DD294979A5 - Ring fuer eine ringspinn- oder ringzwirnmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Ring fuer eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine, der aus Steg und Flansch besteht, der Flansch von einem Laeufer umfaszt wird und der Ring aus zwei Werkstoffen besteht, die unterschiedliches Waermeableitungsvermoegen aufweisen. Die Erfindung besteht darin, dasz an der Oberseite des Flansches (3) eine Vertiefung (4) angeordnet ist, die Vertiefung (4) mit einem Fuellwerkstoff (5) gefuellt ist, der Fuellwerkstoff (5) ein besseres Waermeableitungsvermoegen aufweist als der Werkstoff des Ringes (1) und im Bereich der Oberflaeche des Flansches (3) Fuellwerkstoff (5) eingelagert ist. Erfindungsgemaesz wird die technische Wirkung erzielt, dasz die unterschiedlichen Werkstoffe des Ringes ohne besondere Vorkehrungen und in einer Weise verbunden werden, die eine schnelle Waermeableitung sichert. Figur{Ringspinnmaschine; Ringzwirnmaschine; Ring; zwei Werkstoffe; Waermeableitungsvermoegen, unterschiedlich; Vertiefung; Fuellwerkstoff; Werkstoff, eingelagert; spezifische Oberflaeche, vergroeszert}
Description
Die Wirkungsweise Ist folgende
Die an der Kontaktfläche 9 entstandene Wärme wird durch den Füllwerkstoff 5, der sich In der Vertiefung 4 befindet, von der Kontaktfläche 9 abgeleitet und sowohl über die Fläche 6 des Füllwerkstoffes 5 an der Oberseite des Flansches 3 an die Umgebung abgegeben als auch in das Innnere des Ringes 1 abgeleitet. Zusätzlich findet durch die Reibpaarung zwischen dem Metall des Ringes 1 und dem Metall des Läufers 7 an der Kontaktfläche 9 eine selektive Metallübertragung statt. So wird zunächst Kupfer, das im Bereich der Oberfläche des Flansches 3 eingelagert ist, auf die Oberfläche des Läufers 7 übertragen. Ist ein bestimmter Zustand erreicht, wird das Kupfer vom Läufer 7 wieder auf den Flansch 3 übertragen. Es findet ein ständiges Wandern des Kupfers statt, was eine Schmierung bewirkt, die einer Schmierung mit Flüssigkeit gleichzusetzen ist. Der Reibkoeffizientwird gesenkt, wodurch der Verschleiß des Läufers 7 und die Temperatur am Ring 1 gesenkt werden.
Es ist auch möglich, als Füllwerkstoif Kupferlegierung oder andere Werkstoffe zu verwenden, die ein gutes Wärmeableitungsvermögen aufweisen.
Auch für den Ring kann ein anderer geeigneter Werkstoff verwendet werden.
Die spezifische Oberfläche des Füllwerkstoffes kann in anderer Weise vergrößert werden.
In der Vertiefung kann auch ein handelsüblicher Ring, z. B. aus Kupfer, eingepreßt werden.
Das Einlagern des Füllwerkstoffes im gasförmigen Zustand kann auch durch Galvanisieren oder Spritzen erfolgen.
Ein Ring für eine Ringzwirnmaschine ist in der gleichen Weise ausgebildet.
Claims (3)
1. Ring für eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine, der aus Steg und Flansch besteht, der Flansch von einem Läufer umfaßt wird und der Ring aus zwei Werkstoffen besteht, die unterschiedliches Wärmeableitungsvermögen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite des Flansches (3) eine Vertiefung (4) angeordnet ist, die Vertiefung (4) mit einem Füllwerkstoff (5) gefüllt ist, der Füllwerkstoff (5) ein besseres Wärmeableitungsvermögen aufweiset als der Werkstoff des Ringes (1) und im Bereich der Oberfläche des Flansches (3) Füllwerkstoff (5) eingelagert ist.
2. Ring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Oberseite des Flansches (3) befindliche Fläche (6) des Füllwerkstoffes (5) eine vergrößerte spezifische Oberfläche aufweist.
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Ring für eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine, der aus Steg und Flansch besteht, der Flansch von einem Läufer umfaßt wird und der Ring aus zwei Werkstoffen besteht, die unterschiedliches Wärmeableitungsvermögen aufweisen.
Charakteristik des bekannten Standet der Technik
Durch die DE 38 39 920 A1 D 01 H 7/60 ist ein Ring der eingangs genannten Art bekannt, bei dem der Flansch aus Siliciumcarbidkeramik und der übrige Ring aus Kohlenstoffstahl, Leichtmetall, Kohlenstoff oder ähnlichem besteht. Der Flansch wird mit dem übrigen Ring durch Aufpressen oder Verkleben verbunden. Am Flansch kann auch zumindest der Teil der Oberfläche, der in Kontakt mit dem Läufer tritt, mit Siliciumcarbidkeramik beschichtet sein. Nachteilig ist dabei, daß die Herstellung aufwendig ist. Beim Verkleben des Flansches mit dem Ring kommt der Nachteil hinzu, daß infolge des zwischen dem Flansch und dem Ring befindlichen Klebstoffes, z. B. Epoxidharz, die Wärmeleitung zwischen Flansch und Steg behindert wird. Infolge der nicht ausreichenden Wärmeableitung kommt es bei steigender Geschwindigkeit zu erhöhtem Läuferverschleiß und damit zu Produktionsausfällen.
Ziel der Erfindung
Die Anwendung der Erfindung hat zum Ziel, den Aufwand zu senken und Produktionsausfälle zu vermeiden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die unterschiedlichen Werkstoffe des Ringes ohne besondere Vorkehrungen und in einer Weise zu verbinden, die oine schnelle Wärmeableitung sichert.
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß an der Oberseite des Flansches eine Vertiefung angeordnet ist, die Vertiefung mit einem Füllwerkstoff gefüllt ist, der Füllwerkstoff ein besseres Wärmeableitungsvermögen » ifweist als der Werkstoff des Ringes und im Bereich der Oberfläche des Flansches Füllwerkstoff eingelagert ist. In einer weiteren Ausführung weist die an der Oberseite des Flansches befindliche Fläche des Füllwerkstoffes eine vergrößerte spezifische Oberfläche auf, wodurch der Vorteil eintritt, daß die Wärmeableitung weiter verbessert wird.
Ausführungsbeispiel
Die zugehörige Zeichnung zeigt einen Teil eines Ringes im senkrechten Schnitt. Der Ring 1 für eine Ringspinnmaschine besteht aus einem Steg 2 und einem Flansch
3. Der Ring 1 besteht aus zwei Werkstoffen, die unterschiedliches Wärmeableitungsvermögen aufweisen. Der Ring 1 wird zunächst so hergestellt, daß an der Oberseite des Flansches 3 eine Vertiefung 4 angeordnet ist. Die Vertiefung 4 wird mit einem Füllwerkstoff 5 gefüllt. Als Füllwerkstoff 5 wird Kupfer verwenrlst, das ein besseres Wärmeableitungsvermögen aufweist als der Werkstoff des Ringes 1. Der Ring 1 wird hergestellt aus Kugellagerstahl 100 Cr 6. Der Füllwerkstoff wird in flüssigem Zustand durch Hartlöten in die Vertiefung 4 eingebracht und mit dem Flansch 3 verbunden. Die ander Oberseite des Flansches 3 befindliche Fläche 6 des Füllwerkstoffes 5 weist eine vergrößerte spezifische Oberfläche auf. Diese Vergrößerung wird dadurch erreicht, daß die Fläche 6 gefurcht ist. Außerdem ist im Bereich der Oberfläche des Flansches 3 Kupfer eingelagert. Das Einlagern des Kupfers erfolgt durch Aufdampfen im gasförmigen Zustand. Der Ring 1 wird von einem Läufer 7 umfaßt. Unter der Einwirkung des nicht dargestellten aufzuwindenden Garnes wird der Läufer 7 in eine rotierende Bewegung entlang des Ringes 1 um die Spindelachse 8 versetzt und an die Kontaktfläche 9 des Ringes 1 gepreßt. An der Kontaktfläche 9 entsteht infolge der Reibung Wärme.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD90341285A DD294979A5 (de) | 1990-06-05 | 1990-06-05 | Ring fuer eine ringspinn- oder ringzwirnmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD294979A5 true DD294979A5 (de) | 1991-10-17 |
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| DD90341285A DD294979A5 (de) | 1990-06-05 | 1990-06-05 | Ring fuer eine ringspinn- oder ringzwirnmaschine |
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| DD (1) | DD294979A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006055200A1 (de) * | 2006-11-21 | 2008-05-29 | Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg | Spinnring für Ringspinnmaschinen |
-
1990
- 1990-06-05 DD DD90341285A patent/DD294979A5/de not_active IP Right Cessation
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