DD285516A7 - Verfahren und vorrichtung zum abziehen von teilverdralltem fadenmaterial aus einer zentrifugenspindel - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung ist anwendbar in Spinnereimaschinenbau an Spinnmaschinen zur Herstellung von Stapelfasergarn mit einer Drallerteilung in zwei Stufen mittels Streckwerk, Zentrifugenspindeln und Aufspulvorrichtung. Erfindungsgemaesz wird das zwischen Lieferstelle 1 und Zentrifugenspindel 6 beruehrungslos laufende, teilverdrallte Fadenmaterial 2 geklemmt und an der Lieferstelle 1 getrennt. Das von einer ersten Klemmstelle 8 erfaszte Fadenmaterial 2 wird entgegen seiner Lieferrichtung aus der Zentrifugenspindel 6 abgezogen und ueber einen Fadenleitinjektor 10 der Aufspulvorrichtung zugefuehrt unter weiterer Drallgebung zwischen der Zentrifugenspindel 6 und der ersten Klemmstelle 8. Dazu ist zwischen dem Streckwerk und der Zentrifugenspindel 6 ein Abzugswerk angeordnet mit einer ortsfest gelagerten, angetriebenen Lieferwalze 3 und einer zeitweise an diese ausschwenkbaren Lieferrolle 4. In Naehe der Lieferwalze 3 ist ein Fadenleitinjektor 10 angebracht. Fig. 1{Streckwerk; Zentrifugenspindel; Aufspulvorrichtung; Fadenmaterial; Lieferwalze; Fadenleitinjektor; Klemmstelle; Drallgebung; Spinnmaschine; Liefereinrichtung}
Description
-2- 285 516 Darlegung des Wesens dor Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine konstante Rückspulgeschwindigkeit des Fadenmaterials und eine sichere Übergabe desselben an die Aufspulvorrichtung zu erreichen.
Verfahrensgemäß wird dies erreicht, indem zwischen einer Lieferstelle 1 und einem in die Zontrifugenspindel 6 ragenden Fadenführerrohr 5 berührungslos geführtes Fadenmaterial 2 am Ende der Lieferphase geklemmt, aus seiner Lieferachse ausgelenkt, dabei an der Lieferstelle 1 getrennt und entgegen der Lieferrichtung aus der Zentrifugenspindel 6 über einen Injektor in Richtung Aufspulvorrichtung unter weiterer Drallgebung zwischen einer ersten Klemmstelle 8 und der weiterrotierenden Zentrifugenspindel 6 abgezogen wird. Dazu befindet sich zwischen der Lieferstelle 1 und der Zentrifugenspindel Sein Abzugswerk, bestehend aus einem Walzenpaar mit einer ortsfest gelagerten, angetriebenen Lieferwalze 3 und einer an diese schwenkbaren Lieferrolle 4 sowie einem in Höhe der ersten Klemmstelle 8 in Nähe der Lieferwalze 3 angeordneten Fadenleitinjektor 1.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1: die schematisch dargestellte Ansicht des Fadenlaufes r.iit dem Abzugswerk in geöffneter Stellung und Fig. 2: die gleiche Ansicht bei Einleitung der Spulphase mit geschlosse lern Abzugswerk.
Das von einer Lieferstelle 1 verzogene Fasermaterial gelangt, wie Fig. 1 zeigt, von der Lieferstelle 1 als ein Fadenmaterial 2 auf geradem Weg durch das geöffnete Abzugswerk, bestehend aus einem Walzenpaar mit einer Lieferwalze 3 und einer Lieferrolle 4, durch ein Fadenführerrohr 5 in eine Zentrifugenspindel 6, wo es abgelegt und als ein Wickel 7 aufgebaut wird. Die Lieferwalze 3 ist angetrieben und ortsfest gelagert, während die Lieferrolle 4 so eingerichtet ist, daß sie zeitweise an die Lieferwalze 3 anschwenken kann. Hat der in der Zentrifugenspindel 6 aufgebaute Wickel 7 die gewünschte Masse an Fadenmaterial 2 erreicht, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird über nicht dargestellte Mittel die Lieferrolle 4 freigegeben und an die Lieferwalze 3, welche rotiert, angeschwenkt. Die dem Fadenmaterial 2 von der rotierenden Zentrifugenspindel 6 erteilte Drehung kann nun nur bis zu einer ersten Klemmstelle 8 zwischen der Lieferwalze 3 und der Lieferrolle 4 laufen und nicht mehr bis zu einer zweiten Klemmstelle 9 an der Lieferstelle 1. Das Fadenmaterial 2 wird dadurch an der Lieferstelle 1 getrennt. Mit dem Andrücken der Lieferrolle 4 wird eine Wickelbildung vermieden und das freie Ende des Fadenmaterials 2 wird durch die Förderbewegung des Walzenpaares, entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Fadenmaterials 2 während der Lieterphase, in den Bereich des Einganges eines Fadenleitinjektors 10 geführt. Dieser Vorgang wird unterstützt von der anschwenkbfaren Lieferrolle 4, welche bei der Anschwenkbewegung des Fadenmaterials 2 um einen Winkel ae zur Lieferachse auslenkt (Fig. 2». Vom Fadenleitinjektor 10 wird das Fadenende erfaßt und in Richtung Aufspulvorrichtung geführt. Das teilverdrbüte Fadenmaterial 2 erhält die noch fehlenden Drehungen zwischen weiterrotierenden Zentrifugenspindel 6 in der ersten Klemmstelle 8 der Lieferwalze 3 und der Lieferrolle 4, und zwar im Verhältnis der Zentrifugendrehzahl zur Fadenfördergeschwindigkeit. Die Abzugsgeschwindigkeit wird konstant gehalten, so daß beim Abziehen der einzelnen Fadenlagendes Wickels 7 keinerlei Störung eintritt. Das von der Lieferstelle 1 zwischenzeitlich weitergelieferte, verzogene Fadenmaterial 2 wird von einer Absaugvorrichtung 11 an der Lieferstelle 1 aufgenommen. Rationeller ist es jedoch, den Fasertransport mit einer üblichen Fasermaterial-Stoppeinrichtung an der Lieferstelle 1 zu unterbrechen.
Nach Beendigung der Aufspulphase wird die Lieferrolle 4 in die*Ausgangslage zurückgeschwenkt, und eine neue Lieferphase kann beginnen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Abziehen von zeitweilig in einer Zentrifugenspindel gespeichertem, teilverdralltem Fadenmaterial an einer Spinnmaschine zur Herstellung von Stapelfasergarn mit einer Drallerteilung in zwei Stufen mittels Streckwerk, Zentrifugenspindel und Aufspulvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer Lieferstelle (1) und einem in die Zentrifugenspindel (6) ragenden Fadenführerrohr (5) berührungslos geführtes Fadenmaterial (2) am Ende der Lieferphase geklemmt, aus seiner Lieferachse ausgelenkt, dabei an der Lieferstelle (1) getrennt und entgegen der Lieferrichtung aus der Zentrifugenspindel (6) über einen Injektor in Richtung Aufspulvorrichtung unter weiterer Drallgebung zwischen einer ersten Klemmstelle (8) und der weiterrotierenden Zentrifugenspindel (6) abgezogen wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen der Lieferstelle (1) und der Zentrifugenspindel (6) ein Abzugswerk befindet, bestehend aus einem Walzenpaar mit einer ortsfest gelagerten, angetriebenen Lieferwalze (3) und einer an diese anschwenkbaren Lieferrolle (4) sowie einem in Höhe der ersten Klemmstelle (8) in Nähe der Lieferwalze (3) angeordneten Fadenleitinjektor (10).
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abziehen von zeitweilig in einer Zentrifugenspindel gespeichertem, teilverdralltem Fadenmaterial an Spinnmaschinen zur Herstellung von Stapelfasergar ι mit einer Drallerteilung in zwei Stufen mittels Streckwerk, Zentrifugenspindel und Aufspulvorrichtung. Anwendbar ist die Erfindung im Spinnereimaschinenbau.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Stapelfasergarn mit einer Drallerteilung in zwei Stufen herzustellen ist bekannt. Die erste Drallstufe liegt zwischen dem Lieferstellenausgang und einer Zentrifugenspindel und die zweite Drallstufe zwischen der Zentrifugenspindel und der Aufspulvorrichtung. Dabei werden nach der DE-OS 2229263 für die Herstellung eines Spulenkörpers mehrere Füllungen teilverdrallten Fadenmaterials einer Zentrifugenspindel benötigt. Das Abziehen des teilverdrallten Fadenmaterials geschieht so, daß der von der Lieferstelle kommende Faden geschnitten wird und das entstandene freie Fadenende mit dem an der Spule befindlichen freien Fadenende verbunden und so das in der Zentrifugenspindel befindliche, teilverdrallte Fadenmaterial unter Aufrechterhaltung der Drehung der Zentrifugenspindel abgezogen wird.
Bei dem Verfahren nach DE-WP 22772 Wird zum Abziehen des teilverdrallten Fadenmaterials aus der Zentrifugenspindel nur zum Ausdruck gebracht, daß nach der Füllung der Zentrifugenspindel das Fadenmaterial an das Spulorgan übergeben wird. Keine dieser genannten, bekannten Erfindungsbeschreibungen läßt erkennen, wie und mit welchen Mi.teln der Prozeß der Überführung des Fadenmaterials aus der Zentrifugenspindel bis hin zur Aufspulvorrichtung qualitätsgerecht und rationell erfolgen kann. Die Praxis bedingt, daß während der für die Übergabe benötigten Zeitspanne das an der Lieferstelle freigewordene Fadenmaterial bereits mit annähernder Spulgeschwindigkeit aus der Zentrifugenspindel herausgezogen wird, weil sonst das zwischen der drehenden Zentrifugenspindel und einem Klemmpunkt gehaltene Fadenstück überdreht oder gar abgedreht wird.
Nachteilig ist auch, wie mit DD-WP 22772 offenbart, die Restdrehung in das Fadenmaterial direkt zwischen der Zentrifugenspindel und Aufspulvorrichtung zu erteilen, weil auf Grund der für die Aufspulvorrichtung notwendigen Mechanismen e Fadenspannungsschwankungen nicht restlos auszuschalten sind, was zur Folge hat, daß beim Abziehen des Fadenmaterials der Zentrifugenspindel mehrere Fadenlagen mitgerissen werden und sich so Schlingen im Faden bilden können. Ebenso ist ι von Nachteil, daß bei einem Fadenbruch zwischen der Zentrifugenspindel und der Aufspulvorrichtung kein Beheben des Fadenbruchs möglich ist, weil das der Zentrifugenspindel zugewandte Fadenende in diese zurückspringt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erindung besteht darin, unter Ausschluß der vorgenannten Mängel das teilverdrallte Fadenmaterial sicher und nahezu fadenbruchfrei der Aufspulverrichtung zuzufühien und somit die Qualität des Aufspulungsprozesses zu verbessern und Verlustzeiten weitgehend auszuschalten.
Priority Applications (4)
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| GB9004454A GB2228747A (en) | 1989-03-01 | 1990-02-28 | Producing twisted staple fibre thread by centrifugal spinning |
Applications Claiming Priority (1)
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