DD288601A5 - Verfahren zur herstellung von 2,3-diarylaminochioxalinen - Google Patents

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DD288601A5 DD33395589A DD33395589A DD288601A5 DD 288601 A5 DD288601 A5 DD 288601A5 DD 33395589 A DD33395589 A DD 33395589A DD 33395589 A DD33395589 A DD 33395589A DD 288601 A5 DD288601 A5 DD 288601A5
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diarylaminochinoxalinen
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DD33395589A
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Rainer Beckert
Karel Waisser
Zelmira Odlerova
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Friedrich-Schiller-Universitaet,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2,3-Diarylaminochinoxalinen, die als Antileprotica sowie als Zwischenprodukte fuer Farbstoffe verwendet werden koennen. Die 2,3-Diarylaminochinoxaline lassen sich durch folgende allgemeine Formel beschreiben, wobei R1 und R2 gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest, ein Halogenatom, einen Carbalkoxyrest oder eine Nitrogruppe bedeuten. Formel{Chinoxaline; Oxalsaeureimidchloride; o-Phenylendiamine; Cycloacylierung; Farbstoffzwischenprodukte; Antileprotica}

Description

wobei R1 und R2 gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, einen Aikyirest, einen Alkoxyrest, ein Halogt natom, einen Carbalkoxyrest oder eine Nitrogruppe bedeuten.
Charaktnristik des bekannten Standes der Technik
2,3-Diarylamlnochinoxaline wurden bislang nur durch nucleophile Substitution von 2,3-Dichlorchinoxalinen mittels substituierter Aniline hergestellt. Durch die irr, aromatischen Heterocycius stark abgesenkte Eiectrophiiie der Positionen 2 und war es nötig, stets bei Temperaturen oberhalb 160°C zu arbeiten; vgl. S. D. Carter u. G. W. H. Cheeseman, Tetrahedron 34 (1978). Durch diese bezüglich der hohen Temperaturen relativ drastischen Umsetzungen entstanden im Zuge von Nebenreaktionen stets schwer zu beseitigende, tiefgefärbte Verunreinigungen. Im Falle der Umsetzung mit Anilinen, die eine oder mehrere Acceptorgruppen enthalten, gehen die Ausbeuten an Finalprodukt stark zurück bzw. es findet keine Reaktion statt.
Ziel der Erfindung
Das Ziol der Erfindung besteht darin, die 2,3-Diarylaminochinoxaline als biologisch aktive Substanzen wie Antileprotica sowie als Zwischenprodukte für Farbstoffe auf der Basis einheimischer Rohstoffe zugänglich zu machen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, 2,3-Diarylaminochlnoxaline mit definiertem Substituentenmuster und in hoher Reinheit darzustellen, die als Antileprotica sowie als Zwischenprodukte für Farbstoffe Verwendung finden können. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß technisch leicht zugängliche o-Phenylendiamine mit Oxalsäurabis[arylimidchloriden] im Zuge einer Cycloacylierung zu den 2,3-Diarylaminochinoxalinen umgesetzt v/erden. Die Zugabe eines tertiären Amins als HCI-Fänger erweist sich dabei als vorteilhaft.
Die Reste R' und R2 können dabei gleich oder verschieden sein und ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe, ein Halogenatom, eine Carbalkoxygruppe oder eine Nitrogruppe bedeuten. Die Reaktionen werden in Lösungsmitteln wie Aceton oder Acetonitril, Kohlenwasserstoffen wie Benzen oder Toluen sowie Halogenkohlenwasserstnffen wie Tetrachlormethan oder Chloroform, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 60°C und 9O0C durchgeführt. Zur Vereinfachung der Aufarbeitung werden die 2,3-Diarylaminochinoxaline in Form ihrer Hydrochloride aus den Reaktionslösungen ausgefällt. Besondere Vorzüge des Verfahrens sind:
1. Die Reaktionen verlaufen im Gegensatz zu in der Literatur beschriebenen Beispielen durchweg unter relativ milden Bedingungen, in billigen Lösungsmitteln und liefern gute Ausbeuten an Finalprodukt. Durch das Ausfällen der 2,3-Diarylaminochinoxaline in Form ihrer Hydrochloride erübrigen sich aufwendige Fteinigungsoperationen.
2. Die entstehenden 2,3-Diarylaminochlnoxaline zeichnen sich durch eine große Anwendungsbreite aus. So können diese als biologisch aktive Substanzen wie Antileprotica sowie als Ausgangsprodukte für Farbstoffsynthessn verwendet werden.
Ausführungsbelspiele Beispiel 1
C,1 mol (10,8g) o-Phenylendiamin werden zusammen mit 0,1 mol (27,7g) Oxalsäure-bis[pheny 'imidchlorid] und 0,2 mol (23ml) Triethylamin in 250ml Acetonitril eine Stunde unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das Lösungsmittel im Vakuum entfernt, der Rückstand von dunkelbrauner Farbe in ca. 80ml Methanol aufgenommen und mit ca. 15ml cone. Salzsäure versetzt. Innerhalb kurzer Zeit fällt ein intensiv gelber Niederschlag aus, der nach dem Abkühlen scharf abgesaugt und mit wenig eiskaltem Methanol gewaschen wird. Das für weitere Umsetzungen hinreichend reine 2,3-Diphenylaminochinoxalin-Hydrochlorid kann durch Umkristallisation aus Methanol/Aceton weiter gereinigt werden; gelbgrüne Kristalle, F 196-198°C, Ausbeute 84% d. Th.
Beispiel 2 Analog Beispiel 1 werden aus 0,1 mol (12,2g) 4-Methyl-o-Phenylendiamin und 0,1 mol (27,7g) Oxalsäure-bisfphenylimidchlorid]
87% d. Th. 2,3-Diphenylamino-6-methyl-chinoxalin-Hydrochlorid in Form von gelben Kristallen, F198-2040C erhalten.
Beispiel 3
Analog Beispiel 1 werden aus 0,1 mol (13,8g) 4-Methoxy-o-phanylendiamin und 0,1 mol (27,7g) Oxalsäurebistphenylimidchlorid] 78% d. Th. 2,3-Diphonylamino-6-methoxy-chinoxalin-Hydrochlorid in Form gelbgrüner Kristalle, F 132-1340C erhalten.
Beispiel 4
0,02mcl (2,16g) o-Phenylendiamin und 0,02mol (5,54g) Oxalsäure-bis[phonylimidchlorid] werden zusammen mit 0,04mol (5,6ml) Triethylamin eine Stunde in 100ml trockenem Toluen bei 80°C gerührt. Nach dem Abkühlen wird vom Triethylamin-Hydrochlorid abgesaugt, im Vakuum auf ca. 50ml eingeengt und kurze Zeit trockenes HCI-Gas durch die Lösung geleitet. Schon nach kurzer Zeit fällt das gewünschte 2,3-Diphenylaminochinoxalin-Hydrochlorid In Form von zitronengelben Kristallen aus. Ausbeute 92% d. Th., F 196-1980C.
Beispiel 5
Analog Beispiel 4 erhält man aus 0,02mol (2,16g) o-Phenylendiamin und 0,02 mol (6,10g) Oxalsäure-bis[4-methviphenylimidchlorid] 88% d. Th. 2(3-Bis(4-methylphenylamino)chinoxalin-Hydrochlorid in Form gelber Kristalle, F*230-238°C (MeCN/DMF).
Beispiel 6 Analog Beispiel 4 erhält man aus 0,02 mol (2,44g) 4-Methyl-o-Phenylendiamin und 6,10g (0,02mol) Oxalsäure-bis[2-
methylphenylimidchlorid] 87% d. Th. 2,3-Bis[2-methylphenylamino]-6-methyl-chinoxalin-Hydrochlorid als gelbe Kristalle, F
Beispiel 7
0,01 mol (1,08g) o-Phenylendiamin und 0,01 mol (4,21 g) Oxalsäure-bis[4-carboethoxyphenylimidchloridj werden mit 0,02mol (2,8 ml) Triethylamin in 60 ml Acetonitril 30 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird mit ca. 5 ml cone. Salzsäure versetzt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Anschließend wird die gebildete gelbe Kristallmasse scharf abgesaugt, mit wenig eiskaltem Methanol gewaschen und aus Ethanol/Acetonitri! umkristallisiert. Man erhält 2,3-Bis-[4-carboethoxyphenylamino]chinoxalin als leuchtend gelbe Kristalle, F 208-2190C (ab 1350C sintern), Ausbeute 77% d. Th.
Beispiel 8 Analog Beispiel 7 werden aus 0,01 mol o-Phenylendiamin und 0,01 mol (3,46g) Oxalsäure-bis[4-chlorphenylimidchlorid] 90% d. Th. 2,3-Bis[4-chlorphenylamino]chinoxalin-Hydrochlorid in Form schwefelgelber Kristalle, F 232-2350C erhalten. Beispiel 9
0,04mol (6,12g) 4-Nitro-o-Phenylendiamin werden zusammen mitO,04mol (11,08g) Oxalsäure-bis[phenylimidchlorid] und 0,08mol (11,2ml) Triethylamin 4 Stunden unter Rückfluß in 160ml Aceton erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das Lösungsmittel im Vakuum entfernt, der braune Rückstand in ca. 50ml Methanol aufgenommen und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Anschließend wird scharf abgesaugt, mit Methanol gewaschen und aus Acetonitril umkristallisiert. Man erhält das gewünschte 2,3-Diphenylamino-6-nitro-chinoxalin als freie Base in Form leuchtend oranger Kristalle, F 239-2410C, Ausbeute 76% d. Th.
JSS
CC
CM CC
XZ
CC

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung von 2,3-Diarylarninochinoxalinen der allgemeinen Formel:
    wobei R1 und R2 gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, einen Aikyirest, einen Alkoxyrest, ein Halogenatom, einen Carbalkoxyrest oder eine Nitrogruppe bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß technisch leicht zugängliche o-Phenylendiamine mit Oxalsäurebis[arylimidchloriden] im Zuge einer Cycloacylierung zu den 2,3-Diarylaminochinoxalinen umgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß in Gegenwart eines tertiären Amins als HCI-Fänger gearbeitet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Reaktion in Lösungsmitteln wie Aceton oder Acetonitril, in Kohlenwasserstoffen wie Benzen und Toluen sowie in Halogenkohlenwasserstoffen wie Tetrachlormethan oder Chloroform vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 600C und 9O0C durchgeführt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß zur Vereinfachung der Aufarbeitung nach der Reaktion die entstandenen 2,3-Diarylaminochinoxaline als Hydrochloride ausgefällt werden und somit einfach abtrennbar und leicht zu reinigen sind.
    Hierzu 1 Seite Formeln
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2,3-Diarylaminochinoxalinen, die als Antileprotica sowie als Zwischenprodukte für Farbstoffe verwendet werden können. Die 2,3-Diarylaminochinoxaline lassen sich durch folgende allgemeine Formel beschreiben:
DD33395589A 1989-10-27 1989-10-27 Verfahren zur herstellung von 2,3-diarylaminochioxalinen DD288601A5 (de)

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