DD299175A5 - Verfahren zur hydrierung von halogenierten nitroaromatischen verbindungen in gegenwart von katalysatoren auf der grundlage von edelmetallen - Google Patents

Verfahren zur hydrierung von halogenierten nitroaromatischen verbindungen in gegenwart von katalysatoren auf der grundlage von edelmetallen Download PDF

Info

Publication number
DD299175A5
DD299175A5 DD34431890A DD34431890A DD299175A5 DD 299175 A5 DD299175 A5 DD 299175A5 DD 34431890 A DD34431890 A DD 34431890A DD 34431890 A DD34431890 A DD 34431890A DD 299175 A5 DD299175 A5 DD 299175A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
hydrogenation
catalyst
halogenated
nitroaromatic compounds
deposited
Prior art date
Application number
DD34431890A
Other languages
English (en)
Inventor
Rose-Marie Bailliard
Georges Cordier
Jean-Michel Grosselin
Original Assignee
Rhone-Poulenc Chimie,Fr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone-Poulenc Chimie,Fr filed Critical Rhone-Poulenc Chimie,Fr
Publication of DD299175A5 publication Critical patent/DD299175A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/30Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of nitrogen-to-oxygen or nitrogen-to-nitrogen bonds
    • C07C209/32Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of nitrogen-to-oxygen or nitrogen-to-nitrogen bonds by reduction of nitro groups
    • C07C209/36Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of nitrogen-to-oxygen or nitrogen-to-nitrogen bonds by reduction of nitro groups by reduction of nitro groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings in presence of hydrogen-containing gases and a catalyst
    • C07C209/365Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of nitrogen-to-oxygen or nitrogen-to-nitrogen bonds by reduction of nitro groups by reduction of nitro groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings in presence of hydrogen-containing gases and a catalyst by reduction with preservation of halogen-atoms in compounds containing nitro groups and halogen atoms bound to the same carbon skeleton
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/30Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of nitrogen-to-oxygen or nitrogen-to-nitrogen bonds
    • C07C209/32Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of nitrogen-to-oxygen or nitrogen-to-nitrogen bonds by reduction of nitro groups
    • C07C209/36Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of nitrogen-to-oxygen or nitrogen-to-nitrogen bonds by reduction of nitro groups by reduction of nitro groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings in presence of hydrogen-containing gases and a catalyst

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Abstract

Verfahren zur Hydrierung von halogenierten, nitroaromatischen Verbindungen in Gegenwart von Katalysatoren auf der Grundlage von Edelmetallen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hydrierung von nitrierten und halogenierten, aromatischen Verbindungen. Sie betrifft insbesondere die Herstellung halogenierter Amine. Es wird Platin oder Palladium auf einen Traeger auf der Grundlage von Aluminiumoxid abgeschieden, was diesen Hydrierkatalysator einfach dekantierbar und deshalb recyclierbar macht und ihm saemtliche zur Hydrierung von halogenierten, nitroaromatischen Verbindungen erforderlichen Eigenschaften verleiht.

Description

(Z)q (YIp(X)n-Ar-NO2
hat, worin
- Ar eine gegebenenfalls durch eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylgruppe substituierte mono-, poly- oder heterocyclische Aromatenverbindung,
- X, Y und Z jeweils ein aus Flur, Chlor und Brom ausgewähltes Halogen und
- η, ρ und q jeweils eine ganze Zahl von O bis 5 bedeuten, wobei die Summe aus η + ρ + q eine ganze Zahl größer oder gleich 1 ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Ar einen monoeyclischen Aromater.rest und X und Y Chlor und/oder Fluor bedeuten.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in einem aus den Alkoholen und den Aromatenverbindungen ausgewählten Lösungsmittel durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Methanol ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des eingesetzten Katalysators zwischen 1 und 2 Gramm pro Liter Reaktionsmilieu beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im eingesetzten Katalysator die Gewichtsmenge Metall, bezogen auf den Träger auf der Grundlage von Aluminiumoxid, zwischen 0,1 und 1 % beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionstemperatur zwischen 7O0C und 1500C und vorzugsweise zwischen 700C und 1000C liegt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hydrierung nitrierter und halogenierter aromatischer Verbindungen. Insbesondere betrifft sie die Herstellung halogenierter Amine.
Wenn ein Hydrierverfahren mit einer nitrierten aromatischen Verbindung, die mit dem Aromatenring verbundene Halogenatome aufweist, durchgeführt wird, findet gleichzeitig mit der Umwandlung der Nitro- in die Aminogruppe eine Dehalogenierung mit Verlust von Halogenatomen in Form von Chlorwasserstoff statt.
Dieses Phänomen ist sehr lange, seit seiner Beschreibung durch P. Sabatier und A. Mailhe im Jahre 1904 bekannt.
Zur Vermeidung dieser Nebenreaktion sind zahlreiche Patente angemeldet worden, die sämtlich die Erhaltung der richtigen Katalysatoraktivität gestatten.
Diese Patentschriften können in zwei Gruppen eingeteilt werden: Jene die als Hydrierkatalysator Raney-Nickel und jene die
Platin oder Palladium verwenden. ,
Alle diese Patentschriften beschreiben die Verwendung eines modifizierten Katalysators. Aus der ersten Gruppe der Patentschriften, die die Verwendung von Raney-Nickel beschreiben, sind die US-PS 30 67 253, GB-PS 1191610, JP-PS 73-49728, GB-PS 1 498 722 und die FR-PS 2 245 615 zu nennen.
Die US-PS 30 67 253 beschreibt die Verwendung von Raney-Nickel, dem Calcium- oder Magnesiumhydroxid zugesetzt ist.
Dennoch sind die Reaktionstemperaturen immer niedrig (25 bis 60°C), um die Dehalogenierung zu vermeiden, was den industriellen Einsatz dieser Verfahren nicht erlaubt.
Die GB-PS 1 191 610 beschreibt die Verwendung von Raney-Nickel in Gegenwart eines Thiocyanats. Dieses Verfahren erlaubt nur eine langsame Hydrierung (4 bis 8 Stunden), während der sich der Katalysator verändert, was einen Einsatz für ein kontinuierliches Verfahren nicht gestattet.
Die JP-PS 73-49728 beschreibt die Verwendung von Raney-Nickel in Gegenwart eines Alkylamins, eines Alkanolamine oder einer heterocyclischen Base. In dieser Patentschrift ist die Hydriertemperatur wie in der zuvor genannten US-PS auf 60°C begrenzt.
Diese Temperatur gestattet keine industriell befriedigende Nutzung, da dabei die Verfahrensausbeute unzureichend ist. In der FR-PS 2 245 615 ist sogar angegeben, daß das Verfahren der JP-PS 73-49728 es nicht gestattet, die Dehalogenierung in befriedigender Weise zu vermeiden, da wenigstens 5% des erhaltenen Anilins dehalogeniert sind.
Die GB-PS 14 98 722 beschreibt die Verwendung von Raney-Nickel mit einem Trialkylphosphit. Die Reaktionstemperatur beträgt etwa 1000C, jedoch ist der Dehalogenierungsgrad sehr hoch, da er zwischen 2 und 8% schwankt. Deshalb ist dieses Verfahren nicht industriell anwendbar.
Die letzte, die Verwendung von Raney-Nickel beschreibende Patentschrift ist die FR-PS 2 245 615, dio einen Dehalogenierungsinhibitor an dieses bindet, der aus Dicyandiamid, Cyanamid und Calciumcyanamid ausgewählt ist. Die Reaktionstemperatur der Hydrierung liegt zwischen 50 und 130°C und die Dehalogenierungsgrade sind in ner kleiner als 0,15%.
Aus der zweiten Gruppe der Patentschriften, die die Verwendung von Metallen der Platingruppe beschreiben, sind die FR-PS 2 330 669 und die FR-PS 2 127 092 zu nennen.
Die FR-PS 2 330 669 beschreibt die Verwendung von Platin, das auf Kohlenstoff abgeschieden und durch eine Schwefelverbindung, ausgewählt aus den Thioethern und den Disulfiden, inhibiert ist, als Hydrierkatalysator für chlorierte nitroaromatische Verbindungen. Der Dehalogenierungsgrad ist sehr niedrig (0,01 bis 0,08%), er wird bewirkt durch den großen Platinanteil, der sogar bei Abwesenheit der Schwefelverbindung keine Dehalogenierung verursacht. Dio FR-PS 2 127 092 beschreibt die Herstellung eines geschwefelten (sulfidisierten) Plantinkatalysators, der auf Kohlenstoff abgeschieden ist. Die Herstellung dieses Katalysators besteht zunächst aus seiner Hydrierung und anschließender Schwefelung durch Schwefelwasserstoffzugabe mit einer Menge zwischen 0,45 und 0,55mol Schwefelwasserstoff pro mol absorbiertem Wasserstoff.
Einerseits ist die Herstellung des Katalysators schwierig und andererseits erlaubt die Verwendung eines auf Kohlenstoff abgeschiedenen Katalysators keine einfache Dekantierung der Katalysatormenge und führt so zu einer sehr erschwerten Nutzung des Verfahrens bei kontinuierlicher Arbeitsweise. Die Verwendung des sehr teuren Platins als Katalysator hat die Industrie vom Einsatz eines solchen Verfahrens abgeschreckt.
Die Erfindung stellt deshalb auf einen Träger auf Aluminiumoxidgrundlage abgeschiedenes Platin oder Palladium bereit, was diesen Hydrierkatalysator einfach dekantierbar und damit recyclierbar macht und ihm sämtliche für die Hydrierung halogenierter nitroaromatischer Verbindungen erforderlichen Eigenschaften verleiht.
Sie besteht aus dem Zusammenführen der halogenieren oder polyhalogenierten, nitroaromatischen Verbindung mit dem Hydrierkatalysator, der aus auf einem Träger auf der Grundlage von Aluminiumoxid abgeschiedenem Platin oder Palladium besteht.
Die halogenieren nitroaromatischen Verbindungen, welche mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hydriert werden können, haben die folgende Formel
(Z)q (YIp(X)n-Ar-NO2
- Ar einen gegebenenfalls durch eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylgruppe substituierten mono-, poly- oder heterocyclischen Rest,
- X, Y, Z jeweils ein aus Fluor, Chlor und Brom ausgewähltes Halogen und
- n, p, q jeweils eine ganze Zahl von 0 bis 5 bedeuten, wobei die Summe aus η + ρ + q größer oder gleich 1 ist.
Man bevorzugt die Verwendung einer monocyclischen halogenieren, nitroaromatischen Verbindung, die drei aus Chlor und Fluor ausgewählte, an den Ring gebundene Halogenatome enthält, und insbesondere bezieht sich die Erfindung auf folgende Verbindungen:
- Chlornitrobenzole
- Flournitrobenzole
- Dichlornitrobenzole
- Monochlor-Monofluor-Nitrobenzole
- Trichlornitrobenzole
- Chlornitromethylbenzole
- Fluornitromethylbenzole
Die Hydrierung der halogenieren, nitroaromatischtiii Verbindungen wird mit Hilfe des erfindungsgemäßen Katalysators unter üblichen Hydrierbedingungen durchgeführt. Aufgrund des starken Nicht- Dehalogenierungspotentials des Aluminiumoxids ist die Durchführung der Hydrierung bei einer Temperatur zwischen 600C und 15O0C vollständig möglich. Vorzugsweise wird sie sogar zwischen 700C und 1100C durchgeführ, was Ausbeuten (pro Stunde und pro Reaktionsmilieuvolumen gebildete Aminmenge) ermöglicht, die mit denen der Verfahren zur Herstellung von nicht halogenieren Aminen vergleichbar sind. Ein anderer Vorteil des erfindungsgemäßen Katalysators, den die auf Kohlenstoff abgeschiedenen Katalysatoren nicht aufweisen, ist die Einfachheit seiner Handhabung in kontinuierlichen Verfahren. Die Abtrennung der Katalysatoren auf der Grundlage von auf Aluminiumoxid abgeschiedenen Metallen ist deutlich leichter als bei auf Kohlenstoff abgeschiedenen Katalysatoren.
Ein letzter Voreil des erf irvl· ingsgemäßen Katalysators ist die Einfachheit seiner Handhabung, so ist eine Vorbehandlung wie in der FR-PS 2 127 092 nicht erforderlich, welche eine Hydrierung des Katalysators mit anschließender Schwefelung beschreibt. Im vorliegenden Verfahren ist es lediglich erforderlich, sämtliche Ausgangsstoffe (das auf Aluminiumoxid abgeschiedene Metall, die halogenierte, nitroaromatische Verbindung und das Lösungsmittel) in den Hydrierreaktor zu füllen und anschließet I mit Wasserstoff den Druck einzustellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann ohne Lösungsmittel oder in jenem unter Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel beispielsweise in
- Wasser
- Alkoholen wie Methanol, Ethanol und isopropanol
- aromatischen Lösungsmittel wie Toluol und Xylol durchgeführt werden.
Die Verwendung von Methanol ist bevorzugt. Für eine bessere erfindungsgemäße Durchführung bevorzugt man die Verwendung einer Gewichtsmenge Katalysator (auf Aluminiumoxid abgeschiedenes Platin oder Palladium) pro Liter Reaktionsmilieu zwischen 1 und 20 Gramm. Dia Gewichtsmenge Metall, berechnet pro 100 Gramm Aluminiumoxid, beträgt im Katalysator im allgemeinen zwischen 0,1 Granm und 1 Gramm.
Das Verfahren kann kontinuierlich durchgeführ werden, wobei die Menge der halogenieren, nitroaromatischen Verbindung nicht statisch, sondern in Form einer St;ömung aufrechterhalten werden kann. So ist ein Durchsatz von etwa 1 bis 3 mol pro Liter „ Reaktionsmilieu und pro Stunde besonders empfohlen.
Der Wasserstoff druck beträgt vorteilhafterweise zwischen 1 bar (0,1 MPa) und 100 bar (10 MPa) und vorzugsweise zwischen 5 bar (0,5 MPa) und 25 bar (2,5 MPa).
Die Erfindung wird ausführlicher durch die folgenden Beispiele erläutert.
Beispiele 1 und 2
Hydrierung von 3,4-Dichlornitrobenzol
In einen Autoklaven aus rostfreiem Stahl füllt man 90mol Methanol, 10 ml Wasser und die in Tabelle 1 angegebene Katalysatormenge. Nach Verschließen wird der Reaktor mehrere Male mit Stickstoff und anschließend mit Wasserstoff gereinigt.
Der Druck wird auf 18 bar (1,8 MPa) eingestellt und das Reaktionsgemisch auf 75°C erhitzt. Bei Erreichen dieser Temperatur spritzt man 30 Minuten lang Substrat (25g Dichloi nitrobenzol, gelöst in 135 ml Methanol) ein.
Nach dem Ende der Reaktion wird der Reaktor auf Umgebungstemperatur abgekühlt und anschließend entgast.
Die Reaktionsmasse wird filtriert und das Filtrat durch Gaschromatographie analysiert.
Man weist die im Filtrat vorhandene Chloridionen (Cl") mit Silbernitrat nach, da die Chloridionen die während der Hydrierung ablaufende Dehydrochlorierung des 3,4-Dichlornitrobenzols ausdrücken.
Tabelle 1
Bei spiel Katalysator Art und Menge des Metalls in % Masse (g) TT 3,4-DCNB 3,4-DCA RR % 3-CA A cr Mol-% DCNB
1 2 0,5Pt/AI2O3 0,1 Pt/AljOj 0,7 1,4 100 100 99,5 99,5 0,25 0,2 <0,1 <0,1 1,1 0,5
TT = Umwandlungsgrad
RR = Au8beute,bezogenaufda&eingesetzteSubstrat(3,4-DCNB)
3,4-DCNB = 3,4-Dichlornitrobenzol
3,4-DCA = 3,4-Dichloranilin
3-CA = 3-Chloranilin
A = Anilin
Bei den Umwandlungsgraden 100% stellt man eine sehr ijermge Dehydrochlorierung, bezogen auf das eingesetzte 3,4-DCNB, fest.
Beispiele3 bis 13
In einen 750-cm3-Reaktor aus rostfreiem Stahl gibt man 270 ml Methanol, 30 ml Wasser und eine Menge des Katalysators auf der Grundlage von 0,5% auf Aluminiumoxid abgeschiedenem Platin, die in den Tabellen 2,3 und 4 angegeben ist.
Man reinigt den Reaktor mit Stickstoff und Wasserstoff und bringt diesen danach mit Wasserstoff auf einen Druck von 18bar (1,8 MPa). Er wird erhitzt auf 60°C (Tabelle 2), 8O0C (Tabelle 3) und 100°C (Tabelle 4).
Man spritzt in 16 Minuten 30ml eines Gemischs aus 182,2mmol 3-Chlor-4-flournitrobenzol (CFNB) und 72,8mmol 4-Fluornitrobenzol (pFNB) ein.
Der Nachweis der verschiedenen Verbindungen wird gaschromatografisch durchgeführt: CFNB, pFNB, CFA (3-Chlor-4-fluoranilin), pFA (p-Fluoranilin) und A (Anilin).
Die Chloridionen worden mit Silbernitrat nachgewiesen.
Tabelle 2
Einfluß der Katalysatormenge bei 6O0C
Versuche Katalysator CFNB TT % p-FNB HDCL HDF
(g) 18 18 % %
3 0,5 100 100 0 0
4 1,0 100 100 0 0
5 2,0 100 100 0 0
6 4,0 0 0
HDCL - Dehydrochlorierung, ausgedruckt in Mol-%, bezogen auf das eingesetzte CFNB HDF = Dehydrofluorierung, ausgedrückt in Mol-%, bezogen auf das eingesetzte p-FNB TT = Umwandlungsgrad
Tabelle 3
Einfluß der Katalysatormenge bei 800C
Versuche Katalysator CFNB TT % p-FNB HDCL HDF
(g) 100 100 % %
7 0,5 98,5 100 0,5 0
8 1,0 99 100 1,2 0
9 2,0 100 100 1,2 0
10 4,0 1,2 0,2
Tabelle 4
Einfluß der Katalysatormenge bei 1000C
Versuche Katalysator TT % HDCL HDF
(g) CFNB p-FNB % %
11 0,5 100 100 0,1 0
12 1" 100 100 1,1 0
13 4,0 100 100 1,0 0,5
Beispiel U
In den Reaktor der Beispiele 3 bis 13 füllt man:
- 250ml Methanol mit 10Vol.-% Wasser
- 1,25 g Katalysator mit 0,5% PdMI2O3
Man bringt die Temperatur der Reaktionsmasse (nach Reinigung mit Stickstoff und anschließend mit Wasserstoff) auf 110°C und den Wasserstoffdruck auf 18 bar.
Wenn diese Bedingungen erreicht sind und sich stabilisiert haben, spritzt man mit einer Geschwindigkeit von 25g/h eine Lösung ein, die aus
- 12,5g eines Gemisches in einem Molverhältnis von 70/30 aus p-Fluornitrobenzol (p-FNB) und o-Fluornitrobenzol (o-FNB) und
- 12,5g eines Gemisches aus Methanol und Wasser von 35/5 Volumenteilen besteht.
Die Einspritzdauer betlägt 15 Stunden. Um die Aktivität der Katalysatormenge auf dom Anfangsstand zu halten, ist es erforderlich, zwei Zugaben von 0,125g Katalysator nach der fünften und zehnten Reaktionsstunde vorzunehmen. Der Umwandlungsgrad der Fluornitrobenzole ist vollständig und die durch Analyse und bezogen auf jedes der Fluornitrobenzole bestimmten Ausbeuten sind:
- p-Fluoranilin:99,8%
- o-Fluoranilin:99,8%.
Die Bildung von 0,2% Anilin ist nachzuweisen.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von halogenierten .iromatischen Arnim/erfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man eine halogenierte, nitroaromatische Verbindung mit Wasserstoff und mit einem Katalysator zusammenbringt, der aus einem aus Platin und Palladium ausgewählten Material besteht, welches auf einem Träger auf der Grundlage von Aluminiumoxid abgeschieden ist.
2. Verfahren nach. »nspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die halogenierte, nitroaromatische Verbindung die Formel (I)
DD34431890A 1989-10-04 1990-10-01 Verfahren zur hydrierung von halogenierten nitroaromatischen verbindungen in gegenwart von katalysatoren auf der grundlage von edelmetallen DD299175A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR8912958A FR2652576B1 (fr) 1989-10-04 1989-10-04 Procede d'hydrogenation de derives halogeno nitroaromatiques en presence de catalyseurs a base de metaux nobles.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD299175A5 true DD299175A5 (de) 1992-04-02

Family

ID=9386073

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD34431890A DD299175A5 (de) 1989-10-04 1990-10-01 Verfahren zur hydrierung von halogenierten nitroaromatischen verbindungen in gegenwart von katalysatoren auf der grundlage von edelmetallen

Country Status (7)

Country Link
EP (1) EP0421878A1 (de)
JP (1) JPH03184944A (de)
CA (1) CA2026830A1 (de)
DD (1) DD299175A5 (de)
FR (1) FR2652576B1 (de)
IE (1) IE903547A1 (de)
PT (1) PT95498A (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB0212321D0 (en) * 2002-05-29 2002-07-10 Johnson Matthey Plc Catalyst composition
ES2322221A1 (es) * 2007-12-05 2009-06-17 Universidad Politecnica De Valencia Procedimiento de hidrogenacion selectiva de compuestos nitroaromaticos sustituidos.
US10792647B2 (en) 2009-04-21 2020-10-06 Johnson Matthey Public Limited Company Base metal catalysts for the oxidation of carbon monoxide and volatile organic compounds
CN102336673A (zh) * 2010-07-28 2012-02-01 中国石油化工股份有限公司 一种催化加氢制备3,4-二氯苯胺的方法
CN102702043B (zh) * 2012-05-18 2015-04-29 中国科学院宁波材料技术与工程研究所 6-氯-3-硝基甲苯-4-磺酸液相连续加氢还原制备clt酸的方法
CN107118109A (zh) * 2017-06-14 2017-09-01 浙江解氏新材料股份有限公司 邻氟苯胺的制备方法
JP2024014136A (ja) * 2022-07-21 2024-02-01 千代田化工建設株式会社 水素化触媒ならびにこれを用いたフロー式有機合成システム及び水素化有機化合物の製造方法
CN115785062B (zh) * 2022-12-27 2024-07-23 常州制药厂有限公司 一种连续氢化制备瑞卢戈利中间体的方法

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0073105B1 (de) * 1981-08-14 1985-09-25 E.I. Du Pont De Nemours And Company Hydrogenierungsverfahren

Also Published As

Publication number Publication date
PT95498A (pt) 1991-07-05
CA2026830A1 (fr) 1991-04-05
FR2652576A1 (fr) 1991-04-05
EP0421878A1 (de) 1991-04-10
IE903547A1 (en) 1991-04-10
JPH03184944A (ja) 1991-08-12
FR2652576B1 (fr) 1991-12-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69910557T2 (de) Verfahren zur reinigung von aminonitrilen
EP0873300B1 (de) Verfahren zur hydrierung von aromatischen verbindungen, in denen mindestens eine aminogruppe an einen aromatischen kern gebunden ist
EP2155386B1 (de) Verfahren zur herstellung von aminen
EP0324984B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Gemisches aus Cyclohexylamin und Dicyclohexylamin unter Einsatz eines Ruthenium-Katalysators
DE2441650B2 (de) Verfahren zur Herstellung von halogenierten aromatischen primären Aminen
DE2118369A1 (de) Selektive Hydrierung von Nitroaromaten
EP0501265B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Gemisches aus Cyclohexylamin und Dicyclohexylamin unter Einsatz eines Edelmetall-Trägerkatalysators
DD299175A5 (de) Verfahren zur hydrierung von halogenierten nitroaromatischen verbindungen in gegenwart von katalysatoren auf der grundlage von edelmetallen
DE1212535B (de) Verfahren zur N-Vinylierung organischer Amine oder Carbonsaeureamide
EP1924355B1 (de) Verfahren zur herstellung von aminen mit einem katalysator enthaltend platin, nickel und einem zusätzlichen metall
DE2135154C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoverbindungen durch kontinuierliche Reduktion von Nitroverbindungen
DD295339A5 (de) Verfahren zur hydrierung von halogenierten nitroaromaten in gegenwart einer schwefelverbindung
DD149060A5 (de) Verfahren zur herstellung m-chlor-substituierter aniline
DE69005216T2 (de) Verfahren zur Hydrogenierung von halogenierten nitroaromatischen Derivaten in Anwesenheit von Iodiden.
EP0325132A1 (de) Rhodium-Katalysatoren, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituiertem Diphenylamin unter Einsatz der Rhodium-Katalysatoren
DD298088A5 (de) Verfahren zur herstellung von chlorsubstituierten aromatischen aminen
DE2436111C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Phenylendiamins
EP0301343B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichlorbenzol
DE19911865A1 (de) Verfahren zur katalytischen Hydrierung von Dinitrotoluol sowie Katalysator
DE2258769B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenanilinen
DE69837423T2 (de) Verfahren zur herstellung von cyanoarylmethylamin
DE2743610C3 (de) Verfahren zur Herstellung von chlorsubstituierten aromatischen Aminen
DE2519838A1 (de) Verfahren zur herstellung von aminoverbindungen
DD149062A5 (de) Verfahren zur herstellung m-chlorsubstituierter aniline
DE1493629A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenaminen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee