DD283085A5 - Doppeltwirkende presse zum ziehen von blechteilen - Google Patents

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DD283085A5
DD283085A5 DD32086588A DD32086588A DD283085A5 DD 283085 A5 DD283085 A5 DD 283085A5 DD 32086588 A DD32086588 A DD 32086588A DD 32086588 A DD32086588 A DD 32086588A DD 283085 A5 DD283085 A5 DD 283085A5
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piston
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Oswald Ostrowski
Volker Thoms
Bernd Fugger
Werner Hezel
Thomas Hunyar
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Daimler-Benz Ag,De
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    • B21D24/10Devices controlling or operating blank holders independently, or in conjunction with dies
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine doppeltwirkende Presse zum Ziehen von Blechteilen, mit einem hubantreibbaren Blechhalterstoeszel und mit einem gesonderten, ebenfalls hubantreibbaren Ziehstoeszel. Um die Blechhalterkraft reproduziergenau und traegheitsarm bereichsweise individuell einstellen und auf dem voreingestellten Wert halten zu koennen, wird fuer jedes Pleuel des Blechhalters gesondert jeweils eine servohydraulische Blechhalterkraftregelung vorgesehen. Jedem Blechhalterpleuel ist eine Kolben/Zylinder-Einheit zugeordnet, die die Blechhalterkraft bestimmt. UEber einen daran angeschlossenen Druckgeber oder ueber einen blechhalterintegrierten Kraftgeber kann die auf den zugehoerigen Bereich des Blechhalters entfallende Kraft gemessen werden. UEber eine aus Regler und elektrohydraulisch vorsteuerbarem Proportionalventil gebildete Regelstrecke kann jeweils der kraftbestimmende Druckraum der Kolben/Zylinder-Einheit individuell auf den erforderlichen Druck eingeregelt werden. Diese Regelstrecke arbeitet traegheitsarm und weitgehend hysteresefrei, so dasz auch waehrend eines Preszzyklus der Sollwert fuer die Blechhalterkraft nach einem sich wiederholenden Funktionsablauf geaendert werden kann. Beispielsweise kann die geregelte Blechhalterkraft waehrend des Ziehvorganges individuell erhoeht oder auch abgesenkt werden. Fig. 8{doppeltwirkende Presse; Ziehen; Blechteile; hubantreibbarer Blechhalterstoeszel; hubantreibbarer Ziehstoeszel; Blechhalterkraft; Pleuel; servohydraulische Blechhaltekraftregelung; Kolben/Zylinder-Einheit; Druckgeber; Preszzyklus}

Description

ZfSOfS
Doppeltwirkende Presse zum Ziehen von Blechteilen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine doppeltwirkende Presse zum Ziehen von Blechteilen» wie sie in der industriellen Fertigungspraxis gebräuchlich ist»
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Gelenke zwischen dem Blechhalter- und dem Ziehstößel einerseits und den jeweils zugehörigen Pleueln sind höhenverstellbar gegenüber den entsprechenden Stößeln ausgebildet und demgemäß beweglich gegenüber den Stößeln geführt) außerdem ist zumindest bei den Blechhalterstößeln zwischen dem Pleuellager und dem Stößel eine mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagte Kolben/Zylinder-Einheit im Kraftfluß zwischengeschaltet) der kraftbestimmende Oruckraum dieser Kolben/ Zylinder-Einheit wird unter einen voreinstellbaren konstanten Druck gesetzt· Und zwar wird über einen als Druckübersetzer wirkeamen Stufenkolben mit sehr großem Flächenyerhältnie zwischen kleiner und großer Kolbenfläche ein relativ niedriger, steuerbarer Pneumatikdruck in einen entsprechend proportional übersetzten Flüssigkeitsdruck umgewandelt· Mittelbar ist also Auch der kraftbestimmende Druckraum der Kolben/Zylinder-Einheit pneumatisch gesteuert· Die Hydraulik dient lediglich passiv als Druckübertragungsmedium; eine Druckeinstellung erfolgt pneumatisch auf dem Niederdruckniveau· Der Zweck der zwischengeschalteten kurzhubigen Kolben/Zylinder-Einheit besteht darin, die übertragbare Kraft auf einen voreinstellbaren Wert zu beschränken) bei Überschreitung dee voreingestellten Druck- bzw« Kraftwertes kommt es zu einem
Ausweichen dee Stufenkolbens auf der Niederdruckseite, wodurch ein Abschalten der Maschine ausgelöst wird«
Bekanntermaßen werden mit den gattungsgemäß zugrundegelegten Pressen im zeitlichen Wechsel unterschiedliche Blechteile hergestellt· Beim Umrüsten der Presse von einem ersten Blechpreßteil auf ein anderes Werkstück muß nicht nur das Preßwerkzeug ausgewechselt werden« sondern es müssen auch die Einstelldaten an der Presse auf das neue Werkzeug bzw« das neue Werkstück umgestellt werden« Dieses Umstellen der Produktionsdaten der Presse ist wesentlich zeitraubender und kostenintensiver ale das eigentliche Wechseln des Werkzeuges« Es müssen sehr viele Probeabmessungen gemacht werden, bevor die Presse das neue Werkstück io Dauerlauf mit hoher Qualität und gleichbleibender Genauigkeit abpreßt« Selbst wenn sämtliche Einstelldaten für ein bestimmtes Werkstück bzw,* Werkzeug genau aus einer früheren Produktionsphase sorgfältig notiert und dem· entsprechend für den neuen Produktionsablauf eingestellt werden» sind zahlreiche, zeitraubende und kostspielige Probeab-
messungen unvermeidlich« Hierzu mögen unterschiedliche Einflüsse beitragenB die jedoch noch nicht genau geklärt und in
ihrer Tragweite isoliert werden konnteo«
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist esr die Gebrauchswerteigenschaften von doppeltwirkenden Pressen der gattungsgemäßen Art auf kostengünstige Weise zu erhöhen«
Darlegung des Wesens der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es» eine doppeltwirkende Presse zum
Ziehen von Blechteilen dahingehend auszugestalten* daß sie nach einem Umrüsten auf ein geändertes Blechteil bzw· auf ein entsprechendes Werkzeug gezielter und rascher reproduzierbar auf die geänderten Produktionebedingungen einstellbar ist«. Insbesondere soll eine solche Umstellung bei wesentlich weniger Probeabpreseungen möglich sein als bisher«
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst* daß an den die Bbchhalterkraf t bestimmenden Druckraum jeder Kolben/Zylinder-Einheit ein Druckgeber oder jedem zu einem Pleuel gehörigen Bereich dee Blechhalters ein die auf diesen Bereich des Blechhaltere entfallenden Anteil der Blechhalterkraft jeweils erfassender Kraftgeber zugeordnet ist·» die jeweils ein dem Druck- bzw· Kraftwert entsprechendes elektrisches Signal erzeugen« daß für jeden Druckgeber bzw· Kraftgeber ein ein gleichartiges Signal abgebender Sollwertgeber zugeordnet ist-, daß farner jedem Druckgeber bzw« Kraftgeber einlaufend das jeweils momentane Istsignal und das zugehörige Solleignal vergleichender Regler zugeordnet ist* der jeweils über ein Proportionalventil und mittels einer Druckquelle nach Maßgabe der Soll/Ist-Abweichung den Druck in der Kolben/Zylinder-Einheit im Sinne einer umgehenden Rückkehr auf den Sollwert erhöht, erniedrigt bzw« konstant hält« Dank der unmittelbaren eervohydraulischen Regelung des kraftbestimmenden Arbeitsraumdruckes in der zwischengeschalteten Kolben/Zylinder-Einheit eines jeden Blechhalter-Pleuele kann mit hoher Reproduziergenauigkeit« hyetereeefrei und trägheitslos die jeweils geforderte Blechhalterkraft exakt eingeregelt werden« Die servohydraulieche Etechhalterkraftregelung ist eo exakt, eo genau reproduzierbar und so trägheitsarm» daß sogar innerhalb eines Preßzyklus der Sollwert
nach einem voreinstellbaren Programm hubabhängig oder kurbolwinkelabhängig verändert werden kann« Die Blechhalterkraft kann
ZiJ O /S
wahlweise während dee Preßvorgangee zeitlich gezielt und reproduziergenau gesteigert oder auch abgesenkt werden. Dies hängt im Einzelfall vom jeweils abzupressenden Werkstück ab und muß fallweise probiert werden*
Vorteilhaft ist es* wann der Sollwert für joden einzelnen Regler während eines jeden Pressenzyklus jeweils nach einem eich wiederholenden Muster hubabhängig oder kurbelwinkelabhängig veränderbar ist. Weiterhin iet vorteilhaft« wenn der Kraftgeber in Form von auf tragende Wandungepartien dee Blechhalters applizierte Dehnmeßstreifen auegebildet ist· Ebenso ist vorteilhaft, wenn an der Stelle dee Drehmeßstreifens die Wandung bei geringer Kerbwirkung örtlich gezielt in der Tragfähigkeit geschwächt ist· Vorteilhaft ist ebenso, wenn in der Wandung ein Paar von horizontal nebeneinander liegenden Bohrungen angebracht ist, die zwischen sich einen vertikal stehenden, bikonkaven Steg einschließen; an dessen dünnster Stelle der oder die Dehnmeßstreifen angebracht ist bzw« sind· Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn in der Wandung wenigstens einseitig eine napfförmige Vertiefung eingearbeitet ist» an deren glatten? flachen "Boden" der oder die Dehnmeßstreifen angebracht ist bzw« sind«
Ausführungsbeispiel
Die erfindungsgemäße Lösung soll nachfolgend in mehreren Ausfühn.ingsbeiepielen anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden· Es zeigen;
Fig· It eine schematische Schnittdarstellung einer doppeltwirkenden Presse zum Ziehen von Blechteilen ι
Fig« 2: eine vergrößerte Einzeldarstellung eines Schnittes
durch die Kolben-Zylinder-Einheit des höhenverstellbaren Pleuellagers am Blechhalterstößel der Presse nach Fig. 1;
Fig· 3: einen Horizontalschnitt durch das Oberwerkzeug entlang der Schnittlinie III - III;
Fig, 4 Querschnitt (Fig. 4) und Ansicht (Fig» 5) durch eine und 5: tragende Wandungspartie des Blechhalters im Bereich eines Kraftgebers;
Fig« 6: die Außenansicht auf eine tragende Wandungspartie
des Blechhalters im Bereich einer modifizierten Ausbildung eines Kraftgebers;
Fig, 7: das Hydraulikschema für eine servohydraulische Blechhalterkraft regelung unter Verwendung von blechhalterintegrierten Kraftgebern und
Fig. 8: ein modifiziertes Hydraulikschema unter Verwendung von Druckgebern«
Die in Fig« 1 schematisch im Vertikalschnitt dargestellte doppeltwirkende Presse weist einen Pressenständer 2 und einen Pressentisch IO auf * auf welchem das Unterwerkzeug 9 für das zu pressende Blechteil 1 befestigt ist« Im Pressenständer 2 i3t ein Blechhalterstößel 4 vertikal geführt« der über symmetrisch angeordnete Pleuel 6 bzw« 6' hubanireibbar ist· Innerhalb des Blechhalters ist der eigentliche Ziehstößel 3 angeordnet^ der relativ zu ihm hubbeweglich geführt ist und über mehrere ebenfalls symmetrisch angeordnete Pleuel 5 gesondert
ZiSO/S
hubc.itreibbar ist· An dem Blechhalterstößel 4 ist der Blechhalter 7 dee Oberwerkzeuges* und an dem Ziehstößel 3 ist der Ziehetempel 8 des Oberwerkzeuges befestigt« Beim Niedergehen
des Oberwerkzeugee setzt zunächst der Blechhalter auf die noch ungepreßte auf dem Unterwerkzeug 9 aufliegende Platine mit definierter Kraft auf; erst wenn der Rand der Platine mit definierter Kraft eingespannt ist« gelangt der Ziehetempel 8 mit dem Blechteil 1 in Berührung und preßt dieses unter definierte^ Herausgleiten des Blechrandes aus der Randeinspannung in das Gesenk« Hierbei kommt dem Ausmaß der Blechhalterkraft besondere Bedeutung zu; werkstückindividuell muß fallweise die Blechhalterkraft optimiert und möglichst genau über alle Abpreßzyklen hinweg auf dem gefundenen Wert gehalten werden« Mit diesem Aspekt befaßt sich die vorliegende Erfindung in besonderer Weise» worauf weiter unten noch näher eingegangen wird«
Beim Durchgang des Blechhalterstößelo 4 als auch des Zieh-Stößels 3 durch die untere Totpunktlage muß diese mit der Gesamthöhe aus Unterwerkzeug 9 und Oberwerkzeug übereinstimmen. Nachdem diese Gesamthöhe unterschiedlich ausfallen kann, ist eine Höhenanpassung individuell für den Blechhalterstößel 4 und für den Ziehstößel 3 vorgesehen« Beim gezeigten Ausführungsbeispiel iet dieses vereinfacht dargestellt in Form eines das Pleuellager tragenden«, in dem jeweiligen Stößel vertikalbeweglich gelagerten Pleuellageretiefeis 12; üblicherweise ist dieser Pleuellagerstiefel nicht im Stößel, sondern
in einer preesenfeeten Vertikalführung nach Art eines Kreuzkopfes gelagert bzw« geführt« In jedem Fall iet innerhalb dee Pleuellageretiefels 12 eine Verstellspindel 13 angeordnet« die mit einem am unteren Ende des Pleuellagerstiefels angebrachten Muttergewinde in Eingriff steht« Die Verstellspindel ihrerseits kann über ein die Verstellepindel 13 verdrehfeet
- 9 - zn on
umgebendes Schneckenrad 28 verdreht werden, wodurch eine Veränderung der Höhenlage des Stößels gegenüber dem Pleuellager zustande kommt« Das Schneckenrad 28 seinerseits kann mittels eines nicht dargestellten Schneckentriebes und eines entsprechenden motorischen Antriebes definiert verdreht werden« Am unteren Ende der Verstellspindel 13 ist die bereits oben erwähnte Kolben/Zylinder-Einheit 11 angebracht« die zwischen dem entsprechenden Kolben und dem ihn umgebenden Zylinder einen Druckraum 14 einschließt» der mit einem entsprechenden Fluidanschluß versehen ist. Entsprechend der räumlichen Erstreckung des Blechhalters 7 und des Blechhalterstößels 4 sind insgesamt vier Pleuel - es sind lediglich zwei, Pleuel 6 bzw· 6' dargestellt - und vier Pleuellager für den Blechhalterstößel 4 vorgesehen» die unterschiedlichen Umfangebereichen» den Bereichen 17; 17"; 17"; 17"' des Blechhalters zugeordnet sind« Jedem dieser Umfangebe reiche ist demzufolge eine andere Kolben/Zylinder-Einheit llj II1; 11"; II"1 zugeordnet· Es ist durchaus sinnvoll, die Randeinspannung des zu pressenden Bleches nicht am gesamten Umfang konstant zu halten» sondern bereichsweise auch geringere Blechhalterkräfte einzustellen; dies hängt individuell von dem jeweiligen Werkstück bzw« den dazu konstruierten Werkzeug ab· Auch solches muß individuell erprobt werden. Nachdem dies jedoch einmal ermittelt ist» können die entsprechenden Fertigungsparameter dank der Erfindung für später zu fertigende Losgrößen schnell wieder bei exakter Reproduzierbarkeit eingestellt werden·
Um die Blechhalterkraft für jeden Blechhalterbereich» die Bereiche 17; 17'; 17" und 17"' exakt* hysteresefrei und trägheitsfrei regeln zu können» ist zunächst einmal bei dem in den Fig· 1 bis 5 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel jedem Niederhalterbereich, den Bereichen 17; Π\\ 17"; und 17"' je-
- ίο -
wells mindestens ein gesonderter, blechhalterintegrierter Kraftgeber 15; 15*; 15" und 15"' zugeordnet. Und zwar sind die Kraftgeber durch Dehnmeßstreifen 36 gebildet, die auf die Oberfläche von durch die Blechhalterkraft belastet« Wandungepartien des Blechhalters 7 aufgeklebt sind. Wie in Fig. 5 und 7 dargestellt ist, können integrierte Dehnmeßstreifen mit vier Dehnungswiderständen aufgebracht werden, bei denen die einzelnen Dehnungswiderstände zu einer Wheatstone'echen Brücke zusammengefaßt sind; hierbei muß jedoch darauf geachtet werden, daß die einzelnen Brückenzweige der Wheatetone'sehen Brücke entweder parallel oder quer zur Kraftflußrichtung 37 liegen. Bei dem in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind an der tragenden Wandung 35 beidseitig gejenüberliegend jeweils napfförmige Vertiefungen 34 eingearbeitet, an deren glatten, flachen "Boden" die Dehnmeßstreifen 36 angebracht sind. Die Vertiefung 34hat zum einen den Zweck, die empfindlichen Dehnmeßstreifen aus dem Bereich der äußeren Oberfläche der Wandung 35 herauszurücken und sie geschützt und versenkt anbringen zu können. Zum anderen soll durch die Vertiefung die Wandung 35 bei geringer Kerbwirkung örtlich gezielt in der Tragfähigkeit geschwächt werden, so daß der verbleibende scheibenförmige Mittelsteg eine Art Druckfeder darstellt, die durch die Blect lalterkraft definiert verformt wird. Eine andere Möglichkeit einer örtlich gezielten Schwächung der Wandung 35, die nur geringe Kerbwirkung zeigt, let in Fig. 6 dargestellt: dort sind horizontal nebeneinander zwei Bohrungen 32 angebracht, die zwischen sich einen vertikal·, also in Kraftflußrichtung 37 stehenden bikonkaven Steg 33 einschließen« Dieser Steg 33 dient ebenfalls als eine Art Druckfeder, die durch die Blechhalterkraft belastbar ist und deren Oeformation durch die an der dünnsten Stelle des Steges angebrachten Dehnmeßstreifen 36 als Maß für die Belastung ermittelbar ist· An sich wäre es denkbar« einen gesonderten Kraftgeber un-ter Preßsitz in eine Einzelbo" /ung nach
- Ii - ItSOfS
Art der Bohrung 32 einzuschieben« Demgegenüber haben jedoch die aus dem vollen der Wandung 35 herausgearbeiteten und mit Dehnmeßstreifen bestückten Schwachstellen den Vorteil,, daß keine Fügestellen innerhalb des Kraftflusses vorhanden sind, die eine Hystereseerscheinung bei der Kraftmessung verursachen würden. Die aus dem vollen der Wandung 35 herausgearbeiteten Kraftgeber arbeiter also vollkommen hysteresefrei1, was für den vorliegenden Anwendungsfall wichtig ist·
Nachfolgend soll anhand des Hydraulikschemas nach Fig. 7 die servohydraulische Blechhalterkraft regelung beschrieben werden· Oben in der Darstellung sind die vier den unterschiedlichen Bereichen des Blechhalterumfanges zugeordneten Kolben/ Zylinder-Einheiten 11; 11'; 11" und 11"· dargestellt mit den
verschiedenen Druckräumen 14t 14'; 14" und 14"'. Auch die vier verschiedenen bereits erwähnten Kraftgeber 15; 15'; 15" und 15"' sind dort gezeigt; sie wenden gemeinsam aus einer einheitlichen Batterie 38 gespeist und liegen diesbezüglich untereinander parallel. Die Meßabgriffe der jeweils eine Wheatstone'sche Brücke darstellenden Dehnungswiderstände eines Kraftgebers sind für jeden Kraftgeber gesondert herausgeführt· Jeder einzelnen Kolben/Zylinder-Einheit 11; 11,'; 11" und 11".' und jedem zugehörigen Kraftgeber 15; 15'; 151 und 15"' ist jeweils ein Regler 19; 19'; 19" und 19"' zugeordnet* auf dessen Eingang der Meßabgriff der Kraftgeber 15 geschaltet ist· Oedem der erwähnten vier Regler 19 ist jeweils ein Sollwertgeber 18; 18'; 18" und 18"' zugeordnet» dessen Ausgang ebenfalls auf den Reglereingang geschaltet ist· Der Kraftgeber und der Sollwertgeber geben beide ein gleichartiges und vergleichbares elektrisches Signal ab« Der Regler 19 vergleicht das Sollsignal mit dem Istsignal und gibt an seinem Ausgang nach Maßgabe der Differenz zwischen beiden ein entsprechendes
Signal ab, mit dem ein Regeleingriff vorgenommen werden kann» der eine etwaige festgestellte Soll/Ist-Abweichung wieder beseitigt· Zu diesem Zweck sind für jede der vier Regelstrecken Proportionalventile 20; 20'; 20" und 20" vorgesehen« Die Proportionalventile können zunächst von dem Regler elektrisch vorgesteuert werden über ein elektrohydraulisches Voreteuerventil. Hydraulisch wdJtf das elektrohydraulisch^ Vorsteuerventil aus einer Steuerölpumpe 21 versorgt» die aus einem gesonderten Steuerölsumpf 24 ansaugt; mit Rücksicht auf die Empfindlichkeit der elektrohydraulischen Vorsteuerventile ist dieser Kreislauf besonders sauber gehalten, was durch das Filter 23 angedeutet ist. Oe nach Größe des Regelsignales wird das elektrohydraulische Vorsteuerventil mehr oder weniger stark geöffnet und entsprechend dieeer elektrohydraulischen Verstärkung auch das Proportionalventil 20 wehr oder weniger stark geöffnet. Mit den Proportionalventilen 20; 20·; 20" und 20"· kann Arbeiteöl in die kraftbestimmenden Druckräume 14; 14'; 14" bzw. 14"' aus einer Oruckquelle hineingedrückt oder zu einem Dlsumpf entlastet werden** oder es kann der betreffende Oruckraum auch geschlossen gehalten werden. Die erwähnte Druckquelle ist gebildet durch einen Druckspetbher 25 und durch eine Arbeitsölpümpe* die Arbeitspumpe 22, die Jen entsprechenden druckspeicher ständig geladen hält. Es können also alle vier Druckräume 14; 14'; 14" und 14"' derart druckgesteuert werden, daß die am Kraftgeber 15; 15'; 15" bzw· 15"' ermittelte Blechhalterkraft auf dem vorgegebenen Sollwert gehalten wird· Sinkt die Blechhalterkraft bereichsweise unter den jeweils vorgegebenen Sollwert ab, wird das Proportionalventil in Richtung zur Druckquelle geöffnet und der Druck im zugehörigen Druckraum 14 erhöht. Steigt hingegen störungsbedingt die Blechhalterkraft bereichsweise üba·* den vorgegebenen Sollwert hinaus an, so öffnet das Proportionalventil in Richtung zum Arbeitsölsumpf hin, so daß der Druck im kraftbestimmenden Druckraum 14 redu-
ziert wird· Wird bei einem solchen Regeleingriff .die vorgegebene Blechhalterkraft wieder erreicht, so kehrt das zugehörige Proportionalventil in die dargestellte mittlere Sperrstellung zurück; der dann vorliegende Druck im kraftbestimmenden Druckraum 14 bleibt erhalten· Diese Vorgänge laufen dank der relativ kleinen zu fördernden Steuer- und Arbeitsölmengen sohr rasch ab· Die Regelstrecke ist nur sehr kurz und arbeitet weltgehend hysteresefrei, so daß die Regelvorgänge auch reproduziergenau ablaufen· Um die einzelnen Blechhalterbereiche, die Bereiche 17; 17* j 17" und 17"' vor Überlastung zu schützen,, ist jcTder einzelne servohydraulische Regelkreis mit einem Oberdruckventil 26; 26'; 26H bzw· 26"' versehen. Bei Drucküberschreitung in der Arbeitsleitung bzw· im zugehörigen Druckraum 14; 14'; 14" und 14"' über einen voreinstellbaren Maximalwert fließt am Oberdruckventil 26 Arbeitsöl ab· Mit diesem unter hohem Druck stehenden abfließenden Arbeitsöl kann ein für alle vier Oberdruckventile gemeinsamer Notaueschalter 27
betätigt werden, der die Presse stillsetzt.
Das in Fig. 8 dargestellte Ausführungsbeispiel des Hydraulik-Schemas unterscheidet sich von dem nach Fig· 7 dadurch, daß anstelle von blechhalterintügrierten Kraftgebern dort jedem einzelnen kraftbestimmenden Druckraum 14; 14'; 14" bzw« 14"' jeweils ein gesonderter Druckgeber 16; 16'; 16" bzw« 16"' zugeordnet ist· Dieser wandelt das Drucksignal in ein entsprechendes elektrisches Signal um, welches auf den Eingang des zugehörigen Reglers 19; 19'; 19" bzw* 19"' geschaltet ist· Im übrigen ist die Wirkungsweise des Hydraulikschefmas nach Fig· 8 ganz analog zu der Wirkungsweise des Schemas nach Fig« mit dem Unterschied, daß hier nicht unmittelbar die Blechhalterkraft eines bestimmten Blechhalterbereichea, der Bereiche 17; 17'; 17" und 17"', sondern der Druck in dem kraftbestimmen-
den Druckraum 14; 14*j 14" und 14"* auf einen voreingebbaren Sollwert eingeregelt wird«
Ale weitere Abwandlung ist in Fig. 8 auch noch die Möglichkeit einer kurbelwinkel-abhängigen Veränderung des Sollwertes angedeutet« An der stilisiert angedeuteten Kurbelwelle 29 der Presse ist ein Winkelgeber 30 rngekoppelt» dar ein der momentanen Drohstellung der Kurbelwelle 29 entsprechendes elektrisches Signal abgibt« Dieses ist auf vier verschiedene Funktionsgeber 31; 31*) 31" bzw. 31M> geschaltet. Diese Funktionsgeber sind derart ausgebildet», daß in Abhängigkeit von den Kurbelwinkeln ein unterschiedlicher Funktionewert ausgegeben werden kann» mit dem der zugehörige Sollwertgeber 18; 18V; 18" bzw« 18"' verändert werden kann« Dank des raschen Aneprechens der Regelstrecke kann diese auch einer während des Hubes veränderten Sollwerteinstellung relativ rasch folgen« Beispielsweise können in den einzelnen Blechhaltebereichen» den Bereichen 17;17* ; 17" und 17"* die Blechhalterkräfte etufenweiee innerhalb eines Preßzyklus angehoben oder auch abgesenkt werden« je nach Bedarf« Die einzelnen Funktionsgeber 31; 31'; 31" und 31"' können - nachdem sie individuell für ein bestimmtes Werkstück optimiert worden sind - herausgenommen
und gegen andere Funktionsgeber, die für ein anderes Werkstück optimiert wurden» ausgetauscht werden« Dieser Austausch der Funktionsgeber kann durch Umschaltung an einer Steuerzentrale bewirkt werden» wo sämtliche für unterschiedliche Werkstücke optimierte Funktionsgeber gruppenweise eingebaut und in Bereitschaft gehalten werden«

Claims (6)

Berlin» den 19.1*1989 AP B 21 D/320 865-1 71 288/25/39 Patentansprüche
1. Doppeltwirkende Presse zum Ziehen von Blechteilen, mit einem im Preseenständer geführten» über symmetrisch angeordnete Pleuel hubangetrieben, den Blechhalter des einen Werkzeuges tragenden Blechhalterstößel und mit einem innerhalb des Blechhalterstößels angeordneten« relativ zu ihm hubbeweglichen und gesondert hubangetrieben« den Ziehetempel des gleichen Werkzeuges tragenden Ziehstößel, ferner mit je einer im Kraftfluß zwischen jedem der Pleuel und dem Blechhalter angebrachten Kolben/Zylinder-Einheit, deren die übertragbare Kraft bestimmender Druckraum mit einen für jede Kolben-Zylinder-Einheit gesondert steuerbaren Flüssigkeitsdruck beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet» daß an den die Blechhalterkraft bestimmenden Druckraum (14; X4n 14" ι 14"*) jeder Kolben/Zylinder-Einheit (11; 11·; 11"; JLlV) ein Druckgeber (16; 16'; 16"; 16"*) oder jedem zu einem Pleuel (6; 6') gehörigen Bereich (17; 17·; 17"; 17"*) des Buchhalters (7) ein die auf diesen Bereich (17; 17'; 17"; 17"') des Blechhalters,(7) entfallenden Anteil der Blechhalterkraft jeweils erfassender Kraftgeber (15; 15'; 15"; 15"') zugeordnet ist, die jeweils ein dem Druck- bzw« Kraftwert entsprechendes elektrisches Signal erzeugen« daß für jeden Druckgeber (16; 16'; 16"; 16"') bzw. Kraftgeber (15; 15'; 15"; 15" \) ein ein gleichartiges Signal abgebender Sollwertgeber (18; 18'; 18"; 18"*) zugeordnet ist» daß ferner jedem Druckgeber (16; 16'; 16"; 16"') bzw. Kraftgeber (15; 15'; 15"; 15"') einlaufend das jeweils momentane Istsignal und das zugehörige Sollsignal vergleichender Regler (19; 19'; 19"; 19"') zugeordnet ist, der jeweils über ein Proportionalventil (20; 20'; 20"; 20"*) und mittels einer Druckquelle nach Maßgabe
ZfSOtS
der Soll/Ist-Abweichung den Druck in der Kolben-Blinder-Einheit (llj 11·j 11" j 11"') im Sinne einer umgeh^ndnn Rückkehr auf den Sollwert erhöht* erniedrigt bzw ..υη-stant hält.
2, Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet«, daß der Sollwert für jeden einzelnen Regler (19; 19'; 19"j 19"') während eines jeden Pressenzykius jeweils nach einem eich wiederholenden Mueter hubabhängig oder kurbelwinkelabhängig veränderbar ist.
3· Presse nach Anspruch 1 oder 2> dadurch gekennzeichnet,, daß der Kraftgeber (15j 15*j 15"» 15"') in Form von auf tragende Wandungepartien des Blechhalters (7) applizierte Dehnmeßstreifen (36) auegebildet ist·
4· Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet« daß an der Stelle des Dehnmeßstreifens (36) die Wandung (35) bei geringer Kerbwirkung örtlich gezielt in der Tragfähigkeit geschwächt ist.
5· Presse nach Anspruch 4« dadurch gekennzeichnet« daß in der Wandung (35) ein Paar von horizontal nebeneinander liegenden Bohrungen (32) angebracht ist» die zwischen sich einen vertikal stehenden» bikonkaven Steg (33) einschließen« an dessen dünnster Stelle der oder die Dehnmeßstreifen (36) angebracht ist bzw· sind«
6· Presse nach Anspruch 49 dadurch gekennzeichnet» daß in der Wandung (35) wenigstens einseitig eine napfförmige Vertiefung (34) eingearbeitet ist» an deren glatten« flachenMBödenn der oder die Dehnmeßstreifen (36) angebracht ist oder sind·
S Su'kt^ Icicle
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