DD285710A5 - Mittel zur hemmung der nitrifikation - Google Patents

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DD285710A5
DD285710A5 DD89330538A DD33053889A DD285710A5 DD 285710 A5 DD285710 A5 DD 285710A5 DD 89330538 A DD89330538 A DD 89330538A DD 33053889 A DD33053889 A DD 33053889A DD 285710 A5 DD285710 A5 DD 285710A5
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DD
German Democratic Republic
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nitrification
nitrogen
inhibiting
ammonium nitrogen
application
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DD89330538A
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English (en)
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Horst Hoelzel
Hans-Joachim Hartbrich
Lisa Kranz
Konrad Guenther
Siegfried Borgmann
Horst Luthardt
Tilo Roethling
Original Assignee
Veb Chemiekombinat Bitterfeld,Dd
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Abstract

Die erfindungsgemaeszen Mittel koennen zur Hemmung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff in Kulturboeden angewendet werden. Als Wirkstoff enthalten sie a-Acyl-b-phenylamino-crotonsaeureester der allgemeinen Formel, in der{Hemmung der Nitrifikation Ammoniumstickstoff in Kulturboeden; a-Acyl-b-phenylamino-crotonsaeureester}

Description

in der
R = H, COCCI3, COCH2CI, COCH3 oder CCC6H6 Ri = CH3 oder C2H6 R2, R3, R<, die gleich oder verschieden sein können = H, Chlor, Alkyl (C1 bis C3) oder Alkoxy (Ci bis C3)
bedeuten, enthalten.
Die Herstellung der als Wirkstoffe eingesetzten a-Acyl-ß-phenyl-arhino-crotonsäui eester erfolgt in bekannter Weise durch Umsetzung von Anilinderivaten mit Acetessigestern und anschließende Acylierung mit Carbonsäurehalogeniden oder Carbonsäureanhydriden in aromatischen Lösungsmitteln bei Anwesenheit eines Säureacceptors, vorzugsweise von Pyridin
(Renary,B.423919).
Die erfindungsgemäßen Mittel können in Form eines festen oder flüssigen Konzentrates allein oder im Gemisch mit festen
und/oder flüssigen mineralischen oder organischen Düngemitteln, die Harnstoff und/oder Ammoniak und/oder
Ammoniumstickstoff enthalten, zur Anwendung kommen. Die Aufwandmengen liegen zwischen 0,5 bis 200 kg/ha, vorzugsweise zwischen 1,0 bis 60 kg/ha. Appliziert man die erfindungsgemäßen Mittel gemeinsam mit einem ammoniumhaltigen Düngemittel so werden sie in einer Menge von 0,1 bis 10Gew.-% des Düngemittelstickstoffs zugegeben. Ausfuhrungsbeispiele
Die Beispiele sollen die Hemmung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff bei Anwendung der erfindungsgemäßen Mittel näher erläutern. Die erfindungsgemäßen Mittel wurden als Harnstoff-Wirkstoff-Gemisch einem schwarzerdeähnlichen sandigen Lehmboden zugesetzt und mit ihm gleichmäßig vermischt. Die Konzentration betrug 16ppm (bezogen auf die Bodenmasse) bei einer Stickstoffgabe von 20 mg N/100g Boden. Nach Befeuchten des Bodens auf 50% der maximalen Wasserkapazität wurde bei 20°C 28 Tage inkubiert und danach der gebildete Nitrat- bzw. Nitritstickstoff bestimmt. Als Kontrolle diente die gleiche Harnstoffzugabe zum Boden wie in den Prüfvarianten
Als Vergleichssubstanzen wurden gewählt: Dazomet Dichloralharnstoi'f
ClHpC - C -N- CH2- OH2 - CN Il '
gemäß DD-PS 217206 (Wirkstoff Nr. 14 in Tabelle)
01 J~\ 0 - OH2Ol
W IlCl
gemäß DD-PS 217693 (Wirkstoff Nr. 15 in Tabelle)
Die Berechnung der Hemmwirkung in Prozent erfolgte nach der Formel
a-b a - c
100 = %Hemmung
a = Nitrit-und Nitratgehalt der Kontrolleb = Nitrit-und Nitratgehalt der Proben mit Wirkstoffc = Nitrit-und Nitratgehalt des verwendeten Bodens
Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. Tabelle: Hemmung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff durch die erfindungsgemäßen Mittel im Vergleich zu bekannten Nitriziden. Die Substituentenangaben beziehen sich auf die allgemeine Formel
- 000
Verbindung R Ri R2 R3 R4 % Hemmung
1 H C2H6 Cl H H 100
2 -COCCI3 C2H6 Cl- H H 85
3 -COCH2CI C2H6 Cl H H 60
4 H C2H6 H H Cl 55
5 -COCH3 C2H5 H H Cl 60
6 H C2H6 H Cl H 61
7 H CH6 H H Cl 70
8 -COC6H6 C2H5 Cl H H 70
9 -COCCI3 C2H6 H H Cl 60
10 -COCCI3 C2H6 OCH3 H H 100
11 H CH3 H H H 98
12 -COCH2CI CH3 H H H 100
13 -COCH2CI C2H6 CH3 H H • 96
Dazomet 18
Dichloral·
harnstoff 31
14 11
15 21
Aus derTabelle ist ersichtlich, daß die Hemmung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff durch die erfindungsgemäßen Mittel in Relation zu den Vergleichsprodukten wesentlich besser ist. Dabei ragen die Verbindungen 1,10,11,12 und 13 besonders hervor.

Claims (1)

  1. Mittel zur Hemmung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff in Kulturböden, gekennzeichnet dadurch, daß sie neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff Verbindungen der allgemeinen Formel
    E
    I
    OH, -C=O - COO
    0
    in der R = H, COCCI3, COCH2CI, COCH3 oder C0CeHB, Ri = CH3 oder C2H6 und R2, R3 und R4, die gleich oder verschieden sein können = H, Chlor, Alkyl (Ci bis C3) oder Alkoxy (C1 bis C3) bedeuten, enthalten.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft Mittel zur Hemmung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff, insbesondere aus mineralischen und organischen Düngemitteln in Kulturböden.
    Charakteristik des bekannton Standes der Technik
    Für die Hemmung der im Boden ablaufenden mikrowellen Umwandlungsprozesse des Ammoniumstickstoffes in Nitratstickstoff werden in zunehmendem Maße Nitrifikationshemmstoffe eingesetzt.
    Dadurch wird ein effektiver Stickstoffeinsatz gewährleistet, gleichzeitig einer Nitratanreicherung in der Pflanze und der Nitratauswaschung in das Grundwasser vorgebeugt. Die Ausnutzung des Düngemittelstickstoffs kann durch die Hemmung bzw. Regelung der Niti ifikation entscheidend verbessert und somit der ökonomische Nutzen der Stickstoffdüngung erhöht werden. Der Einsatz der bisher bekannten wirksamen Nitrifikationsinhibitoren erfolgt vorwiegend durch düngemitteiunabhängige Applikation oder an feste Düngemittel gebunden gerneinsam mit diesen.
    Nitrifikationshemmende Wirkungen sind von einer Reihe Pyridin-, Pyrimidin-, Triazol-, Thiadiazol- und Pyrazolderivaten bekannt (US-PS 3494757, US-PS 363G690; DD-PS 133088, DD-PS 229396; JP-PS 7247182, JP-PS 7247183). Bisher bekannte Nitrifikationshemmer weisen jedoch eine Reihe von Nachteilen auf, wie z. B. hohe Flüchtigkeit, leichte Auswaschbarkeit, zu schnelle hydrolytische Zersetzung zu inaktiven Spaltprodukten, zu hohe Toxizität und aufwendige Herstellungsverfahren, die einer ökonomischen Anwendung entgegenstehen. Aus der DD-PS 217 206 sind ß-Aminopropionitrilderivate und aus der DD-PS 217693 halogenierte Acetophenone als Nitrifikationshemmer bekannt. Der Nachteil dieser Verbindungen liegt in der hohen Toxizität sowie In der schlechten Anwendungs- und Umweltfreundlichkeit. Es ist ferner bekannt, daß 3,5-Dimethyl-tetrahydro-1,3,5-thiadiazin-2-thion (Dazomet), Pentachlorphenol und Dichloralharnstoff als Nitrifizid verwendet werden können (DD-PS 107664; JP-PS 2737/68). Diese Mittel weisen teilweise hohe Toxizität, hohe Flüchtigkeit und geringe Wirksamkeit auf.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, neue Mittel zur Hemmung bzw. Regelung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff im Boden zu entwickeln, die einfach herstellbar sind, eine gute Residualwirkunmg aufweisen und die Oberflächenapplikation gestatten.
    Darlegung dos Wesens der Erfindung
    Es bestand somit die Aufgabe, solche Wirkstoffe aufzufinden, die geeignet sind, das Ziel der Erfindung zu eneichen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittel zur Hemmung der Nitrifikation von Ammoniumstickstoff In Kulturböden neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff Verbindungen der allgemeinen Formel
DD89330538A 1989-07-07 1989-07-07 Mittel zur hemmung der nitrifikation DD285710A5 (de)

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