DD283358A5 - Verfahren zum herstellen von verpackungsgut aufnehmenden blister-verpackungen und werkzeug zum siegeln von blister-verpackungen - Google Patents

Verfahren zum herstellen von verpackungsgut aufnehmenden blister-verpackungen und werkzeug zum siegeln von blister-verpackungen Download PDF

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Abstract

Beim Herstellen von Blisterpackungen vorbestimmter Form und definierten Volumens im kontinuierlichen Arbeitsgang unter Verwendung mindestens zweier von der Rolle abgezogener Folienbahnen unterschiedlichen Materials wie PVC und Aluminium als Verform- und Deckfolie wird, um ein Recycling-gerechtes Abfallprodukt zu erzeugen, das Siegeln der Deckfolienbahn auf die das Verpackungsgut tragende Verformfolienbahn auf den Bereich der Flaeche der abzuteilenden Verpackung begrenzt und nach dem Abtrennen der Packungen das Abfallmaterial von Verform- und Deckfolie separat zum Zwecke des Recyclings gesammelt. Dadurch wird ein individuelles Entsorgen und Recycling von Abfallmaterial unterschiedlicher Konsistenz ermoeglicht. Ein Werkzeug umfaszt ein Paar den Siegelvorgang durchfuehrender plattenfoermiger Werkzeugteile, von denen ein unteres Ausnehmungen zur Aufnahme der Blister der Verformfolie und ein oberes erwaermbares eine geriffelte Druckoberflaeche aufweist, wobei die mit der Deckfolie beim Siegeln in Beruehrung gelangende Wirkflaeche auf die Flaechengrenzen der abzuteilenden Blisterverpackung begrenzt ist. Fig. 2{Verblistern; Siegeln; Stanzen; Blisterpackungen; Folienverpackung; Aluminiumfolie; PVC-Verformfolie; Tiefziehen; Stanzwerkzeug; Siegelwerkzeug; Recycling; Entsorgung; Weichgelatinekapsel-Verpackung}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstelion von Verpackungsgut aufnehmenden Blister- oder ähnlich gearteten Verpackungen vorbestimmter Form und definierten Volumens im kontinuierlichen oder kontinuierlich getakteten Arbeitsgang unter Verwandung mindestens zweier vorzugsweise von der Rolle abgezogenen Folienbahnen unterschiedlichen Materials in Form von Verform- und Deckfolie, wobei eine Verformfolienbahn zur Erzeugung der das Verpackungsgut aufnehmenden Kavitäten ggf. nach Aufheizen/Erwärmen verformt sowie mit dem Verpackungsgut befüllt wird, eine Deckfolienbahn der verformten, das Verpackungsgut tragenden Verformfolienbahn zugeführt wird, beide Bahnen durch Siegeln miteinander verbunden werden, die Verpackungen von dem Folienbahnenstrang abgeteilt werden und das verbleibende Folienabfallmaterial gesammelt wird sowie weiterhin ein Werkzeug zum Siegeln von Blister-Verpackungen, die eine tiefgezogene, das Verpackungsgut tragende Vörformfoliesowieeinedamit durch Siegeln unter Wärme und Druck verbundene Deckfolie umfassen, mit einem Paar platten- oder walzenförmiger Werkzeugteile, die durch Relativbewegung zueinander die Packung bildenden Folien zwischen sich aufnehmen und den Siegelvorgang durchführen und von denen ein erstes, vorzugsweise unteres Werkzeugteil mindestens eine Ausnehmung zur Aufnahme mindestens eines das Verpackungsgut tragenden tiefgezogenen Nestes der Verformfolie aufweist und gekühlt ist, während ein zweites, vorzugsweise oberes Werkzeugteil eine geriffelte Oberfläche für die Druckausübung hat und erwärmbar ist.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Art der Herstellung von Blister-Verpackungen hat in zunehmendem Maße für Arzneimittel in Tabletten- oder Kapselform Eingang in die Praxis gefunden; so trifft man heute kaum mehr in Röhrchen verpackte Tabletten an. Das Blistern wird aber auch für Gegenstände anderer, teilweise recht unterschiedlicher Bereiche verwendet, so z. B. im Haushalts-, Lebensmittel- und Süßwaren·, Geschäfts- und Büro-, Do-it-yourself-Bereich usw. Man findet heute allenthalben geblisterte Tuben, Fläschchen, Werkzeuge, Werkstücke wie Nägel, Heftzwecken, Klammern, Gewürzgefäße usw. Alle diese Angaben sind rein beispielhaft zu sehen, da die Entwicklung eher auf eine Ausweitung der Einsatzbereiche denn auf eine Beschränkung schließen läßt. Angesichts der zunehmenden Verknappung der Rohstoffe und Energiequellen und der Bestrebungen, gerade Verpackungsmaterialien wieder zu verwenden, ist es bekanntgeworden (DE-OS 3110254), die beim Herstellen von Blister-Verpackungen insbesondere in der Pharmaindustrie als Fehlchargen in großen Mengen anfallenden Abfälle dem Recycling zuzuführen. Infolge der Trennungsprobleme der üblichen Aluminium-PVC-Materialkombination bzw. zur Vermeidung dieser Probleme wird diese Materiaikombination, also PVC und Aluminium gemeinsam, einer Zerkleinerungsmaschine zugeführt und granuliert, und das erhaltene Alu-PVC-Granulat wird mit Kunststoffzusätzen, speziell Kunststoff-Rohgranulaten, zu neuen Kunststoffprodukten verarbeitet, vor allem im Preß-, Spritzguß- oder Extrudierverfahren. Das so erhaltene Material, das eine Entsorgung der Abfälle überflüssig mfacht, soll im Kunststofformenbau für PU- Schäumformen, als Füllmaterial bei Klebstoffen und Vergußmassen in der Bauindustrie und als Zumischprodukt bei der Herstellung von Spanplatten verwendet werden. Es handelt sich damit sämtlich um die Verwendung eines Mischmaterials für Massenteile, bei denen es nicht auf die Qualität des Ausgangsstoffes ankommt, sondern eben Füll- und Zusatzstoffe minderer Qualität ohne für das Endprodukt abträgliche Wirkung einsetzbar sind. Damit wird aber gerade nicht der Hochwertigkeit und dem Preis der Basisstoffe Aluminium und Kunststoff wie PVC Rechnung getragen. Vielmehr ergeben sich erkennbar Schwierigkeiten dadurch, daß bei aus unterschiedlichem Material bestehenden Folienbahnen, die im Falle der Verblisterung von Arzneimitteln in der Regel PVC als Material für die-Verformfolie und Aluminium als Abdeckfolie aufweisen -obwohl in vielen anderen Bereichen z. B- auch andere Kunststoffe als Verformfolien und Papiermaterialien als Abdeckfolie Verwendung finden - und ganzflächig durch Siegeln oder sonstiges Kleben miteinander verbunden sind, diese Materialien somit gemeinsam, d. h. im Verbund anfallen. Das hat dazu geführt, daß bisher die am Ende eines Herstellungsvorganges von Blisterpackungen in Mengen von 10 bis 20% der Verpackungsfolienbahnen anfallenden, miteinander verbundenen Abfallstreifen bzw. Stanzgitter nicht dem Recycling zugeführt, sondern im Gegensatz zu dem bekannten Recycling bei Fehlchargen-Abfällen in der Pharmaindustrie nach wie vor als nicht verwendbarer Abfall betrachtet werden und deshalb entsorgt werden müssen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen von Blister-Verpackungen und ein Werkzeug zum Siegeln von Blister-Verpackungen zur Anwendung zu bringen, die sehr gute ökonomische Parameter aufweisen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von Verpackungsgut aufnehmenden Blister-Verpackungen so zu gestalten, daß ein recyclinggerechtes Abfallerzeugnis anfällt, das die Wiedergewinnung der teuren Rohstoffe jeweils für sich und damit beträchtliche Kostenersparnisse an Material ermöglicht und ein Werkzeug zum Siegeln von Blister-Verpackungen zu entwickeln.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Siegeln auf den Bereich der Fläche der abzuteilenden Verpackung begrenzt und das Abfallmaterial von Vorform- und Deckfolie nach dem Abteilen der Verpackungen separat zum Zwecke des Recyclings gesammelt wird.
Um das Verpackungsgut möglichst schonend zu behandeln, was insbesondere bei wärme- und/oder druckempfindlichen Materialien wie z. B. Weichgelatinekapseln von Bedeutung ist, kann erfindungsgemäß die Abdeckfolie beim Siegeln ausschließlich in Berührungsbereichen mit der tiefgezogenen, das Verpackungsgut tragenden Verformfolie mit für das Versiegeln erforderlichem Druck und Wärme beaufschlagt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe weiterhin dadurch gelöst, daß bein; Werkzeug zum Siegeln der Blister-Verpackungen die Begrenzung wenigstens einer der mit einer der Packungsfolien beim Siegeln in Berührung gelangenden Wirkflächen der beiden Werkzeugteile den Flächengrenzen der Blister-Verpackung entspricht.
Ebenfalls erfindungsgemäß kann die Wirkfläche des Siegelwerkzeuges auf die Oberflächenabmessungen der Blister-Verpackung begrenzt sein, wenn es sich bei letzterem um solche mit ebenen Druckfolien handelt. Weiterhin erfindungsgemäß kann die Wirkfläche des zweiten, oberen Werkzeugteils gegenüber don übrigen Oberflächenabschnitten desselben erhaben sein. Im Zuge der Nachrüstung kann man dieses leicht bei vorhandenen Werkzeugteüen vorsehen, indem die bei den bisher bekannten Siegelplatten im wesentlichen der Breite des Folienstranges entsprechende Oberfläche abgefräst oder erodiert wird, so daß als Wirkfläche nur noch die Oberfläche der zu erzeugenden Verpackung stehenbleibt.
Um zu vermeiden, daß die beim Siegelvorgang zuzuführende Wärme und der Druck irgendwelche negativen Einflüsse auf das in den Tiefziehnestern der Verformfolie befindliche Verpackungsgut haben, was insbesondere dann schädlich ist, wenn es sich um empfindliche Pharmazeutika, wie z. B. Weichgelatinekapseln handelt, kann erfindungsgemäß das obere Werkzeugteil in seiner Wirkfläche mit einer nach Zahl, Größe und Plazierung den Ausnehmungen im unteren Werkzeugteil entsprechenden erwärmungsfreien Stellen ausgebildet sein.
Mit erfindungsgemäßem Verfahren und Werkzeug wird eine Möglichkeit geschaffen, unmittelbar im Zuge des Bliotor-Verpackens ein nur unter geringem technischen Aufwand erzielbares Abfallprodukt anfallen zu lassen, das direkt dem Recycling jeder einzelnen Produktkomponente für sich zugeführt werden kann. Dieses Verpackungsverfahren ist damit wesentlich umweltfreundlicher und energiesparender, wenn man bedenkt, daß die Verschnitte der Folienbahnen bei der Herstellung solcher Blisterpackungen zwischen 10 und 20% betragen und ohne jeglichen nachfolgenden Trennvorgang einem Recycling zugeführt worden können. Bei der erwähnten zunehmenden Neigung zum Verpacken mittels Blistern stellt dies einen
wesentlichen Schritt zur Ersparnis von immer knapper werdenden Rohstoffen dar, wie natürlich auch angesichts der möglichst niedrig zu haltenden Folgekosten für die Weiterverarbeitung von Abfällen eine wirksame Kostenersparnis erzielt werden kann. Der oifindungsgemäße Aufbau des Werkzeuges macht es in einfacher Weise möglich, nur die Fläche dor eigentlichen Verpackung mit der Verformfolie zu verbinden, während alle übrigen Teile der ablaufenden Folien voneinander getrennt bleiben. Ein solches Werkzeug ist in seinem Gesamtaufbau unaufwendig herstellbar und kann leicht in bestehenden Anlagen nachgerüstet werden, wie auch vorhandene Werkzeuge beispielsweise durch Fräsen oder Erodieren nachgearbeitet werden können. Das Stanzwerkzeug in einer Trenn- oder Stanzstation der Anlage ist dabei in der Größe der Verpackung ausgebildet, um exakt entlang der Wirkflächen die Verpackung aus dem laufenden Folienstrang herauszutrennen, so daß die Abfälle, die seitlich und zwischen den einzelnen Verpackungen bestehen, in einem fortlaufenden Abfallstrang abgeführt und jeweils für sich woiterverwertet werden können.
Ausführungsbeispiele
Die erfindungsgemäße Lösung soll nachfolgend in mehreren Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden
Es zeigen:
Fig. 1: das Prinzip einer Blister-Verpackungsanlage in Seitenansicht; Fig.2: ein Siegelwerkzeug in Seitenansicht in auseinandergefahrenem Zustand und Fig. 3: die Unteransicht eines oberen Werkzeugteils entsprechend IH-III der Fig. 2.
Eine in Fig. 1 gezeigte Blister-Verpackungsanlage, die jedoch nur ganz prinzipiell dargestellt ist und keinerlei Details zeigt, umfaßt auf einem Maschinenbett 10 zum Herstellen von Blisterpackungen für Pharmazeutika (Tabletten, Kapseln od. dgl.) mittels einer in der Regel als Bodenfolie zu bezeichnenden und zum Einsatz gelangenden Verformfolie 11, die von einer Vorratsrolle 111 abläuft, und einer Deckfolie 12, die von einer Vorratsrolle 121 abläuft, eine Verformungsstation 13, in der die Verformfolie 11 zur Bildung von Nestern 112 (Fig. 2) für die Aufnahme von Tabletten 3 tiefgezogen wird, eine Siegelstation 14, in der Verformfolie 11 und Deckfolie 12 unter Wärme- und Druckzufuhr miteinander verbunden werden, eine Trenn- oder Stanzstation 15, in der die fertigen Blister-Verpackungen aus dem fortlaufenden Folienband ausgestanzt werden, sowie eine Abfallsammelstation 16, in der separate Sammelrollen 161; 162 für die Abfälle der Verformfolie 11 und für die Abfälle der Deckfolie 12 vorgesehen sind. Diese Abfallsammelstation 16 ist in ihrerseparaten Ausbildung für die beiden Folien im Gegensatz zu dem Stand der Technik, in dem die Abfälle nur gemeinsam gesammelt werden können, durch die besondere Ausbildung des Siegelwerkzeuges gemäß Fig.2 und 3 möglich. Natürlich brauchen die Abfälle nicht unbedingt aufgerollt zu werden, sondern sie können auch, selbstverständlich bevorzugt separat, jeweils einem ersten Weite-verarbeitungsvorgang, z. B. einem Häcksel- und/oder Granulierprozeß, zugeführt werden.
Ein den wesentlichen Bestandteil der Siecjelstation 14 bildendes Siegelwerkzeug 2 umfaßt, wie in Fig. 2 dargestellt, ein unteres Werkzeugteil in Form einer Gegenhalteplatte und ein oberes Werkzeugteil in Form eines Siegelstempels. Die beiden Werkzeugteile sind in ihrer Ruhestellung, d. h. im Abstand zueinander abgebildet. Zwischen ihnen läuft das doppelte Folienband, bestehend aus Verformfolie 11 mit daran bereits vorgeformten Nestern 112 und darin abgelegtem Verpackungsgut, hier in Form von Tabletten 3, und aus Deckfolie 12, taktweise durch. In der gezeigten Position befinden sich die Nester 112 über in der Gegenhalteplatte 21 ausgeformten Ausnehmungen 211. In dieser Position kann der Siegelvorgang eingeleitet werden, indem die Gegenhalteplatte 21 in Richtung des Pfeiles A aufwärtsbewegt wird, so daß die Nester 112 von den Ausnehmungen 211 aufgenommen werden und die Gegenhalteplatte 21, die nicht erwärmt und, falls notwendig, in geeigneter Weise gekühlt ist, zunächstgegen die Unterseite der Verformfolie 11 zur Anlage kommt. Der Siegelstempel 22, derauf die erforderliche Temperatur erwärmt wird, ist üblicherweise fest, kann aber bei manchen Vorrichtungen auch in Richtung des Pfeiles B nach unten gefahren werden. Durch diese Relativbewegung drückt die Obertu'che der Verformfolie 11 gegen die Deckfolie 12. Die Unterseite der Deckfolie 12 ist mit einer für die Verbindung erforderlichen Kleberschicht versehen, die durch den zwischen Gegenhalteplatte 21 und Siegelstempel 22 erzeugten Druck und die von dem Siegelstempel 22 übertragene Wärme die Verbindung mit der Oberfläche der Verformfolie 11 herbeiführt.
Aus der Unteransicht der Fig. 3 in Verbindung der Seitenansicht der Fig. 2 ist erkennbar, daß der Siegelstempel 22 eine erhabene Wirkfläche 221 umfaßt, deren Oberfläche maximal exakt der Oberfläche der herzustellenden Verpackung entspricht oder kleiner als diese ist, so daß auf jeden Fall vermieden wird, daß die wie nachstehend beschriebenen Stanzabfälle/Stanzgitter irgendeinen Verbund zwischen den Materialien aufweisen, sondern daß eine einfache und schnelle separate Abführung gewährleistet ist. Die Verpackung umfaßt, rein beispielhaft, wie gezeigt, drei Tiefziehnester für Tabletten. Die Wirkfläche ist gegenüber dem übrigen Teil der Siegelplatte durch Abfräsen des letzteren erzeugt, aber es kommt für die Herstellung dieser Wirkfläche auch jedes andere geeignete Herstellungsverfahren in Betracht. Das Stanzwerkzeug der Stanzstation 15 wird in entsprechender Weise vorgesehen sein, so daß Verpackungen entsprechend der Wirkfläche zum Abtransport aus der Anlage 1 ausgestanzt werden, während ein Abfall-Folienstreifen jeweils der Verformfolie 11 und der Deckfolie 12 entsprechend dem aus Fig. 3 erkennbaren leiterähnlichen Raster abläuft. Mit anderen Worten bildet die Gesamtoberfläche dos Siegelstempels 22 einen Rezeß gegenüber der Wirkfläche 221, die außerdem zur Verbesserung des Siegela'ruckes mit einer für sich bekannten Riffelung 223 (diese ist hier nur im linken oberen Teil gezeigt, erstreckt sich über die gesamte Wirkfläche) sowie mit erwärmungsfreien Stellon 224 entsprechend den Ausnehmungen 211 des unteren Werkzeugteils versehen ist. Die Riffelung bildet bei plattenförmiger Ausbildung der Werkzeuge, wie im Beispiel gezeigt, kleine, pyramidan- oder pyramidenstumpfförmige Erhebungen, so daß der Siegeldruck trotz möglicherweise in den Folien bestehender Unebenheiten oder Aufwerfungen gleichmäßig ausgeübt wird und somit eine fehlerfreie Verpackung entsteht. - Werden hingegen Rollen- oder Walzenwerkzeuge verwendet, so ist deren Oberfläche üblicherweise mit einer Anordnung sich kreuzender, erhabener Linien zur Erzielung gleichmäßiger Druckverhältnisse versehen.
Mit dem in den Fig. gezeigten plattenförmigen Siegelwerkzeug und entsprechend ausgestalteten Stanzwerkzeugen ist ein kontinuierlich getaktetor Herstellungsvorgang möglich. Will man einen ungetaktaten, fortlaufenden Arbeitsfluß erzielen, so
bietet sich hierfür die vorerwähnte Ausbildung der Werkzeuge in Walzenform an, wobei dann ebenso wie beim Takten die Werkzeuge genau hinsichtlich ihrer Relativposition zueinander gesteuert werden müssen.
Die insgesamt mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen darin, daß voneinander separiert9 Folienabfälle definierter Konsistenz anfallen, die man einfach und schnell einom allein auf die betreffende einzelne Materialkomponente abgestellten und dafür spezifischen Recyclingvorgang zuführen kann, so daß man ein hochgradig reines und damit hochwertiges Recyclingprodukt erhält. Zugleich ist es möglich, die Kosten für die Erzeugung der Riffelung, die auf die Abmessungen der jeweiligen Verpackungen zu begrenzen ist, zumindest hinsichtlich der Randbereiche zu reduzieren. Letzteres ist, berücksichtigt man die Vielzahl der unterschiedlichen Verpackungsgrößen und der damit verbundenen Werkzeugbereithaltung, für die Gestehungskosten der Anlage mit Werkzeugen von wesentlicher Bedeutung. Vor allem aber wird es durch die Erfindung völlig überflüssig, die doch beträchtlichen Abfälle aus den Folien, die speziell in der Verpackungsindustrie für pharmazeutische Produkte anfallen, entsorgen zu müssen, so daß die Erfindung einen maßgeblichen Beitrag für eine umweltfreundlichere Gestaltuno der Verpackungstechnik darstellt.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf diesen speziellen Zweig der Verpackungstechnik beschränkt, sondern sie kann mit Erfolg auch überall dort eingesetzt werden, wo Folien oder Schichten unterschiedlicher Materialarten verarbeitet werden und zu Verbundabfällen führen, deren separate Entsorgung Schwierigkeiten bereitet. Das trifft beispielsweise für die Milchindustrie zu, speziell das Füllen von Tiefzieh-Plastikbeches η mit Milch, Sahne, Joghurt, Quark, Pudding usw. auf solchen Füllanlagen, in denen der Kunststoff für die Becher als fortlaufende Bahn zugeführt, aufgeheizt und mittels Formstempels oder Vakuum in größeren, zusammenhängenden Einheiten tiefgezogen wird, worauf, im Gegensatz zu der häufig eingesetzten Einzelbecher-Befüllung, das Befüllen dor Einheit und das Verschließen mit einer von einer Vorratsrolle abgezogenen Endlos-Alufolie in einer Siegelstation erfolgt. Dabei ist es bisher so, daß das beim Ausstanzen der Einzelbecher anfallende Stanzgitter gehäckselt und so entsorgt wird. Die Erfindung ermöglicht auch hier eine separate Abführung von Plastikmaterial und Deck- (AIu-) Folie zum Zwecke eines rohstoffsparenden Recyclings.

Claims (6)

1. Verfahren zum Herstellen von Verpackungsgut aufnehmenden Blister- oder ähnlich gearteten Verpackungen vorbestimmterForm und definierten Volumens im kontinuierlichen oder kontinuierlich-getakteten Arbeitsgang unter Verwendung mindestens zweier vorzugsweise von der Rolle abgezogenen Folienbahnen unterschiedlichen Materials in Form von Verform- (Boden-) und Deckfolie, wobei eine Verformfolienbahn zur Erzeugung der das Verpackungsgut aufnehmenden Kavitäten ggf. nach Aufheizen/Erwärmen verformt sowie mit dem Verpackungsgut befüllt wird, eine Deckfolienbahn der verformten, das Verpackungsgut tragenden Verformfolienbahn zugeführt wird, beide Bahnen durch Siegeln miteinander verbunden werden, die Verpackungen von dem Folienbahnstrang abgeteilt werden und das verbleibende Folienabfallmaterial gesammelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Siegeln auf den Bereich der Fläche der abzuteilenden Verpackung begrenzt und das Abfallmaterial von Verform- und Deckfolie nach dem Abteilen der Verpackungen separat zum Zwecke des Recyclings gesammelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ceckfolie beim Siegeln ausschließlich in Berührungsbereichen zu der tiefgezogenen, das Verpackungsgut tragenden Verformfolie mit für das Siegeln erforderlichem Druck und Wärme beaufschlagt wird.
3. Werkzeug zum Siegeln von Blister- oder ähnlich gearteten Verpackungen, die eine tiefgezogene, das Verpackungsgut tragende Verformfolie sowie eine damit durch Siegeln unter Wärme und Druck verbundene Deckfolie umfassen, mit einem Paar platten- oder walzenförmiger Werkzeugteile, die durch Relativbewegung zueinander die die Packung bildenden Folien zwischen sich aufnehmen und den Siegelvorgang durchführen und von denen ein erstes, vorzugsweise unteres Werkzeugteil mindestens eine Ausnehmung zur Aufnahme mindestens eines das Verpackungsgut tragenden tiefgezogenen Nestes der Verformfolie aufweist und gekühlt ist, während ein zweites, vorzugsweise oberes Werkzeugteil eine geriffelte Oberfläche für die Druckausübung' hat und erwärmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzung wenigstens einer der mit einer der Packungsfolien beim Siegeln in Berührung gelangenden Wirkflächen der beiden Werkzeugteile den Flächengrenzen der Blister-Verpackung entspricht.
4. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkfläche(r) (221) auf die Oberflächenabmessungen der Blister-Verpackung begrenzt ist.
5. Werkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkfläche (221) des zweiten, oberen Werkzeugteils gegenüber den übrigen Oberflächenabschnitten (222) desselben erhaben ausgebildet ist.
6. Werkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Werkzeugteil in seiner Wirkfläche (221) mit nach Zahl, Größe und Plazierung den Ausnehmungen (211) im unteren Werkzeugteil entsprechenden erwärmungsfreien Stellen (224) ausgebildet ist.
DD89325512A 1988-02-05 1989-02-03 Verfahren zum herstellen von verpackungsgut aufnehmenden blister-verpackungen und werkzeug zum siegeln von blister-verpackungen DD283358A5 (de)

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