DD292375A5 - Verfahren zur herstellung eines mittels gegen retrovirale erkrankungen - Google Patents

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DD292375A5
DD292375A5 DD33826089A DD33826089A DD292375A5 DD 292375 A5 DD292375 A5 DD 292375A5 DD 33826089 A DD33826089 A DD 33826089A DD 33826089 A DD33826089 A DD 33826089A DD 292375 A5 DD292375 A5 DD 292375A5
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DD
German Democratic Republic
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retroviral diseases
dihydro
bis
production
excipients
Prior art date
Application number
DD33826089A
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English (en)
Inventor
Guenter Sydow
Bernd Grimm
Klaus Schinkowski
Joachim Kossowicz
Wolf-Eckehard Voigt
Original Assignee
Berlin-Chemie Ag,De
Zentralinstitut Fuer Krebsforschung Der Adw,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Mittels gegen retrovirale Erkrankungen, das eine hohe Bioverfuegbarkeit sichert. Anwendungsgebiet ist die pharmazeutische Industrie. Erfindungsgemaesz wird Dihydro-bis-guanylhydrazon in Form der loeslichen Salze mit pharmazeutischen Traeger- und Hilfsstoffen verarbeitet und werden daraus Injektions- und Infusionsloesungen, Tabletten, Kapseln, Dragees und Zaepfchen bereitet.{Mittel; retrovirale Erkrankungen; HIV; Bioverfuegbarkeit; Toxizitaet; Injektion; Infusion; Loesungsvermittler; Tabletten; Kapseln; Dragee; Zaepfchen; Dihydro-bis-guanylhydrazon}

Description

Anwendungsgebiet der ErfindungN
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Mittels gegen retrovirale Erkrankungen, insbesondere gegen HIV-Infektion. Anwendungsgebiet ist die pharmazeutische Industrie.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Seitdem nachgewiesen wurde, daß Retroviren nicht nur beim Tier die Ursache für maligne und andere destruktive Erkrankungen sein können, sondern auch beim Menschen das kausale Agens tüi bestimmte Leukämien (HTLV-1 und HTl.V-2) und für das Acquired Immunodeficiency Syndrom = AIDS (HIV-1 und HIV-2) sind, hat die Suche nach Substanzen, die die Infektion bzw. Replikation dieser Viren verhindern oder zumindest signifikant hemmen, eine außerordentlich starke Zunahme erfahren. Gegen die bei zahlreichen Spezies durch Retroviren verursachten Erkrankungen konnten bisher noch keine Mittel zur Anwendung gelangen. In der Humanmedizin kommt zur Zeit lediglich ein Mittel in größerem Umfang gegen AIDS mit einigem Erfolg zum Einsatz, das AZT 1-(3'-Azido-2',3'-dideoxy-ß-D-erythro-pentofuranosyl)thymidin, das jedoch schwer herstellbar und außerdem teuer ist. Darüber hinaus führt auch dieses Therapeutikum nur zu einem vorübergehenden Aufschub der Erkrankungen und zeigt erhebliche toxische Nebeneffekte, die seinen Einsatz begrenzen. Eine völlige Heilung der durch Retroviren bedingten Erkrankungen ist im Augenblick nicht gegeben.
Zur Zeit besteht keine Möglichkeit, die Expression der einmal in das Zellgenom eingebauten Proviren völlig und auf Dauer zu stoppen bzw. die von infizierten Zellen gebildeten Viren restlos zu inaktivieren. Es kann somit nur Versuchtwerden, die Infektion weiterer Zellen zu verhindern, um den Krankheitsverlauf möglichst zu verlangsamen. Eine Schutzimpfung ist in den nächsten Jahren ebenfalls nicht zu erwarten.
Ziel der Erfindung
Die Erfindurg hat das Ziel, ein Verfahren zur Herstellung eines Therapeutikums gegen alle durch Retroviren verursachten Erkrankungen bei Mensch und Tier zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Mittels gegen retrovirale Erkrankungen mit hoher Bioverfügbarkeit und geringer Toxizität aufzuzeigen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem ein Mittel aus Dihydro-bis-guanylhydrazon [p-Phenylen-bis-aminoguanidin] in Form des löslichen Salzes als Hydrochlorid, Acetat oder als Hydroxycarbonsäuresalz wie Lactat oder Ascorbinat als Injektions- oder Infusionslösung zubereitet wird. Der Wirkstoff in Form der löslichen Salze kann unter Zusatz eines Resorptionsvermittlers wie 0,1 % bis 20% eines Eiweiß-Fettsäure-Kondensates und/oder eines Aminosäure-Fettsäure-Kondensates mit weiteren pharmazeutischen Zusatz- und Hilfsstoffen zu Tabletten oder Drageekernen gepreßt und mit einem magensaftresistenten Überzug versehen werden. Er kann auch als magensaftresistante Kapseln formuliert werden.
Außerdem kann der Wirkstoff in der Form des löslichen Salzes mit einem Resorptionsvermittler, wie oben beschrieben, und weiteren pharmazeutischen Zusatz- und Hilfsstoffen zu einer Zäpfchengrundmasse verarbeitet werden, aus der Zäpfchen geformt werden.
Das Mittel bietet die Möglichkeit, die Virämie (Virusgehalt im Blut) erheblich zu senken und die in bestimmten Fällen auftretende Entartung normaler Gewebe erheblich einzuschränken. Dies ist vor allem für die Humanmedizin nach einer bekanntgewordenen HIV-Infektion von Bedeutung, um die Entwicklung der AIDS-Erkrankung zu verhindern oder wenigstens stark zu verlangsamen. Hierbei muß besonders die Möglichkeit einer Kombinationstherapie mit anderen einsetzbaren Mitteln in Erwägung gezogen werden, um toxische Nebenwirkungen bei Langzeitbehandlungen zu reduzieren. Der Wirkstoff ist als anti-neoplastisches und anti-bakterielles Therapeutikum bereits bekannt.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
6g Dihydro-bie-guanylhyirazonhydrochlorid werden in 100ml sterilem Wasser gelöst und steril filtriert. Die Lösung kann als Injektions- oder Infusionslösung eingesetzt werden.
Beispiel 2
5g Dihydro-bis-guanylhydrazonlactat werden in 100 ml sterilem Wass er gelöst und steril filtriert. Die Lösung kann als Injektionsoder Infusionslösung eingesetzt werden.
Beispiel 3
1 g Dihydro-bis-guanylhydrazonascorbinat wird mit 4g Milchzucker/Stärke zu Tabletten oder Drageekernen verpreßt, die mit einem magensaftresistenten Überzug entweder durch Überziehen der Tabletten mit z. B. Latex oder durch Dragierung der Drageekerne versehen werden.
Beispiel 4
5g Dihydro-bis-guanylhydrazonhydrochlorid werden mit 50mg Na-bauroylleucin intensiv vermischt. Das so erhaltene Gemisch wird zu jeweils 250mg in handelsübliche Geh tinekapseln abgefüllt.
Beispiel 5 44,5g Rosupol U, 5,0g Dihydro-bis-guanylhydrazonascorbinat und 0,5g N-Lauroylleucin werden intensiv miteinander vermischt.
Nach üblichen Verfahren werden daraus 25 Zäpfchen zu 2g hergestellt.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung eines Mittels mit hoher Bioverfügbarkeit und geringer Toxizität gegen retrovirale Erkrankungen, insbesondere HIV-Infektionen, dadurch gekennzeichnet, daß Dihydrobis-guanylhydrazon [p-Phenylen-bis-aminoguanidinJ in Form seines Hydrochloride oder Acetats oder seiner Hydroxycarbonsäuresalze Lactat oder Ascorbinat mit einem Resorptionsvermittler vom Typ eines Eiweiß-Fettsäure-Kondensates und/oder eines Aminosäure-Fettsäure-Kondensates versetzt und mit weiteren pharmazeutischen Zusatz- und Hilfsstoffen vermischt und zur Tablette oder einem Drageekern gepreßt und mit einem magensaftresistenten Überzug versehen, oder als magensaftresistente Kapsel formuliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Resorptionsvermittler in Konzentrationen von 0,1 bis 20% eingesetzt wird.
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