DE109204C - - Google Patents
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- DE109204C DE109204C DENDAT109204D DE109204DA DE109204C DE 109204 C DE109204 C DE 109204C DE NDAT109204 D DENDAT109204 D DE NDAT109204D DE 109204D A DE109204D A DE 109204DA DE 109204 C DE109204 C DE 109204C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B25/00—Apparatus characterised by the shape of record carrier employed but not specific to the method of recording or reproducing, e.g. dictating apparatus; Combinations of such apparatus
- G11B25/02—Apparatus characterised by the shape of record carrier employed but not specific to the method of recording or reproducing, e.g. dictating apparatus; Combinations of such apparatus using cylindrical record carriers
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher im Gebrauch befindlichen Phonographen zeigten beim Abhören unangenehme
Nebengeräusche, welche sich als Knacken oder Schnarren bemerkbar machten. Liegt dieser
Uebelstand auch vielfach in Mängeln des Schreibwerkzeuges, so trägt auch die Abtastvorrichtung,
welche die eingegrabenen Schallwellen auf die Membran überträgt, häufig die Schuld.
Man versuchte früher das Schreibwerkzeug oder den Hörstift gelenkig mit der Membran
zu verbinden und durch ebenfalls gelenkig aufgehängte Gewichte gegen den Phonogrammcylinder
zu drücken, wobei gleichzeitig die Membran gespannt werden sollte; aber gerade diese Anordnungen bewirkten Ungenauigkeiten
im Einschreiben der Schallwellen und im Abtasten, weil die sehr fein ausgeführten Gelenke
Durchbiegungen und demzufolge Ausweichungen des Schreibwerkzeuges oder Hörstiftes zuliefsen.
Ebenso wirkt es nachtheilig, wenn die Membran durch ein Gewicht gespannt wird, wodurch sie in. der Ruhelage eine Ausbauchung
erhält, die ungleichförmige Schwingungen hervorruft. Die Erfinderin kehrte deshalb zu
der ursprünglichen Anordnung zurück, bei der das Schreibwerkzeug oder der Hörstift fest mit
der Membran verbunden ist und das Andrücken durch das Gewicht der Membran und ihres
Gehäuses bewirkt wird.
Hierbei mufste darauf geachtet werden, dafs besonders der Hörstift genau in die Furchen
der Schallwellen einspielte. Dieses Einspielen ist richtig, wenn die Mittelachse des Hörstiftes
auf der Schallwellen-Mittellinie (da die Schallwellenfurchen einen halbkreisförmigen oder parabolischen
oder ähnlichen Querschnitt haben), welche in Schraubenlinien um den Phonogrammcylinder
verläuft, senkrecht steht.
Da die Membran aber nicht immer mit ihrem Abtast- (Hör-) Stift in den Schallwellenfurchen
liegt, sondern nach dem Abhören der Walze ausgehoben, wieder an den Anfang der Walze hin zurückgeführt und erst dann wieder
eingelegt wird, so ist es nicht unmöglich, dafs bei dieser Handhabung durch ungeschicktes
Ausheben oder Einlegen eine Verletzung der Schallwellen verursacht wird. Das Ausheben
und Einlegen der Membran geschieht bekanntlich dadurch, dafs die Membran in einem
schwingenden Membranhalter A, welcher sich mit seinem freien Ende auf eine gerade Leitschiene
stützt, angebracht ist. Wäre hierbei das Membrangehäuse D mit der Membran fest
an dem Membranhalter A angebracht, so würde der Hörstift, falls er zu lang ist oder die eingegrabenen
Schallwellen zu seicht sind, in die Masse des Phonogrammcylinders eindringen, was natürlich eine ungenaue Wiedergabe der
Töne zur Folge haben, müfste. Um dieses zu vermeiden, wird das Membrangehäuse im Membranhalter
A um horizontale Zapfen b in der Hülse B schwingend gelagert. Diese Lagerung
allein könnte aber ein genaues Einspielen des Hörstiftes nicht gewährleisten, weil z. B. ungenaue
Lagerung oder loser Gang der Zapfen b in ihren Lagern das Membrangehäuse D in
eine zu den Schraubenlinien der Schallwellen
verschobene Stellung brächte, in welcher der Hörstift nicht richtig auf die Mittellinie einspielte
Dem Membrangehä'use wird deshalb noch eine Beweglichkeit in achsialer Richtung zum Phonogrammcylinder dadurch gegeben,
dafs das Gehäuse um Zapfen d, welche senkrecht zu den Zapfen b stehen, drehbar in dem
Zwischenstück C gelagert wird. Diese durch ein Universalgelenk ermöglichte Beweglichkeit
nach allen Seiten erfordert aber eine Führung der Membran, welche so lange bestehen bleibt,
bis der. Hörstift oder das Schreibwerkzeug E in den schraubengangförmigen Furchen richtig
eingelegt ist und seine Führung in diesen hat. Diese Führung ist um so mehr nothwendig,
wenn die Ein- und Ausrückung der Membran von einer Stelle aus geschieht, hier durch einen
am freien Ende des Membranhalters A drehbar gelagerten Winkel mit Handhabe.
Diese Führung wird durch einen am Membrangehäuse D angebrachten Arm e und eine
V-förmige Kerbe f am Membranhalter A bewirkt. Die Scheitellinie der Kerbe f mufs mit
dem Arme, dem Hörstift (Schreibwerkzeug) E und den Zapfen d in einer Ebene liegen, welche
parallel zu den Gewindegängen der Transportschraube des Membranhalters und den schraubengangförmigen
Schallwellenfurchen im Phonogrammcylinder liegt.
Ist der Membranhalter angehoben und die Membran mit Hörstift ausgerückt (Fig. i), so
stützt sich letztere, infolge ihres Gewichtes nach unten hängend, mit dem Arm e auf der Kerbe/
ab, indem sich der Arm e in die Scheitellinie der Kerbe f legt. Soll nun die Membran eingerückt
werden (Fig. 2), so wird der Ausrückhebel umgelegt und der Membranhalter A senkt
sich infolge dessen mit der Membran D auf den Phonogrammcylinder. Die Membran stützt
sich hierbei so lange mit dem Arm e auf die Kerbe f, bis der Hörstift in der Mittellinie der
Schallwellenfurchen auf deren Boden stöfst; dann erst hebt sich der Arm e aus der Kerbe f
und die Seitenwände der Schallwellenfurchen übernehmen die Führung des Hörstiftes. Durch
das Gewicht des Membrangehäuses in die Furchen hineingedrückt, jedoch ohne in die
Masse einzudringen, wird jetzt der Hörstift auch in denselben längs der Mittellinie der
Furchen verbleiben, weil Schwankungen oder Erschütterungen des Membranhalters, welche
bei seiner starren Verbindung mit dem Motor und dem Gestell nicht zu vermeiden sind,
durch das Universalgelenk nicht auf den Hörstift übertragen werden.
Der Arm e und die Kerbe f haben demnach nur den Zweck, ein richtiges Einspielen des
Hörstiftes in die Schallwellenfurchen beim Einrücken der Membran zu sichern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:■ Phonograph mit fest angebrachtem Hörstift oder Schreibwerkzeug an der Membranplatte und mittelst Kreuzgelenkes im Membranhalter aufgehängtem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dafs sich ein Arm e des Gehäuses in einer Kerbe f des Membranhalters führt und bei ausgerückter Membran diese durch Aufruhen in der Kerbe in bestimmter Stellung abstützt, wobei die Scheitellinie der Kerbe/, der Arm e, der Hörstift (Schreibwerkzeug) E und die senkrechten Zapfen d des Kreuzgelenkes in einer zu den Gewindegängen der Transportschraube und den Schallwellenfurchen parallelen Ebene liegen, alles zu dem Zwecke, bei dem durch Senkung des Membranhalters erfolgenden Einrücken der Membran den Hörstift (Schreibwerkzeug) in die Furchen richtig einspielen zu lassen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109204C true DE109204C (de) |
Family
ID=379119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT109204D Active DE109204C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109204C (de) |
-
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