Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher ein Mittel, insbesondere
eine kosmetische oder dermatologische Zubereitung, zur Verfügung zu
stellen, die die natürliche
Bräunung
der Haut durch gesteigerte Melanin-Synthese verstärkt und
gleichzeitig zu einem gesteigerten Hauteigenschutz führt.
Je
nach Lichtempfindlichkeit werden in der Regel folgende Hauttypen
unterschieden:
- Hauttyp I bräunt nie, bekommt immer einen
Sonnenbrand.
- Hauttyp II bräunt
kaum, bekommt leicht einen Sonnenbrand.
- Hauttyp III bräunt
durchschnittlich gut.
- Hauttyp IV bräunt
leicht und anhaltend, bekommt fast nie Sonnenbrand.
- Hauttyp V dunkle, oft fast schwarze Haut, bekommt nie Sonnenbrand.
Die
natürliche
Abschirmung der schädlichen
UV-Strahlung ist ein handfester Vorteil der natürlichen Hautbräunung. Seit
einigen Jahrzehnten gilt darüber
hinaus eine „gesunde" Hautfarbe als Zeichen
von insbesondere sportlicher Aktivität und wird daher von einer
breiten Verbraucherschicht als erstrebenswert erachtet. Vertreter
der Hauttypen I und II, die sich einer solchen Hauttönung erfreuen
wollen, sind daher ohnehin auf selbstbräunende Präparate angewiesen. Aber auch
Vertreter des Hauttyps III, die sich nicht allzu sehr den Risiken
des Sonnenbades aussetzen und trotzdem gebräunt aussehen wollen, sind dankbare
Zielgruppen für selbstbräunende Zubereitungen.
Die
einfachste Art und Weise, seiner Haut einen braunen Farbton zu verleihen,
ist das Auftragen entsprechend gefärbter Schminken oder Make-up-Präparate.
Allerdings werden selbstverständlich
nur solche Körperpartien
angefärbt,
die von den farbigen Präparaten überdeckt
werden. Mit Hilfe abwaschbarer Make-up-Präparate kann eine leichte Hauttönung erzielt
werden (z.B. Extrakte aus frischen grünen Walnussschalen, Henna).
Ein Nachteil der Schminken ist deshalb die zeitraubende Prozedur
des Auftragens. Ferner nachteilig ist, dass sie stark auf Textilien
wie Hemdkragen oder Blusen abfärben.
Darüber
hinaus können
die verschiedenen Farbstoffe unterschiedliche allergene Potenz aufweisen
und sogar hautirritierend wirken.
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher auch, Zubereitungen zur
Verfügung
zu stellen, die die Nachteile von Schmink-Bräunungszubereitungen nicht aufweisen.
Künstliche
Hautbräunung
lässt sich
auf kosmetischem bzw. medizinischem Wege bewirken, wobei im wesentlichen
folgende Ansätze
eine Rolle spielen:
Durch
regelmäßige Einnahme
von Carotin-Präparaten
wird Carotin wird im Unterhaut-Fettgewebe
gespeichert, die Haut färbt
sich allmählich
orange bis gelbbraun.
Die
Anfärbung
kann auch auf dem Wege der chemischen Veränderung der Hornschicht der
Haut mit so genannten selbstbräunenden
Zubereitungen erfolgen. Wichtigster Wirkstoff ist das Dihydroxyaceton
(DHA). Die auf diese Weise erzielte Hautbräunung ist nicht abwaschbar
und wird erst mit der normalen Abschuppung der Haut (nach ca. 10-15 Tagen) entfernt.
Dihydroxyaceton kann als Ketotriose bezeichnet werden und reagiert als
reduzierender Zucker mit den Aminosäuren der Haut bzw. den freien
Amino- und Imino-Gruppen
des Keratins über
eine Reihe von Zwischenstufen im Sinne einer Maillard-Reaktion zu
braungefärbten
Stoffen, so genanten Melanoiden, welche gelegentlich auch Melanoidine
genannt werden.
Ein
besonderer Nachteil der Bräunung
mit Dihydroxyaceton liegt darin, dass die mit ihm gebräunte Haut
im Gegensatze zu „sonnengebräunter" Haut nicht gegen
Sonnenbrand geschützt
ist.
Ein
weiterer Nachteil von Dihydroxyaceton besteht darin, dass es, insbesondere
unter dem Einfluss ultravioletter Strahlung, wenn auch in meist
geringen Mengen, Formaldehyd abspaltet. Es war daher ein dringender
Bedarf Wege aufzuweisen, auf welchen der Zersetzung von Dihydroxyaceton
wirksam begegnet werden kann.
Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es Alternativen zu DHA als
Selbstbräunungsmittel
zu finden, die keine nachteiligen Eigenschaften aufweisen wie sie
bei DHA bekannt sind.
Die
Anfärbung
durch Selbstbräuner
erfolgt ohne Sonnenlichteinwirkung. Im Gegensatz dazu werden auch
so genannte „Pre-Tan-Produkte" oder „Tan-Promoter" angeboten, die vor
der Sonnenbestrahlung aufgetragen werden müssen. In der Sonne tritt dann
eine Vergilbung dieser Zubereitungen ein, die zu einer leichten Braungelb-Färbung der
Oberhaut führen
soll, welche die „Sonnenbräune" zusätzlich verstärkt.
US 5093360 beschreibt kosmetische
oder pharmazeutische Zubereitungen, die Retinal (Vitamin Aaldehyd)
und/oder deren Derivate enthalten. Retinal oder deren Derivate werden
darin in Kombination mit aktiven Agentien oder als Additive in verschiedenen
Zubereitungen eingesetzt, um dermatologische Fehlsteuerungen zu
beheben. Neben der Behandlung von Akne werden u.a. auch Tanning-Zubereitungen
genannt, die neben den Tanning-Agentien als Zusatz Retinal oder
deren Derivate enthalten.
Ein
Hinweis, dass Retinal oder deren Derivate alleine einen Effekt auf
die Hautbräunung
ausübt,
wird nicht gegeben.
Eine
weitere, von UV-Licht ebenfalls völlig unabhängige Art der künstlichen
Bräunung
kann durch die Hormone herbeigeführt
werden, die im Körper
auch infolge (natürlicher)
UV-Bestrahlung üblicherweise
freigesetzt werden und die Melanozyten letztlich zur Melanin-Synthese
anregen. Zu nennen wären
in diesem Zusammenhang beispielsweise Abkömmlinge von Proopiomelanocortin
(POMC) wie aMSH und synthetische Varianten (wie NDP), die zum Teil
weitaus höhere
Aktivität
als das natürliche
aMSH aufweisen. Zwar kann durch diese Hormone grundsätzlich eine
Bräunung
herbeigeführt
werden, jedoch verbietet sich ihr Einsatz in Kosmetika, da es sich
eindeutig um pharmakologisch wirkende Substanzen (Hormone) handelt
welche nicht ohne medizinische Indikation breit eingesetzt werden
sollten.
Den
Nachteilen des Standes der Technik abzuhelfen, war ebenso Aufgabe
der vorliegenden Erfindung.
In
der Kosmetik ist neben der Hautgesundheit und der Hautpflege auch
die Haarpflege ein äußerst intensiv
erforschter Bereich.
Haar
ist das aus Horn bestehende, fadenförmige, fast universelle (an
Handflächen,
Fußsohlen,
Streckseiten der Zehen-, Fingerendglieder fehlende) Hautanhangsgebilde;
unterschieden als Langhaar (die Kopf-, Bart-, Achsel-, Schamhaare
= Capilli, Barba, Hirci bzw. Pubes; beim Mann auch Brusthaar), Kurz-,
Borstenhaar (Supercilia, Cilia, Vibrissae, Tragi) und Wollhaar (Lanugo,
Velushaar). Der Aufbau all dieser Haare ist im groben und ganzen ähnlich:
zentral das Haarmark (aus Epithelzellen mit eosinophilen Hornsubstanzkörnchen = Trichohyalin-Granula),
umgeben von der Haarrinde (aus verhornten Zellen; enthält Pigmente)
und dem Haaroberhäutchen
(Cuticula pili; kernlose Epidermisschicht) sowie von Schichten der
epithelialen und bindegewebigen Haarscheide.
Das
Haar gliedert sich in den aus der Haut ragenden Haarschaft und die
in die Unterhaut reichende, schräge
Haarwurzel, deren Schichten etwa denen der Oberhaut entsprechen.
Das verdickte untere Wurzelende, die Haarzwiebel, sitzt einem in
sie hineinragenden, gefäßhaltigen
Bindegewebszapfen, der Haarpapille, auf (beide als Haarboden). Die
Zwiebel ist in der Anfangs-(= Anagen-)phase, der sich zyklisch wiederholenden Haarbildung
zwiebelartig geschichtet infolge ständiger Neubildung von Zellen
durch ihre papillennahe Schicht (Matrix), später dann geschlossen, kolbig,
ganz verhornt (Kolbenhaar) und wird schließlich, in der End-(= Telogen-)phase,
durch ein neues Haar – ausgehend
von einer sich neu bildenden Haarpapille – in Richtung Follikelöffnung verdrängt.
Verantwortlich
für die
persönliche
Haarfarbe ist das Melanin. Gebildet wird das Melanin in den Melanozyten,
Zellen, die in der Haarzwiebel assoziiert mit den Keratinozyten
des Haarmarks vorkommen. Melanozyten enthalten als charakteristische
Zellorganellen Melanosomen, in denen das Melanin gebildet wird.
Dieses wird über
die langen Dendriten der Melanozyten in die Keratinozyten der präkortikalen
Matrix transferiert und ruft die mehr oder weniger ausgeprägte blonde
bis braun-schwarze Haarfarbe hervor. Melanin wird als Endstufe eines
oxidativen Prozesses gebildet, in welchem Tyrosin unter Mitwirkung
der Enzyms Tyrosinase über mehrere
Zwischenstufen zu den braun bis braun-schwarzen Eumelaninen (DHICA-
und DHI-Melanin) bzw. unter Beteiligung von schwefelhaltigen Verbindungen
zum rötlichen
Phäomelanin
umgewandelt wird. DHICA- und
DHI-Melanin entstehen über
die gemeinsamen Zwischenstufen Dopachinon und Dopachrom. Letzteres wird,
teilweise unter Beteiligung weiterer Enzyme, entweder in Indol-5,6-Chinon-Carbonsäure oder
in Indol-5,6-Chinon umgesetzt, woraus die beiden genannten Eumelanine
entstehen. Die Entstehung von Phäomelanin
läuft unter
anderem über
die Zwischenprodukte Dopachinon und Cysteinyldopa. Cystein wird
zusätzlich
nötig,
wenn das Phaeomelanin für
blonde und rötliche
Haare entstehen soll.
Das
Eumelanin ist das Schwarz-Braun-Pigment. Es entscheidend hauptsächlich über die
Farbtiefe des Haares. In braunem und schwarzem Haar kommt es in
deutlich erkennbaren Körnchen
vor.
Das
Phaeomelanin ist das Rot-Pigment. Es ist verantwortlich für hellblonde,
blonde und rote Haare. Dieses Melanin ist von seiner Struktur her
sehr viel feiner und kleiner. Aus den verschiedenen Anteilen der
Melanintypen entstehen die verschiedenen Haarfarben:
- • Blondes
Haar enthält
wenig Eumelanin und viel Phaeomelanin.
- • Dunkles
Haar enthält
viel Eumelanin und wenig Phaeomelanin.
- • Rotes
Haar hat ebenfalls wenig Eumelanin und sehr viel Phaeomelanin.
- • Alle
dazwischenliegenden Haarschattierungen entstehen aus unterschiedlichen
Mischungsverhältnissen der
beiden Melanintypen.
Ablaufen
kann der Pigmentbildungsprozeß nur,
wenn genügend
Tyrosinase zur Verfügung
steht. Dieses Enzym wird mit zunehmendem Alter seltener gebildet.
Das führt
dann nach und nach zur grauen Haaren. Der Grund: mit wenig Tyrosinase
wird auch immer weniger Tyrosin gebildet. So nimmt auch die Produktion
von Melanin ab. Das fehlende Melanin wird durch die Einlagerung
von Luftbläschen
ersetzt. Die Haare erscheinen grau.
Dieser
Prozess ist in der Regel schleichend. Er beginnt an den Schläfen und
weitet sich dann auf die gesamte Kopfbehaarung aus. Danach erwischt
es den Bart und die Augenbrauen. Zuletzt sind schließlich alle Haare
des Körpers
grau.
Medizinisch
werden graue Haare als Canities bezeichnet. Es gibt verschiedene
Möglichkeiten
des Ergrauens. Vorzeitiges Ergrauen, ab dem 20 Lebensjahr, nennt
sich auch Canities praecox.
Die
Canities symptomatica, oder symptomatisches Ergrauen der Haare,
kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören:
- • Perniziöse Anämie (Vitamin-B-Mangelanämie),
- • schwere
endokrinologische Störungen,
z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen.
- • akute,
fieberhafte Erkrankungen,
- • Arzneimittelnebenwirkungen,
- • Kosmetika,
- • Metalle.
Die
Färbung
von Haaren, insbesondere von lebenden menschlichen Haaren, mit Hilfe
natürlicher Farbstoffe,
wie dies seit dem Altertum insbesondere für den Farbstoff Henna bekannt
ist, und die seit Jahren zugunsten synthetischer Farbstoffe in den
Hintergrund gedrängt
wurden, bildet seit einigen Jahren den Gegenstand eines neuen Interesses.
Nachteilig ist der durch Henna entstehende rote Farbton.
Mit
zunehmendem Lebensalter nimmt die Melaninproduktion ab, die die
Haarfarbe bewirkt: die Haare werden grau bzw. weiß. Es ist
ein kosmetischer Wunsch bei einigen Verbrauchern, diesen Prozess
umzukehren bzw. langsamer ablaufen zu lassen. Hierzu verwendet die
kosmetische Industrie in einigen Ländern Bleiacetat, das giftig
ist und daher in der europäischen
Kosmetikverordnung verboten ist. Dieses Bleiacetat wird vorzugsweise
als Lösung
auf die Haare aufgebracht und verbleibt dort längere Zeit, ohne abgewaschen
zu werden.
Für das Färben von
keratinhaltigen Fasern, z. B. Haaren, Wolle oder Pelzen, kommen
im allgemeinen entweder direktziehende Farbstoffe oder Oxidationsfarbstoffe,
die durch oxidative Kupplung einer oder mehrerer Entwicklerkomponenten
untereinander oder mit einer oder mehreren Kupplerkomponenten entstehen, zur
Anwendung. Kuppler- und Entwicklerkomponenten werden auch als Oxidationsfarbstoffvorprodukte
bezeichnet.
Als
Entwicklerkomponenten werden üblicherweise
primäre
aromatische Amine mit einer weiteren, in para- oder ortho-Position
befindlichen freien oder substituierten Hydroxy- oder Aminogruppe, Diaminopyridinderivate,
heterocyclische Hydrazone, 4-Aminopyrazolonderivate sowie 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin
und dessen Derivate eingesetzt.
Spezielle
Vertreter sind beispielsweise p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin,
2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin,
p-Aminophenol, N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-(2,5-Diaminophenyl)-ethanol,
2-(2,5-Diaminophenoxy)-ethanol, 1-Phenyl-3-carboxyamido-4-amino-pyrazolon-5, 4-Amino-3-methylphenol,
2-Aminomethyl-4-aminophenol,
2-Hydroxymethyl-4-aminophenol, 2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin,
2,4-Dihydroxy-5,6-diaminopyrimidin
und 2,5,6-Triamino-4-hydroxypyrimidin.
Als
Kupplerkomponenten werden in der Regel m-Phenylendiaminderivate,
Naphthole, Resorcin und Resorcinderivate, Pyrazolone und m-Aminophenole
verwendet. Als Kupplersubstanzen eignen sich insbesondere α-Naphthol,
1,5-, 2,7- und 1,7-Dihydroxynaphthalin, 5-Amino-2-methylphenol,
m-Aminophenol, Resorcin, Resorcinmonomethylether, m-Phenylendiamin,
2,4-diaminophenoxyethanol, 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-5, 2,4-Dichlor-3-aminophenol,
1,3-Bis-(2,4-diaminophenoxy)-propan, 2-Chlorresorcin, 4-Chlorresorcin, 2-Chlor-6-methyl-3-aminophenol,
2-Methylresorcin und 5-Methylresorcin.
Bezüglich weiterer üblicher
Farbstoffkomponenten wird ausdrücklich
auf die Reihe "Dermatology", herausgeben von
Ch. Culnan, H. Maibach, Verlag Marcel Dekker Inc., New York, Basel,
1986, Bd. 7, Ch. Zviak, The Science of Hair Care, Kap. 7, Seiten
248-250 (Direktziehende
Farbstoffe), und Kap. 8, Seiten 264-267 (Oxidationsfarbstoffe),
sowie das "Europäische Inventar
der Kosmetikrohstoffe",
1996, herausgegeben von der Europäischen Kommission, erhältlich in
Diskettenform vom Bundesverband der deutschen Industrie- und Handelsunternehmen
für Arzneimittel,
Reformwaren und Körperpflegemittel
e.V., Mannheim, Bezug genommen.
Mit
Oxidationsfarbstoffen lassen sich zwar intensive Färbungen
mit guten Echtheitseigenschaften erzielen, die Entwicklung der Farbe
geschieht jedoch im allgemeinen unter dem Einfluss von Oxidationsmitteln wie
z. B. N2O2, was
in einigen Fällen
Schädigungen
der Faser zur Folge haben kann. Des weiteren können einige Oxidationsfarbstoffvorprodukte
bzw. bestimmte Mischungen von Oxidationsfarbstoffvorprodukten bisweilen
bei Personen mit empfindlicher Haut sensibilisierend wirken. Direktziehende
Farbstoffe werden unter schonenderen Bedingungen appliziert, ihr
Nachteil liegt jedoch darin, dass die Färbungen häufig nur über unzureichende Echtheitseigenschaften
verfügen.
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es die selbständige Melaninproduktion der
Haare zu verbessern, ohne jedoch auf Färbungsmitteln und insbesondere
Oxidationsmittel wie z.B. H2O2 angewiesen
zu sein. Darüber
hinaus dürfen
die Mittel kein oder lediglich ein sehr geringes Sensibilisierungspotential
aufweisen.
Es
wurde nun überraschenderweise
gefunden dass ein Mittel nach Anspruch 1 insbesondere kosmetische
oder dermatologische Zubereitungen nach einem der Ansprüche 3 bis
14 das gesamte Bündel
an Aufgaben löst.
Gegenstand
der Unteransprüche
sind vorteilhafte Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Mittel. Des
weiteren umfasst die Erfindung die Verwendung derartiger Mittel
sowie die erfindungsgemäßen Verbindungen
als Mittel zur Steigerung der Hautbräune bzw. der Melaninsynthese
in der Haut oder dem Haar.
Es
war überraschend
und für
den Fachmann nicht vorauszusehen, dass kosmetische oder dermatologische
Zubereitungen enthaltend eine oder mehrere Verbindungen der Struktur
nachfolgend als 4-fach substituierte
Cyclohexen-Verbindungen bezeichnet, die Aufgaben lösen.
Wobei
die Reste
- – R1,
R2 und/oder R5 gewählt
werden aus der Gruppe Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Propyl, iso-Propyl,
Butyl, tert-Butyl, Hydroxymethyl, Hydroxyethyl, Hydroxypropyl, Hydroxy
und/oder Carbonsäurealkylester
mit Alkylresten gewählt
aus Methyl, Ethyl, Propyl oder Butyl, bevorzugt ist Methyl;
- – R3
gewählt
wird aus der Gruppe der Verbindungsreste der Struktur (I) mit (I)
- – R6
und/oder R7 gewählt
werden aus der Gruppe Methyl, Wasserstoff, Ethyl, Propyl, iso-Propyl,
Butyl, tert-Butyl, Hydroymethyl, Hydroxyethyl, Hydroxypropyl, Hydroxy
oder Carbonsäurealkylester,
wobei der Alkylrest gewählt
wird aus Methyl, Ethyl, Propyl oder Butyl, bevorzugt ist Methyl;
- – R4
gewählt
wird aus
- – Carbonylsauerstoff,
- – Aminosäureresten
Ala, Ser, Gly, Val, Leu, Ile, Pro, Trp, Phe, Met Tyr, Thr, Cys,
Asn, Asp, Glu, Lys, Arg, Gln, H, Orn, Sar, Hyl, Hyp, Hse oder Hcy,
bevorzugt Ala, Ser oder Gly,
- – Resten
der Struktur N-(CH2)x-OH,
N-(CHR9)x-CH2OH, N-(CH2)x-OCOMe, wobei jeweils x = 1 – 10, N-OH, oder
- – Resten
der Struktur
- – R9
gewählt
wird aus Wasserstoff und/oder Hydroxy;
- – R11
gewählt
wird aus Methyl-, Hydroxymethyl-, Wasserstoff, Prop-2-yl-, Isobutyl-,
But-2-yl-, Pyrrolidin-1,2-diyl-, 1H-Indol-3-yl-methyl-, Benzyl-;
2-(Methylthio)ethyl-, 4-Hydroxy-benzyl-,
1-Hydroxyethyl-, Mercaptomethyl-, 2-Amino-2-oxoethyl-, Carboxymethyl-,
Carboxyethyl-, 4-Aminobutyl-, 3-{[Amino(imino)methyl]amino}propyl-,
3-Amino-3-oxopropyl-, Wasserstoff und N-Me, 3-Aminopropyl-, Ethyl-,
1H-Imidazol-4-yl-methyl-,
Butyl-, Propyl-, 4-Amino-3-hydroxy-butyl-, 4-Hydroxy-pyrrolidin-1,2-diyl-,
Hydroxyethyl-, oder 2-Mercaptoethyl-, wobei sich mit R10 = OH dann
bevorzugt die unter R4 genannten Aminosäurereste ergeben, bevorzugt
ist Methyl-, Hydroxymethyl- oder
Wasserstoff,
- – R10
gewählt
wird aus Hydroxy- (-OH), –peptidisch
N-verknüpfte
Aminosäurereste
gewählt
aus Ala, Ser, Gly, Val, Leu, Ile, Pro, Trp, Phe, Met Tyr, Thr, Cys,
Asn, Asp, Glu, Lys, Arg, Gln, H, Orn, Sar, Hyl, Hyp, Nse oder Hcy,
bevorzugt ist Ala, Ser oder Gly, Resten der Struktur mit b = 1 – 6, oder
- – R12
gewählt
wird aus Mono- bis Polysaccharide, bevorzugt einheitliche und/oder
gemischte Mono-, Di- oder Trisaccharide, bevorzugt Glucose, Glycerose,
Erythrose, Threose, Ribose, Arabinose, Lyxose, Xylose, Allose, Altrose,
Galactose, Gulose, Idose, Mannose oder Talose.
Erfindungsgemäß sind die
Verbindungen 9-Retinal der Strukturformel
Retinal
Derivate der Struktur
mit Ra und/oder Rb = Alkyl
oder gesättigte
oder ungesättigte
Alkoxygruppen und 9-Retinal-alkanolamin Schiffsche Base der Strukturformel
wobei R = R'(OH)
n verzweigte
oder unverzweigte Alkanole, mit R' = C1 bis C20 Kohlenwasserstoffrest
und n = 1 – 5,
darstellen, aus der Gruppe der erfindungsgemäßen 4-fach substituierten Cyclohexen
Verbindungen ausgenommen.
D.h.
Verbindungen der Struktur (I) mit den Resten R1, R2, R5, R6 und
R7 als Methylrest oder Alkyl, gesättigte oder ungesättigte Alkoxygruppe
und R4 als Carbonylsauerstoff sowie N-R, wobei R = R'(OH)n verzweigte
oder unverzweigte Alkanole, mit R' = C1 bis C20 Kohlenwasserstoffrest
und n = 1–5,
darstellen, sind nicht Inhalt der vorliegenden Erfindung.
Bekannt
ist, das Retinal (Vitamin A aldehyd) sowie deren spezifischen Derivate,
wie sie beispielsweise in der
US
5093360 dargelegt sind, in pharmazeutischen oder kosmetischen
Zubereitungen angeboten werden, da sie einen therapeutischen Effekt
ausüben.
Einen Rückschluss
ausgehend von diesen Verbindungen, die explizit aus der vorliegenden
Erfindung ausgenommen sind, auf die erfindungsgemäßen 4-fach
substituierte Cyclohexen-Verbindungen ist nicht gegeben. Es ist
bekannt, dass geringfügige Änderungen
in der Struktur einer chemischen Verbindung zu weitreichenden Änderungen
seiner Wirkung führen
können.
Überraschenderweise
eignen sich die erfindungsgemäßen Substanzen,
die 4-fach substituierten Cyclohexen-Verbindungen, hervorragend,
um eine gesteigerte Hautbräunung
herbeizuführen.
Als geeignet zeigen sich alle Verbindungen der zuvor aufgeführten Strukturen,
die der Fachmann, ohne erfinderisch tätig zu werden, aus den jeweiligen
Gruppen auswählen
kann. Selbstverständlich
wird der Fachmann insbesondere für
den kosmetischen oder dermatologischen Anwendungszweck bevorzugt
nur diejenigen auswählen,
deren Verträglichkeit,
Toxikologie oder ähnliches
unkritisch sind.
Das
hauteigene Melanin hat verschiedene Funktionen, wie beispielsweise "Entgiftung"/Bindung von toxischen
Substanzen/Pharmaka. Darüber
hinaus ist die Funktion von Melanin als natürlicher UV-Filter zum Schutz
vor schädigenden
UV-Strahlen sowie die Antioxidansfunktion von Melanin als Schutz
vor reaktiven Sauerstoffspezies (oxidativem Stress), die unter anderem
durch Sonnenstrahlung auftreten können, für die Haut sehr wichtig. Dies
auch in Bezug auf die Homöostase,
Vermeidung von Hautalterung, Vermeidung von Sonnenbrand usw. Somit
sollte sich nicht nur ein kosmetischer Nutzen im Sinne einer verstärkte Bräunung durch
die gesteigerte Melanin-Synthese
in der Haut nach topischer Applikation von erfindungsgemäß die Melanogenese
steigernder Verbindungen ergeben sondern auch ein zusätzlicher
Schutz durch die verschiedenen Schutzleistungen von Melanin.
Die
erfindungsgemäßen Substanzen
eignen sich, die physiologische Bräunung der Haut über eine
gesteigerte Melaninsynthese zu verstärken und somit auch den Eigenschutz
der Haut zu erhöhen.
Ein wesentlicher Vorteil ist, dass diese physiologische Bräunung erreicht
wird ohne sich der natürlichen
Sonnenstrahlung mit ihren schädigenden
Einflüssen
auf die Haut aussetzen zu müssen
bzw. dieses nur noch im vergleichsweise geringem Umfang nötig ist,
um die gewünschte
Hautbräunung
zu erreichen. Neben einer zunehmenden Bräunung werden auch ungleichmäßige Pigmentierungen
der Haut („uneven
skin tone") ausgeglichen.
Der Vorteil: das Hautbild erscheint einheitlicher, was insbesondere
bei Altershaut (Altersflecken), Melasma und postinflammatorischen
Hyperpigmentierungen erwünscht
ist.
Gegenstand
der Erfindung sind daher bevorzugt kosmetische oder dermatologische
Zubereitungen enthaltend erfindungsgemäße Verbindungen, wie sie zuvor
definiert sind. Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung
der somit hergestellten Zubereitungen.
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
umfassen vereinfacht ausgedrückt
ringförmige
Kohlenwasserstoffverbindungen, wobei die ringförmige Struktur bevorzugt aus
6 C-Atomen aufgebaut
ist und teilweise bis vollständig
ungesättigt
sein kann und zusätzlich
mehrere, insbesondere 4, Kohlenwasserstoffsubstituenten aufweist.
Bezeichnet werden die erfindungsgemäßen Verbindungen vereinfacht
als 4-fach substituierte Cyclohexen-Verbindungen. Hierbei sind 3 Substituenten
kurzkettig, vorzugsweise bestehend aus einer Methylgruppe (R1, R2
und R5), ein weiterer, vierter, Substituent (R3), der auch aus einer
verzweigten und/oder teilweise bis vollständig ungesättigten Kohlenwasserstoffverbindung
bestehen kann, umfasst 1 bis 25 C-Atome, bevorzugt jedoch mindestens
4 und höchstens
20 C-Atome. Das der ringförmigen
Struktur gegenüberstehende Ende
des „vierten
Substituenten" weist
bevorzugt, aber nicht zwingend ein polares Ende auf.
Durch
intensivste Untersuchungen und Prüfungen konnten die erfindungsgemäßen 4-fach substituierten
Verbindungen als geeignete Verbindungen zur Anwendung auf menschlicher
Haut und Haar herauskristallisiert werden. Wesentlich dabei sind
drei Grundbausteine, der Cyclohexen-Ring, die Struktur und Kettenlänge des
Restes R3 sowie dessen funktionelle Gruppierungen bzw. Polaritäten. All
diese Erkenntnisse führen
zu den erfindungsgemäßen Verbindungen,
die der Fachmann gemäß der Struktur
(I) und jeweiligen Restangaben, auswählen kann. Die erfindungsgemäßen 4-fach
substituierten Cyclohexen Verbindungen sind an sich, zumindest aus
synthetischer Sicht, bekannt, jedoch nicht im Zusammenhang und ihrer
Eignung als Mittel zur Anwendung auf der Haut oder dem Haar erwähnt. Der
Fachmann kann eine Verbindungen aus der Gruppe der in Anspruch 1
aufgeführten
Verbindungen je nach Bedarf auswählen
und sogar mit weiteren Verbindungen kombinieren um die erfindungsgemäß vorteilhaften
Wirkungen zu erzielen.
Daraus
ergibt sich, dass die erfindungsgemäße Verbindung die nachfolgende
allgemeine Struktur aufweist:
wobei R1, R2 und R5 bevorzugt
ein Methylrest ist und R3 in der zuvor beschriebenen Weise einen C1-C25-Rest,
bevorzugt einen C4-C20-Rest, darstellt, der bevorzugt am entgegen
gesetzten Ende eine polare Gruppe aufweist.
Grundsätzlich ist
die topische Anwendung der erfindungsgemäßen Mittel in verschiedenen,
insbesondere W/O- wie auch O/W-Formulierungen und anderen kosmetischen
Darreichungsformen möglich
und bevorzugt.
Von
den erfindungsgemäßen Verbindungen
ist N-3,7-Dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tretraen-1-ylidene]alanine
bevorzugt, gekennzeichnet durch die Struktur
wobei R4 über eine Iminofunktionalität gebundene
Aminosäuren,
insbesondere Glycin und Serin darstellen sowie R1, R2, R5, R6 und
R7 ein Methylrest ist. Beispielhaft seien hierzu folgende Synthesevorschriften
zitiert: Rani, Aruna V., Tet Lett, 33, 10, 1992, 1379-1382 und Pshenichnikova,
A. B., Russ. J. Bioorg. Chem., 22, 11, 1996, 744-747 sowie Int.
J. Vitamin and Nutrition Research, 62, 4, 1992, 298-302 und
EP 440078 A2 .
N-[(2E,4E,6E,8E)-3,7-dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tetraen-1-ylidene]-L-alanine
mit R1, R2, R5, R6 und R7
als Methylrest und R4 als Rest der Struktur
mit R11 = Methyl und R10
als Hydroxyrest gewählt
ist.
Aus
der Verbindungsstruktur (I) ergeben sich des weiteren die nachfolgend
genannten bevorzugten Verbindungen (IUPAC-Namen) mit den angegeben
Strukturen:
- – (1E,2E,4E,6E,8E)-3,7-dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tetraenal oxime mit R1, R2, R5, R6 und R7
als Methylrest und R4 als Rest der Struktur N-OH.
- – 2-{[(1E,2E,4E,6E,8E)-3,7-dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tetraen-1-ylidene]amino}ethanol mit R1, R2, R5, R6 und R7
als Methylrest und R4 als Rest der Struktur N-(CH2)x OH, mit x = 2.
- – 1-{[(1E,2E,4E,6E,8E)-3,7-dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tetraen-1-ylidene]amino}propane-1,2,3-triol mit R1, R2, R5, R6 und R7
als Methylrest und R4 als Rest der Struktur N-(CHR9)x-
CH2OH, mit x = 2 und R9 = OH.
- – N-[(2E,4E,6E,8E)-3,7-dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tetraen-1-ylidene]-L-aianyl-L-alanine mit R4
der StrukturR10 mit der Strukturmit b = 1 und R11 = Methyl.
- – N-[(2E,4E,6E,8E)-3,7-dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tetraen-1-ylidene]-L-seryl-L-serine mit R4
der StrukturR10 mitmit b = 2 und R11 = Hydroxymethyl.
Aus
der Verbindungsstruktur (I) ergibt sich des weiteren die nachfolgend
genannte Verbindung (IUPAC-Namen) mit den angegeben Strukturen in
einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform:
- – 2-{[(1E,2E,4E,6E,8E)-3,7-dimethyl-9-(2;6,6-trimethylcyclohex-1-en-1-yl)nona-2,4,6,8-tetraen-1-ylidene]amino}ethyl
acetat, alternativ auch als Acetyl-Retinyliminoethanol bezeichnet
Die
Herstellungsvorschrift von Acetyl-Retinyliminoethanol lautet wie
folgt:
Zu einer Lösung
aus (6) (2.5g, 0.0204 mol) in abs. Ethanol (70 ml) werden Molsieb
(5g) und Retinal (7) (0.017 mol) zugefügt. Die Reaktionslösung wird
bei Raumtemperatur für
2 Tage gerührt.
Zur
Aufarbeitung wird filtriert und das Lösungsmittel wird am Rotationsverdampfer
entfernt.
Durch Säulenchromatographie
(EE/MeOH 9:1) werden 4.4 g (8) (70%) erhalten (Smp.: 91–94°C). Zusätzlich wird
gegebenenfalls im Anschluss umkristallisiert (PE/EE).
Diese
erfindungsgemäßen Verbindungen,
wobei die explizit genannten und dargestellten Verbindungen nur
Beispiele für
die jeweiligen Verbindungen der Struktur (I) darstellen, haben sich
als Mittel zur Anwendung auf der Haut oder dem Haar bewährt. Die
Verbindungen führen
zu einer Steigerung der Melaninsynthese und sind bevorzugt als alleinige
Zusätze
bzw. als Mischung in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen
anzuwenden.
Neben
der Anwendung der Mittel als kosmetische oder dermatologische Zubereitung
ist auch eine Polymermatrix, eine Haut- und/oder Wundauflage, ein
Pflaster, ein Tuch oder Pad, ein Spray, ein Stift oder auch Textilien,
beispielsweise Bandagen oder Badetextilien, um stufenlose Bräunung zu
gewährleisten,
als erfindungsgemäßes Mittel
favorisiert. Vorteilhaft bei Bandagen ausgerüstet mit den erfindungsgemäßen Verbindungen
ist, dass während
der Tragezeit der Bandage die darunter liegende Haut eine ebensolche
Braunfärbung
erfährt,
wie die unbedeckte Haut.
Es
hat sich durch intensives Nachforschen gezeigt, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen
in topisch anzuwendenden Mitteln, insbesondere kosmetischen oder
dermatologischen Zubereitungen, zur Induktion der Pigmentierung
der Haut führen.
Die Melanogenese wird gesteigert, es entsteht mehr Melanin in der Haut,
die Haut wird somit brauner und der Eigenschutz der Haut wird physiologisch
erhöht.
Auch bei der topischen Anwendung an Haaren führen die erfindungsgemäßen Verbindungen
in geeigneten Zubereitungen zu einer Intensivierung der Haarfarbe,
womit auch ein natürliches
Ergrauen der Haare vermieden und sogar rückgängig gemacht werden kann. Die
Aktivierung der hauteigenen Bräunung
und die Intensivierung der Haarfärbung
kann dabei selbstverständlich
mit und ohne Beteiligung von UV-Licht erfolgen.
Zum
Beleg der Wirksamkeit dieser Verbindungsklasse wurden jeweils Wirksamkeitstest
durchgeführt. Beispielhaft
sei der Test für
die Verbindung Acetyl-Retinyliminoethanol dargestellt.
Es
wurde ein Melanogenese-Assay nach 3 Tagen Inkubation von primären normalen
menschlichen Melanozyten mit Testsubstanz gegenüber Kontrolle durchgeführt. Die
in der Tabelle angegebenen Zahlen geben die auf die unbehandelte
Kontrolle (=100%) bezogenen Melanogeneseraten (gemessen als C14-Tyrosin-Einbau)
an. Daraus ergibt sich das die Melanogenese, d.h. der Prozess der
Melaninsynthese auf 253% bzw. 117% steigt, wenn die Melanozyten
in Gegenwart des Acetyl-Retinyliminoethanol kultiviert werden (n
= 3).
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
zeichnen sich u. a. dadurch aus, dass sie – nach topischer Applikation – in der
Haut die Bildung von hauteigenen Pigmenten induzieren, die Melaninsynthese
steigern und auf diese Weise eine verstärkte Bräunung der Haut erzeugen. Sie
sind gesundheitlich unbedenklich, nicht reizend und leicht zu handhaben,
und der resultierende Farbton entspricht naturgemäß dem der
natürlichen
gesunden Hautfarbe. Die erhaltene Bräunung ist – da sie der natürlichen
Bräunung
entspricht – lichtecht
und nicht abwaschbar. Durch die erfindungsgemäßen Zubereitungen wird ferner überraschend
die Bräunung
bereits gebräunter
Haut verstärkt
und darüber
hinaus das Bleichwerden gebräunter
Haut verzögert.
Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ergibt sich aus den
Schutzeigenschaften von in der Haut gebildetem natürlichem
Melanin. Neben verschiedenen weiteren Funktionen des hauteigenen
Melanins (wie beispielsweise "Entgiftung" bzw. Bindung von
toxischen Substanzen und/oder Pharmaka etc.), sind ferner insbesondere
diese Funktionen von Melanin für
die Haut sehr wichtig, u. a. in Bezug auf die Homeostase, die Vermeidung
der Hautalterung und dergleichen:
Melanin wirkt als natürlicher
UV-Filter zum Schutz vor schädigenden
UV-Strahlen sowie darüber
hinaus als Antioxidanz zum Schutz vor reaktiven Sauerstoffspezies
(oxidativem Stress), die unter anderem durch Sonnenbestrahlung auftreten
können.
Somit
ergibt sich bei erfindungsgemäßer Verwendung
(d. h. nach topischer Applikation) nicht nur ein kosmetischer Nutzen
im Sinne einer verstärkte
Bräunung
durch die gesteigerte Melanin-Synthese in der Haut sondern auch
ein zusätzlicher
Nutzen durch die verschiedenen Schutzleistungen von Melanin.
Die
erfindungsgemäßen Mittel,
z.B. kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen, induzieren in
der Haut und den Haaren die Bildung von haut- und haareigenen Pigmenten,
intensivieren die vorhandene natürliche
und/oder künstliche
Bräunung
der Haut, gleichen uneinheitliche Pigmentierung der Haut aus, intensivieren
die natürliche
Haarfärbung
und lassen die Hautbräunung
als auch die Haarfärbung
länger
anhalten.
Die
erfindungsgemäßen Formulierungen
sind in jeglicher Hinsicht überaus
befriedigende Präparate, die
sich durch eine gleichmäßig färbende Wirkung
auszeichnen. Es war für
den Fachmann nicht vorauszusehen gewesen, dass die erfindungsgemäßen Formulierungen
- • einfacher
zu formulieren sein,
- • der
Haut und dem Haar schneller und besser ein natürliches Aussehen verleihen,
- • die
Hautbräunung
und Haarfärbung
länger
anhalten lassen,
- • besser
als feuchtigkeitsspendende Zubereitungen wirken,
- • besser
die Hautglättung
fördern,
- • sich
durch bessere Pflegewirkung auszeichnen,
- • bessere
sensorische Eigenschaften, wie beispielsweise die Verteilbarkeit
auf der Haut und dem Haar oder das Einzugsvermögen in die Haut, aufweisen
und
- • einen
besseren/risikolosen Eigenschutz der Haut und der Haare (vor UV-Strahlung)
bieten würden
als
die Zubereitungen des Standes der Technik. Zudem entfalten die erfindungsgemäßen Formulierungen überraschenderweise
keine Hormonwirkungen.
Der
Gehalt der Verbindungen beträgt
zwischen 0,0001 und 30 Gew.%, vorteilhaft zwischen 0,01 und 10 Gew.%,
besonders vorteilhaft zwischen 0,02 und 2 Gew.% jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht des Mittels.
Die
erfindungsgemäßen kosmetischen
und/oder dermatologischen Formulierungen können wie üblich zusammengesetzt sein
und insbesondere zur Behandlung und der Pflege der Haut und/oder
der Haare, als Schminkprodukt in der dekorativen Kosmetik oder als
Lichtschutz- bzw. sogenanntes Pre- oder Aftersunpräparat dienen.
Entsprechend können
die erfindungsgemäßen Formulierungen – je nach
ihrem Aufbau – beispielsweise
verwendet werden als Hautschutzcrème, Gesichtscrème, Reinigungsmilch,
Sonnenschutzlotion, Nährcrème, Tages-
oder Nachtcrème
usw.
Es
ist auch möglich
und vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, die erfindungsgemäßen Verbindungen
in wässrige
Systeme bzw. Tensidzubereitungen zur Reinigung und Pflege der Haut
und der Haare einzufügen.
Dies umfasst sowohl Duschgels, Shampoos aber auch Conditioner, Haarpflegekuren,
Haarspülungen,
Haartonics, Sprays etc.
Es
ist dem Fachmann natürlich
bekannt, dass anspruchsvolle kosmetische Zusammensetzungen zumeist
nicht ohne die üblichen
Hilfs- und Zusatzstoffe denkbar sind. Darunter zählen beispielsweise Konsistenzgeber,
Füllstoffe,
Parfum, Farbstoffe, Emulgatoren, zusätzliche Wirkstoffe wie Vitamine
oder Proteine, Lichtschutzmittel, Stabilisatoren, Insektenrepellentien,
Alkohol, Wasser, Salze, antimikrobiell, proteolytisch oder keratolytisch
wirksame Substanzen usw.
Es
ist auch vorteilhaft, den oder die erfindungsgemäßen Verbindungen in verkapselter
Form darzureichen, z.B. in Kollagenmatrices und anderen üblichen
Verkapselungsmaterialien, wie z.B. cyclische Oligosaccharide (insbesondere
alpha, beta-, HP-beta-, random-Me-beta, gamma-Cyclodextrin), wobei
entsprechend der dem Fachmann bekannten chemischen Eigenschaften
der erfindungsgemässen
Verbindungen alpha-, beta- oder gamma- Cyclodextrine als Verkapselungsmatrial
verwendet werden. Ferner kann es von Vorteil sein, die erfindungsgemässen Verbindungen
oder deren Mischungen in Form von Celluloseverkapselungen, in Gelatine,
Wachsmatrices oder liposomal verkapselt darzureichen.
Bei
der Verkapselung mit Cyclodextrinen nimmt man an, dass die Cyclodextringerüste dabei
als Wirtsmolekül
und der erfindungsgemäße Wirkstoff
als Gastmolekül
fungieren. Zur Herstelllung werden Cyclodextrine in Wasser gelöst und erfindungsgemäßer Wirkstoff
hinzugegeben. Das molekulare Addukt fällt sodann als Festkörper aus
und kann den üblichen
Reinigungs- und Aufbereitungsschritten unterworfen werden. Es ist
bekannt, dass Cyclodextrin-Gast-Komplexe in einem entsprechenden
Lösungsmittel
(z.B. Wasser) in einem Gleichgewicht stehen zwischen dem konkreten
Gast-Cyclodextrin
Komplex und der dissoziierten Form, wobei Cyclodextrin und Gast
zu einem gewissen Anteil separiert sein können. Solche Gleichgewichtssysteme
sind ebenfalls vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung.
Mutatis
mutandis gelten entsprechende Anforderungen an die Formulierung
medizinischer Zubereitungen.
Medizinische
topische Zusammensetzungen im Sinne der vorliegenden Erfindung enthalten
in der Regel ein oder mehrere Medikamente in wirksamer Konzentration.
Der Einfachheit halber wird zur sauberen Unterscheidung zwischen
kosmetischer und medizinischer Anwendung und entsprechenden Produkten
auf die gesetzlichen Bestimmungen der Bundesrepublik Deutschland
verwiesen (z.B. Kosmetikverordnung, Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz).
Es
ist dabei ebenfalls von Vorteil, die erfindungsgemäße Verbindungen)
als Zusatzstoff zu Zubereitungen zu geben, die bereits andere Wirkstoffe
für andere
Zwecke enthalten. So zeigte es sich bei der vorliegenden Erfindung überraschenderweise,
dass die erfindungsgemäßen Formulierungen
sich auch ganz besonders eignen für Kombinationen mit Wirkstoffen,
die den Zustand der Haut positiv beeinflussen. So zeigte sich, dass Wirkstoffe
zur positiven Beeinflussung der Altershaut, die die Entstehung von
Falten oder auch bestehenden Falten vermindern. So insbesondere
in Kombination mit Biochinone, insbesondere Ubichinon Q10, Kreatin, Kreatinin,
Carnitin, Biotin, Isoflavon, Cardiolipin, Liponsäure, Anti Freezing Proteine,
Hopfen- und Hopfen-Malz-Extrakte.
Auch fördernde
Mittel der Restrukturierung des Bindegewebes, wie Isoflavonoide
sowie Isoflavonoid-haltige Pflanzenextrakte wie z.B. Soja- und Klee-Extrakte können in
den erfindungsgemäßen Formulierungen
sehr gut verwendet werden. Auch zeigt sich, dass sich die Formulierungen
in besonderer Weise eignen, Wirkstoffe zur Unterstützung der
Hautfunktionen bei trockener Haut, wie beispielsweise Vitamin C,
Biotin, Carnitin, Kreatin, Propionsäure, Grüntee-Extrakte, Eucalyptusöl, Harnstoff
und Mineralsalze wie z. B. NaCl, Meeresmineralien sowie Osmolyte
wie z. B. Taurin, Inositol, Betain, quartäre Ammoniumverbindungen, zu
verwenden. In ähnlicher
Weise erwies sich die Einarbeitung von Wirkstoffen zur Linderung
bzw. positiven Beeinflussung von irritativen Hautzuständen, sei
es bei empfindlicher Haut im allgemeinen oder bei durch Noxen gereizter
Haut (UV-Licht, Chemikalien), als vorteilhaft. Hier sind Wirkstoffe
zu nennen wie Sericoside, verschiedene Extrakte des Süssholzes,
Licochalcone, insbesondere Licochalocon A, Silymarin, Silyphos,
Dexpanthenol, Inhibitoren des Prostaglandinstoffwechsels, insbesondere
der Cyclooxygenase und des Leukotrienstoffwechsels, insbesondere
der 5-Lipoxyaenase, aber auch des 5-Lipoxvgenase Inhibitor Proteins,
FLAP. Auch erwies sich die Einarbeitung von Modulatoren der Pigmentierung
als vorteilhaft. Hier sind Wirkstoffe zu nennen, die die Pigmetierung
der Haut vermindern und so zu einer kosmetisch gewünschten
Aufhellung der Haut führen
und/oder das Auftreten von Altersflecken reduzieren und/oder bestehende
Altersflecken aufhellen. Beispielhaft sei erwähnt Tyrosinsulfat, Dioic acid
(8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure
sowie Liponsäure
und Liponamid, verschiedene Extrakte des Süssholzes. Kojisäure, Hydrochinon,
Arbutin, Fruchtsäuren,
insbesondere Alpha-Hydroxy-Säuren
(AHAs), Bearberry (Uvae ursi), Ursolsäure, Ascorbinsäure. Grüntee-Extrakte,
Aminoguanidin, Pyridoxamin. In gleicher Weise erwiesen sich die
erfindungsgemäßen Formulierungen
als hervorragende Kombinationspartner für weitere Wirkstoffe, die eine
verstärkte
oder schnellere Bräunung
der Haut herbeiführen
(Advanced Glycation Endproducts (AGE), Lipofuscine, NukleinsäureOligonukleotide,
Purine und Pyrimidine, NO-freisetzende Substanzen), sei es mit oder
ohne Einfluss von UV-Licht.
Besonders
bevorzugt sind solche kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen,
die in der Form eines Sonnenschutzmittels vorliegen. Vorteilhaft
können
diese zusätzlich
mindestens einen weiteren UVA-Filter und/oder mindestens einen weiteren
UVB-Filter und/oder mindestens ein anorganisches Pigment, bevorzugt
ein anorganisches Mikropigment, enthalten.
Erstaunlicherweise
sind kosmetische und dermatologische Zubereitungen gemäß der Erfindung
imstande, eine zeitliche Verlängerung
der natürlichen
Bräunung
herbeizuführen.
Weiterhin
war erstaunlich, dass kosmetische und dermatologische Formulierungen
gemäß der Erfindung
imstande sind, zur Behandlung von Hypopigmentierungen (Vitiligo,
ungleichmäßige Pigmentierung
in Altershaut usw.) zu dienen.
Die
kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen können erfindungsgemäß kosmetische
Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise
in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel, Bakterizide,
Parfüme,
Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente,
die eine färbende Wirkung
haben, Verdickungsmittel, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen,
Fette, Öle,
Wachse oder andere übliche
Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung
wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte,
organische Lösungsmittel,
Silikonderivate oder Moisturizer.
Als
Moisturizer werden Stoffe oder Stoffgemische bezeichnet, welche
kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen die Eigenschaft
verleihen, nach dem Auftragen bzw. Verteilen auf der Hautoberfläche die
Feuchtigkeitsabgabe der Hornschicht (auch transepidermal water loss
(TEWL) genannt) zu reduzieren und/oder die Hydratation der Hornschicht
positiv zu beeinflussen.
Vorteilhafte
Moisturizer im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise
Glycerin, Milchsäure, Pyrrolidoncarbonsäure und
Harnstoff. Ferner ist es insbesondere von Vorteil, polymere Moisturizer
aus der Gruppe der wasserlöslichen
und/oder in Wasser quellbaren und/oder mit Hilfe von Wasser gelierbaren
Polysaccharide zu verwenden. Insbesondere vorteilhaft sind beispielsweise
Hyaluronsäure
und/oder ein fucosereiches Polysaccharid, welches in den Chemical
Abstracts unter der Registraturnummer 178463-23-5 abgelegt und z.
B. unter der Bezeichnung Fucogel®1000
von der Gesellschaft SOLABIA S.A. erhältlich ist.
Glycerin
kann als Moisturizer im Sinne der vorliegenden Anmeldung im Bereich
von 0,05-30 Gew.%, besonders bevorzugt sind 1-10%, eingesetzt werden.
Die
jeweils einzusetzenden Mengen an kosmetischen oder dermatologischen
Hilfs- und Trägerstoffen und
Parfüm
können
in Abhängigkeit
von der Art des jeweiligen Produktes vom Fachmann durch einfaches
Ausprobieren leicht ermittelt werden.
Ein
zusätzlicher
Gehalt an Antioxidantien in den erfindungsgemäßen Zubereitungen ist im allgemeinen bevorzugt.
Erfindungsgemäß können als
günstige
Antioxidantien alle für
kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder
gebräuchlichen
Antioxidantien verwendet werden.
Es
ist daher von Vorteil, den erfindungsgemäßen Zubereitungen Antioxidantien
zuzusetzen. Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus
der Gruppe bestehend aus Aminosäuren
(z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Phenylalanin, Tryptophan) und deren
Derivate (insbesondere N-Acetyl-Tyrosin, N-Acetyl-Phenylalanin),
Imidazole (z.B. Urocaninsäure)
und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin
und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Caroline (z.B. α-Carotin, β-Carotin,
Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und
deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil
und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin,
Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-,
Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester)
sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat,
Thiodipropionsäure
und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside
und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine,
Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin)
in sehr geringen verträglichen
Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg),
ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α -Hydroxysäuren (z.B.
Citronensäure,
Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte,
Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und
deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und
deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin
C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat),
Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und
Derivate (Vitamin-A-palmitat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes,
Rutinsäure
und deren Derivate, α-Glycosylrutin,
Ferulasäure,
Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon,
Harnsäure
und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen
Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen
Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B.
Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate
(Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und
Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
Die
Menge der vorgenannten Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen)
in den Zubereitungen beträgt
vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05–20 Gew.-%,
insbesondere 1–10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Sofern
Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen,
ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich
von 0,001 – 10
Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen. Sofern
Vitamin A, bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate
das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige
Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001–10 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Kosmetische
oder dermatologische Formulierungen im Sinne der vorliegenden Erfindung
können
bevorzugt neben einer oder mehrerer Ölphasen zusätzlich eine oder mehrere Wasserphasen
enthalten und beispielsweise in Form von W/O-, O/W-, W/O/W- oder O/W/O-Emulsionen
vorliegen. Solche Emulsionen können vorzugsweise
auch eine Mikroemulsion, eine Pickering-Emulsion oder eine sprühbare Emulsion
sein.
Darüber hinaus
können
die erfindungsgemäßen Formulierungen
aber auch vorteilhaft in Form von ölfreien Zubereitungen, wie
beispielsweise Gelen, oder als wasserfreie Zubereitungen vorliegen.
Die
erfindungsgemäßen Formulierungen
können
ferner vorteilhaft auch Dihydroxyaceton oder Nußextrakte enthalten sowie weitere
Substanzen, welche die Bräune
erhalten oder erzeugen oder zusätzlich
verstärken
sollen.
Die
Lipidphase der erfindungsgemäßen Emulsionen
kann vorteilhaft gewählt
werden aus folgender Substanzgruppe:
- – Mineralöle, Mineralwachse
- – Öle, wie
Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, vorzugsweise aber Rizisnusöl;
- – Fette,
Wachse und andere natürliche
und synthetische Fettkörper,
vorzugsweise Ester von Fettsäuren
mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol
oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger
C-Zahl oder mit Fettsäuren;
- – Alkylbenzoate;
- – Silikonöle wie Dimethylpolysiloxane,
Diethylpolysiloxane, Diphenylpolysiloxane sowie Mischformen daraus.
Die Ölphase der
Emulsionen, Oleogele bzw. Hydrodispersionen oder Lipodispersionen
im Sinne der vorliegenden Erfindung wird vorteilhaft gewählt aus
der Gruppe der Ester aus gesättigten
und/oder ungesättigten,
verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
3 bis 30 C-Atomen und gesättigten
und/oder ungesättigten,
verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von
3 bis 30 C-Atomen,
aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und
gesättigten
und/oder ungesättigten,
verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von
3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle
können
dann vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat,
Isopropyloleat, n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat,
Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat,
2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat,
Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische und
natürliche
Gemische solcher Ester, z.B. Jojobaöl.
Ferner
kann die Ölphase
vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe
und -wachse, der Silikonöle,
der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten,
verzweigten oder unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride,
namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 – 18
C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride
können
beispielsweise vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z.B.
Olivenöl,
Sonnenblumenöl,
Sojaöl,
Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palmkernöl und dergleichen
mehr.
Auch
beliebige Abmischungen solcher Öl-
und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden
Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein,
Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente
der Ölphase
einzusetzen.
Vorteilhaft
wird die Ölphase
gewählt
aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat,
Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C12–15-Alkylbenzoat,
Capryl-Caprinsäure-triglycerid,
Dicaprylylether.
Besonders
vorteilhaft sind Mischungen aus C12–15-Alkylbenzoat
und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C12–15-Alkylbenzoat
und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12–15-Alkylbenzoat,
2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
Von
den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft
im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Vorteilhaft
kann die Ölphase
ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder
vollständig
aus solchen Ölen
bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen
zusätzlichen
Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten
zu verwenden.
Vorteilhaft
wird Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan) als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt.
Aber auch andere Silikonöle
sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden,
beispielsweise Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan).
Besonders
vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat,
aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.
Die
wässrige
Phase der erfindungsgemäßen Zubereitungen
enthält
gegebenenfalls vorteilhaft
– Alkohole,
Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise
Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl-
oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder
-monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether
und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z.B. Ethanol,
Isopropanol, 1,2-Propandiol,
Glycerin sowie insbesondere ein oder mehrere Verdickungsmittel,
welches oder welche vorteilhaft gewählt werden können aus der
Gruppe Siliciumdioxid, Aluminiumsilikate, Polysaccharide bzw. deren
Derivate, z.B. Hyaluronsäure,
Xanthangummi, Hydroxypropylmethylcellulose, besonders vorteilhaft
aus der Gruppe der Polyacrylate, bevorzugt ein Polyacrylat aus der
Gruppe der sogenannten Carbopole, beispielsweise Carbopole der Typen
980, 981, 1382, 2984, 5984, jeweils einzeln oder in Kombination.
Weiterhin
können
der erfindungsgemäßen Zubereitung
UV-Filtersubstanzen zugesetzt werden.
Besonders
vorteilhafte bei Raumtemperatur flüssige UV-Filtersubstanzen im
Sinne der vorliegenden Erfindung sind Homomenthylsalicylat (INCl:
Homosalate), 2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat
(INCl: Octocrylene), 2-Ethylhexyl-2-hydroxybenzoat (2-Ethylhexylsalicylat,
Octylsalicylat, INCl: Octyl Salicylate) und Ester der Zimtsäure, vorzugsweise
4-Methoxyzimtsäure
(2-ethylhexyl)ester (2-Ethylhexyl-4-methoxycinnamat, INCl: Octyl
Methoxycinnamate) und 4-Methoxyzimtsäureisopentylester (Isopentyl-4-methoxycinnamat,
INCl: Isoamyl p-Methoxycinnamate).
Bevorzugte
anorganische Pigmente sind Metalloxide und/oder andere in Wasser
schwerlösliche
oder unlösliche
Metallverbindungen, insbesondere Oxide des Titans (TiO2),
Zinks (ZnO), Eisens (z. B. Fe2O3),
Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z. B. MnO), Aluminiums (Al2O3), Cers (z. B.
Ce2O3), Mischoxide der
entsprechenden Metalle sowie Abmischungen aus solchen Oxiden sowie
das Sulfat des Bariums (BaSO4).
Die
Pigmente können
vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung auch in Form kommerziell
erhältlicher öliger oder
wässriger
Vordispersionen zur Anwendung kommen. Diesen Vordispersionen können vorteilhaft
Dispergierhilfsmittel und/oder Solubilisationsvermittler zugesetzt
sein.
Die
Pigmente können
erfindungsgemäß vorteilhaft
oberflächlich
behandelt („gecoatet") sein, wobei beispielsweise
ein hydrophiler, amphiphiler oder hydrophober Charakter gebildet
werden bzw. erhalten bleiben soll. Diese Oberflächenbehandlung kann darin bestehen,
dass die Pigmente nach an sich bekannten Verfahren mit einer dünnen hydrophilen
und/oder hydrophoben anorganischen und/oder organischen Schicht
versehen werden. Die verschiedenen Oberflächenbeschichtungen können im
Sinne der vorliegenden Erfindung auch Wasser enthalten.
Anorganische
Oberflächenbeschichtungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung können bestehen aus Aluminiumoxid
(Al2O3), Aluminiumhydroxid
Al(OH)3, bzw. Aluminiumoxidhydrat (auch:
Alumina, CAS-Nr.: 1333-84-2), Natriumhexametaphosphat (NaPO3)6, Natriummetaphosphat
(NaPO3)n, Siliciumdioxid
(SiO2) (auch: Silica, CAS-Nr.: 7631-86- 9), oder Eisenoxid
(Fe2O3). Diese anorganischen
Oberflächenbeschichtungen können allein,
in Kombination und/oder in Kombination mit organischen Beschichtungsmaterialien
vorkommen.
Organische
Oberflächenbeschichtungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung können bestehen aus pflanzlichem
oder tierischem Aluminiumstearat, pflanzlicher oder tierischer Stearinsäure, Laurinsäure, Dimethylpolysiloxan
(auch: Dimethicone), Methylpolysiloxan (Methicone), Simethicone
(einem Gemisch aus Dimethylpolysiloxan mit einer durchschnittlichen
Kettenfänge
von 200 bis 350 Dimethylsiloxan-Einheiten und Silicagel) oder Alginsäure. Diese
organischen Oberflächenbeschichtungen
können
allein, in Kombination und/oder in Kombination mit anorganischen
Beschichtungsmaterialien vorkommen.
Erfindungsgemäß geeignete
Zinkoxidpartikel und Vordispersionen von Zinkoxidpartikeln sind
unter folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen
erhältlich:
Geeignete
Titandioxidpartikel und Vordispersionen von Titandioxidpartikeln
sind unter folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen
erhältlich:
Vorteilhafte
UV-A-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Dibenzoylmethanderivate,
insbesondere das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan (CAS-Nr. 70356-09-1),
welches von Givaudan unter der Marke Parsol® 1789
und von Merck unter der Handelsbezeichnung Eusolex® 9020
verkauft wird.
Vorteilhafte
weitere UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung
sind sulfonierte, wasserlösliche
UV-Filter, wie z. B.:
- • Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und
ihre Salze, besonders die entsprechenden Natrium-, Kalium- oder
Triethanolammonium-Salze, insbe sondere das Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz
mit der INCl-Bezeichnung Bisimidazylate (CAS-Nr.: 180898-37-7),
welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Neo Heliopan
AP bei Haarmann & Reimer
erhältlich
ist;
- • Salze
der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure, wie ihr Natrium-, Kalium-
oder ihr Triethanolammonium-Salz sowie die Sulfonsäure selbst
mit der INCl Bezeichnung Phenylbenzimidazole Sulfonsäure (CAS.-Nr.
27503-81-7), welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung
Eusolex 232 bei Merck oder unter Neo Heliopan Hydro bei Haarmann & Reimer erhältlich ist;
- • 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol
(auch: 3,3'-(1,4-Phenylendimethylene)-bis-(7,7-dimethyl-2-oxo-bicyclo-[2.2.1]hept-1-ylmethan
Sulfonsäure)
und dessen Salze (besonders die entprechenden 10-Sulfato-verbindungen,
insbesondere das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz),
das auch als Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) bezeichnet
wird. Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) hat
die INCl-Bezeichnung Terephtalidene Dicampher Sulfonsäure (CAS.-Nr.:
90457-82-2) und ist beispielsweise unter dem Handelsnamen Mexoryl
SX von der Fa. Chimex erhältlich;
- • Sulfonsäure-Derivate
des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und
deren Salze.
Vorteilhafte
UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner
sogenannte Breitbandfilter, d.h. Filtersubstanzen, die sowohl UV-A-
als auch UV-B-Strahlung absorbieren.
Vorteilhafte
Breitbandfilter oder UV-B-Filtersubstanzen sind beispielsweise Triazinderivate,
wie z. B.
- • 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin
(INCl: Aniso Triazin), welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® S
bei der CIBA-Chemikalien GmbH erhältlich ist;
- • Diethylhexylbutylamidotriazon
(INCl: Diethylhexylbutamidotriazone), welches unter der Handelsbezeichnung
UVASORB HEB bei Sigma 3V erhältlich
ist;
- • 4,4',4''-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester),
auch: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1,3,5-triazin (INCl: Ethylhexyl
Triazone), welches von der BASF Aktiengesellschaft unter der Warenbezeichnung
UVINUL® T
150 vertrieben wird.
Ein
vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung
ist auch das 2,2'-Methylen-bis-(6-{2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol),
welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® M
bei der CIBA-Chemikalien GmbH erhältlich ist.
Vorteilhafter
Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner das
2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]propyl]-phenol
(CAS-Nr.: 155633-54-8) mit der INCl-Bezeichnung Drometrizole Trisiloxane,
welches unter der Handelsbezeichnung Mexoryl® XL
bei der Fa. Chimex erhältlich
ist.
Die
weiteren UV-Filtersubstanzen können öllöslich oder
wasserlöslich
sein.
Vorteilhafte öllösliche UV-B-
und/oder Breitband-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung
sind z. B.:
- • 3-Benzylidencampher-Derivate,
vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3-Benzylidencampher;
- • 4-Aminobenzoesäure-Derivate,
vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester, 4-(Dimethyiamino)benzoesäureamylester;
- • Derivate
des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon,
2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon
- • sowie
an Polymere gebundene UV-Filter.
- • 3-(4-(2,2-bis
Ethoxycarbonylvinyl)-phenoxy)propenyl)methoxysiloxan/Dimethylsiloxan – Copolymer
welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Parsol® SLX
bei Hoffmann La Roche erhältlich
ist.
Vorteilhafte
wasserlösliche
Filtersubstanzen sind z. B.: Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers,
wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und
deren Salze.
Eine
weiterere erfindungsgemäß vorteilhaft
zu verwendende Lichtschutzfiltersubstanz ist das Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat
(Octocrylen), welches von BASF unter der Bezeichnung Uvinul® N
539 erhältlich
ist.
Besonders
vorteilhafte Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung,
die sich durch einen hohen bzw. sehr hohen UV-A- und/oder UV-B-Schutz
auszeichnen, enthalten neben der oder den erfindungsgemäßen Filtersubstanzen)
bevorzugt ferner weitere UV-A- und/oder Breitbandfilter, insbesondere
Dibenzoylmethanderivate [beispielsweise das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan],
Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und/oder
ihre Salze, das 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und/oder
dessen Salze und/oder das 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl hexyloxy)-2-hydroxy)-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin,
jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander.
Erfindungsgemäß besonders
vorteilhaft sind ferner Benzoxazol-Derivate wie insbesondere das 2,4-bis-[5-1(dimethylpropyl)benzoxazol-2-yl-(4-phenyl)-imino]-6-(2-ethylhexyl)-imino-1,3,5-triazin
mit der CAS Nr. 288254-16-0, welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung
Uvasorb® K2A
erhältlich
ist, sowie Hydroxybenzophenone wie insbesondere der 2-(4'-Diethylamino-2'-hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester oder
auch Aminobenzophenon, welcher unter dem Uvinul A Plus erhältlich ist.
Die
Liste der genannten UV-Filter, die im Sinne der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können, soll
selbstverständlich
nicht limitierend sein.
Vorteilhaft
enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen
die Substanzen, die UV-Strahlung
im UV-A- und/oder UV-B-Bereich absorbieren, in einer Gesamtmenge
von z. B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%,
insbesondere 1,0 bis 15,0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur Verfügung zu
stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich der
ultravioletten Strahlung schützen.
Sie können
auch als Sonnenschutzmittel fürs
Haar dienen.
Die
erfindungsgemäßen Formulierungen
können
vorteilhaft, wenngleich nicht zwingend, auch in Kombination mit
UV-Strahlung – sei
es mit künstlich
erzeugten oder natürlichen
ultravioletten Strahlen – verwendet werden,
beispielsweise um die natürliche
Bräunung
noch zu steigern oder aber um eine besonders lang anhaltende Bräunung zu
erreichen.
Zur
Anwendung werden die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen
Formulierungen in der für
Kosmetika üblichen
Weise auf die Haut und/oder die Haare in ausreichender Menge aufgebracht.
Nach
den ausführlichen
Ausführungen
ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Mittels, insbesondere einer
kosmetischen und/oder dermatologischen Zubereitung, bevorzugt
- – als
wässriges
System und/oder Tensidzubereitung zur Reinigung und Pflege der Haut
und/oder der Haare,
- – als
Mehrfachemulsion, Mikroemulsion, Pickering-Emulsion oder sprühbare Emulsion,
- – als
Presun-, einer Sonnenschutz- oder einer Aftersunformulierung,
- – zur
topischen Anwendung auf Haut und/oder Haaren,
- – zur
Bräunung
der Haut,
- – zur
Pflege der Haut,
- – zum
Schutz der Haut und/oder dem Haar vor schädigenden UV-Strahlen,
- – zur
Steigerung der Melaninsynthese in der Haut,
- – zur
Verlängerung
der Braunfärbung
der Haut,
- – zum
Schutz der Haut vor oxidativem Streß,
- – zum
Schutz der Haut vor chronologischer und lichtbedingter Hautalterung,
- – zur
Intensivierung der Haarfarbe,
- – zur
Verhinderung des Ergrauen der Haare und/oder zum Schutz vor dem
sonnenlichtbedingtem Ausbleichen der Haare,
- – als
Duschgel, Shampoo, Conditioner, Haarpflegekur, Haarspülung, Haartonic,
Haarspray, Make-up, Hautschutz-, Gesichts-, Reinigungs-, Sonnenschutz-,
Nähr, Tages-
oder Nachtcreme, -gel, oder -lotion oder Cleansing-Zubereitung.
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
ebenso Bestandteil einer Polymermatrix, einer Haut- und/oder Wundauflage,
eines Pflasters, eines Tuchs oder Pads, eines Sprays oder auf oder
in Textilien, wie Bandagen oder Badetextilien, aufgebracht sein.
So
ist die Einarbeitung der Verbindungen in Polymermatrizes, wie beispielsweise
Polyurethanmatrizes, problemlos möglich. Ähnlich der bekannten Wirkstofffreisetzung
können
die Verbindungen aus der Matrix an die Haut oder dem Haar abgegeben
werden und ermöglichen
dort ihre vorteilhaften Eigenschaften. In einer Pflasterapplikation
oder aufgebracht auf Textilien, Bandagen oder ähnlichem können die Verbindungen in die Haut
eindringen und den gewünschten
Schutz, Pflege oder Bräunungseffekt
bewirken.
Eine
Applikation als Spray ist bevorzugt, da hier die Verbindungen lediglich
mit geeigneten Aerosolen oder Gasen vermischt werden müssen.
Alle
Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders
angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen bezogen.
Beispiele
14.
Conditioner-Shampoo mit Perlglanz
15.
klares Conditioner-Shampoo
16.
klares Light-Shampoo mit Volumeneffekt