DE1097912B - Elektromotorischer Triebfederaufzug von Zeitwerken, vorzugsweise fuer Batteriebetrieb - Google Patents

Elektromotorischer Triebfederaufzug von Zeitwerken, vorzugsweise fuer Batteriebetrieb

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DE1097912B
DE1097912B DEM39378A DEM0039378A DE1097912B DE 1097912 B DE1097912 B DE 1097912B DE M39378 A DEM39378 A DE M39378A DE M0039378 A DEM0039378 A DE M0039378A DE 1097912 B DE1097912 B DE 1097912B
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Joseph Krischker
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Mauthe Friedr GmbH
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    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00Winding mechanical clocks electrically
    • G04C1/04Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement
    • G04C1/06Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement winding-up springs
    • G04C1/065Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement winding-up springs by continuous rotating movement

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Description

  • Elektromotorischer Triebfederaufzug von Zeitwerken, vorzugsweise für Batteriebetrieb Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromotorischen Triebfederaufzug von Zeitwerken, vorzugsweise für Batteriebetrieb.
  • Es ist bekannt, im Zeitwerk ein mit dem Räderwerk verbundenes Zeitschaltsystem anzuordnen, das den Motor in bestimmten Zeitabständen ein- und ausschaltet. Das Zeitschaltsystem und die Übertragung von ihm zum Zeitwerk benötigen im Verhältnis zum eigentlichen Uhrwerk unverhältnismäßig viele Einzelteile, so daß sich ein sehr komplizierter Aufbau ergibt, der die Herstellung erschwert und verteuert und beim Kundendienst, bei Kontrollen und bei Instandsetzungen erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
  • Zur Behebung dieser Mißstände hat man die Zeitschaltsvsteme bereits erheblich vereinfacht und sie so angeordnet, daß mit Hilfe eines kinematisch bis zum Motor reichenden Hebelsystems am Motor selbst durch Abheben und Aufsetzen von Schleifkontakten der Speisestrom unterbrochen und wieder eingeschaltet wird.
  • Es ist auch bekannt, die Motorein- und -ausschaltung, vorzugsweise durch Trennen von Kollektor und Bürsten, durch Axialbewegungen des Rotors zu steuern. Hierbei ist die Anordnung so getroffen, daß beim Aufzug der Tiebfeder bis zu einer bestimmten Spannung deren Kraft den Rotor axial in die Ausschaltstellung bewegt, während bei Entspannung der Triebfeder auf einen bestimmten Spannungsgrad die axiale Bewegung des Rotors in die Ausschaltstellung durch eine vorgegebene Axialkraft in Gestalt der Schwerkraft des Rotors mit Welle und/oder einer zusätzlichen Federkraft erfolgt, während die magnetischen Anziehungskräfte zwischen Stator und Rotor bestenfalls in einem sehr geringen Maße im Verhältnis zur Schwerkraft oder der :>zusätzlichen« Federkraft mitwirken. Diese bekannte Anordnung ist mit erheblichen Nachteilen behaftet.
  • Bei Benutzung der Schwerkraft ist das ordnungsgemäße Arbeiten von der richtigen Lage des Zeitiverkes vollkommen abhängig, so daß der Konstrukteur von vornherein an eine bestimmte Einbaulage gebunden ist. Außerdem bewirken ungewollte Lageänderungen des Zeitwerkes, beispielsweise ein Schiefstellen, ein Auf-die-Seite-Legen oder ein Umfallen, spürbare Änderungen der Aufzugsteuerung und damit auch der Ganggenauigkeit oder sogar ein Stehenbleiben des Werkes. Weiterhin erzwingt die vertikale Anordnung des Rotors und seiner Welle eine besondere Sorgfalt bei der Wahl der Lagerung. Man hat deshalb am oberen und am unteren Ende der Rotorwelle Spitzenlager vorgesehen, die die Verwendung höchstwertiger und teurer Werkstoffe, z. B. von Saphir, notwendig machen und außerdem eine übergroße Empfindlichkeit gegen mechanische Beanspruchungen durch Stöße u. dgl. zur Folge haben.
  • Die eben erwähnten Nachteile treten zwar bei Benutzung einer Federkraft als vorgegebener Axialkraft weniger stark in Erscheinung, jedoch ist auch hier eine gewisse Abhängigkeit der Arbeitsweise von der Lage vorhanden, da, insbesondere infolge der Reibungsänderung in den Lagern, nur in einer bestimmten Einbaulage die erforderliche, sehr genaue Abstimmung zwischen der vorgegebenen Axialkraft und der Rückstellkraft der Triebfeder erhalten bleibt.
  • Hinzu kommt, daß sowohl bei der vertikalen Anordnung mit der Schwerkraft als vorgegebener Kraft als auch bei der waagerechten Anordnung mit einer zusätzlichen Federkraft als vorgegebener Axialkraft eine die Rotorwelle in den Lagern haltende Druckfeder vorhanden ist. Diese verschlechtert infolge der von ihr hervorgerufenen Reibung den Wirkungsgrad des Motors erheblich.
  • Endlich bleiben die bei der bekannten Anordnung verwendeten vorgegebenen Axialkräfte, die Schwerkraft und die Federkraft, praktisch konstant, da die magnetische Anziehung zwischen Stator und Rotor ihnen gegenüber ohne erheblichen Einfluß ist. Infolgedessen müssen im Zusammenwirken mit der Kraft der abwechselnd gespannten und entspannten Triebfeder die Ein- und Ausschaltpunkte theoretisch aufeinanderfallen und in praxi derart dicht beieinander liegen, daß die Steuerintervalle sehr kurz sind und die Schaltungen schleichend erfolgen. Das aber hat eine höhere Beanspruchung des Kontakt- bzw. Kollektorbürstensystems zur Folge.
  • Es ist nun zwar bekannt, bei andersartigen elektromotorischen Uhrwerksantrieben, beispielsweise bei Synchronmotor-Zeitmessern mit Gangreserve, einen durch die magnetische Zugkraft des Stators in der einen Richtung und durch Federkraft in der anderen Richtung axial verschiebbaren Rotor .zu verwenden. Hier dient die Axialverschiebung des Rotors aber ganz anderen Zwecken, z. B. dazu, das Zeigerwerk wechselweise von Synchronmotor auf das normalerweise leer mitlaufende Reservewerk umzukuppeln oder deren Unruh bei Stromausfall freizugeben, bei Synchronantrieb dagegen zu bremsen.
  • Hiervon ausgehend, zielt die Erfindung darauf ab, die oben eingehend geschilderten Nachteile von elektromotorischen Tiebfederaufzügen mit der Triebfederkraft entgegenwirkender vorgegebener Kraft durch sinnvolle Anwendung der magnetischen Anziehungskraft zwischen Stator und Rotor zu vermeiden.
  • Bei einen elektromotorischen Triebfederaufzug von Zeitwerken mit durch Axialbewegung des durch zwei entgegengesetzte Axialkräfte beeinflußten Rotors steuerbarer Motorein- und -ausschaltung, bei welchem nach Aufzug der Triebfeder bis zu einer bestimmten Spannung deren Kraft den Rotor axial in die Ausschaltstellung bewegt, während nach Entspannung der Triebfeder-auf einen bestimmten Spannungsgrad eine vorgegebene Axialkraft den Rotor axial in die Einschaltstellung bewegt, ist die Anordnung erfindungsgemäß so getroffen, daß als der Triebfederkraft entgegenwirkende vorgegebene axiale Kraft ausschließlich die magnetische Anziehungskraft zwischen Stator und Rotor verwendet wird und daß die wechselweise überwiegenden Axialkräfte derart abgestimmt werden, daß im Augenblick der Kontakt- bzw. Bürstenberührung die vom Stator auf den Rotor ausgeübte magnetische Anziehungkraft plötzlich erhöht wird, so daß die Kontakte ruckweise und mit ausreichendem Druck zusammengeführt werden, und daß umgekehrt im Augenblick der Stromunterbrechung die Anziehungskraft des Stators auf den Rotor gegenüber der Triebfederkraft plötzlich so stark verringert wird, daß diese stark überwiegt und eine momentane Trennung der Kontakte bzw. der Bürsten vom Kollektor bewirkt.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Triebfederaufzug sucht das Feld des Stators den Rotor in die Mitte des Statorfeldes zu verschieben, während die rückwirkende Kraft der Triebfeder ihn von der Mitte des Statorfeldes wegzuziehen sucht. Bei dieser Anordnung sind keine zusätzlichen, axial auf die Rotorwel:le einwirkenden Federkräfte und keine die Reibung erhöhenden Zwischenglieder zwischen der Triebfeder und einer weiteren Feder vorhanden. Der Rotor wird vielmehr hinsichtlich der axialen Gegenkraft allein durch das reibungslose wirkende Statorfeld beefnflußt.
  • Weiterhin wird die zwischen dem Stator und dem Rotor wirksame axiale Kraft im Augenblick des Einschaltens des Rotors plötzlich und stark vergrößert. Infolgedessen wird der auf die Schaltglieder wirkende Kontaktdruck rasch verstärkt und in seiner Stärke bis zum Ausschalten aufrechterhalten. Umgekehrt bricht beim Überwiegen der rückwirkenden Kraft der Triebfeder infolge der hierbei beginnenden Kontakttrennung das Rotorfeld nahezu augenblicklich zusammen, der Rotor mit seiner Welle wird beschleunigt axial aus der Mitte des Statorferdes herausbewegt, und die Kontakte werden ruckartig getrennt.
  • Eine zweckmäßige Weiterbildung der erfindungsgemäßen Anordnung besteht noch darin, daß ohne zusätzliche Maßnahme eine fühlbare Differenz zwischen dem ein Einschalten des Rotors bewirkenden Mindest= wert der Triebfederkraft und dem ein Ausschalten des Rotars bewirkenden Höchstwert der Triebfederkraft geschaffen werden kann: Der erfindengsgemäße Triebfederaufzug kann praktisch- an jedes beliebige Uhrwerk angebaut werden. das- durch einen Federaufzug mit einigen Minuten Gangzeit angetrieben wird. Abgesehen von der Abstimmung der Aufziehfeder und dem Motor ist es nur erforderlich, die Rotorachse fest mit einer Schnecke zu versehen und diese mit einem Schneckenrad in Eingriff zu bringen, das lose auf der Achse des Federaufzuges gelagert ist. Hierbei ist das eine Ende der Aufzugfeder am Schneckenrad, das andere am ersten Aufziehrad des Uhrwerkes zu befestigen.
  • Es ist hierbei bemerkenswert, daß die Schnecke die einzige betriebstechnische Verbindung zwischen dem Elektromotor und dem Uhrwerk bildet. Das Uhrwerk ist von der Schnecke ab für sich vollständig und voll betriebsfähig und besitzt keinerlei Teile, die zum elektrischen Aufzug gehören bzw. in diesen eingreifen. Hieraus ergibt sich eine für den praktischen Betrieb sehr vorteilhafte technische Klarheit und Übersichtlichkeit.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung trägt die auf der einen Seite über den Schneckenantrieb und gegebenenfalls ein Rädergetriebe mit der Aufziehfeder verbundene Welle des Motors auf der anderen Seite einen Scheibenkollektor, der bei der außermittigen Stellung des Rotors außer Berührung mit den festen, der Zuführung des Batteriestromes dienenden Gegenkontakten ist und mit ihnen bei der Bewegung des Rotors in seine Mittenstellung in Berührung gebracht wird. Hierbei sind die von der Aufziehfeder her wirkende, den Rotor in die außermittige Stellung ziehende Rückstellkraft und die vom Stator auf den Rotor wirkenden Kräfte derart aufeinander abgestimmt, daß bei einer bestimmten unteren Grenze der Kraft der Aufziehfeder der Rotor in die Mittenstellung hineingezogen wird und seine Einschaltung am Scheibenkollektor bewirkt.
  • Bei der erfindungsgemäßen Gestaltung der Aufziehvorrichtung nimmt somit der Antriebsmotor nicht nur das Aufziehen der Aufzugfeder, sondern auch, infolge der axialen Verschiebung seines Rotors und seines Plankollektors, die doppelpolige Ein- und Ausschaltung seines eigenen Stromkreises selbsttätig vor. Dies erfolgt auf Grund der Rückstellkraft der Aufzugfeder, und-zwar reagiert die Schaltung auf den dynamischen Zustand zwischen Maximum und Minimum der Spannkraft der Aufzugsfeder, wobei der Motor nur einen Teilausschnitt zwischen der Maximum-Minimum-Differenz benutzt.
  • Der Motor wird einmalig auf das gewünschte Zeitmaß abgeglichen: Hierbei spielt die Anordnung der Rotor- und Statormagneten im Inneren des Motors eine wesentliche Rolle. Es wirken nämlich die zwischen diesen beiden Teilen bestehenden Anziehungskräfte als Gegenkraft zur Rückstellkraft des Aufzuges, und das Maß an sich ist unter anderem bestimmt durch den Abstand von Statorfeldinitte zur Rotorfeldmitte. Da der Rotorstrom einen Einfluß auf die obigen Anziehungskräfte ausübt und da sich der Rotorstrom mit der Alterung des Elementes allmählich ändert, kann der Motor bis zu einer im wesentlichen durch den Kontaktdruck bestimmten Grenze des Spannungsabfalles auch einen wirtschaftlichen Betrieb und eine bessere Ausnutzung der Batterie bewirken.
  • Der bei der erfindungsgemäßen Aufzugseinrichtung für Batterieuhren oder für uhrentechnische Schaltgeräte, d'. Ir. in Abhängigkeit von der Zeit ein- bzw. ausschaltende Geräte, verwendete Motor besitzt folgende, hier ausgenutzte Eigenschaften.
  • Als-Kollektorm-otor mit.axiaI verschiebbarem Rotor ist er nicht nur in der Lage,, seine Hauptfunktion als Antriebsmaschine auszuüben, sondern darüber hinaus kann er zusätzliche Schalt- und Regelarbeiten programmgemäß und. vollautomatisch ausführen, und zwar ohne zusätzlich anzubringende Mittel oder neue Bestandteile. Es sind lediglich geringfügige Maßnahmen an seinen üblicherweise vorhandenen Teilen und bezüglich ihrer Anordnung zueinander und der funktionellen Abstimmung auf den Aufzug vorzunehmen.
  • Seine in axialer Richtung lose hin- und herbewegliche Rotoraehse wird durch eine auf sie einwirkende kontinuierlich oder impulsartig veränderliche Steuerkraft, im vorliegenden Falle die Rückstellkraft der Aufzugfeder, in ihrer Lage verändert, d. h. verschohen. Dadurch wird der auf ihr fest angebrachte Kollektor von den Schleifkontakten entfernt oder an diese herangebracht, so daß eine ein- oder doppelpolige Unterbrechung oder Einschaltung des Motorstromkreises zustande kommt. Die Schaltvorgänge können gegebenenfalls durch bekannte Schaltersprungwerke od. dgl. unterstützt werden.
  • Im Gegensatz zu üblichen Ausführungen von Aufzugmotoren sind bei der erfindungsgemäßen Aufzugseinrichtung der Statormagnet mit seiner Feldmitte und der Rotor mit seiner magnetischen Feldmitte axial gegeneinander verschoben montiert. Der Stator übt daher auf den Rotor eine magnetische Anziehungskraft aus und zieht ihn in das Statorfeld hinein, bis der Rotor, auf welchen vorzugs- und beispielsweise ein Plankollektor fest angebracht ist, mit den Schleifkontakten anstößt. (Fig. 1 = unterbrochener Stromkreis, Fig. 2 = geschlossener Stromkreis.) Der Unterschied zwischen den magnetischen Feldmitten von Stator und Rotor wird einmalig derart eingestellt, daß an sich ein leichter und loser, also mit hohem elektrischem Widerstand behafteter Andruck des Kollektors an den Schleifkontakten hervorgerufen wird. Dieser verursacht einen Stromfluß durch die Motorspulen, der im Einschaltmoment gerade noch nicht in der Lage ist, den Rotor zu drehen, jedoch einen so erheblichen Feldstärkeanstieg im Rotor erzeugt, daß dieser zusammen mit der vorhandenen Anziehungskraft des Statormagneten den zuerst leichten Andruck an die Schleifkontakte sprungartig verstärkt. Infolgedessen erhöht sich der Stromfluß wesentlich, der Rotor nähert sich beschleunigt der Feldmitte des Statormagneten und beginnt dabei, sich zu drehen. Gleichzeitig wird infolge des Ansteigens des Andruckes seines Kollektors an den Schleifkontakten die Kontaktberührung verbessert, wobei eine das Drehmoment steigernde Erhöhung des Rotorstromes erfolgt. Die anfangs axiale Bewegung des Rotors geht in eine schraubenförmige und dann in eine reine Drehbewegung über, in welcher der bereits begonnene Antrieb des Federaufzuges normal fortgesetzt wird.
  • Auf die Achse des Motors wirkt von außen eine fortgesetzt veränderliche und/oder impulsartige, mechanische Kraft, in diesem Falle die Rückstellkraft der Aufzugsfeder, in der Weise ein, daß sie den Kollektor von den Schleifkontakten abdrückt und somit entfernt. Bei Überschreiten eines dynamischen Waagepunktes wird jeweils der Rotorstrom unterbrochen, und zwar sprunghaft, da die vom Rotormagneten ausgeübte Magnetkraft beim Entfernen des Kollektors von den Schleifkontakten plötzlich zusammenbricht.
  • Das Spiel zwischen Ein- und Ausschalten ist als Regelvorgang aufzufassen. welcher die Differenz. zwischen einem Maximum und einem Minimum einer auf die Achse wirksamen Kraft auszupegeln hat. Diese ist bestimmt durch das Kräfteverhältnis zwischen Statormagnet- und Rotormagnetfeldmitte beziehungsweise durch deren Lageabstand zueinander; letzterer ist einstellbar und in der Hauptsache bestimmend für den zeitlichen Ablauf dieses Regelvorganges. Er kann auch durch den jeweilig dem Rotor zugeführten Strom gesteuert werden.
  • Natürlich muß der lfotor auf die auszuregelnde Größe und die dabei und zusätzlich zu gebende Arbeitsleistung angepaßt und abgestimmt sein. Dieser Abgleich ist auch nicht schwerer als das Einrichten irgendeines Stellgliedes in einer Brückenschaltung und wird einmalig vorgenommen.
  • Eine gewisse Rolle für den Regelvorgang spielt auch der Andruck des Kollektors an die Schleifkontakte. Deshalb «=erden an den Schleifkontaktfedern zweckmäßig Einstellschrauben angebracht, die es gestatten, den Kontaktdruck zu verstärken oder zu schwächen. Hierdurch verändert sich wohl die Lage eines oben geschilderten :@lininium-I#Iaximum-Differenzbetrages auf einer Regelkurve wahlweise nach oben oder unten, nicht aber die Differenz selbst. Da sich auch in günstiger Richtung des Andruckes der Stromdurchfluß im Rotor ändert, ist es einfach, ge-\R-iinschte Verlaufzustände auch in einem Uhrwert: zu schaffen. Es ist dafür zu sorgen, daß die Schleifkontakte den Kollektor jeweils gleichzeitig berühren. Um das zu erreichen, ist es zweckmäßig, für die. Schleifkontakte beim Verschieben der Rotorachse wirksam werdende, justierbare Anschläge vorzusehen. Hierdurch kommt im Einschaltmoment ein gleichzeitiges Berühren der Schleifkontakte mit dein Kollektor zustande.
  • I'm auf einfache Weise eine gute Gleichmäßigkeit der vorstehend beschriebenen Funktionen zu erreichen., ist es zweckmäßig, die Bestandteile der Kollektorschleifkontakte aus gestanzten Teilen herzustellen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 eine teilweise im Schnitt gezeigte Seitenansicht des 1Iotorantriebes der Vorrichtung mit ausgeschaltetem Rotor, Fig. 2 die gleiche Ansicht bei eingeschaltetem Rotor, Fig. eine Draufsicht auf die gesamte Vorrichtung, Fig. -1 eine Seitenansicht auf die gleiche Vorrichtung und Fig. 5 bis 8 Bestandteile der Kollektorschleifkontakte.
  • Der in der Zeichnung dargestellte Elektromotor besitzt einen Statormagneten 11 und einen Rotorinabrneten 12, der auf der `'gelle 14 befestigt ist. Die Rotorachse 14, die in nur angedeuteten Lagerschilden 9 und 10 drehbar und axial verschiebbar gelagert ist, trägt auf ihrem rechten Ende einen Plankollektor 3, dem ein Paar von festen Schleifkontakten 1 gegenübersteht, während auf ihrem linken Ende eine Schnecke 15 starr befestigt ist.
  • Die festen Kontakte 1 sind an Tragteilen 6 um Drehpunkte 5 schwenkbar gelagert und stehen unter der Wirkung von Federn 2, die sie nach links in Richtung auf feste Anschläge 4 drücken und die durch Schrauben 7 bezüglich ihrer Spannung einstellbar sind. Die Tragteile 6 sind mit Lötfahnen zum An.sch.luß von Leitungen 16 zu einer Batterie 17 versehen.
  • Die Rotorwelle 14 und der Rotor 12 sind axial um das Stück a verschiebbar. In ihrer in Fig. 1 gezeigten rechten Stellung sind der Kollektor 3 und die Schleifkontakte 1 außer Berührung miteinander, während sie in der in Fig. 2 dargestellten Lage einander berühren.
  • Die auf dem linken Ende der Rotorwelle 14 sitzende Schnecke 15 steht mit einem Schneckenrad 18 im Eingriff, das im Platinengestell 19 des Uhrwerkes drehbar gelagert ist und unmittelbar oder über ein Zwischengetriebe mit der Uhraufzugfeder 21 in formschliissiger Verbindung steht. Diese ist einerseits mit dem Schneckenrad 18 und andererseits mit einem Zwischenrad 22 des Uhrwerkes verbunden. Das gesamte Motoraggregat ist mittels eines Spannbandes 20 oder anderer Mittel am Uhrwerk leicht lösbar befestigt.
  • Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Auf dem Rotor 12 wirken zwei einander entgegengesetzte Kräfte ein, die Kraft des Statormagneten 11, die den Rotor 12 nach rechts in die Mittenstellung zu ziehen sucht, und die Rückstellkraft der Aufzugfeder 21, die über das Schneckenrad 18 auf die mit der Rotorwelle 14 fest verbundene Schnecke 15 schiebend einwirkt und so den Rotor 12 nach links zu verschieben sucht.
  • Ist die Aufzugfeder 21 genügend stark aufgezogen, um das Uhrwerk über das Zwischenrad 22 in Gang zu halten, dann ist durch entsprechende Abstimmung zwischen der Magnetkraft des Stators 11 und der Rückstellkraft der Aufzugfeder 21 der Rotor 12 in der linken Stellung, d. h. also, der Plankollektor 3 und die Schleifkontakte 1 sind außer Berührung, und der Rotor 12 ist abgeschaltet. Sobald durch den Gang der Uhr die Aufzugfeder 21 bis zu einem bestimmten Grad entspannt ist, dann überwiegt die Kraft des Statormagneten 11 und zieht den Rotor nach rechts, der Plankollektor 3 kommt mit den Schleifkontakten 1 in Berührung, und die Rotorwicklung wird unter Strom gesetzt. Der Rotor 12 wird jetzt durch die zusätzliche, von ihm auf den Stator 11 ausgeübte magnetische Kraft stark und ruckweise weiter nach rechts gezogen. Er beginnt, sich zu drehen, und zieht über den Schneckentrieb 15, 18 und ein eventuelles weiteres Getriebe die Aufzugfeder 21 der Uhr so lange auf, bis die von ihr auf die Schnecke 15 ausgeübte Rückstellkraft groß genug ist, um die zwischen Rotor und Stator bestehende Magnetkraft zu überwinden und den Rotor 12 wieder nach links zu bewegen. Dadurch wird der Plankollektor 3 von den Schleifenkontakten 1 entfernt, der Rotorstrom wird unterbrochen, und der Rotor bleibt stehen, bis die Aufzugfeder 21 wieder so -t_: eit entspannt ist, um das gleiche Spiel von vorn zu beginnen.
  • Bei der Wirkungsweise ist besonders hervorzuheben, daß durch die Einschaltung des Rotorstromes das zwischen dem Stator und dem Rotor bestehende Magnetfeld verstärkt wird, so daß die den Rotor nach rechts bewegende Kraft über das ursprüngliche Maß hinaus vergrößert wird. Das hat zur Folge, daß die ..!£ufziehfeder 21 bis zu einem stärkeren Maße gespannt werden muß, ehe die von ihr ausgeübte Rückstellkraft groß genug ist, um den Rotor in die außermittige Stellung zu bewegen. Da beim Ausschalten des Rotors aus dem gleichen Grund das Magnetfeld zwischen Rotor und Stator geschwächt wird, wird der Rotor rasch in die außermittige Stellung bewegt. Bei beiden Bewegungen des Rotors erfolgt daher, ähnlich wie bei einem Kippvorgang, ein plötzliches und sicheres Ein-und Ausschalten.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektromotorischer T riebfederaufzug von Zeitwerken, vorzugsweise mit Batteriebetrieb, mit durch Axialbewegung des durch zwei entgegengesetzte Axialkräfte beeinflußten Rotors steuerbarer Motorein- und -ausschaltung, bei welchem nach Aufzug der Triebfeder bis zu einer bestimmten Spannung deren Kraft den Rotor axial in die Ausschaltstellung bewegt, während nach Entspannung der Triebfeder auf einen bestimmten Spannungsgrad eine vorgegebene Axialkraft den Rotor axial in die Einschaltstellung bewegt, gekennzeichnet durch die ausschließliche Verwendung der magnetischen Anziehungskraft zwischen Rotor (12) und Stator (11) als der Triebfederkraft entgegenwirkende vorgegebene axiale Kraft, unter derartiger Abstimmung der wechselweise überwiegenden Axialkräfte, daß im Augenblick der Kontakt- bzw. Bürstenberührung die vom Stator (11) auf den Rotor (12) ausgeübte magnetische Anziehungskraft plötzlich erhöht wird, so daß die Kontakte ruckweise und mit ausreichendem Druck zusammengeführt werden, und daß umgekehrt im Augenblick der Stromunterbrechung die Anziehungskraft des Stators (11) auf den Rotor (12) gegenüber der Triebfederkraft plötzlich so stark verringert wird, daß diese stark überwiegt und eine momentane Trennung der Kontakte bzw. der Bürsten vom Kollektor bewirkt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anziehungskraft des Stators (11) auf den Rotor (12) und die entgegenwirkende Kraft der Triebfeder (21) so aufeinander abgestimmt sind, daß das Verschieben des Rotors (12) in die Einschaltstellung erst nach Verringerung der Kraft der Triebfeder (21) auf einen bestimmten Mindestwert und das Verschieben des Rotors (12) in die Ausschaltstellung erst nach Erhöhung der Kraft der Triebfeder (21) auf einen erheblich über dem Mindestwert liegenden Höchstwert erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die über einen Schneckentrieb (15, 18) mit der Triebfeder (21) in Wirkverbindung stehende Rotorwelle (14) einen Scheibenkollektor (3) trägt, der beim überwiegen der rückwirkenden Kraft der Triebfeder (21) außer Berührung mit ortsfesten, der Zuführung des Batteriestromes dienenden Kontakten (1) und bei überwiegen der Anziehungskraft des Stators (11) mit den Kontakten (1) in Berührung gebracht wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Ein- und Ausschalten des Rotors (12) dienenden, mit dem Scheibenkollektor (3) zusammenwirkenden ortsfesten Kontakte zwei schwenkbare, auf gleichzeitiges Schalten einstellbare, sich gegen feste Anschläge (4) abstützende Federkontakte (1) sind, die vorzugsweise als Stanzteile ausgebildet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Antriebsteil ein vom mechanischen Uhrwerksteil getrenntes Aggregat ist, das mit diesem nur über den Schneckentrieb (15, 18) verbunden ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor mit dem Platinengestell des Uhrwerks, z. B. mit Hilfe eines Spannbandes (20), leicht lösbar verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 117 199, 326 380; österreichische Patentschrift Nr. 149 949; schweizerische Patentschriften Nr. 276771, 270307, 218585.
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