DD282410A5 - Verfahren zum entgraten von perforierten teilen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgraten von perforierten Teilen, insbesondere Siebblechen, die gerade oder zu Zylindern gerundet sind. Erfindungsgemaesz wird dieses Verfahren dadurch realisiert, dasz die Loecher des perforierten Koerpers vor der spanenden Bearbeitung mit einer spachtelfaehigen, aushaertbaren Masse gefuellt werden. Nach der spanenden Bearbeitung wird die Masse aus den Loechern mechanisch oder chemisch entfernt. Als spachtelfaehige, aushaertbare Masse wird Gips bzw. Polyurethanverguszmasse verwendet.{Entgratverfahren; perforierte Teile; Siebbleche; spachtelfaehige-aushaertbare Masse; Gips; Polyurethanverguszmasse; Druckwasser}
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgraten von perforierten Teilen, insbesondere Siebblechen, die gerade oder zu Zylindern gerundet sind.
Im allgemeinen entsteht beim spanenden Bearbeiten, z. B. beim Drehen eines Siebzylinders, Grat, der sich in die Sieblöcher drückt und dieselben teilweise verschließt. Falls eine Verminderung der freien Siebfläche und auch Restgrat nicht zugelassen sind, muß der Grat entfernt werden, was In sehr aufwendiger Weise unter Verwendung z. B. einer elektrischen Handbohrmaschine und schlanken, d.h. spitzwinkligen Fräsern geschieht.
Darüber hinaus ist ein Verfahren zum Entgraten von Metallteilen, insbesondere Bohrungen, bekannt, in dem ein rotationssymmetrischer elektrisch leitender Körper als Entgratungswerkzeug verwendet wird. Dieses Werkzeug wird in Rotation versetzt, wobei zwischen Werkstück und Werkzeug eine Niederspannung anliegt. Das Werkzeug rotiert mit einer Geschwindigkeit von 5000... 10000min"1 und wird gegnn die zu entgratenden Kanten gedrückt. Bei abreißendem Kontakt zwischen Werkzeug und Gratkanten schmilzt der entsprechende Lichtbogen Gratteile ab, die vom rotierenden Werkzeug weggeschleudert werden.
Informationsquelle: DD 243817
Das Entgraten mittels Bohrmaschine ist auf Grund des großen Zeitaufwandes, insbesondere dann, wenn es sich um großflächige Teile mit einer großen Anzahl von Löchern kleinen Durchmessers handelt, nicht zu vertreten.
Das Verfahren gemäß DD 243817 bedarf eines speziellen Werkzeuges sowie einer Einrichtung zur Erzeugung der erforderlichen Niederspannung. Darüber hinaus ist auch der Zeitaufwand für das Entgraten einer großen Anzahl Löcher erheblich.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, mit Hilfe dessen die Bohrungen eines Siebkörpers ohne wesentlichen zusätzlichen Zeitaufwand und ohne zusätzliche Kosten für spezielle Einrichtungen entgratet werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Entgraten der Löcher von Siebkörpern zu entwickeln, das keinen wesentlichen Zeitaufwand und keine speziellen Einrichtungen wie Werkzeuge und dgl. erfordert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Löcher des perforierten Körpers vor der spanenden Bearbeitung mit einerspachtelfähigen, aushärtbaren Masse gefüllt werden, wobei der Eindringwiderstand der Masse in den Löchern so groß sein muß, daß sich kein Grad in die Masse eindrückt, sondern der perforierte Körper mit den ausgefüllten Löchern als quasiisot'op angesehen werden kenn.
Nach der spanenden Bearbeitung wird die Masse aus den Löchern entfernt. Das Entfernen der Masse kann auf mechanische Weise, z. B. durch Anwendung von Druckwasser, oder chemisch geschehen. Vorzugsweise wird als aushärtbare Masse Gips verwendet.
solches ohnehin zur Verfügung steht, z. B. wenn eine Naßputzerei für Gußerzeugnisse vorhanden ist.
einseitig mit einpm aushärtbaren, zäh-elastischen Material derart beschichtet wird, daß seine Löcher mit dieser Masse ausgefülltwerden, wobei der Eindringwiderstand der Masse in den Löchern wiederum so groß ist, daß Grat nicht eindringen kann.
dieser Masse verbleibt.
wird, da zv/ischen der Schicht und dem Material in den Löchern eine innige Verbindung besteht.
auf die perforierte Mantelfläche des Siebzylinders aufgetragen und unmittelbar anschließend mit einem Spachtel innen undaußen glattgezogen, so daß nur die Bohrungen mit Gips ausgefüllt sind. Wichtig ist dabei, daß das Ausfüllen der Bohrungen ineinem Zug geschieht, um eine gleichmäßig aushärtende Füllung der Bohrungen zu gewährleisten. Ein nachträgliches Spachtelnvon Fehlstellen ist deshalb zu vermeiden.
unter Verwendung eines geeigneten Inhibitors (z. B. Litsolvent EB flüssig in einer Konzentration von 5 bis 7 l/m3 Säure) aus den
und innen auf die Mantelfläche aufgetragen und in die Bohrungen eingebracht. Anschließend wird die Außenbeschichtung miteinem Glasfasergewebe mit einer Masse von <400g/m2 einschichtig verstärkt und mit weiterer Vergußmasse eine Schichtdickevon etwa 3mm realisiert.
on einer nicht gelochten Zone aufgeschnitten und mit der Vergußmasse in den Bohrungen abgezogen wird.
durch Schleudergießen in horizontaler Lage auf einer Drehmaschine eine PUR-Vergußmasse (z. B. SYSpur V8409) aufgebracht.
Claims (8)
1. Verfahren zum Entgraten von perforierten Teilen, insbesondere Siebblechen, die gerade oder zu Zylindern,gerundet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher des perforierten Teiles vor der spanenden Bearbeitung mit einer spachtelfähigen aushärtbaren, nach der spanenden Bearbeitung leicht entfernbaren Masse gefüllt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als spachtelfähige, aushärtbare Masse Gips verwendet wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen der Masse durch Beaufschlagung mit Druckwasser erfolgt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen der Masse durch Beaufschlagung mit temperierter Salzsäure erfolgt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1,2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Inhibitor verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als aushärtbare, spachtelfähige Masse Polyurethanvergußmasse verwendet wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen der Masse durch Abziehen der einseitigen Schicht erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Reißfestigkeit der Schicht Gewebeeinlagen verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32768889A DD282410A5 (de) | 1989-04-17 | 1989-04-17 | Verfahren zum entgraten von perforierten teilen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD32768889A DD282410A5 (de) | 1989-04-17 | 1989-04-17 | Verfahren zum entgraten von perforierten teilen |
Publications (1)
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|---|---|
| DD282410A5 true DD282410A5 (de) | 1990-09-12 |
Family
ID=5608511
Family Applications (1)
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| DD32768889A DD282410A5 (de) | 1989-04-17 | 1989-04-17 | Verfahren zum entgraten von perforierten teilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD282410A5 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4033233A1 (de) * | 1990-10-19 | 1992-04-23 | Kernforschungsz Karlsruhe | Verfahren zur herstellung eines mikrostrukturkoerpers, insbesondere eines mikrostrukturierten abformwerkzeugs |
| DE4200629C1 (en) * | 1992-01-13 | 1992-12-24 | Wendt Gmbh, 4005 Meerbusch, De | Machine for deburring workpiece - has workpiece mounted in holder with cut-out shaped to match workpiece |
| DE4135676C1 (de) * | 1991-10-30 | 1993-03-18 | Kernforschungszentrum Karlsruhe Gmbh, 7500 Karlsruhe, De |
-
1989
- 1989-04-17 DD DD32768889A patent/DD282410A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
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| DE4200629C1 (en) * | 1992-01-13 | 1992-12-24 | Wendt Gmbh, 4005 Meerbusch, De | Machine for deburring workpiece - has workpiece mounted in holder with cut-out shaped to match workpiece |
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