DD296323A5 - Verfahren zum stabilisieren von polyoxadiazol gegen versproeden und verfaerben - Google Patents

Verfahren zum stabilisieren von polyoxadiazol gegen versproeden und verfaerben Download PDF

Info

Publication number
DD296323A5
DD296323A5 DD34242590A DD34242590A DD296323A5 DD 296323 A5 DD296323 A5 DD 296323A5 DD 34242590 A DD34242590 A DD 34242590A DD 34242590 A DD34242590 A DD 34242590A DD 296323 A5 DD296323 A5 DD 296323A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
polyoxadiazole
silk
stabilization
process according
stabilizing
Prior art date
Application number
DD34242590A
Other languages
English (en)
Inventor
Horst Krause
Klaus-Peter Mieck
Ernst Wiesener
Hans-Eberhard Seyfarth
Wolfgang Haubold
Reingard Knopel
Original Assignee
Veb Chemiefaserkombinat Schwarza "Wilhelm Pieck",De
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Veb Chemiefaserkombinat Schwarza "Wilhelm Pieck",De filed Critical Veb Chemiefaserkombinat Schwarza "Wilhelm Pieck",De
Priority to DD34242590A priority Critical patent/DD296323A5/de
Publication of DD296323A5 publication Critical patent/DD296323A5/de

Links

Landscapes

  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stabilisieren von Polyoxadiazol gegen Versproeden und Verfaerben. Das Verfahren dient in der Chemie- und in der Leichtindustrie zur Stabilisierung von Polyoxadiazolfaser- und -formstoffen gegen den durch photolytisch, oxidativ, photooxidativ, thermooxidativ wirkende Einfluszgroeszen ausgeloesten Polymerabbau. Erreicht werden die Stabilisierungsreaktionen durch den Einsatz von * die nach der Herstellung, vor der Verarbeitung oder vor der Verwendung des Polyoxadiazolmaterials aufgebracht werden. Mit der Stabilisierung der Polyoxadiazolprodukte werden spezielle Eigenschaften fuer Verarbeitung und Einsatzgebiete graduell und zeitlich verbessert und damit die Nutzungsmoeglichkeiten erweitert.{Chemieindustrie; Leichtindustrie; Polyoxadiazol; Versproedung; Verfaerbung; Stabilisierungsverfahren; Stabilisatoren; Tetramethylpiperidin-Derivate}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Stabilisierung von polymeren Massen auf der Basis von Polyoxadiazol sowie aus diesen erhaltenen Fasern, Seiden, Filmen und anderen Formkörpern nach ihrer Herstellung, Verarbeitung oder vor ihrer Aufwendung, um Versprödung und Verfärbung zu inhibieren oder zu hemmen, damit das Verarbeitungs- und Anwendungsverhalten zu verbessern, den Gebrauchswert der Polyoxadiazolmaterialien zu erhöhen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekanntlich neigen polymere Materialien aus Polyoxadiazol während der Lagerung, Verarbeitung und Anwendung unter dem Einfluß von Licht, ohne oder mit Sauerstoff oder anderen Oxidationsmitteln und Wärme, zum Abbau. Zuerst treten meist Verfärbung und Versprödung auf. Das führt zu einer Verschlechterung des Verarbeitungsverhaltens und der Anwendungseigenschaften.
Die Zersetzungswirkung, denen die Polyoxadiazolmaterialien unterliegen, wird gewöhnlich durch Einarbeitung oder Aufbringung von niedermolekularen oder polymeren Substanzen begrenzt.
Bekannt ist die Einarbeitung von niedermolekularen Verbindungen, wie N-Salicylidensalicylsäurehydrazinderivaten, in Polyoxadiazol gegen Abbau bei Bewitterung, d.h. bei Einwirkung von Licht, Luft, Wasser (JP-PS 48071455).
Es wurde bereits eine Auftragung von Schutzschichten aus polymeren und niedermolekularen Substanzen, wie Epoxidharz in Kombination mit weiteren organischen Komponenten, aus organischem Lösemittel auf Polyoxadiazol gegen Abbau durch Licht und Oxidation vorgeschlagen (WP D06M/3267163).
Die oben genannten Substanzen, auch ihr Einsatz in Form geeigneter Kombinationen miteinander, gestatten die Stabilisierung des Polyoxadiazole, die in der Praxis auch akzeptabel ist, jedoch nicht vollständig befriedigen kann, z.B. hinsichtlich Verfärbungs-, Migrations- und Abriebverhalten der Stabilisatoren selbst oder ihrer Reaktionsprodukte. Damit wird der Wirkungsgrad und die Wirkungsdauer der Stabilisatoren und schließlich die Stabilisierung des Polyoxadiazole eingeschränkt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Stabilisierung von Polyoxadiazolmassen sowie daraus hergestellten Fasern, Seiden, Filmen und anderen Form körpern gegen Verspröden und Verfärben während der Lagerung, Verarbeitung und Anwendung.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung eines ökonomischen und ökologischen Verfahrens zur Stabilisierung von polymeren Massen auf der Basis von Polyoxadiazol sowie aus diesem erhaltene Fasern, Seiden, Filme und anderer Formkörper nach ihrer Herstellung, Verarbeitung oder vor ihrer Anwendung, um Verspröden oder Verfärben zu inhibieren oder zu hemmen und dadurch charakteristische Eigenschaften länger entsprechend den Bedingungen der Verarbeitung und der Einsatzgebiete zu erhalten bzw. den Gebrauchswert zu erhöhen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß 4-Hydroxy-2.2.6.6-Tetramethylpiperidin oder dessen Ester mit Mono- und Dicarbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und/oder 4-Amino-2.2.6.6-Tetramethylpiperidin oder dessen Amide mit Mono- und Dicarbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen entweder in reiner Form oder als Gemische als Stabilisatoren eingesetzt werden.
Ester und Amide von Mono- bzw. Dicarbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind besonders wirksam. Bevorzugt sind dabei die Amide bzw. Ester mit Essigsäure und Oxalsäure.
Je nach den Forderungen aus den technologischen Bedingungen und des Einsatzgebietes kann es zweckmäßig sein, den Stabilisator oder die Stabilisatorkombination durch Aufpudern, Aufsprühen im Tauch- oder im Ausziehverfahren aus wäßriger Phase bei Temperaturen von 293 bis 343 K ohne oder mit weiteren Verarbeitungshilfsmitteln aufzubringen. Dabei können auch gefärbte Polyoxadiazolmaterialien eingesetzt werden.
Die Zusammensetzung der Stabilisatorkombinationen ist abhängig von den Anforderungen an die Polyoxadiazolmaterialien.
Die Einsatzkonzentrationen der Stabilisatoren betragen 0,1 bis 12 Masseanteile in %.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Beispiel 1
Eine präparierte Polyoxadiazolseide lOOtexf 1000 wird in einer wäßrigen Lösung, die 10 Masseanteile 4-Amino-2.2.6.6-Tetramethylpiperidin in % enthält, wie folgt behandelt: „Einbringen der Seide in die Lösung bei 293K; Erwärmen der Lösung unterständiger Bewegung der Seide in 15 Minuten auf 338 K; weitere 15 Minuten Behandlung der bewegten Seide in der Lösung bei 338 K; Entnahme der Seide aus der Lösung und Trocknen der Seide an der Luft bei Raumtemperatur. Die Stabilität der so behandelten Seide wird in einem Xenotestgerät bei 303K und 67% relativer Luftfeuchtigkeit geprüft. Tabelle 1 zeigt das Belichtungsreißkraftverhältnis (Verhältnis der Reißkraft der unbelichteten Seide zu dem der belichteten Seide) fB der unstabilisierten im Vergleich zur stabilisierten Seide nach 20h Belichtung.
Tabelle 1
Polyoxadiazolseide fein%
ohne Stabilisator 18
mitStabilisator 39
Beispiel 2
Eine nicht präparierte Polyoxadiazolseide 10Otex f 1 000 wird in einer wäßrigen Lösung, die 10 Masseanteile 4-Hydoxy-2.2.6.6-Tetramethylpiperidin in % enthält, wie folgt behandelt: „Einbringen der Seide in die Lösung bei 298 K; Erwärmen der Lösung unter ständiger Bewegung der Seide in 15 Minuten auf 343 K; Behandeln der Seide unter ihrer ständigen Bewegung während einer Dauer von 15 Minuten mit der Lösung bei 343 K; Entnahme der Seide aus der Lösung und Trocknen der Seide an der Luft bei Raumtemperatur."
Die Stabilität der so behandelten Seide wird in einem Xenotestgerät bei 303K und 67% relativer Luftfeuchtigkeit geprüft. Tabelle 2 zeigt das Belichtungsreißkraftverhältnis fB der unstabilisierten im Vergleich zur stabilisierten Seide nach 20h Belichtung.
Tabelle 2
Polyoxadiazolseide fBin%
ohne Stabilisator 17
mitStabilisator 41

Claims (7)

1. Verfahren zum Stabilisieren von Polyoxadiazol gegen Verspröden und Verfärben sowie aus diesen erhaltenen Fasern, Seiden, Filmen und anderen Formkörpern nach ihrer Herstellung, Verarbeitung oder vor ihrer Anwendung, gekennzeichnet dadurch, daß als Stabilisatoren 4-Hydroxy-2.2.6.6-Tetramethylpiperidin oder dessen Ester mit Mono- und Dicarbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und/oder
4-Amino-2.2.6.6-Tetramethylpiperidin oder dessen Amide mit Mono- und Dicarbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
entweder in reiner Form oder als Gemische eingesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß in einer wäßrigen Lösung gearbeitet wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß kontinuierlich im Tauchverfahren gearbeitet wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß diskontinuierlich im Ausziehverfahren gearbeitet wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß bei 293 bis 343 K gearbeitet wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß gefärbte Polyoxadiazolmaterialien eingesetzt werden.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Stabilisatoren ohne oder mit weiteren geeigneten Hilfsmitteln, wie Antistatika, Komplexbildnern, Quenchern und Gleitmitteln aufgebracht werden.
DD34242590A 1990-07-02 1990-07-02 Verfahren zum stabilisieren von polyoxadiazol gegen versproeden und verfaerben DD296323A5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD34242590A DD296323A5 (de) 1990-07-02 1990-07-02 Verfahren zum stabilisieren von polyoxadiazol gegen versproeden und verfaerben

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD34242590A DD296323A5 (de) 1990-07-02 1990-07-02 Verfahren zum stabilisieren von polyoxadiazol gegen versproeden und verfaerben

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD296323A5 true DD296323A5 (de) 1991-11-28

Family

ID=5619737

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD34242590A DD296323A5 (de) 1990-07-02 1990-07-02 Verfahren zum stabilisieren von polyoxadiazol gegen versproeden und verfaerben

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD296323A5 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2749319A1 (fr) * 1996-05-28 1997-12-05 Ciba Geigy Ag Melange stabilisant, composition le contenant et procede l'utilisant pour stabiliser une matiere organique

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2749319A1 (fr) * 1996-05-28 1997-12-05 Ciba Geigy Ag Melange stabilisant, composition le contenant et procede l'utilisant pour stabiliser une matiere organique
NL1006140C2 (nl) * 1996-05-28 2000-07-07 Ciba Sc Holding Ag Mengsels van polyalkylpiperidine-4-yldicarbonzuuresters als stabilisatoren voor organische materialen.
BE1012526A5 (fr) * 1996-05-28 2000-12-05 Ciba Sc Holding Ag Melange stabilisant, composition le contenant et procede l'utilisant pour stabiliser une matiere organique.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0143175B2 (de) Formaldehydfreie wässrige Kunststoffdispersionen auf Basis eines vernetzbaren Polymerisats, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE2062547B2 (de) Oberflächenmodifizierte Polyesterformkörper mit verbesserter Schmutzfreisetzungseigenschaft und Dispersionsfärbbarkeit
DE2445404A1 (de) Verfahren zum spinnen von faserbildenden polyestern
WO1990001043A1 (de) Hydrophiles polymer mit gegenüber hydrophilen lösungsmitteln erhöhter beständigkeit
DE1619065B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Geweben mit verbessterter Reissfestigkeit und verbessertem Glanz
DE2332277B2 (de) 2-hydroxyalkyl-aminoalkylaether und ihre verwendung zur antistatischen ausruestung von kunststoffen
DE2263311B2 (de) Überzugsmasse aus Polyvinylbutyral und/oder Polyvinylacetat
WO1994025492A1 (de) Stabile form- bzw. spinnmasse enthaltend cellulose
DD296323A5 (de) Verfahren zum stabilisieren von polyoxadiazol gegen versproeden und verfaerben
DE2124473B2 (de) Poroese acrylfasern und verfahren zu deren herstellung
DE1494428A1 (de) UEberzugsmasse und Verfahren zur Herstellung von ueberzogenen Gegenstaenden
DE1084233B (de) Verfahren zur Modifizierung von geformten Gebilden aus natuerlichen oder regenerierten natuerlichen Polymeren
DE4009209A1 (de) Geformte gebilde aus aromatischen polyetherketonen, die gegen uv-strahlung stabilisiert sind, und ein verfahren zu deren herstellung
DE1419403C (de) Verfahren zum Konditionieren, Schmälzen und Antistatischmachen von Fasern und Fäden aus einem Acrylnitrilpolymerisat
DE875405C (de) Verfahren zur Stabilisierung von Reaktionsprodukten von Polymerisaten oder Mischpolymerisaten von konjugierten Dienen mit Schwefeldioxyd, insbesondere gegen die Einwirkung des Lichtes
DE2132805C3 (de) Antistatisches Ausrüsten von Kunststoff-Formkörpern
DE2336097A1 (de) Verfahren zur antistatischen ausruestung von kunststoffen
DE2422720A1 (de) Orientierte formkoerper aus polymeren
DE2031234C3 (de) Verfahren zum Herstellen von wasserabstoßendem, luftdurchlässigem Kunstleder
DE1569124C3 (de) Gegen Hitze, Licht und Alterung stabilisierte Formmasse
EP0947558A1 (de) Hochmolekulare Poly(meth)acrylatharze für Plastisole
DE949683C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, wie Faeden oder Fasern, aus geschmolzenen Polyestern oder Mischpolyestern
DE1010494B (de) Verfahren zum Anbringen haltbarer, wasserabstossender Beschichtungen auf Fasermaterialien
DD275494A1 (de) Verfahren zum schutz von polyoxadiazol
DE2124874C3 (de) Tertiäre Aminoester als Antistatika

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee