auf den 2. Fügepartner aufgetragen. Die Lösungsmittel werden abgedunstet, anschließend wird analog Beispiel 4 der 1. und 2. Fügepartner gefügt.
Beitel 7
c\ne schmelzbare Masse aus 10 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 10 Masseanteilen in Prozent; 45 Masseteilen thermoplastisches Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 5 bis 20 Masseteilen Glyzerolester von Kolophonium wird analog Beispiel 2 verarbeitet. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiele
Eine schmelzbare Masse gemäß Vergleichsbeispiel wird auf den 1. Fügepartner aufgetragen (Schichtdicke 100 um). Auf den 2.Fügepartner kommt eine Lösung aus 5 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 42 Masseanteilen in Prozent, einem Schmelzindex von 4000g/10min; 5 Masseteilen Glyzerolester von disproportioniertem Kolophonium; 5 Masseteilen Triphenylmethandiisocyanat; 40 Masseteilen Xylen; 30 Masseteilen Ethylacetat und 20 Masseteilen Tetrachlorkohlenstoff (Naßschichtdicke 200pm). Nach Abdunsten des Lösungsmittelgemisches wird bei 470K 5 s unter einem Druck von 0,1 N/mm2 der 1. und 2. Fügepartner miteinander gefügt (Kennwerte Tabelle 1).
Beispiel 9
Fine Lösung der schmelzbaren Masse gemäß Beispiel 4 wird mit einer Lösung von 20 Masseanteilen in Prozent Polymethylenpolyphenyl-polyisocyanat in Methylenchlorid gemischt, wobei sich die Feststoffanteile wie C 8:1 verhalten. Danach wird analog Beispiel 3 gearbeitet (Kennwerte Tabelle 1).
Beispiel 10
Eine Lösung der schmelzbaren Masse gemäß Beispiel 5 wird mit einer Lösung von 20 Masseanteilen in Prozent Polymethylene polyphenyl-polyisocyanat in Methylenchlorid gemischt, wobei sich die Feststoffanteile wie 80:1 verhalten. Danach wird analog Beispiel 5 gearbeitet. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 11
Eine schmelzbare Masse aus 5 Masseteilen alkalialkoholatmodifiziertem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 30 Masseanteilen in Prozent, einem Vinylalkoholgehalt von 6 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 3000g/10 min; 20 Masseteilen Glyzerolester von hydriertem Kolophonium; 10 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Schmelzindex von 450g/10min und einem Vinylacetatgehalt von 33 Masseanteilen in Prozent und 5 Masseanteilen thermoplastisches Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 3 wird analog Beispiel 2 verarbeitet. (Kennwerte Tabellen
Beispiel 12
Eine schmelzbare Masse gemäß Beispiel 1 wird auf den Fügepartner aufgetragen (Schichtdicke 100 pm). Auf den 2. Fügepartner kommt eine Lösung aus 5 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 10 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 30g/10min; 5 Masseteilen Glyzerolester von disproportioniertem Kolophonium, 5 Masseteilen Triphenylmethandiisocyanat; 40 Masseteilen Xylen; 30 Masseteilen Ethylacetat und 20 Masseteilen Tetrachlorkohlenstoff (Naßschichtdicke 200 pm). Nach Abdunsten des Lösungsmittels wird bei 470K 1,5s unter einem Druck von 0,1 N/mm' der 1. und 2. Fügepartner gofügt. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 13
Eine schmelzbare Masse gemäß Beispiel 12, aber anstelle von alkalialkoholatmodifiziertem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit hydrolysiertem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Restvinylacetatgehalt von 2 Masseanteilen in Prozent und einer Hydroxylzahl von 12, wird analog Beispiel 12 verarbeitet.
Tabelle 1
Wärmestand Zugscherfebtigkeit (N/mm2) AIMgF6MIMgF6
festigkeit 1,3
K Holz/Holz 1,2
Vergleichsbeispiel 323-328 2,5 2,0
Beispiel 1 343-348 2,7 2,3
Beispiel 2 440 3,1 2,2
Beispiel 3 460 2,8 2,3
Beispiel 4 470 5,0 2,0
Beispiel 5 470 5,0 1,8
Beispiel 6 470 4,5 1,5
Beispiel 7 450 4,0 2,4
Beispiel 8 373 3,2 2,3
Beispiel 9. 470 2,5 2,1
Beispiel 10 470 2,6 2,5
Beispiel 11 420 3,0 2,3
Beispiel 12 383 4,1
Beispiel 13 470 4,8

Claims (7)

1. Verfahren zur Erzeugung von Klebverbindungen mittels Schmelzklebstoffen durch Auftragen einer schmelzbaren Zubereitung aus Polyolefincopolymeren, Polyurethanen, Harzen und ggf. weiteren Zusätzen wie Wachsen, anorganischen Pigmenten und Stabilisatoren in schmelzflüssiger Form oder als Lösung und einer Härtelösung, Fügen nach ggf. teilweiser oder völliger Entfernung der Lösungsmittel und thermische Nachbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß die schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 0,5 bis 45 Masseteilen eines EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis
45 Masseteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 5 bis 5 000 g/10 min (bei 463 K und 21,6 N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 10 bis 45 Masseteilen eines thermoplastischen Polyurethans mit einer Hydroxylzahl von 0,5 bis und/oder 3 bis 45 Masseteilen von hydroxylfunktionalisierten EVA-Copolymeren mit einem Restvinylacetatgehalt von 2 bis 45 Masseteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 5 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
die Härterlösung besteht aus
- 5 bis 30 Masseteilen eines mehrfunktionellen Isocyanates
- 70 bis 95 Masseteilen eines Lösungsmittels oder eines Lösungsmittelgemisches
- ggf. 5 bis 20 Masseteilen von Zusätzen wie EVA-Copolymeren und bzw. oder klebrigmachenden Harzen,
die schmelzbare Zubereitung in schmelzflüssigem oder gelöstem Zustand und die Härterlösung auf je einen oder nacheinander auf ein und denselben Fügepartner aufgetragen wird oder die schmelzbare Zubereitung in gelöster Form mit der Härterlösung gemischt, diese Mischung auf einen oder auf beide Fügepartner aufgetragen, wird, durch Ablüften eine teilweise oder völlige Entfernung der Lösungsmittel erfolgt, die Fügepartner unter einem Kontaktdruck von 0,01 bis 0,1 N/mm2 gefügt und unter Kontaktdruck in einem Zeitraum von 1 bis 1 200s bei Temperaturen von 370 bis 470 K belassen werden, derart, daß das Masseverhältnis von mehrfunktionellen Isocyanaten zur schmelzbaren Zubereitung 1:0,75 bis 1:100 beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 0,5 bis 45 Masseteilen eines EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis
35 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 25 bis 500g/10min (bei 463Kund 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 3 bis 45 Masseteilen voin hydroxylfunktionalisierten EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 2 bis 45 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 5 bis 5000g/10min(bei463Kund21,6N)
- ggf. weiteren polymeren Zuständen wie thermoplastischen Polyurethanen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 45 Masseteilen eines EVA-Copolymeren mit einem ' inylacetatgehalt von 10 bis
45 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 5 bis 5000g/10 min (bei 463 K und 21,6N)
- 20 bis 40 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 10 bis 45 Masseteilen eines thermoplastischen Polyurethans mit einer Hydroxylzahl von 0,5 bis
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 30 Masseteilen eines EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 18 bis
35 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 25 bis 500g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 40 Masseteilen ganz oder teilweise stabilisiertem Kolophoniumester
- 10 bis 30 Masseteilen eines thermoplastischen Polyurethans mit einer Hydroxylzahl von 0,5 bis
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als hydroxylfunktionalisierte EVA-Copolymere partiell bis nahezu vollständig, homogen oder heterogen hydrolysierte EVA-Copolymere mit einem Ausgangsvinylacetatgehalt von 5 bis 45 Masseanteilen in Prozent eingesetzt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als hydroxylfunktionalisierte EVA-Copolymere mittels Alkalialkoholat modifizierte EVA-Copolymere mit einem Schmelzindex von 5 bis 100g/10min (bei463K und 21,6N) und einem Ausgangsvinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in Prozent eingesetzt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
- 10 bis 30 Masseteile der schmelzbaren Zubereitung gelöst werden in
- 70 bis 90 Masseteilen eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus
• 25 bis 70 Masseteilen C7 bis Cg-Aromaten
• 10 bis 50 Masseteilen Essigsäurealkylestern
• ggf. 5 bis 50 Masseteilen chlorierter Kohlenwasserstoffe.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19541923A1 (de) * 1995-11-10 1997-05-15 Sika Werke Gmbh Reaktive Heißschmelz-Klebefolie

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DE19541923A1 (de) * 1995-11-10 1997-05-15 Sika Werke Gmbh Reaktive Heißschmelz-Klebefolie
DE19541923C2 (de) * 1995-11-10 2001-07-12 Sika Werke Gmbh Reaktiver thermoplastischer Heißschmelzklebstoff

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