DD293049A5 - Verfahren zur herstellung eines mittels gegen retrovirale erkrankungen - Google Patents

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DD293049A5
DD293049A5 DD33826589A DD33826589A DD293049A5 DD 293049 A5 DD293049 A5 DD 293049A5 DD 33826589 A DD33826589 A DD 33826589A DD 33826589 A DD33826589 A DD 33826589A DD 293049 A5 DD293049 A5 DD 293049A5
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DD
German Democratic Republic
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diseases
hiv
fatty acid
infection
retroviral diseases
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Application number
DD33826589A
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English (en)
Inventor
Guenter Sydow
Werner Schulze
Klaus Schinkowski
Joachim Kossowicz
Wolf-Eckehard Voigt
Original Assignee
Berlin-Chemie Ag,De
Zi Fuer Krebsforschung Der Adw,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Mittels gegen retrovirale Erkrankungen, das eine hohe Bioverfuegbarkeit sichert. Anwendungsgebiet ist die pharmazeutische Industrie. Erfindungsgemaesz wird Dihydroambazon in Form der loeslichen Salze mit pharmazeutischen Traeger- und Hilfsstoffen verarbeitet und werden daraus Injektions- und Infusionsloesungen, Tabletten, Kapseln; Dragees und Zaepfchen bereitet.{Mittel; retrovirale Erkrankungen; HIV; Bioverfuegbarkeit; Toxizitaet; Injektion; Infusion; Tabletten; Kapseln; Dragee; Zaepfchen; Dihydroambazon}

Description

-2- 293 Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
5 g Dihydroambazonhydrochloric! werden in 100 ml sterilem Wasser gelöst und steril filtriert. Die Lösung kann als Injektions- oder Infusionslösung eingesetzt werden.
Beispiel 2
7,5g Dihydroambazonlactat werden in 100ml sterilem Wasser gelöst und steril filtriert. Die Lösung kann als Injektions-oder Infusionslösung eingesetzt werden.
Beispiel 3
1 g Dihydroambazonhydrochlorid wird mit 4g Milchzucker/Stärke zu Tabletten oder Drageekernen verpreßt, die mit einem magensaftresistenten Überzug entweder durch Überziehen der Tabletten mit z. B. Latex oder durch Dragierung der Drageekerne versehen werden.
Beispiel 4
5g Dihydroambazonhydrochlorid werden mit 50mg Na-Lauroylleucin intensiv vermischt. Das so erhaltene Gemisch wird zu jeweils 250mg in handelsübliche Gelatinekapseln abgefüllt.
Beispiel 5
44,5g Rosupol U, 5,0g Dihydroambazonascarbinatund 0,5g N-Lauroylleucin werden intensiv miteinander gemischt. Nach üblichen Verfahren werden daraus 25 Zäpfchen zu 2g hergestellt.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung eines Mittels mit hoher Bioverfügbarkeit und geringer Toxizität gegen retrovirale Erkrankungen, insbesondere HIV-Infektionen, dadurch gekennzeichnet, daß Dihydroambazon [p-Phenylen-aminoguanidin-thiosemicarbazid] in Form seines Hydrochlorids oder Acetats oder seiner Hydroxycarbonsäuresalze Lactat oder Ascorbinat mit einem Resorptionsvermittler vom Typ eines Eiweiß-Fettsäure-Kondensates und/oder eines Aminosäure-Fettsäure-Kondensates versetzt und zu einer Zäpfchengrundmasse verarbeitet wird, aus der Zäpfchen geformt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Resorptionsvermittler in Konzentrationen von 0,1 bis 20% eingesetzt wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Mittels gegen retrovirale Erkrankungen, insbesondere gegen HIV-Infektion. Anwendungsgebiet ist die pharmazeutische Industrie.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Seitdem nachgewiesen wurde, daß Retroviren nicht nur beim Tier die Ursache für maligne und andere destruktive Erkrankungen sein können, sondern auch beim Menschen das kausale Agens für bestimmte Leukämien (HTLV-1 und HTLV-2) und für das Acquired Immunodeficiency Syndrom = AIDS (HIV-1 und HIV-2) sind, hat die Suche nach Substanzen, die die Infektion bzw. Replikation dieser Viren verhindern oder zumindest signifikant hemmen, eine außerordentlich starke Zunahme erfahren. Gegen die bei zahlreichen Spezies durch Retroviren verursachten Erkrankungen konnten bisher noch keine Mittel zur Anwendung gelangen. Inder Humanmedizin kommt zur Zeit lediglich ein Mittel in größerem Umfang gegen AIDS mit einigem Erfolg zum Einsatz, das AZT 1-(3'-Azido-2',3'-dideoxy-ß-D-erythro-pentofuranosyl)thymidin, das jedoch schwer herstellbar und außerdem teuer ist. Darüber hinaus führt auch dieses Therapeutikum nur zu einem vorübergehenden Aufschub der Erkrankungen und zeigt erheblichen toxische Nebeneffekte, die seinen Einsatz begrenzen. Eine völlige Heilung der durch Retroviren bedingten Erkrankungen ist im Augenblick nicht gegeben.
Zur Zeit besteht keine Möglichkeit, die Expression der einmal in das Zellgenom eingebauten Proviren völlig und auf Dauer zu stoppen bzw. die von infizierten Zellen gebildeten Viren restlos zu inaktivieren. Es kann somit nur versucht werden, die Infektion weiterer Zellen zu verhindern, um den Krankheitsverlauf möglichst zu verlangsamen. Eine Schutzimpfung ist in den nächsten Jahren ebenfalls nicht zu erwarten.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, ein Verfahren zur Herstellung eines Therapeutikums gegen alle durch Retroviren verursachten Erkrankungen bei Mensch und Tier zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Mittels gegen retrovirale Erkrankungen mit hoher Bioverfügbarkeit und geringer Toxizität aufzuzeigen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem ein Mittel aus Dihydroambazon [p-Phenylen-aminoguanidin-thiosemicarbazid] in Form des löslichen Salzes als Hydrochlorid, Acetat oder Hydroxycarbonsäuresalzwie Lactat oder Ascorbinat als Injektions-oder Infusionslösung zubereitet wird. Der Wirkstoff in Form der löslichen Salze kann unter Zusatz eines Resorptionsvermittlers wie 0,1 % bis 20% eines Eiweiß-Fettsäure-Kondensates und/oder eines Aminosäure-Fettsäure-Kondensates mit weiteren pharmazeutischen Zusatz- und Hilfsstoffen zu Tabletten oder Drageekemen gepreßt und mit einem magensaftresistenten Überzug versehen werden. Er kann auch als magensaftresistente Kapseln formuliert werden.
Außerdem kann der Wirkstoff in der Form des löslichen Salzes mit einem Resorptionsvermittler, wie oben beschrieben, und weiteren pharmazeutischen Zusatz-und Hilfsstoffen zu einer Zäpfchengrundmasse verarbeitet werden, aus der Zäpfchen geformt werden.
Das Mittel bietet die Möglichkeit, die Virämie (Virusgehalt im Blut) erheblich zu senken und die in bestimmten Fällen auftretende Entartung normaler Gewebe erheblich einzuschränken. Dies ist vor allem für die Humanmedizin nach einer bekannt gewordenen HIV-Infektion von Bedeutung, um die Entwicklung der AIDS-Erkrankungzu verhindern oder wenigstens stark zu verlangsamen. Hierbei muß besonders die Möglichkeit einer Kombinationstherapie mit anderen einsetzbaren Mitteln in Erwägung gezogen werden, um toxische Nebenwirkungen bei Langzeitbehandlungen zu reduzieren. Der Wirkstoff ist als anti-neoplastisches und anti-bakterielles Therapeutikum bekannt.
DD33826589A 1989-08-29 1989-08-29 Verfahren zur herstellung eines mittels gegen retrovirale erkrankungen DD293049A5 (de)

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