DD261361A1 - Verfahren zur herstellung von 2,6-substituierten n-benzoyl-(iso)-thioharnstoffen - Google Patents

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substituted
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benzoyl
iso
thioureas
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DD30314487A
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Monika Richter
Wolfgang Richter
Manfred Pallas
Brigitte Weise
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Paedagogische Hochschule N K K
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Synthese zur Darstellung von 2,6-substituierten N-Benzoyl-(iso)thioharnstoffen der allgemeinen Formel I, in der R und R1 fuer Halogen, R2 fuer Wasserstoff oder Alkyl-, und R3 fuer eine Arylgruppe, gegebenenfalls am Phenylkern durch Halogene substituiert, stehen. Ziel der Erfindung ist es, 2,6-substituierte N-Benzoyl(iso)thioharnstoffe, auf eine einfache Weise herzustellen. Erfindungsgemaess werden unter einfachen Reaktionsbedingungen substituierte N-Benzoyl- S,S-dime-thyliminodithiokohlensaeureester der allgemeinen Formel IV mit substituierten Anilinen der allgemeinen Formel V in Ethanol oder Eisessig, oder substituierte Arylamide der allgemeinen Formel II mit Isothiocyanaten der allgemeinen Formel III in einem inerten Loesungsmittel in Gegenwart einer Base, zu 2,6-substituierten N-Benzoyl(iso)thioharnstoffen der allgemeinen Formel I, umgesetzt. 2,6-substituierte N-Benzoyl(iso)thioharnstoffe sind als moegliche Pestizide von Bedeutung. Formel I

Description

Anwendungsgebiete der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2,6-substituierten N-Benzoyl-(iso)thioharnstoffen der allgemeinen Formel I, in der R und R1 Halogen, R2 eine Alkylgruppe oder Wasserstoff und R3 eine Alkyl- oder Aryl-, gegebenenfalls am Phenylkern ein oder mehrfach durch Halogene substituierte Arylgruppe bedeuten.
Es ist bekannt, daß einige substituierte (Iso) thioharnstoffe, z. B. der N-(2,6-Dichlorbenzoyl)-N'-(3,4-dichlophenyl)-thioharnstoff und andere, die insektizid und fungizid wirksam sind, als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bisher sind nur substituierte N-Phenyl-N'-benzoyl-(iso)-thiohamstoffe der Formel I bekannt (vergleiche USA-Patent 3393908; HRD-Patente 2901 091; 2837086, 2608488 und 2837096; Brit.-Patent 1324293 und DDR-Patent. 74262), die nach bekannten Methoden dadurch erhalten werden, daß man substituierte Aniline mit einem Halid, Phenyliso-thiocyanate in Gegenwart einer Base mit Cyanamid oder mit Chlormethansulfonamid oder Iminodithiokohlensäureester mit Sulfonyl-Chlorid (vergl. Chem. Ber.
99,2885 [1966]; Angew. Chemie 77,549 [1965] und Chem. Ber. 99,1252 [1966]) in Imid-dichloride (vergl. Angew. Chemie 77,430, 549 [1965]; Tetrahedron Lett. 1965,1753 und Chem. Ber. 99,1252 [1966]) überführt und anschließend mit substituierten Anilinen umsetzt.
Es sind nur 2,3,4-substituierte N-Benzoyl-N'-phenyl(iso)thiohamstoffe (vgl. DDR-Patent 200618/6) bekannt, die durch Umsetzung von Iminodithio-Kohlensäureestem und substituierten Anilinien in Eisessig erhalten werden.
Nachteile dieser Verfahren sind, daß die (Iso)Thio-hamstoffe erst nach längeren Reaktionszeiten bei Temperaturen von 60 bis 1000C und teilweise unter erhöhtem Druck gebildet werden.
Es sind ausschließlich mehrstufige Verfahren, wobei in Gegenwart säurebindender Mittel und in hochsiedenden Lösungsmitteln wie z. B. Toluen, Dimethylformamid, Benzen und Basen wie z. B. Aminen, Hydroxiden oder Alkalimetallen gearbeitet wird.
Außerdem sind die 2,6-substituierten N-Benzoyl-(iso)-thioharnstoff bisher nicht beschrieben und die vorgeschlagenen Verfahren für die von uns eingesetzten Iminodithiokohlensäureester als Ausgangsstoffe derAminolyse zu (Iso) Thioharnstoffen der Formel I nicht anwendbar.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung sind 2,6-substituierte N-Benzoyl(iso)-thioharnstoffe.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, 2,6-substituierte N-Benzoyl-(iso)-thiohamstoffe nach einem einfachen Verfahren herzustellen. Erfindungsgemäß werden 2,6-substituierte N-Benzoyl(iso)thiohamstoffe der allgemeinen Formel (I) f
= C-NHR3 SR2
in welcher
R/R1 für Halogen
R2 für Wasserstoff oder Alkyl-, und
R3 für Aryl-, gegebenenfalls eine Phenylkern ein- oder mehrfach durch Halogene substituierte Arylgruppe ist, steht hergestellt durch Umsetzung von 2,6-substituierten Arylamiden der allgemeinen Formel II, in der R und R1 die gleiche Bedeutung wie die Formel I haben, mit substituierten Isothiocyanaten, der allgemeinen Formel III, in der R3 die gleiche Bedeutung wie die Formel I hat, oder aus 2,6-substituierten N-Benzoyl-S,S-dimethyl-iminodithiokohlensäurediestern der allgemeinen Formel IV, nicht R/R1 und R2 die gleiche Bedeutung wie in Formel I haben, mit substituierten Anilinen, der allgemeinen Formel V, in der R3 die gleiche Bedeutung wie in Formel I hat, zu Verbindungen der Formel I, in einem inerten Lösungsmitte^wie z. B.
Dimethylformamid in Gegenwart einer Base, wie z. B. Natriumhydrid, bei +10 bis -1O0C bzw. in einem protischen Lösungsmittel oder Alkohol unter Erhitzen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die Gleichung 1 veranschaulicht.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sind beispielsweise die Verbindungen derTabelle 1, Seite 5 herstellbar.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
N-(2,6-Dichlorbenzoyl)-N'-(4-Chlorphenyl)-S-methylisothioharnstoff
1,9g (0,01 mol) 2,6-Dichlorbenzoylamid, werden in 50ml absolutem Dimenthylformamid vorgelegt und unter Stickstoffatmosphäre und Kühlung mit1 g Natriumhydrid portionsweise versetzt. Ohne weitere Kühlung werden 1,3 g (0,01 mol) 4-Chlorphenylisothiocyanat zugetropft und mehrere Stunden bei +100C bis 25X gerührt. Anschließend werden unter Eiskühlung 1,5g (0,015mol) Methyljodid zugetropft. Die Lösung wird nach weiteren 2Std. rühren bei Raumtemperatur auf Eiswasser gegossen, gegebenenfalls mit verdünnter Salzsäure angesäuert, Festprodukt abgesaugt und mit Alkohol/Aktivkohle gereinigt.
Beispiel 2
N^-Fluor-e-Chlor-benzoyll-N'-phenyl-S-methylisothioharnstoff.
(0,01 mol) N-(2-Fluor-6-Chlorbenzoyl)-S,S'-dimethyliminodithiokohlensäureester werden in 40 ml Eisessig oder Ethanol vorgelegt und mit (0,015mol) Anilin erhitzt (ca. 2-4Std.). Die Lösung wird eingeengt und auf Eiswasser gegeben und gegebenenfalls mit wenig verdünnter Salzsäure versetzt. Festprodukt wird mit Ethanol/Aktivkohle gereinigt.
Beispiel 3
N-(2,6-Difluorbenzoyl)-N'-phenylthiohamstoff
2,6g (0,01 mol) 2,6-Difluorbenzamid werden in 30ml absolutem Dimethylsulfoxid unter Rühren bei Raumtemperatur (15-200C) mit 0,025mol (1 g) gepulverter Natronlauge (bzw. bei 0 bis -100C in Dimethylformamid mit Natriumhydrid) versetzt. Nach 30 min. Rühren werden 1,4g (0,01 mol) Phenylisothiocyanat zugetropft und nach 2Std. rühren gießt man die Lösung in Eiswasser.
Der Feststoff wird abgesaugt und umkristalliert bzw. anfallendes Öl mit Ether extrahiert und gereinigt.
Tabelle 1:
R R1 R2 R3 Fp0C
Cl Cl H C6H5 178-80
Cl F H C6H6 215-17
F F H C6H5 263-65
Cl Cl - CH3 4-CI-C6C4 156-58
Cl Cl CH3 C6H5 149-50
Cl F CH3 C6H5 210-11
F F CH3 C6H5 260-62

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von 2,6-substituierten N-Benzoyl(iso)thioharnstoffen der allgemeinen Formel I, ίη der R und R1 eine Halogengruppe ist, wobei R2 ein Wasserstoff oder eine Alkylgruppe und R3 eine Aryl-, gegebenenfalls am Phenylkern ein- oder mehrfach durch Halogen substituierte Arylgruppe ist, bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß 2,6-substituierte Arylamide der allgemeinen Formel II, in der R und R1 die gleiche Bedeutung wie in Formel I haben, mit substituierten Isothiocyanaten der allgemeinen Formel IHI in einem inerten Lösungsmittel in Gegenwart einer Base, wie z. B. Natriumhydrid bei -1O0C bis +15°C oder 2,6-substituierte N-Benzoyi-S,S'-dimethyliminodichiokohlensäureester der allgemeinen Formel IV, in der R, R1 und R2 die gleiche Bedeutung wie in Formel I haben mit Anilinen der allgemeinen Formel V, in der R3 die gleiche Bedeutung wie in Formel I hat, in einem Alkohol, wie z. B. Ethanol unter erhitzen, umgesetzt werden.
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