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Elektromotorischer Triebfederaufzug von Zeitwerken, vorzugsweise für
Batteriebetrieb Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromotorischen Triebfederaufzug
von Zeitwerken, vorzugsweise für Batteriebetrieb.
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Es ist bekannt, im Zeitwerk ein mit dem Räderwerk verbundenes Zeitschaltsystem
anzuordnen, das den Motor in bestimmten Zeitabständen ein- und ausschaltet. Das
Zeitschaltsystem und die Übertragung von ihm zum Zeitwerk benötigen im Verhältnis
zum eigentlichen Uhrwerk unverhältnismäßig viele Einzelteile, so daß sich ein sehr
komplizierter Aufbau ergibt, der die Herstellung erschwert und verteuert und beim
Kundendienst, bei Kontrollen und bei Instandsetzungen erhebliche Schwierigkeiten
bereitet.
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Zur Behebung dieser Mißstände hat man die Zeitschaltsvsteme bereits
erheblich vereinfacht und sie so angeordnet, daß mit Hilfe eines kinematisch bis
zum Motor reichenden Hebelsystems am Motor selbst durch Abheben und Aufsetzen von
Schleifkontakten der Speisestrom unterbrochen und wieder eingeschaltet wird.
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Es ist auch bekannt, die Motorein- und -ausschaltung, vorzugsweise
durch Trennen von Kollektor und Bürsten, durch Axialbewegungen des Rotors zu steuern.
Hierbei ist die Anordnung so getroffen, daß beim Aufzug der Tiebfeder bis zu einer
bestimmten Spannung deren Kraft den Rotor axial in die Ausschaltstellung bewegt,
während bei Entspannung der Triebfeder auf einen bestimmten Spannungsgrad die axiale
Bewegung des Rotors in die Ausschaltstellung durch eine vorgegebene Axialkraft in
Gestalt der Schwerkraft des Rotors mit Welle und/oder einer zusätzlichen Federkraft
erfolgt, während die magnetischen Anziehungskräfte zwischen Stator und Rotor bestenfalls
in einem sehr geringen Maße im Verhältnis zur Schwerkraft oder der :>zusätzlichen«
Federkraft mitwirken. Diese bekannte Anordnung ist mit erheblichen Nachteilen behaftet.
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Bei Benutzung der Schwerkraft ist das ordnungsgemäße Arbeiten von
der richtigen Lage des Zeitiverkes vollkommen abhängig, so daß der Konstrukteur
von vornherein an eine bestimmte Einbaulage gebunden ist. Außerdem bewirken ungewollte
Lageänderungen des Zeitwerkes, beispielsweise ein Schiefstellen, ein Auf-die-Seite-Legen
oder ein Umfallen, spürbare Änderungen der Aufzugsteuerung und damit auch der Ganggenauigkeit
oder sogar ein Stehenbleiben des Werkes. Weiterhin erzwingt die vertikale Anordnung
des Rotors und seiner Welle eine besondere Sorgfalt bei der Wahl der Lagerung. Man
hat deshalb am oberen und am unteren Ende der Rotorwelle Spitzenlager vorgesehen,
die die Verwendung höchstwertiger und teurer Werkstoffe, z. B. von Saphir, notwendig
machen und außerdem eine übergroße Empfindlichkeit gegen mechanische Beanspruchungen
durch Stöße u. dgl. zur Folge haben.
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Die eben erwähnten Nachteile treten zwar bei Benutzung einer Federkraft
als vorgegebener Axialkraft weniger stark in Erscheinung, jedoch ist auch hier eine
gewisse Abhängigkeit der Arbeitsweise von der Lage vorhanden, da, insbesondere infolge
der Reibungsänderung in den Lagern, nur in einer bestimmten Einbaulage die erforderliche,
sehr genaue Abstimmung zwischen der vorgegebenen Axialkraft und der Rückstellkraft
der Triebfeder erhalten bleibt.
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Hinzu kommt, daß sowohl bei der vertikalen Anordnung mit der Schwerkraft
als vorgegebener Kraft als auch bei der waagerechten Anordnung mit einer zusätzlichen
Federkraft als vorgegebener Axialkraft eine die Rotorwelle in den Lagern haltende
Druckfeder vorhanden ist. Diese verschlechtert infolge der von ihr hervorgerufenen
Reibung den Wirkungsgrad des Motors erheblich.
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Endlich bleiben die bei der bekannten Anordnung verwendeten vorgegebenen
Axialkräfte, die Schwerkraft und die Federkraft, praktisch konstant, da die magnetische
Anziehung zwischen Stator und Rotor ihnen gegenüber ohne erheblichen Einfluß ist.
Infolgedessen müssen im Zusammenwirken mit der Kraft der abwechselnd gespannten
und entspannten Triebfeder die Ein- und Ausschaltpunkte theoretisch aufeinanderfallen
und in praxi derart dicht beieinander liegen, daß die Steuerintervalle sehr kurz
sind und die Schaltungen schleichend erfolgen. Das aber hat eine höhere Beanspruchung
des Kontakt- bzw. Kollektorbürstensystems zur Folge.
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Es ist nun zwar bekannt, bei andersartigen elektromotorischen Uhrwerksantrieben,
beispielsweise bei Synchronmotor-Zeitmessern mit Gangreserve, einen durch die magnetische
Zugkraft des Stators in der einen Richtung und durch Federkraft in der anderen
Richtung
axial verschiebbaren Rotor .zu verwenden. Hier dient die Axialverschiebung des Rotors
aber ganz anderen Zwecken, z. B. dazu, das Zeigerwerk wechselweise von Synchronmotor
auf das normalerweise leer mitlaufende Reservewerk umzukuppeln oder deren Unruh
bei Stromausfall freizugeben, bei Synchronantrieb dagegen zu bremsen.
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Hiervon ausgehend, zielt die Erfindung darauf ab, die oben eingehend
geschilderten Nachteile von elektromotorischen Tiebfederaufzügen mit der Triebfederkraft
entgegenwirkender vorgegebener Kraft durch sinnvolle Anwendung der magnetischen
Anziehungskraft zwischen Stator und Rotor zu vermeiden.
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Bei einen elektromotorischen Triebfederaufzug von Zeitwerken mit durch
Axialbewegung des durch zwei entgegengesetzte Axialkräfte beeinflußten Rotors steuerbarer
Motorein- und -ausschaltung, bei welchem nach Aufzug der Triebfeder bis zu einer
bestimmten Spannung deren Kraft den Rotor axial in die Ausschaltstellung bewegt,
während nach Entspannung der Triebfeder-auf einen bestimmten Spannungsgrad eine
vorgegebene Axialkraft den Rotor axial in die Einschaltstellung bewegt, ist die
Anordnung erfindungsgemäß so getroffen, daß als der Triebfederkraft entgegenwirkende
vorgegebene axiale Kraft ausschließlich die magnetische Anziehungskraft zwischen
Stator und Rotor verwendet wird und daß die wechselweise überwiegenden Axialkräfte
derart abgestimmt werden, daß im Augenblick der Kontakt- bzw. Bürstenberührung die
vom Stator auf den Rotor ausgeübte magnetische Anziehungkraft plötzlich erhöht wird,
so daß die Kontakte ruckweise und mit ausreichendem Druck zusammengeführt werden,
und daß umgekehrt im Augenblick der Stromunterbrechung die Anziehungskraft des Stators
auf den Rotor gegenüber der Triebfederkraft plötzlich so stark verringert wird,
daß diese stark überwiegt und eine momentane Trennung der Kontakte bzw. der Bürsten
vom Kollektor bewirkt.
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Bei dem erfindungsgemäßen Triebfederaufzug sucht das Feld des Stators
den Rotor in die Mitte des Statorfeldes zu verschieben, während die rückwirkende
Kraft der Triebfeder ihn von der Mitte des Statorfeldes wegzuziehen sucht. Bei dieser
Anordnung sind keine zusätzlichen, axial auf die Rotorwel:le einwirkenden Federkräfte
und keine die Reibung erhöhenden Zwischenglieder zwischen der Triebfeder und einer
weiteren Feder vorhanden. Der Rotor wird vielmehr hinsichtlich der axialen Gegenkraft
allein durch das reibungslose wirkende Statorfeld beefnflußt.
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Weiterhin wird die zwischen dem Stator und dem Rotor wirksame axiale
Kraft im Augenblick des Einschaltens des Rotors plötzlich und stark vergrößert.
Infolgedessen wird der auf die Schaltglieder wirkende Kontaktdruck rasch verstärkt
und in seiner Stärke bis zum Ausschalten aufrechterhalten. Umgekehrt bricht beim
Überwiegen der rückwirkenden Kraft der Triebfeder infolge der hierbei beginnenden
Kontakttrennung das Rotorfeld nahezu augenblicklich zusammen, der Rotor mit seiner
Welle wird beschleunigt axial aus der Mitte des Statorferdes herausbewegt, und die
Kontakte werden ruckartig getrennt.
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Eine zweckmäßige Weiterbildung der erfindungsgemäßen Anordnung besteht
noch darin, daß ohne zusätzliche Maßnahme eine fühlbare Differenz zwischen dem ein
Einschalten des Rotors bewirkenden Mindest= wert der Triebfederkraft und dem ein
Ausschalten des Rotars bewirkenden Höchstwert der Triebfederkraft geschaffen werden
kann: Der erfindengsgemäße Triebfederaufzug kann praktisch- an jedes beliebige Uhrwerk
angebaut werden. das- durch einen Federaufzug mit einigen Minuten Gangzeit angetrieben
wird. Abgesehen von der Abstimmung der Aufziehfeder und dem Motor ist es nur erforderlich,
die Rotorachse fest mit einer Schnecke zu versehen und diese mit einem Schneckenrad
in Eingriff zu bringen, das lose auf der Achse des Federaufzuges gelagert ist. Hierbei
ist das eine Ende der Aufzugfeder am Schneckenrad, das andere am ersten Aufziehrad
des Uhrwerkes zu befestigen.
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Es ist hierbei bemerkenswert, daß die Schnecke die einzige betriebstechnische
Verbindung zwischen dem Elektromotor und dem Uhrwerk bildet. Das Uhrwerk ist von
der Schnecke ab für sich vollständig und voll betriebsfähig und besitzt keinerlei
Teile, die zum elektrischen Aufzug gehören bzw. in diesen eingreifen. Hieraus ergibt
sich eine für den praktischen Betrieb sehr vorteilhafte technische Klarheit und
Übersichtlichkeit.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung trägt die auf der einen Seite
über den Schneckenantrieb und gegebenenfalls ein Rädergetriebe mit der Aufziehfeder
verbundene Welle des Motors auf der anderen Seite einen Scheibenkollektor, der bei
der außermittigen Stellung des Rotors außer Berührung mit den festen, der Zuführung
des Batteriestromes dienenden Gegenkontakten ist und mit ihnen bei der Bewegung
des Rotors in seine Mittenstellung in Berührung gebracht wird. Hierbei sind die
von der Aufziehfeder her wirkende, den Rotor in die außermittige Stellung ziehende
Rückstellkraft und die vom Stator auf den Rotor wirkenden Kräfte derart aufeinander
abgestimmt, daß bei einer bestimmten unteren Grenze der Kraft der Aufziehfeder der
Rotor in die Mittenstellung hineingezogen wird und seine Einschaltung am Scheibenkollektor
bewirkt.
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Bei der erfindungsgemäßen Gestaltung der Aufziehvorrichtung nimmt
somit der Antriebsmotor nicht nur das Aufziehen der Aufzugfeder, sondern auch, infolge
der axialen Verschiebung seines Rotors und seines Plankollektors, die doppelpolige
Ein- und Ausschaltung seines eigenen Stromkreises selbsttätig vor. Dies erfolgt
auf Grund der Rückstellkraft der Aufzugfeder, und-zwar reagiert die Schaltung auf
den dynamischen Zustand zwischen Maximum und Minimum der Spannkraft der Aufzugsfeder,
wobei der Motor nur einen Teilausschnitt zwischen der Maximum-Minimum-Differenz
benutzt.
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Der Motor wird einmalig auf das gewünschte Zeitmaß abgeglichen: Hierbei
spielt die Anordnung der Rotor- und Statormagneten im Inneren des Motors eine wesentliche
Rolle. Es wirken nämlich die zwischen diesen beiden Teilen bestehenden Anziehungskräfte
als Gegenkraft zur Rückstellkraft des Aufzuges, und das Maß an sich ist unter anderem
bestimmt durch den Abstand von Statorfeldinitte zur Rotorfeldmitte. Da der Rotorstrom
einen Einfluß auf die obigen Anziehungskräfte ausübt und da sich der Rotorstrom
mit der Alterung des Elementes allmählich ändert, kann der Motor bis zu einer im
wesentlichen durch den Kontaktdruck bestimmten Grenze des Spannungsabfalles auch
einen wirtschaftlichen Betrieb und eine bessere Ausnutzung der Batterie bewirken.
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Der bei der erfindungsgemäßen Aufzugseinrichtung für Batterieuhren
oder für uhrentechnische Schaltgeräte, d'. Ir. in Abhängigkeit von der Zeit ein-
bzw. ausschaltende Geräte, verwendete Motor besitzt folgende, hier ausgenutzte Eigenschaften.
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Als-Kollektorm-otor mit.axiaI verschiebbarem Rotor ist er nicht nur
in der Lage,, seine Hauptfunktion als Antriebsmaschine auszuüben, sondern darüber
hinaus
kann er zusätzliche Schalt- und Regelarbeiten programmgemäß
und. vollautomatisch ausführen, und zwar ohne zusätzlich anzubringende Mittel oder
neue Bestandteile. Es sind lediglich geringfügige Maßnahmen an seinen üblicherweise
vorhandenen Teilen und bezüglich ihrer Anordnung zueinander und der funktionellen
Abstimmung auf den Aufzug vorzunehmen.
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Seine in axialer Richtung lose hin- und herbewegliche Rotoraehse wird
durch eine auf sie einwirkende kontinuierlich oder impulsartig veränderliche Steuerkraft,
im vorliegenden Falle die Rückstellkraft der Aufzugfeder, in ihrer Lage verändert,
d. h. verschohen. Dadurch wird der auf ihr fest angebrachte Kollektor von den Schleifkontakten
entfernt oder an diese herangebracht, so daß eine ein- oder doppelpolige Unterbrechung
oder Einschaltung des Motorstromkreises zustande kommt. Die Schaltvorgänge können
gegebenenfalls durch bekannte Schaltersprungwerke od. dgl. unterstützt werden.
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Im Gegensatz zu üblichen Ausführungen von Aufzugmotoren sind bei der
erfindungsgemäßen Aufzugseinrichtung der Statormagnet mit seiner Feldmitte und der
Rotor mit seiner magnetischen Feldmitte axial gegeneinander verschoben montiert.
Der Stator übt daher auf den Rotor eine magnetische Anziehungskraft aus und zieht
ihn in das Statorfeld hinein, bis der Rotor, auf welchen vorzugs- und beispielsweise
ein Plankollektor fest angebracht ist, mit den Schleifkontakten anstößt. (Fig. 1
= unterbrochener Stromkreis, Fig. 2 = geschlossener Stromkreis.) Der Unterschied
zwischen den magnetischen Feldmitten von Stator und Rotor wird einmalig derart eingestellt,
daß an sich ein leichter und loser, also mit hohem elektrischem Widerstand behafteter
Andruck des Kollektors an den Schleifkontakten hervorgerufen wird. Dieser verursacht
einen Stromfluß durch die Motorspulen, der im Einschaltmoment gerade noch nicht
in der Lage ist, den Rotor zu drehen, jedoch einen so erheblichen Feldstärkeanstieg
im Rotor erzeugt, daß dieser zusammen mit der vorhandenen Anziehungskraft des Statormagneten
den zuerst leichten Andruck an die Schleifkontakte sprungartig verstärkt. Infolgedessen
erhöht sich der Stromfluß wesentlich, der Rotor nähert sich beschleunigt der Feldmitte
des Statormagneten und beginnt dabei, sich zu drehen. Gleichzeitig wird infolge
des Ansteigens des Andruckes seines Kollektors an den Schleifkontakten die Kontaktberührung
verbessert, wobei eine das Drehmoment steigernde Erhöhung des Rotorstromes erfolgt.
Die anfangs axiale Bewegung des Rotors geht in eine schraubenförmige und dann in
eine reine Drehbewegung über, in welcher der bereits begonnene Antrieb des Federaufzuges
normal fortgesetzt wird.
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Auf die Achse des Motors wirkt von außen eine fortgesetzt veränderliche
und/oder impulsartige, mechanische Kraft, in diesem Falle die Rückstellkraft der
Aufzugsfeder, in der Weise ein, daß sie den Kollektor von den Schleifkontakten abdrückt
und somit entfernt. Bei Überschreiten eines dynamischen Waagepunktes wird jeweils
der Rotorstrom unterbrochen, und zwar sprunghaft, da die vom Rotormagneten ausgeübte
Magnetkraft beim Entfernen des Kollektors von den Schleifkontakten plötzlich zusammenbricht.
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Das Spiel zwischen Ein- und Ausschalten ist als Regelvorgang aufzufassen.
welcher die Differenz. zwischen einem Maximum und einem Minimum einer auf die Achse
wirksamen Kraft auszupegeln hat. Diese ist bestimmt durch das Kräfteverhältnis zwischen
Statormagnet- und Rotormagnetfeldmitte beziehungsweise durch deren Lageabstand zueinander;
letzterer ist einstellbar und in der Hauptsache bestimmend für den zeitlichen Ablauf
dieses Regelvorganges. Er kann auch durch den jeweilig dem Rotor zugeführten Strom
gesteuert werden.
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Natürlich muß der lfotor auf die auszuregelnde Größe und die dabei
und zusätzlich zu gebende Arbeitsleistung angepaßt und abgestimmt sein. Dieser Abgleich
ist auch nicht schwerer als das Einrichten irgendeines Stellgliedes in einer Brückenschaltung
und wird einmalig vorgenommen.
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Eine gewisse Rolle für den Regelvorgang spielt auch der Andruck des
Kollektors an die Schleifkontakte. Deshalb «=erden an den Schleifkontaktfedern zweckmäßig
Einstellschrauben angebracht, die es gestatten, den Kontaktdruck zu verstärken oder
zu schwächen. Hierdurch verändert sich wohl die Lage eines oben geschilderten :@lininium-I#Iaximum-Differenzbetrages
auf einer Regelkurve wahlweise nach oben oder unten, nicht aber die Differenz selbst.
Da sich auch in günstiger Richtung des Andruckes der Stromdurchfluß im Rotor ändert,
ist es einfach, ge-\R-iinschte Verlaufzustände auch in einem Uhrwert: zu schaffen.
Es ist dafür zu sorgen, daß die Schleifkontakte den Kollektor jeweils gleichzeitig
berühren. Um das zu erreichen, ist es zweckmäßig, für die. Schleifkontakte beim
Verschieben der Rotorachse wirksam werdende, justierbare Anschläge vorzusehen. Hierdurch
kommt im Einschaltmoment ein gleichzeitiges Berühren der Schleifkontakte mit dein
Kollektor zustande.
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I'm auf einfache Weise eine gute Gleichmäßigkeit der vorstehend beschriebenen
Funktionen zu erreichen., ist es zweckmäßig, die Bestandteile der Kollektorschleifkontakte
aus gestanzten Teilen herzustellen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert.
In dieser zeigt Fig. 1 eine teilweise im Schnitt gezeigte Seitenansicht des 1Iotorantriebes
der Vorrichtung mit ausgeschaltetem Rotor, Fig. 2 die gleiche Ansicht bei eingeschaltetem
Rotor, Fig. eine Draufsicht auf die gesamte Vorrichtung, Fig. -1 eine Seitenansicht
auf die gleiche Vorrichtung und Fig. 5 bis 8 Bestandteile der Kollektorschleifkontakte.
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Der in der Zeichnung dargestellte Elektromotor besitzt einen Statormagneten
11 und einen Rotorinabrneten 12, der auf der `'gelle 14 befestigt ist. Die Rotorachse
14, die in nur angedeuteten Lagerschilden 9 und 10 drehbar und axial verschiebbar
gelagert ist, trägt auf ihrem rechten Ende einen Plankollektor 3, dem ein Paar von
festen Schleifkontakten 1 gegenübersteht, während auf ihrem linken Ende eine Schnecke
15 starr befestigt ist.
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Die festen Kontakte 1 sind an Tragteilen 6 um Drehpunkte 5 schwenkbar
gelagert und stehen unter der Wirkung von Federn 2, die sie nach links in Richtung
auf feste Anschläge 4 drücken und die durch Schrauben 7 bezüglich ihrer Spannung
einstellbar sind. Die Tragteile 6 sind mit Lötfahnen zum An.sch.luß von Leitungen
16 zu einer Batterie 17 versehen.
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Die Rotorwelle 14 und der Rotor 12 sind axial um das Stück a verschiebbar.
In ihrer in Fig. 1 gezeigten rechten Stellung sind der Kollektor 3 und die Schleifkontakte
1 außer Berührung miteinander, während sie in der in Fig. 2 dargestellten Lage einander
berühren.
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Die auf dem linken Ende der Rotorwelle 14 sitzende Schnecke 15 steht
mit einem Schneckenrad 18 im Eingriff, das im Platinengestell 19 des Uhrwerkes drehbar
gelagert ist und unmittelbar oder über ein
Zwischengetriebe mit
der Uhraufzugfeder 21 in formschliissiger Verbindung steht. Diese ist einerseits
mit dem Schneckenrad 18 und andererseits mit einem Zwischenrad 22 des Uhrwerkes
verbunden. Das gesamte Motoraggregat ist mittels eines Spannbandes 20 oder anderer
Mittel am Uhrwerk leicht lösbar befestigt.
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Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Auf dem Rotor 12
wirken zwei einander entgegengesetzte Kräfte ein, die Kraft des Statormagneten 11,
die den Rotor 12 nach rechts in die Mittenstellung zu ziehen sucht, und die Rückstellkraft
der Aufzugfeder 21, die über das Schneckenrad 18 auf die mit der Rotorwelle 14 fest
verbundene Schnecke 15 schiebend einwirkt und so den Rotor 12 nach links zu verschieben
sucht.
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Ist die Aufzugfeder 21 genügend stark aufgezogen, um das Uhrwerk über
das Zwischenrad 22 in Gang zu halten, dann ist durch entsprechende Abstimmung zwischen
der Magnetkraft des Stators 11 und der Rückstellkraft der Aufzugfeder 21 der Rotor
12 in der linken Stellung, d. h. also, der Plankollektor 3 und die Schleifkontakte
1 sind außer Berührung, und der Rotor 12 ist abgeschaltet. Sobald durch den Gang
der Uhr die Aufzugfeder 21 bis zu einem bestimmten Grad entspannt ist, dann überwiegt
die Kraft des Statormagneten 11 und zieht den Rotor nach rechts, der Plankollektor
3 kommt mit den Schleifkontakten 1 in Berührung, und die Rotorwicklung wird unter
Strom gesetzt. Der Rotor 12 wird jetzt durch die zusätzliche, von ihm auf den Stator
11 ausgeübte magnetische Kraft stark und ruckweise weiter nach rechts gezogen. Er
beginnt, sich zu drehen, und zieht über den Schneckentrieb 15, 18 und ein eventuelles
weiteres Getriebe die Aufzugfeder 21 der Uhr so lange auf, bis die von ihr auf die
Schnecke 15 ausgeübte Rückstellkraft groß genug ist, um die zwischen Rotor und Stator
bestehende Magnetkraft zu überwinden und den Rotor 12 wieder nach links zu bewegen.
Dadurch wird der Plankollektor 3 von den Schleifenkontakten 1 entfernt, der Rotorstrom
wird unterbrochen, und der Rotor bleibt stehen, bis die Aufzugfeder 21 wieder so
-t_: eit entspannt ist, um das gleiche Spiel von vorn zu beginnen.
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Bei der Wirkungsweise ist besonders hervorzuheben, daß durch die Einschaltung
des Rotorstromes das zwischen dem Stator und dem Rotor bestehende Magnetfeld verstärkt
wird, so daß die den Rotor nach rechts bewegende Kraft über das ursprüngliche Maß
hinaus vergrößert wird. Das hat zur Folge, daß die ..!£ufziehfeder 21 bis zu einem
stärkeren Maße gespannt werden muß, ehe die von ihr ausgeübte Rückstellkraft groß
genug ist, um den Rotor in die außermittige Stellung zu bewegen. Da beim Ausschalten
des Rotors aus dem gleichen Grund das Magnetfeld zwischen Rotor und Stator geschwächt
wird, wird der Rotor rasch in die außermittige Stellung bewegt. Bei beiden Bewegungen
des Rotors erfolgt daher, ähnlich wie bei einem Kippvorgang, ein plötzliches und
sicheres Ein-und Ausschalten.