DE1068732B - Verfahren zur Herstellung eines Dicaloiumphosphatdungemittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Dicaloiumphosphatdungemittels

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DE1068732B
DE1068732B DENDAT1068732D DE1068732DA DE1068732B DE 1068732 B DE1068732 B DE 1068732B DE NDAT1068732 D DENDAT1068732 D DE NDAT1068732D DE 1068732D A DE1068732D A DE 1068732DA DE 1068732 B DE1068732 B DE 1068732B
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dicalcium phosphate
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Dr. Wilhelm Krzandalsky Linz Dr. Walter Müller Leonding Linz und Dr. Ferdinand Weinrotter Linz Dr. Nikola Getoff (Österreich)
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Lentia GmbH
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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/04Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid
    • C05B11/06Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid using nitric acid (nitrophosphates)

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  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Dicalciumphosphatdüngemittels Die Herstellung von Dicalciumphosphat durch Lösen von Rohphosphaten mit Salpetersäure, Neutralisieren der sauren Aufschlußmasse mit Ammoniak, Abtrennen des gebildeten Dicalciumphosphates von der ammonnitrat- und calciumnitrathaltigen Restlauge, gefolgt von Auswaschen und Trocknen des Produktes, ist in mehreren Patentschriften beschrieben worden. Dabei ist das erhaltene Dicalciumphosphat meistens nicht sehr beständig und neigt oft schon während der Herstellung oder aber bei der Trocknung zur Apatitbildung. Außerdem bereitet die während der Neutralisation auftretende Thixotropie der Fällungsmasse bei den meisten Verfahren große technische Schwierigkeiten. Vor allem sind dabei der Filtrations- und Waschprozeß umständlich und nicht vollkommen. Um diese wesentlichen Nachteile der Herstellungsoperation zu vermeiden sowie das Produkt zu stabilisieren, werden bei manchen Verfahren bestimmte Ca-P20.-Verhältnisse in der Aufschlußmasse vor der Fällung vorgeschlagen. Ferner werden eine Reihe von Zusatzstoffen (Stabilisierungsmittel), wie Mg, Al, Sulfat usw., vor bzw. während der Fällung des Dicalciumphosphates oder bei seiner Trocknung angewendet. Andere Verfahren versuchen durch Anwendung von verdünnten ammoniakalischen Lösungen als Fällungsmittel anstatt Ammoniakgas die Thixotropie zu vermeiden. Dies wirkt sich allerdings durch eine Vergrößerung des Reaktionsvolumens und Anfallen einer verdünnteren Restlauge wirtschaftlich sehr nachteilig aus. Ferner sind Herstellungsmethoden bekannt, die die oben angeführten Schwierigkeiten dadurch teilweise umgehen, indem sie das ausgefällte Dicalciumphosphat von der Restlauge nicht abtrennen, sondern die Maische gemeinsam unter Ammoniakzufuhr zur Trockene abdampfen und somit zu einem Mischdüngemittel gelangen.
  • Die vorliegende Erfindung hat nun ein Verfahren zum Gegenstand, nach welchem durch Auflösen von Rohphosphaten mit Salpetersäure ohne jede weitere Vorbehandlung der sauren Aufschlußlösung und anschließende Fällung mit Ammoniak, ohne Zusätze von Fremdsalzen ein leichtfiltrierbares, grobkristallines, hochprozentiges, auch nach der Trocknung stabiles, in Ammoncitratlösung praktisch völlig lösliches Dicalciumphosphat isoliert wird.
  • Das Verfahren unterscheidet sich von allen bis jetzt bekannten Methoden im wesentlichen dadurch, daß einerseits zur Fällung des Dicalciumphosphates aus der salpetersauren Aufschlußlösung ein mit inertem Gas mehrmals verdünntes Ammoniakgas verwendet wird und andererseits im Laufe der Neutralisation bei einem bestimmten p$ Wert und Temperaturbereich nadelförmige Dicalciumphosphatkristalle als Impfstoff zugesetzt werden, die dem Produkt eine ebensolche nadelförmige grobe Kristalltracht verleihen. In dieser Form ist das Dicalciumphosphat nicht thixotrop, sehr leicht filtrierbar und auswaschbar. Die nadelförmigen Kristalle des Dicalciumphosphates, die bis jetzt in der Literatur nicht bekannt waren, sind nur unter bestimmten Bedingungen, gemäß der vorliegenden Erfindung, herstellbar. Beachtet man diese Bedingungen nicht, so erhält man, wie üblich, kleine Blättchen (3 bis 5 [,), die sehr stark zu Thixotropie neigen, schwer filtrier- und auswaschbar sind. Außerdem sind sie nicht sehr stabil und gehen während der Fällung oder bei der Trocknung zum Teil in ammoncitratunlöslichen Apatit über.
  • Es ist zwar bekannt, zur Fällung von Dicalciumphosphat von verdünntem Ammoniakgas Gebrauch zu machen, aber nicht mit dem Ziel, die Bildung und die Stabilisierung von nadelförmigen Kristallen aus Dicalciumphosphat zu erreichen. Außerdem können die nadelförmigen Kristalle aus Dicalciumphosphat unter den Bedingungen der betreffenden Verfahren überhaupt nicht existieren, da unter anderem die Fällungsoperation bei einer viel zu hohen Temperatur durchgeführt wird. Bei anderen Verfahren, die ebenfalls mit verdünntem Ammoniakgas arbeiten, ist die Kristallform des gefällten Dicalciumphosphates - da dieses von der =Mutterlauge nicht abgetrennt wird - gänzlich uninteressant und daher im Patentschrifttum auch nicht erwähnt.
  • Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich im einzelnen um folgende Maßnahmen: Rohphosphat beliebiger Herkunft wird, wie üblich, in --Salpetersäure aufgeschlossen, bis praktisch der gesamte Phosphatanteil in wasserlöslicher Form vorliegt. Zu Beginn des Verfahrens, solange keine nadelförmigen Impfkristalle zur Verfügung stehen, muß die Aufschlußmasse zu ihrer Erzeugung zunächst auf Raumtemperatur (15' bis 25° C) gekühlt werden. Unter Beibehaltung der Temperatur wird in die saure Aufschlußmasse Ammoniakgas, das tnit- -Luft oder einem anderen inerten Gas verdünnt istj--und zwar in einem Verdünnungsverhältnis N H$ : Luft=1: 2 bis 1:50, vorzugsweise 1:10, eingeleitete Dabei entstehen charakteristische nadelförmige Dicalciumphosphatkristalle mit einer ziemlich einheitlichen Länge von 40 bis 50#t. Würde man unverdünntes Ammoniakgas in die saure Aufschlußmasse einführen,-so hätten die entstandenen Kristallnadeln eine Länge von nur 5 bis 15 [.. -Bei größerer Verdünnung des Ammoniakgases als 1:10, z. B. 1:50, nimmt die Kristallgröße nur mehr bis zu 60#t zu, so daß ein Verdünnungsverhältnis von 1:10 praktisch als optimal angenommen werden kann.
  • Die Herstellung der gewünschten nadelförmigen Impfkristalle wird demnach durch Fällung der sauren Aufschlußmasse bei einer Temperatur von 20° C mit verdünntem Ammoniakgas=(Verdünnung 1:10) bis zu einem pH-Wert der Fällungsmasse von oberhalb 1 und unterhalb 3,5, vorzugsweise von 2,5, vorgenommen. Würde man nun die Fällung bei 20° C bis zu einem pH-Wert von 5 fortsetzen, dann würde ein kristallwasserhaltiges Dicalciumphosphat (Ca H P 04 - 2 H2 O) entstehen, das erfahrungsgemäß gegenüber dem kristallwasserfreien Dicalciumphosphat (Ca H P 04) verschiedene Nachteile hat, wie Trocknungsempfindlichkeit, niedriger P2 O.- CFehalt, nicht sehr stabile Mischungen mit anderen Düngemittelkomponenten.
  • Überraschenderweise würde ferner gefunden, daß bei einer Erhöhung der Fällungstemperatur von 20° C auf 30 bis 60° C ab einem pH-Wert von 2,5 ein kristallwasserfreies, stabiles Dicaiciumphosphat (Ca H P 04) gefällt wird, das den Kristallhabitus und die Kristallgröße der bis zu einem p$ Wert von 2,5 gefällten Kristalle beibehält. Das --derart hergestellte kristallwasserfreie Dicalciumphosphat ist wegen seiner nadelähnlichen Form und seiner grobkristallinen Beschaffenheit ausgezeichnet- filtrier- und auswaschbar und stabil während des Trocknungsvorganges.
  • Irgendwelche Salzzusätze (z. B. Magnesiumsalze) während des Herstellungsprozesses sind nicht notwendig. Das getrocknete Produkt besitzt je nach dem verwendeten Rohphosphat einen P20"-Gehalt von 37 bis 44%, wobei praktisch die gesamte Phosphorsäure, 95 bis 100%, in ammoncitratlöslicher Form vorliegt.
  • Wird das erfindungsgemäße Verfahren produktionsmäßig durchgeführt, dann ist es nicht mehr notwendig, die gewünschten nadelförmigen Impfkristalle jedesmal neu zu züchten. Es hat sich nämlich überraschenderweise gezeigt, d aß auch das grobkristalline Endprodukt, Ca H P 04, mit einer Nadelgröße der Kristalle von 40 bis 50 w als Impfstoff verwendet werden kann. Man entnimmt daher bei diskontinuierlicher Durchführung des Verfahrens einer vorhergehenden Charge einen Teil des fertiggefällten Kristallbreies in einer Menge von etwa 3 bis 51/o, bezogen auf den P205 Gesamtgehalt, und impft dabei die darauffolgende Charge, die eben im Fällungsstadium mit dem verdünnten Ammoniakgas einen pH-Wert von rund 2,5 erreicht hat. Der Impfungsbereich ist sowohl vom Rohmaterial als auch von der Ammoniakverdürinung:- abhängig und umfaßt das pH-Gebiet oberhalb 1 .rind".iuter.3.,5; er liegt beispielsweise für Kolaphosphat und ein Ammoniak-Luft-Verhältnis von 1 : 10 beim p$ Wert von 2,5.
  • In diesem Falle ist eine Kühlung der Aufschlußmasse zur Erzeugung der Impfkristalle nicht mehr notwendig, sondern der Aufschluß und die gesamte Fällung können bei einer einheitlichen Temperatur von 30 bis 60° C vorgenommen werden.
  • Außer der diskontinuierlichen Arbeitsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren in folgender Weise auch kontinuierlich durchgeführt werden: Um die nötigen nadelförmigen Impfkristalle für die kontinuierliche Fällung zu bekommen, ist es notwendig, zunächst diskontinuierlich zu beginnen, d. h., das Rohphosphat wird mit Salpetersäure aufgeschlossen, die Aufschlußmasse auf 20° C gekühlt, mit verdünntem Ammoniakgas bis zu einem p$ Wert von rund 2,5 gefällt, anschließend die Fällungsmasse auf 30 bis 60° C erwärmt und mit verdünntem Ammoniakgas bis zu einem pH-Wert von 5 weitergefällt. In dieser nun fertiggefällten Reaktionsmasse wird kontinuierlich- und gleichzeitig bei einer Temperatur von 30 bis 60° C salpetersaure Aufschlußmasse und verdünntes Ammoniakgas eingeleitet, so daß der pH-Wert der Reaktionsmasse konstant bei 5 bleibt. Entsprechend den zugesetzten Mengen der Reaktionskomponenten wird aus dem Fällungsbehälter kontinuierlich der fertiggefällte Reaktionsbrei mit einem pH-Wert von 5 abgezogen und der Niederschlag filtriert, gewaschen und getrocknet.
  • Die kontinuierliche Arbeitsweise ist gegenüber der diskontinuierlichen noch dadurch gekennzeichnet, daß die Kristalle des nadelförmigen, kristallwasserfreien Dicalciumphosphates noch größer werden und durchschnittliche Längen von 70 bis 100 1, erreichen.
  • Der Vollständigkeit halber ist noch zu bemerken, daß etwa bei einer kontinuierlichen Arbeitsweise, bei der keine vorgebildeten Impfkristalle vorhanden sind, unter den vorher angegebenen Bedingungen ein Dicalciumphosphat entstehen würde, das Kristallgrößen von 2 bis 10 #t aufweist, sich schon während der Fällung zum Teil in Apatit umsetzt, schlecht filtrierbar und bei der Trocknung unstabil ist, als Endprodukt eine Ammoncitratlöslichkeit von unter 60% besitzt und daher als Düngemittel kaum brauchbar wäre.
  • Ferner sei noch erwähnt, daß sowohl die Ammonnitrat und Calciumnitrat enthaltende Mutterlauge als auch die Waschlauge nach bekannten Verfahren aufgearbeitet werden.
  • Ausführungsbeispiele 1 a) Diskontinuierliche Arbeitsweise, Anfang 1 kg Rohphosphat (Kölaphosphat mit einem Gehalt von 38% P205) wird mit 2400 ml Salpetersäure (rund 45%ig) bei 60° C etwa 1 Stunde aufgeschlossen. Nach dem Aufschluß wird die Reaktionsmasse auf 20° C gekühlt und ein Ammoniak-Luft-Gemisch (1 : 10) unter gutem Rühren eingeleitet. Die Temperatur der Reaktionsmasse wird dabei durch Kühlung auf 20° C gehalten. Wenn die Reaktionsmasse den p$ Wert von 2,5 erreicht hat, wird die Kühlung abgestellt, wobei sich durch die Neutralisationswärme die Temperatur des Fällungsgemisches auf rund 40° C erhöht. Diese Temperatur von 40° C wird nun durch Kühlung während der weiteren Neutralisation mit verdünntem Ammoniakgas (1:10) bis zu einem PH-Wert von 5 beibehalten. Bei einem p$ Wert von 5 ist die Dicalciumphosphatfällung praktisch beendet. 3 bis 5% des Fällungsgemisches werden nun dem fertigen Fällungsbrei entnommen und für die darauffolgende Charge als Impfmasse aufbewahrt.
  • Die Gesamtdauer einer Dicalciumphosphatfällung mit verdünntem Ammoniakgas beträgt etwa 21/z bis 3 Stunden.
  • Die Hauptmenge des Fällungsbreies (40° C, p11-Wert = 5) wird nun filtriert und der Filterkuchen mit Wasser stickstofffrei gewaschen. Wegen der ausgezeichneten Filtrationseigenschaften können mit Vorzug kontinuierliche Drehfilter angewendet werden. Nach der Trocknung des Filterkuchens, beispielsweise in pneumatischen Trocknern, bei einer Trocknungstemperatur von 70 bis 80° C, verbleiben 0,84 kg Dicalciumphosphat je 1 kg Kolaphosphat als ein grobkristallines, auch bei langer Lagerung vollständig rieselfähiges Pulver mit einem P205 Gehalt von 431/o. Die Ammoncitratlöslichkeit dieses kristallwasserfreien Dicalciumphosphates, bei 1 g Probeeinwaage auf 100 ml Ammoncitratlösung nach P e t e r m a n n , beträgt 951/o.
  • Das Endprodukt enthält ferner außer den säureunlöslichen Bestandteilen des Rohphosphates, unter 1% N in Form von Ammonnitrat. Die bei der Filtration abgetrennte Mutterlauge mit einem Gehalt an Calciumnitrat und Ammonnitrat kann, wie üblich, durch Behandlung mit Ammoncarbonat auf Calciumcarbonat und Ammonnitrat (Kalkammonalpeter) verarbeitet werden. l b) Diskontinuierliche Arbeitsweise, Dauerbetrieb Bei der zweiten und allen folgenden Chargen entfällt die Verfahrensstufe der Impfkristallherstellung. Es wird daher Kolaphosphat mit Salpetersäure wie unter l a) aufgeschlossen und die saure Aufschlußmasse mit einem Ammoniak-Luft-Gemisch 1 : 10 bei 60° C bis zu einem pH Wert von 2,5 neutralisiert. In diesem Stadium werden die nach Beispiel 1 a) gewonnenen und aufbewahrten Impfkristalle dem vorliegenden Reaktionsgemisch zugemischt. Daraufhin wird die Neutralisation mit dem verdünnten Ammoniakgas bei einer Temperatur des Fällungsgemisches von 60° C bis zu einem pH-Wert von 5 zu Ende geführt. Man entnimmt etwa 3 bis 5 % von der gesamten Masse als Impfstoff, filtriert, wäscht und trocknet den übrigen Niederschlag wie unter 1 a). 2. Kontinuierlicher Betrieb Zu Beginn der kontinuierlichen Arbeitsweise ist zunächst die Gewinnung des Dicalciumphosphats in der gewünschten nadelförmigen Kristalltracht und Kristallgröße notwendig. Man verfährt daher gemäß Beispiel 1 a), indem man zunächst z. B. Kolaphosphat mit Salpetersäure aufschließt, die Aufschlußmasse auf 20° C abkühlt, im Verhältnis von 1 : 10 mit Luft verdünntes Ammoniakgas bei 20° C bis zu einem pH-Wert von rund 2,5 einleitet, dann das Reaktionsgemisch auf 40° C erwärmt und mit verdünntem Ammoniakgas weiterneutralisiert bis zu einem p11-Wert von 5. Dieser Fällungsbrei enthält bei den angegebenen Bedingungen die gewünschten nadelförmigen, kristallwasserfreien, grobkristallinen Dicalciumphosphat-Impfkristalle. In diesen Fällungs-Brei wird sodann bei konstanter Temperatur von 40° C und konstant gehaltenem p$ Wert von 5 gleichzeitig und kontinuierlich die salpetersaure Aufschlußmasse des Rohphosphates eingetragen und das mit Luft verdünnte Ammoniakgas eingeleitet. Eine entsprechende Menge des fertigen Fällungsbreies mit einem pH-Wert von 5 und einer Temperatur von 40° C wird gleichzeitig abgezogen, so daß das Füllungsvolumen im Fällungsbehälter konstant bleibt. Das Filtrieren, Waschen und Trocknen des Dicalciumphosphatniederschlages erfolgt wie unter 1 a) und 1 b).
  • Das getrocknete Endprodukt hat eine durchschnittliche Kristallgröße von 70 bis 100 #x. Sein P205 Gehalt beträgt 43 %, und die Ammoncitratlöslichkeit liegt über 95 0/0. Das Produkt ist außerordentlich lagerbeständig und sowohl als Phosphatdüngemittel als auch als Mischdüngemittelkomponente ausgezeichnet verwendbar.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines hochprozentigen, ammoncitratlöslichen, kristallwasserfreien und grobkristallinen Dicalciumphosphatdüngemittels durch Aufschluß von Rohphosphaten mit Salpetersäure, stufenweise Neutralisation mit durch Inertgase verdünntem Ammoniak und Abtrennung des Niederschlages, dadurch gekennzeichnet, daß die Neutralisation bei Anwesenheit von nadelförmigen, grobkristallinen Dicalciumphosphat-Impfkristallen durchgeführt wird, welch letztere durch Fällung eines Teiles der salpetersauren Aufschlußmasse mittels durch Inertgase, wie Luft, im Verhältnis von 1 : 2 bis 1 : 50, vorzugsweise 1 : 10, verdünnten Ammoniakgases bei einem p11-Wert zwischen 1 und 3,5, vorzugsweise 2,5, bei Raumtemperatur etwa um 15 bis 25° C hergestellt werden, und dieses die Impfkristalle enthaltende Neutralisationsgemisch in Mengen von rund 3 bis 5 % der bis ungefähr zum pH-Wert von 2,5 in an sich bekannter Weise vorneutralisierten Aufschlußmasse zugesetzt wird, worauf nach Temperaturerhöhung bis auf maximal 60° C bis zu einem pH Wert von 5 weiterneutralisiert und das gefällte Dicalciumphosphat abgetrennt, ausgewaschen und getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 in kontinuierlicher Durchführung, dadurch gekennzeichnet, daß in die bis 60° C und bis zum PH-Wert 5 bei Gegenwart von nadelförmigen Impfkristallen neutralisierte Aufschlußmasse einerseits frische Aufschlußmasse, gleichzeitig verdünntes Ammoniakgas unter Aufrechterhaltung des PH-Wertes von 5 und der Temperatur von maximal 60° C zugeführt und andererseits eine entsprechende Menge an ausreagierter Fällungsmasse abgezogen wird, aus welcher der Niederschlag abgetrennt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 859 625, 864 874, 945 093, 955 600; französische Patentschriften Nr. 966 939, 971757, 1040 923, 1041877, 1124 524.
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