DD290654A5 - Verfahren zur herstellung von pyrazolo [1,5-c] ryrimidinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von * die Bedeutung als neue Verbindungen mit antiallergischen Eigenschaften besitzen. Erfindungsgemaesz werden * oder zugehoerige Salze mit Dicarbonylverbindungen und einer Base zu den * der allgemeinen Formel I umgesetzt. Die Erfindung ist in der chemischen und pharmazeutischen Industrie einsetzbar. Formel I{* * Dicarbonylverbindungen; antiallergische Wirkung}
Description
mit derfür R und R1 erklärten Bedeutung oder ein Salz eines 1-Amino-2-(1H)-pyrimidiniminsder allgemeinen Formel Il mit einer Dicarbonylverbindung der allgemeinen Formel III
0 O
., H Ho III
IP-C-GH2-C-R
mit der für R2 und R3 oder R2R3 erklärten Bedeutung und mit einer Base umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Salz des 1-Amino-2-(1H)-pyrimidinimins ein Hydroiodid, ein Hydrochlorid, ein Hydrobromid, ein Hydroperchlorat, ein Hydroalkylsulfat, einHydrosulfonat, ein Hydrotetrafluoroborat oderein Hydrotriflat eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Base ein aliphatisches Amin, Pyridin, ein Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder-alkoxid verwendet wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Pyrazolo[1,5-c]pyrimidinen. Derartige Verbindungen besitzen Bedeutung als antiallergische Substanzen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß sich Pyrazo!o[1,5-c]pyrimidine aus 1,3,5-Triketonen (DOS 2220186 und DOS 2058501) oder 3-Acylpyronen und Semicarbazidderivaten (E. Kranz et al. Chem. Ber. 105,388 [1972]) sowie aus 3-Diazo-pyrrol-2-onen und Acetylendicarbonsäureestem (H. Dobeneck et al. Liebigs Ann. Chem. 1974,1550) herstellen lassen. All diese bekannten Verfahren besitzen den Nachteil, daß keine Vertreter zugänglich sind, die in 3-Position eine Carbonylgruppe tragen. Außerdem werden meist schwierig zugängliche und zum Teil gefährliche Ausgangsprodukte verwendet. Eine antiallergische Wirkung ist an Pyrazolo-[1,5-c]pyrimidinen bisher nicht beschrieben. Es ist weiterhin bekannt, daß N-Aminohetercyclen mit orthoständiger Aminogruppe, wie beispielsweise 1,5-Diaminopyrazole, mit Dicarbonylverbindungen unter Aufbau eines 6-oder 7gliedrigen Ringes reagieren (zur Bildung von Imidazopyridinen und Imidazotriazepinen vergleiche A. Bernardini et al.: J.Heterocycl. Chem. 15,937 [1978]). Schließlich ist bekannt, daß N-Aminoheterocyclen mit Monocarbonylverbindungen unter Kondensation zu Hydrazonstrukturen reagieren (P.Molona et al. J.Heterocycl. Chem. 23,43 [1986]; D.F.Liebermann et al. J.Heterocycl. Chem.25,827 [1987]).
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, aus gut zugänglichen und weitgehend ungefährlichen Ausgangsprodukten neue antiallergisch wirksame Pyrazolo[1,5-c]pyrimidine zugänglich zu machen, die in 3-Position Carbonylgruppen tragen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren zur Herstellung von Pyrazolo[1,5-c]pyrimidinenzu entwickeln, das es gestattet, auch Vertreter zugänglich zu machen, die in 3-Stellung eine Carbonylgruppe tragen, und das leicht verfügbare und weitgehend ungefährliche Ausgangsprodukte verwendet
Erfindungsgemäß wir diese Aufgabe dadurch gelöst, daß Pyrazolo[1,5-c]pyrimidine der allgemeinen Formel I,
ΈΗΚ1
in der R und R1 gleich oder verschieden Alkyl, Aryl oder Heteroaryl, R2 und R3 gleich oder verschieden Alkyl, Aryl, Wasserstoff, Hydroxy, Alkoxy oder Amino oder R2R3 zusammen einen ω, ω'-Alkandiyl-Rest darstellen, hergestellt werden durch Umsetzung eines 1-Amino-2-(1H)-Pyrimidinimins der allgemeinen Formel Il
U-JSH,
mit der für Rund R1 erklärten Bedeutung oder eines Salzes eines 1-Amino-2-(1H)-pyrimidinimins der allgemeinen Formel II, wie beispielsweise eines Hydroiodids, Hydrochlorids, Hydrobromid, Hydroperchlorats, Hydroalkylsulfats, Hydrosulfonats, Hydrotetrafluoroborats oder Hydrotriflats, mit einer Dicarbonylverbindung der allgemeinen Formel III
0 0
O1 fr H 2 in
J ill
mit der für R2 und R3 oder R2R3 erklärten Bedeutung uns mit einer Base, wie beispielsweise einem aliphatischen Amin, Pyridin, einem Alkali-oder Erdalkalihydroxid oder-alkoxid.
Das erfindungsgemäße Verfahren geht von weitgehend ungefährlichen und leicht zugänglichen Ausgangsprodukten aus und gestattet es, auch Pyrazolo[1,5-c]pyrimidine zugänglich zu machen, die in 3-Stellung eine Carbonylgruppe tragen. Überraschenderweise wird nicht in Analogie zu bekannten Reaktionen (A. Bernardini et al.: J. Heterocycl. Chem. 15,937 [1978]) bei der Umsetzung der 1-Amino-2(1H)-pyrimidinimine Il mit Dicarbonylverbindungen III ein Pyridazin-oderTriazepinring sondern vielmehr ein 5gliedriger Pyrazolring aufgebaut. Es ist weiterhin überraschend, daß die Pyrazolo[1,5-c]pyrimidine in einem Zuge entstehen, obwohl der Fachmann erwartet, daß lediglich Hydrazonbildung erfolgt. Bestenfall ließe sich noch die anschließende Entstehung von Dihydropyrazolopyrimidinsystemen erwarten. Es kommt aber überraschenderweise zu einer Dehydrierung, auch ohne daß ein externes Oxydationsmittel vorhanden ist. Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es nicht wesentlich, ob unter Ausschluß von Luftsauerstoff oder in Gegenwart von Luftsauerstoff gearbeitet wird. . Die hergestellten Produkte sind neu und besitzen überraschenderweise eine antiallergische Wirkung. Eine derartige pharmakologische Wirkung ist bisher generell an Pyrazolo[1,5-c]pyrimidinen noch nicht bekannt.
Ausführungsbeispiele
Die nach den verschiedenen Varianten hergestellten Pyrazolo[1,5-c]pyrimidine der allgemeinen Formel I sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Variante A
Eine Mischung von 0,01 Mol 1-Amino-2(1 H)-pyrimidinimin der allgemeinen Formel Il als zugehöriges Hydroiodid, 0,03 Mol Dicarbonylverbindung der allgemeinen Formel III, 20 ml Acetonitril und 2 ml Triethylamin wird 15 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird abrotiert und zur Kristallisation des Endproduktes der allgemeinen Formel I wenig Ethanol zugesetzt. Es wird abgesaugt und umkristallisiert.
Variante B
Analog Variante A, jedoch wird 1 Stunde unter Rückfluß erhitzt. Das Reaktionsprodukt fällt bereits beim Abkühlen aus der Reaktionsmischung aus.
Variante C .
Analog Variante A, jedoch werden anstelle desTriethylamins 2 ml Pyridin verwendet.
Variante D
Analog Variante A, jedoch wird das 1-Amino-2(1 H)-pyrimidinimin der allgemeinen Formel Il als freie Base eingesetzt.
Variante E
Analog Variante B, jedoch wird Propanol als Lösungsmittel verwendet.
Variante F -..·.- .._,*
Eine Mischaung von 0,01 Mol 1-Amino-2(1 H)-pyrimidinimin der allgemeinen Formel Il in Form seines Hydroxdides, 0,03 mol Dicarbonylverbindung der allgemeinen Formel III, 20ml Acetonitril und 2ml Triethylamin wird eine Stunde unter Rückfluß erhitzt. Das beim Abkühlen ausfallende Festprodukt wird abgesaugten 15 ml Methylenchlorid aufgenommen und mit 1,6 g Brom versetzt. Etwa 10 Minuten nachdem eine Lösung entstanden ist, setzt die Kristallisation des Endprodukts ein. Es wird abgesaugt und umkristallisiert.
Variante G
Analog Variante H, jedoch wird anstelle des Broms 1 ml konzentrierter Bromwasserstoffsäure verwendet.
Die nach den verschiedenen Varianten hergestellten Pyrazolo[1,5-c]pyrimidine der allgemeinen Formel I
| R | R1 | R' | RJ | Fp. | Ausb./Var. |
| C6H6 | C6H6 | CH3 | CH3 | 203-305 | 35/D |
| (Ethanol) | |||||
| 4-CH3C6H4 | C6H5 | CH3 | CH3 | 195-196 | 36/A1' |
| (Ethanol) | 29/E | ||||
| 4-CH3C6H4 | 4-CH3OC6H4 | CH3 | CH3 | 176-177 | 46/A |
| (Ethanol)' | 41/C | ||||
| 4-CH3C6H4 | CeH6 | CH3C(CH3I2CH2 | 191 | 36/F | |
| (Chloroform) | 33/G | ||||
| 4-CH3C6H4 | C6H6 | OH | CH3 | 158 | 31/B |
| (Ethanol) |
1) Die Substanz zeigt im Test der percutanen Anaphylaxie (5 · 10 5mol,p.o.) an der Ratte folgende Wirkung: 30 Minuten 38,5% 60 Minuten 33% 100 Minuten 23%
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von Pyrazolo[1,5-c]pyrimidinen der allgemeinen Formel I,
o !
E3-C BT
in der R und R1 gleich oder verschieden Alkyl, Aryl oder Heteroaryl, R2 und R3 gleich oder verschieden Alkyl, Aryl, Wasserstoff, Hydroxy, Alkoxy oderAmino oder R2R3 zusammen einen ω, ω' Alkandiyl-Rest darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß ein 1-Amino-2-(1H)-pyrimidinimin der allgemeinen Formel Il
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33606089A DD290654A5 (de) | 1989-12-21 | 1989-12-21 | Verfahren zur herstellung von pyrazolo [1,5-c] ryrimidinen |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD290654A5 true DD290654A5 (de) | 1991-06-06 |
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ID=5615049
Family Applications (1)
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| DD33606089A DD290654A5 (de) | 1989-12-21 | 1989-12-21 | Verfahren zur herstellung von pyrazolo [1,5-c] ryrimidinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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-
1989
- 1989-12-21 DD DD33606089A patent/DD290654A5/de not_active IP Right Cessation
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