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Stand der
Technik
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Die
Erfindung betrifft eine Übergabevorrichtung
zum Ergreifen von Stückgütern von
einem ersten in eine erste Richtung weisenden Zufuhrförderer, und
nachfolgenden Ablegen derselben auf einem zweiten in eine zweite
Richtung weisenden Abfuhrförderer,
wobei insbesondere die erste und die zweite Richtung rechtwinklig
zueinander stehen können.
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Aus
dem Stand der Technik sind seit langem eine Reihe solcher Vorrichtungen
bekannt. Beispielsweise zeigt die
DE
25 51 538 eine solche Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die dort beschriebene Übergabevorrichtung soll leicht
deformierbare Verpackungsgüter
von einem ersten Förderer
abheben, und in ihrer Orientierung ungedreht auf einem zweiten Förderer ablegen.
Hierfür
wird ein Revolver von Saugerwagen verwendet, bei denen die die Verpackungsgüter greifenden
Sauger um 90 Grad drehbar sind, damit die Orientierung der Verpackungsgüter erhalten
bleibt. Der Stand der Technik ist für die Förderung von Seifenstücken vorgesehen. Diese
Stücke
weisen relativ ähnliche
Dimensionen in Breite und Länge
in der Ebene der Förderer
auf.
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Die
Vorrichtung des Standes der Technik ist weniger geeignet, längliche
oder extrem längliche Stückgüter zu transportieren.
Dabei werden unter länglichen
Stückgütern solche
zu transportierenden Elemente verstanden, die ein Verhältnis der Längsdimension
zur Querdimension von mindestens 4:1 und mehr, insbesondere von
10:1, und mehr aufweisen.
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Vorteile
der Erfindung
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Es
ist, ausgehend von diesem Stand der Technik, Aufgabe der Erfindung,
eine Übergabevorrichtung
zum Ergreifen von länglichen
Stückgütern anzugeben,
die die grosse Geschwindigkeitsdifferenz zwischen langsamem Zufuhrförderer und
nachfolgendem Abfuhrförderer
ohne Probleme kompensieren kann.
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Bei
einer Zufuhr von im wesentlichen quer transportierten länglichen
Stückgütern, die
eine Breite von beispielsweise 19 Millimetern und eine Länge von
152 Millimeter haben, und die mit einem Zwischenabstand von 19 Millimetern
auf dem Zufuhrförderer
und mit einem Zwischenabstand von 38 Millimetern auf dem Abfuhrförderer transportiert
werden, besteht zwischen den beiden Förderern ein Geschwindigkeitsverhältnis von
38 zu 190, das heisst 1:5.
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Diese
Aufgabe löst
eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Die
erfindungsgemässe Übergabevorrichtung
weist ein Rad mit beweglichen Armen auf, die eine Tracking-Schwenkbewegung
des Verbindungskörpers
zum Aufnehmen (Picken), Drehen und positioniertem Ablegen der Produkte
aufweist.
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Vorzugsweise
besteht eine Übergabevorrichtung
zum Ergreifen von Stückgütern aus
einem zentralen Radkörper,
an dessen Peripherie eine Vielzahl von um jeweils eine erste Achse
verschwenkbaren Armen angelenkt ist. Die Arme verfügen über einen
Greifer zur Aufnahme von jeweils einem Stückgut oder mehreren Stückgütern. Jeder
Greifer ist um eine zweite Achse für eine vorgegebene Orientierung der
Stückgüter drehbar,
während
der Verbindungskörper
um die erste Achse verdrehbar ist. Dann ist die Drehbewegung des
Greifers über
eine in der ersten Achse angeordnete Welle mit Hilfe eines Übertragungselementes
auf den sich um die zweite Achse drehenden Greifer übertragbar.
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Bei
einer ersten Ausführungsform
ist eine dritte Achse zwischen der ersten und zweiten Achse auf
dem Verbindungskörper
angeordnet. Damit wird eine gesteuerte Drehung des Verbindungskörpers über eine
in der dritten Achse angeordnete Welle mit Hilfe eines Übertragungselementes
auf den Verbindungskörper
am Ort der ersten Achse möglich.
Dies gestattet ein Mittracken von Stückgütern.
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Damit
können
in einer Querlage zugeführte längliche
Stückgüter in die
Längsausrichtung
umorientiert werden, beispielsweise zur Beschickung einer horizontalen
Schlauchbeutelmaschine. Es ist dabei ein hoher Durchsatz erreichbar,
von beispielsweise 600 Produkten je Minute, und es ist eine Abfuhrgeschwindigkeit
von 100 Meter je Minute möglich,
indem die grosse Geschwindigkeitsänderung, die sich durch die
Umorientierung der länglichen
Stückgüter von „quer" auf „längs" für eine „inline-Anordnung" für eine horizontale
Schlauchbeutelmaschine ergibt, durch die mittrackenden Arme überbrückt wird.
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Eine
derartige Vorrichtung ist zum Übergeben
solcher länglicher
Stückgüter hervorragend
geeignet.
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Die
Drehung und Ablage um 90 Grad wird aus praktischen Gründen häufig gewählt, ist
aber in keiner Weise notwendig. Es können ebenfalls Winkel von beispielsweise
60 oder 120 Grad gewählt
werden, wie auch Winkel zwischen diesen Werten.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
der erfindungsgemässen
Vorrichtung und Varianten gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor.
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Zeichnung
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Figuren dargestellt. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht der Übergabevorrichtung
mit zwölf
Armen gemäss
einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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2 eine
perspektivische Ansicht der Übergabevorrichtung
nach 1 in Vergrösserung, die
vier Arme in grösserem
Detail zeigt;
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3 eine
Explosionsansicht eines Armes nach 1;
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4 eine
Querschnittsansicht eines Arms der Übergabevorrichtung nach 1;
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5 eine
perspektivische Ansicht der Übergabevorrichtung
mit zwölf
Armen gemäss
einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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6 eine
perspektivische Ansicht der Übergabevorrichtung
nach 5 in Vergrösserung, die
vier Arme in grösserem
Detail zeigt;
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7 eine
Explosionsansicht eines Armes nach 5;
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8 eine
Querschnittsansicht eines Arms der Übergabevorrichtung nach 5.
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Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
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Die 1 zeigt
in einer perspektivischen Ansicht die Übergabevorrichtung 10 mit
zwölf Armen 20 gemäss einem
ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die zwölf
Arme 20 sind in ihrer horizontalen Ebene beweglich an einem
zentralen Rad 11 angelenkt. Das Rad 11 ist um
seine hier senkrechte Achse drehbar. Die Drehgeschwindigkeit kann
variabel eingestellt werden, ist jedoch vorteilhafterweise konstant.
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Die
in der 2 dargestellten Stückgüter 15 liegen geordnet
vor. Unter geordneter Anordnung wird in diesem Zusammenhang verstanden,
dass die länglichen
Stückgüter quer
zur Transportrichtung des Zufuhrförderers angeordnet sind. Die Übergabevorrichtung 10 ist
fähig,
die Stückgüter vollständig in
ihrer Längsrichtung
ausgerichtet, hintereinander auf dem Abfuhrförderer abzulegen. Weitere Details
der Arme 20 des ersten Ausführungsbeispiels werden im Zusammenhang
mit den weiteren 2 bis 4 beschrieben.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen dabei in allen Fig. die gleichen
Merkmale.
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Die 2 zeigt
eine perspektivische Ansicht der Übergabevorrichtung 10 nach 1 in
der Vergrösserung,
die vier Arme in grösserem
Detail zeigt. Insbesondere sind an dem Rad 11 die Aufnahmen 12 für die Arme 20 zu
erkennen. Diese sind in den Aufnahmen 12 fest angeschraubt.
Alle Dreh- und Verschwenkbewegungen werden durch Antriebe und Achsen
innerhalb der Arme 20 gesteuert.
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Dies
wird im Zusammenhang mit der 3 erläutert, die
eine Explosionsansicht eines einzelnen Armes 20 nach 1 zeigt.
Ferner wird auf die 4 bezug genommen, die eine Querschnittsansicht
des Arms 20 der Übergabevorrichtung 10 nach 1 zeigt.
Alle Arme sind vorteilhafterweise identisch aufgebaut.
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In
der Darstellung der 3 sieht man die Befestigungshülse 21 des
Armes 20 mit hier einer von zwei Befestigungsschrauben 22,
mit denen die Befestigungshülse 21 an
dem zentralen Rad 11 befestigbar ist. Die Befestigungshülse 21 umgibt
koaxial eine innere Achse 23. Um diese innere, das heisst radnahe
Achse 23, ist auch die innere Welle 28 angeordnet,
die einstückig
mit einem durch eine Kurve gesteuerten Hebel 24 verbunden
ist. Dabei bedeutet „innen", dass diese Achse 23 nahe
am Rad 11 angeordnet ist.
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An
der inneren Welle 28 ist ein erster Zahnkranz 25 befestigt.
Somit wird eine Drehbewegung des Hebels 24 über den
ersten Zahnkranz 25 auf den innen gezahnten ersten Treibriemen 26 übertragen, der
einen zweiten Zahnkranz 27 antreibt. Beide Zahnkränze 25 und 27 weisen
denselben Durchmesser auf. Somit wird eine Drehbewegung des Hebels 24 um
einen bestimmten Winkel in eine identische Verdrehung der äusseren
Welle 29 umgesetzt. Die äussere Welle 29, koaxial
um die äussere
Achse 33 angeordnet, wird in einer im wesentlichen horizontal und
quer zu den ersten und zweiten Achsen 23 und 33 verlaufenden
stabförmigen
Armhülse 30 gelagert.
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Äussere Welle 29 oder äussere Achse 33 bedeuten
hierbei radfern, also auf der in bezug auf die innere Achse 23 gegenüberliegenden
Seite der Nabe des Rades 11. Äussere Welle 29 und
zweiter Zahnkranz 27 können
einstückig
ausgestaltet sein oder aus zwei getrennten aber miteinander verbundenen Elementen
bestehen. Die Elemente 25, 26 und 27 bilden
ein erstes Übertragungselement.
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In
der äusseren
Welle 29 ist eine innere Hubwelle 31 geführt. Die
Armhülse
oder auch Verbindungskörper 30 ist
auf grund der unten erwähnten Durchführung 53 eine
Hülse,
es kann sich aber auch um einen Verbindungskörper aus im wesentlichen Vollmaterial
handeln. Die Hubwelle 31 ist über eine Fixierschraube 35 fest mit
einem Gelenkträger 34 verbunden.
In diesem Gelenkträger 34 sind
gegenüberliegend
zwei senkrecht mit wenig Spiel angeordnete Stifte 36 vorgesehen,
die in dem oberen Flansch 37 der äusseren Welle 29 stecken,
und vorzugsweise in einem Presssitz oder sonstwie mit Schrauben
befestigt sind.
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Somit
wird durch diese Verbindung erreicht, dass die Drehung der äusseren
Welle 29 direkt auf die Hubwelle 31 übertragen
wird. Gleichzeitig ist diese Hubwelle 31 entlang der äusseren
Drehachse 33 nach oben und unten beweglich angeordnet,
indem in einem Bereich verdrehsicherer Formschluss zwischen Hubwelle 31 und äusserer
Welle 29 vorgesehen ist.
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Diese
besagte translatorische Hubbewegung wird über den Gelenkträger 34 vermittelt,
an dem horizontal ein gabelförmiger
Verschwenkhebel 38 angelenkt ist, der mit Stegen 39 an
dem Verbindungskörper 30 befestigt
ist, hier beidseitig. Über
die durch die Stege 39 vorgegebene starre Querachse steht
an dem Verschwenkhebel 38 ein Betätigungshebel 32 über, mit
dem somit dieser Hub steuerbar ist.
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Unter
kurzem Verweis auf die 2 ist festzuhalten, dass dort
die beiden dargestellten äussersten äusseren
Wellen 29 (ganz links und ganz rechts) jeweils wie in der 3 dargestellt
unten liegen und somit auf dem Flansch 37 aufliegen. Die
beiden in der Mitte dargestellten äusseren Wellen 29 dagegen sind
hochgezogen, das heisst das angesaugte Stückgut 15 befindet
sich räumlich
weitaus höher
als die anderen (äusseren)
Stückgüter 15.
Eine Exzenterbüchse 41 mit
Einstellschraube 42 spannt den ersten Riemen 26 durch
Druck auf den Verbindungskörper 30.
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Mittig
auf der Armhülse 30 ist
ein mittlerer Schaft 49 aufgesetzt, der mit ihr einen dritten
Zahnkranz 45 an somit mittlerer Position trägt. Der
dritte Zahnkranz 45 ist um den mittleren Schaft 49 und
somit die mittlere Achse 43 drehbar.
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„Mittlere" bedeutet in diesem
Zusammenhang eine Anordnung zwischen den Achsen 23 und 33 an
den freien Enden des Verbindungskörpers 30. Die Anordnung
der dritten Achse 43 zwischen der ersten und der zweiten
Achse 23 beziehungsweise 33 bedeutet nicht notwendigerweise
eine Anordnung auf der direkten Linie zwischen den beiden genannten
Achsen 23 und 33 sondern auch eine eventuell nicht
ortsfeste dritte Achse 43, die im wesentlichen im Bereich
zwischen den besagten Achsen 23 und 33 angeordnet
ist.
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Der
dritte Zahnkranz 45 ist über einen zweiten Riemen 46 mit
einem vierten Zahnkranz 47 verbunden, der koaxial um die
innere Achse 23 angeordnet ist. Der dritte Zahnkranz 45 ist über einen
durch eine Plankurve steuerbaren Hebel 44 drehbar. Da der dritte
Zahnkranz 45 auf der Armhülse 30 abstandsfest
zur inneren Achse 23 aber um seine Hauptachse drehbar angeordnet
ist, der vierte Zahnkranz 47 aber mit der Befestigungshülse 21 und
nicht mit der Armhülse 30 fest
verbunden ist, bewirkt eine Drehung des Hebels 44 eine
direkte Verschwenkbewegung der Armhülse 30 und damit des
gesamten Arms 20 um den Befestigungspunkt am zentralen
Rad 11. Die Elemente 45, 46 und 47 bilden
ein zweites Übertragungselement.
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Die
Hubwelle 31 ist in ihrem unteren bis mittleren Teil innen
hohl. Sie weist einen koaxial von einem Mantel umgebenen, nach unten
offenen Hohlraum 51 auf. An dem unteren Abschnitt der Hubwelle 31 ist
ein Flansch 60 vorgesehen, an dem in bekannter Weise ein
Sauger oder Greifer angeordnet werden kann. Daher wird im Sinne
einer Vereinfachung hier teilweise von der Greifeinrichtung 60 gesprochen.
Korrekterweise ist auf die 2 zu verweisen, wo
auf dem Flansch 60 eine Saugeinrichtung 70 angeordnet
ist.
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Im
mittleren Teil der Hubwelle 31 ist der Mantel der Hubwelle 31 auch
seitlich offen, so dass sich der Hohlraum 51 seitlich öffnet, was
mit dem Bezugszeichen 52 angedeutet ist. Damit steht der
Hohlraum 51 in direktem Kontakt mit der horizontal angeordneten,
von der Armhülse 30 ummantelten
Durchführung 53.
Die Durchführung 53 geht
in den Rohranschluss 61 über, der hier L-förmig an
eine in den Zeichnungen nicht dargestellte Vakuumpumpe oder entsprechende
Anschlüsse
geführt
wird.
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Der Übergang
zwischen Durchführung 53 und
Rohranschluss 61 wird durch die Vakuumsteuerhülse 62 geschaffen,
die einen nach unten offenen und ansonsten geschlossenen Mantel
aufweist und über
mindestens eine Vakuumsteueröffnung 63 verfügt. Die
Vakuumsteuerhülse 62 ist
in der Armhülse 30 drehbar
gelagert und kann über
einen Betätigungsbolzen 64 von
oben gedreht werden. In der in der 4 dargestellten
Position ist die Vakuumsteuerhülse 62 geschlossen.
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Anstelle
der hier dargestellten Einrichtungen zur Ansteuerung einer Saugeinrichtung 70 kann
auch anstelle von einer bevorzugten Saugeinrichtung 70 eine
andere bekannte Greifeinrichtung vorgesehen werden.
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Zusammenfassend
sind somit bei jedem Arm 20 einer Übergabevorrichtung 10 folgende
Bewegungen möglich:
Ein Antrieb des Hebels 24 an der inneren Achse 23 führt schliesslich
zu einer Drehbewegung des Flansches 60 mit der Greifeinrichtung oder
Sauger 70. Ein Verschwenken des Hebels 44 führt nun
im Gegenzug dazu, da die vier Zahnkränze 25, 27 und 45, 47 alle
den gleichen Durchmesser aufweisen, dass sich die Armhülse um einen
entsprechenden gleichen Winkel zurückdreht, so dass die Ausrichtung
der äusseren
Achse 33 und damit des Saugers 70 (gesehen an
Position des Flansches 60) im Raum bezüglich der Achse des Rades 11 in
einfacher Weise einstellbar wird. Somit kann hier gegenüber aufzunehmenden
Stückgütern 15 sehr
einfach ein Mittracking stattfinden.
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Die 5 zeigt
in einer perspektivischen Ansicht die Übergabevorrichtung 10 mit
zwölf Armen 20 gemäss einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die zwölf
Arme 20 sind in ihrer horizontalen Ebene beweglich an einem
zentralen Rad 11 angelenkt. Das Rad 11 ist um
seine hier senkrechte Achse drehbar. Ein Unterschied zwischen den
beiden hier beschriebenen Ausführungsbeispielen
liegt in der mittleren Achse 43, die hier gegenüber der
Armhülse 30 nicht
unbeweglich angeordnet ist, und wobei die Ansteuerung über einen
Kniehebel 76 vorgenommen wird, an dem ausserzentrisch zu
der Armhülse 30 ein Betätigungsbolzen 74 vorgesehen
ist, während
die Mitte der hier gleich langen Arme des Kniehebels 76 über einen
Bolzen 77 mit dem Betätigungshebel 80 verbunden
ist. Diese Elemente 76, 77 und 80 bilden ein
zweites Übertragungselement
gemäss
dem zweiten Ausführungsbeispiel.
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Weitere
Details der Arme 20 werden im Zusammenhang mit den weiteren 6 bis 8 beschrieben.
In beiden Ausführungsbeispielen
verwendete identische Bezugszeichen bezeichnen dabei gleiche Bauelemente,
die sich aber in einzelnen Merkmalen unterscheiden können.
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Die 6 zeigt
eine perspektivische Ansicht der Übergabevorrichtung 10 nach 5 mit
vier Armen 20 in grösserem
Detail. Insbesondere sind an jedem Arm 20 Übertragungshebel 80 zu
erkennen, die einen wesentlichen Unterschied des zweiten Ausführungsbeispiels
gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel
ausmachen.
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Dies
wird im Zusammenhang mit den 7 und 8 näher erläutert, die
respektive eine Explosionsansicht und eine Querschnittsansicht eines
einzelnen Armes 20 nach 5 zeigen.
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In
der Darstellung der 7 sieht man die Befestigungshülse 21 des
Armes 20 mit hier einer von zwei Befestigungsschrauben 22, mit
denen die Befestigungshülse 21 an
dem zentralen Rad 11 befestigbar ist. Die Übertragung
einer Bewegung des ersten Zahnkranzes 25 auf einen zweiten
Zahnkranz 27 ist wie beim ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet.
Dies gilt auch für
die Verbindung mit der Armhülse
oder Verbindungskörper 30 an
der äusseren
Achse 33. Die oben beschriebene translatorische Hubbewegung
wird auch hier über
den Gelenkträger 34 vermittelt,
an dem horizontal ein gabelförmiger
Verschwenkhebel 38 angelenkt ist, der mit Stegen 39 an dem
Verbindungskörper 30 befestigt
ist.
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In
eine Öffnung
in der Befestigungshülse 30 ist
ein Halteeinsatz 73 drehfest aufgesetzt, welcher fest mit
einem in Richtung der äusseren
Achse 33 ausgerichteten Arm 75 verbunden ist.
Der Halteeinsatz 73 und der Arm 75 können natürlich auch
einstückig
sein. In dem Arm 75 ist ein zwischen Achsen 23 und 33 ausgerichtetes
Langloch 72 vorgesehen, in dem ein Stift 84 eingesetzt
und geführt
wird, der in einen Arm des Kniehebels 76 eingreift, der
demgemäss
verschwenken kann. Das Langloch 72 könnte auch in der Befestigungshülse 30 integriert
sein oder an diesem Ort in einem überstehenden Ansatz realisiert
werden.
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Der
Kniehebel 76 ist über
einen Bolzen 77 mit dem Übertragungshebel 80 verbunden,
der dadurch über
einen durch eine Plankurve steuerbaren, an dem anderen Armende des
Kniehebels 76 vorgesehenen Betätigungsbolzen 74 drehbar
ist. Da der Betätigungsbolzen 74 durch
die Anlenkung über
Arm 75 und Kniehebel 76 gegenüber der Armhülse 30 verschwenkbar
angeordnet ist, der Übertragungshebel 80 aber
mit der Befestigungshülse 21 im
Bereich der Achse 23 fest verbunden ist, bewirkt eine Drehung
des Betätigungsbolzens 74 eine
direkte Verschwenkbewegung der Armhülse 30 und damit des gesamten
Arms 20. Die dritte mittlere Achse 43 ist somit
jeweils an dem Ort des Bolzens 77 realisiert; dieser Bolzen
ist nun gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel
nicht ortsfest, sondern verändert
seine Lage mit dem Verschwenken des Hebels 80 gemäss dessen
Winkelstellung.
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Die
Hubwelle 31 ist in ihrem unteren bis mittleren Teil innen
hohl. Sie ist bis zum Rohranschluss 61 wie in dem ersten
Ausführungsbeispiel
ausgestaltet, wobei die Vakuumsteuerhülse 62 hier mit ihrer Vakuumsteueröffnung 63 in
der 8 dargestellten Position geöffnet ist. Der Betätigungsbolzen 64 ragt dabei
durch eine entsprechende Öffnung
durch den Übertragungshebel 80 hindurch,
um von oben ergriffen zu werden.
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Zusammenfassend
sind somit bei jedem Arm 20 einer Übergabevorrichtung 10 nach
den 5 bis 8 folgende Bewegungen möglich: Ein Antrieb
des Hebels 24 an der inneren Achse 23 führt schliesslich
zu einer Drehbewegung des Flansches 60 mit der Greifeinrichtung
oder Sauger 70. Ein Verschwenken des Bolzens 74 führt nun
im Gegenzug dazu, dass sich die Armhülse 30 um einen Winkel vor-
und zurückdreht,
so dass die Ausrichtung der äusseren
Achse 33 und damit des Saugers (gesehen an Position des
Flansches 60) im Raum bezüglich der Achse des Rades 11 in
einfacher Weise einstellbar wird. Somit kann hier gegenüber aufzunehmenden
Stückgütern 15 sehr
einfach ein Mittracking stattfinden.
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Wesentlich
ist bei allen Ausführungsbeispielen,
welche der Fachmann basierend auf der vorliegenden Erfindung ausbilden
kann, dass ein Rad 11 mit einer Vielzahl von (hier zwölf) Armen 20 mit
hoher Geschwindigkeit angeförderte
längliche
Stückgüter schnell
umorientieren kann, so dass diese mit relativ dazu weitaus höherer Geschwindigkeit
abgefördert werden
können.
Natürlich
ist die Anzahl von zwölf
Armen keine Notwendigkeit, es kann auch eine andere Anzahl von Armen,
beispielsweise acht Arme 20 oder sechzehn Arme 20,
Verwendung finden.
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Wie
aus dem oben Beschriebenen hervorgeht, ist die entsprechende Vorrichtung
unabhängig von
den eingesetzten weiteren Mitteln der Verpackungsanlage. Dies betrifft
sowohl die Art des zuführenden
Transportbandes als auch die eigentliche Pickeinrichtung oder das
stromabwärtige
Transportband.
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Anstelle
der Zahnkränze 25, 27, 45 und 47 können auch
Umlenkrollen vorgesehen werden, bei denen die Riemen 26, 46 nur
unter Spannung stehend mitgenommen werden. Anstelle der Riemen 26, 46 können auch
Ketten oder andere treibende form- oder kraftschlüssige Elemente
Verwendung finden.
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- 10
- Übergabevorrichtung
- 11
- zentrales
Rad
- 12
- Aufnahme
für einen
Arm
- 15
- längliches
Stückgut
- 20
- Arm
- 21
- Befestigungshülse
- 22
- Befestigungsschraube
- 23
- innere
Achse
- 24
- Hebel
- 25
- erster
Zahnkranz
- 26
- erster
Treibriemen
- 27
- zweiter
Zahnkranz
- 28
- innere
Welle
- 29
- äussere Welle
- 30
- Armhülse, Verbindungskörper
- 31
- Hubwelle
- 32
- Betätigungshebel
- 33
- äussere Achse
- 34
- Gelenkträger
- 35
- Fixierschraube
- 36
- Stift
- 37
- Flansch
- 38
- Verschwenkhebel
- 39
- Steg
- 41
- Exzenterbüchse
- 42
- Einstellschraube
- 43
- mittlere
Achse
- 44
- Hebel
- 45
- dritter
Zahnkranz
- 46
- zweiter
Riemen
- 47
- vierter
Zahnkranz
- 49
- mittlerer
Schaft
- 51
- Hohlraum
- 52
- seitliche Öffnung
- 53
- Durchführung
- 60
- Flansch
- 61
- Rohranschluss
- 62
- Vakuumsteuerhülse
- 63
- Vakuumsteueröffnung
- 64
- Betätigungsbolzen
- 70
- Saugeinrichtung
- 72
- Langloch
- 73
- Halteeinsatz
- 74
- Betätigungsbolzen
- 75
- Arm
- 76
- Kniehebel
- 77
- Bolzen
- 80
- Übertragungshebel
- 84
- Stift