DD282410A5 - Verfahren zum entgraten von perforierten teilen - Google Patents

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DD282410A5
DD282410A5 DD32768889A DD32768889A DD282410A5 DD 282410 A5 DD282410 A5 DD 282410A5 DD 32768889 A DD32768889 A DD 32768889A DD 32768889 A DD32768889 A DD 32768889A DD 282410 A5 DD282410 A5 DD 282410A5
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DD
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mass
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DD32768889A
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English (en)
Inventor
Manfred Lingott
Reinhard Russetzki
Werner Ringstroem
Rainer Kutzinski
Original Assignee
Chemieanlagenbau Stassfurt Im
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgraten von perforierten Teilen, insbesondere Siebblechen, die gerade oder zu Zylindern gerundet sind. Erfindungsgemaesz wird dieses Verfahren dadurch realisiert, dasz die Loecher des perforierten Koerpers vor der spanenden Bearbeitung mit einer spachtelfaehigen, aushaertbaren Masse gefuellt werden. Nach der spanenden Bearbeitung wird die Masse aus den Loechern mechanisch oder chemisch entfernt. Als spachtelfaehige, aushaertbare Masse wird Gips bzw. Polyurethanverguszmasse verwendet.{Entgratverfahren; perforierte Teile; Siebbleche; spachtelfaehige-aushaertbare Masse; Gips; Polyurethanverguszmasse; Druckwasser}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgraten von perforierten Teilen, insbesondere Siebblechen, die gerade oder zu Zylindern gerundet sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Im allgemeinen entsteht beim spanenden Bearbeiten, z. B. beim Drehen eines Siebzylinders, Grat, der sich in die Sieblöcher drückt und dieselben teilweise verschließt. Falls eine Verminderung der freien Siebfläche und auch Restgrat nicht zugelassen sind, muß der Grat entfernt werden, was In sehr aufwendiger Weise unter Verwendung z. B. einer elektrischen Handbohrmaschine und schlanken, d.h. spitzwinkligen Fräsern geschieht.
Darüber hinaus ist ein Verfahren zum Entgraten von Metallteilen, insbesondere Bohrungen, bekannt, in dem ein rotationssymmetrischer elektrisch leitender Körper als Entgratungswerkzeug verwendet wird. Dieses Werkzeug wird in Rotation versetzt, wobei zwischen Werkstück und Werkzeug eine Niederspannung anliegt. Das Werkzeug rotiert mit einer Geschwindigkeit von 5000... 10000min"1 und wird gegnn die zu entgratenden Kanten gedrückt. Bei abreißendem Kontakt zwischen Werkzeug und Gratkanten schmilzt der entsprechende Lichtbogen Gratteile ab, die vom rotierenden Werkzeug weggeschleudert werden.
Informationsquelle: DD 243817
Das Entgraten mittels Bohrmaschine ist auf Grund des großen Zeitaufwandes, insbesondere dann, wenn es sich um großflächige Teile mit einer großen Anzahl von Löchern kleinen Durchmessers handelt, nicht zu vertreten.
Das Verfahren gemäß DD 243817 bedarf eines speziellen Werkzeuges sowie einer Einrichtung zur Erzeugung der erforderlichen Niederspannung. Darüber hinaus ist auch der Zeitaufwand für das Entgraten einer großen Anzahl Löcher erheblich.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, mit Hilfe dessen die Bohrungen eines Siebkörpers ohne wesentlichen zusätzlichen Zeitaufwand und ohne zusätzliche Kosten für spezielle Einrichtungen entgratet werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Entgraten der Löcher von Siebkörpern zu entwickeln, das keinen wesentlichen Zeitaufwand und keine speziellen Einrichtungen wie Werkzeuge und dgl. erfordert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Löcher des perforierten Körpers vor der spanenden Bearbeitung mit einerspachtelfähigen, aushärtbaren Masse gefüllt werden, wobei der Eindringwiderstand der Masse in den Löchern so groß sein muß, daß sich kein Grad in die Masse eindrückt, sondern der perforierte Körper mit den ausgefüllten Löchern als quasiisot'op angesehen werden kenn.
Nach der spanenden Bearbeitung wird die Masse aus den Löchern entfernt. Das Entfernen der Masse kann auf mechanische Weise, z. B. durch Anwendung von Druckwasser, oder chemisch geschehen. Vorzugsweise wird als aushärtbare Masse Gips verwendet.
Das Entfernen des Gipses aus den Löchern nach der spanenden Bearbeitung erfolgt mit Druckwasser vorzugsweise dann, wenn
solches ohnehin zur Verfügung steht, z. B. wenn eine Naßputzerei für Gußerzeugnisse vorhanden ist.
Chemisch wird der Gips durch Boaufschlagung mit temperierter Salzsäure unter Verwendung eines Inhibitors gelöst. In einer anderen Ausführungsform wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der perforierte Körper vor der spanenden Bearbeitung
einseitig mit einpm aushärtbaren, zäh-elastischen Material derart beschichtet wird, daß seine Löcher mit dieser Masse ausgefülltwerden, wobei der Eindringwiderstand der Masse in den Löchern wiederum so groß ist, daß Grat nicht eindringen kann.
Im vorliegenden Verfahren erfolgt die spanende Bearbeitung so, daß nach der Bearbeitung einseitig eine geschlossene Schicht
dieser Masse verbleibt.
Vorzugsweise wird Polyurethanvergußmasse eingesetzt. Das Entfernen der Masse erfolgt derart, daß die genannte Schicht mitsamt den in den Löchern verbliebenen Teilen abgehoben
wird, da zv/ischen der Schicht und dem Material in den Löchern eine innige Verbindung besteht.
Zur Erhöhung der Reißfestigkeit der Beschichtung können Gewebeeinlagen verwendet werden. Ausführungsbeispiele Nachstehend soll die Erfindung an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Ein Siebzylinder von etwa 1000mm Durchmesser und etwa 1000mm Länge, dessen Wanddicke 12 mm beträgt, soll durch Bearbeitung auf einer Drehmaschine (innen und außen) eine Wanddicke von 6mm erhalten. Der Siebzylinder ist mit etwa 140000 Bohrungen von 3mm Durchmesser versehen. Es wird ein spachteiförmiger Gipsbrei angerührt und von innen und/oder außen
auf die perforierte Mantelfläche des Siebzylinders aufgetragen und unmittelbar anschließend mit einem Spachtel innen undaußen glattgezogen, so daß nur die Bohrungen mit Gips ausgefüllt sind. Wichtig ist dabei, daß das Ausfüllen der Bohrungen ineinem Zug geschieht, um eine gleichmäßig aushärtende Füllung der Bohrungen zu gewährleisten. Ein nachträgliches Spachtelnvon Fehlstellen ist deshalb zu vermeiden.
Nach dem Aushärten kann die spanende Bearbeitung erfolgen. Das Entfernen des Gipses aus den Löchern erfolgt mit Druckwasser von < 23MPa. In einem anderen Fall wird der Gips durch Kroislauffahrweise durch 5%ige Salzsäure von 70... 8O0C innerhalb von 2... 3 Stunden
unter Verwendung eines geeigneten Inhibitors (z. B. Litsolvent EB flüssig in einer Konzentration von 5 bis 7 l/m3 Säure) aus den
Bohrungen gelöst. Für die o. g. andere Ausführung des Verfahrens wird der erwähnte Siebzylinder mit einem Trennmittel (z. B. Silikonöl) benetzt. Eine PUR-Vergußmasse vom Typ SYS pur V8412/1 wird durch Mischen seiner beiden Komponenten vorbereitet und von außen
und innen auf die Mantelfläche aufgetragen und in die Bohrungen eingebracht. Anschließend wird die Außenbeschichtung miteinem Glasfasergewebe mit einer Masse von <400g/m2 einschichtig verstärkt und mit weiterer Vergußmasse eine Schichtdickevon etwa 3mm realisiert.
Die Innenseite des Siebzylinders wird mit einem Spachtel geglättet. Nach dom Aushärten kann die spanende Bearbeitung der Innenseite erfolgen. Das Entfernen der Vergußmasse aus den Löchern erfolgt derart, daß die Außenbeschichtung in Längsrichtung des Siebzylinders
on einer nicht gelochten Zone aufgeschnitten und mit der Vergußmasse in den Bohrungen abgezogen wird.
In einem anderen Beispiel dieser Ausführungsform wird der Siebzylinder von außen mit einer Folie dichtend umschlossen und
durch Schleudergießen in horizontaler Lage auf einer Drehmaschine eine PUR-Vergußmasse (z. B. SYSpur V8409) aufgebracht.
Diese Ausführung ist besonders für lange Siebzylinder kleinen Durchmessers geeignet.

Claims (8)

1. Verfahren zum Entgraten von perforierten Teilen, insbesondere Siebblechen, die gerade oder zu Zylindern,gerundet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher des perforierten Teiles vor der spanenden Bearbeitung mit einer spachtelfähigen aushärtbaren, nach der spanenden Bearbeitung leicht entfernbaren Masse gefüllt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als spachtelfähige, aushärtbare Masse Gips verwendet wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen der Masse durch Beaufschlagung mit Druckwasser erfolgt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen der Masse durch Beaufschlagung mit temperierter Salzsäure erfolgt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1,2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Inhibitor verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als aushärtbare, spachtelfähige Masse Polyurethanvergußmasse verwendet wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen der Masse durch Abziehen der einseitigen Schicht erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Reißfestigkeit der Schicht Gewebeeinlagen verwendet werden.
DD32768889A 1989-04-17 1989-04-17 Verfahren zum entgraten von perforierten teilen DD282410A5 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4033233A1 (de) * 1990-10-19 1992-04-23 Kernforschungsz Karlsruhe Verfahren zur herstellung eines mikrostrukturkoerpers, insbesondere eines mikrostrukturierten abformwerkzeugs
DE4200629C1 (en) * 1992-01-13 1992-12-24 Wendt Gmbh, 4005 Meerbusch, De Machine for deburring workpiece - has workpiece mounted in holder with cut-out shaped to match workpiece
DE4135676C1 (de) * 1991-10-30 1993-03-18 Kernforschungszentrum Karlsruhe Gmbh, 7500 Karlsruhe, De

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DE4200629C1 (en) * 1992-01-13 1992-12-24 Wendt Gmbh, 4005 Meerbusch, De Machine for deburring workpiece - has workpiece mounted in holder with cut-out shaped to match workpiece

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